Erbschaftssteuer Wie Hoch?

Erbschaftssteuer Wie Hoch
Erbschaftssteuer – Steuersätze nach Steuerklasse –

Wert Erbe 75.000 Euro Steuerklasse I 7 % Steuerklasse II 15 % Steuerklasse III 30 %
Wert Erbe 300.000 Euro Steuerklasse I 11 % Steuerklasse II 20 % Steuerklasse III 30 %
Wert Erbe 600.000 Euro Steuerklasse I 15 % Steuerklasse II 25 % Steuerklasse III 30 %
Wert Erbe 6.000.000 Euro Steuerklasse I 19 % Steuerklasse II 30 % Steuerklasse III 30 %
Wert Erbe 13.000.000 Euro Steuerklasse I 23 % Steuerklasse II 35 % Steuerklasse III 50 %
Wert Erbe 26.000.000 Euro Steuerklasse I 27 % Steuerklasse II 40 % Steuerklasse III 50 %
Wert Erbe mehr als 26.000.000 Euro Steuerklasse I 30 % Steuerklasse II 43 % Steuerklasse III 50 %

Beispiel: Ihr Großvater vererbt Ihnen 220.000 Euro. Da Ihre Eltern noch leben, haben Sie einen Freibetrag von 200.000 Euro. Sie müssen also die Besteuerung von 20.000 Euro in Steuerklasse I an den Fiskus bezahlen: Das sind sieben Prozent der Summe, also 1.400 Euro Steuer.

Wie viel Prozent Erbschaftssteuer muss ich bezahlen?

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer? – Die Höhe der Erbschaftssteuer orientiert sich am Verkehrswert des Erbes, sowie am Verwandtschaftsgrad zwischen Beerbten und Erbenden. Je enger Begünstigter und Erblasser verwandt sind, desto geringer die Erbschaftssteuer und desto höher der Freibetrag.

Der Verwandtschaftsgrad beeinflusst außerdem, welcher Steuerklasse die Erbenden zugeordnet werden. Das hat wiederum ebenfalls Einfluss auf die Höhe der Erbschaftssteuer. Ehepartner werden, je nach Wert des Erbes, in Steuerklasse I mit 7% bis 30% besteuert. Geschwister oder Nichten und Neffen rutschen in Steuerklasse II.

Für sie fällt ein Steuersatz von 15% bis 43% des Gesamtwerts an. Nicht mit dem Erblasser verwandte Personen zahlen in Steuerklasse III mindestens 30% Erbschaftssteuer. Wie hoch die Erbschaftsteuer für Sie ausfällt, können Sie mit unserem Erbschaftssteuer-Rechner kalkulieren.

Wie viel Erbschaftssteuer muss ich zahlen bei 100000 €?

Steuerklasse I der Erbschaftssteuer: Welche Höhe gilt für Kinder und Ehegatten? – Für Ehepartner ist die Höhe der Erbschaftssteuer geringer. Dasselbe gilbt bei einer Schenkung. In die erste Erbschaftssteuerklasse fallen automatisch alle Verwandten in gerader Linie, Das sind vor allem Kinder, Darunter zählen neben den leiblichen auch adoptierte oder Stiefkinder.

Es ist übrigens auche egal, ob der Erblasser zu irgendeinem Zeitpunkt mit dem anderen Elternteil verheiratet war. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner fallen ebenfalls in diese Klasse. Außerdem sind Enkelkinder, Eltern und Großeltern Erben erster Klasse. Ein Enkelkind erhält denselben Freibetrag wie ein eigenes Kind, wenn seine eigenen Eltern zum Zeitpunkt des Erbfalls bereits verstorben sind.

Innerhalb der ersten Erbschaftssteuerklasse werden Unterschiede in den zugestandenen Freibeträgen gemacht. Doch selbst die niedrigsten Freibeträge der ersten Steuerklasse – 100.000 Euro – sind weitaus höher als die Freibeträge der beiden folgenden Klassen.

Erbschaftssteuerklasse I Freibetrag Steuersatz
Ehegatten und Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft 500.000 € 7 % bis 75.000 € 11 % bis 300.000 € 15 % bis 600.000 € 19 % bis 6.000.000 € 23 % bis 13.000.000 € 27 % bis 26.000.000 € 30 % ab 26.000.000 €
Adoptiv-, Stief- und leibliche Kinder sowie Enkel, deren Eltern verstorben sind 400.000 €
Enkelkinder 200.000 €
Eltern und Großeltern 100.000 €

Wer muss Erbschaftssteuer zahlen und wieviel?

Steuersätze für das Erbe nach Steuerklassen

Wert der Erbschaft (über den zustehenden Freibetrag hinaus) Steuerklasse 1 Steuerklasse 3
Bis 600.000 EUR 15 % 30 %
Bis 6.000.000 EUR 19 % 30 %
Bis 13.000.000 EUR 23 % 50 %
Bis 26.000.000 EUR 27 % 50 %

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer bei 400.000 Euro?

Erbschaftssteuer Höhe: Besteuerung abhängig vom Wert des Erbes

Wert des Erbes Steuerklasse I Steuerklasse II
bis 600.000 Euro 15% 25%
bis 6.000.000 Euro 19% 30%
bis 13.000.000 Euro 23% 35%
bis 26.000.000 Euro 27% 40%

Was ändert sich 2023 im Erbrecht?

„Pflichtteile” – was meint dieser Juristen(futter)begriff? – Hingegen änderten sich ab 2023 die Pflichtteile (geschützte Quote der Erbteile), welche neu nur noch dem/der überlebenden Ehegatten/in inkl. eingetragene/r Partner/in und den Nachkommen zustehen.

Der Gesetzgeber meint mit Pflichtteil jene Quote am Erbe, welche den „pflichtteilsgeschützten” Erben als Minimum zustehen (also die geschützte Quote). Möchte ein Erblasser über sein Vermögen in einem Testament oder Erbvertrag verfügen, muss er stets diese Pflichtteile berücksichtigen (wenn er nicht eine Anfechtung riskieren will).

Konkretes Beispiel: Ehefrau und Kinder teilen sich die Erbschaft je hälftig (die Erbteile der überlebenden Ehefrau und der Kinder betragen also je 1/2=50%). Und wieviel von diesen beiden hälftigen Erbteilen ist nun für die Ehefrau und wieviel für die Kinder durch die „Pflichtteile” (geschützte Quote der Erbteile) als Minimum geschützt? Antwort für die Ehefrau: Als Pflichtteil ist die Hälfte (50%)ihres Erbteils geschützt.

Die überlebende Ehefrau hat somit Anspruch auf mindestens einen Viertel der gesamten Erbschaft (1/2=50% von 1/2=50% ergibt 1/4=25% der Erbschaft), wenn sie zusammen mit den Kindern erbt. Generell gilt: Der Erbteil des überlebenden Ehegatten ist immer im Umfang der Hälfte als Pflichtteil (Mindestquote) geschützt.

Daran änderte sich mit der Revision nichts. Antwort für die Kinder: Als Pflichtteil waren vor der Revision drei Viertel (75%) ihres Erbteils geschützt. Die Kinder hatten somit Anspruch auf mindestens drei Achtel der gesamten Erbschaft (3/4=75% von 1/2=50% ergibt 3/8=37.5% der Erbschaft), wenn sie zusammen mit der Ehefrau erbten.

Bis wann ist ein Erbe steuerfrei?

Erbschaftssteuer-Freibeträge – Steuerpflichtig ist für die Erben der Netto-Wert des erworbenen Vermögens abzüglich der Freibeträge. Die Freibeträge sind umso höher, je näher verwandt Erbe und Erblasser waren. Der Freibetrag für

Ehegatten beträgt 500.000 €. (Stief)-Kinder und Kinder verstorbener (Stief-)Kinder beträgt 400.000 €. für Enkel beträgt 200.000 €. Eltern und Großeltern beim Erwerb von Todes wegen (Zuordnung zur Steuerklasse I) beträgt 100.000 € Eltern und Großeltern bei Schenkungen (Zuordnung Steuerklasse II) beträgt 20.000 €. Geschwister, Nichten, Neffen, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten beträgt 20.000 €. für alle übrigen Personen beträgt 20.000 €.

Allgemeiner Freibetrag Versorgungs-freibetrag Hausrat, Kleidung etc. Sammlungen, Kunst etc,
Steuerklasse I
Ehegatten / Lebenspartner 1 500.000 256.000 41.000 12.000
Kinder / Stiefkinder 400.000 10.300 – 52.000 41.000 12.000
Kinder verstorbener Stiefkinder 400.000 41.000 12.000
Enkel 200.000 41.000 12.000
Eltern und Großeltern bei Erwerb von Todes wegen 100.000 12.000 12.000
Steuerklasse II
Geschwister, Neffen, Nichten, Stiefeltern, Schwiegereltern, Schwiegerkinder, geschiedene Ehegatten, Eltern und Großeltern in übrigen Fällen 20.000 12.000 12.000
Steuerklasse III
20.000 12.000 12.000

1 Aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Juli 2010 werden die Lebenspartner den Ehegatten gleichgestellt. : Die Erbschaftssteuer – Freibeträge und Steuerklassen

Wann entfällt Erbschaftssteuer bei Immobilien?

FAQ: Häufige Fragen zur Erbschaftssteuer – Wann wird die Erbschaftssteuer fällig? Wenn jemand stirbt und Sie ein Grundstück oder Haus erben, müssen Sie auf dieses Erbe Erbschaftssteuer zahlen, sofern den für Sie geltenden Freibetrag überschreiten. Das gilt auch für andere Arten von geerbtem Vermögen.

Das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz regelt die Höhe der anfallenden Steuer. Wann ist eine geerbte Immobilie steuerfrei? Kinder, Eheleute und Lebenspartner:innen müssen keine Erbschaftssteuer zahlen, wenn die verstorbene Person vor ihrem Tod in dem Haus gelebt hat und die erbende Person noch mindestens zehn Jahre lang darin wohnen wird.

Die Erbschaftssteuer für Kinder fällt ab einer Fläche von über 200 Quadratmetern an. Wer erhebt die Erbschaftssteuer auf Haus, Wohnung oder Grundstück? Das Finanzamt erhebt die Erbschaftssteuer und wird sich nach Ausstellung des Erbscheins mit Ihnen in Kontakt setzen.

Zudem haben Sie die Pflicht, innerhalb von drei Monaten nach dem Todesfall mit dem Finanzamt zu kommunizieren. Wie wird die Erbschaftssteuer für Immobilien berechnet? Zur Berechnung der Erbschaftssteuer benötigen Sie zunächst den aktuellen Verkehrswert der Immobilie. Davon wird dann der Freibetrag abgezogen.

Die genaue Besteuerung hängt von Ihrer Erbschaftssteuerklasse ab, die sich wiederum aus Ihrem Verwandtschaftsgrad zur verstorbenen Person definiert. Wie hoch ist die Erbschaftssteuer für Immobilien? Die Höhe der Erbschaftssteuer bei Immobilien hängt vom Wert des Objektes, von Ihrem Verwandtschaftsgrad zur vererbenden Person, vom Freibetrag sowie von Ihrer Steuerklasse aus der Erbschaftssteuertabelle ab.

Wie hoch ist der Freibetrag bei einem geerbten Haus?

Erbschaftssteuer – Für Immobilienerben kann es 2023 teurer werden Jährlich werden in Deutschland etwa 400 Milliarden Euro vererbt, fast die Hälfte davon in Form von Immobilien. Ab 2023 fallen dafür höhere Steuern an. Ob und wie die Freibeträge steigen, ist hingegen noch unklar.23.12.2022 Wer zukünftig eine wertvolle Immobilie erbt, muss dafür mehr Steuern zahlen (picture alliance / dpa / Federico Gambarini) Für die meisten Erben ändert sich gar nichts, denn sie erben zu wenig, um betroffen zu sein. Die Durchschnittserbschaft liegt je nach Berechnungen zwischen 79.000 und 85.000 Euro – und damit weit unter dem Freibetrag.

Wer weniger als 400.000 Euro von seinen Eltern erbt, muss keine Steuern darauf zahlen. Und die Hälfte aller Erbschaften liegt unter 33.000 Euro. Die Änderung trifft zudem nur Menschen, die Immobilien erben. Für Immobilienerbschaften hat der Bundestag am 2.12.2022 neue Regelungen beschlossen, der Bundesrat hat dem Gesetz bereits zugestimmt.

Damit wird der Wert von vererbten Immobilien künftig anders erfasst. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits 2006 angemahnt, dass der tatsächliche Verkehrswert von Immobilien zugrunde gelegt werden müsse, dem kommt die Politik jetzt mit einem neuen Berechnungsverfahren nach. Prognose zum Erbschaftsvolumen in Deutschland in den Jahren von 2015 bis 2024 nach Vermögensart (Statista/Statistisches Bundesamt/ Deutsche Bundesbank/ empirica/ SOEP/ gif e.V.) Betroffen sind allerdings nur Erben, die nicht selbst in der geerbten Immobilie leben möchten.

Wer von seinem Partner ein Haus oder eine Wohnung erbt und darin anschließend wohnt, zahlt in der Regel unabhängig vom Wert keine Erbschaftsteuer; für Kinder gilt dies bis zu einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern. Erbschaften werden erst ab einer bestimmten Höhe versteuert. Jedes Elternteil hat für jedes Kind einen sogenannten Freibetrag für Erbschaften von aktuell 400.000 Euro.

Ein Elternpaar kann somit zusammen an jedes seiner Kinder 800.000 Euro vererben, bei zwei Kindern bleiben also 1.600.000 Euro steuerfrei. An Ehepartner können 500.000 Euro steuerfrei vererbt werden. Ansonsten greifen unterschiedlich hohe Steuersätze bis maximal 50 Prozent.

Die gleichen Regeln gelten jeweils für Schenkungen, also die Weitergabe von Vermögenswerten zu Lebzeiten. Der Freibetrag kann alle zehn Jahre neu genutzt werden. Der Freibetrag gilt in dieser Höhe seit 2009, seitdem sind die Preise – insbesondere von Immobilien – allerdings erheblich gestiegen. Die Politik diskutiert daher über eine Erhöhung der Freibeträge, sowohl die Ampelregierung als auch die Unionsparteien haben sich dafür ausgesprochen, die genaue Gestaltung ist aber noch strittig.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hält eine Anhebung um 25 Prozent für angebracht. Mitte Dezember hat das FDP-Parteipräsidium zudem in einem Papier vorgeschlagen, dass die Freibeträge künftig automatisch an die Inflation angepasst werden sollen.

  1. Die Grünen hatten zwar betont, dass sie eine Anhebung der Freibeträge für das falsche Signal halten, haben sich aber nicht dagegen gesperrt.
  2. Dass eine Erhöhung ansteht, scheint also klar, wie hoch sie ausfallen wird, ist hingegen noch Verhandlungssache.
  3. Bayern klagt, wie mehrfach angedroht, gegen die Ausgestaltung der Erbschaftsteuer.

Das hat das Kabinett am 20.12.2022 beschlossen. Man werde beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag auf abstrakte Normenkontrolle der entsprechenden Regelungen des Erbschaftsteuergesetzes stellen, hieß es. Damit solle “der Weg für eine dringend notwendige Erhöhung der Freibeträge und eine Regionalisierung der Erbschaftsteuer geöffnet werden”.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte: “Wir betrachten es als eine große Unfairness, dass bayerische Grundstücke am Ende genauso behandelt werden in der Werteinstufung wie Grundstücke in anderen Teilen Deutschlands, wo die Preise nicht vergleichbar sind.” Es brauche daher regionale Freibeträge.

Bei der Erhöhung der Freibeträge kann Bayern auf den Zuspruch aus anderen Ländern zählen, mit der Forderung nach einer Regionalisierung der Erbschaftsregelungen steht Bayern aber alleine da. Am 16.12.2022 war Bayern im Bundesrat mit einem Antrag gescheitert, wegen dieses Streitpunkts den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anzurufen.

  1. Vielmehr stimmte die Länderkammer dem Jahressteuergesetz mit umfassenden steuerlichen Änderungen zu.
  2. Von der Erbschaft- und Schenkungsteuer pofitieren die Bundesländer.
  3. Insgesamt fielen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2021 11,1 Milliarden Euro an.
  4. Die gehobene Mittelschicht rutsche durch die Reform in die Besteuerung hinein, aber für sie seien die Steuersätze niedrig, der Eingangssteuersatz liege schließlich bei sieben Prozent, sagte Stefan Bach vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am 2.12.2022 in Deutschlandfunk Kultur.

Vererben sei damit weiter gut möglich. “Wenn sie selber drin wohnen, kriegen sie es sogar steuerfrei und wenn sie nicht drin wohnen, können sie es ja vermieten oder verkaufen, dann realisieren sie das Geld.” Eine grundlegende Ungerechtigkeit gebe es bei der Erbschaftssteuer allerdings: “Die Superreichen, die bleiben häufig erbschaftssteuerfrei, weil da gibt es viele Privilegien für Unternehmensübertragungen und sonstige Gestaltungsmöglichkeiten.” Es gebe also keine große Steuerprogression, die ganz Wohlhabenden würden nicht stärker belastet als die Mittelschicht.

Das verstärke den Effekt, dass einige sehr viel erben. Sehr viele Menschen erben hingegen gar nichts. Bach möchte das ändern: Jeder junge Erwachsene solle ein Grunderbe vom Staat bekommen, 20.000 Euro seien da durchaus finanzierbar – beispielsweise auch durch höhere Erbschaftssteuern für Superreiche. Möglicherweise könne dieses Einkommen auch zweckgebunden vergeben werden, junge Leute könnten das Geld dann beispielsweise in Bildung investieren.

“Selbst wenn auf eine Immobilie, die man erbt, eine Steuer bezahlt werden muss, die im Moment in den meisten Fällen noch sehr sehr gering wäre, ist man ja trotzdem sehr viel besser gestellt als die vielen Menschen, die nur ihre Arbeit haben und auch Eigentum erwerben wollen”, sagte die Autorin Julia Friedrichs am 14.12.2022 im Deutschlandfunk.

Und obwohl das so sei, gebe es ein regelrechtes Mitleid mit Erben, die nun etwas mehr abgeben sollen. Es sei zwar richtig, dass manchmal kein Geld, sondern nur eine Immobilie vererbt werde, es sei für Erben aber absolut zumutbar, dann eventuell einen Kredit aufzunehmen, um die fällige Steuer zu bezahlen.

Nicht-Erben müssten schließlich im Regelfall wesentlich höhere Kredite aufnehmen, um einen Hauskauf finanzieren zu können. Über die Hälfte des Reichtums in Deutschland sei geerbter Reichtum, sagte Friedrichs. “In der Regel sind die Menschen, die in Deutschland reich sind, solche, die schon von ihren Eltern, von ihren Großeltern geerbt haben.” Durch eigene Anstrengung reich zu werden, sei inzwischen schwierig geworden.

Polemisch könne man sagen, dass Deutschland bei den großen Vermögen an ein feudales System erinnere. Erben an sich sei dennoch grundlegend legitim. Es gehe darum, dass man selbst über sein Eigentum verfügen dürfe und es gehe auch um Familienbeziehungen. Es brauche aber einen Ausgleich. Erben müsse im Vergleich zu Einkommen stärker besteuert werden.

Außerdem müssten auch vererbte Unternehmen ohne Ausnahmen besteuert werden. Denn gerade Superreiche seien mit ihren hochbezahlten Anwälten sonst immer in der Lage, ihr Vermögen in Form eines Unternehmens steuerfrei weiterzugeben. Quellen: Johannes Kuhn, Tobias Armbrüster, dpa, pto : Erbschaftssteuer – Für Immobilienerben kann es 2023 teurer werden

Was ist besser Haus überschreiben oder schenken?

Haus überschreiben – warum, wann, wie? – Hauseigentümer müssen sich früher oder später damit auseinandersetzen, was nach ihrem Ableben mit ihrer Immobilie passieren soll. Sind Nachkommen da, ist die Frage nach dem „Wer?” meist schnell geklärt. Das „Wie?” bedarf allerdings weiterer Überlegungen, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wohneigentum anderen zu überlassen.

Sie können testamentarisch festlegen, wer Ihr Haus erben soll. Dabei fällt bekanntlich Erbschaftssteuer an, die viele Eigentümer gerne umgehen möchten. Lassen Sie sich vom allgemeinen Halbwissen nicht täuschen: Auch bei der Schenkung einer Immobilie ist eine Steuer zu entrichten. Der Unterschied liegt darin, dass Sie die Steuerfreibeträge alle zehn Jahre erneut geltend machen können.

Wie der Name schon sagt, ist eine Schenkung eine unentgeltliche Zuwendung. Die Überschreibung ist dabei die Form, in der zum Beispiel eine Immobilie geschenkt wird. Wenn Sie Ihr Haus überschreiben, können Sie das an Gegenleistungen beziehungsweise Bedingungen knüpfen.

Hier kommt in den meisten Fällen ein Nießbrauch (stark erweitertes Wohnrecht) oder lebenslanges Wohnrecht in Betracht. Um bereits zu Ihren Lebzeiten Ihren Nachlass zu regeln, können Sie Ihr Haus überschreiben oder schenken. Bei beiden Varianten muss ein Notar den Übertragungsvertrag beurkunden sowie die Eintragung im Grundbuch veranlassen.

Rechtlich und steuerlich gibt es keinen Unterschied, Sie profitieren von den gleichen Freibeträgen. Eine Schenkung ist immer eine Übertragung / Überschreibung. Eine Überschreibung muss aber nicht zwingend eine Schenkung sein, sondern kann an Bedingungen oder an eine Zahlung geknüpft sein.

Wie kann ich Erbschaftssteuer vermeiden?

Wer erbt, muss eine Erbschaftssteuer dafür zahlen. Die Steuer lässt sich aber verringern – oder vollständig umgehen. Möglich ist das vor allem durch die Steuerfreibeträge für direkte Angehörige des Erblassers und entsprechende Regelungen im Testament. Auch mit einer Schenkung kann die Steuerlast reduziert werden.

Welcher Kontostand zählt beim Erben?

Bankkonten im Erbfall In der Regel gehört zu einem Nachlass mindestens ein Bankkonto (z.B. Sparkonto, Girokonto oder Festgeldkonto). Zu klären ist zunächst, wem im Erbfall das Guthaben auf dem Konto zusteht, wie man es korrekt verteilt und vor allem, wie man sich gegenüber der Bank richtig verhält.

Um Zugriff auf die Konten des Erblassers zu erhalten, müssen sich die Erben gegenüber der Bank legitimieren (z.B. durch ). Ratsam ist eine Kontovollmacht, die über den Tod des Erblassers hinaus wirksam ist, um die Abwicklung des Kontos zu erleichtern. Im Erbfall i nformiert die Bank das zuständige Finanzamt über den Kontostand auf den Todestag.

Entgegen der oft vorherrschenden Meinung, erfahren die Banken nicht automatisch vom Todesfall ihres Kunden. Denn es fällt weder in den Verantwortungsbereich eines Nachlassgerichtes, des Finanzamts oder einer anderweitigen Behörde, die Banken oder Sparkassen über den Todesfall zu informieren.

  • Allein zuständig hierfür sind die Erben, Angehörigen oder sonstige Bevollmächtigte.
  • Es kann mitunter vorkommen, dass die Erben keine Kenntnis über ein Konto haben und somit auch die Bank nicht über den Tod ihres Kunden informieren können.
  • Daher kann es in Einzelfällen manchmal Jahre dauern, bis das Geldinstitut vom Todesfall des Kontoinhabers erfährt.

Es kann auch vorkommen, dass die Bank eher zufällig vom Ableben ihres Kunden erfährt, wenn beispielsweise Kontoauszüge nicht mehr zugestellt werden können und deshalb entsprechende Nachforschungen angestellt werden müssen. Ein häufiges Problem bei der Abwicklung von Bankkonten im Erbfall geht damit einher, dass die Banken oft die Legitimation des oder der Erben durch einen Erbschein verlangen.

  1. Da die Erteilung des Erbscheins durch das zuständige Nachlassgericht nicht ganz billig und zudem zeitaufwändig ist, empfiehlt es sich, zunächst genau zu überprüfen, ob die Vorlage eines Erbscheins für den Zugriff auf das Bankkonto des Verstorbenen überhaupt nötig ist,
  2. Oft genügt den Banken inzwischen nämlich auch die Vorlage einer Ausfertigung oder einer notariell beglaubigten Abschrift des handschriftlichen oder notariellen Testaments nebst Eröffnungsprotokoll des zuständigen Nachlassgerichts.

Nur in den Fällen, in denen es keine letztwillige Verfügung des Erblassers gibt, wird die Bank auf die Vorlage eines Erbscheins bestehen, wenn keine Kontovollmacht für eine lebende Person vorliegt. Zunächst einmal hat der Tod des Erblassers keine Auswirkungen auf den grundsätzlichen Bestand des bei einem Geldinstitut bestehenden Bankkontos.

  1. Vielmehr besteht das Konto zu den zu Lebzeiten des Erblassers geltenden Bedingungen weiter und erlischt nicht.
  2. Allerdings ändert sich im Todesfall der Inhaber des Kontos,
  3. Denn sämtliche Konten gehen im Zuge der erbrechtlichen Gesamtrechtsnachfolge vom Todeszeitpunkt an auf den oder die Erben über.
  4. Die Bank wird durch den Tod ihres Kunden nichts weiter veranlassen, da sie nicht berechtigt ist, Konten zu sperren oder gar aufzulösen.

Das Bankkonto wird lediglich durch den Todesfall zu einem Nachlasskonto, was rechtlich allerdings keinerlei Auswirkungen hat. Die Bank hat jedoch Vollmachten, die zu Lebzeiten des Erblassers an Dritte über seinen Tod hinaus erteilt wurden, zu respektieren.

Überweisungen oder Daueraufträge, die der Erblasser zu seinen Lebzeiten der Bank erteilt hat, werden automatisch vom Nachlasskonto weiter ausgeführt. Handelt es sich um Daueraufträge, so können die Erben diese gegenüber der kontoführenden Bank widerrufen. Bei einer noch vor dem Tod des Erblassers veranlassten Überweisung sieht die Sache etwas anders aus. Die vorgenommene Überweisung ist durch den oder die Erben normalerweise nicht mehr zu verhindern, wenn der Überweisungsauftrag der ausführenden Bank bereits vorliegt. Ist jedoch eine Überweisung auf einen Termin in der Zukunft, der noch nicht verstrichen ist, datiert, so kann der Erbe bis zum Ablauf des Tages vor dem Fälligkeitstag den Auftrag widerrufen. Ähnlich verhält es sich im Lastschrifteinzugsverfahren. Erteilte Lastschrifteinzugsermächtigungen bestehen grundsätzlich nach dem Todesfall weiter fort, Handelt es sich allerdings um ein Vertragsverhältnis zwischen Erblasser und Geschäftspartner, welches automatisch nach dem Tod erlischt (beispielsweise Krankenkassenbeiträge), so wird die Einzugsermächtigung mit dem Todestag hinfällig und die Krankenversicherung darf hiervon keinen Gebrauch mehr machen.

Die Erben sind jedoch berechtigt, erteilte Einzugsermächtigungen zu widerrufen und die zugrunde liegenden Verträge zu kündigen (Telefonverträge, Energieversorgungsverträge etc.). Dies ist wichtig, damit zukünftige Belastungen des Nachlasskontos vermieden werden.

  1. Das Guthaben auf dem Bankkonto gehört ebenso wie alle anderen Vermögensgegenstände in den Nachlass des Erblassers und fällt somit beim Erbfall automatisch dem Erben oder der Erbengemeinschaft zu.
  2. Die Erben bestimmen sich nach der, dem des Erblassers.
  3. Geldvermögen wird häufig auch gerne als ausgesetzt mit der Folge, dass der Vermächtnisnehmer einen Anspruch auf Auszahlung des Geldvermächtnisses gegenüber den Erben hat.

Erbengemeinschaft bedeutet, dass mehrere Erben gemeinsam erben. Innerhalb der Erbengemeinschaft und solange diese besteht, können die Miterben nur gemeinsam, also einstimmig, über das Bankkonto verfügen. Es bleibt ihnen unbenommen, sich zu jeder Zeit über die Aufteilung des Geldvermögens zu einigen und dieses entsprechend auszuzahlen.

  1. Ein einzelner Miterbe hat im Umkehrschluss daher keinen Anspruch auf Auszahlung seines Anteils am Guthaben entsprechend seiner Erbquote gegen den Willen der anderen Miterben.
  2. Möchte er die der Erbengemeinschaft dennoch betreiben, kann dies im Streitfall in der Praxis zu einem langwierigen Unterfangen werden, weshalb eine gütliche Einigung auf jeden Fall vorzuziehen ist.

Eine vom Erblasser zu seinen Lebzeiten erteilte Vollmacht erlischt normalerweise nicht durch dessen Tod. Um auf Nummer Sicher zu gehen, empfiehlt es sich, einen entsprechenden Passus in die Vollmacht aufzunehmen, dass diese auch über den Tod des Vollmachtgebers hinaus wirksam ist.

Der Bevollmächtigte kann dann nach dem Todesfall über das Bankvermögen des Erblassers innerhalb eines bestimmten Rahmens verfügen. Die meisten Kontovollmachtformulare ermächtigen den Bevollmächtigten nur zur Verfügung über das Guthaben auf dem Konto, nicht aber zu dessen Auflösung, Wünscht der Vollmachtgeber, dass der Bevollmächtigte im Todesfall auch zur Kontoauflösung und zur Übertragung des Guthabens auf sich oder Dritte berechtigt sein soll, so ist das herkömmliche Vollmachtsformular hierfür nicht ausreichend.

Vielmehr muss ein diesbezüglicher zusätzlicher Passus darin verankert sein, was wiederum dazu führen kann, dass es sich dann um einen Vertrag zu Gunsten Dritter, nämlich des Bevollmächtigten, handelt mit der Folge, dass das Bankguthaben dann nicht mehr in den Nachlass fällt.

  • Mehr hierzu ganz unten unter „Weitere Fragen und Antworten”.
  • Bei einer Kontovollmacht über den Tod hinaus kann der Erbe jederzeit ohne Angaben von Gründen die Vollmacht jederzeit widerrufen,
  • Im Regelfall muss der Erbe dabei sein Erbrecht durch ein Eröffnungsprotokoll des zuständigen Nachlassgerichts mitsamt aller vorliegenden letztwilligen Verfügungen nachweisen.

Bei einer Erbengemeinschaft kann jeder Miterbe allein den Widerruf durchführen. Aber Achtung: Nach dem Widerruf müssen sämtliche Überweisungen anschließend immer von allen Miterben unterzeichnet werden. Dies bedeutet einen immensen Verwaltungsaufwand und Hemmschuh für eine zügigen Abwicklung des Nachlasses.

  1. Ein solcher Widerruf muss immer gut überdacht sein.
  2. Die Bank ist verpflichtet, unverzüglich nach Kenntnis vom Tod des Kontoinhabers innerhalb einer Monatsfrist eine Kontrollmitteilung an die Erbschaftsteuerstelle des zuständigen Finanzamts zu machen.
  3. Darin muss die Bank dem Finanzamt sowohl die Höhe des Vermögens auf den von ihr verwalteten Konten als auch die Höhe der gegen sie gerichteten Forderungen anzeigen.

Da das Bankguthaben in aller Regel in den Nachlass fällt, unterliegt es auch der Erbschaftsteuer. Für Bankguthaben sieht das deutsche Erbschaftsteuerrecht leider keine Steuervergünstigungen für Privatpersonen vor, wie es bei Immobilien oder Betriebsvermögen der Fall ist.

Allerdings muss nur der Teil eines Nachlasses versteuert werden, der den persönlichen Freibetrag des Erben übersteigt. Dabei stellt das Verschweigen von geerbten Bankkonten gegenüber den Finanzbehörden übrigens keine gute Idee dar, da die Banken im Todesfall dem Finanzamt eine Kontrollmitteilung über das Bankvermögen per Stichtag auf den Todestag übersenden müssen.

Gleiches gilt auch für Verträge zugunsten Dritter im Todesfall, wenn beispielsweise dem Enkel auf diese Art und Weise ein Kontoguthaben zukommen gelassen wird. Es ist ein häufiges Dilemma: Kurz nach dem Tod des Erblassers ist oft die Erbfolge noch nicht bekannt und ein eventuelles Testament ist noch nicht eröffnet, welches man der Bank vorlegen kann.

  1. Trotzdem müssen die Bestattungskosten bezahlt werden.
  2. Die meisten Banken überweisen bei ausreichender Kontodeckung die Bestattungskosten trotzdem gegen Vorlage der entsprechenden Rechnung, da der Erbe in jedem Fall, egal wer es ist, nach dem Gesetz die Beerdigungskosten zu tragen hat.
  3. Während bei einem Einzelkonto nach dem Todesfall des Erblassers selten Probleme auftauchen, sieht dies bei einem Gemeinschaftskonto schon anders aus.

Man unterscheidet bei einem Gemeinschaftskonto zwei Varianten: Entweder das Und-Konto oder das Oder-Konto. Das Und-Konto ist bei einem Erbfall oft mit Problemen behaftet, da bei dieser Form nur beide Kontoinhaber gemeinschaftlich über das Konto verfügen dürfen.

Verstirbt nun ein Kontoinhaber, so kann es passieren, dass beispielsweise die Witwe gemeinsam mit ihren Kindern erbt und sie somit nicht allein über das Konto verfügen darf. Darüber hinaus kann jeder einzelne Miterbe eine Kontotransaktion verhindern. In der Praxis gebräuchlicher, weil unproblematischer im Erbfall, ist das Oder-Konto,

Hierbei kann entweder der eine Kontoinhaber oder der andere über das Guthaben auf dem Bankkonto verfügen. Jeder ist somit Einzelverfügungsberechtigt und kann somit alleine Geld abheben oder Überweisungen tätigen. Im Erbfall kann somit der verbliebene Kontoinhaber problemlos über das Geld auf dem Konto verfügen.

  • Zu beachten ist dabei jedoch, dass dem überlebenden Kontoinhaber damit nicht automatisch das gesamte Geld auf dem Bankkonto zufällt.
  • Vielmehr fällt in aller Regel die Hälfte des Guthabens dem oder den Erben zu.
  • Wenn eine Bank dem Erblasser mittels eines entsprechenden Vertrages zusichert, nach dessen Tod einem Begünstigten das Recht einzuräumen, eine festgelegte Leistung von der Bank einzufordern, dann spricht man von einem Vertrag zu Gunsten Dritter.

In der Praxis könnte sich dies so darstellen, dass beispielsweise ein Enkel nach dem Tod des Erblassers dessen Sparbuch oder eine Leistung aus einer Lebensversicherung erhält. In diesem Fall hat der Enkel einen eigenen Anspruch gegenüber der Bank auf Auszahlung des Sparguthabens oder der Lebensversicherung.

  1. Dieser Anspruch entsteht erst mit dem Tod, so dass der Erblasser im Regelfall zu Lebzeiten sich wieder anders entscheiden kann.
  2. Da der Auszahlungsanspruch nicht in den Nachlass fällt, ist auch kein Erbschein zur Legitimation des Enkels gegenüber der Bank erforderlich.
  3. Dies ist eine gute Methode, um Geldvermögen am Nachlass vorbei auf eine beliebige Person zu übertragen.

Zu beachten ist allerdings, dass hierauf zu zahlen ist. Weiter entstehen dadurch sog. Das Schließfach basiert auf einer Art Mietvertrag des Erblassers. Demnach treten der Alleinerbe bzw. die Miterben für den Erblasser in diesen Vertrag ein. Im Regelfall muss der Erbe sein Erbrecht durch ein Eröffnungsprotokoll des zuständigen Nachlassgerichts mitsamt aller vorliegenden letztwilligen Verfügungen oder einen Erbschein nachweisen.

Zum Öffnen wird zusätzlich der Schließfachschlüssel benötigt. Praxistipp: Nie ein Schließfach nach dem Tod alleine öffnen. Nehmen Sie immer einen unabhängigen Zeugen mit. Liegt eine Vollmacht für das Schließfach über den Tod hinaus vor, kann diese Vollmacht wie bei einem Bankkonto nach denselben Regeln widerrufen werden Achtung: Legen Sie nie Ihr Originaltestament in Ihr Schließfach.

Es gibt sicherlich eine hohe Dunkelziffer von Testamenten, die aus einem Schließfach entwendet werden und verschwinden. Dies ist kein Kavaliersdelikt, sondern der Straftatbestand der Urkundenunterdrückung. Hier ist allerdings der später Nachweis sehr schwierig.

Was zählt alles zum Barvermögen?

Bezeichnung für die sofort verfügbaren flüssigen Mittel eines Unternehmens: Kassenbestand, Bankguthaben und Schecks.

Was ändert sich 2023 bei der Erbschaftsteuer?

Wann ändert sich die Erbschaftssteuer? – Wer eine Immobilie vererbt bekommt, muss im Jahr 2023 mit höheren Erbschafts- und Schenkungssteuern von 30 bis 40 Prozent rechnen. Erben, die sich aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften in einer höheren Steuerklasse befinden, können einen nennenswerten Anstieg ihrer Erbschafts- oder Schenkungssteuer erleben, in einigen Fällen wird der Betrag erheblich erhöht.

Kann man ein Haus steuerfrei Erben?

Sie ist die wichtigste Voraussetzung, um das Familienheim steuerfrei zu vererben : Die Immobilie muss von der Familie im Sinne eines Familienheims selbst genutzt werden. Der Erblasser muss bis zu seinem Tod darin gewohnt haben und auch Sie als Erbe müssen das Haus oder die Wohnung dauerhaft bewohnen.

Wie wird die Erbschaftssteuer für ein Haus berechnet?

Pauschaler Bewertungsabschlag bei vermieteten Immobilien – Wenn Sie eine vermietete Immobilie erben, wird nicht der gesamte Verkehrswert als Berechnungsgrundlage für die Erbschaftssteuer herangezogen. Stattdessen ist gemäß § 13d ErbStG ein pauschaler Bewertungsabschlag in Höhe von 10 Prozent vorgesehen.

Was fällt alles unter die Erbschaftssteuer?

Auf den Punkt –

  • Bei der Erbschaftssteuer zählt das gesamte geerbte Vermögen, zu dem gehören neben Geld unter anderem Aktien, Immobilien, Landbesitz und Firmen.
  • Der Wert von Immobilien, Unternehmen und anderen Zuwendungen wird geschätzt und zum Vermögen hinzugezählt.
  • Nahe Verwandte dürfen Vermögen von mehreren Hunderttausend Euro steuerfrei erben.
  • Hinterbliebene müssen die Erbschaft innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt melden.

Stand: 2023

Was ist besser Testament oder Schenkung?

Wird die Schenkung auf den Pflichtteil angerechnet? – Als Erblasser hat man die Möglichkeit, eine Schenkung zu Lebzeiten auf den Pflichtteil der beschenkten Person anrechnen zu lassen. Für diese anrechnungspflichtigen Zuwendungen gilt die zeitliche Begrenzung – in diesem Fall 10 Jahre – nicht.

Heißt konkret: Alle Zuwendungen, die der Erblasser dem Beschenkten zu Lebzeiten unter der Prämisse der Anrechnung auf den Pflichtteil hat zukommen lassen, werden nach dem Tod des Erblassers vom fälligen Pflichtteil abgezogen, Unter Umständen ist es auf diese Weise möglich, den gesamten Pflichtteil am Erbe schon zu Lebzeiten zu übertragen.

Dazu ist jedoch eine Anrechnungsanordnung zwingend notwendig, die zum Beispiel mit einem Anwalt oder Notar aufgesetzt werden kann. Außerdem muss der Beschenkte selbst entscheiden, ob er unter der Prämisse der Anrechnung auf den Erbteil die Zuwendungen zu Lebzeiten annimmt oder ablehnt ().

Wird die Erbschaftssteuer abgeschafft?

© 1&1 Mail & Media/spot on news Aktualisiert am 06.12.2022, 15:07 Uhr

2023 soll eine Gesetzesänderung bei der Erbschaftsteuer auf Immobilien kommen. Für Erben könnte dies zu deutlich erhöhten Abgaben führen. Was steckt hinter der Neuregelung und lohnt sich eine Schenkung noch im Jahr 2022?

Mehr zum Thema Verbraucher Die Bundesregierung plant eine Gesetzesänderung bei der Erbschaftsteuer auf Immobilien, Kommt das Gesetz, dürften Hauserben deutlich stärker belastet werden. Die wichtigsten Fragen im Überblick:

Hat jeder Erbe einen Freibetrag?

Nicht verheiratet – höhere Erbschafts­steuer – Francoises langjähriger Freund Rainer ist überraschend gestorben. Er hat ein Testament hinterlassen, in dem er seiner Lebensgefährtin 300.000 Euro vermacht. Die beiden waren nicht verheiratet. Deshalb hat Francoise nur einen Freibetrag von 20.000 Euro und ist in Steuerklasse III.

Wann muss Erbe in Steuererklärung angeben?

Hohe Freibeträge für nahe Verwandte – Nachdem das Finanzamt von einer Erbschaft oder Schenkung erfahren hat, prüft es, ob Du eine Erbschafts­steuererklärung abgeben musst. Meist ist das nicht nötig, denn die Freibeträge für nahe Verwandte sind so hoch, dass viele keine Erbschafts­steuer oder Schenkungssteuer zahlen müssen.

  • Ehe- und eingetragene Lebenspartner müssen nur Erbschaften versteuern, die 500.000 Euro übersteigen.
  • Für Kinder liegt der Freibetrag bei 400.000 Euro, und Enkelkinder können immer noch 200.000 Euro steuerfrei erhalten.
  • Die gleichen Freibeträge gelten auch für Schenkungen,
  • Mit einem Unterschied: Diese Freibeträge kannst Du alle zehn Jahre erneut nutzen.

Mit einer langfristigen Planung lässt sich Vermögen so steuergünstig übertragen. Ausführlich kannst Du das in den Ratgebern zur Erbschafts­steuer und zur Schenkungssteuer nachlesen.

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer bei 60000 €?

Erbschaftssteuer – Steuersätze nach Steuerklasse

Wert Erbe Steuerklasse I Steuerklasse II
75.000 Euro 7 % 15 %
300.000 Euro 11 % 20 %
600.000 Euro 15 % 25 %
6.000.000 Euro 19 % 30 %

Wie hoch ist die Erbschaftssteuer bei Großneffen?

Teures Erbe durch Unkenntnis Finanzamt hält die Hand häufig völlig unnötig auf (Bonn) – Ältere, alleinstehende Personen neigen häufig dazu, ihr Vermögen nach dem Tode im Familienkreis zu verteilen, ohne sich vorher näher über die dadurch entstehenden erbschaftsteuerlichen Auswirkungen zu informieren.

Nicht selten kommt es dadurch zu völlig unnötigen Steuerbelastungen der Erben.„Vorsicht”, so Wolfgang Kastner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Erbrechtskunde e.V., „ist immer dann geboten, wenn Personen aus der weitläufigen Verwandtschaft bedacht werden wie z.B. Nichten und Neffen oder gar Großnichten und Großneffen.” Vererbt z.B.

die alleinstehende Großtante ihrer Großnichte = Enkelin der noch lebenden Schwester der Verstorbenen einen Betrag von 80.000 Euro, beansprucht der Fiskus fast ein Viertel der Erbschaft, nämlich 17.204 Euro. Der Grund: Großnichten und Neffen fallen in die ungünstigste Steuerklasse III mit einem Freibetrag von nur 5.200 Euro und einem Steuersatz von mindestens 17 Prozent.Hätte die Großtante hingegen ihre noch lebende Schwester und deren Tochter (= Mutter der Großnichte) jeweils zur Hälfte als Erben eingesetzt, wäre insgesamt nur eine Steuer von 7.128 Euro entstanden, Ersparnis: 10.076 Euro! Der Grund: Geschwister und deren Kinder fallen in die günstigere Steuerklasse II mit einem Freibetrag von jeweils 10.300 Euro, der Steuersatz hätte anstatt 23 Prozent für die Großnichte nur jeweils 12 Prozent je Erbschaftsanteil betragen.

Hätten die beiden Erben dann von sich aus später die Erbschaft an die Großnichte weitergegeben, wären keine weiteren Steuern angefallen, da in diesem Fall jeweils Schenkungen im Rahmen der Freibeträge zwischen „Oma” und Enkelin bzw. Mutter und Tochter erfolgt wären. Es lohnt sich daher, in solchen Fällen vorher steuerlichen Rat einzuholen.Rechts- und Steuertips rund ums Erbe einschließlich Testamentsmustern enthalten die Ratgeber „Sterben macht Erben” und „Sterben und Steuern”, die für je 8,00 Euro zuzüglich je 1,10 Euro Versand über die Deutsche Gesellschaft für Erbrechtskunde e.V., Simrockallee 27, 53173 Bonn, schriftlich zu beziehen sind.

Quelle und Kontaktadresse: Deutsche Gesellschaft für Erbrechtskunde e.V. Simrockallee 27, 53173 Bonn Telefon: 0228/935570, Telefax: 0228/9355799 : Teures Erbe durch Unkenntnis Finanzamt hält die Hand häufig völlig unnötig auf

Wie hoch ist der Freibetrag beim Erben ab 2023?

Wie hoch ist der Steuerfreibetrag 2023? – Der Steuerfreibetrag 2023 liegt aktuell bei 10.908 EURO. Im Jahr 2024 wird dieser angehoben auf 11.604 EUR.

Wie hoch ist die Schenkungssteuer Tabelle?

Steuerfreie Schenkung? Hier die wichtigsten Regeln im Überblick Von der Steuerklasse hängen u.a. bestimmte Steuerbefreiungen, die persönlichen Freibeträge und auch der Steuersatz ab. Nach dem persönlichen Verhältnis des Beschenkten zum Schenkenden werden folgende Steuerklassen unterschieden: Zur Steuerklasse I gehören

der Ehegatte, der eingetragene Lebenspartner, die Kinder und Stiefkinder, die Enkel, die Eltern und Großeltern (beim Erwerb von Todes wegen).

Zur Steuerklasse II gehören

die Eltern und Großeltern (bei der Schenkung), die Geschwister, die Nichten und Neffen, die Stief­eltern, die Schwiegereltern und der geschiedene Ehegatte.

Zur Steuerklasse III gehören

alle anderen Beschenkten.

Hinweis : Bei einer Schenkung spricht man beim Beschenkten verkürzend bzw. verallgemeinernd auch von einem Erwerb, Folgende Steuersätze werden je nach der Höhe des Erwerbs und der Steuerklasse ab 2010 berücksichtigt:

Wert des steuerpflichtigen Erwerbs bis einschließlich Steuerklasse
I II III
75.000 Euro 7 % 15 % 30 %
300.000 Euro 11 % 20 % 30 %
600.000 Euro 15 % 25 % 30 %
6.000.000 Euro 19 % 30 % 30 %
13.000.000 Euro 23 % 35 % 50 %
26.000.000 Euro 27 % 40 % 50 %
über 26.000.000 Euro 30 % 43 % 50 %

Folgende Freibeträge werden bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer gewährt:

Erbe/Beschenkter Höhe des Freibetrags
Ehegatte/eingetragener Lebenspartner 500.000 Euro
Kinder und die Kinder verstorbener Kinder 400.000 Euro
Enkel 200.000 Euro
Urenkel und Eltern (für Letztere aber nur von Todes wegen) 100.000 Euro
Nichten/Neffen, Geschwister, Eltern (bei Schenkungen) 20.000 Euro
Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern 20.000 Euro
geschiedener Ehegatte bzw. eingetragener Lebenspartner 20.000 Euro
übrige Personen 20.000 Euro
beschränkte Steuerpflicht 2.000 Euro

Hinweis : Eingetragene Lebenspartner werden seit 2011 in die Steuerklasse I eingeordnet. Sofern die Steuerbescheide noch nicht bestandskräftig sind, gilt diese Einordnung – und damit ein erhöhter persönlicher Freibetrag – aber auch rückwirkend bis ins Jahr 2001.

  • Diese Freibeträge gelten nur bei unbeschränkter Steuerpflicht.
  • Bei beschränkter Steuerpflicht beträgt der persönliche Freibetrag einheitlich lediglich 2.000 Euro.
  • Beim Erwerb von Todes wegen kann der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner neben dem persönlichen Freibetrag zusätzlich noch einen Versorgungsfreibetrag i.H.v.256.000 Euro abziehen.

Ein geringerer und gestaffelter Versorgungsfreibetrag wird auch Kindern bis zum 27. Lebensjahr gewährt.