Wie Hoch Ist Der Pflichtteil Bei 3 Kindern?

Wie Hoch Ist Der Pflichtteil Bei 3 Kindern
Wie hoch ist der Pflichtteil bei 3 Kindern? –

Mit einem Ehepartner als Alleinerbe und 3 enterbten Kinder: Die 3 Kinder haben aufgrund des Erbrechts eine Erbquote von je 1/6 sowie eine Pflichtteilsquote von 1/12. Bei einem Nachlass von 100.000 Euro kann jedes enterbte Kind 8.333 Euro verlangen. Ohne lebenden Ehepartner und 3 enterbte Kinder: Die 3 Kinder haben jeweils eine Erbquote von 1/3 und eine Pflichtteilsquote von 1/6. Bei einem Nachlass von 100.000 Euro kann jedes enterbte Kind 16.666 Euro verlangen.

Wie hoch ist der Pflichtteil für leibliche Kinder?

Der gesetzliche Pflichtteilsanspruch von Kindern Wer seinen Nachlass plant, kommt nicht umhin, sich mit dem Thema Pflichtteil für Kinder auseinanderzusetzen. Doch was ist der Pflichtteil für Kinder genau? Und wie kann man den Pflichtteil berechnen? Informieren Sie sich hier über alles Wichtige zum Thema Pflichtteil für Kinder.

Der Pflichtteil ist ein Teil des Erbes, der den nächsten Angehörigen (trotz Enterbung) mindestens in Form eines Geldanspruchs zusteht. Die Höhe des Pflichtteils von Kindern beträgt immer die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Adoptierte Kinder sind leiblichen Kindern gleichgestellt, Stiefkinder haben keinen Pflichtteilsanspruch. Pflichtteilsansprüche verjähren in einer Frist von drei Jahren. Unter besonderen Umständen darf pflichtteilsberechtigten Kindern der Pflichtteil entzogen werden. Bestimmte Schenkungen (z.B. innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall) können einen Pflichtteilsergänzungsanspruch zur Folge haben.

Anspruch auf einen Pflichtteil hat nur ein sehr kleiner Personenkreis: Die direkten Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel und Urenkel) haben einen Pflichtteilsanspruch. Allerdings erhalten die Enkelkinder nur dann einen Pflichtteil, wenn das Elternteil, das direkt vom Erblasser abstammt, bereits vorverstorben ist.

Ebenso verhält es sich bei den Pflichtteilsansprüchen der Urenkel, Adoptivkinder sind leiblichen Kindern gleichgestellt. Stiefkinder haben keinen Pflichtteilsanspruch. Der Ehepartner sowie die Eltern des Verstorbenen haben einen Pflichtteilsanspruch. Der Pflichtteilsanspruch der Eltern entfällt allerdings, wenn der Erblasser Abkömmlinge hinterlassen hat.

Geschwister des Verstorbenen haben keinen Pflichtteilsanspruch. Nach § 2306 BGB kann ein Kind, das in einem Testament oder Erbvertrag bedacht wurde, nach einer Ausschlagung der Erbschaft einen Pflichtteilsanspruch geltend machen. Empfehlenswert kann die Ausschlagung der Erbschaft und die Geltendmachung des Pflichtteils für ein Kind dann sein, wenn es mit dem Testament oder Erbvertrag einhergehende Beschränkungen oder Belastungen (wie z.B.

Der Pflichtteil für Kinder beträgt grundsätzlich die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, also des Teiles vom Erbe, das dem Kind zustehen würde, wenn der Erblasser keine Verfügung des Todes wegen errichtet hätte und deswegen nach der gesetzlichen Erbfolge beerbt worden wäre.Wie hoch der Pflichtteil für Kinder im Einzelnen ausfällt, ist somit von seiner gesetzlichen Erbquote abhängig.

Ein unverheirateter Erblasser hinterlässt ein Kind, dessen gesetzliche Erbquote bei 100 % liegt. Demzufolge hat das Kind einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von 50 % des Nachlasses. Bei z wei Kindern und einem unverheirateten Erblasser, erhält jedes Kind einen Pflichtteil von 25 %, da die gesetzliche Erbquote für jedes Kind bei 50 % des Nachlasses liegt.

Pflichtteilsansprüche bestehen nicht unbegrenzt, sondern verjähren nach § 195 BGB nach drei Jahren, Die Frist beginnt allerdings erst am Ende des Jahres zu laufen, in dem der Pflichtteilsberechtigte Kenntnis über den Todesfall des Erblassers erhalten hat. Grundsätzlich besteht ein Pflichtteilsanspruch erst dann, wenn der Erbfall eingetreten ist.

Sind jedoch sowohl der Erblasser als auch der Pflichtteilsberechtigte einverstanden, kann gegen die Auszahlung eines Abfindungsbetrages zu Lebzeiten ein sogenannter Pflichtteilsverzicht vereinbart werden. In diesem Fall erhält das pflichtteilsberechtigte Kind eine Auszahlung in Höhe des Pflichtteils zu Lebzeiten des Erblassers, verzichtet aber dafür auf den Pflichtteil im Erbfall.

Hat der Erblasser bis zu zehn Jahre vor seinem Tod Schenkungen an Dritte vorgenommen und das Vermögen auf diese Weise gemindert, so haben pflichtteilsberechtigte Kinder im Erbfall den Anspruch auf einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch, Die Höhe des Pflichtteilsergänzungsanspruch orientiert sich am Wert der Schenkung, die pro Jahr 10 % an Wert verliert.

Ist die Schenkung also im Jahr vor dem Erbfall erfolgt, so wird sie zu 100 % beim Pflichtteilsergänzungsanspruch berücksichtigt. Liegt die Schenkung 10 Jahre zurück, wird sie nur noch zu 10 % berücksichtigt.

Wie viel Prozent ist der pflichtanteil?

Pflichtteil berechnen – Der Pflichtteil vom Erbe berechnet sich nach den §§ 1924 bis 1936 BGB. Er beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs, Auch enterbte Ehegatten, Kinder und andere Erbberechtigte haben als Pflichtteilsberechtigte also Anspruch auf 50 Prozent ihres gesetzlichen Erbteils.

Wie hoch ist der Pflichtteil Beispiel?

Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern – Herr Groß hinterlässt 3 Kinder und eine Ehefrau und enterbt alle. Das Ehepaar lebte im Güterstand der Gütergemeinschaft und Herr Groß hinterlässt ein Vermögen von 150.000 €. Eine Berechnung des Pflichtteils bei 3 Kindern:

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Der gesetzliche Erbteil von Frau Groß beträgt 1/4 und ihr Pflichtteil 1/8. Ihr stehen 18.750 € zu.Der gesetzliche Erbteil der Kinder ist jeweils ¼ und der Pflichtteil pro Kind beträgt 1/8, sodass auch jedes Kind einen Anspruch auf 18.750 € hat.

Wer muss den Pflichtteil berechnen?

5. Pflichtteil berechnen – Pflichtteilsrechner – Um sich einen Überblick über den Umfang des Nachlasses zu verschaffen und Ihren Pflichtteil berechnen zu können, sollten Sie nach § 2314 BGB zunächst Auskunft bei den Erben verlangen. Den Anspruch auf Auskunft können Sie bei Nicht-Kooperation des Erben gerichtlich durchsetzen.

  • Die Erben müssen Ihnen für die Pflichtteil-Berechnung alle Aktiva, Passiva, Verträge und Schenkungen des Erblassers offenlegen.
  • Wollen Sie sich über die Richtigkeit der Angaben absichern, können Sie die Ausstellung des Nachlassverzeichnisses durch einen Notar verlangen.
  • Haben Sie Zweifel an den Wertangaben des Erben, können Sie einzelne Gegenstände des Nachlasses von einem Gutachter schätzen und danach den Pflichtteil berechnen lassen.

Wenn die genaue Erbmasse bestimmt wurde, können Sie Ihren Pflichtteil berechnen – dabei hilft Ihnen unser Pflichtteilsrechner:

Wie hoch ist der Pflichtteil bei 25000 Euro?

Berechnung des Pflichtteils bei 2 Kindern Der gesetzliche Erbteil der Ehefrau beträgt 1/3, sodass ihr Pflichtteil 1/6 ist. Ihr stehen 25.000 € zu. Der gesetzliche Erbteil der beiden Kinder beträgt jeweils 1/3, der Pflichtteil ist 1/6. Demnach stehen auch jedem Kind 25.000 € zu.

Wie viel Erben Kinder wenn ein Elternteil stirbt?

Steht den Kindern schon beim Tod eines Elternteils ein Teil des Erbes zu? Sehr geehrte Mandantin, grundsätzlich kommt ein Pflichtteilsanspruch nur dann in Betracht, wenn der Berechtigte nicht oder nicht wenigstens in Höhe seiner Pflichtteilsquote Erbe oder Vermächtnisnehmer wird.

Der Ausschluss von der Erbfolge kann durch Verfügung von Todes wegen erfolgen, indem der Pflichtteilsberechtigte ausdrücklich enterbt oder der gesamte Nachlass anderen Personen zugewendet wird. Beim sogenannten Berliner Testament – um ein solches könnte es sich nach Ihren Angaben hier handeln -, welches eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testaments ist, setzen sich die Ehegatten als Alleinerben ein und bestimmen gleichzeitig, dass nach dem Tod des Längstlebenden der beiderseitige Nachlass an einen Dritten (meistens die Kinder) als Schlusserben fallen soll.

Dabei gilt grundsätzlich die volle Verfügungsfreiheit des Längstlebenden über das Erbe. Diese Schlusserbeneinsetzung in einem gemeinschaftlichen Testament stellt beim Tod des erstversterbenden Elternteils für den bzw. die Abkömmlinge eine Enterbung nach diesem Elternteil dar und es entsteht somit ein Pflichtteilsanspruch.

Pflichtteilsberechtigt sind immer die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel- und Urenkelkinder), der Ehegatte sowie die Eltern des Erblassers und mit Wirkung zum 01.08.2001 auch der überlebende Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Nicht anspruchsberechtigt sind hingegen die Geschwister des Erblassers sowie weiter entfernt Verwandte.

Um nun die Höhe des Pflichtteils herauszufinden, sind zunächst die gesetzlichen Erben der Anzahl nach zu bestimmen. In Ihrem Falle wären also die Ehefrau und die beiden Kinder gesetzliche Erben. Ohne das Testament hat die Ehefrau Anspruch auf 1/2 des väterlichen Vermögens und die Kinder jeweils auf 1/4.

Der Pflichtteil beträgt gem. § 2303 BGB jedoch lediglich die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, d.h. Ihnen stünde 1/8 des Vermögens des Vaters zu, wenn Sie Ihren Pflichtteil geltend machen. § 2303 lautet: § 2303 Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils (1) Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen.

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. (2) Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.

Nun ist es natürlich wichtig, zu wissen, wie groß das Vermögen des Vaters war. Der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs wird immer der Wert des Nachlasses zum Zeitpunkt des Todes zu Grunde gelegt. Auf eine Wertangabe des Erblassers kommt es nicht an (§ 2311 BGB). Der oder die Erben haben dem Pflichtteilsberechtigten nach § 2314 BGB auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen.

Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass zu Errichtung des Nachlassverzeichnisses auf Kosten des Nachlasses ein Notar hinzu gezogen wird. Einen Pflichtteilsanspruch müssen Sie immer innerhalb von 3 Jahren nachdem Sie wissen, daß Sie eventuell Anspruch auf einen Pflichtteil haben könnten (also vom Tod des Vaters erfahren haben) geltend machen, andernfalls ist er verjährt.

  1. Nun gibt es aber auch einige besondere Fälle, bei denen die Sache anders aussieht.
  2. Das gemeinsame Testament der Eltern könnte vorsehen, daß der überlebende Ehegatte lediglich sogenannter Vorerbe wird und die Kinder dann Nacherben.
  3. Ein Nacherbe ist nicht vom Erbe ausgeschlossen und kann daher auch keinen Pflichtteilsanspruch geltend machen.
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Der Nacherbe hat bereits einige Rechte in Bezug auf die Erbschaft, so muß er in Verfügungen einwilligen, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses erforderlich sind. Gehört zum Nachlass ein Grundstück, so muss der Nacherbe dem Vorerben gestatten, zu grundlegenden Renovierungen ein Darlehen aufzunehmen und hierzu das Grundstück zu belasten.

Der Vorerbe muss sicherstellen, dass der Kredit auch zweckgebunden Verwendung findet. Dem Nacherben stehen außerdem Kontrollrechte zu. So ist der Vorerbe verpflichtet, auf Verlangen ein Verzeichnis der Erbschaftsgegenstände vorzulegen. Auch der Zustand der Erbschaft kann festgestellt werden. Sind Geld oder Wertpapiere vorhanden, kann der Nacherbe verlangen, dass Wertpapiere hinterlegt und Geld mündelsicher angelegt werden.

Von den Kontrollrechten kann der Vorerbe durch den Erblasser befreit werden. Die Verpflichtung, ein Verzeichnis der Erbschaftsgegenstände und eine Feststellung des Zustandes der Erbschaft vornehmen zu lassen, bleibt allerdings bestehen. Ist in dem Testament Ihrer Eltern nicht ausdrücklich von Vor- und Nacherbschaft die Rede, dann ist im Zweifel davon auszugehen, daß ein solcher Fall auch nicht gegeben ist.

  • Allerdings gibt es noch eine weitere Besonderheit.
  • So enthalten viele gemeinschaftliche Testamente eine Klausel, wonach bei Geltendmachung des Pflichtteils bereits nach dem Tod eines Elternteils das Kind auch bezüglich des Todes des zweiten Elternteils nur noch den Pflichtteil geltend machen kann.
  • Gäbe es so etwas, würde praktisch Ihre Schwester / Ihr Bruder Alleinerbe nach dem Tod des zweiten Elternteils und Sie bekämen von dem dann vorhandenen Vermögen noch 1/4.

Eine solche Klausel hieße also bei jetziger Geltendmachung des Pflichtteils Sie bekämen am Ende 1/8 des väterlichen Vermögens und 1/4 des mütterlichen Vermögens. Ob das mehr oder weniger ist, als die Hälfte des nach dem Tod der Mutter noch vorhandenen Vermögens läßt sich leider nicht vorhersagen.

Wie viel Erben die Kinder wenn ein Elternteil stirbt?

Steht den Kindern schon beim Tod eines Elternteils ein Teil des Erbes zu? Sehr geehrte Mandantin, grundsätzlich kommt ein Pflichtteilsanspruch nur dann in Betracht, wenn der Berechtigte nicht oder nicht wenigstens in Höhe seiner Pflichtteilsquote Erbe oder Vermächtnisnehmer wird.

  1. Der Ausschluss von der Erbfolge kann durch Verfügung von Todes wegen erfolgen, indem der Pflichtteilsberechtigte ausdrücklich enterbt oder der gesamte Nachlass anderen Personen zugewendet wird.
  2. Beim sogenannten Berliner Testament – um ein solches könnte es sich nach Ihren Angaben hier handeln -, welches eine Sonderform des gemeinschaftlichen Testaments ist, setzen sich die Ehegatten als Alleinerben ein und bestimmen gleichzeitig, dass nach dem Tod des Längstlebenden der beiderseitige Nachlass an einen Dritten (meistens die Kinder) als Schlusserben fallen soll.

Dabei gilt grundsätzlich die volle Verfügungsfreiheit des Längstlebenden über das Erbe. Diese Schlusserbeneinsetzung in einem gemeinschaftlichen Testament stellt beim Tod des erstversterbenden Elternteils für den bzw. die Abkömmlinge eine Enterbung nach diesem Elternteil dar und es entsteht somit ein Pflichtteilsanspruch.

Pflichtteilsberechtigt sind immer die Abkömmlinge des Erblassers (Kinder, Enkel- und Urenkelkinder), der Ehegatte sowie die Eltern des Erblassers und mit Wirkung zum 01.08.2001 auch der überlebende Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Nicht anspruchsberechtigt sind hingegen die Geschwister des Erblassers sowie weiter entfernt Verwandte.

Um nun die Höhe des Pflichtteils herauszufinden, sind zunächst die gesetzlichen Erben der Anzahl nach zu bestimmen. In Ihrem Falle wären also die Ehefrau und die beiden Kinder gesetzliche Erben. Ohne das Testament hat die Ehefrau Anspruch auf 1/2 des väterlichen Vermögens und die Kinder jeweils auf 1/4.

  1. Der Pflichtteil beträgt gem.
  2. § 2303 BGB jedoch lediglich die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, d.h.
  3. Ihnen stünde 1/8 des Vermögens des Vaters zu, wenn Sie Ihren Pflichtteil geltend machen.
  4. § 2303 lautet: § 2303 Pflichtteilsberechtigte; Höhe des Pflichtteils (1) Ist ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, so kann er von dem Erben den Pflichtteil verlangen.

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. (2) Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu, wenn sie durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen sind. Die Vorschrift des § 1371 bleibt unberührt.

Nun ist es natürlich wichtig, zu wissen, wie groß das Vermögen des Vaters war. Der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs wird immer der Wert des Nachlasses zum Zeitpunkt des Todes zu Grunde gelegt. Auf eine Wertangabe des Erblassers kommt es nicht an (§ 2311 BGB). Der oder die Erben haben dem Pflichtteilsberechtigten nach § 2314 BGB auf Verlangen über den Bestand des Nachlasses Auskunft zu erteilen.

Der Pflichtteilsberechtigte kann verlangen, dass zu Errichtung des Nachlassverzeichnisses auf Kosten des Nachlasses ein Notar hinzu gezogen wird. Einen Pflichtteilsanspruch müssen Sie immer innerhalb von 3 Jahren nachdem Sie wissen, daß Sie eventuell Anspruch auf einen Pflichtteil haben könnten (also vom Tod des Vaters erfahren haben) geltend machen, andernfalls ist er verjährt.

See also:  Wie Hoch Ist Wohngeld?

Nun gibt es aber auch einige besondere Fälle, bei denen die Sache anders aussieht. Das gemeinsame Testament der Eltern könnte vorsehen, daß der überlebende Ehegatte lediglich sogenannter Vorerbe wird und die Kinder dann Nacherben. Ein Nacherbe ist nicht vom Erbe ausgeschlossen und kann daher auch keinen Pflichtteilsanspruch geltend machen.

Der Nacherbe hat bereits einige Rechte in Bezug auf die Erbschaft, so muß er in Verfügungen einwilligen, die zur ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses erforderlich sind. Gehört zum Nachlass ein Grundstück, so muss der Nacherbe dem Vorerben gestatten, zu grundlegenden Renovierungen ein Darlehen aufzunehmen und hierzu das Grundstück zu belasten.

  1. Der Vorerbe muss sicherstellen, dass der Kredit auch zweckgebunden Verwendung findet.
  2. Dem Nacherben stehen außerdem Kontrollrechte zu.
  3. So ist der Vorerbe verpflichtet, auf Verlangen ein Verzeichnis der Erbschaftsgegenstände vorzulegen.
  4. Auch der Zustand der Erbschaft kann festgestellt werden.
  5. Sind Geld oder Wertpapiere vorhanden, kann der Nacherbe verlangen, dass Wertpapiere hinterlegt und Geld mündelsicher angelegt werden.

Von den Kontrollrechten kann der Vorerbe durch den Erblasser befreit werden. Die Verpflichtung, ein Verzeichnis der Erbschaftsgegenstände und eine Feststellung des Zustandes der Erbschaft vornehmen zu lassen, bleibt allerdings bestehen. Ist in dem Testament Ihrer Eltern nicht ausdrücklich von Vor- und Nacherbschaft die Rede, dann ist im Zweifel davon auszugehen, daß ein solcher Fall auch nicht gegeben ist.

Allerdings gibt es noch eine weitere Besonderheit. So enthalten viele gemeinschaftliche Testamente eine Klausel, wonach bei Geltendmachung des Pflichtteils bereits nach dem Tod eines Elternteils das Kind auch bezüglich des Todes des zweiten Elternteils nur noch den Pflichtteil geltend machen kann. Gäbe es so etwas, würde praktisch Ihre Schwester / Ihr Bruder Alleinerbe nach dem Tod des zweiten Elternteils und Sie bekämen von dem dann vorhandenen Vermögen noch 1/4.

Eine solche Klausel hieße also bei jetziger Geltendmachung des Pflichtteils Sie bekämen am Ende 1/8 des väterlichen Vermögens und 1/4 des mütterlichen Vermögens. Ob das mehr oder weniger ist, als die Hälfte des nach dem Tod der Mutter noch vorhandenen Vermögens läßt sich leider nicht vorhersagen.

Haben Kinder Anspruch auf Erbe wenn ein Elternteil stirbt?

‍ Inwiefern sind Kinder erbberechtigt? – ‍ Sobald der Vater stirbt, erben die Kinder seinen Nachlass und die damit verbundenen Vermögenswerte sowie Schulden. Dabei ist unerheblich, ob ein Testament besteht oder nicht. Existiert kein Testament, greift die gesetzliche Erbfolge.

Sie sieht die Kinder als erbberechtigt an. Häufig ist es so, dass es jedoch noch einen Partner gibt. Handelt es sich um eine eingetragene Lebensgemeinschaft oder um eine Ehe, wird auch der hinterbliebene Partner bei der gesetzlichen Erbfolge berücksichtigt. Bei Rainer gab es eine Ehefrau. Sie erbte laut Erbrecht § 1931 BGB ein Viertel der Erbschaft neben den Sprösslingen.

Hätten sich Rainer und seine Frau auf eine Zugewinngemeinschaft geeinigt, hätte der gesetzliche Erbteil nach § 1931 BGB sich auf ein weiteres Viertel erhöhen können. Der Güterstand des Ehepaars nimmt daher eine entscheidende Bedeutung bei der Erbaufteilung ein.

Wer erbt wieviel Wenn der Vater stirbt?

Aufteilung innerhalb der ersten drei Ordnungen – Gesetzliche Erben der ersten Ordnung, also Kinder, Enkelkinder, Urenkelkinder, erben folgendermaßen: Der Nachlass geht zu gleichen Teilen an die Kinder. Ist eines der Kinder bereits vor dem Erblasser oder der Erblasserin verstorben, geht dessen beziehungsweise deren Erbteil wiederum zu gleichen Teilen auf dessen oder deren Kinder (also Enkelkinder des Erblassers oder der Erblasserin) über.

Für die zweite Ordnung, also die Eltern des Erblassers oder der Erblasserin und deren Abkömmlinge, gilt: Leben beide Elternteile noch, erben sie allein. Ist ein Elternteil des Erblassers oder der Erblasserin vor dessen Tod verstorben, erbt der lebende Elternteil die Hälfte, die Hälfte des vorverstorbenen Elternteils geht zu gleichen Teilen an dessen Kinder, also die Geschwister des Erblassers.

Sind beide Elternteile vorverstorben, geht der gesamte Nachlass zu gleichen Teilen an die Geschwister des Erblassers oder der Erblasserin. Sollten auch Bruder oder Schwester nicht mehr leben, geht deren Anteil auf ihre Kinder über, also auf die Nichten und Neffen des Erblassers oder der Erblasserin.