Wie Hoch Ist Die Pflegeversicherung?

Wie Hoch Ist Die Pflegeversicherung
Finanzierung der Pflegeversicherung Die soziale Pflegeversicherung wird grundsätzlich paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern finanziert. Der Beitragssatz liegt bei 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens, bei Kinderlosen seit dem 1.

  1. Januar 2022 bei 3,4 Prozent des Bruttoeinkommens (Beitragssatz plus Beitragszuschlag für Kinderlose ),
  2. Arbeitnehmerinnen beziehungsweise Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen den Beitrag – ohne den Kinderlosenzuschlag – grundsätzlich zur Hälfte, also jeweils 1,525 Prozent.
  3. Eine abweichende Regelung gilt im Bundesland Sachsen, das bei der Einführung der Pflegeversicherung keinen Feiertag gestrichen hatte.

Dort entfallen von den 3,05 Prozent Pflegeversicherungsbeitrag 2,025 Prozent auf die Beschäftigten und 1,025 Prozent auf die Arbeitgeber.

Arbeitnehmer Kinderloser Arbeitnehmer Arbeitgeber
Bundesland Sachsen 2,025 % 2,375 % 1,025 %
Übrige Bundesländer 1,525 % 1,875 % 1,525 %

Der Beitrag in der sozialen Pflegeversicherung ist abhängig vom Einkommen: Der Beitragssatz wird jeweils auf die beitragspflichtigen Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Seit 2015 werden die Einnahmen aus 0,1 Beitragssatzpunkten, derzeit jährlich rund 1,7 Milliarden Euro, an das Sondervermögen Vorsorgefonds der sozialen Pflegeversicherung (Pflegevorsorgeversicherungsfonds) abgeführt, das die Bundesbank verwaltet.

Der Fonds soll zu einer verlässlichen Finanzierung der Pflegeversicherung in der Zukunft beitragen und ab dem Jahr 2035 dabei helfen, den Beitragssatz zu stabilisieren. Damit bleibt die Pflege auch dann finanzierbar, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in ein Alter kommen, in dem sie möglicherweise pflegebedürftig werden.

Grundsätzlich müssen alle kinderlosen Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung seit dem Jahr 2005 zusätzlich zu dem “normalen” Beitragssatz einen Beitragszuschlag entrichten. Dieser sogenannte Beitragszuschlag für Kinderlose beläuft sich seit dem 1.

Januar 2022 auf 0,35 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze). Ausgenommen sind kinderlose Mitglieder, die vor dem 1. Januar 1940 geboren sind, Mitglieder bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres sowie Bezieherinnen und Bezieher von Bürgergeld nach dem SGB II (das seit dem 1.

Januar 2023 das Arbeitslosengeld II ersetzt). Die Gründe für die Kinderlosigkeit spielen keine Rolle. Die Zahlung des Beitragszuschlags erfolgt im Rahmen des für den Pflegeversicherungsbeitrag üblichen Beitragseinzugsverfahrens. Die beitragsabführende Stelle behält den Zuschlag in Höhe von 0,35 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen ein (also zum Beispiel der Arbeitgeber vom Arbeitsentgelt oder die Versorgungswerke von den Versorgungsbezügen) und führt ihn zusammen mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag an die Einzugsstelle ab.

Wie viel Pflegeversicherung muss ich zahlen?

Ihr Gesamtbeitrag zur Pflegeversicherung (in Euro) –

Ihr beitragspflichtiges Einkommen (in Euro) Beitragssatz 3,05 Prozent Beitragssatz 3,40 Prozent
800,00 24,40 27,20
1.000,00 30,50 34,00
2.000,00 61,00 68,00
3.000,00 91,50 102,00
4.000,00 122,00 136,00
4.987,50* 152,12 169,58
5.000,00 152,12 169,58

Dieser Betrag entspricht der Beitragsbemessungsgrenze. Ab dieser Grenze steigt der Beitrag nicht mehr.

Wie hoch sind die Beiträge zur Kranken und Pflegeversicherung?

Beiträge gesetzlichen Krankenversicherung Die GKV finanziert sich durch Beiträge und Bundeszuschüsse. Die Beiträge bemessen sich nach einem Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen. Bei Pflichtversicherten zählen hierzu Arbeitsentgelt, Renten der gesetzlichen Rentenversicherung (mit Ausnahme der bis zu bestimmten Altersgrenzen beitragsfreien Waisenrente), Versorgungsbezüge (zum Beispiel Betriebsrenten) sowie Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit, das neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung oder Versorgungsbezügen erzielt wird.

Freiwillige Mitglieder zahlen darüber hinaus Beiträge aus sonstigen Einnahmen, wie zum Beispiel aus Kapitaleinkünften oder aus Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Sowohl bei pflichtversicherten als auch bei freiwillig versicherten Mitgliedern werden die Einkünfte insgesamt nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 4.987,50 Euro im Monat beziehungsweise 59.850 Euro im Jahr (Stand 2023) berücksichtigt.

Der gesetzlich festgeschriebene allgemeine Beitragssatz beträgt 14,6 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0 Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen. Er gilt für Mitglieder, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben.

Versichertengruppe Beitragssatz
Allgemeiner Beitragssatz (Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag) 14,6 Prozent
Ermäßigter Beitragssatz (kein Krankengeldanspruch) 14,0 Prozent
Beitragssatz aus Versorgungsbezügen 14,6 Prozent
Beitragssatz aus gesetzlicher Rente 14,6 Prozent
Pflegeversicherung 3,05 Prozent
Personen ohne Kinder zuzüglich 0,35 Prozent 3,4 Prozent
Beitragsbemessungsgrenze (Monat) 4.987,50 Euro
Beitragsbemessungsgrenze (Jahr) 59.850,00 Euro

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Personenkreis Anspruch auf Krankengeld* Beitragshöhe pro Monat Über der Versicherungspflichtgrenze verdienende Arbeitnehmer/innen ja 728,18 €* ** Mindestbeitrag allgemein (Mindestbemessungsgrundlage: 1.131,67 €) nein 158,43 €* Mindestbeitrag für Selbstständige (Mindestbemessungsgrundlage: 1.131,67€) nein 158,43 €* Mindestbeitrag für Selbstständige (Mindestbemessungsgrundlage: 1.131,67€) ja 165,22 €* Höchstbeitrag für Selbstständige/sonstige freiwillig Versicherte nein 698,25 €* Höchstbeitrag für Selbstständige ja 728,18 €*

Daneben erheben Krankenkassen einen Zusatzbeitrag. ** Beitragszuschuss des Arbeitgebers: 364,09 €

    Eigene Regelung für Rentnerinnen und Rentner Versicherungspflichtige Rentnerinnen und Rentner müssen neben den Beiträgen aus der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung auch für sogenannte Versorgungsbezüge (zum Beispiel Betriebsrenten) Krankenversicherungsbeiträge zahlen. Das gilt auch für Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit, das neben der Rente erzielt wird. Die Beiträge tragen die Rentnerinnen und Rentner sowie der zuständige Rentenversicherungsträger jeweils zur Hälfte. Die Krankenkassenbeiträge für Versorgungsbezüge oder Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit müssen Rentnerinnen und Rentner allein zahlen. Für versicherungspflichtige Bezieherinnen und Bezieher einer Waisenrente beziehungsweise einer der gesetzlichen Waisenrente vergleichbaren Leistung besteht innerhalb bestimmter Altersgrenzen Beitragsfreiheit für diese Rente. Bei freiwillig versicherten Rentnerinnen und Rentnern werden alle Einnahmen der Beitragsbemessung zugrunde gelegt. Nacheinander werden dabei Rente, Versorgungsbezüge, Arbeitseinkommen und sonstige Einnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Zu sonstigen Einnahmen zählen Bezüge, die für die sogenannte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des freiwilligen Mitglieds relevant sind – zum Beispiel Mieteinnahmen. Freiwillige Mitglieder tragen den Beitrag grundsätzlich allein. An jenem Teil der Beiträge, der auf die Rentenzahlung entfällt, beteiligt sich jedoch ihr Rentenversicherungsträger zur Hälfte. Versorgungsbezüge sind Leistungen, die wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder zur Alters- oder Hinterbliebenenversorgung erzielt werden.

    Wird die Pflegeversicherung 2023 teurer?

    Pflegeversicherungsbeitrag 2023 – Zur Absicherung bestehender Leistungsansprüche der sozialen Pflegeversicherung und der im Rahmen dieser Reform vorgesehenen Leistungsanpassungen wird der allgemeine Beitragssatz zum 1.7.2023 moderat um 0,35 Prozentpunkte angehoben.

    1. Diese Maßnahme ist mit Mehreinnahmen in Höhe von rund 6,6 Mrd.
    2. Euro/Jahr verbunden.
    3. Die Bundesregierung soll ermächtigt werden, den Beitragssatz künftig durch Rechtsverordnung festzusetzen, sofern auf kurzfristigen Finanzierungsbedarf reagiert werden muss.
    4. Seminar-Tipp: Update zum Beitragsrecht in der Sozialversicherung Zum 1.

    Juli soll der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung angepasst werden. In diesem Haufe Online-Seminar erhalten Sie einen Überblick zu den geplanten Änderungen sowie praktische Tipps zur Umsetzung. Neben der Neuregelung in der Pflegeversicherung erfahren Sie auch, welche weiteren bestehenden Besonderheiten bei den Beitragssätzen der Sozialversicherung zu beachten sind.

    Wird der Beitrag zur Pflegeversicherung 2023 erhöht?

    Beitragssatz zur Pflegeversicherung soll steigen – Zum 1. Juli 2023 soll der Pflegebeitragssatz von aktuell 3,05 Prozent auf 3,4 Prozent erhöht werden.

    Was kostet eine Pflegeversicherung im Monat?

    Regelung bei Festlegung des Existenzminimums – Trotz des Beitragszuschlags bleibt das Existenzminimum der und des Einzelnen gesichert, da der Kinderlosenzuschlag bei der Festlegung der Sozialhilfe berücksichtigt wird. Alle Menschen, deren Einkommen für den Lebensunterhalt nicht ausreicht und die ergänzend auf Sozialhilfe oder Grundsicherung zurückgreifen müssen, erhalten dann höhere Sozialhilfeleistungen, weil auf den Sozialhilfeanspruch nur das Einkommen nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge, also einschließlich des Kinderlosenzuschlags, angerechnet wird.

    Jahr Monat
    Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung – West 87.600,00 7.300,00
    Beitragsbemessungsgrenze Renten- und Arbeitslosenversicherung – Ost 85.200,00 7.100,00
    Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung 59.850,00 4.987,50
    Bezugsgröße in der Rentenversicherung – West 40.740,00 3.395,00
    Bezugsgröße in der Rentenversicherung – Ost 39.480,00 3.290,00
    Bezugsgröße in der Kranken- und Pflegeversicherung 40.740,00 3.395,00
    Geringfügigkeitsgrenze* 520,00
    Grenze für Familienversicherung (ohne geringfügige Beschäftigung) 485,00
    Grenze für Familienversicherung (mit geringfügige Beschäftigung) 520,00

    Bis zu diesem Einkommen gelten Besonderheiten bei der Tragung der Beiträge zur Sozialversicherung.

    Monat Bemessungsgrundlage
    SPV-Mindestbeitrag für freiwillige Mitglieder 34,52 90. Teil der monatlichen Bezugsgröße
    Höchstbeitrag Pflegeversicherung 152,12
    SPV-Beitrag bei Weiterversicherung im Ausland 17,26 180. Teil der monatlichen Bezugsgröße
    SPV-Beitrag für Studierende 24,77
    PPV-Beitrag für Studierende (bis 39 Jahre) 25,97
    PPV-Höchstbetrag für Beamte 76,06
    PPV-Beitrag für Ehegatten 228,18

    Rentenversicherung: 18,6 ProzentArbeitslosenversicherung: 2,4 Prozent Pflegeversicherung: 3,05 Prozent Der privaten Pflege-Pflichtversicherung gehören diejenigen an, die für den Krankheitsfall bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind.

    • Über die Pflege-Pflichtversicherung wird ein privater Versicherungsvertrag abgeschlossen.
    • Private Pflegeversicherungen arbeiten auf Basis des sogenannten Anwartschaftsdeckungsverfahrens.
    • Dies bedeutet, dass Alterungsrückstellungen gebildet werden müssen, um die Beitragsentwicklung im Alter zu glätten.

    In der privaten Pflegeversicherung bemisst sich die Prämienhöhe nicht – wie in der sozialen Pflegeversicherung – nach dem Einkommen beziehungsweise der Leistungsfähigkeit der Versicherten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in einer privaten Pflege-Pflichtversicherung versichert sind, erhalten einen Beitragszuschuss ihres Arbeitgebers in der Höhe ihrer hälftigen Prämie – maximal bis zum möglichen Höchstbetrag des Arbeitgeberanteils in der sozialen Pflegeversicherung.

    Wie hoch sind die Prämien in der privaten Pflege-Pflichtversicherung? Die Prämienkalkulation in der privaten Pflege-Pflichtversicherung richtet sich unter anderem nach dem Lebensalter und dem Gesundheitszustand, also dem individuellen Versicherungsrisiko beim Eintritt in die Pflegeversicherung. Dieses Risiko ist bei einem fortgeschrittenen Eintrittsalter in der Regel höher und die Zeit, Altersrückstellungen zu bilden, ist kürzer; entsprechend fällt dann auch die Prämie höher aus. Der Gesetzgeber hat jedoch in der privaten Pflege-Pflichtversicherung zugunsten der Versicherten allen privaten Versicherungsunternehmen in erheblichem Umfang Rahmenbedingungen für eine sozialverträgliche Prämiengestaltung vorgegeben. So dürfen die Prämien nicht nach dem Geschlecht gestaffelt, Vorerkrankungen nicht ausgeschlossen und bereits pflegebedürftige Personen nicht zurückgewiesen werden. Kinder werden beitragsfrei mitversichert. Bei der Prämienhöhe wird grundsätzlich zwischen Versicherten unterschieden, die bereits von Anfang an – also seit Einführung der privaten Pflege-Pflichtversicherung zum 1. Januar 1995 – ohne Unterbrechung privat pflegeversichert waren, und Versicherten, die erst später privat pflegeversichert wurden. Bei den von Anfang an Versicherten ist die Prämie zur privaten Pflege-Pflichtversicherung auf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung begrenzt worden. Für die Ehepartnerin beziehungsweise den Ehepartner ohne eigenes Einkommen oder mit einem regelmäßigen monatlichen Gesamteinkommen von nicht mehr als 485 Euro beziehungsweise 520 Euro bei geringfügig Beschäftigten ist eine Prämienvergünstigung vorgesehen worden, nach der für beide Ehegatten zusammen die Höchstprämie nicht mehr als 150 Prozent des Höchstbeitrags der sozialen Pflegeversicherung betragen darf. Bei den späteren Neuzugängen gilt für die Dauer von fünf Jahren keine Prämienbegrenzung auf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung. Somit müssen diese Versicherten – je nach Alter und Gesundheitszustand – unter Umständen erhöhte Prämien leisten. Außerdem gibt es auch keine Ehegattenermäßigung. Nach Ablauf der fünf Jahre darf die Prämie aber auch bei späteren Neuzugängen den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung nicht überschreiten. Personen, die im Bereich der privaten Krankenversicherung im Basistarif einen besonderen sozialen Schutz erhalten, werden im Bereich der privaten Pflege-Pflichtversicherung in die umfangreicheren Schutzbestimmungen einbezogen. So ist zum Beispiel auch deren Beitrag von Anfang an auf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung begrenzt. Die günstigeren Bedingungen gelten unabhängig davon, ob die private Pflege-Pflichtversicherung schon seit dem 1. Januar 1995 besteht oder erst später abgeschlossen wurde. Da die private Pflege-Pflichtversicherung gleichwertige Versicherungsleistungen wie die soziale Pflegeversicherung zu erbringen hat, gibt es hier keinen Basistarif. Aber auch in der privaten Pflege-Pflichtversicherung wurden ergänzend zu den Vorgaben der sozialverträglichen Durchführung der Pflegeversicherung weitere soziale Regelungen zur Begrenzung der Beiträge bei niedrigen Einkommen analog zum Basistarif in der privaten Krankenversicherung geschaffen. Mitnahme von Alterungsrückstellungen bei einem Wechsel der privaten Pflege-Pflichtversicherung Seit dem Jahr 2009 ist es innerhalb der privaten Krankenversicherung möglich, Alterungsrückstellungen bei neu abgeschlossenen Verträgen mitzunehmen. Das umfasst auch die Alterungsrückstellungen für die private Pflege-Pflichtversicherung. Dies gilt dort nicht nur für Versicherte, die ab diesem Zeitpunkt eine private Pflege-Pflichtversicherung abschließen (Neufälle), sondern auch für Versicherte, die zu diesem Zeitpunkt bereits pflegeversichert waren (Altfälle).

    : Finanzierung der Pflegeversicherung

    Wie viel kostet eine Pflegeversicherung monatlich?

    Ein Vertrag mit einem Tagegeld von beispielsweise 50 Euro in Pflegegrad 5 und gleich hohen Leistungen bei stationärer Pflege in den Graden 2 bis 5 kostete für 50-Jährige im Jahr 2020 zwischen 60 Euro und 140 Euro monatlich. Stellen Sie daher unbedingt Preisvergleiche an.

    Wer braucht keine Pflegeversicherung zahlen?

    Beitragsfreistellung ab Pflegegrad 1: Sobald Sie pflegebedürftig werden – also ab dem niedrigsten Pflegegrad 1 – sind Sie von den Beitragszahlungen befreit. Beitragsfreistellung ab einem höheren Pflegegrad: Erst wenn Ihre Pflegebedürftigkeit einen gewissen Grad erreicht hat, müssen Sie keine Beiträge mehr bezahlen.

    Ist eine Pflegeversicherung Pflicht?

    Die Pflegeversicherung wurde am 1. Januar 1995 als eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eingeführt. Es gilt eine umfassende Versicherungspflicht für alle gesetzlich und privat Versicherten. Alle, die gesetzlich krankenversichert sind, sind automatisch in der sozialen Pflegeversicherung versichert.

    Wer zahlt für die Pflegeversicherung?

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitrag zur Pflegeversicherung jeweils zur Hälfte (Ausnahme: Sachsen, hier trägt der Arbeitgeber 1,025 Prozent, der Arbeitnehmer 2,025 Prozent).

    Sollte man jetzt noch eine Pflegeversicherung abschliessen?

    Eine Pflegezusatzversicherung ist in jeder Lebensphase sinnvoll. Denn: Aufgrund von Unfällen oder unerwarteten Krankheiten können auch junge Menschen pflegebedürftig werden. Am besten sorgen Sie bereits früh vor. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, zum Pflegefall zu werden und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

    Ist eine zusätzliche Pflegeversicherung sinnvoll?

    Ganz gleich in welchem Alter: Niemand ist davor geschützt, auf Pflege angewiesen zu sein. Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung bietet eine Basisversorgung, deckt jedoch nicht alle Kosten, die im Pflegefall auf Betroffene zukommen können. Eine private Pflegezusatzversicherung ist daher eine sinnvolle Vorsorge, auf die niemand verzichten sollte.

    Wer Wert auf Selbstbestimmung legt, ist mit der Pflegetagegeldversicherung, die Leistungen zur freien Verfügung auszahlt, gut beraten. Mit dem richtigen Tarif passen Sie den Versicherungsschutz an Ihre Anforderungen an. Gesetzlich Versicherte, die unter bestehenden Erkrankungen leiden oder aufgrund des Alters mit hohen Beiträgen zur privaten Pflegeversicherung rechnen müssen, liegen mit der Grundversorgung einer Pflege-Bahr-Versicherung richtig. Wer auf nichts verzichten möchte und hohe Leistungen bevorzugt, trifft mit der Pflegerentenversicherung eine gute Wahl. Die Pflegekostenversicherung ist für alle Versicherten geeignet, die auf professionelle Pflegeleistungen rechnen.

    Insbesondere die Pflegetagegeldversicherung ist eine beliebte Vorsorgelösung, da Sie die Möglichkeit haben, die Leistungen in den einzelnen Pflegegraden selbst festzulegen. Die Deutsche PrivatPflege bietet vom Einsteigerpaket bis zum Premium-Rundum-Schutz attraktive Lösungen für jeden Anspruch.

    Wann entfällt der Zuschlag zur Pflegeversicherung?

    Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung Kinderlose Mitglieder haben in der Pflegeversicherung einen Beitragszuschlag in Höhe von 0,35 Prozent (bis 31.12.2021: 0,25 Prozent) zu zahlen (§ 55 Abs.3 SGB XI). Ausgenommen sind alle Personen, die das 23.

    Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie alle Mitglieder, die vor dem 1.1.1940 geboren wurden. Ferner sind Wehr- und Zivildienstleistende sowie Bezieher von Arbeitslosengeld II ausgenommen. Der Beitragszuschlag ist nicht nur aus dem Arbeitsentgelt einer Beschäftigung, sondern auch aus den sonstigen beitragspflichtigen Einnahmen (z.B.

    Rente der gesetzlichen Rentenversicherung, Versorgungsbezug/Betriebsrente) zu erheben. Für die Zuschlagpflicht spielen die Gründe, warum jemand keine Kinder hat, keine Rolle. Wird die Elterneigenschaft nachgewiesen, ist der Beitragszuschlag nicht zu zahlen.

    Welche Krankenkassen werden 2023 teurer?

    So viel zum Durchschnitt – wie sieht es konkret aus? – Die erste Krankenkasse, die ihren Zusatzbeitrag final festlegt, ist die AOK Bayern. Sie hebt ihren Zusatzbeitrag um 0,28 Prozentpunkte auf 1,58 Prozent an. Sie war die erste der elf AOK-Ortskrankenkassen.27 Millionen Versicherte haben alle AOK-Kassen zusammen.

    1. Die DAK-Gesundheit erhöht den Zusatzbeitrag im Jahr 2023 auf 1,7 Prozent.
    2. Im Jahr 2022 lag der Zusatzbeitrag bei 1,5 Prozent.
    3. Die Techniker Krankenkasse hat bereits angekündigt, ihren Beitrag bei 1,2 Prozent zu belassen.
    4. Diese Entscheidung hat der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 16.
    5. Dezember bestätigt.

    Auch die Barmer will ihren Zusatzbeitrag nicht anheben. Er soll bei 1,5 Prozent bleiben.

    Warum ist die Pflegeversicherung so teuer geworden?

    Höhere Personalkosten und Inflation – Der Verband der Ersatzkassen sieht die Ursache für die höheren Kosten in insgesamt gestiegenen Kosten, die bei den Pflegebedürftigen landen. So lag der Eigenanteil nur für die reine Pflege zum 1. Januar 2023 bei durchschnittlich 1139 Euro nach 912 Euro Anfang 2022.

    Hintergrund sind auch vielfach höhere Personalkosten. Denn seit 1. September 2022 müssen alle Einrichtungen Pflegekräfte nach Tarifverträgen oder ähnlich bezahlen, um mit den Pflegekassen abrechnen zu können. Damit wollte die Vorgängerregierung den Beruf attraktiver machen und den Pflegekräftemangel bekämpfen.

    Hinzu kommt die Inflation, die die Preise für Lebensmittel und Mahlzeiten ansteigen lässt. Die Zuzahlungen für Unterkunft und Verpflegung stiegen innerhalb eines Jahres von 801 auf nun 857 Euro.

    Wie wird die Pflegeversicherung bei privat Versicherten berechnet?

    So sieht der Beitrag in der sozialen Pflege­versicherung aus – Bist du freiwillig oder pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse und in der gesetzlichen Pflege­versicherung, so richtet sich der Beitrag nach deinem Einkommen, Der Beitragssatz wird in regelmäßigen Abständen angepasst.

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    Wie hoch sind die Sozialabgaben 2023?

    Beitragssätze in der Sozialversicherung | Die Techniker – Firmenkunden Ab Januar 2023 betragen die Beiträge in der Sozialversicherung 14,6 Prozent in der Krankenversicherung, 18,6 Prozent in der Rentenversicherung, 3,05 Prozent in der Pflegeversicherung und 2,6 Prozent in der Arbeitslosenversicherung.

    Übersicht Beitragssätze 2023

    Versicherung Beitragssatz in Prozent Anteil Arbeitgeber in Prozent Anteil Arbeitnehmer in Prozent
    Krankenversicherung (KV) – allgemeiner Beitragssatz 14,6 7,3 7,3
    Krankenversicherung (KV) – ermäßigter Beitragssatz 14,0 7,0 7,0
    Individueller TK-Zusatzbeitragssatz 1,2 0,6 0,6
    Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz (festgelegt vom Bundesministerium für Gesundheit) 1,6
    Rentenversicherung (RV) 18,6 9,3 9,3
    Arbeitslosenversicherung (AV) 2,6 1,3 1,3
    Pflegeversicherung (PV) 3,05 1,525* 1,525
    PV mit Zuschlag für kinderlose Mitglieder ab 23 Jahren 3,40 1,525* 1,875

    In unseren Artikeln finden Sie die Umlagesätze für die sowie die, Weitere Informationen zu den Umlagen finden Sie, : Beitragssätze in der Sozialversicherung | Die Techniker – Firmenkunden

    Wie hoch steigen die Krankenkassenbeiträge 2023?

    Gesetzliche Krankenkassen: Viele Beiträge sind gestiegen – so klappt der Wechsel Krankenkassen. Wie teuer der Beitrag einer Kasse ist, hängt von ihrem individuellen Zusatz­beitrag ab. © Adobe Stock / Setareh Mehr als 50 Krankenkassen haben ihren Beitrags­satz zum Jahres­anfang 2023 erhöht.

    Wir sagen, was Versicherte tun können, falls sie jetzt wechseln wollen. Der durch­schnitt­liche Zusatz­beitrags­satz für gesetzlich Kranken­versicherte für 2023 wurde vom Gesund­heits­ministerium Anfang November 2022 von 1,3 auf 1,6 Prozent­punkte ange­hoben. Für die Kassen war dies nicht bindend (siehe unten).

    Wie hoch der Zusatz­beitrag einer Krankenkasse ist, hängt von ihrer eigenen Finanzsituation ab. Bei viele Kassen sind die Beitrags­sätze zu Jahres­beginn gestiegen. Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich. Wer sparen möchte, kann zu einer güns­tigeren Kasse wechseln.

    Je nach Einkommen ist die Ersparnis unterschiedlich hoch. Verdient jemand etwa 3 000 Euro im Monat, liegt sie bei rund 126 Euro im Jahr, wenn der Versicherte von einer teuren Kasse mit 1,6 Prozent Zusatz­beitrag zu einer güns­tigen Kasse mit 0,90 Prozent wechselt. Gutverdiener mit einem Gehalt von 4 987,50 Euro (Beitrags­bemessungs­grenze 2023, Einkünfte, die über der Grenze liegen, sind beitrags­frei) oder mehr, sparen rund 209 Euro im Jahr.

    Wichtig: Bei Selbst­ständigen verdoppelt sich die Ersparnis, da sie auch die Beiträge allein aufbringen. Sonst teilen sich Arbeitnehmer und Arbeit­geber die Beiträge je zur Hälfte. Neu für Versicherte: Die Kassen müssen zwar noch über Beitrags­änderungen informieren, dies aber bis Ende Juni 2023 nicht mehr schriftlich per Brief tun.

    So sieht es das neue Finanz­stabilisierungs­gesetz vor, das vom Gesund­heits­ministerium auf den Weg gebracht wurde – um (Porto-)Kosten einzusparen. Eine Information auf der Webseite oder in der Mitglieder­zeit­schrift ist derzeit ausreichend. Versicherte sollten daher besonders gut aufpassen, um eventuell eine Kündigungs­frist nicht zu verpassen.

    Sie können regel­mäßig auf der Home­page ihrer Kasse oder im Mitglieder­magazin nach­schauen. Wie es ab Juli 2023 weitergeht, ist derzeit noch offen. Tipp: Sie finden die neuen Beitrags­sätze in unserem, Dieser wird fort­laufend aktualisiert. Alle Krankenkassen verlangen einen allgemeinen Beitrags­satz von derzeit 14,6 Prozent.

    Dazu kommt ein Zusatz­beitrag, den jede Krankenkasse selbst fest­legt – je nach ihrer finanziellen Situation. Steht eine Krankenkasse gut da, muss sie ihren Zusatz­beitrag gering halten. Steigen die Ausgaben einer Krankenkasse stärker als ihre Einnahmen, ist sie verpflichtet, ihren individuellen Zusatz­beitrag anzu­heben.

    Für ihre Versicherten wird es dann teurer. Erhöht eine Krankenkasse ihren Zusatz­beitrag, haben Versicherte ein Sonderkündigungs­recht. Sie können dann zu einer güns­tigeren Kasse wechseln. Beispiel: Verlangt die Krankenkasse seit Januar 2023 einen höheren Beitrag, können Versicherte bis Ende jeden Monats kündigen.

    • Die Frist beträgt zwei Monate zum Monats­ende.
    • Ündigen Versicherte bis Ende Januar, sind sie dann ab April Mitglied bei einer neuen Krankenkasse, kündigen sie zu Ende Februar, gehören sie ab Mai ihrer neuen Wunsch­kasse an.
    • Bis dahin müssen sie den höheren Zusatz­beitrag ihrer bisherigen Kasse zahlen.

    Das Sonderkündigungs­recht ist für alle interes­sant, die noch nicht 12 Monate Mitglied bei ihrer Kasse sind. Denn normaler­weise ist ein Wechsel erst nach dieser Zeit möglich. Wer dagegen schon ein Jahr oder länger bei seiner Kasse Mitglied ist kann jeder­zeit die Krankenkasse wechseln.

    1. Tipp: Alles Wichtige zum Kassen­wechsel erfahren Sie in unserem Special,
    2. Dort finden Sie auch alle Informationen zu den Extra­leistungen der einzelnen Kassen.
    3. Ausgewertet werden mehr als 200 Kriterien.
    4. Auch sie können je nach individuellem Bedarf einen erheblichen geld­werten Vorteil bedeuten und den Wechsel zu einer anderen Kasse empfehlens­wert machen.

    Der Zusatz­beitrag ist 2023 von zuvor 1,3 Prozent auf 1,6 Prozent ange­hoben worden. Der Wert wird jedes Jahr neu fest­gelegt. Dazu schätzt ein Expertengremium immer bis zum 15. Oktober eines Jahres die Höhe der voraus­sicht­lichen Ausgaben der Krankenkassen und die Einnahmen des Gesund­heits­fonds für das folgende Kalender­jahr.

    Auf dieser Grund­lage legt das Bundes­ministerium für Gesundheit den durch­schnitt­lichen Zusatz­beitrags­satz fest. Er wird jeweils bis zum 1. November bekannt gegeben und gilt für das komplette folgende Kalender­jahr. Relevant als Zusatz­beitrag ist er nur für bestimmte Personen­gruppen – etwa versicherungs­pflichtige Empfänger von Arbeits­losengeld 2 und Auszubildende, die monatlich nicht mehr als 325 Euro verdienen.

    Hinweis: Die Krankenkassen sind nicht verpflichtet, bei einer Erhöhung des durch­schnitt­lichen Zusatz­beitrags­satzes ihren individuellen Zusatz­beitrag anzu­passen. Das müssen sie nur, wenn sich an ihrer finanziellen Situation etwas ändert. Das Defizit der gesetzlichen Krankenkassen betrug 2021 nach Angaben des Gesund­heits­ministeriums etwa 6,7 Milliarden Euro.

    1. Für das erste Quartal in 2022 waren die Einnahmen und Ausgaben nahezu ausgeglichen.
    2. Der GKV-Spitzen­verband, das oberste Gremium aller Krankenkassen, ist für das Jahr 2022 insgesamt von stabilen Kassen­finanzen ausgegangen, weil es zusätzliche Mittel gab, die den Kassen zur Verfügung standen.
    3. Das waren etwa ergänzende Bundes­mittel und die Zuführungen aus der Liquiditäts­reserve.

    Sollten diese zusätzlichen Mittel 2023 wegfallen, rechnet der GKV-Spitzen­verband mit einem Defizit von 17 Milliarden Euro. Das Bundes­gesund­heits­ministerium will diesem Defizit mit mehreren Maßnahmen entgegen­wirken.

    01.01.2022 – Beiträge, Leistungen, Kosten – das gilt für Kinder, Studenten, Berufs­tätige und Rentner, wenn sie bei einer Krankenkasse versichert sind. 11.05.2022 – Gerät eine Krankenkasse in finanzielle Schwierig­keiten, ist die Versorgung der Versicherten trotzdem nicht gefährdet. Wir zeigen, was eine Schließung bedeutet. 29.03.2022 – Gesetzlich Kranken­versicherte ab 35 Jahren haben Anspruch auf eine regel­mäßige Gesund­heits­unter­suchung, oft auch Check-Up genannt. test.de erklärt die Regelung.

    : Gesetzliche Krankenkassen: Viele Beiträge sind gestiegen – so klappt der Wechsel

    Wie hoch ist der Beitrag zur Krankenversicherung 2023?

    Wie hoch ist der Kran­ken­kas­senbeitrag? – Der allgemeine Beitrag in der gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) ist für alle Versicherten gleich. Derzeit liegt er bei 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Hinzu kommt ein Zusatzbeitrag, den die Kran­ken­kas­sen individuell festlegen können.

    • Der durchschnittliche Zusatzbeitrag – ein Richtwert, den das Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ste­ri­um festlegt – steigt 2023 von 1,3 auf 1,6 Prozent,
    • Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Deine Kran­ken­ver­si­che­rung teurer wird.
    • Denn jede Kran­ken­kas­se kann die Höhe des Zusatzbeitrags individuell festlegen – abhängig von ihrer finanziellen Situation.

    Die Hälfte des Kran­ken­kas­senbeitrags inklusive Zusatzbeitrag zahlt der Arbeitgeber, die andere Hälfte trägt der Arbeitnehmer. Rentner teilen sich den Beitrag mit der gesetzlichen Ren­ten­ver­si­che­rung, Freiwillig versicherte Selbstständige hingegen zahlen den gesamten Beitrag alleine.