Was Macht Das Finanzamt?

Was Macht Das Finanzamt
Aufgaben des Finanzamts – Die wichtigste Aufgabe des Finanzamts umfasst die Verwaltung der Steuern, Dazu gehört sowohl die Festsetzung als auch die Eintreibung der Steuern. Zunächst wird hierzu ein Bescheid erlassen, der genau bezeichnet, ob die Person, die die Steuererklärung abgegeben hat, überhaupt steuerpflichtig ist und wenn ja, wie hoch die jeweilige Steuerschuld ist.

Was macht das Finanzamt mit dem Geld?

Vom Steuergeld werden Verwaltung und Verteidigung bezahlt, es werden Straßen und Spitäler gebaut, Pensionen und Sozialleistungen davon bestritten, Schulen und Unis finanziert. Und es werden Staatsschulden zurückgezahlt.

Was ist die Aufgabe der Finanzverwaltung?

Prinzipien und Grundsätze – Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind den Prinzipien der Gleichbehandlung, Wahrheitsfindung und Amtsverschwiegenheit verpflichtet und pflegen höflichen und respektvollen Umgang mit den Kundinnen und Kunden des Finanzamtes.

Die Finanzverwaltung unterstützt im Sinne des Fair Play Gedankens jene, die ihre Abgaben in der richtigen Höhe und zeitgerecht entrichten bzw. entrichten wollen und verfolgt jene mit der Härte des Gesetzes, die bewusst Steuern hinterziehen. In der Finanzverwaltung gibt es keinen Unterschied in der Entlohnung weiblicher und männlicher Mitarbeiter, die Gleichbehandlung ist uns ein großes Anliegen.

Auch die betriebliche Gesundheitsförderung hat einen hohen Stellenwert. Die Arbeitszeit ist auf die dienstlichen Erfordernisse ausgerichtet ( z.B. Öffnungszeiten), kann aber durch die Möglichkeit der Gleitzeit auch individuelle Bedürfnisse berücksichtigen.

Was darf das Finanzamt wissen?

Der Konten-Check – Finanzbehörden können die Konto-Daten des Steuerzahlers einsehen und diese mit den Angaben in der Steuererklärung abgleichen. Allerdings gibt der Gesetzgeber hier einen klaren Rahmen vor, der einer behördlichen Willkür vorbeugt. So kann das Finanzamt diese Daten bei der Bank nur anfordern, wenn der Steuerzahler selbst die Informationen nicht liefern kann oder will oder wenn es im Rahmen einer Steuerstrafverfahrens geschieht.

  • Im ersten Fall muss der Steuerzahler vor der Kontenabfrage aufgefordert worden sein, die Informationen selbst zur Verfügung zu stellen.
  • Auch muss ihn die Finanzbehörde darauf hingewiesen haben, dass bei unzureichender Auskunft eine Kontenabfrage durchführen wird.
  • Sind Unterlagen und Auflistung dennoch unvollständig und unplausibel kann die Kontenabfrage durchgeführt werden, worüber der Steuerzahler zu informieren ist.

Wichtig zu wissen: die Behörde darf nur die sogenannten Stammdaten, aber keine Kontenbewegungen oder Kontenstände abfragen ( § 93 Abs.7 AO ). Erfolgt die Abfrage im Rahmen eines Steuerstrafverfahrens ist die Informationspflicht der Steuerbehörden so nicht gegeben ( § 24c Abs.3 Nr.2 KWG ).

Kann das Finanzamt auf mein Konto schauen?

Hat das Finanzamt Einsicht in meine Bankkonten? – Rudolph Rechtsanwälte Das Märchen vom Bankgeheimnis weicht immer mehr der Befürchtung des gläsernen Bankkunden. Fakt ist, dass Kreditinstitute in Deutschland sich zivilrechtlich verpflichten, kundenbezogene Daten nicht an Dritte herauszugeben.

  • Dessen ungeachtet müssen Banken in manchen Fällen den Ermittlungsbehörden jedoch Kontodaten ihrer Kunden mitteilen.
  • Ist ein Bankkunde in einem, so darf die Ermittlungsbehörde Auskünfte über kundenbezogene Kontoinformationen von dem Kreditinstitut verlangen.
  • Die Herausgabe der Kundendaten kann durch die Bank nicht verweigert werden.

Sie ist verpflichtet, Auskünfte zu geben. Stirbt ein Bankkunde, so hat das Kreditinstitut Konto- oder Depotbestände im Gesamtwert von über 5.000,00 Euro dem Finanzamt anzuzeigen. Gleiches gilt für ein bei der Bank unterhaltenes Schließfach. Die Anzeige ist binnen eines Monats nach Kenntnisnahme des Todesfalls zu erstatten.

Selbst wenn kein Verdacht einer vorliegt, sind Finanzbehörden berechtigt einen automatisierten Abruf von Kontoinformationen vorzunehmen, beispielsweise zur Feststellung von Einkünften aus Kapitalvermögen sowie privaten Veräußerungsgeschäften.Offenbart werden Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer und auch die Daten der Kontoeröffnung und -schließung, nicht jedoch Kontostände oder –bewegungen.Auskunftsberechtigt sind nicht nur die Finanzbehörden, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch die Arbeitsagentur, Sozialämter oder Stadtverwaltungen.

Der automatisierte Abruf erfolgt nicht beim Kreditinstitut selbst, sondern beim Bundeszentralamt für Steuern, wo die Kontodaten gespeichert werden. Die Bank erfährt nichts von dem automatisierten Abruf, der Betroffene wird jedoch mit dem nächsten Steuerbescheid darüber informiert.

  • Besonders aufmerksam werden in den letzten Jahren die Möglichkeiten diskutiert, inwieweit deutsche Steuerfahnder auf ausländische Bankkonten Zugriff haben.
  • Insbesondere bei Schweizer Banken besteht die Befürchtung, dass es zu sogenannten Gruppenanfragen kommen könnte.
  • In welcher Form in Zukunft ein Datenaustausch mit der Schweiz stattfinden wird, ist im Detail noch umstritten.

Sicher ist, dass es zu einer erweiterten Kommunikation und einer Öffnung des Informations-Flusses kommen wird. Dasselbe gilt innerhalb der EU, also insbesondere für Luxemburg und Österreich. Ab 2015 ist in diesen Ländern mit einem automatischen Informationsaustausch über Zinseinkünfte mit deutschen Behörden zu rechnen.

Viele ausländische – vor allem Schweizer – Banken drängen ihre Kunden dazu, Nachweise über die Versteuerung der bei ihnen erwirtschafteten Kapitaleinkünfte und Depot-Gewinne zu bringen. Mit anderen Worten: Die deutschen Kunden werden faktisch zu der Abgabe strafbefreiender Selbstanzeigen gezwungen. Andernfalls drohen Kündigungen der Kundenbeziehungen.

Teilweise werden Schecks angeboten oder die Möglichkeit eingeräumt, das Geld vorläufig auf ein Girokonto zu „parken”, das keine Erträge abwirft – und damit auch keine Steuerpflicht verursacht. Wenn ein Berater oder eine Bank behauptet, sie können die Zukunft voraussehen, so ist das meist ungefähr so seriös wie Wahrsager, die in Kristallkugeln lesen.

Meldungen über zukünftige Entwicklungen sind daher meist mit Vorsicht zu genießen. So wurde beispielsweise im Jahr 2013 noch heiß über das diskutiert, welches letztlich nicht zustande kam. Inwieweit die Befürchtungen vieler Kunden, ihre Konten im Ausland könnten entdeckt werden, berechtigt sind, lässt sich meist nur im Einzelfall sagen.

Dabei ist neben dem Entdeckungsrisiko vor allem die persönliche Lebenssituation des Einzelnen im Auge zu behalten. Eine steuerliche Selbstanzeige ist in sehr vielen Fällen der richtige Weg. Sie stellt jedoch schon wegen der vielen formalen Hürden, die sich dabei stellen, nicht immer das alleinige Mittel zur Beseitigung steuerlicher Sünden aus der Vergangenheit dar.

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Wie prüft das Finanzamt?

Prüfung nach Risikoeinstufung – Heutzutage prüft kein Sachbearbeiter mehr alle Steuererklärungen. Was zur Prüfung auf seinem Schreibtisch landet, entscheidet vielmehr der Computer. „Das Finanzamt prüft die Steuererklärungen zunächst nur auf Plausibilität.

  1. Nur wenn etwas nicht plausibel erscheint – etwa weil die Beträge stark von denen des Vorjahres abweichen – schauen die Beamten genauer hin”, weiß Uwe Rauhöft, Geschäftsführer beim Neuen Verein der Lohnsteuerhilfevereine (NVL).
  2. Zudem gibt es Stichproben, bei denen das Finanzamt intensiv prüft.
  3. Seit 2010 nutzen die Finanzämter eine Risikomanagement-Software, die alle Steuerfälle automatisch in vier Risikoklassen einstuft.

Diese und zufällige Stichproben sorgen dafür, dass einige Steuerfälle gar nicht, nur in bestimmten Punkten oder komplett und detailliert geprüft werden.

Wer bekommt Geld vom Finanzamt?

500 Euro Teuerungsabsetzbetrag für geringe Einkommen – Der Teuerungsabsetzbetrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beträgt bis zu 500 Euro und soll vor allem niedrige Einkommen entlasten. Der Teuerungsabsetzbetrag gilt als einmaliger negativsteuerfähiger Absetzbetrag und soll Einkommenssteuerpflichtige mit geringem Einkommen entlasten.

Wann nimmt das Finanzamt Geld?

Steuerbescheid dauert in der Regel 4 bis 12 Wochen – Wie lange dein zuständiges Finanzamt für die Bearbeitung deiner Einkommensteuererklärung benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Je nach Komplexität des Steuerfalls, Wohnort oder Abgabetermin liegt die Bearbeitungszeit zwischen vier und zwölf Wochen.

  • In Einzelfällen musst du dich auch mal bis zu fünf Monate gedulden.
  • Tipp: Reiche deine Steuererklärung am besten online per ELSTER oder noch einfacher mit der Taxfix-App ein.
  • Denn elektronische Steuererklärungen kann das Finanzamt schneller verarbeiten als solche in Papierform.
  • Ob und bis wann du eine Steuererklärung einreichen musst, erfährst du im Artikel „Abgabepflicht: Wer muss eine Steuererklärung machen?”,

Übrigens winken dir durchschnittlich 1.072 Euro Steuerrückerstattung, wenn du deine Steuer freiwillig machst. Erst die Steuererklärung, dann der Bescheid. Finde jetzt kostenlos und unverbindlich heraus, wie viel du vom Finanzamt zurückbekommst. Jetzt kostenlos starten

Warum will das Finanzamt Geld von mir?

Wenn das Finanzamt eine Steuernachzahlung verlangt 3.9.2019 3 Min. Hannes Wenn sich die Befürchtung bewahrheitet, kann es teuer werden. Millionen Steuerzahler sind jedes Jahr aufs Neue dazu verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung zu erstellen und fristgerecht beim Finanzamt einzureichen.

  • Viele versprechen sich eine hohe Rückzahlung, wenn sie ihre Ausgaben steuerlich geltend machen wollen.
  • Das Problem dabei ist aber nicht selten, dass viele Angaben vom Finanzamt überhaupt nicht berücksichtigt werden.
  • Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatpersonen können schnell ins Wanken kommen, wenn eine saftige Steuernachzahlung vom Finanzamt verlangt wird.

Unternehmer müssen zudem noch damit rechnen, dass ihre Einkommensteuervorauszahlungen nach oben korrigiert werden. Wer Pech hat, muss dann noch Umsatzsteuer nachzahlen und die Quartalsvorauszahlung fürs laufende Kalenderjahr begleichen. Wenn es ganz ungünstig kommt, ist die Existens unter Umständen bedroht.

Wer ist der Chef vom Finanzamt?

(1) Die Vorsteherin/der Vorsteher leitet das Finanzamt. Die Amtsleitung wird von der obersten Landesfinanzbehörde bestellt. Sie ist Vorgesetzter aller Beschäftigten und Dienstvorgesetzte der Beamtenschaft, soweit in den Ländern nichts anderes bestimmt ist. Ihr obliegt die Fürsorge für die Beschäftigten.

Ist eine Umsatzsteuer?

Umsatzsteuer: Steuer für Endverbraucher Die Umsatzsteuer ist eine Verkehrsteuer und gleichzeitig eine Endverbrauchersteuer : Aus technischen Gründen wird die Umsatzsteuer zwar von den verkaufenden Unternehmen eingehoben und an das Finanzamt abgeführt, letztendlich trägt sie aber der Käufer bzw. der Konsument.

Kann man mit dem Finanzamt reden?

Fazit – Schulden beim Finanzamt sind eine ernste, aber nicht unlösbare Angelegenheit. Die gute Nachricht: Mit dem Finanzamt lässt sich reden und verhandeln. Grundsätzlich gilt aber zuallererst sicherzustellen, dass du alles unternommen hast, um Steuerschulden zu vermeiden.

  1. Dazu gehört eine stets ausreichende Rücklage, die Einhaltung von Fristen oder eine pünktlich angeforderte Fristverlängerung, eine regelmäßige Liquiditätsplanung sowie eine gegebenenfalls notwendige Anpassung der Vorauszahlungen.
  2. Ommt es dennoch zu unbezahlbaren Steuerschulden, lohnt sich die ehrliche Kommunikation mit dem Finanzamt.

Zeigst du dabei deine Bereitschaft für eine Zusammenarbeit, machst realistische Stundungsvorschläge und hast fachliche Unterstützung von einem/einer Steuerberater*in ist eine Einigung mit dem Finanzamt wahrscheinlich. Kostenlose Beratungshotline für Hamburger Soloselbstständige und kleine Firmen Termin vereinbaren

Welche Belege will das Finanzamt sehen?

In der Rubrik Steuer-Spar-Tipp des VAA Newsletters geben die Experten des VAA-Kooperationspartners Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag jeden Monat Ratschläge zur Steueroptimierung. – Um Kosten von der Steuer abzusetzen, braucht man Belege und Quittungen – aber nicht immer! Schon heute müssen nur wenige Belege zusammen mit der Steuererklärung abgegeben werden.

Die Finanzverwaltung möchte die Steuererklärung vereinfachen. Ende 2015 wurde ein entsprechender Gesetzentwurf eingebracht. Dieser sieht unter anderem vor, dass ab 2022 keine Belege mehr mit der Steuererklärung eingereicht werden müssen – nur wenn das Finanzamt ausdrücklich eine Quittung anfordert, müssen Steuerzahler diese nachträglich vorlegen.

Aber schon heute müssen nur wenige Belege zusammen mit der Steuererklärung abgegeben werden: Gesetzlich vorgeschrieben sind nur Spendenbescheinigungen oder Steuerabzugsbescheinigungen über die bei Zinsen und Dividenden einbehaltene Steuer. Steuerzahler sollten aber unbedingt alle Belege aufheben, bis die Einspruchsfrist abgelaufen und der Steuerbescheid bestandskräftig ist.

  1. Falls das Finanzamt einen bestimmten Beleg anfordert und dieser nicht vorgewiesen werden kann, wird es die entsprechenden Kosten nicht anerkennen.
  2. Wer seine Steuererklärung per ELSTER abgibt, muss schon jetzt nur die gesetzlich vorgeschriebenen Belege beim Finanzamt einreichen.
  3. Alle anderen Belege legt man dem Finanzamt erst dann vor, wenn es diese tatsächlich sehen will.
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Was ist ein “Beleg”? Belege sind zum Beispiel Rechnungen, Quittungen, Kassenzettel, Kaufverträge, Spendenbescheinigungen, Parkscheine und Fahrkarten. Darauf muss stehen, wie viel wofür, wann und wem gezahlt wurde. Zu den Belegen gehören außerdem alle sonstigen Unterlagen über “steuerlich erhebliche Tatsachen”, also zum Beispiel die Reisekostenabrechnung, in der alle angefallenen Kosten einer Dienstreise zusammengefasst werden, ein Attest über die Notwendigkeit einer Kur oder die Bescheinigung über die Teilnahme an einem Fortbildungslehrgang.

Original oder Kopie? Zins- und Spendenbescheinigungen will das Finanzamt immer im Original sehen. Alle anderen Belege und Unterlagen können dem Finanzamt im Original oder in Kopie vorgelegt werden. Bei Kopien kann das Finanzamt die Vorlage der Originale verlangen. Ist der Originalbeleg nur noch schwer lesbar, legen Steuerzahler dem Finanzamt am besten Original und Kopie vor.

Kontoauszüge werden zunehmend über Onlinebanking abgerufen und als PDF gespeichert. Will das Finanzamt einen Nachweis für die Bezahlung einer Rechnung, reicht bei der privaten Steuererklärung erfahrungsgemäß ein Ausdruck des Kontoauszugs vom eigenen Drucker.

Bei Unternehmern und Selbstständigen, die zur Buchführung verpflichtet sind, sind die Finanzämter strenger und verlangen einen vom Kreditinstitut ausgedruckten Kontoauszug auf Papier. Manche Belege werden mit der Zeit unlesbar, zum Beispiel wenn die Rechnung auf Thermopapier gedruckt wird. Steuerzahler sollten sich deshalb möglichst bald eine gut lesbare Kopie des Originalbelegs machen oder ihre Belege einscannen.

Der Originalbeleg sollte dabei auf jeden Fall aufgehoben werden. Wenn für einzelne Aufwendungen kein Beleg vorhanden ist, dürfen die Kosten trotzdem steuerlich geltend gemacht werden. Man muss dem Finanzamt dann aber glaubhaft machen, dass Kosten entstanden sind.

Am besten erklärt man dem Finanzamt also schriftlich oder mündlich die näheren Umstände der Ausgabe und nennt auch einen plausiblen Grund für den fehlenden Beleg. Finanzamt schickt Belege zurück Hat der Finanzbeamte die Belege geprüft, schickt er sie per Post zurück. Auf Dauer behalten darf er die Belege nur, wenn der Steuerzahler damit einverstanden ist.

Sonst muss er sich Kopien machen und die Originale wieder zurückgeben. www.steuertipps.de Dr. Torsten Hahn ist Chefredakteur des Informationsdienstes SteuerSparTipps des VAA-Kooperationspartners Akademische Arbeitsgemeinschaft Verlag.

Wie wird das Finanzamt auf mich aufmerksam?

Kontrollmitteilungen über Bankkunden – Ihr Finanzamt kann nicht nur durch eigene Auskunftsersuchen oder Kontenabrufe, sondern auch durch Kontrollmitteilungen anlässlich einer Bankenprüfung durch andere Finanzämter oder der Steuerfahndung auf ihm bisher unbekannte Konten stoßen ( § 194 Abs.3 AO ).

Allerdings sollen anlässlich einer Bankenprüfung zufällig gefundene Guthabenkonten und Depots, bei deren Errichtung eine Legitimationsprüfung vorgenommen worden ist, vom Prüfer nicht ohne hinreichenden Anlass zwecks Nachprüfung der ordnungsmäßigen Versteuerung durch die Inhaber festgestellt und abgeschrieben werden ( § 30a Abs.3 AO ).

Das betrifft somit Kundenkonten, nicht aber bankinterne Konten (z.B. Betriebsverrechnungskonten für Bareinzahlungen auf Konten ausländischer Niederlassungen). Ein hinreichender Anlass für Kontrollmitteilungen liegt bei auffälligen Kontendaten vor, die sich aus dem Kreis der alltäglichen und banküblichen Geschäfte hervorheben oder eine für Steuerhinterziehung besonders anfällige Art der Geschäftsabwicklung erkennen lassen, die dazu verlockt, solche Einkünfte dem Finanzamt zu verschweigen ( BFH-Urteil vom 9.12.2008, VII R 47/07, BStBl.2009 II S.509 ).

Wie viel Geld darf ich auf mein Konto haben ohne zu versteuern?

Freistellungsauftrag kann gesplittet werden –

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer. Privatanleger müssen danach Steuern auf ihre Kapitalerträge zahlen. Allerdings gibt es Freibeträge: Für Alleinstehende sind bis zu 1.000 Euro steuerfrei. Für Ehepaare verdoppelt sich der Betrag auf 2.000 Euro. Dieser Sparerpauschbetrag gilt für Zinsen und Dividenden, aber auch für Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen.

  • Auf Kapitalerträge, die über dem Sparerpauschbetrag liegen, fällt die an.
  • Diese müssen wir – wie jedes andere Geldinstitut – direkt ans Finanzamt abführen.
  • Bitte füllen Sie Ihren sorgfältig aus, damit wir Ihren Pauschbetrag korrekt bei der Abgeltungssteuer berücksichtigen können.
  • Sie können den Sparerpauschbetrag auch splitten und auf mehrere Freistellungsaufträge bei verschiedenen Instituten verteilen.

Natürlich dürfen Sie insgesamt die Summe von 1.000 Euro pro Person bzw.2.000 Euro bei verheirateten, gemeinsam veranlagten Ehepaaren, nicht überschreiten. Wie günstig der Pauschbetrag wirkt, zeigt dieses Beispiel: Sie haben in einem Jahr 1.200 Euro als Dividenden und Zinsen bekommen.

  1. Ziehen Sie Ihren Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro ab, bleiben 200 Euro.
  2. Für diese 200 Euro gilt die Abgeltungssteuer.
  3. Davon führen wir oder Ihre Depotbank 25 Prozent ans Finanzamt ab: 50 Euro.
  4. Falls Sie aber vergessen haben, Ihren Freistellungsauftrag abzugeben, dürfen wir den Freibetrag nicht gewähren.
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Die Steuer fällt auf Ihren kompletten Gewinn von 1.200 Euro an: 25 Prozent davon, also 300 Euro, gehen sofort ans Finanzamt. Sie können sich die zu viel gezahlte Steuer über Ihre wieder zurückholen. Aber erstmal ist das Geld weg und Sie können nicht damit arbeiten.

Was teilt die Bank dem Finanzamt mit?

Informationen von Banken und Sparkassen – Auch Banken geben Informationen an das Finanzamt weiter. So meldet die Bank üblicherweise verdächtige Geldbewegungen auf dem Konto, insbesondere wenn sich der Verdacht von Geldwäsche auftut. Des Weiteren hat das Finanzamt die Möglichkeit, einen sogenannten Kontenabruf durchzuführen.

  1. Dabei erhält das Finanzamt die Information, welche Bankkonten ein Steuerpflichtiger selbst hat und auf welche Bankkonten er Zugriff hat.
  2. Das gilt auch für bereits aufgelöste Konten.
  3. Die Höhe der Kontostände oder die einzelnen Bankbewegungen kann das Finanzamt jedoch nicht ohne weiteres sehen.
  4. Dazu würde ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss notwendig sein.

Informationen über erhaltene Zinsen oder über die einbehaltene Kapitalertragsteuer teilen die Banken nicht mit. Gemeldet wird nur, wenn Zinsen wegen eines Freistellungsauftrages ohne Abzug ausgezahlt werden. Darüber erhält das Bundeszentralamt für Steuern eine Nachricht.

Wie merkt das Finanzamt das man Steuern hinterzieht?

Unterschiedliche Informationsquellen der Finanzbehörden – Um Steuerhinterzieher zu entlarven, greift das Finanzamt auf Datenbestände unter anderem von Banken, Sozialversicherungen, Behörden und anderen Steuerzahlern zurück. Dabei erhält der Fiskus auch Informationen aus dem Ausland, zum Beispiel durch die bei Steuersündern besonders gefürchteten „Daten-CDs”.

  1. Zudem arbeitet die Steuerfahndung auch international mit Banken und Behörden zusammen, um Steuerhinterziehung strafrechtlich zu verfolgen.
  2. Die Mehrheit der Steuerzahler ist ehrlich und gibt in der Steuererklärung gegenüber dem Fiskus sämtliche Einkünfte an, damit diese korrekt versteuert werden können.

Das heißt aber nicht, dass die Finanzbehörden keine Daten über sie speichern, die über das für die Steuerfestsetzung notwendige Maß hinausgehen. Diese helfen oft, zum Beispiel über eine sogenannte Kontrollmitteilung, andere, unredliche Steuerpflichtige zu überführen.

Was weiß das Finanzamt von mir?

Persönliche Daten für das Finanzamt – Wenn es um allgemeine Daten zu Personen geht, so liegen dem Finanzamt einige Informationen vor.

So kann das Amt bundesweit von jedem Bürger den vollständigen Namen, das Geburtsdatum, die Religion, den Familienstand und vorhandene Kinder unter 18 Jahren abfragen. Diese Auskünfte erhält die Behörde vom Einwohnermeldeamt, die solche Informationen immer aktuell an das Finanzamt weiter leitet. Neben diesen Angaben kennt das Finanzamt zudem noch die individuelle Identifikationsnummer einer Person, um diese eindeutig zuordnen zu können.

Das Finanzamt weiß über viele Daten der Bundesbürger bescheid (Bild: Pixabay)

Was weiß das Finanzamt von mir?

Persönliche Daten für das Finanzamt – Wenn es um allgemeine Daten zu Personen geht, so liegen dem Finanzamt einige Informationen vor.

So kann das Amt bundesweit von jedem Bürger den vollständigen Namen, das Geburtsdatum, die Religion, den Familienstand und vorhandene Kinder unter 18 Jahren abfragen. Diese Auskünfte erhält die Behörde vom Einwohnermeldeamt, die solche Informationen immer aktuell an das Finanzamt weiter leitet. Neben diesen Angaben kennt das Finanzamt zudem noch die individuelle Identifikationsnummer einer Person, um diese eindeutig zuordnen zu können.

Das Finanzamt weiß über viele Daten der Bundesbürger bescheid (Bild: Pixabay)

Wie merkt das Finanzamt das man Steuern hinterzieht?

Unterschiedliche Informationsquellen der Finanzbehörden – Um Steuerhinterzieher zu entlarven, greift das Finanzamt auf Datenbestände unter anderem von Banken, Sozialversicherungen, Behörden und anderen Steuerzahlern zurück. Dabei erhält der Fiskus auch Informationen aus dem Ausland, zum Beispiel durch die bei Steuersündern besonders gefürchteten „Daten-CDs”.

Zudem arbeitet die Steuerfahndung auch international mit Banken und Behörden zusammen, um Steuerhinterziehung strafrechtlich zu verfolgen. Die Mehrheit der Steuerzahler ist ehrlich und gibt in der Steuererklärung gegenüber dem Fiskus sämtliche Einkünfte an, damit diese korrekt versteuert werden können.

Das heißt aber nicht, dass die Finanzbehörden keine Daten über sie speichern, die über das für die Steuerfestsetzung notwendige Maß hinausgehen. Diese helfen oft, zum Beispiel über eine sogenannte Kontrollmitteilung, andere, unredliche Steuerpflichtige zu überführen.

Was kann man beim Finanzamt fragen?

Welche Auskünfte kann das Finanzamt machen? – Theoretisch kann das Finanzamt Auskünfte über alle steuerlichen Fragen erteilen. Besonders bei speziellen Auskünften im Zusammenhang mit dem jeweiligen Finanzamt oder der eigenen steuerlichen Situation können Auskünfte direkt von der Quelle sehr hilfreich sein. Bei Auskünften vom Finanzamt müssen dabei zwei Kategorien unterschieden werden:

Unverbindliche Auskünfte Verbindliche Auskünfte

Nachfolgend werden wir die Unterschiede für Sie darstellen.

Wieso muss man zum Finanzamt?

Wann fordert das Finanzamt zur Abgabe der Steuererklärung auf? – Auch wenn Sie eigentlich nicht zu den oben beschriebenen Gruppen gehören, die jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben müssen, kann das Finanzamt Sie dennoch per Post dazu auffordern. Wenn Sie einen solchen Brief bekommen, sollten Sie das Schreiben nicht ignorieren.