Zeckenimpfung Wie Oft?

Zeckenimpfung Wie Oft
Wie hoch ist das potenzielle FSME -Infektionsrisiko ohne Impfung? In meinem Land ist keine FSME-Impfung erhältlich, und ich möchte in Deutschland Urlaub machen. – Die FSME ist nicht in allen Gebieten in Deutschland verbreitet, so dass es davon abhängt, wohin man reist. Die aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete finden Sie auf der RKI-Homepage unter www.rki.de/fsme-karte, Zusätzlich veröffentlicht das RKI die Inzidenz der FSME in den einzelnen Landkreisen als Anlage zur Veröffentlichung der aktuellen FSME-Karte im Epidemiologischen Bulletin. Ein potenzielles Infektionsrisiko ist von vielen Variablen abhängig (siehe „ Zecken, Zeckenstich, Infektion: Häufig gestellte Fragen > Wie hoch ist das Risiko, nach einem Stich an FSME oder Borreliose zu erkranken?”). Falls ein längerer Deutschland­aufenthalt in einem Risikogebiet mit Freilandaktivitäten geplant ist und im jeweiligen Heimatland keine FSME-Impfung erhältlich ist, kann eine Schnellimpfung kurz nach der Einreise noch sinnvoll sein (siehe ” Wann kann man von einem vollständigen Impfschutz gegen FSME ausgehen (Impfschemata)? “). Stand: 23.03.2021

Wie oft muss man die zeckenimpfung auffrischen?

Zum Aufbau des Impfschutzes gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) sind drei Impfungen erforderlich. Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischung des Impfschutzes nach drei Jahren empfohlen. Die nachfolgenden Auffrischungen sollten dann alle fünf Jahre erfolgen.

Da das Abwehrsystem mit dem Alter etwas nachlässt, sollte bei Personen ab 50 bzw.60 Jahren (je nach verwendetem Impfstoff) der Abstand auf drei Jahre verkürzt werden, wenn weiterhin ein Ansteckungsrisiko besteht. Hält man sich beispielsweise erst wieder nach vielen Jahren in einem FSME-Risikogebiet auf und die letzte Impfung gegen FSME liegt daher möglicherweise schon länger als drei bzw.

fünf Jahre zurück, so reicht bei vorliegender Grundimmunisierung (drei Impfungen im empfohlenen Abstand) in der Regel eine einzige Impfung zur Auffrischung aus. Es gibt verschiedene Studien, die gezeigt haben, dass bei einer verspäteten Auffrischung des Impfschutzes nach fünf bis elf Jahren bei den meisten Geimpften eine gute Immunantwort erzielt wird.

Wie oft sollte man Zecken impfen?

Wann und wie oft wird gegen FSME geimpft? – Die FSME-Impfung ist ab dem vollendeten 1. Lebensjahr zugelassen, zur Grundimmunisierung sind drei Impfdosen erforderlich. Die 1. Auffrischungsimpfung ist 3 Jahre nach dem Abschluss der Grundimmunisierung vorgesehen.

Weitere Auffrischungsimpfungen sind bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle 5 Jahre, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle 3 Jahre erforderlich. Aktuelle Empfehlungen zur Impfung finden Sie im Impfplan Österreich, Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bzw. Ihre Apotheke beraten Sie ausführlich zu den für Sie persönlich empfohlenen Impfungen.

Ergänzend sind die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen Zecken zu beachten wie gut abschließende Kleidung und das Meiden von Unterholz. Hilfreich sind außerdem Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleider. Da Zeckenstiche oft nicht bemerkt werden, sollten nach einem Aufenthalt im Wald Körper und Kleidung auf Zecken untersucht werden.

Wie lange hält die Impfung gegen FSME?

Auffrischimpfungen – Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischimpfung nach 3 Jahren empfohlen. Die nachfolgenden Auffrischungen sind alle 5 Jahre erforderlich. Je nach verwendetem Impfstoff sollte die Impfung ab dem Alter von 50 bzw.60 Jahren alle 3 Jahre aufgefrischt werden.

Sollte man sich gegen Zecken impfen lassen?

Zusätzlicher Schutz vor Zeckenstichen –

Zusätzlich zur Impfung sollten allgemeine Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen beachtet werden. Dazu gehört das Tragen geschlossener Kleidung (lange Hosen und Ärmel, Strümpfe, feste Schuhe, Hosenbeine in die Strümpfe gesteckt) in der Natur, denn Zecken sitzen häufig im Gras, Gebüsch oder Unterholz. Entgegen der weitverbreiteten Meinung lassen sie sich nicht von Bäumen auf Menschen oder Tiere herabfallen. Auch zeckenabweisende Mittel, auf unbedeckte Hautstellen und Kleidung aufgetragen, bieten einen gewissen Schutz, der aber nur wenige Stunden anhält.Zecken können neben der FSME auch noch verschiedene andere Krankheiten, insbesondere die sogenannte Borreliose, übertragen. Diese Krankheit wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf. Sie kann unerkannt und unbehandelt zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Leider gibt es gegen diese Krankheit bisher noch keine Impfung. Die Borreliose kann aber, im Gegensatz zur FSME, mit bestimmten Antibiotika behandelt werden. Die Erreger der Borreliose gehen meist erst nach einer mehrstündigen Saugzeit der Zecke auf den Menschen über. Deshalb sollten nach dem Aufenthalt in der freien Natur Körper und Kleidung sorgfältig nach Zecken abgesucht und diese so schnell wie möglich entfernt werden. Gegen die FSME ist diese Maßnahme leider nicht so wirksam, da die FSME-Viren schon zu Beginn des Zeckenstichs übertragen werden können.

FSME verläuft bei Kindern meist leichter als bei Erwachsenen und älteren Jugendlichen. Etwa ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich treten zunächst für wenige Tage grippeähnliche Symptome mit Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Schwindel auf, die sich nach einigen Tagen wieder zurückbilden.

  • In den meisten Fällen ist danach die Krankheit überstanden.
  • In einem zweiten Krankheitsgipfel können Zeichen einer Gehirnhautentzündung mit hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und Erbrechen auftreten.
  • Das Gehirn selbst und das Rückenmark werden bei Kindern aber seltener angegriffen als bei Erwachsenen.

Meist heilt die Krankheit auch nach schweren Krankheitsverläufen ohne bleibende Schäden aus. Bei etwa einem Viertel der erkrankten Kinder kann es zu einer schweren Erkrankung kommen, die bei etwa zwei von 100 erkrankten Kindern Langzeitschäden an Gehirn und Nerven verursacht.

Altersgruppierung Erkrankungen
0 – 4 7
5 – 9 25
10 – 14 17
15 – 19 17
20 – 24 17
25 – 29 36
30 – 39 60
40 – 49 69
50 – 59 123
60 – 69 110
70+ 73

Auch wenn FSME besonders bei Kleinkindern seltener auftritt und leichter als bei Jugendlichen und Erwachsenen verläuft, kann das Virus doch in einigen Fällen zu einer schweren Erkrankung, manchmal mit langanhaltenden Schäden führen. Den sichersten Schutz gegen FSME bietet die Schutzimpfung.

Kinder im Alter von mindestens 12 Monaten können geimpft werden. Bei Kindern unter drei Jahren kann es durch die Impfung in bis zu 15 Prozent der Fälle zu einer Fieberreaktion kommen. Deshalb sollte in diesem Alter mit der Ärztin bzw. dem Arzt besprochen werden, wie hoch das tatsächliche Ansteckungsrisiko für das Kind im Einzelfall ist.

Die STIKO empfiehlt eine Impfung allen Personen, die sich in FSME-Gebieten aufhalten oder dort wohnen und von Zecken gestochen werden könnten. Dies gilt für alle, die sich in der Natur aufhalten wie Spaziergänger, Camper, Jogger oder Kinder, die oft im Freien spielen.

Wie oft FSME impfen Erwachsene?

Wie hoch ist das potenzielle FSME -Infektionsrisiko ohne Impfung? In meinem Land ist keine FSME-Impfung erhältlich, und ich möchte in Deutschland Urlaub machen. – Die FSME ist nicht in allen Gebieten in Deutschland verbreitet, so dass es davon abhängt, wohin man reist. Die aktuelle Karte der FSME-Risikogebiete finden Sie auf der RKI-Homepage unter www.rki.de/fsme-karte, Zusätzlich veröffentlicht das RKI die Inzidenz der FSME in den einzelnen Landkreisen als Anlage zur Veröffentlichung der aktuellen FSME-Karte im Epidemiologischen Bulletin. Ein potenzielles Infektionsrisiko ist von vielen Variablen abhängig (siehe „ Zecken, Zeckenstich, Infektion: Häufig gestellte Fragen > Wie hoch ist das Risiko, nach einem Stich an FSME oder Borreliose zu erkranken?”). Falls ein längerer Deutschland­aufenthalt in einem Risikogebiet mit Freilandaktivitäten geplant ist und im jeweiligen Heimatland keine FSME-Impfung erhältlich ist, kann eine Schnellimpfung kurz nach der Einreise noch sinnvoll sein (siehe ” Wann kann man von einem vollständigen Impfschutz gegen FSME ausgehen (Impfschemata)? “). Stand: 23.03.2021

Wann ist die beste Zeit für zeckenimpfung?

Zecken können Viren übertragen, die eine Gehirnhautentzündung hervorrufen, die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Einen guten Schutz dagegen bietet die FSME-Impfung, oft auch Zecken-Impfung genannt. Doch wann sollte man sich am besten impfen lassen? Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist der Winter, damit man im Frühsommer schon geschützt ist.

Wer noch nicht geimpft ist, kann das jedoch auch jetzt noch nachholen. FSME kommt in vielen europäischen Ländern vor. Auch in Deutschland finden sich Zecken, die FSME übertragen, vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen – die von FSME betroffenen Risikogebiete weiten sich jedoch immer weiter aus.

Auch Teile Sachsens und Thüringens gehören bereits dazu. Eine aktuelle Karte mit den betroffenen Gebieten in Deutschland finden Sie beim Robert Koch-Institut. Die Hauptübertragungszeit für FSME liegt zwischen April und November. Durch milde und feuchte Winter kann sich die Zeit, in der die Zecken aktiv sind, aber weiter in den Winter hinein ausdehnen.

Warum nicht gegen Zecken impfen?

Der Begriff “Zeckenimpfung” führt in die Irre – FSME ist jedoch nur eine der Krankheiten, die Zecken übertragen können: Eine Impfung schützt nur vor der seltenen FSME-Erkrankung. Gegen die weitaus häufigere Borreliose gibt es keinen Impfschutz. Der Begriff “Zeckenimpfung” ist daher irreführend.

Was kann passieren wenn man nicht gegen Zecken geimpft ist?

Nur Vorbeugung hilft: Vor allem eine regelmäßig aufgefrischte FSME-Impfung – Wien, 4. April 2019 – Wer nicht oder nicht kor­rekt geimpft ist, kann nach einem Zecken­stich nur noch war­ten und hof­fen, dass er oder sie sich kei­ne FSME- (Frühsommer-Meningoenzephalitis-)Infektion zuge­zo­gen hat.

Etwa ein bis drei Pro­zent der hei­mi­schen Zecken tra­gen das aus­lö­sen­de Virus in sich. Ist eine Zecke infi­ziert, über­trägt sie das Virus unmit­tel­bar nach dem Stich. Ein sofor­ti­ges Ent­fer­nen des Spin­nen­tie­res mit­tels Pin­zet­te oder Zecken­zan­ge kann da nicht mehr hel­fen. Den­noch ist es sinn­voll, um ande­re Krank­hei­ten wie Bor­re­lio­se hint­an­zu­hal­ten.

See also:  Wie Oft BettwäSche Waschen?

Ist es zu einer FSME-Infek­ti­on gekom­men, kön­nen nach ein bis zwei Wochen ers­te grip­pe­ar­ti­ge Sym­pto­me auf­tre­ten. Spä­tes­tens dann soll­ten Betrof­fe­ne so schnell wie mög­lich einen Arzt auf­su­chen. Das Pro­blem dabei: Es gibt kei­ne spe­zi­fi­sche The­ra­pie, behan­delt wer­den nur die Sym­pto­me.

Ein even­tu­el­les Fort­schrei­ten der Erkran­kung bis hin zu den gefürch­te­ten neu­ro­lo­gi­schen Fol­gen kann nicht mehr ver­hin­dert wer­den. „Man kann Zecken eigent­lich nicht aus dem Weg gehen”, erklärt Prof. in Ursu­la Kun­ze vom Zen­trum für Public Health der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien.

„Auch in Groß­städ­ten wie Wien ist man vor ihnen nicht sicher. Über­all, wo Gras oder Sträu­cher sind, hal­ten sie sich bevor­zugt auf. Das kann am Donau­ka­nal sein, im Schre­ber­gar­ten oder am öffent­li­chen Spiel­platz. Nach jedem Auf­ent­halt in der Natur soll­te man sich bzw.

sei­ne Kin­der nach Zecken absu­chen und die­se ggf. auch rasch ent­fer­nen. Das ist wich­tig, um sich vor Bor­re­lio­se zu schüt­zen, hilft aber nicht gegen FSME”, so die Exper­tin. „Auch sofor­ti­ges Duschen bringt nichts mehr.” In sel­te­nen Fäl­len ist sogar eine Über­tra­gung des FSME-Virus über nicht­pas­teu­ri­sier­te Milch mög­lich.

Auch das ist in Öster­reich schon vor­ge­kom­men.1 Ver­nach­läs­sig­te Auf­fri­schungs­imp­fung Exper­ten gehen davon aus, dass in epi­de­mi­schen Gebie­ten (und ganz Öster­reich gilt als sol­ches) etwa ein bis drei Pro­zent der Zecken mit dem FSME-Virus infi­ziert sind.

Sta­tis­tisch gese­hen erkran­ken etwa 33 Pro­zent der Infi­zier­ten, womit etwa jeder 100. bis 300. Zecken­stich tat­säch­lich zu einer Infek­ti­on führt.2 Das klingt nach kei­ner all­zu hohen Wahr­schein­lich­keit, den­noch sind 2018 in Öster­reich 154 Per­so­nen mit FSME im Spi­tal behan­delt wor­den, fünf davon sind gestor­ben.3 „Und das trotz einer Durch­imp­fungs­ra­te von über 80 Pro­zent und einer fast 100-pro­zen­ti­gen Schutz­wir­kung der Imp­fung”, berich­tet Kun­ze.

„Aller­dings ist die­se hohe Durch­imp­fungs­ra­te trü­ge­risch, da vie­le Leu­te mitt­ler­wei­le die Auf­fri­schungs­imp­fung nicht mehr recht­zei­tig wahr­neh­men. Die­se Men­schen set­zen sich oft unwis­sent­lich erneut einem Infek­ti­ons­ri­si­ko aus.

Das betrifft vor allem Per­so­nen über 60, die auf­grund des nach­las­sen­den Immun­sys­tems alle drei Jah­re* zur Auf­fri­schung müs­sen und auch häu­fi­ger von schwe­ren Krank­heits­ver­läu­fen betrof­fen sind.” Vie­le schwe­re FSME-Ver­läu­fe 2018 Wer nach einem Zecken­stich an FSME erkrankt, merkt dies nicht sofort, denn es kommt erst nach ein bis zwei Wochen zu grip­pe­ähn­li­chen Beschwer­den, die dann auch wie­der ver­schwin­den.

Oft ist die Krank­heit damit vor­über. Bei einem Teil der Erkrank­ten kommt es aber nach einem beschwer­de­frei­en Inter­vall zu einer zwei­ten Krank­heits­pha­se, in der das zen­tra­le Ner­ven­sys­tem befal­len wird. Sym­pto­me sind star­ke Kopf­schmer­zen, Licht­scheue, Schwin­del, Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Sprech­stö­run­gen sowie Geh­stö­run­gen.

  • Auch Läh­mun­gen sind mög­lich.
  • Durch­schnitt­lich stirbt etwa ein Pro­zent der Pati­en­ten mit neu­ro­lo­gi­schen Sym­pto­men an FSME.4 2018 wur­de die­ser Durch­schnitts­wert tra­gi­scher­wei­se sogar über­trof­fen und nur ein Drit­tel jener, die an einer kom­bi­nier­ten Hirn- und Rücken­marks­ent­zün­dung erkrank­ten, wur­de voll­stän­dig gesund.

Die rest­li­chen zwei Drit­tel benö­tig­ten einen lan­gen sta­tio­nä­ren Kran­ken­haus­auf­ent­halt mit anschlie­ßen­der Reha­bi­li­ta­ti­on auf­grund von moto­ri­schen und kogni­ti­ven Fol­ge­schä­den.5 Unan­ge­neh­me Spät­fol­gen Aber damit nicht genug: Unter lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen kön­nen näm­lich sogar jene lei­den, die es ursprüng­lich gar nicht so schwer erwischt hat.

Bei man­chen Pati­en­ten kommt es zum sog. post-enze­pha­li­ti­schen Syn­drom mit Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen, Gedächt­nis­schwä­chen, Wort­fin­dungs­stö­run­gen oder Gang­un­si­cher­heit. Außer­dem kön­nen psy­chi­sche Stö­run­gen, Kopf­schmer­zen, all­ge­mei­nes Unwohl­sein und eine ein­ge­schränk­te Leis­tungs­fä­hig­keit auf­tre­ten.

Laut einer schwe­di­schen Stu­die lit­ten nach einem Jahr immer noch 40 Pro­zent der Pati­en­ten an sol­chen Sym­pto­men.6 Ärz­te und Apo­the­ker bera­ten „Das alles muss nicht sein. Die aller­meis­ten FSME-Fäl­le 2018 wären mit einer sehr hohen Wahr­schein­lich­keit zu ver­hin­dern gewe­sen.

Damit sich sol­che Fall­zah­len die­ses Jahr nicht wie­der­ho­len, raten wir jedem, zu über­prü­fen, ob der Impf­schutz noch auf­recht ist”, betont Kun­ze. „Wer nicht mehr weiß, ob eine Auf­fri­schung fäl­lig ist oder nicht, soll­te dies so schnell wie mög­lich mit einem Arzt oder Apo­the­ker bespre­chen.

Die Zecken sind bereits aktiv.” *Per­so­nen unter 60 müs­sen alle fünf Jah­re zur Auf­fri­schung Rück­fra­ge­hin­weis: Mag. a Uta Mül­ler-Car­stan­jen Fine Facts Health Com­mu­ni­ca­ti­on Mobil: +43 664 515 30 40 [email protected] Kon­takt ÖVIH: Mag.

Wie viel kostet die zeckenimpfung?

Impfungen für Kinder bis zum 15. Geburtstag

Impfung Preis pro Impfdosis
FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) – Zeckenschutzimpfung Mit Zuschuss der Österreichischen Gesundheitskasse (mit e-card): 24,27 Euro Ohne Zuschuss: 28,77 Euro
Grippe-Schutzimpfung (Influenza) 0 Euro
Hepatitis A 43,23 Euro

Wie steckt man sich mit FSME an?

Infektionsweg – Die Übertragung erfolgt durch einen Zeckenstich, sehr selten durch den Verzehr virusinfizierter Rohmilch von Ziegen oder Schafen, in Ausnahmefällen auch von Kühen. Der Mensch ist zufälliger Endwirt. Eine Infektion von Mensch zu Mensch findet nicht statt.

Kann man trotz Impfung FSME bekommen?

FSME-Impfung: Nicht nur Verwandtschaft bestimmt Wirksamkeit Neutralisierende Antikörper garantieren bei FSME besonders dann keinen vollständigen Schutz, wenn infizierendes und geimpftes Virus heterolog sind. Diese Studie untersucht, welche Faktoren für die Wirksamkeit einer inaktivierten FSME-Vakzine kritisch sind.

Mäuse wurden mit Impfstoffen aus fernöstlichen Virusstämmen (Moscow, Stamm Sofjon; EnceVir, Stamm 205) und aus europäischen Virusstämmen (FSME-Immun Injekt, Stamm Neudörfl) geimpft und mit Viren folgender Subtypen infiziert: europäischer Subtyp (EU), fernöstlicher Subtyp (FE), sibirischer Subtyp (SI), transbaikal Subtyp (TB) und buryat-mongolischer Subtyp (BM).

Nach der Infektion wurden die Symptome der Tiere in “mild” und “schwer” klassifiziert. Fast alle Impfstoffe wirkten gegen alle untersuchten Virusstämme, doch mit großen Unterschieden: Beispielsweise schützte die Moscow Vakzine mehr als 80 Prozent der Tiere vor den Vertretern der Subtypen EU, FE, SI, TB und BM.

  • Die Forscher schließen daraus, dass Verwandtschaft zwischen Impfvirus und infizierendem Virus die Wirksamkeit der Impfung beeinflusst, wobei auch andere Eigenschaften eine Rolle spielen können.
  • Beim Vitro Plaque Tests (PRNT50) unterschied sich das antivirale Spektrum der Antikörper zwischen allen Impfstoffen.

Die mit der Moscow-Vaccine geimpften Mäuse zeigten das breiteste Wirkungsspektrum, obwohl der Antikörpertiter in diesen Tieren vier Mal niedriger war als bei den anderen. Die Höhe des Antikörpertiters scheint also nicht für das antivirale Spektrum verantwortlich zu sein und auch Unterschiede in der Aminosäuresequenz des E-Proteins erklären diese Unterschiede nur teilweise.

Die Autoren schließen aus den Ergebnissen, dass die Wirksamkeit der Impfung nicht nur von der Struktur der Antikörper und des Antigens abhängt, sondern auch von anderen Faktoren, beispielsweise von der Zeit, die das Virus für das Immunsystem zugänglich ist. Die Studie lenkt den Blick auf die Patienten, die trotz Impfung an FSME erkranken: Laut Infektions-epidemiologischem Jahrbuch erkrankten 2016 in Deutschland 348 Personen, von denen nur 33 geimpft und 4 vollständig geimpft waren.

Das unterstreicht, wie wichtig eine vollständige Impfung und rechtzeitige Auffrischung ist. Impfkritiker jedoch sagen, das Risiko einer bleibenden Schädigung durch FSME sei besonders bei Kindern niedrig, die Risiken der Impfung würden nicht ausreichend berücksichtigt und weisen auf Interessenskonflikte von Mitgliedern der STIKO hin.

Was sollten Ärzte den Eltern empfehlen, die wegen dieser Informationen das Vertrauen in die Empfehlungen verloren haben und warum sollten sie diese Empfehlung aussprechen? Teresa Kreusch, Fachgebiet Impfprävention am Robert Koch-Institut: “Da die Impfung den einzigen wirksamen Schutz vor FSME darstellt, sollten die Impfrisiken – bei etwa 15 Prozent der ein- bis zweijährigen entsteht Fieber – sorgfältig abgewogen werden.

Bei Kindern verläuft die FSME im Allgemeinen leichter als bei Erwachsenen. Kinder werden allerdings häufiger von Zecken gestochen, weil sie sich viel im Freien aufhalten. Die Mitglieder der STIKO müssen vor ihrer Berufung etwaige Interessenkonflikte offenlegen und sind verpflichtet, vor jeder Sitzung mitzuteilen, ob Umstände vorliegen, die zu einem Ausschluss von der Beratung und Beschlussfassung führen könnten.

  • Dadurch wird eine hohe wissenschaftliche Qualität der STIKO-Empfehlungen sichergestellt.” Quelle Liubov L et al.
  • Experimental Evaluation of the Protective Efficacy of Tick-Borne Encephalitis (TBE) Vaccines Based on European and Far-Eastern TBEV Strains in Mice and in Vitro.
  • Front Microbiol.2018 Jul 16;9:1487.

doi:, eCollection 2018. : FSME-Impfung: Nicht nur Verwandtschaft bestimmt Wirksamkeit

Wann wieder FSME impfen?

FSME-Impfung für Erwachsene – Die Grundimmunisierung erfolgt normaler Weise mittels drei Impfungen. Die erste Auffrischung sollte drei Jahre nach der Grundimmunisierung erfolgen. Danach erfolgen die Auffrischungsimpfungen bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle fünf Jahre, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle drei Jahre.

Welche Nebenwirkungen kann eine zeckenimpfung haben?

Zeckenimpfung: Nebenwirkungen – Wie bei jeder anderen Impfung können auch bei einer Zeckenimpfung Nebenwirkungen auftreten. Dabei handelt es sich in der Regel um Reaktionen an der Impfstelle: leichte Schmerzen, leichte Rötung oder Schwellung. Wenn Sie allergisch gegen Hühnereiweiß sind, können Sie auch auf den Zecken-Impfstoff allergisch reagieren.

Dieser bis zu 4 Millimeter große Geselle ist die häufigste Zeckenart in Mitteleuropa. Gefürchtet wird er als Überträger von Borreliose und FSME. Charakteristisch für den Holzbock ist der rotbraune Körper und der dunkle Rückenschild. Vollgesogen ist der Körper grau. Durch ihre Größe von bis zu 6,5 Millimeter und ihre gestreiften Beine sind Hyalomma-Zecken gut zu identifizieren. Sie bevorzugen große Wirte, etwa Pferde. Die Riesenzecke ist kein Lauerjäger, sondern macht sich aktiv auf Blut-Suche. Seit einigen Jahren hat sich diese Zeckenart auch in Euopa eingerichtet. Die Auwaldzecke gehört zu den Buntzecken. Typisch ist ihr hell-dunkel gemusterter Rückenschild, der wie marmoriert aussieht. Auwaldzecken bewegen sich aktiv auf ihre Beute zu. Galten sie früher als Rarität in vielen Teilen Euopa, sind sie mittlerweile weit verbreitet. Eigentlich saugen Igelzecken vor allem an Igeln. Aber sie befallen auch Haustiere. Und über die verirrt sich die Zecke auch schon mal auf den Menschen. Igelzecken gehen nicht aktiv auf die Jagd, sondern bewohnen die Nester ihrer Wirte. Erkennen lässt sich die weißliche Igelzecke an ihrem eckigen Rückenschild – beim Holzbock ist es eher rund geformt. Offene Wiesen, typische Schafsweiden, sind das Revier der Schafzecke. Dort findet sie auch ihre Lieblingswirte: Schafe. Menschen werden eher versehentlich und selten gestochen. In Deutschland ist sie vor allem in der Rhein- und Mainregion zu finden. Die Schafszecke gehört zu den Buntzecken, sie ist hell-dunkel gefleckt. Wo Tauben brüten, fühlt sich auch die Taubenzecke wohl. Sie sind vor allem an Gebäuden, zum Beispiel auf Dachböden, zu finden. Die zu den Lederzecken gehörende Art sieht ganz anders aus als andere Zecken. Sie hat auch keinen Rückenschild. Nur wenn ihr Lieblingswirt – Tauben – nicht verfügbar ist, gehen Taubenzecken gelegentlich auf Menschen. Trockenheit überstehen Zecken eigentlich nicht so gut. Ausnahme ist die Braune Hundezecke. Sie ist ein Überlebenskünstler, der aus dem Mittelmeerraum eingewandert ist. Durch ihre Anpassung ist sie auch in Wohnungen zu finden, und zwar gerne dort, wo Hunde die Nacht verbringen.

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Was ist schlimmer FSME oder Borreliose?

Gefahr durch FSME-Viren – Ein weiterer Krankheitserreger, der durch Zecken übertragen werden kann, ist das FSME-Virus. Es kann eine Frühsommer-Meningoenzephalitis auslösen. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die lebensgefährlich sein kann.

  1. Auch müssen Erkrankte mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen.
  2. Im Gegensatz zur Borreliose ist FSME nicht ursächlich behandelbar.
  3. Ärzte können in der Folge nur die Symptome lindern, beispielsweise Fieber oder Kopf- und Gliederschmerzen”, erklärt Prof. Dr. med.
  4. Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT).

Daher ist es wichtig, das Risiko einer Erkrankung von Anfang an zu verringern.

Wie lange nach Zeckenbiss kann FSME auftreten?

Was ist nach einem Zeckenstich zu beachten? – Um die eventuelle Ausbildung eines roten Infektionsrings (sogenannte Wanderröte; fachsprachlich Erythema migrans : ein früher Hinweis auf eine beginnende Borreliose) in der Haut besser verfolgen zu können, empfiehlt es sich, die Einstichstelle regelmäßig zu beobachten.

Auch ein Foto von der Stichstelle kann hilfreich sein. Sollte nach einigen Tagen bis Wochen eine deutliche ringförmige Hautrötung, typischerweise im Zentrum blasser als am Rand, entstehen und sich ausweiten, sollte ein Arzt zwecks weiterer Abklärung aufgesucht werden. In einigen Fällen erscheint nur eine unspezifische Hautrötung, die wandert.

Sollte man in den 7 bis 14 Tagen nach einem Zeckenstich und einem Aufenthalt in einem FSME -Risikogebiet grippeähnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit, Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen entwickeln sollte gegebenenfalls ein Arzt konsultiert werden.

Wie wahrscheinlich ist es FSME zu bekommen?

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Bestimmte Regionen werden als FSME-Risikogebiete bezeichnet. Das sind Landkreise, in denen es häufiger als anderswo zu FSME-Erkrankungen kommt. Ein Landkreis gilt dann als Risikogebiet, wenn es im Kreis selbst oder zusammen mit allen angrenzenden Kreisen in einem Zeitraum von fünf Jahren bei mindestens 1 von 100.000 Einwohnern zu einer FSME-Erkrankung gekommen ist.

In den ausgewiesenen Risikogebieten traten bislang in fünf Jahren bis zu 40 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern auf. Die Zahlen zeigen: Auch in Risikogebieten ist die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, sehr gering. Nur etwa 0,1 bis 5 % der dortigen Zecken tragen das FSME-Virus. Bundesländer, in denen vermehrt FSME-Erkrankungen auftreten, sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen (Kreis Emsland), Nordrhein-Westfalen (Stadtkreis Solingen), Rheinland-Pfalz (Kreis Birkenfeld), Sachsen, Sachsen-Anhalt (Stadtkreis Dessau-Roßlau) und Thüringen.

Dagegen gibt es in Norddeutschland kaum Zecken, die FSME-Viren tragen. Eine findet sich auf der Seite des Robert Koch-Instituts. Diese zeigt genauer an, in welchen Landkreisen das Risiko erhöht ist. In anderen Ländern gibt es ebenfalls Zecken, die die tragen, etwa in Osteuropa – zum Beispiel in bestimmten Gebieten in Tschechien, Litauen, Estland und Polen.

Was kostet der Zeckenimpfstoff in der Apotheke?

Kosten: Zeckenimpfstoff aus der Apotheke – Der Impfstoff gegen FSME, der regulär ca.50 Euro für Erwachsene und ca.46 Euro für Kinder kostet, wird im Rahmen der Impfaktion zu einem Sonderpreis angeboten. Darüber hinaus gewähren fast alle Krankenkassen für diese Vorsorgeimpfungen ganzjährig einen Kostenzuschuss in unterschiedlicher Höhe.

Ist zeckenimpfung gut verträglich?

Welche Nebenwirkungen hat die Zeckenimpfung und wie lange dauern sie? – Die Impfung wird im Allgemeinen sehr gut vertragen. Es kann aber dennoch zu Nebenwirkungen kommen, von welchen aber die meisten nach kurzer Zeit (etwa zwei Tage) vorbei sind:

  • Örtliche Reaktionen bei der Einstichstelle (bei ca.30% der Personen): Rötung, kleine Schwellung, Schmerz
  • Allgemeine Reaktionen (bei ca.30% der Personen): Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, sehr selten Fieber
  • Allergische Reaktionen (Anaphylaktischer Schock): 1–2 Fälle auf 1 Million Dosen. Der Schock tritt sehr schnell auf und kann behandelt werden.
  • Schwere neurologische Nebenwirkung : Diese sind sehr selten (1 auf 70’000 bis 1 auf 1 Million Dosen).

Die schweren neurologischen Nebenwirkungen sind unserer Ansicht nach die einzigen, welche genauer betrachtet werden müssen. Die anderen Nebenwirkungen gehen schnell vorbei und sind unproblematisch. Was also sind die neurologischen Nebenwirkungen? Da sie äusserst selten sind, werden sie eher allgemein beschrieben: Beispielsweise starke Kopfschmerzen, Sehstörungen, vorübergehende Gefühlsstörungen, Krampfanfälle oder Lähmungserscheinungen.

  • Extrem selten sind auch Entzündungen der Nerven oder des Gehirns nach einer Impfung aufgetreten.
  • Die Eidgenössische Kommission für Impffragen schreibt dazu: «Bei der Seltenheit solcher Ereignisse ist eine Beurteilung des kausalen Zusammenhangs schwierig, muss aber in Einzelfällen als gegeben erachtet werden.» Diese Nebenwirkungen sind also extrem selten, nicht klar zuzuordnen und vorübergehend.

Somit überwiegt der Nutzen der Zeckenimpfung gegenüber allfälligen Nebenwirkungen.

Wie schnell bekommt man Borreliose?

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  4. Borreliose

Die Borreliose ist eine Krankheit, die durch Zecken übertragen wird. Sie wird auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Krankheit genannt. Die Borreliose kann vielgestaltig und unterschiedlich schwer verlaufen und betrifft überwiegend die Haut, aber auch das Nervensystem, die Gelenke und das Herz können betroffen sein. Durch Zeckenstiche Die Erreger der Borreliose, auch Borrelien genannt, können durch einen Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden. In Deutschland ist je nach Region bis zu ein Drittel der Zecken mit Borrelien befallen. Nicht jeder Stich einer befallenen Zecke führt jedoch zur Ansteckung.

Das Infektionsrisiko ist zudem geringer, wenn die Zecke frühzeitig entfernt wird, und steigt nach längerem Saugen der Zecke von mehr als zwölf Stunden an. Nur etwa einer von 100 Zeckenstichen führt in Deutschland dazu, dass die gestochene Person an einer Borreliose erkrankt. Wichtig: Die Borreliose wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Die meisten Infektionen mit Borrelien verlaufen unbemerkt. Falls es jedoch zu Beschwerden kommt, sind diese sehr unterschiedlich und können zu verschiedenen Zeitpunkten einzeln oder in Kombination auftreten. Dadurch ist eine Borreliose nicht immer leicht zu erkennen.

  • Ein typisches Zeichen, das bei etwa 90% der Fälle auftritt, ist die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans).
  • Dabei handelt es sich um eine mindestens 5 cm große ringförmige Hautrötung, die üblicherweise in der Mitte blasser ist als am Rand und sich über Tage langsam nach außen verbreitet.
  • Die Wanderröte entwickelt sich drei bis 30 Tage nach dem Zeckenstich im Bereich der Einstichstelle.

Sie kann aber auch an anderen Körperstellen, wie Beinen, Kopf oder Hals, auftreten. Fieber, Lymphknotenschwellungen, Muskel- und Gelenkschmerzen sind im weiteren Verlauf der Erkrankung zusätzlich möglich. Wesentlich seltener und überwiegend bei Kindern kommt es zu knötchenartigen oder blauroten Schwellungen der Haut.

  1. Diese Hautveränderungen finden sich vor allem am Ohr, an den Brustwarzen oder im Genitalbereich.
  2. In Einzelfällen kann es zu einer chronischen Entzündung der Haut (Acrodermatitis chronica atrophicans) kommen.
  3. Dabei verändert sich die Haut an den Innenseiten von Armen, Beinen, Fingern oder Zehen und wird im Verlauf papierdünn und bläulich.

Wenn die Borrelien das Nervensystem befallen, spricht man von einer Neuroborreliose. Diese tritt etwa bei drei von 100 Erkrankten auf. Beschwerden einer Neuroborreliose beginnen meist wenige Wochen bis Monate nach dem Zeckenstich. Typisch sind brennende Nervenschmerzen, die sich vor allem nachts verschlimmern.

Oft gehen damit ein- oder beidseitige Gesichtslähmungen einher. Auch entzündliche Nervenreizungen sind möglich, die zu Taubheitsgefühlen, Seh- oder Hörstörungen und in seltenen Fällen zu Lähmungen des Rumpfes, der Arme oder der Beine führen. Bei Kindern äußert sich die Neuroborreliose häufiger in Form einer nichteitrigen Hirnhautentzündung, die mit starken Kopfschmerzen oder plötzlichen Gesichtslähmungen einhergehen kann.

Sehr selten kann sich auch über Monate bis Jahre eine späte Neuroborreliose entwickeln. Bei etwa fünf von 100 Erkrankten treten Gelenkentzündungen (Lyme-Arthritis) auf. Sie betreffen am häufigsten die Kniegelenke, seltener Sprung- oder Ellenbogengelenke und verlaufen in der Regel schubweise und wiederkehrend.

  1. Sehr selten kann im Verlauf der Erkrankung auch das Herz betroffen sein, wobei es zu Entzündungen oder Rhythmusstörungen des Herzens kommt.
  2. Viele Infektionen verlaufen ohne sichtbare Krankheitszeichen.
  3. Als typisches Frühzeichen einer Erkrankung zeigt sich die Wanderröte einige Tage bis Wochen nach dem Zeckenstich.
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Spätformen der Borreliose können hingegen Monate oder sogar Jahre nach dem Zeckenstich auftreten. Die Erkrankten sind nicht ansteckend. Besonders gefährdet sind Personen, die häufig von Zecken gestochen werden. Zecken halten sich in Wald und Garten auf Grashalmen, an Buschzweigen und im Unterholz auf. Von dort werden sie abgestreift und wandern auf der Haut in weitere Körperregionen. Zecken können auch durch Wildtiere und Haustiere, die sich im Freien aufhalten, weitergegeben werden.

  • Eine frühe Behandlung mit Antibiotika führt in der Regel zu einer raschen und vollständigen Genesung. Sie kann schwere Krankheitsverläufe verhindern.
  • Eine vorbeugende Antibiotikagabe nach einem Zeckenstich ohne Krankheitszeichen wird nicht empfohlen.
  • Tritt die oben genannte Wanderröte auf, sollten Sie umgehend Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, auch wenn Sie sich nicht an einen Zeckenstich erinnern. Wenden Sie sich ebenfalls an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wenn nach einem Zeckenstich Beschwerden wie Fieber sowie Muskel- und Kopfschmerzen auftreten.
  • Liegt eine Wanderröte vor, kann die Borreliose durch eine körperliche Untersuchung von der Ärztin oder dem Arzt festgestellt werden. Bei anderen Beschwerden, die auf eine Borreliose hindeuten, kann eine Laboruntersuchung des Blutes zur Abklärung durchgeführt werden.
  • Eine überstandene Borreliose schützt nicht vor einer erneuten Infektion.

Eine Schutzimpfung gegen Borreliose steht in Europa bisher nicht zur Verfügung. Eine Impfung gegen die ebenfalls durch Zecken übertragene Virusinfektion FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) schützt nicht vor Borreliose. Den besten Schutz bietet deshalb die Vermeidung von Zeckenstichen. Zeckenstiche vermeiden

  • Tragen Sie bei einem Aufenthalt im Wald oder auf Wiesen geschlossene Schuhe, langärmlige Hemden und lange Hosen. Ziehen Sie die Strümpfe über die Hosenbeine.
  • Wählen Sie am besten helle Kleidung, dann lassen sich die winzigen dunklen Zecken leichter erkennen und entfernen.
  • Wenn Sie vor dem Aufenthalt in Wäldern oder Wiesen Zecken-abweisende Mittel auf die Haut auftragen, beachten Sie genau die Herstellerangaben. Wichtig: Die Wirkung der Mittel ist zeitlich begrenzt und bietet keinen vollständigen Schutz.
  • Suchen Sie trotz Vorbeugung nach dem Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken ab. Zecken mögen warme weiche Hautstellen. Suchen Sie deshalb besonders in den Kniekehlen, in den Leisten, unter den Achseln, hinter den Ohren sowie am Kopf und Haaransatz.

Zecken rasch entfernen Zecken sollten immer schnellstmöglich entfernt werden. Wird eine Zecke in den ersten Stunden nach dem Stich entfernt, ist das Risiko, an einer Borreliose zu erkranken, nur sehr gering.

  • Greifen Sie die Zecke an ihrem Kopfbereich möglichst nah der Haut und ziehen Sie diese langsam und gerade heraus. Verwenden Sie am besten eine Pinzette, eine Zeckenkarte oder ein spezielles Instrument zur Zeckenentfernung.
  • Verzichten Sie auf Manipulationen an der Zecke zum Beispiel mit Öl, Cremes oder durch Zerquetschen, weil dadurch möglicherweise vermehrt Erreger freigesetzt werden.
  • Desinfizieren Sie die Stichstelle im Anschluss sorgfältig.
  • Es kann vorkommen, dass nach der Entfernung Reste der Zecke zurückbleiben. Die Hautstelle kann sich dadurch leicht entzünden. Das Risiko einer Borreliose steigt dabei jedoch nicht.

Für weitere Beratung und Information steht Ihnen das örtliche Gesundheitsamt zur Verfügung. Weitere (Fach-) Informationen finden Sie im Internet auf den Seiten des Robert Koch-Institutes ( www.rki.de/borreliose ). Weitere Informationen zum Thema Infektionsschutz finden Sie auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( www.kindergesundheit-info.de ).

Wie sicher ist die FSME-Impfung?

Schutzgrad der Impfung gegen Zeckenenzephalitis – Für die vollständige Grundimpfung sind drei Dosen notwendig. Die ersten beiden Dosen, die im Allgemeinen im Abstand von einem Monat verabreicht werden, bieten bereits einen wirksamen, aber zeitlich begrenzten Schutz.

Wie oft muss die Impfung aufgefrischt werden?

Wie oft brauche ich eine Auffrischung? – Die Ständige Impfkommission empfiehlt Erwachsenen Auffrisch­impfungen gegen Tetanus und Diphtherie im Abstand von zehn Jahren. “Dieser Zeitraum hat sich als praktikabler Mittelwert erwiesen”, sagt Professor Gérard Krause, Epidemiologe am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig.

Wie lange die Wirkung einer einzelnen Impfung tatsächlich vorhalte, sei nämlich individuell unterschiedlich. Meistens wird eine Kombinationsimpfung verwendet, die gegen Tetanus und Diphtherie gleichzeitig wirkt. Diese Kombinationsimpfstoffe enthalten in der Regel auch eine Komponente gegen Keuchhusten.

Einzelimpfungen seien kaum noch auf dem Markt, so Dr. Schönfeld. Es gibt auch Vierfach-Impfstoffe, die zusätzlich einen Immunschutz gegen Kinderlähmung (Polio) erzeugen. Zwar gilt die Infektionskrankheit als weitgehend ausgerottet, doch in manchen Ländern Asiens und Afrikas tritt sie immer wieder auf.

Wie oft muss eine Impfung aufgefrischt werden?

Wie häufig werden Impfungen aufgefrischt? – Je nach Erreger bzw. Impfstoff gibt es unterschiedliche Rhythmen, in denen Impfungen aufgefrischt werden. Bei Tetanus und Diphtherie ist eine Auffrischung alle 10 Jahre vorgesehen. Die Keuchhusten-Impfung sollte bei Erwachsenen einmal aufgefrischt werden. Impfungen, die aufgefrischt werden müssen. Heutzutage wird die Tetanus -Impfung bei Säuglingen und Kleinkindern in der Regel als Teil der 6-fach-Impfung verabreicht. Dies geschieht zusammen mit Impfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hib und Hepatitis B.

Die erste Impfung zur Grundimmunisierung erhalten Säuglinge meist im Alter von zwei Monaten. Bis zum Abschluss des zweiten Lebensjahres folgen noch drei weitere Impfungen. Sind diese Teilimpfungen alle durchgeführt, besteht eine Grundimmunisierung gegen die sechs Erreger. Im Alter von fünf bis sechs und noch einmal im Alter zwischen neun und 16 Jahren erfolgen jeweils die Auffrischungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

Als Erwachsener sollte man, bei bestehender Grundimmunisierung, alle zehn Jahre die Tetanus-Impfung wiederholen. Auch hier wird Tetanus meist in einer Kombinationsimpfung verabreicht. So wird auch der Schutz gegen Diphtherie-Erreger aufgefrischt. Aber: Bei einer akuten Verletzung gibt es die Möglichkeit, sofort eine Impfung vorzunehmen.

  1. Das kann der Arzt tun, wenn man unsicher ist, ob ein Impfschutz besteht.
  2. Grippe, das geht doch von selbst wieder weg.
  3. Leider stimmt das nicht so ganz.
  4. Gerade in Deutschland wird die Grippe oft unterschätzt bzw.
  5. Mit einer Erkältung verwechselt.
  6. Dabei kann die Grippe schwerwiegende Auswirkungen haben.
  7. Im schlimmsten Fall kann sie sogar zu einer Lungenentzündung führen.

Gerade Risikogruppen wird die Grippeimpfung empfohlen. Den besten Schutz gegen die Grippe bietet eine Impfung. Diese sollte jährlich vor dem Start der Grippesaison im Oktober oder November vorgenommen werden. Warum jährlich? Die Grippeviren verändern sich ständig.

Entsprechend diesen Veränderungen muss auch der Impfstoff immer wieder angepasst werden. Nur so kann ein optimaler Schutz gewährleistet werden. Damit gehört die Grippeimpfung im engeren Sinne nicht zu den Auffrischungsimpfungen, sondern es findet jedes Jahr wieder eine Grundimmunisierung gegen die sich verändernden Viren statt.

Polio, auch bekannt als Kinderlähmung, ist in der Welt noch nicht vollständig ausgerottet. Eine Impfung wird daher allen Menschen empfohlen. In Deutschland reicht die Grundimmunisierung in der Regel aus. Sollte man aber in bestimmte Regionen (dazu gehören beispielsweise Afghanistan oder Nigeria) reisen, empfiehlt sich eine Auffrischung.

Denn dort gibt es noch Polio-Erkrankungen. Es bietet sich in diesem besonderen Fall an, alle 10 Jahre die Polio-Impfung aufzufrischen. Gleiches gilt auch für Menschen, die berufsbedingt einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Zum Beispiel bei der Behandlung und Pflege von Menschen, die an Polio leiden.

Aber auch wer häufig Kontakt zu Menschen hat, die aus Ländern kommen, in denen Polio noch nicht ausgerottet wurde. Wer in einem FSME-Risikogebiet lebt oder dorthin reist und dort mit Zecken in Kontakt kommen kann, sollte sich gegen FSME impfen lassen, so die Empfehlung der STIKO.

Gleiches gilt auch bei einem erhöhten beruflichen Risiko. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren, kurz FSME-Viren, können durch einen Zeckenstich übertragen werden. Die FSME-Impfung besteht aus einer Grundimmunisierung mit drei Impfungen, die innerhalb eines Jahres durchgeführt werden. Die zweite Impfung findet etwa einen bis 3 Monate nach der ersten statt, die letzte erfolgt spätestens nach 12 Monaten.

Ist diese Grundimmunisierung abgeschlossen, sollten sich Kinder und Erwachsene alle 3 bzw.5 Jahre erneut impfen lassen. So bleibt die Wirksamkeit der Impfung erhalten. Grundimmunisierung, Auffrischungsimpfung oder Nachholimpfung? Wie gesagt: Nicht alle Impfstoffe benötigen eine Auffrischungsimpfung.4 Bei diesen Impfungen reicht eine abgeschlossene Grundimmunisierung aus.

Wann wieder FSME impfen?

FSME-Impfung für Erwachsene – Die Grundimmunisierung erfolgt normaler Weise mittels drei Impfungen. Die erste Auffrischung sollte drei Jahre nach der Grundimmunisierung erfolgen. Danach erfolgen die Auffrischungsimpfungen bis zum vollendeten 60. Lebensjahr alle fünf Jahre, ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle drei Jahre.

Welche Impfungen müssen immer wieder aufgefrischt werden?

Es gibt Impfungen, die für eine lebenslange Immunität sorgen, andere müssen in bestimmten Abständen aufgefrischt werden, damit der volle Impfschutz erhalten bleibt. Bei Impfungen, die schon seit Jahrzehnten erfolgreich verwendet werden, hat die Erfahrung gezeigt, wie lange der Impfschutz nach der Grundimmunisierung anhält.

Die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie müssen z.B. alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Nach der Grundimmunisierung im Baby- und Kleinkindalter müssen einige Impfungen (gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis) bereits im Alter von 5 bis 6 Jahren und/oder nochmal im Alter von 9 bis 16 Jahren aufgefrischt werden.

Die genauen Zeitabstände für jede Schutzimpfung können im Impfkalender nachgeschaut werden.