Wie Hoch Ist Der Ruhepuls?

Wie Hoch Ist Der Ruhepuls
Wie hoch darf der Puls sein? – Bei Erwachsenen liegt der Puls in Ruhe bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Er kann je nach Wetter und Tageszeit schwanken und niedriger bzw. höher sein. Sportler zum Beispiel haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, weil ihr Herz so trainiert ist, dass es mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann.

  1. Auch Medikamente und Herzerkrankungen können weitere Ursache für einen niedrigen Ruhepuls sein.
  2. Abhängig davon, welchen Trainingszustand das eigene Herz aufweist und welche Beschwerden bzw.
  3. Herzkrankheiten vorliegen, gilt ein Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig.
  4. Gefährlich wird es für den Körper, wenn zu dem niedrigen Puls noch weitere Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftreten.

Ein hoher Puls, auch Tachykardie genannt, kann durch Koffein, Stress oder verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Beispielsweise erhöht sich der Ruhepuls bei Fieber und bestimmten Schilddrüsenerkrankungen. Da ein hoher Puls auch ein Warnsignal für eine Herzrhythmusstörung sein kann, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung e.V., regelmäßig den Puls zu messen.

Wichtig ist zu klären, ob der Puls dauerhaft zu hoch ist. Ein Ruhepuls von über 100 sollte jedoch immer ärztlich abgeklärt werden”, rät der Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. Der Herzschlag pro Minute ist jedoch auch alters- und geschlechtsabhängig. Bei Frauen ist der Puls meist etwas schneller als bei Männern.

Normwerte des Ruhepuls sind:

  • Neugeborene Babys: 120 bis 140
  • Kleinkinder: 100 bis 120
  • Bei älteren Kindern und Jugendlichen beträgt der Ruhepuls etwa 80 bis 100
  • Erwachsenenalter: 60 bis 80 (Bei Senioren kann der Ruhepuls wieder leicht ansteigen)

Wann ist der Ruhepuls zu hoch?

Wann sollte die Abklärung einer erhöhten Herzfrequenz erfolgen? – Beobachten Sie eine Herzfrequenz > 100 Schläge/min, so sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Zudem ist dies aber auch sinnvoll, wenn Sie eine Veränderung ihrer Ruheherzfrequenz mit einer Änderung z.B. um 20 Schläge/min beobachten. Dies bedeutet, dass Sie stets Ruheherzfrequenzen z.B. in einem Bereich um 60 Schläge/min beobachten und in der Folge sich das Herzfrequenzniveau auf z.B.80 Schläge/min anhebt, ohne dass Sie begleitende Veränderungen oder Symptome bemerken.

Was ist ein guter Ruhepuls?

Was ist ein normaler Ruhepuls – und wann ist er zu hoch oder zu niedrig? – Der Ruhepuls hängt vom Alter und Geschlecht ab. Aber auch die Körpergröße, das Gewicht und viele andere Faktoren beeinflussen die Ruheherzfrequenz. Darum sind die hier angegebenen Werte als grobe Orientierungshilfe gedacht. Für den Ruhepuls gelten folgende Faustregeln :

Bei gesunden Erwachsenen liegt der Ruhepuls im Optimalfall zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute, Der Ruhepuls bei Frauen ist mit 70 bis 80 höher als bei Männern, da ihr Herz kleiner ist und schneller schlagen muss, um die Organe mit Blut und Nährstoffen zu versorgen.Schwangere Frauen haben einen noch höheren Puls als nicht schwangere Frauen: Während der Schwangerschaft nimmt die Blutproduktion zu. Das zusätzliche Blut wird überwiegend in die Gebärmutter und die Plazenta (Mutterkuchen) geleitet und versorgt das Baby mit Nährstoffen und Sauerstoff. Wegen des größeren Blutvolumens muss das Herz der werdenden Mutter häufiger schlagen, Dadurch erhöht sich die Herzfrequenz um etwa 10 bis 20 Schläge in der Minute.Das Herz von Kindern schlägt deutlich schneller als das von Erwachsenen. Während Neugeborene eine Herzfrequenz von 120-140 haben, liegt der Puls bei 12-14-Jährigen durchschnittlich bei etwa 85. Der Ruhepuls sinkt also in der Regel bis zum Erwachsenenalter.Bei Seniorinnen und Senioren hingegen kann die Ruheherzfrequenz wieder leicht auf bis zu 90 Schläge in der Minute ansteigen.

Zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegt der Ruhepuls bei einem gesunden Erwachsenen.

Ist ein Ruhepuls von 50 normal?

Experten-Antwort: – Sie sind offenbar an einer koronaren Herzkrankheit erkrankt, daher die Bypass-Operation. Im Übrigen sind Sie wohl in recht gutem Allgemeinzustand hinsichtlich Körpergewicht und körperlicher Aktivität. Ihre Pulsfrequenz liegt zwischen 46 und 48 pro Minute.

  • Zu Ihrer diesbezüglichen Frage: Diese Pulsfrequenz unter 50 pro Minute ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und könnte auch bestehen bleiben, solange keine Beschwerden vorliegen.
  • Erst bei einer Frequenz unter 40 pro Minute müsste eingeschritten werden, gegebenenfalls mit einem Herzschrittmacher.
  • Es stellt sich zudem die Frage, ob der Puls früher höher war oder ob bei Belastung eine höhere Pulsfrequenz besteht? Es ist auch denkbar, dass die langsame Herzschlagfolge durch Medikamente (mit-) bedingt ist, z.B.

Betablocker oder Calciumantagonisten. In diesem Falle wäre eine Dosisreduktion oder ein Wechsel der Medikamente zu erwägen.

Wann ist ein Ruhepuls kritisch?

Menschen mit niedrigem Ruhepuls leben länger – Eine Untersuchung der Uniklinik Saarbrücken zeigt, dass gesunde Menschen mit einem niedrigen Ruhepuls länger leben als Menschen mit einem hohen Ruhepuls: Wer mit einem Ruhepuls von mehr als 70 Schlägen pro Minute durchs Leben geht, hat ein um 60 Prozent höheres Risiko, in den kommenden neun Jahren zu sterben.

Welcher Ruhepuls ist normal in welchem Alter?

Das gesunde Herz ist der Motor jedes Lebens. Über das Blut versorgt es den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es transportiert Abfallstoffe zu Lungen und Nieren, sowie anderen Organen, über die sie ausgeschieden werden. Dies wird durch die regelmäßige Kontraktion des Herzens erreicht, indem ca.100 Milliliter Blut pro Herzschlag in den großen und kleinen Körperkreislauf gepumpt werden.

Das Herz ist etwas größer als eine geschlossene Männerfaust und wiegt beim Erwachsenen ca.300 Gramm. Es liegt in der Mitte des Brustkorbs hinter dem Brustbein und ist leicht nach links gekippt. Wie ist ein Herz aufgebaut? Wie funktioniert ein gesunder Herzschlag? Wie schnell schlägt ein gesundes Herz? In welchem Zusammenhang steht die Herzfrequenz mit einem gesunden Lebensstil? Das Herz ist ein Hohlorgan und besteht zum größten Teil aus Muskelgewebe.

See also:  Wie Hoch Ist Elterngeld 2022?

Die Herzscheidewand teilt dieses in eine linke und eine rechte Herzhälfte, die sich wiederum in eine Kammer (Ventrikel) und einen Vorhof gliedern. Zwischen dem Vorhof und der Kammer sitzt jeweils eine bewegliche Klappe die dafür sorgt, dass das Blut nur in eine Richtung vom Vorhof in den Ventrikel fließt.

Am Ausgang der großen Kammern befinden sich zwei weitere Taschenklappen, die ebenfalls den Blutstrom in den Körper- und in den Lungenkreislauf regulieren. Das Herz schlägt sechzig- bis neunzig Mal in einer Minute und pumpt das mit Sauerstoff und Nährstoffen angereicherte Blut in den Organismus. Für den kontinuierlichen Herzschlag sorgen elektrische Impulse, die ihren Ursprung im Sinusknoten haben.

Er ist ein natürlicher Schrittmacher des Herzens und sitzt am Dach des rechten Vorhofs. Die elektrischen Signale aktivieren zunächst die Muskulatur der Vorhöfe, erreichen den AV-Knoten und über ein Reizleitungssystem die Herzkammern und lösen dort eine Muskelkontraktion aus. Ein gesunder Herzschlag besteht aus zwei Phasen. In der Füllphase (Diastole) fließt zunächst sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf in den rechten Vorhof, durch die Klappe in die rechte Kammer. Gleichzeitig fließt sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in den linken Vorhof in die linke Kammer.

  • Darauf folgt die Auswurfphase (Systole): Der Herzmuskel zieht sich zusammen, die Klappen zwischen den Vorhöfen und den Kammern schließen sich, der Druck im Kammerinneren steigt an und die Taschenklappen zum Körper- und Lungenkreislauf öffnen sich.
  • Dadurch wird das sauerstoffarme Blut aus der rechten Kammer in die Lunge gepumpt und das sauerstoffreiche Blut in den Körperkreislauf.

Während sich die Kammern leeren, füllen sich die Vorhöfe bereits mit neuem Blut und der Kreislauf beginnt von vorne. Mit welcher Anzahl an Schlägen pro Minute das Blut in den Körper gepumpt wird, beschreibt die Herzfrequenz, Der Herzschlag – Diastole und Systole CardioSecur ist das einzige mobile EKG, das Ihre Herzgesundheit in den Bereichen Rhythmus, Frequenz (BPM), und Durchblutung untersucht. Bei Herzstolpern oder Herzklopfen, bietet Ihnen CardioSecur ein professionelles EKG selbst aufzuzeichnen. Die Herzfrequenz beschreibt die Anzahl der gemessenen Schläge pro Minute (beats per minute = bpm).

Bradykardie: niedrige Herzfrequenz Normofrequenz: normale Herzfrequenz Tachykardie: erhöhte Herzfrequenz

Die Herzfrequenz ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, dazu zählen das Alter und die körperliche Verfassung. Bei körperlicher Ruhe, wird die Frequenz auch Ruhepuls oder Ruhefrequenz genannt und gibt Auskunft über den Herzzustand. In der unteren Tabelle werden grobe Richtwerte für den Ruhepuls nach Geschlecht, Alter und körperlicher Fitness aufgezeigt.

MÄNNER / Körperliche Fitness 18-25 Jahre 26-35 Jahre 36-45 Jahre 46-55 Jahre 56-65 Jahre 65+ Jahre
Athlet 49-55 49-54 50-56 50-57 51-56 50-55
Exzellent 56-61 55-61 57-62 58-63 57-61 56-61
Gut 62-65 62-65 63-66 64-67 62-67 62-65
überdurchschnitt 66-69 66-70 67-70 68-71 68-71 66-69
Durchschnitt 70-73 71-74 71-75 72-76 72-75 70-73
unterdurchschnitt 74-81 75-81 76-82 77-83 76-81 74-79
Schlecht 82+ 82+ 83+ 84+ 82+ 80+

Abbildung: Ruhepuls für Frauen, unterteilt in Alter und körperlicher Fitness 1,

FRAUEN/ Körperliche Fitness 18-25 Jahre 26-35 Jahre 36-45 Jahre 46-55 Jahre 56-65 Jahre 65+ Jahre
Athlet 56-60 54-59 54-59 54-60 54-59 54-59
Exzellent 61-65 60-64 60-64 61-65 60-64 60-64
Gut 66-69 65-68 65-69 66-69 65-68 65-68
überdurchschnitt 70-73 69-72 70-73 70-73 69-73 69-72
Durchschnitt 74-78 73-76 74-78 74-77 74-77 73-76
unterdurchschnitt 79-84 77-82 79-84 78-83 78-83 77-84
Schlecht 85+ 83+ 85+ 84+ 84+ 84+

Der Maximalpuls (maximale Herzfrequenz) ist die Frequenz die unter maximaler Ausdauerbelastung erreicht wird. Es ist ein individueller Wert der im Alter abnimmt. Er kann bei einer ärztlichen Untersuchung ermittelt werden. Liegt die Herzfrequenz über den Richtwerten des Ruhepulses, sollte der Herzmuskel trainiert werden.

  • Eine hohe Herzfrequenz kann ein Zeichen für Stress oder eine schlechte körperliche Verfassung sein.
  • Mit Hilfe von Sport, viel Bewegung und einer gesunden Ernährung kann der Kreislauf und damit der Herzmuskel trainiert werden.
  • Bei anhaltender zu hoher Herzfrequenz kann es sich in wenigen Fällen um eine Herzrhythmusstörung, z.B.

Vorhofflimmern handeln. Wird diese nicht behandelt, kann dies einen Schlaganfall begünstigen. Beginnen Sie mit Sport, kann mit Hilfe der Herzfrequenz die gewünschte Intensität bzw. Herzbelastung bezüglich eines Trainingsziels kontrolliert werden. Ein Trainingsziel kann die Stärkung des Herzmuskels und des gesamten Körpers sein, zum Beispiel nach einer Operation.

  • Dabei hilft eine medizinische Pulsuhr beim Sport zur Kontrolle der Herzfrequenz, um die Belastung des Herzens besonders bei Einsteigern nicht zu überschreiten.
  • Denn es gilt: Je höher die körperliche Belastung ist, desto mehr Sauerstoff benötigt der Körper.
  • Das Herz muss nun die Frequenz erhöhen, um genug sauerstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen.

Bei einem trainierten Sportler benötigt das Herz weniger Schläge um die gleiche Menge Blut durch den Kreislauf zu pumpen, als bei einem untrainierten Menschen.

Was sagt der Ruhepuls über die Gesundheit aus?

Hör auf dein Herz – Es lohnt sich immer seinem Herz, Puls oder Ruhepuls etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn eine erhöhte Ruheherzfrequenz kann ein Indikator dafür sein, dass man ein erhöhtes Risiko für Herzprobleme hat – denn je öfter das Herz schlägt, desto schneller nimmt seine Gesamtfunktion ab. Es ist sinnvoll, den Ruhepuls regelmäßig zu kontrollieren Gleichzeitig ist es immer wichtig, auf das mentale und emotionale Wohlbefinden zu achten. Denn anhaltender Stress oder Angst sind die besten Grundvoraussetzungen, dass die RHR mit der Zeit ansteigt.

Wenn du dich im Alltag oder Berufsleben häufig im „Kampf- oder Fluchtmodus” befindest, wird das Herz stark belastet. Dies kann ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere kardiale Probleme verursachen. Wenn du dich in einer derartigen Situation befindest, sprich mit deinem Arzt oder auch einem Therapeuten über deine psychische Gesundheit.

Es gibt die unterschiedlichsten Methoden zur Entspannung (Meditation, geführte Atemübungen, etc.). Diese führen zu mehr Ruhe, Achtsamkeit für sich selbst und somit zu mehr Gelassenheit im Alltag und Beruf. Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, teile ihn, damit ihn auch andere finden können.

Welcher Ruhepuls ist zu niedrig?

Was ist eine Bradykardie? Definition und Symptome – Das Herz schlägt je nach Anforderung unterschiedlich schnell: Während bei körperlicher Anstrengung oder auch bei Aufregung der Herzschlag zunimmt, vermindert er sich in Ruhephasen. Bei einem gesunden Erwachsenen liegt er normalerweise zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute.

Bei unter 60 Schlägen sprechen Mediziner und Medizinerinnen von einer Bradykardie, also einem verlangsamten Herzschlag 1, Jedoch muss dieser Zahlenwert flexibel betrachtet werden. Denn bei Leistungssportlern ist das trainierte Herz in Ruhe oftmals langsamer als bei untrainierten Personen. Interessant: Das Gegenteil der Bradykardie ist die Tachykardie,

Hierbei schlägt das Herz zu schnell. Betroffene mit einem langsamen Herzschlag spüren von diesem Zustand zu Beginn meistens nichts. Problematisch wird eine Bradykardie, wenn das Herz so langsam arbeitet, dass die Blutverteilung im Körper nicht mehr ausreicht.

Schwindel Übelkeit Konzentrationsschwierigkeiten Kopfschmerzen Bewusstlosigkeit

Zudem ist es möglich, dass das Herz auch bei Belastung nicht die nötige Frequenz erreicht. Das spüren Betroffene dann in Form von Atemnot und Schwindel.

Wann ist der Ruhepuls zu niedrig?

Bradycardia (Slow Heart Rate) Information & Risk Factors Ein Bradykardie (brady=langsam) ist ein verlangsamter Herzschlag. Die Herzfrequenz fällt unter 60 Schläge pro Minute ab. Mitunter kann der Herzschlag sogar ganz aussetzen. Normal ist ein langsames Herz zum Beispiel im Schlaf oder bei Leistungssportlern.

Tritt ein langsamer Herzschlag im Alltag oder scheinbar ohne Anlass auf, muss er jedoch behandelt werden. Bei einer Bradykardie werden Körper und Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt: Die Folge sind Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder auch Ohnmacht. Die Symptome können schon bei alltäglichen Bewegungen und leichten Anstrengungen auftreten.

Eine Bradykardie kann durch Störungen der Erregungsbildung und Reizleitung im Herzen verursacht werden. Solche Störungen sind zum Beispiel:

  • Sinusknotensyndrom : Bei einem Sinusknotensyndrom gibt der Sinusknoten, der Taktgeber des Herzens, seltener elektrische Impulse ab. Dadurch sinkt die Herzfrequenz, es kommt zu einem langsamen Herzschlag. Manchmal kann es sogar zu einem Aussetzer des Herzschlags kommen
  • Chronotrope Inkompetenz : Normalerweise steigt die Herzfrequenz bei körperlicher Belastung an. Bei einer chronotropen Inkompetenz gibt der Sinusknoten jedoch nicht häufiger Impulse ab, so dass der Herzschlag nicht ansteigt und zu langsam ist. Der Patient kann sich zum Beispiel beim Sport nicht mehr ausreichend belasten
  • Herzblock oder AV-Block : Bei einer Blockierung des AV-Knotens, dem sogenannten atrioventrikulären Block, kurz AV-Block, ist die Verbindung zwischen Herzvorhof (Atrium) und Herzkammer (Ventrikel) gestört oder unterbrochen. So können die elektrischen Impulse nicht mehr oder nur verzögert vom Vorhof in die Herzkammer gelangen. Der Herzschlag wird entweder zu langsam oder bleibt ganz aus.
  • Karotissinussyndrom : Bei einem Karotissinussyndrom reagiert das Nervengeflecht an der Halsschlagader überempfindlich: Bei Druck oder Bewegung kann es zu einem langsamen Herzschlag kommen, unter Umständen sogar zu einem kurzen Herzstillstand mit Ohnmacht.

Zu den Symptomen einer Bradykardie gehören Schwindel, Atemnot, Ohnmacht, extreme Erschöpfung und Müdigkeit.

  • Sie tragen ein erhöhtes Risiko, einen langsamen Herzschlag zu entwickeln, wenn Sie: bestimmte Herzleiden haben (zum Beispiel Koronare Herzkrankheit, Herzschwäche)
  • bestimmte Medikamente einnehmen
  • 65 Jahre alt oder älter
  • sind sich vor kurzem einer Herzoperation unterzogen haben

Der Arzt kann, um eine Bradykardie zu diagnostizieren, folgende Untersuchungen durchführen:

  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG, auch Holter-EKG genannt
  • Kipptischuntersuchung
  • Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
  • Implantierbarer Herzmonitor

Ein implantierbarer Herzschrittmacher ist die gängigste und sicherste Therapie bei einem zu langsamen Herzschlag. Medtronic hat einen modernen Herzschrittmacher entwickelt, der speziell für Ganzkörperuntersuchungen bei einer MRT (Kernspintomographie) geeignet ist: Die Anzahl von MRT-Untersuchungen steigt jedes Jahr stetig an.50 bis 75 Prozent der Herzschrittmacherpatienten werden im Laufe ihres Lebens eine MRT-Untersuchung benötigen.

Roguin A., Europace 2008; 10:336-246.

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht. : Bradycardia (Slow Heart Rate) Information & Risk Factors

Welcher Ruhepuls ist normal in welchem Alter?

Das gesunde Herz ist der Motor jedes Lebens. Über das Blut versorgt es den Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen. Es transportiert Abfallstoffe zu Lungen und Nieren, sowie anderen Organen, über die sie ausgeschieden werden. Dies wird durch die regelmäßige Kontraktion des Herzens erreicht, indem ca.100 Milliliter Blut pro Herzschlag in den großen und kleinen Körperkreislauf gepumpt werden.

  1. Das Herz ist etwas größer als eine geschlossene Männerfaust und wiegt beim Erwachsenen ca.300 Gramm.
  2. Es liegt in der Mitte des Brustkorbs hinter dem Brustbein und ist leicht nach links gekippt.
  3. Wie ist ein Herz aufgebaut? Wie funktioniert ein gesunder Herzschlag? Wie schnell schlägt ein gesundes Herz? In welchem Zusammenhang steht die Herzfrequenz mit einem gesunden Lebensstil? Das Herz ist ein Hohlorgan und besteht zum größten Teil aus Muskelgewebe.

Die Herzscheidewand teilt dieses in eine linke und eine rechte Herzhälfte, die sich wiederum in eine Kammer (Ventrikel) und einen Vorhof gliedern. Zwischen dem Vorhof und der Kammer sitzt jeweils eine bewegliche Klappe die dafür sorgt, dass das Blut nur in eine Richtung vom Vorhof in den Ventrikel fließt.

  1. Am Ausgang der großen Kammern befinden sich zwei weitere Taschenklappen, die ebenfalls den Blutstrom in den Körper- und in den Lungenkreislauf regulieren.
  2. Das Herz schlägt sechzig- bis neunzig Mal in einer Minute und pumpt das mit Sauerstoff und Nährstoffen angereicherte Blut in den Organismus.
  3. Für den kontinuierlichen Herzschlag sorgen elektrische Impulse, die ihren Ursprung im Sinusknoten haben.

Er ist ein natürlicher Schrittmacher des Herzens und sitzt am Dach des rechten Vorhofs. Die elektrischen Signale aktivieren zunächst die Muskulatur der Vorhöfe, erreichen den AV-Knoten und über ein Reizleitungssystem die Herzkammern und lösen dort eine Muskelkontraktion aus. Ein gesunder Herzschlag besteht aus zwei Phasen. In der Füllphase (Diastole) fließt zunächst sauerstoffarmes Blut aus dem Körperkreislauf in den rechten Vorhof, durch die Klappe in die rechte Kammer. Gleichzeitig fließt sauerstoffreiches Blut aus der Lunge in den linken Vorhof in die linke Kammer.

  1. Darauf folgt die Auswurfphase (Systole): Der Herzmuskel zieht sich zusammen, die Klappen zwischen den Vorhöfen und den Kammern schließen sich, der Druck im Kammerinneren steigt an und die Taschenklappen zum Körper- und Lungenkreislauf öffnen sich.
  2. Dadurch wird das sauerstoffarme Blut aus der rechten Kammer in die Lunge gepumpt und das sauerstoffreiche Blut in den Körperkreislauf.

Während sich die Kammern leeren, füllen sich die Vorhöfe bereits mit neuem Blut und der Kreislauf beginnt von vorne. Mit welcher Anzahl an Schlägen pro Minute das Blut in den Körper gepumpt wird, beschreibt die Herzfrequenz, Der Herzschlag – Diastole und Systole CardioSecur ist das einzige mobile EKG, das Ihre Herzgesundheit in den Bereichen Rhythmus, Frequenz (BPM), und Durchblutung untersucht. Bei Herzstolpern oder Herzklopfen, bietet Ihnen CardioSecur ein professionelles EKG selbst aufzuzeichnen. Die Herzfrequenz beschreibt die Anzahl der gemessenen Schläge pro Minute (beats per minute = bpm).

Bradykardie: niedrige Herzfrequenz Normofrequenz: normale Herzfrequenz Tachykardie: erhöhte Herzfrequenz

Die Herzfrequenz ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, dazu zählen das Alter und die körperliche Verfassung. Bei körperlicher Ruhe, wird die Frequenz auch Ruhepuls oder Ruhefrequenz genannt und gibt Auskunft über den Herzzustand. In der unteren Tabelle werden grobe Richtwerte für den Ruhepuls nach Geschlecht, Alter und körperlicher Fitness aufgezeigt.

MÄNNER / Körperliche Fitness 18-25 Jahre 26-35 Jahre 36-45 Jahre 46-55 Jahre 56-65 Jahre 65+ Jahre
Athlet 49-55 49-54 50-56 50-57 51-56 50-55
Exzellent 56-61 55-61 57-62 58-63 57-61 56-61
Gut 62-65 62-65 63-66 64-67 62-67 62-65
überdurchschnitt 66-69 66-70 67-70 68-71 68-71 66-69
Durchschnitt 70-73 71-74 71-75 72-76 72-75 70-73
unterdurchschnitt 74-81 75-81 76-82 77-83 76-81 74-79
Schlecht 82+ 82+ 83+ 84+ 82+ 80+

Abbildung: Ruhepuls für Frauen, unterteilt in Alter und körperlicher Fitness 1,

FRAUEN/ Körperliche Fitness 18-25 Jahre 26-35 Jahre 36-45 Jahre 46-55 Jahre 56-65 Jahre 65+ Jahre
Athlet 56-60 54-59 54-59 54-60 54-59 54-59
Exzellent 61-65 60-64 60-64 61-65 60-64 60-64
Gut 66-69 65-68 65-69 66-69 65-68 65-68
überdurchschnitt 70-73 69-72 70-73 70-73 69-73 69-72
Durchschnitt 74-78 73-76 74-78 74-77 74-77 73-76
unterdurchschnitt 79-84 77-82 79-84 78-83 78-83 77-84
Schlecht 85+ 83+ 85+ 84+ 84+ 84+

Der Maximalpuls (maximale Herzfrequenz) ist die Frequenz die unter maximaler Ausdauerbelastung erreicht wird. Es ist ein individueller Wert der im Alter abnimmt. Er kann bei einer ärztlichen Untersuchung ermittelt werden. Liegt die Herzfrequenz über den Richtwerten des Ruhepulses, sollte der Herzmuskel trainiert werden.

Eine hohe Herzfrequenz kann ein Zeichen für Stress oder eine schlechte körperliche Verfassung sein. Mit Hilfe von Sport, viel Bewegung und einer gesunden Ernährung kann der Kreislauf und damit der Herzmuskel trainiert werden. Bei anhaltender zu hoher Herzfrequenz kann es sich in wenigen Fällen um eine Herzrhythmusstörung, z.B.

Vorhofflimmern handeln. Wird diese nicht behandelt, kann dies einen Schlaganfall begünstigen. Beginnen Sie mit Sport, kann mit Hilfe der Herzfrequenz die gewünschte Intensität bzw. Herzbelastung bezüglich eines Trainingsziels kontrolliert werden. Ein Trainingsziel kann die Stärkung des Herzmuskels und des gesamten Körpers sein, zum Beispiel nach einer Operation.

  1. Dabei hilft eine medizinische Pulsuhr beim Sport zur Kontrolle der Herzfrequenz, um die Belastung des Herzens besonders bei Einsteigern nicht zu überschreiten.
  2. Denn es gilt: Je höher die körperliche Belastung ist, desto mehr Sauerstoff benötigt der Körper.
  3. Das Herz muss nun die Frequenz erhöhen, um genug sauerstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen.

Bei einem trainierten Sportler benötigt das Herz weniger Schläge um die gleiche Menge Blut durch den Kreislauf zu pumpen, als bei einem untrainierten Menschen.

Ist ein Ruhepuls von 90 zu hoch?

PD Dr. med. Richard Kobza, Chefarzt Kardiologie, Herzzentrum Unser Herz pumpt Blut durch den Körper und versorgt Organe, Gewebe und Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Ruhepuls gibt an, wie oft das Herz in Ruhe pro Minute schlägt. Bei einem gesunden Herz reguliert der Organismus den Ruhepuls so, dass der Körper in Ruhe ausreichend mit Blut versorgt wird.

Sobald man sich bewegt, steigt auch der Puls, da der Körper dann mehr Blut in die arbeitenden Muskeln pumpen muss. Durchschnittlich liegt der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen bei 60 bis 90 Schlägen pro Minute, wir sprechen vom normalen Sinusrhythmus. Bei hochtrainierten Ausdauersportlern ist der Ruhepuls deutlich niedriger.

Bei ihnen schlägt das Herz unter Umständen nur 35- bis 50-mal in der Minute. Grund: Das Herz eines Sportlers ist in der Lage, mit einem Herzschlag mehr Blut durch den Körper zu pumpen als ein wenig trainiertes Herz. Viele verschiedene Faktoren können den Ruhepuls beeinflussen, zum Beispiel Schmerzen, die Hormone, Infektionen, Stress und Genussmittel wie Koffein oder Nikotin.

  • Auch Schwangere haben einen höheren Puls.
  • Bei ihnen braucht es dies, damit das Baby ausreichend mit Blut zu versorgt werden kann.
  • Tatsächlich besteht bei Säugetieren eine «umgekehrte Beziehung» zwischen Herzfrequenz und Lebenserwartung.
  • Hingegen bleibt die Frage, ob das menschliche Leben durch Herzverlangsamung verlängert werden kann, umstritten.

Mit einem Ruhepuls von 85 bis 90 wie Sie ihn beschreiben, besteht kein erhöhtes Risiko.