Wie Alt Werden Kühe?

Wie Alt Werden Kühe
Wie Alt Wird Eine Kuh? –

  • 07.04.2023
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Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren – Die natürliche Lebenserwartung von Kühen ist das Alter, das sie erreichen könnten, wenn sie nicht landwirtschaftlich genutzt würden. Mit Betonung auf «könnten»: Vor Krankheiten und Unfällen sind auch nicht landwirtschaftlich genutzte Kühe nicht gefeit – zudem hängt die Lebenserwartung von Kühen auch stark von der Rasse, der Pflege, der Haltung und der Fütterung der Tiere ab.

  • Unter besten Bedingungen gehalten, hat eine Kuh eine natürliche Lebenserwartung von 20 bis sogar 25 Jahren.
  • Zur Produktion genutzte Nutztiere erreichen die natürliche Lebenserwartung in der Regel nicht.
  • Bei diesen Tieren ist die Nutzungsdauer ausschlaggebend: Bei einer Milchkuh beginnt die Nutzungsdauer nach dem ersten Abkalben und dauert bis sie schliesslich aus dem Produktionsprozess ausscheidet und in der Regel beim Metzger landet.

Die sogenannte Nutzungsdauer und damit die Lebenserwartung von Milchkühen liegt in der für sie bestimmten Nutzungsform entsprechend deutlich niedriger als die natürliche maximale Lebenserwartung. Der Alterszentralwert oder -medianwert lag bei Schweizer Milchkühen in den letzten 10 Jahren bei fünfeinhalb bis etwas über sechs Jahre alt.

Dies geht aus der hervor. Die Auswertung erfolgte von Daten aller in der Schweiz in der Tierverkehrsdatenbank per Stichtag 28. Februar 2021 registrierten Milchrassen-Kühe für die eine Schlachtungsmeldung vorlag.2020 lag der Medianwert bei den geschlachteten Kühen mit Nutzungsart Milchkuh bei 5,9 Jahren.

Die Hälfte aller geschlachteten Milchkühe war dabei zwischen 54 und 92 Monate alt (die Streuung von 50 Prozent aller Stichproben – Interquartilbereich). Und: Bei den im Jahr 2020 geschlachteten Kühen wies das oberste Quartil – 25 Prozent aller Milchkühe – bei der Schlachtung ein Alter von mindestens 92 Monaten auf – ein Viertel der Kühe waren also mindestens 7,6 Jahre alt – das unterste Quartil zeigte einen Maximalwert von 54 Monaten oder 4,5 Jahren.

Wie alt wird eine normale Kuh?

Die kurze Lebensdauer von Mastrindern und Milchkühen – Die Lebenserwartung bei den als Nutztieren gehaltenen Rindern sieht traurig aus: Die längste Nutzungsdauer haben Milchkühe – und sie liegt bei nicht einmal sechs Jahren, Noch geringer ist die Lebenserwartung von Zuchtbullen (etwa drei Jahre ) und Mastrindern (knapp zwei Jahre ).

Wie alt ist die älteste Kuh auf der Welt?

Liebe ist die älteste Fleckviehkuh der Welt – Bayern-Genetik – Am 1. Juni ist Tag der Milch Foto: Friedrich Wiedenmann Foto: Friedrich Wiedenmann Liebe wurde am Sonntag, den 31. Juli 2022, 27 Jahre alt. Liebe ist nun die mit Abstand älteste, noch leistungsfähige Fleckvieh-Kuh der Welt. Am 17. Mai kalbte Liebe zum 23. Mal. Liebe ist eine lebende Legende und ein leuchtendes Beispiel für die Kraft und Vitalität der Fleckviehrasse.

Ihr Enkel BFG gibt die Langlebigkeits-Gene an seine tausenden Nachkommen weiter. Fotos: 4 – BFG Rijeka Tochter; Zweites Kalb, 12.000 kg Milch

1- Liebe in einem schönen Strohschuppen auf dem Bauernhof der Familie Merkle. Foto: Friedrich Wiedenmann2 – Liebe neben Edgar Merkle bei der Jubiläumsschau anlässlich 120 Jahre Zuchtverband Wertingen im Jahr 2017. Hier wurde sie zur “Queen of Longevity” gekrönt.

Wie lange lebt eine männliche Kuh?

Das natürliche Verhalten von Rindern – Die natürliche Lebenserwartung von Rindern beträgt 18–25 Jahre. Eine Milchkuh wird jedoch im Schnitt nur 5–6 Jahre alt. Dann wird sie geschlachtet, weil sie nicht mehr genug Milch gibt, um rentabel zu sein. Ein männliches Rind, das für Rindfleisch gemästet wird, wird üblicherweise mit 18–32 Monaten getötet.

  1. Die Kälber für Kalbfleisch leben sogar nur 6 Monate, ehe sie im Schlachthof landen.
  2. Eine natürliche Kuhherde besteht aus 20–30 Tieren, hauptsächlich Kühe und Kälber.
  3. Alle Tiere kennen sich und können einander identifizieren, was für die Herde sehr wichtig ist.
  4. Geschlechtsreife Stiere bilden mit 2 Jahren eigene Junggesellengruppen, ältere Bullen sind Einzelgänger.

Eine Kuhherde ist durch eine sehr stabile Rangordnung gekennzeichnet. Diese ergibt sich durch Gewicht, Größe und Alter sowie Aufenthaltsdauer des einzelnen Rinds in der Herde. Hierarchisch höherstehende Tiere können bei zu wenig Platz oder Nahrung rangniedrigere aufscheuchen oder vertreiben.

  1. Ansonsten verrichtet die Kuhherde alle Tätigkeiten synchronisiert.
  2. Die Tiere fressen gleichzeitig und liegen zum selben Zeitpunkt.
  3. Physische Auseinandersetzungen sind sehr selten.
  4. Die Rangordnung wird mit Gesten aufrechterhalten.
  5. Gerade die Hörner sind ein wichtiges Merkmal für den Status in der Herde und dienen der Kommunikation.

Rinder vermitteln mit ihren Hörnern zum Beispiel, ob ein anderes Herdentier vorbeigehen darf. Die meisten Rangkämpfe werden innerhalb von Sekunden mit solchen Gesten ausgefochten. Dieses Kommunikationsinstrument, die Hörner, werden aber in der Tierhaltung meistens amputiert.

  1. Bei Neuzugängen zur Herde gibt es Auseinandersetzungen nur in den ersten 24–72 Stunden.
  2. Dann ist die Rangordnung wieder stabil.
  3. Rinder halten voneinander 0,5 bis 3 Meter Abstand, um die Individualdistanz zu wahren.
  4. Diese wird beim Fressen und Schlafen eingehalten.
  5. Nur Kälber haben öfter Körperkontakt und liegen näher beieinander.

Die tatsächliche Individualdistanz hängt mit der Rangordnung zusammen. Die Kühe kommen sich nur näher, wenn sie sich gegenseitig ablecken, was der Hygiene dient und für das Sozialleben in der Herde sehr wichtig ist. Jedes Rind hat einen ausgeprägten, individuellen Charakter.

  1. Sie haben starke soziale Bindungen und bilden lebenslange Freundschaften.
  2. Sie erkennen sich gegenseitig wieder über ihren Geruch.
  3. Insbesondere die Mutter-Kind-Bindung ist sehr stark, da sich eine Kuh auch noch um ihr Kalb kümmert, wenn sie mittlerweile schon das nächste geboren hat.
  4. Im Gegensatz zu Hunden oder Pferden haben Rinder jedoch eine schlecht ausgeprägte Gesichtsmuskulatur, weshalb sie nur wenig über ihre Gesichtsmimik mitteilen.

Nichtsdestotrotz sind sie genauso empfindungsfähig wie Menschen. Kühe trauern über verstorbene Mitglieder ihrer Herde. Umso stärkeren Schmerz empfinden sie, wenn ihnen die jungen Kälber weggenommen werden. Vor der Geburt eines Kalbs zieht sich die Mutter von der Gruppe zurück.

  • Nach ein paar Tagen stößt sie mit dem Kalb wieder zur Gruppe.
  • Für das Kalb ist es sehr wichtig, die Erstmilch zu trinken, da sich ansonsten das Immunsystem nicht richtig ausbilden kann.
  • In der Rinderhaltung wird aber meist direkt nach der Geburt Milchpulver mit Wasser verfüttert.
  • Nach der Geburt schleckt die Mutter das Kalb zur Reinigung einerseits.

Andererseits ist dies sehr förderlich für die Mutter-Kind-Bindung.

Was wird aus alten Kühen gemacht?

Fleisch ausgedienter Milchkühe – Kuhfleisch stammt hauptsächlich von Milchkühen, die wegen nachlassender Milchleistung nicht mehr zur Milcherzeugung genutzt werden. Soweit Kuhfleisch von älteren Tieren stammt, wird es ausschließlich verarbeitet. Fleisch von bis zu fünf Jahre alten Kühen eignet sich bei guter Marmorierung und mittlerer bis starker Fettauflage auch gut als Frischfleisch. Die Teilstücke beim Rind (1: Kamm/Nacken/Hals, 2: Fehlrippe/Hohe Rippe, 3: Roastbeef, 4: Filet, 5: Hüfte/Blume, 6: Unter- und Oberschale, 7: Kugel, 8: Knochen- und Fleischdünnung, 9: Brust, 10: Spannrippe/Querrippe, 11: Bug/Schulter, 12: Vorder-/Hinterhesse, 13: Schwanz) Erfahrene Verbraucher*innen achten auf Qualitätskriterien wie Farbe, Struktur und Marmorierung.

Farbe – abhängig von Fleischart und Alter des Tieres. Generell gilt: Bei jüngeren Tieren ist die Fleischfarbe heller, bei älteren dunkler. So sollte Kalbfleisch rosa bis hellrot, Jungbullenfleisch hellrot bis mittelrot, Färsen- und Ochsenfleisch mittel bis kräftig rot und Kuhfleisch dunkelrot sein. Struktur – abhängig von Alter und Geschlecht des Tieres. Jungbullenfleisch und Kuhfleisch sind gröber strukturiert als Färsen- und Ochsenfleisch.

Marmorierung – das Fleisch ist von feinen Fettadern durchzogen. Fett gibt dem Fleisch den Geschmack. Gut marmoriertes Fleisch ist zarter und saftiger als sehr mageres. Die Marmorierung ist abhängig von Rasse, Ausmästungsgrad und Alter des Tieres. Rinder, die nur für die Fleischerzeugung gezüchtet werden, haben stärker marmoriertes Fleisch. Färsen- und Ochsenfleisch wiederum enthält mehr Fettäderchen als Jungbullenfleisch. Safthaltevermögen – am trockenen Anschnitt zu erkennen. Fleisch, das im eigenen Saft liegt, hat keine gute Qualität. Zartheit – vor allem von der Abhängdauer bestimmt. Kochfleisch ist nach fünf bis sechs Tagen gereift, Brat- und Kurzbratfleisch sollte mindestens 14 Tage abhängen. Mit fortschreitender Reifedauer entwickelt sich auch das Fleischaroma. Als zartestes Fleisch gilt das Ochsenfleisch gefolgt von Färsenfleisch.

Stand: 01.02.2023 / Autorin: Ruth Rösch, Düsseldorf; Überarbeitung: Antje Elfrich, Brühl : Rindfleisch: Einkauf

Was ist wenn Kühe schreien?

Was die Kuh uns sagen will 28.02.2003, 00:00 | Lesedauer: 3 Minuten Muhen für die Wissenschaft: Der deutsche “Dr. Dolittle” entschlüsselt die Botschaften der Kühe. Braunschweig. Kühe sind keine kommunikativen Tiere, glauben Sie? Weit gefehlt! Denn Muh ist nicht gleich Muh.

  • Eine Kuh, die fressen will, muht anders, als wenn das volle Euter drückt oder die Brunst beginnt.
  • Ühe brummen, brüllen, brausen auf – besonders laut wird es, wenn sie durstig sind.
  • Der einzige Wissenschaftler in Europa, der die Sprache der Kühe erforscht, ist Professor Dr.
  • Gerhard Jahns (62), der in Anlehnung an den berühmten Romanhelden Dr.

Dolittle auch gelegentlich “Dr. Kuhlittle” genannt wird. Außer ihm hören weltweit nur zwei weitere Forscher in Kanada und einer in Japan den Kühen und ihren MuhRufen so genau zu. Jahns Spezialgebiet am Institut für Biosystemtechnik an der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig ist die so genannte Bioakustik – das Erkennen und Verstehen von tierischen Lauten.

Der Ingenieur, der seit drei Jahren offiziell im Ruhestand ist, betreut sein bis 2007 laufendes Forschungsprojekt voller Hingabe – und mit dem nötigen Respekt vor den Tieren. Seine Devise für den großen Lauschangriff im Kuhstall: abhören und analysieren, ohne dabei das natürliche Verhalten der Tiere zu beeinflussen.

Jahns: “Wir können die Kühe ja nicht darum bitten, zu muhen, sondern müssen mit viel Geduld auf die unterschiedlichen Laute warten.” Bislang hat Jahns sieben “Muh-Botschaften” herausgefiltert: Kuh ruft Kalb, Kuh ruft Kuh, Husten, Brunft, den Beschwerdeschrei für verspätetes Melken, Schmerzen sowie Hunger (und Durst).

Wird eine Kuh beim Füttern vergessen, kann aus dem gemächlichen “Muh” schnell ein energisches “Mööhh” werden. Sehr viel mehr Rufe erwartet der Wissenschaftler aber nicht: Jahns: “Das Laute-Repertoire der Kühe ist nicht sehr umfangreich.” Dafür sind seine Erwartungen an die Muh-Forschung umso größer: “Wahrscheinlich sind unsere Erkenntnisse über die Kühe sogar allgemein auf Tiere übertragbar”, vermutet Jahns.

Mathematische Modelle sollen dabei helfen, den noch ausstehenden Nachweis zu erbringen. Welches Tier ließe sich denn mit Kühen und ihren Lauten vergleichen? Jahns: “Theoretisch jedes. Ich glaube, wir müssen nur ein ausreichend großes Repertoire an Tierlauten erfassen, um den Beweis erbringen zu können.” Heißt das, alle Tiere “sprechen die gleiche Sprache”? “Nein, das tun die Menschen ja auch nicht.” Erwiesen sei jedoch, dass Tiere sogar mit fremden Arten “kommunzieren”, etwa über Warnrufe bei Gefahr.

Wenn beispielsweise der Eichelhäher diesen Schrei ausstößt, warnt er damit nicht nur andere Vögel.” Jahns Vision, die im Kuhstall Wirklichkeit werden könnte: ein Computersystem zur Ruferkennung, das wie ein Sprachcomputer funktioniert. Dadurch sollen Bauern ihre Tiere in Großbetrieben überwachen und “verstehen” – um zu erfahren, wann eine Kuh fruchtbar oder krank ist.

Klar, dass nicht nur das Wohlbefinden der Tiere, sondern auch die Erträge steigen sollen: Nur glückliche Kühe geben auch viel Milch, Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt’s hier: : Was die Kuh uns sagen will

Kann eine Kuh platzen?

10. Kühe ohne Qualzucht müssen nicht gemolken werden – Platzen Kühe eigentlich, wenn sie nicht gemolken werden? Gerne wird behauptet, Kühe müssten gemolken werden, denn sonst würde ihr Euter platzen. Bei einer ursprünglichen, gesunden Kuh würde das nie passieren, denn sie könnte ihr Kalb – wie auch menschliche Mütter – irgendwann abstillen, wenn das Kalb ihre Milch nicht mehr benötigt.

  1. Die heutige „Milchkuh” ist durch Qualzucht und hohe „Kraftfuttergaben” jedoch darauf getrimmt, bis zu 50 Liter Milch am Tag zu geben.
  2. Aum etwas davon erhält ihr Kalb, denn jeder Tropfen wird für den Profit abgemolken.
  3. Fakt ist: Ein übermäßig pralles Euter kann zu schmerzhaften Entzündungen bei der Kuh führen, doch platzen würde das Organ nicht.
See also:  Wie Alt Werden Hunde?

Kühe in der Milchindustrie leiden jedoch häufig unter Euterentzündungen, die durch die artwidrige Haltung und die Qualzucht ausgelöst werden.

Wie lange trauert eine Kuh?

In Hochleistungsbetrieben sind säugende Kühe nicht vorgesehen – Möller und Bock gehören zu den Pionieren, die das ändern wollen: Drei Monate lang lassen sie die jungen Kälber bei ihren Müttern trinken – die gleichzeitig auch gemolken werden. Das ist möglich, weil moderne Milchkühe so viel Milch produzieren, dass sie problemlos ein Kalb säugen können und noch Milch für die Melkmaschine übrig haben.

Muttergebundene Kälberaufzucht”, so der Fachbegriff der Landwirte für diesen natürlichen Vorgang, der in der modernen Landwirtschaft einfach abgeschafft wurde. In den ersten Tagen nach der Geburt lässt Bock Kuh und Kalb in seinen Apfelgarten. “Dort verstecken die Kühe ihre Kälber am liebsten im Gebüsch”, erklärt er, “ähnlich wie Rehkitze”.

Nach ein paar Tagen bringt er beide zurück in die Herde. “Etwa eine Woche lang hält die Kuh ihr Kalb dicht bei sich”, erklärt Bock. “Ab dann lässt sie es zu den anderen Kälbern laufen.” Während ihre Mütter Gras fressen, erkunden die Kälber gemeinsam die Weide und kommen nur zum Trinken zu ihren Müttern zurück.

  • Indergartengruppe”, nennt Bock das.
  • In der modernen Hochleistungs-Milchviehhaltung ist diese Art der Kälberaufzucht in Vergessenheit geraten.
  • Seit Jahren empfehlen Berater und Stallanlagen-Hersteller große, arbeitstechnisch optimierte Ställe mit Melkrobotern, Fütterungsautomaten und einer computergesteuerten Milchmengenerfassung.

In den standardisierten Laufställen hat jede Kuh eine Liegebox, oft sogar mit einer weichen Gummimatratze – doch Platz für säugende Mütter ist in diesem System nicht vorgesehen. Auch bei den meisten Biobauern ist das nicht anders. Dabei ist die Trennung von Kuh und Kalb keine einfache Sache: Entweder die Milchbauern lassen das Neugeborene ein paar Tage bei seiner Mutter, damit es die wertvolle Biestmilch direkt aus dem Euter trinken kann, oder sie trennen beide sofort nach der Geburt.

  • Manchen Landwirten ist die sofortige Trennung lieber, denn eine Kuh, die ihr Kalb gar nicht erst zu sehen bekommt, trauert in der Regel weniger.
  • Einige Milchkühe, denen die Kälber nach zwei oder drei Tagen weggenommen werden, brüllen ihren Trennungsschmerz stundenlang laut über den Hof.
  • Das hört kein Landwirt gerne.

Auch die Aufzucht der Kälber ohne ihre Mütter macht viel Arbeit. Die Biobauern schleppen morgens und abends Kuhmilch in den Kälberstall und füllen sie dort in Nuckeleimer, aus denen die Kälber trinken. Die konventionell wirtschaftenden Kollegen verwenden in der Regel Ersatzmilch, die sie aus Pulver und warmem Wasser anrühren.

In beiden Fällen müssen die Nuckeleimer sorgfältig gereinigt und die Tiere gut beobachtet werden, denn junge Kälber sind anfällig für Durchfälle. Auch Achim Bock, der seinen Betrieb im Jahr 2000 auf Bio umstellte, hat das jahrelang so praktiziert – ohne damit zufrieden zu sein. “Aus dem Nuckeleimer trinken die Kälber viel zu wenig”, sagt er.

“Und sie werden oft krank.” Deshalb suchte er nach neuen Methoden und entschied sich schließlich für die natürlichste: einfach den Kühen die Aufzucht ihrer Kälber zu überlassen. “Seitdem entwickeln sich die Kälber ganz großartig”, sagt Bock. “Sie trinken viel mehr und sie lernen von ihren Müttern ganz früh, wie man Gras oder Heu frisst.” Ob sich die Umstellung wirtschaftlich lohnt, hat Bock noch gar nicht genau ausgerechnet.

  • Die Kälber saufen mehr Milch, dadurch kann ich weniger Milch verkaufen.
  • Das macht etwa 250 Euro aus”, sagt er.
  • Dafür sind die Kälber nach drei Monaten Tränkezeit durchschnittlich 40 Kilogramm schwerer.
  • Außerdem habe ich signifikant geringere Tierarztkosten.” Sein Fazit: “Für mich lohnt es sich in jedem Fall, da brauch ich gar nicht rechnen.” Das spüre er, wenn er die Kühe mit ihren Kälbern beobachte, und das zeige ihm auch der Zuspruch der Verbraucher.

Zwei Jahre lang erprobten die beiden Öko-Melkburen das Verfahren und informierten dann Presse und Supermärkte. Dass sie ihre Milch auch als Elternzeit-Milch vermarkten können, ist nur möglich, weil sie mit einer kleinen Molkerei in der Nähe kooperieren, mit der Meierei Horst bei Elmshorn, die ihre Milch getrennt abfüllt und etikettiert.

Würden Kühe aussterben?

1. Artenschutz – Nutztierrassen, die über Jahrhunderte und Jahrtausende gehalten und gezüchtet worden sind, würden einfach aussterben. In unseren begrenzten Landschaften wäre kein Platz mehr für Kühe, Schafe und Schweine. Das ist im Übrigen auch kein neues Problem oder Phänomen, denn seit Jahrzehnten sind Nutztierrassen vom Aussterben bedroht,

“Was wäre schlimm daran, wenn es keine Hinterwälder Kuh, keine Heidschnucke und kein Buntes Bentheimer Schwein mehr gäbe”, mag der ein oder andere Vegetarier nun fragen. Nutztiere sind Kulturerbe und Naturerbe, sie sind ein Teil der Biodiversität und ihre wilden Vorfahren waren alle vor uns da, bevor der Mensch ihnen begrenzte Lebensräume – etwa auf Weiden – zuwies und angestammte Lebensräume wegnahm.

Es würde keine Kühe, Ziegen und Schafe geben, wenn sie nicht gehalten würden. Nicht in Deutschland und nicht in Europa. In Zukunft zur Kuh- und Schweinesafari nach Afrika?

Was ist die größte Kuh auf der ganzen Welt?

Die US-amerikanische Holstein-Kuh Blosom von Patty Hanson aus Orangeville, Illinois, ist die grösste Kuh der Welt. Blosom hat gemäss «Guinnessbuch der Rekorde» eine Schulterhöhe von 1,93 Metern und wiegt 907 Kilo. Sie wird demnach 2016 im Guinnessbuch als grösste Kuh der Welt aufgeführt werden.

Zum Vergleich: Decrausan Iron O’Kalibra, Holstein-Weltsiegerin 2013, bringt es auf eine Grösse von 1,55 Metern, wobei hier die Kreuzbeinhöhe gemessen wurde. Blosom ist unfruchtbar Eigentlich ist die 13-jährige Blosom gar keine Kuh. Denn sie hat nie gekalbt und sollte deshalb schon früh geschlachtet werden.

Anstatt sie ins Schlachthaus zu bringen, entschied sich ihre Besitzerin Patty Hanson, Blosom zu behalten. Fortan lebte sie als Haustier auf dem Bauernhof der Familie in Orangeville im US-Staat Illinois. Wie übergrosser Hund Ihre Besitzerin Patty Hanson schwärmt gemäss spiegel.de, wenn sie von Blosom spricht.

  • Die Kuh bringe Leute zum Lächeln, sie habe Charakter, sie sei wie ein «übergrosser Hund».
  • Vor Jahren habe sie ihrem Vater bereits gesagt, Blosom werde mal eine Berühmtheit.
  • Und nun ist es so weit: Kuh Blosom ist zur grössten Kuh der Welt gekürt worden.
  • Sie könne es kaum erwarten, die Reaktionen der Menschen zu sehen, wenn sie ihnen von dem Weltrekord erzähle, so Hanson.

Der stolzen Besitzerin ist es offenbar nicht genug, dass ihr Tier im Buch der Rekorde auftauchen wird: Sie will die Geschichte der Kuh als Kinderbuch veröffentlichen.

Wie viele Herzen hat eine Kuh?

Eine Kuh hat 10 Herzen.

Wie viel kostet eine Kuh im Monat?

– Ganztägige Verfügbarkeit, steigende Futteraufnahme, bessere Energieversorgung und höhere Milchleistung sprechen für viel Futterrest. Dagegen sprechen die hohen Kosten, vor allem, wenn die Reste nicht verwertet werden, zum Beispiel bei ausgelagerter Jungviehaufzucht.

  1. Osten: Eine Kuh frisst etwa 50 kg Frischmasse pro Tag.
  2. Eine Voll-TMR kostet 4 bis 5 Euro pro Kuh und Tag.
  3. Folglich kostet 1 kg Futter durchschnittlich 9 Cent und 1 t Futter 90 Euro.
  4. Bei 200 Kühen, einer Futtervorlage von 10 t und einem Rest von 5 %, ergeben sich 500 kg Futterrest, der 45 Euro pro Tag oder 16.500 Euro pro Jahr kostet.

Bei 1.000 Kühen kann das bis zu 80.000 Euro Verlust bedeuten, wenn die Reste nicht verwertet werden können.

Wie oft wird eine Kuh befruchtet?

Bundesinformationszentrum Landwirtschaft: Warum werden Kühe künstlich besamt?

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    Die künstliche Besamung ist in der heutigen Rinder- und Schweinehaltung der Standard. Denn das Verfahren bringt viele Vorteile mit sich. Der Besamungstechniker ertastet über den Darm die Gebärmutter der Kuh und führt dann mithilfe einer Pipette die Besamung durch.

    • Quelle: mustafagull via Getty Images Die Kuh ist ein Säugetier.
    • Sie gibt also nur dann Milch, wenn Sie zuvor ein Kalb zur Welt gebracht hat.
    • In Deutschland bekommen Milchkühe daher in der Regel jedes Jahr ein Kalb.
    • Früher sorgte man mit einem sogenannten Deckbullen dafür, dass die Kuh trächtig wurde.
    • Natursprung” nennt man dieses Verfahren, bei dem ein Bulle sich auf natürliche Weise mit einer Kuh paart.

    Der Natursprung kommt aber nur noch auf wenigen Betrieben vor. Laut Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) setzen heute knapp drei Viertel aller rinderhaltenden Betriebe auf die künstliche Besamung. So nennt man die Paarungsmethode, bei der Sperma von Vatertieren gewonnen und mithilfe von Instrumenten auf die Geschlechtsorgane der weiblichen Tiere übertragen wird.

    Wie schmeckt Kuh Fleisch?

    Rohdiamant Altkuh – Dass Altkuhfleisch auch zu mehr taugt als zu Salami, Corned Beef und Burger, kann man in lesen oder in Gourmet-Restaurants kosten. Besonders im Nordosten Spaniens hat der Genuss von Fleisch betagter, fetter Kühe Tradition. Edelfleischteile von Altkühen bestimmter Rassen und Haltung werden, nach langer und aufwendiger Dry-Age-Reifung und fachmännischer Zerlegung, zu sehr hohen Preisen feilgeboten.

    Entscheidend ist, dass die Kuh nicht abgemagert ist wie eine ausgediente Milchkuh. Ausreichend Zeit zum Wachsen und zum Herausbilden von (intramuskulärem) Fett sind die Grundlage für Geschmack im Fleisch. Mageres Jungbullenfleisch, das hierzulande die Fleischtheken dominiert, ist daher vergleichsweise mild beziehungsweise geschmacksarm.

    Ein Ochse setzt schon mehr Fett und Geschmack an. Eine schön fette, alte Kuh hat noch einmal deutlich mehr Zeit zum Geschmack sammeln. Dieses Fleisch hat allerdings Biss. Die aufwendige, lange Reifung, die das hochpreisige Altkuh-Premium-Fleisch vor dem Verkauf durchläuft, zielt darauf ab, das Fleisch mürbe, also zarter zu machen.

    Kann man Kühen Äpfel geben?

    Dürfen Rinder Äpfel fressen? Grundsätzlich sind Äpfel und Birnen natürlich nicht giftig für Rinder. Insbesondere bei ungeübten Jungrindern besteht allerdings eine gewisse Gefahr, dass unzerkleinert abgeschluckte, festere Äpfel an den Engstellen der Speise­röhre (Brustkorbeingang und Zwerchfelldurchgang).

    1. Grundsätzlich sind Äpfel und Birnen natürlich nicht giftig für Rinder.
    2. Insbesondere bei ungeübten Jungrindern besteht allerdings eine gewisse Gefahr, dass unzerkleinert abgeschluckte, festere Äpfel an den Engstellen der Speise­röhre (Brustkorbeingang und Zwerchfelldurchgang) stecken bleiben und zu einer Schlundverstopfung führen.

    Da die Tiere dann nicht mehr in der Lage sind, die beim Gärvorgang im Pansen entstehenden Gase abzurülpsen, kommt es schnell zu einer lebensbedrohlichen Aufgasung, die durch Kreislaufversagen infolge Zwerchfellhochstand zum Tode führen kann. Ansonsten muss natürlich darauf geachtet werden, dass durch die übermäßige Aufnahme von entsprechenden Früchten nicht das für Wiederkäuer notwendige Gleichgewicht zwischen Energie und Struktur aus dem Lot gerät und die Tiere eine Pansenverdauungsstörung erleiden.

    Werden weibliche Kühe gegessen?

    Rindfleischsorten – Teile des Rindes   0 1. Rinderhals, Kamm oder Nacken   0 2. Querrippe   0 3. Rinderbrust   0 4. Fehlrippe   0 5. Hochrippe, Vorderrippe oder hohes Roastbeef   0 6. Rostbraten oder flaches Roastbeef   00.5. und 6. bilden das Roastbeef oder Zwischenrippenstück   0 7.

    Filet   0 8. Spannrippe   0 9. Dünnung  10. Schulter, Bug, Falsches Filet oder Schaufel  11. Oberschale, Unterschale und Nuss  12. Flanke  13. Hüfte mit Hüftsteak und Schwanzstück oder Tafelspitz  14. Hesse oder Wade Folgende Bezeichnungen werden verwendet: Jungrindfleisch, auch Baby beef für das leicht faserige und zarte Fleisch von weiblichen und männlichen, nicht ausgewachsenen Tieren.

    Jungbullenfleisch für das Fleisch von männlichen nicht kastrierten Tieren, die im Alter von 14 bis 22 Monaten geschlachtet wurden. Das Fleisch älterer Tiere wird als Bullenfleisch bezeichnet. Die Tiere werden auch als Stier, Farren oder Fasel bezeichnet, was dann in der Fleischbezeichnung statt Bulle verwendet wird.

    See also:  Wie Alt Können Katzen Werden?

    Das Fleisch ist relativ fettarm und hat eine mittlere bis kräftige Faserstruktur. Ochsenfleisch für das Fleisch von kastrierten männlichen Rindern. Es hat eine geringe Marktbedeutung, da die Ochsenaufzucht zeit- und futterintensiver ist. Das Fleisch ist feinfaserig, saftig und aromatisch. Färsenfleisch für das Fleisch von weiblichen Rindern, die noch nie gekalbt haben.

    Das Fleisch ist feinfaserig, zart und saftig. Ochsen und Färsen werden nach 20 bis 30 Monaten Stallmast bzw. nach ein bis zwei Weidemastperioden geschlachtet. Kuhfleisch für das Fleisch von weiblichen Rindern nach dem Kalben. Meist handelt es sich dabei um Milchkühe, deren Milchleistung zu gering ist.

    In der Warenkunde wird Kalbfleisch als eigene Fleischsorte neben Rindfleisch definiert. Als Kalbfleisch bezeichnet man das Fleisch von Kälbern und Mastkälbern, die im Alter von 5 bis 6 Monaten und einem Gewicht von ca.200 kg geschlachtet werden. Das Fleisch ist fettarm und feinfasrig. Gegenüber den anderen Fleischsorten ist das Fleisch von hellrosa bis hellroter Farbe.

    Bei sehr eisenreichem Futter, wie frischem Grünfutter, wird das Fleisch wesentlich dunkler und ist von den anderen Sorten vor allem am geringen Anteil Bindegewebe zu unterscheiden. Die Begriffe Fleischsorte und Fleischart werden synonym für die Teilstücke des Rindfleischs verwendet.

    In den Leitzsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuchs wird Rindfleisch entsprechend den Eigenschaften in drei Sorten unterteilt: Sehnen- und fettgewebsarmes Rindfleisch Die Skelettmuskulatur des Rindes, die von Natur aus nur sehr wenig Bindegewebe und Fettgewebe enthält (z.B.

    Oberschale ) oder deren Gehalt an diesen Geweben durch Ausschneiden ( Entsehnen ) entsprechend verringert worden ist (z.B. entsehntes Bugstück ). Grob entsehntes Rindfleisch Rindfleisch mit Bindegewebe- und Fettgewebegehalten, wie sie bei Verarbeitung von nicht übermäßig muskelarmen Rinderhälften ohne Filet, Lende und Oberschale nach Entfernung der groben Sehnen und größeren Fettgewebeansammlungen zu erwarten sind.

    Fleisch mit höheren Bindegewebe- und Fettgewebegehalten wird entsprechend ausgeschnitten. Sehnenreiches Rindfleisch Rindfleisch mit einem Bindegewebegehalt, der höher ist als bei grob entsehntem Rindfleisch, jedoch niedriger als bei ausschließlicher Verwendung von Beinfleisch, Fleisch, das von grob ausgelösten Knochen abgetrennt wird („Knochenputz”), und Kopffleisch.

    Rindfleisch der Schnittstelle zwischen Kopf und Hals wird als sehnenreich gewertet und nur für Brüh- und Kochwürste verwendet. Manuell von grob ausgelösten Knochen abgetrenntes Fleisch wird als sehnenreich gewertet. An Kopf- und Röhren- und Wirbelsäulenknochen haftendes Fleisch wird nur manuell abgetrennt.

    Wann sind Kühe traurig?

    5. Kühe sind traurig, wenn ein Familienmitglied stirbt – Genau wie wir Menschen trauern auch Rinder, wenn ein Familienmitglied stirbt oder sie von ihren Artgenossen getrennt werden. Selbst, wenn sie nur kurz von ihrer Familie oder Freunden getrennt sind, bedrückt es die Tiere sehr.

    Was Kühe nicht mögen?

    Kühe riechen Stress und mögen keine knalligen Farben

    Beat Burkhalter beruhigt ein Rind durch Körperkontakt. So fängt man Tiere mit der Wurfschlinge. Bei Maulhalftern geht ein Strick durchs Maul. Nur richtig gebundene Halftern sind sicher.

    Auch zahme Rinder können gefährlich werden, wenn sie erschrecken oder sich bedroht fühlen. Dann drohen Unfälle. Die richtigen Hilfsmittel und ein angepasstes Verhalten können solche Situationen entschärfen. «BUL» steht für Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft.

    Diesen Auftrag nimmt sie ernst. Regelmässig bietet die BUL Kurse für Bauern an, diese Woche im Werk- und Wohnheim Murimoos in Muri AG zum Thema «Sicherer Umgang mit Rindern». Denn trotz allem Muniflüstern: Frei laufende Rinder sind keine Engel. Je grösser die Herden werden, desto weniger kann man sich ums einzelne Tier kümmern.

    Dazu kommt, dass Kühe und Rinder mehrheitlich nicht mehr angebunden werden. Falsch eingeschätzt «Zwischen 1999 und 2008 geschahen in der Landwirtschaft 462 tödliche Unfälle», betonte Beat Burkhalter von der BUL, «bei 21 davon waren Tiere im Spiel.» Hinter den zwei tödlichen Unfällen pro Jahr stünden jährlich 20 bis 30 Zwischenfälle, die mit schweren Verletzungen enden würden, und eine noch viel grössere Zahl von bedrohlichen Situationen.

    • Ein Drittel aller Unfälle passiert, weil der Mensch das Tier falsch einschätzte, 10 Prozent wegen Unkonzentriertheit.
    • Gross ist das Risiko, wenn Rinder verladen, separiert oder behandelt werden müssen.
    • Burkhalter warnte: «Dann ist es wichtig, dass man die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung hat – und dass man seine Tiere kennt und weiss, wie sie ticken.» Stress stinkt Eine Kuh hat eine feinere Nase als der Mensch.

    Sie erkennt ihre Artgenossen über den Geruch. Sie riecht, wenn Menschen oder andere Kühe gestresst sind, und sie kann sich merken, welche Ausdünstung mit dem Tierarzt einhergeht. Der Geruch eines Hundes beunruhigt sie. Kühe haben die Augen seitlich am Kopf.

    Wirklich scharf können sie aber nur in einem schmalen Bereich sehen. Direkt vor dem Kopf und hinter sich sehen sie nichts. Starke Hell-Dunkel-Kontraste und knallige Farben beängstigen Rinder. Deshalb gehen sie auch nicht über Weideroste oder nahe an weiss-rote Schreckbänder. Bei Treibgängen sollte das Schattenspiel möglichst vermieden werden, Tierhalter sollten gedämpfte Farben tragen.

    Die Kuh ist schnell geblendet. Sie hat auch fünfmal länger, bis sich ihre Augen ans Dunkel gewohnt haben. Schnelle Bewegungen verängstigen sie. Rinder sind lärmempfindlich. Metallische, quietschende Geräusche stressen sie, die menschliche Stimme kann sie beruhigen.Die Fellpflege und Berührungen spielen im Sozialverhalten eine wichtige Rolle.

    • Stock als Verlängerung Alles Wissen über die Kuh in Ehren: Erst die richtigen Hilfsmittel machen den Umgang mit den Tieren sicher.
    • Ohne Panels oder anderweitige feste Einrichtungen können Rinder weder vernünftig getrieben noch fixiert werden.
    • Ein Stock dient als Armverlängerung, kann aber auch zur Abwehr genutzt werden.

    Moderne Halftern haben nichts mehr gemein mit den kleinen, dünnen Strickgeflechten, die vor 50 Jahren im Einsatz standen. Lange Seile, weiches Material und die perfekte Knüpftechnik machen sie unverzichtbar. Am BUL-Kurs lernten die Teilnehmer nicht nur verschiedene Knot- und Schlaufvarianten, sondern konnten die Halftern auch gleich in der Praxis anwenden.

    1. Verflixte Wurfschlingen Dazu gingen sie in den Stall des Wohn- und Werkheims Murimoos, wo Betriebsleiter Thomas Lüssi die Stallungen und die Tierhaltung vorstellte.
    2. Im Murimoos stehen 200 Stück Vieh, davon rund 75 Kühe und etwa 20 trächtige Rinder der Rassen Angus und Highland Cattle.
    3. Betreut werden sie auch von den Bewohnern des Werk- und Wohnheims.

    Diese sind sich das Arbeiten mit Tieren nicht immer gewohnt. Deshalb ist besonders wichtig, die Ställe so eingerichtet sind, dass man gefahrlos arbeiten kann. Auch müssen die Rinder an Menschen gewohnt sein. Sie liessen sich denn auch nicht gross aus der Ruhe bringen, als die Kursteilnehmer ihre Technik mit Wurfschlingen verfeinerten oder mehrmals ansetzen mussten, bis die Halfter perfekt sass und der Anbindeknoten hielt.

    Wie zeigen Kühe Schmerzen?

    7 Punkte Schmerzskala für nicht akute Fälle – Für alle nicht ganz so akuten Schmerzzustände hat die Dr. Bech Gleerup eine Schmerzskala für Kühe erstellt. Diese berücksichtigt sieben verschiedene Anhaltspunkte: Die Merkmale eins bis vier diagnostiziert man aus der Ferne und zwar so, dass das Tier nicht merkt, dass es beobachtet wird, denn Kühe versuchen Schmerzen nicht zu zeigen.

    Aufmerksamkeit: Kühe sind normalerweise neugierig und an ihrer Umgebung interessiert. Eine Kuh, die kein Interesse an ihrer Umwelt zeigt, hat in der Regel Schmerzen und ist krank. Kopfhaltung: Eine Kuh, der es nicht gut geht, steht und läuft typischerweise mit gesenktem Kopf. Das hat zwei Gründe, zum einen wird durch die ständige Tiefhaltung die Körperhaltung insgesamt nicht verändert und so möglicher Weise Schmerz vermieden. Außerdem wird eine Kuh mit gesenktem Kopf eher von anderen Herdenmitgliedern ignoriert und entgeht so potentiell schmerzhaften Auseinandersetzungen. Position der Ohren: Gesunde Tiere zeigen ein lebhaftes Ohrenspiel, kranke Kühe halten die Ohren nach hinten oder lassen sie hängen. Gesichtsausdruck: Kühe mit Schmerzen haben ein angespanntes Gesicht, was sich vor allem durch Falten oberhalb der Nasenlöcher und der Augen äußert. Reaktion auf Annäherung: Tiere mit Schmerzen versuchen Begegnungen mit Menschen aus dem Weg zu gehen. Rückenhaltung: Das bekannteste Phänomen bei Kühen mit Schmerzen ist ein aufgekrümmter Rücken. Es ist häufig mit Lahmheiten oder Schmerzzuständen im Bauchraum verbunden. Lahmheiten: Das Tier läuft insgesamt vorsichtig oder versucht beim Laufen einzelne Gliedmaßen zu entlasten.

    Schmerzskala nach ©Gleerup – modifizierte Version, Erstveröffentlichung: „Pain Evaluation of Dairy Cattle” Jeder dieser Punkte bewertet man anhand einer Skala von 0-2 Punkten (siehe Foto), Addiert sich die Summe auf insgesamt mehr als fünf Punkte, sollte ein Tierarzt die Ursache für die Schmerzen abklären und eine entsprechende Behandlung einleiten.

    Was riechen Kühe nicht gerne?

    Was die Herde riecht – Swissgenetics Der Geruchs- und Geschmackssinn der Rinder ist viel ausgeprägter als der unsere. Denn der menschliche Geruchsinn ist eher rudimentär! Rinder haben wie andere Tiere auch zwei unterschiedliche Organe, um Gerüche zu erkennen:

    Die Riechzellen in der Nasenschleimhaut Das Jacobsonsche Organ (Vomeronasal Organ), eine schlauchartige Einbuchtung, die zwischen Gaumen und dem Boden der Nasenhöhle eingebettet ist. Menschen fehlt dieses spezielle Geruchsorgan.

    Wie der Geruchssinn bei Mensch und Tier chemisch funktioniert, erklärt die Seite sehr anschaulich. Gesunde Rinder und Kühe halten ihre Nasenöffnung ständig mit der Zunge sauber. Dass dies anatomisch überhaupt möglich ist, zeigt, wie wichtig die Geruchswahrnehmung für diese Tierart ist.

    Ühe unterscheiden zwischen positiv- und negativ-besetzten Gerüchen und können sich lange Zeit an sie erinnern. Auf unbekannte Aromen reagieren sie zum Teil sehr sensibel. Intensive, fremde Gerüche wie zum Beispiel Parfum können grosse Unruhe in einer Herde hervorrufen. Mit den Riechzellen ihrer Nasenschleimhaut nehmen Kühe Gerüche aus der Umgebung wahr.

    Sie erkennen bekannte Tiere und Menschen – und prüfen die Qualität der Futtermittel. Kühe erkennen ihre Herdenmitglieder am Körpergeruch. Fremde Tiere werden zunächst intensiv berochen. Kühe identifizieren ihr eigenes Kalb an seinem Geruch. Einer Mutterkuh ein Ammenkalb unterzuschieben gelingt am besten, wenn es riecht wie ihr eigenes.

    Kühe können auch Personen alleine am Körpergeruch erkennen. Sie riechen wer zum Betrieb gehört und wer fremd ist. Mit betriebseigenen Überkleider riechen Besucher eher wie vertraute Personen. Neben ein weiterer Punkt, der für sie spricht. Das Futter wird streng über den Geruch ausgewählt. Kleinste Qualitätsmängel werden sofort gerochen.

    Die Futteraufnahme sinkt. Kühe reagieren sensibel auf den Geruch von Speichel im Futter. Sie fressen lieber Futter, das noch unberührt ist. Der Futterverzehr steigt durch häufige frische Futtervorlage. Kühe meiden Weidestellen, die mit Kot verschmutzt waren, für längere Zeit.

    1. Deshalb bleiben dort höhere Grasbüschel stehen.
    2. Der Geruch von Hundekot wirkt auf Kühe sehr abstossend.
    3. Es reicht schon sehr wenig, um grosse Mengen Futter für Kühe ungeniessbar zu machen.
    4. Das Jacobsonsche Organ im Boden der Nasenhöhle analysiert spezielle Geruchssignale: Botenstoffe (Pheromone), die in Urin, Kot und Schweiss ausgeschieden werden.

    In der Nasenschleimhaut der Kühe befindet sich seitlich der Öffnung des Jacobsonschen Organs ein Venengeflecht. Die Kuh kann diese Gefässe willentlich verengen und so den flüssigen Nasenschleim, in dem die Pheromonmoleküle gelöst sind, in das Innere des Organs hineindrücken.

    1. Ühe kommunizieren im speziellen Signale, die für die Sicherheit und den Zusammenhalt in einer Herde wichtig sind über den Geruch.
    2. Wir verstehen diese Botschaften nicht, weil wir sie nicht wahrnehmen.
    3. Ühe in Angst setzen immer Kot ab – daraufhin entsteht Unruhe in der Herde.
    4. Denn Stress-Pheromone, die so freigesetzt werden, warnen die Herdenmitglieder vor gefährlichen Situationen.
    See also:  Wie Alt Werden Faultiere?

    Gestresste Menschen scheiden unwillkürlich dieselben Botenstoffe über die Schweissdrüsen aus. Sie signalisieren ebenfalls: „Es herrscht Gefahr!”. Je entspannter wir sind, umso ruhiger bleibt die Kuh. Bei vielen Tierarten – auch bei den Rindern – helfen Pheromone die Rangordnung einer Herde zu klären und stabil zu halten.

    Über Duftdrüsen in der Scheidenschleimhaut wird der Zyklusstand kommuniziert wird. Leider können wir nicht wahrnehmen, wie speziell brünstige Kühe riechen – sonst wäre einfach. Wollen Kühe mit dem Jacobsonschen Organ die Pheromone besonders intensiv analysieren, ziehen sie ihre Oberlippe nach oben. Dadurch schliessen sie die Geruchspartikel in die schlauchartige Ausbuchtung dieses Organs ein.

    Sie „” – und bestimmen so z.B. den Status des Brunstzyklus einer anderen Kuh, Deshalb oder Stiere besonders häufig. : Was die Herde riecht – Swissgenetics

    Wie schlau ist eine Kuh?

    Tiere : Schön auf der Weide – 13. April 2019, 0:00 Uhr Lesezeit: 2 min Ursprüngliche Rinderrasse: Mar r emmana-Kühe leben in den Grassteppen der südlichen Toskana. (Foto: Ramona Waldner) Schon als Jugendlicher las Werner Lampert Kühen Gedichte von Hölderlin vor. In einem Bildband würdigt er nun Wesen und Ästhetik des Rindviehs.

    • Von Titus Arnu Von wegen “blöde Kuh”! Der I-Kuh eines Rindviehs lässt sich zwar nach menschlichen Maßstäben nicht messen.
    • Doch Studien haben gezeigt, dass Kühe fast so schlau sind wie Hunde.
    • Die Tiere betätigen den Hebel einer Tränke, wenn sie Durst haben, und wenn eine Kuh am Elektrozaun einen Schlag kriegt, meiden die anderen Mitglieder der Herde den Zaun – sie lernen also durch Beobachten voneinander, ein Zeichen für Intelligenz.

    Aber ist die Kuh wirklich eine “Poetin der Natur”, wie Alexander Kluge im Gespräch mit Anselm Kiefer mal gesagt hat? Auf jeden Fall, findet Werner Lampert. Der österreichische Bio-Unternehmer und Buchautor spricht von Kühen in den höchsten Tönen, er bezeichnet sie als seine “Gefährten”.

    Lampert ist in einem Weiler in Vorarlberg aufgewachsen, schon als Jugendlicher lernte er die Tiere als gute Zuhörer kennen: “Von meinem ersten Verliebtsein erzählte ich Kühen, auch von meinem ersten Liebeskummer.” Er sang Lieder für sie und las ihnen Gedichte von Hölderlin vor: “Sie standen Tag für Tag im Halbkreis um mich herum und hörten mir zu.” Werner Lampert ist gelernter Kirchenrestaurator, er studierte Altorientalistik und gilt als Bio-Pionier.

    Er baute in den 1980er-Jahren in Österreich einen Großhandel für Bio-Produkte auf, beriet Supermarktketten bei der Einführung von Bio-Marken und verwaltet einen Bio-Bauernhof im Burgenland. Irgendwann fragte ihn jemand: Du hast schon so viel erreicht, was willst du eigentlich noch machen? Lamperts spontane Antwort: “Ein Kuhbuch! Das ist mein Herzenswunsch.” Nun liegt seine Hommage an die Kuh vor, ein 480 Seiten starker Prachtband, fast dreieinhalb Kilo schwer.

    Als perfektionistischer Kuhrator präsentiert Lampert 116 Rinderrassen auf glamourösen Hochglanzfotos, von den Ennstaler Bergschecken über die Negra Andaluza bis zur Texas Longhorn, er charakterisiert ihr Wesen und preist deren Nutzen für ihre Halter. Alle Kühe wurden für das Buch extra fotografiert, nur eine Rasse nicht, die am Tschadsee lebt, dort war es wegen der Terrorgruppe Boko Haram zu gefährlich.

    Vor allem aber würdigt Lampert die fundamentale Rolle, welche Rinder bei der Entstehung der Zivilisation gespielt haben. Menschen leben seit 10 000 bis 12 000 Jahren mit Rindern zusammen, und wahrscheinlich wäre die kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung ohne die Tiere anders verlaufen.

    • Rinder verhalfen dem Menschen zu Sesshaftigkeit, Reichtum, Sicherheit und Fortschritt.
    • Ohne die Suche nach Weidegründen wären die ersten Kuhhirten vielleicht nie in den ostafrikanischen Savannen aufgebrochen, und ihre Nachkommen hätten nicht alle Kontinente besiedelt.
    • In den Naturreligionen waren Kühe oft Brücken zu den Göttern, sie waren Opfertiere und symbolisierten Fruchtbarkeit, im Hinduismus gelten sie als heilig.

    In der westlichen Welt ist heute das Gegenteil der Fall: Die Kuh wird vor allem als Nutztier angesehen. Das Verhältnis von Menschen und Rindern war lange symbiotisch, die Industriegesellschaft hat es komplett materialisiert. Die Kuh ist zum Lieferanten von Milch und Fleisch geworden.

    Lampert sagt: “Kühe haben das Vermögen, Menschen zu Gemeinschaftsbildung zu erziehen”, sie können “Menschen ernähren, kleiden, und das Allergrößte, was sie uns geben, ist ihr Dung. Damit sorgen sie für Fruchtbarkeit, sie machen aus etwas vollkommen Wertlosem etwas Nutzbares.” Die Frage, ob Kühe eine Seele haben, stellt sich für Lampert nicht, “das ist eine Tatsache”.

    Eine Kuh habe Gefühle, pflege Beziehungen und könne sogar Tränen vergießen, berichtet er. Man weiß nicht, ob die Kühe, denen Werner Lampert Hölderin-Gedichte vorlas, tatsächlich zu “Poetinnen der Natur” wurden. Aber als Leser seines Buches möchte man sofort auf eine Weide gehen und sich vor einer Kuh niederknien, so wie Leonard Cohen.

    Können Kühe Menschen erkennen?

    Hörsinn – Rinder haben ein viel sensibleres Gehör als Menschen. Sie hören im Bereich von 23 bis 35.000 Hertz, während Menschen nur zwischen 20 und 20.000 Hertz hören können. Außerdem sind sie in der Lage, Ultraschall wahrzunehmen. Sie können ihre Ohren unabhängig voneinander zu Geräuschen hin drehen.

    • Auf unbekannte Geräusche reagieren Rinder oft gestresst, sie können sich aber auch gut an Geräusche gewöhnen, wie etwa an den Motor eines Traktors 2,
    • Außerdem nehmen Rinder die Lautstärke von Tönen anders wahr, als Menschen.
    • Bei leisen Geräuschen haben sie ein sehr empfindliches Gehör, für Menschen laute Töne können für sie bereits schmerzhaft laut sein.

    Klappernde, schrille oder quietschende Geräusche können sehr unangenehm für die Tiere sein. Der Einsatz von Kuhglocken ist daher für die Rinder äußerst quälerisch. Studien der Technischen Hochschule Zürich haben gezeigt, dass die Lautstärke der Glocken für die Tiere der eines Presslufthammers entspricht 5,

    Wie viele Jahre gibt eine Kuh Milch?

    Milchkühe leben gewöhnlich bis zu ihrer dritten Laktation, bevor sie im Alter von ungefähr fünf Jahren geschlachtet werden. Die natürliche Lebenserwartung einer Kuh kann 20 Jahre betragen.

    Was Kühe nicht mögen?

    Kühe riechen Stress und mögen keine knalligen Farben

    Beat Burkhalter beruhigt ein Rind durch Körperkontakt. So fängt man Tiere mit der Wurfschlinge. Bei Maulhalftern geht ein Strick durchs Maul. Nur richtig gebundene Halftern sind sicher.

    Auch zahme Rinder können gefährlich werden, wenn sie erschrecken oder sich bedroht fühlen. Dann drohen Unfälle. Die richtigen Hilfsmittel und ein angepasstes Verhalten können solche Situationen entschärfen. «BUL» steht für Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft.

    1. Diesen Auftrag nimmt sie ernst.
    2. Regelmässig bietet die BUL Kurse für Bauern an, diese Woche im Werk- und Wohnheim Murimoos in Muri AG zum Thema «Sicherer Umgang mit Rindern».
    3. Denn trotz allem Muniflüstern: Frei laufende Rinder sind keine Engel.
    4. Je grösser die Herden werden, desto weniger kann man sich ums einzelne Tier kümmern.

    Dazu kommt, dass Kühe und Rinder mehrheitlich nicht mehr angebunden werden. Falsch eingeschätzt «Zwischen 1999 und 2008 geschahen in der Landwirtschaft 462 tödliche Unfälle», betonte Beat Burkhalter von der BUL, «bei 21 davon waren Tiere im Spiel.» Hinter den zwei tödlichen Unfällen pro Jahr stünden jährlich 20 bis 30 Zwischenfälle, die mit schweren Verletzungen enden würden, und eine noch viel grössere Zahl von bedrohlichen Situationen.

    Ein Drittel aller Unfälle passiert, weil der Mensch das Tier falsch einschätzte, 10 Prozent wegen Unkonzentriertheit. Gross ist das Risiko, wenn Rinder verladen, separiert oder behandelt werden müssen. Burkhalter warnte: «Dann ist es wichtig, dass man die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung hat – und dass man seine Tiere kennt und weiss, wie sie ticken.» Stress stinkt Eine Kuh hat eine feinere Nase als der Mensch.

    Sie erkennt ihre Artgenossen über den Geruch. Sie riecht, wenn Menschen oder andere Kühe gestresst sind, und sie kann sich merken, welche Ausdünstung mit dem Tierarzt einhergeht. Der Geruch eines Hundes beunruhigt sie. Kühe haben die Augen seitlich am Kopf.

    Wirklich scharf können sie aber nur in einem schmalen Bereich sehen. Direkt vor dem Kopf und hinter sich sehen sie nichts. Starke Hell-Dunkel-Kontraste und knallige Farben beängstigen Rinder. Deshalb gehen sie auch nicht über Weideroste oder nahe an weiss-rote Schreckbänder. Bei Treibgängen sollte das Schattenspiel möglichst vermieden werden, Tierhalter sollten gedämpfte Farben tragen.

    Die Kuh ist schnell geblendet. Sie hat auch fünfmal länger, bis sich ihre Augen ans Dunkel gewohnt haben. Schnelle Bewegungen verängstigen sie. Rinder sind lärmempfindlich. Metallische, quietschende Geräusche stressen sie, die menschliche Stimme kann sie beruhigen.Die Fellpflege und Berührungen spielen im Sozialverhalten eine wichtige Rolle.

    1. Stock als Verlängerung Alles Wissen über die Kuh in Ehren: Erst die richtigen Hilfsmittel machen den Umgang mit den Tieren sicher.
    2. Ohne Panels oder anderweitige feste Einrichtungen können Rinder weder vernünftig getrieben noch fixiert werden.
    3. Ein Stock dient als Armverlängerung, kann aber auch zur Abwehr genutzt werden.

    Moderne Halftern haben nichts mehr gemein mit den kleinen, dünnen Strickgeflechten, die vor 50 Jahren im Einsatz standen. Lange Seile, weiches Material und die perfekte Knüpftechnik machen sie unverzichtbar. Am BUL-Kurs lernten die Teilnehmer nicht nur verschiedene Knot- und Schlaufvarianten, sondern konnten die Halftern auch gleich in der Praxis anwenden.

    Verflixte Wurfschlingen Dazu gingen sie in den Stall des Wohn- und Werkheims Murimoos, wo Betriebsleiter Thomas Lüssi die Stallungen und die Tierhaltung vorstellte. Im Murimoos stehen 200 Stück Vieh, davon rund 75 Kühe und etwa 20 trächtige Rinder der Rassen Angus und Highland Cattle. Betreut werden sie auch von den Bewohnern des Werk- und Wohnheims.

    Diese sind sich das Arbeiten mit Tieren nicht immer gewohnt. Deshalb ist besonders wichtig, die Ställe so eingerichtet sind, dass man gefahrlos arbeiten kann. Auch müssen die Rinder an Menschen gewohnt sein. Sie liessen sich denn auch nicht gross aus der Ruhe bringen, als die Kursteilnehmer ihre Technik mit Wurfschlingen verfeinerten oder mehrmals ansetzen mussten, bis die Halfter perfekt sass und der Anbindeknoten hielt.

    Hat eine Kuh Gefühle?

    Kühe haben eigene Stimmen, teilen ihre Gefühle über Gesichtsausdrücke mit und sind lernfähig wie der Mensch Kühe werden oft als dumme Herdentiere wahrgenommen. Dabei sind die Tiere zu weitaus mehr imstande. Sie können ihre Emotionen und Gefühle in Gesichtsausdrücken offenbaren, miteinander sprechen und gar den Toilettengang erlernen.

    Wie viel kostet eine Kuh im Monat?

    – Ganztägige Verfügbarkeit, steigende Futteraufnahme, bessere Energieversorgung und höhere Milchleistung sprechen für viel Futterrest. Dagegen sprechen die hohen Kosten, vor allem, wenn die Reste nicht verwertet werden, zum Beispiel bei ausgelagerter Jungviehaufzucht.

    Osten: Eine Kuh frisst etwa 50 kg Frischmasse pro Tag. Eine Voll-TMR kostet 4 bis 5 Euro pro Kuh und Tag. Folglich kostet 1 kg Futter durchschnittlich 9 Cent und 1 t Futter 90 Euro. Bei 200 Kühen, einer Futtervorlage von 10 t und einem Rest von 5 %, ergeben sich 500 kg Futterrest, der 45 Euro pro Tag oder 16.500 Euro pro Jahr kostet.

    Bei 1.000 Kühen kann das bis zu 80.000 Euro Verlust bedeuten, wenn die Reste nicht verwertet werden können.