Weihnachtsgeld Wie Hoch?

Weihnachtsgeld Wie Hoch
Wer legt die Höhe des Weihnachtsgelds fest? – Arbeitgeber haben bei der Höhe der Zahlung freie Hand. In der Regel werden 60 bis 80 Prozent eines Monatslohns ausgezahlt.

Wie viel Prozent vom Gehalt ist Weihnachtsgeld?

Berechnung des Weihnachtsgeldes – In den meisten Wirtschaftszweigen sehen die geltenden Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor. Die Sonderzahlung wird überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet. Sehr häufig muss eine Betriebszugehörigkeit von 6 Monaten erfüllt sein. In vielen Tarifverträgen werden die Sonderzahlungen nach einer Staffelung gezahlt. Beispiel:

25% vom Monatsverdienst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit 35% vom Monatsverdienst nach 12 Monaten Betriebszugehörigkeit 45% vom Monatsverdienst nach 24 Monaten Betriebszugehörigkeit 55% vom Monatsverdienst nach 36 Monaten Betriebszugehörigkeit

Das Weihnachtsgeld wird in der Regel mit dem Novemberlohn gezahlt. Es fallen also laufender Arbeitslohn und die Sonderzahlung Weihnachtsgeld zusammen. Für das Weihnachtsgeld gibt es sowohl bei der steuerlichen als auch bei der sozialversicherungsrechtlichen Behandlung Besonderheiten zu beachten.

  1. Auszug aus der Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 10.11.2022: Insgesamt erhalten 54 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland Weihnachtsgeld.
  2. Dies ist das Ergebnis einer neuen Auswertung des Internetportals Lohnspiegel.de, das vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird.

Die hier ausgewerteten Daten beruhen auf einer Online-Befragung, an der sich zwischen Anfang November 2021 und Ende Oktober 2022 mehr als 63.000 Beschäftigte beteiligt haben. Weitere Fakten zum Weihnachtsgeld aus der Pressemitteilung:

Die Chance, dieses Jahr ein Weihnachtsgeld zu erhalten, ist bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in tarifgebundenen Betrieben mit 79 Prozent fast doppelt so hoch wie in Betrieben ohne Tarifvertrag, in denen lediglich 42 Prozent der Beschäftigten eine solche Zahlung bekommen. Nach wie vor gibt es bedeutsame Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In Westdeutschland bekommen 56 Prozent, in Ostdeutschland nur 43 Prozent der Befragten Weihnachtsgeld. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Tarifbindung in Ostdeutschland deutlich niedriger ist als im Westen. Unterschiede existieren auch hinsichtlich des Beschäftigtenstatus: Bei Vollzeitbeschäftigten ist der Erhalt von Weihnachtsgeld mit 55 Prozent etwas verbreiteter als bei Teilzeitbeschäftigten, von denen 50 Prozent eine entsprechende Sonderzahlung bekommen. Noch etwas ausgeprägter sind die Unterschiede zwischen Beschäftigten mit einem befristeten oder einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Während lediglich 48 Prozent der Beschäftigten mit Befristung Weihnachtsgeld erhalten, sind es bei den Unbefristeten 54 Prozent. Leichte Unterschiede gibt es auch noch zwischen den Geschlechtern: Demnach bekommen Männer mit 55 Prozent immer noch etwas häufiger Weihnachtsgeld als Frauen, von denen 52 Prozent diese Sonderzahlung erhalten. Nur wenige Branchen haben beim Weihnachtsgeld einen Pauschalbetrag festgelegt. In den meisten Fällen wird das Weihnachtsgeld hingegen als fester Prozentsatz vom Monatsentgelt berechnet. Ein klassisches 13. Monatsentgelt im Sinne einer Sonderzahlung von 100 Prozent eines Monatsentgeltes erhalten die Beschäftigten in der Chemischen Industrie, Teilen der Energiewirtschaft, in der Süßwarenindustrie, bei der Deutschen Bahn AG, im Bankgewerbe sowie in einzelnen westdeutschen Tarifregionen der Textilindustrie und dem privaten Transport- und Verkehrsgewerbe. In der Eisen- und Stahlindustrie werden sogar 110 Prozent eines Monatsentgeltes gezahlt, wobei hier Weihnachts- und Urlaubsgeld zu einer Jahressonderzahlung zusammengelegt wurden. Mit 95 Prozent eines Monatsentgeltes liegt das Weihnachtsgeld in der Druckindustrie und in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie leicht unterhalb eines vollen 13. Monatsentgeltes. Im Versicherungsgewerbe werden beispielsweise 80 Prozent eines Monatsgehalts gezahlt, im Einzelhandel in den westdeutschen Tarifbereichen vorwiegend 62,5 Prozent, in den Tarifgebieten der westdeutschen Metallindustrie überwiegend zwischen 25 und 55 Prozent und im Hotel- und Gaststättengewerbe in Bayern 50 Prozent. Im öffentlichen Dienst (Gemeinden) beträgt die Jahressonderzahlung, die an die Stelle des früher üblichen Weihnachts- und Urlaubsgeldes getreten ist, je nach Vergütungsgruppe zwischen 52 und 85 Prozent des Monatsentgeltes. Unter den großen Wirtschaftszweigen sind Tarifbranchen ohne Weihnachtsgeld oder eine vergleichbare Sonderzahlung die Ausnahme. Nach wie vor kein Weihnachtsgeld gibt es im Gebäudereinigungshandwerk. Das gleiche gilt für das ostdeutsche Bewachungsgewerbe, während in einigen westdeutschen Regionen das Weihnachtsgeld erst ab einer bestimmten Anzahl von Berufsjahren gezahlt wird. Als teilweiser Ausgleich für das fehlende Weihnachtsgeld wurde im Gebäudereinigungshandwerk für die Jahre 2021 bis 2023 erstmals ein so genannter “Weihnachtsbonus” vereinbart. Hierbei können die Beschäftigten zwischen einem Zuschlag von 150 Prozent auf den Stundenlohn für ihre am 24.12. oder am 31.12. geleistete Arbeit oder einer bezahlten Freistellung am 24.12. oder am 31.12. wählen.

Statistisches Bundesamt – Daten zum Weihnachtsgeld Auszug aus der Pressemitteilung Nr.504 vom 1. November 2021: 87,2 % der Tarifbeschäftigten in Deutschland erhalten im Jahr 2021 Weihnachtsgeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Anteil der Tarifbeschäftigten mit Weihnachtsgeldanspruch in Ostdeutschland mit 88,0 % etwas höher als in Westdeutschland mit 87,0 %.

Wie hoch ist das 13 Gehalt?

Bei Eintritt und Kündigung – Für ein unvollständiges Arbeitsjahr besteht ein anteilsmässiger Anspruch (pro rata). Hier wird auch zuerst der Jahreslohn ausgerechnet und dieser dann durch 12 Monate geteilt. Wenn der Arbeitnehmer also z.B. per 01.08.2020 bei der Firma gestartet hat und er einen Monatslohn von CHF 6000.- hat, dann ergibt sich hier ein Jahreslohn wie folgt: 6000 x 5 = 30’000.- Der 13.

Was bedeutet 100% Weihnachtsgeld?

Weihnachtsgeld – die Definition – Das Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung, die zusätzlich zum Arbeitsentgelt ausgezahlt wird. In der Regel erfolgt die Auszahlung mit dem November-Entgelt oder in zwei Teilen im November und Dezember. Wie hoch diese Sonderzahlung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

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Wie berechnet man Weihnachtsgeld netto?

Weihnachtsgeld Rechner – Weihnachtsremuneration 2023 Der 14. Bezug steht für das Weihnachtsgeld / Weihnachtsremuneration. Sie können das Weihnachtsgeld hier ganz einfach berechnen : Einfach das Gehalt pro Monat oder Jahr eintragen und auf „Berechnen” drücken.

Monat 13. Bezug 14. Bezug Jahr
Sozial­versicherung -,- -,- -,- -,-
Lohnsteuer -,- -,- -,- -,-
Netto -,- -,- -,- -,-
Brutto -,- -,- -,- -,-

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Monat 13. Bezug 14. Bezug Jahr Sozial­versicherung -,- -,- -,- -,- Familienlasten­ausgleichsfonds -,- -,- -,- -,- Zuschlag Dienstgeberbeitrag -,- -,- -,- -,- Kommunalsteuer -,- -,- -,- -,- Betriebliche Vorsorgekasse -,- -,- -,- -,- Summe -,- -,- -,- -,-

table>

Monat 13. Bezug 14. Bezug Jahr Summe -,- -,- -,- -,-

Liegt das Monatsbrutto bei 2.000 €, so erhält man im November ein Monatsgehalt von 1.482,54 €, Das Weihnachtsgeld liegt dann bei zusätzlichen 1.557,14 €, So erhält man in Summe nach Abzug aller Abgaben wie und Sozialversicherung 3.039,68 € netto (=Monatsgehalt + Weihnachtsremuneration).

  • Das für 2.000 € brutto liegt übrigens bei 1.595,34 €,
  • Bei einem höheren monatlichen Bruttoeinkommen von 2.500 € erhält man pro Monat netto 1.748,65 € auf das Konto.
  • Ende November kommen zum Novembergehalt nochmal steuerbegünstigt 1.947,68 € Weihnachtsgeld dazu.
  • Dies ergibt in Summe 3.696,33 €,
  • Das Urlaubsgeld für diesen Bezug liegt übrigens bei 1.984,88 €,

Österreich ist eine Ausnahme! In Deutschland gibt es diese Steuerbegünstigung für Arbeitnehmer nicht. Generell gelten das 13. und das 14. Gehalt nur für Angestellte. Unternehmer bzw. Selbständige haben keinen Anspruch darauf. Man bekommt das Weihnachtsgeld üblicherweise gemeinsam mit dem Gehalt im November überwiesen.

Ist das Weihnachtsgeld steuerfrei?

Wie viel vom Weihnachtsgeld bleibt für Geschenke übrig? 10.11.2022, 06:42 Uhr – Auch Weihnachtsgeld ist voll steuerpflichtig. Und durch eine Besonderheit bei der Berechnung der Lohnsteuer für Sonderzahlungen bleibt sogar weniger vom Weihnachtsgeld übrig als erwartet.

Wie lange muss ich arbeiten um Weihnachtsgeld zu bekommen?

Ab wann bekommt man Weihnachtsgeld? – Wann zahlen Unternehmen Weihnachtsgeld? Dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung. Beim Weihnachtsgeld wird die Auszahlung meistens auf Ende November datiert. Arbeitnehmer, die die jährliche Sonderzahlung erhalten, bekommen diese dann zusammen mit dem Monatslohn von November ausgezahlt, sodass es beispielsweise für Weihnachtseinkäufe genutzt werden kann.

Tarifvertrag Betriebsvereinbarung Arbeitsvertrag wiederholte freiwillige Leistung des Arbeitgebers

Zahlt der Arbeitgeber über einen mindestens drei Jahre andauernden Zeitraum regelmäßig ein Weihnachtsgeld ohne den Vorbehalt der Freiwilligkeit aus, ist für den Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch entstanden. Dieser ist als ungeschriebener Bestandteil des Arbeitsvertrags anzusehen.

Haben alle Mitarbeiter Anspruch auf Weihnachtsgeld?

Gibt es einen gesetzlichen Anspruch der Arbeitnehmer auf Weihnachtsgeld und Co.? – Nein, es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf derartige Leistungen des Arbeitgebers.

Warum zahlt man auf Weihnachtsgeld mehr Steuern?

Da die Sonderzahlung gemeinsam mit deinem Monatsgehalt überwiesen wird, erhöht sich dein Steuersatz. Du musst also mit höheren Abzügen bei der Lohnsteuer, dem Solidaritätszuschlag sowie ggf. der Kirchensteuer rechnen.

Ist Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld gleich?

Hat man einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld? – Ein gesetzlicher Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld existiert in Deutschland nicht. Beim Urlaubsgeld handelt es sich, genau wie beim Weihnachtsgeld, um eine freiwillige Zusatzzahlung des Arbeitgebers, welche in der Regel im Arbeitsvertrag, in einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung geregelt wird.

Wie hoch ist das Weihnachtsgeld bei Rewe?

Faire Bezahlung – In der Regel nach Tarif mit möglichen Zusatzleistungen. In der Regel wirst du bei uns nach Tarif bezahlt. Dazu gibt es häufig:

Sonderzahlungen wie bspw. Weihnachtsgeld 10% Einkaufsrabatt bei REWE und PENNY (5% Mitarbeiterrabatt und zusätzliche 5% Inflationsausgleich) Weitere Rabatte anderer REWE Group Unternehmen wie bspw. Toom und DER Touristik

Was bleibt bei 850 Euro Brutto?

850 € brutto sind 721 € netto Bitte Eingabe bei Sachbezug kontrollieren!

Wird das Weihnachtsgeld vom Brutto oder netto berechnet?

Weihnachtsgeld: Fakten & Tipps für Selbstständige Wie beim Urlaubsgeld handelt es sich auch beim Weihnachtsgeld um eine Gratifikation, also eine der Arbeitgeber. Sie wird aus einem bestimmten Anlass und zusätzlich zum regulären Monatsgehalt oder -lohn gezahlt. Beispiele für Gratifikationen sind auch:

das,die Extrazahlung anlässlich eines Dienstjubiläums.

Das 13. (und 14.) Monatsgehalt wird ebenfalls oft Weihnachtsgeld genannt. Es ist allerdings ausschließlich Entgelt für erbrachte Arbeitsleistung, zusätzlich wird es meist als Teil des vereinbarten Jahresentgelts gezahlt. Meistens überweisen Unternehmer die Sonderzahlung zusammen mit dem Gehalt im November.

So profitieren die Arbeitnehmer am besten davon und können sich und ihrer Familie Wünsche leichter erfüllen. Die Sonderzahlung gehört zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, Da es nicht laufend gezahlt wird, ist das Weihnachtsgeld als „ sonstiger Bezug ” zu versteuern, Es ist also nicht steuerfrei, weshalb das Verhältnis vom Brutto- zum Netto-Gehalt individuell von den Abzügen abhängig ist.

In der ist Weihnachtsgeld als „” zu behandeln, deshalb wird es dem ganzen Jahr zugerechnet und bis zur Erreichung der Beitragsbemessungsgrenzen sozialversicherungspflichtig versteuert. Dieses Regelwerk gilt für jeden im Angestelltenverhältnis, also auch beim Weihnachtsgeld als,

  • Vorsicht : Bei geringfügig Beschäftigten in einem kann die Zahlung des Weihnachtsgeldes zum Überschreiten der erlaubten Verdienstgrenze führen.
  • Professionelle Lohnprogramme machen Ihnen das Abrechnen von Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld einfach.
  • Haben Sie die nötigen Daten einmal eingegeben, ist die mit wenigen Klicks erstellt.

Geht es um Weihnachtsgeld und dessen Auswirkungen auf die Lohnsteuer, dann können Sie sich mit einem Steuer-Rechner ganz leicht einen Überblick verschaffen. Mit dem Rechner prüfen Sie, wie hoch die Abzüge für Lohnsteuer und Sozialversicherung sind – auch für Minijobs und Midijobs.

einem Tarifvertrageiner Betriebsvereinbarungdem betrieblicher Übungdem Gleichbehandlungsgrundsatz

Gerade in Kleinunternehmen beruht die Zahlung häufig auf einer freiwilligen Zusage, Das hat den Vorteil, dass die Zahlung beispielsweise je nach Geschäftslage erhöht, verringert oder ausgesetzt werden kann. Gilt für Ihr Kleinunternehmen ein Tarifvertrag, können Sie dadurch verpflichtet sein, Ihren Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld zu zahlen, was auch für Auszubildende gilt.

wann und in welcher Höhe es zu zahlen istob bei unterjährigem Ausscheiden ein Teilanspruch bestehtob der Anspruch bei unbezahlten Fehlzeiten gekürzt werden darf

Auch eine Betriebsvereinbarung kann das Recht auf Weihnachtsgeld und seine Zahlungsmodalitäten festschreiben. Möchten Sie offenlassen, ob und wie viel Weihnachtsgeld Sie zahlen, ist die Regelung im Arbeitsvertrag nicht zu empfehlen, Die Gefahr, unbeabsichtigt einen ständigen Anspruch zu schaffen, ist groß.

Die früher geläufige Formulierung „das Weihnachtsgeld ist eine freiwillige, stets widerrufliche Leistung” ist widersprüchlich und darum unwirksam,Ein sogenannter Freiwilligkeitsvorbehalt muss klar und eindeutig formuliert sein. Die Bezeichnung „freiwillig” reicht nicht,Ein „ Widerrufsvorbehalt ” muss genau regeln, in welchen Fällen die Zusage zurückgenommen werden darf, z.B. bei Umsatzrückgang um x Prozent.

Sie dürfen das Weihnachtsgeld aufgrund einer freiwilligen Zusage zahlen. Somit können Sie auch jedes Jahr je nach Geschäftslage erneut entscheiden, ob Sie Weihnachtsgeld zahlen und wenn ja, in welcher Höhe. Die freiwillige Zusage erfolgt am besten durch ein persönliches Schreiben an alle Mitarbeiter,

Wichtig ist, dass es bei jeder Zahlung einen sogenannten Freiwilligkeitsvorbehalt enthält. Nur so können Sie eine „betriebliche Übung” ausschließen und das Weihnachtsgeld ohne Bedenken streichen. Dieser könnte wie folgt aussehen: „Die Zahlung des Weihnachtsgeldes erfolgt in jedem Fall freiwillig und auch bei Wiederholung ohne Begründung eines Rechtsanspruchs für die Zukunft”.

Eine sogenannte betriebliche Übung kann entstehen, wenn Sie mindestens drei aufeinanderfolgende Jahre vorbehaltlos eine Sonderzahlung leisten. Betriebliche Übung heißt, dass Arbeitnehmer davon ausgehen dürfen, dass sie die Weihnachtsgratifikation jetzt immer bekommen.

  • Das gilt auch, wenn die Zahlung jedes Jahr in unterschiedlicher Höhe erfolgt (BAG, Urteil vom 13.5.2015).
  • Das Problem hierbei ist jedoch, dass eine einmal entstandene betriebliche Übung kaum mehr rückgängig zu machen ist.
  • Sie verhindern, dass ein Gewohnheitsrecht für das Weihnachtsgeld entsteht, indem Sie die freiwillige Zusage jedes Mal mit einem Freiwilligkeitsvorbehalt versehen.

Besonders zu Zeiten von Corona arbeiten so viele Arbeitnehmer in Kurzarbeit wie selten zuvor. Bestand bereits vorher ein Anspruch auf Weihnachtsgeld, ist dieser auch unabhängig vom Kurzarbeitergeld ungekürzt gültig. In diesem Beispiel ist die Entscheidung, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage kein Weihnachtsgeld zu zahlen, rechtswidrig – denn die Mitarbeiter befinden sich bereits in Kurzarbeit.

Weihnachtsgeld auf der Abrechnung wirkt sich als nicht auf die Höhe des Kurzarbeitergeldes aus. Nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz dürfen Arbeitgeber Einzelne oder Gruppen von Arbeitnehmer nicht schlechter behandeln als andere, auch nicht beim Weihnachtsgeld. Das heißt, wenn Weihnachtsgeld gezahlt wird, dann ist es ebenfalls an Personen in Teilzeit, geringfügig Beschäftigte, Werkstudenten und Azubis zu zahlen.

Unterschiede sind nur legitim, wenn ein sogenannter sachlicher Grund besteht, Erlaubt ist daher:

geringere Zahlungen entsprechend der kürzeren Arbeitszeit zu leisten. Das gilt auch für Weihnachtsgeld in Altersteilzeit oder bei Krankheit.eine Auszahlung des Weihnachtsgelds nicht in der Probezeit, sondern erst nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit durchzuführen.Jedoch gibt es keine Regelung, das Weihnachtsgeld anteilig bei einer Neueinstellung zu leisten.

Nach dem Bundesarbeitsgericht ist es zum Beispiel nicht zulässig, Weihnachtsgeld nur den Arbeitnehmern zu zahlen, die im Rahmen einer Sanierung zu Entgelteinbußen bereit waren. Können Arbeitnehmer auch Weihnachtsgeld beanspruchen, wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt ist? Dies hängt von der Art des Weihnachtsgeldes ab.

als ein reiner Entgeltcharakter, z.B. bei Aufteilung des Jahresentgelts in 13 Monatsgehälter

Hierbei ist nach einer Kündigung kein Anspruch auf Weihnachtsgeld möglich

als Belohnung der Betriebstreue als Vergütung für geleistete Arbeit und für Betriebstreue (Mischcharakter – in der Praxis am häufigsten)

In diesen Fällen darf das Weihnachtsgeld nicht gekürzt werden

Ob die Sonderzahlung des Weihnachtsgelds in Elternzeit oder bei unbezahlter Arbeitsunfähigkeit, also trotz Krankengeld, gekürzt werden darf, hängt ebenfalls von der Zielsetzung der Zahlung ab:

Soll nur die Betriebstreue belohnt werden, darf nicht gekürzt werden. Denn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin ist trotz Abwesenheit betriebstreu. Bei reinem Entgeltcharakter, z.B. einem 13. Monatsgehalt, ist die Kürzung erlaubt,Auch bei einem Mischcharakter ist die Kürzung zulässig, Bei einer Zusage im Arbeitsvertrag aber nur, wenn die Kürzung ausdrücklich vorgesehen ist.

Für Fehlzeiten wegen (Beschäftigungsverbot) darf das Weihnachtsgeld jedoch nicht gekürzt werden. Das wäre laut Europäischem Gerichtshof (EuGH) diskriminierend. Nur wenn die Zahlung die Betriebstreue belohnt, darf sie davon abhängig sein, dass das Arbeitsverhältnis an einem bestimmten Stichtag ungekündigt ist.

  • Beim Weihnachtsgeld gilt dies auch bei einem Aufhebungsvertrag.
  • Jedoch gibt es eine Ausnahme: In Tarifverträgen darf bei einer Sonderzahlung mit Mischcharakter der Anspruch von einem Bestehen des Arbeitsverhältnisses an einem Stichtag im Folgejahr abhängig gemacht werden (BAG, Urteil vom 27.6.2018).
  • Nach einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes erhielten im Jahr 2018 87 Prozent der Tarifbeschäftigten ein Weihnachtsgeld,

Dabei wurden alle für November und Dezember vorgesehenen Sonderzahlungen berücksichtigt. Wie viel Weihnachtsgeld üblich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Tarifverträge sahen eine pauschale Zahlung vor, andere einen bestimmten Prozentsatz des Monatsentgelts.

bei Wach- und Sicherheitsdiensten liegt das Weihnachtsgeld ím Durchschnitt bei 501 Euro brutto bzw. bei 18,4 Prozent des Bruttoverdienstes.im Einzelhandel bewegt sich das Weihnachtsgeld durchschnittlich bei 1779 Euro brutto bzw.64,3 Prozent des Bruttoverdienstes.im Hoch- und Tiefbau hingegen erhalten die Arbeitnehmer durchschnittlich 2013 Euro brutto bzw.54,1 Prozent des Bruttoverdienstes.

: Weihnachtsgeld: Fakten & Tipps für Selbstständige

Wie wird das 13 und 14 Gehalt berechnet?

2, Höhe des Anspruchs – Die Höhe der Weihnachtsremuneration, Urlaubszuschuss beträgt a) bei Angestellten 1 Monatsgehalt, b) bei Lehrlingen 1 monatliche Lehrlingsentschädigung. Hinsichtlich der Berechnung des Anspruches (Monatsgehaltes) gilt folgendes: Der Begriff “Gehalt” ist enger als der Begriff “Entgeltes” oder des “Bezuges”.

Als Gehalt werden nur die wesentlich regelmäßigen Bezüge des Angestellten verstanden (OGH Arb 7822), also nur die von vornherein für bestimmte Zeiträume bemessenen Geldbezüge ohne sonstige ordentliche oder außerordentliche oder unregelmäßige Leistungen (OGH Arb 9662). Aus § 14 Abs.1 KV ergibt sich, dass unter „Gehalt” i.S.

des KV nur der Gehalt ohne Zulagen zu verstehen ist, weil in § 14 eine eindeutige Trennung zwischen Gehalt und allfälligen Zulagen vorgenommen wird. In § 13 Absatz 2 IT-KV wird nun seit 1.1.2010 eindeutig klargestellt, welche Entgeltbestandteile unter den Begriff des „Monatsgehalts” fallen, in dem eine beispielhafte Aufzählung jener Bezüge erfolgt, die jedenfalls nicht bei der Berechnung des 13.

allfällige Zulagen wie beispielsweise die Zulage für die Übernahme einer bestimmten Funktion oder eines Verantwortungsbereichs (regelmäßig oder unregelmäßig geleistete) Überstunden, (echte oder unechte) Überstundenpauschalen und sonstige variable Gehaltsbestandteile wie insbesondere Prämien oder Boni.

Überstunden sind bei der Berechnung des Gehaltes nicht zu berücksichtigen (Arb 8263). Selbst ständig geleistete Überstunden sind in den Gehalt nicht einzubeziehen. Im Übrigen ist die Berücksichtigung von Überstunden kraft der ausdrücklichen Bestimmung des § 5 Abschn.

III Abs.4 ausgeschlossen! Dasselbe gilt für ein echtes Überstundenpauschale und ein nur aus Steuergründen gewährtes, sogenanntes “unechtes” Überstundenpauschale, Die Bestimmung des § 13 Abs 2 IT-KV stellt lediglich klar, wie in den Fällen des 13. und 14. Monatsgehalt die Berechnung vorzunehmen ist. In Anlehnung an die Bestimmung im § 13 Abs 1 zum Fixum bei Provisionsbeziehern sollte jedenfalls das 13.

und 14. Monatsgehalt dem Mindestgehalt entsprechen, auch falls nach den Abzügen nach § 13 Abs 2 ein niedrigeres Monatsgehalt errechnet werden würde. Mehrstunden bei Teilzeitbeschäftigten (das sind Stunden bis zur wöchentlichen Normalarbeitszeit der Vollbeschäftigung) sind in die Bemessungsgrundlage für die Sonderzahlungen einzubeziehen.

Siehe auch § 17 Abs.2 und 3 KV. Bei Provisionsbeziehern, die außer der Provision ein Mindestgehalt (Fixum) beziehen, ist das Fixum, nicht jedoch die Provision der Berechnung des 13. und 14. Monatsgehaltes zugrunde zu legen. Wurde mit einem Provisionsbezieher kein Fixum, sondern nur eine Provision vereinbart, ist am Ende des Kalenderjahres zu prüfen, ob der Jahresbezug des Angestellten dem 14-fachen des ihm gebührenden kollektivvertraglichen Mindestgehaltes entspricht.

Ist dies nicht der Fall, so ist der Differenzbetrag am Ende des Jahres nachzuzahlen. Beispiel : Der langjährige Vertriebsleiter eines Softwarehauses wird im Jahr 2007 auf der Basis seiner Verkaufserfolge entlohnt. Er bezieht ein Fixum von € 3.270,- plus einer erfolgsabhängigen Provision.

  1. Sein Monatsgehalt beträgt im Jahresdurchschnitt ca.
  2. € 4.720,- 12x im Jahr.
  3. Er hat somit aufgrund der obigen Bestimmungen ein Anrecht auf eine Weihnachtsremuneration im Ausmaß des Fixums von € 3.270,-.
  4. Beispiel : Ein Dienstnehmer, der seit 10 Jahren als Accountmanager in einem Softwarehaus beschäftigt ist, wird 2007 ausschließlich erfolgsabhängig honoriert.

Er hat somit kein Fixum, sondern eine Provision, die sich an seinen Verkaufsabschlüssen bemisst. Sein Jahresbezug betrug über den gewichteten Durchschnitt im Jahr € 34.150,-. Da dies weniger ist als der ihm an sich zustehende jährliche Mindestgrundgehalt von € 42.910,- (€ 3.065,- x 14), hat er Anspruch auf Zahlung des Differenzbetrages von € 8.760,-(42.910,- minus 34.150,-).

  1. § 17 Abs.2 regelt, welches Gehalt der Berechnung des 13. und 14.
  2. Zugrunde zu legen ist.
  3. Der Berechnung des 13.
  4. Gehaltes (Weihnachtsremuneration) ist das im November gebührende Monatsgehalt, der Berechnung des 14.
  5. Gehaltes (Urlaubszuschuss) ist das im Monat der Auszahlung gebührende Monatsgehalt zugrunde zu legen.

Eine Sonderregelung gilt hinsichtlich der Angestellten, die während des Kalenderjahres ihre Lehrzeit vollendet haben: Der 13. und 14. Monatsgehalt setzt sich hier aus dem aliquoten Teil der letzten monatlichen Lehrlingsentschädigung und aus dem aliquoten Teil des Angestelltengehaltes zusammen (unabhängig vom tatsächlichen Urlaubsantritt).

Damit soll die sogenannte Urlaubsarithmetik vermieden werden, d.h. die Inanspruchnahme bzw. Gewährung des Urlaubes (und damit des Urlaubszuschusses) zu einem für die Anspruchshöhe extrem günstigen Zeitpunkt. Beispiel : Lehrzeit Jänner bis Mai; auch wenn der Urlaub erst im August in Anspruch genommen wird, gebührt der Urlaubszuschuss (und Weihnachtsremuneration) auf Basis 5/12 Lehrlingsentschädigung und 7/12 Gehalt.

Teilzeitbeschäftigte Angestellte, die dem Kollektivvertrag unterliegen (siehe Ausführungen zu § 2), haben Anspruch auf UZ und WR, Die Berechnung des kollektivvertraglichen Mindestgehaltes erfolgt nach den Bestimmungen des § 17 KV. Die für das Jahr 2010 bestehende Regelung zur 10%igen Erhöhung des 13.