Was Macht Ein Kommissionierer?

Was Macht Ein Kommissionierer
Ein Kommissionierer stellt unterschiedliche Waren aus einem Auftrag für die Auslieferung zusammen. Für die Warenentnahme geht er zu den entsprechenden Lagerplätzen, entnimmt die Ware, verpackt sie und bereitet sie für den Versand an den Kunden vor.

Ist Kommissionierung anstrengend?

Muss ein Kommissionierer in Schicht arbeiten? – Für die Filialen von Lidl ist es wichtig, jederzeit Warennachschub aus dem Logistikzentrum zu bekommen. Deswegen sind die Arbeitszeiten der Kommissionierer im Logistikzentrum an die Öffnungszeiten bei Lidl angepasst.

  • Die Logistikzentren sind in der Regel sehr groß und haben scheinbar endlose Reihen mit Hochregalen. Als Kommissionierer kennst du die Gänge genau und weißt, in welchem Regal welche Waren lagern. Ein guter Orientierungssinn hilft dir in deiner täglichen Arbeit.
  • Im Logistikzentrum arbeiten Kommissionierer im Team mit anderen Kollegen. Gemeinsam bewältigt ihr die täglichen Herausforderungen und helft euch gegenseitig. Eine gute Teamfähigkeit ist deswegen für den Job als Kommissionierer wichtig.
  • Den ganzen Tag Waren hin und her zu bewegen, kann körperlich anstrengend sein. Wenn du Kommissionierer werden möchtest, solltest du deswegen körperlich fit sein und anstrengende Arbeit nicht scheuen.
  • Die Filialen bauen darauf, dass die richtigen Waren zur richtigen Zeit aus dem Logistikzentrum geliefert werden, damit es den Kunden an nichts fehlt. Du arbeitest zuverlässig und eigenständig und sorgst dafür, dass die Bestellungen pünktlich fertig und sicher verpackt sind.

Was ist ein kommissionierstapler?

Kommissionierstapler, die auch als Kommissionierer bezeichnet werden, sind eine Weiterentwicklung von Palettenwagen und elektrischen Hochhubwagen. Diese Lagertransportsysteme wurden entwickelt, um das Zusammenstellen von Bestellungen im Lager zu vereinfachen.

  • Ommissionierstapler übernehmen eine entscheidende Funktion im intralogistischen Warenfluss.
  • Bediener manövrieren die Kommissionierer (auch Order-Picker genannt) zwischen den Regalen der Lagerhalle und stellen Waren für einen Kunden- oder Produktionsauftrag zusammen.
  • Dabei kommt es auf das perfekte Zusammenspiel von Mensch und Maschine an.

Deshalb setzt Linde Material Handling auf modular konzipierte Kommissionerfahrzeuge, die sich individuell konfigurieren und so exakt auf ihr jeweiliges Einsatzgebiet zuschneiden lassen. Denn passgenaue Fahrzeuge sind der Schlüssel für eine maximale Umschlagsleistung.

Ob großes Produktionslager mit langen Wegen und großen Regalhöhen oder kleines Zwischenlager für schnellen Warenfluss und hohen Umschlag: Kommissionier-Lösungen von Linde erhöhen die Effizienz der Pick-Vorgänge und halten dabei die körperliche Belastung für den Bediener so gering wie möglich. Ganz unabhängig von den Lagerprozessen und der Warenart des Betriebs bieten die Flurförderzeuge zum Kommissionieren die ergonomischsten Arbeitsbedingungen: eine vibrationsarme Arbeitsplattform, ein von den Lastgabeln getrenntes Chassis, viel Platz für Bediener und eine Fahrerplattform auf der man sich um 180° umdrehen kann um den Mast auch von der Rückwand aus zu bedienen.

Als Weiterentwicklung der Niederhubwagen und elektrischen Hochhubwagen erleichtern die Kommissionierstapler von Linde das Zusammenstellen von Bestellungen, indem sie sowohl am Boden als auch in bis zu 12 Metern Höhe sicheres und müheloses Arbeiten ermöglichen.

Warum kommissioniert man?

Kommissionierung ist das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen ( Artikeln ) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge ( Sortiment ) aufgrund von Aufträgen, Dabei kann es sich um einen Kundenauftrag oder auch um einen Produktionsauftrag handeln. Der Mitarbeiter, der den Auftrag zusammenstellt, wird als Kommissionierer, Picker oder Greifer bezeichnet.

Wie viel kostet ein Kommissionierer?

Was kostet ein Kommissionierautomat? – Je nach Hersteller und Variation eines Kommissionierautomaten differieren auch die Kosten für eben jenen. Bei einem Einstiegssystem, das den gängigen Standards entspricht, kann der Apotheker gut und gerne mit 70.000 bis 80.000€ rechnen.

  • Mit individuellen Anpassungen oder zusätzlichen Modulen, wie der automatischen Einlagerung, einem Kühlmodul oder einem zusätzlichen Greifsystem, ist die 100.000€-Marke schnell überschritten.
  • Hinzu kommen laufende Kosten für Wartung (Pflicht) und Service sowie natürlich die Stromkosten.
  • Alles in allem muss der Apotheker über die gesamte Lebensdauer des Automaten dadurch mit dem doppelten Kaufpreis kalkulieren bzw.

planen.

Welche Probleme können beim Kommissionieren auftreten?

Arten von Kommissionierfehlern Während beim Typfehler ein falscher Artikel zusätzlich oder anstatt des richtigen Artikels kommissioniert wurde, ist beim Mengenfehler die Stück- zahl des richtigen Artikels zu hoch oder zu gering. Auslassungsfehler entstehen, wenn eine Position übersprungen wurde.

Welche drei Dinge spielen bei der Kommissionierung eine Rolle?

Informationsfluss – Unter Informationsfluss versteht man, wie denn der Kommissionierer, der die Ware zusammenstellt überhaupt weiß, was er zusammenstellen muss. Der Fluss besteht aus den 4 Phasen:

1. Erfassen Bestellung des Kunden aufnehmen
2. Aufbereiten Die Bestellung in einen Kommissionierauftrag (Packliste) umwandeln und zum Beispiel den Lagerort ergänzen
3. Weitergeben Die Informationen werden an denjenigen weiter gegeben, der den Auftrag bearbeitet/zusammenstellt
4. Quittieren Der Kommissionierer bestätigt die Warenentnahme

Was sind Nachteile der Beleghaften Kommissionierung?

Alternativen zu Pick-by-Paper – Ein Grund dafür, dass Pick-by-Paper auch heute noch in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zum Einsatz kommt, ist naheliegend. Einerseits ist der Warenumschlag überschaubar, Lagerkapazitäten sind organisch gewachsen und durch das Wissen eines Einzelnen gut steuerbar.

  • Andererseits scheuen Unternehmen den Planungs- und Kostenaufwand, um ein intelligentes und zeitgemäßes Lagerverwaltungssystem zu etablieren.
  • Pick-by-Paper stellt jedoch nur die absolute Grundlage dar, die Methode eignet sich nicht für Kleinteile oder ab gewissen Bestellmengen.
  • Als beleghafte Form der Kommissionierung bietet Pick-by-Paper zwar Vorteile in begrenztem Umfang, es stellt aber aufgrund von mangelnder Transparenz und hoher Fehleranfälligkeit keine Langzeit-Lösung dar.

Beleglose, in Echtzeit steuerbare Kommissionier-Methoden wie Pick-by-Scan oder Pick-by-Light sind hier eher geeignet. Tipp: Im Logistik-Lexikon von proLogistik finden Sie umfassende Beiträge und Erklärungen zu diesen und weiteren Kommissionier-Methoden.

See also:  Was Macht Man Als Industriekauffrau?

Pick-by-Light Pick-by-Vision Pick-by-Scan Pick-by-Voice

Was sind Kommissioniergeräte?

Ein Kommissioniergerät ist ein Hilfsmittel für die Warenbewegung im Zuge der Lagertätigkeit. Es unterstützt den Mitarbeiter im Lager bei der Zusammenstellung von Teilmengen und der Ein- und Auslagerung von Waren, die er gemäß seiner Aufträge für Kunden, Projekte oder dergleichen von A nach B bewegen muss.

Wie nennt man Stapler noch?

Mehr als nur Gabelstapler – Die Staplerarten im Überblick – Es gibt eine sehr große Zahl von Staplerarten und Modellvarianten. Wir stellen die gängigsten Staplerarten vor. Neben dem Hubmaststapler, klassische als Gabelstapler oder Hubstapler bezeichnet, gibt es noch viele verschieden Stapler-Varianten. Staplerarten Im Überblick

Wann braucht man einen staplerschein?

Wofür ist der Staplerschein erforderlich? – Wer in einem gewerblichen Betrieb einen Frontstapler oder ein anderes angetriebenes Flurförderzeug führen muss, muss seine Eignung und Ausbildung durch einen Staplerschein nachweisen. Staplerschein © Björn Wylezich, fotolia.com

Was ist beim Kommissionieren zu beachten?

Kurze Wege und klare Strukturen gegen Kommissionierfehler – Ebenfalls negative Auswirkungen auf das Kommissionieren kann die Beschaffenheit des Lagers haben. Ein Fehler, den Sie hierbei unbedingt vermeiden sollten, sind zu große und gleichzeitig unordentlich sowie schlecht strukturierte Lagerbestände.

Dort entwickeln sich die gelagerten Artikel schnell zu einer unübersichtlichen Masse aus überfüllten Behältern mit gestapelter Ware. Sich da zurecht zu finden und die richtigen Artikel in der richtigen Stückzahl zusammenzustellen, kann für Ihre Mitarbeiter so unnötig aufwändig sein. Hiermit zusammen hängt ein weiterer Fehler in Sachen Kommissionieren: zu weitläufige Lagerflächen.

Auf langen Wegen zwischen den Regalen geht viel Zeit verloren, was Ihre Mitarbeiter wiederum unter Zeitdruck setzt und bei Fehlern in der Ausführung endet. Minimieren Sie deswegen entweder Ihre Lagerflächen durch logistische Ver- und Entsorgungsstrategien oder investieren Sie ein wenig Arbeit in eine effiziente Lagerstruktur – die Sicherung der gewohnten Versorgung inklusive.

Wie viel verdient man bei Aldi als Kommissionierer?

Als Lagermitarbeiter / Kommissionierer (m/w/d) erhältst du selbstverständlich eine faire Bezahlung. Deshalb erhalten unsere Mitarbeiter:innen einen Stundenlohn von mindestens 14 Euro.

Was verdient man bei dm als Kommissionierer?

Wie viel verdient ein Kommissionierer (m/w/d) bei dm-drogerie markt in Deutschland? Durchschnittliches Einkommen pro Jahr bei dm-drogerie markt als Kommissionierer (m/w/d) in Deutschland ist etwa 66.000 €, was 175 % über dem Landesdurchschnitt liegt.

Wie teilen sich die Zeiten beim Kommissionieren auf?

Berechnung und Optimierung von Kommissionierzeiten einfach erklärt Die Kommissionierzeiten berechnen und optimieren zu können, ist eine wichtige Maßnahme zur Steuerung eines Unternehmens. Ganz wichtig: Der Aufwand lohnt sich, denn kürzere Kommissionierzeiten bedeuten geringere Kommissionierkosten und dadurch auch geringere Lagerkosten.

Und Kosten sparen möchte doch jedes Unternehmen gerne. Aber wie berechnet man die Kommissionierzeiten? Welche Störfaktoren gibt es und wie können wir die Kommissionierzeiten optimieren? simpleclub hilft dir dabei, das Thema zu verstehen und all diese Fragen zu klären! Wie du weißt, besteht die Kommissionierzeit aus verschiedenen Teilzeiten : Der Basiszeit, der Wegzeit, der Greifzeit, der Totzeit und der Verteilzeit.

Die Berechnung der Kommissionierzeit ist also ganz easy, denn dazu musst du einfach nur die verschiedenen Teilzeiten addieren, Das Ziel jedes Unternehmens ist es dabei, die Kommissionierzeit so gering wie möglich zu halten, denn das senkt die Kosten. Daher gilt es, Störfaktoren zu identifizieren, die die Kommissionierzeit in die Länge ziehen. Diese kannst du dann aktiv angehen und somit die Kommissionierzeit optimieren.

  1. Ist beispielsweise ein Lagerplatz mit der falschen Artikelnummer gekennzeichnet, brauchst du längere Zeit für die Suche nach dem korrekten Artikel, auch wenn er in der Nähe gelagert ist.
  2. Ennzeichnest du den Lagerplatz nun mit der richtigen Artikelnummer, sparst du dir die zusätzliche Suche und optimierst somit die Kommissionierzeit.

Easy, oder? Kommissionierzeit = Basiszeit + Wegzeit + Greifzeit + Totzeit + Verteilzeit Wie du anhand der Formel erkennen kannst, musst du zur Berechnung der Kommissionierzeit einfach nur die verschiedenen Teilzeiten addieren. Aber aufgepasst, bei der Berechnung der einzelnen Teilzeiten gibt es natürlich ein paar Besonderheiten, wäre sonst ja auch zu schön.

Dabei geht es darum, wie oft die einzelnen Teilzeiten anfallen. Fangen wir mit der Basiszeit an. Diese fällt nur einmal pro Kommissionierauftrag an, Wenn du zum Beispiel fünf Fahrräder, fünf Inbusschlüssel und 20 Schrauben kommissionieren musst, organisierst du dir nur einmal den Gabelstapler und stellst ein paar Paletten sowie einen Behälter für die Inbusschlüssel und Schrauben parat.

Anders ist es bei der Wegzeit, der Greifzeit und der Totzeit, denn diese Teilzeiten fallen pro Position an, Dazu lass uns nochmal zurück in unser Beispiel gehen. Um den Auftrag abzuarbeiten, fährst du (Wegzeit) zunächst zum Regal mit den Fahrrädern, also der ersten Position auf der Kommissionierliste.

Dort musst du jedes einzelne Fahrrad in seiner Holzkiste aus dem Regal auf die Palette heben (Greifzeit) und anschließend die Entnahme quittieren (Totzeit), Anschließend fährst du zur Abgabestelle (Wegzeit), um die Palette mit den Fahrrädern abzustellen und dir den Behälter für die Inbusschlüssel und Schrauben zu schnappen.

Jetzt lässt du den Gabelstapler stehen und machst dich auf den Weg zum Regal mit den Schrauben (Wegzeit), Dort angekommen, musst du zunächst die Verpackung der Schrauben aufreißen (Totzeit) und kannst anschließend die 20 Schrauben entnehmen (Greifzeit),

Natürlich musst du auch diese Entnahme quittieren (Totzeit), Anschließend geht es zum Regal mit den Inbusschlüsseln, wo du genau die gleichen Schritte durchführen musst, bevor du mit den Schrauben und Inbusschlüssel zurück zur Abgabestelle marschierst. Wie du siehst, sind die Wegzeit, Greifzeit und Totzeit nun mehrmals, immer pro Position angefallen.

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Jetzt fragst du dich vielleicht, wie es mit der Verteilzeit aussieht. Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Einerseits ist es möglich, die Verteilzeit über Verteilzeitstudien zu ermitteln und dann zu berechnen, wie hoch der durchschnittliche Anteil der Verteilzeit (in Prozent) an der Kommissionierzeit ist.

Diesen Anteil kann man dann prozentual auf die Summe aus Basiszeit, Wegzeit, Greifzeit und Totzeit aufschlagen. In manchen Branchen werden diese Verteilzeitzuschläge auch unter den Tarifparteien bei der Aushandlung des Tarifvertrags verhandelt und festgelegt. Beträgt die Summe aus Kommissionierzeit, Wegzeit, Greifzeit und Totzeit beispielsweise 100 Minuten und der Verteilzeitzuschlag beträgt 6 %, dann beläuft sich die gesamte Kommissionierzeit auf 106 Minuten.

Andererseits ist es auch möglich, die Verteilzeit pro einzelnem Kommissionierauftrag zu dokumentieren, was natürlich mit entsprechendem Aufwand verbunden ist. Ach und Freunde: Keine Sorge, wir spielen die komplette Berechnung der Kommissionierzeit als Zahlenbeispiel gleich nochmal zusammen durch.

Vorher widmen wir uns aber der Optimierung der Kommissionierzeit. Warum spielt die Optimierung der Kommissionierzeit eine so wichtige Rolle. Nun, wie du bestimmt weißt, möchte jedes Unternehmen seine Kosten so gering halten wie möglich, da jeder eingesparte Euro einen Euro mehr an Gewinn bedeutet. Ein wichtiger Kostenfaktor für Unternehmen sind dabei die Lagerkosten.

Zu diesen zählen wiederum die Kommissionierkosten und jetzt darfst du dreimal raten, was ein entscheidender Faktor für die Kommissionierkosten ist. Richtig, die Kommissionierzeit. Sinkt die Kommissionierzeit, führt das zudem dazu, dass mehr Aufträge kommissioniert werden können.

  1. Somit können sowohl die Produktion als auch die Kunden schneller mit den gewünschten Artikeln versorgt werden.
  2. Und welcher Kunde freut sich nicht über eine schnelle Auslieferung der bestellten Waren? Kürzere Kommissionierzeiten sind also auch noch super für die Kundenbeziehungen und das Image,
  3. Schauen wir uns also mal an, wodurch Kommissionierzeiten gesenkt werden können.

Die Basiszeit umfasst alle vor- und nachbereitenden Tätigkeiten zur Bearbeitung eines Kommissionierauftrags. Um die Basiszeit zu optimieren, solltest du auf folgende Punkte achten:

Belege (vor allem Kommissionieraufträge) müssen gut lesbar, vollständig und geordnet sein. Es sollten genug Fahrzeuge und Kommissionierbehälter zur Verfügung stehen. Abläufe der Vor- und Nachbereitung eines Kommissionierauftrags sollten klar sein.

Die Wegzeit ist die Zeit, die vom Kommissionierer oder der Kommissioniererin benötigt wird, um sich zwischen der Annahmestelle, den Entnahmeorten (z.B. Regalen) und der Abgabestelle zu bewegen, Du kannst dir sicher schon denken, wie du die Wegzeit optimieren kannst:

Artikel, die häufiger benötigt werden, sollten so platziert werden, dass der Weg zu ihnen möglichst kurz ist. Artikel, die häufig in Kombination mit anderen Artikeln kommissioniert werden müssen, sollten nah beieinander gelagert werden. Wegstrategie so anpassen, dass ggf. mehrere Positionen gleichzeitig auf einem Weg kommissioniert werden können.

Die Greifzeit beschreibt die Zeit, die vom Kommissionierer oder der Kommissioniererin benötigt wird, um eine Entnahmeeinheit aus dem Regal zu nehmen und sie in einen Behälter oder auf ein Fahrzeug zu legen, Zur Optimierung der Greifzeit solltest du folgende Punkte beachten:

Artikel, die häufiger benötigt werden, sollten so gelagert werden, dass sie schnell greifbar sind. Artikel sollten so gelagert sein, dass sie gut zu greifen sind (Fahrräder in Holzkisten können zum Beispiel besser von Bodenhöhe aus gegriffen werden, als wenn sie in 4 Metern Höhe auf dem dritten Regalboden gelagert werden). Art der Regallagerung überdenken (statische vs. dynamische Regallagerung). Kommissionierhilfen (z.B. Gabelstapler oder Rollwagen) optimal platzieren.

Die Totzeit fällt während der Kommissionierung an und umfasst neben vor- und nachbereitenden Aktivitäten am Regalfach auch Verzögerungszeiten durch Fehler des Kommissionierers oder der Kommissioniererin. Hier kannst du zur Optimierung unter anderem folgende Punkte berücksichtigen:

Korrekte und ausreichende Lagerkennzeichnung gewährleisten (z.B. Beschilderung, Artikelkennzeichnung, etc.). Verpackungen bei der Einlagerung ins Regal direkt öffnen und geöffnet lassen (sofern möglich). Digitale Lagerverwaltung (z.B. Entnahme mittels Scanner quittieren).

Die Teilzeit ist die Zeit, in der aus privaten oder sachlichen Gründen nicht gearbeitet wird, Sie kann wie folgt optimiert werden:

Motivation der Mitarbeitenden erhöhen (z.B. durch Anreize, Einbindung, Mitbestimmung, etc.). Kommunikation unter den Mitarbeitenden verbessern (z.B. Absprache, wer wann welches Gerät benötigt). Organisatorische Abläufe verbessern.

Jan hat die Aufgabe, die Kommissionierzeit für seinen letzten Kommissionierauftrag über 30 Mountainbikes zu berechnen. Dabei fallen folgende Zeiten an:

Basiszeit: 6 Minuten Wegzeit: 18 Sekunden pro Position Greifzeit: 25 Sekunden pro Position Totzeit: 5 Sekunden pro Position Verteilzeit: 5 % der Summe aus Basiszeit, Wegzeit, Greifzeit und Totzeit

Im ersten Schritt muss Jan nun die gesamte Wegzeit, Greifzeit und Totzeit errechnen:

Wegzeit: \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 18 Sekunden 60 Sekunden = 9 Minuten \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 60 Sekunden 18 Sekunden ​ = 9 Minuten Greifzeit: \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 25 Sekunden 60 Sekunden = 12,5 Minuten \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 60 Sekunden 25 Sekunden ​ = 12,5 Minuten Totzeit: \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 5 Sekunden 60 Sekunden = 2,5 Minuten \textsf \cdot \frac } } = \textsf 30 Positionen ⋅ 60 Sekunden 5 Sekunden ​ = 2,5 Minuten

Jan teilt dabei übrigens durch 60 Sekunden, damit er den Wert in Minuten erhält.Anschließend addiert Jan die Basiszeit, Wegzeit, Greifzeit und Totzeit: 6 Minuten + 9 Minuten + 12,5 Minuten + 2,5 Minuten = 30 Minuten. Nun muss Jan noch die Verteilzeit berechnen, indem er ermittelt, wie viel Minuten 5 % von 30 Minuten entsprechen: \text \cdot \text = \text 30 Minuten ⋅ 0,05 = 1,5 Minuten \text \cdot \text = \text 30 Minuten ⋅ 0,05 = 1,5 Minuten Die Verteilzeit von 1,5 Minuten muss Jan jetzt nur noch auf die Summe von Basiszeit, Wegzeit, Greifzeit und Totzeit addieren, damit er die Kommissionierzeit für seinen Auftrag kennt: Kommissionierzeit = 30 Minuten + 1,5 Minuten = 31,5 Minuten.

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Das war jetzt übrigens schon die schwierige Variante. In der Prüfung kann es auch sein, dass die Verteilzeit direkt in Minuten angegeben wird. In dem Fall kannst du dir die Berechnung der Verteilzeit sparen und rechnest sofort Basiszeit + Wegzeit + Greifzeit + Totzeit + Verteilzeit. Nachdem Jan die Kommissionierzeit berechnet hat, soll er von der Lagerleitung zwei Vorschläge nennen, um die Kommissionierzeit zu optimieren, Das ist für Jan ein Klacks: Durch einen Blick in auf die Verkaufszahlen ist ihm aufgefallen, dass 20 % mehr Mountainbikes als Rennräder verkauft werden und Mountainbikes demnach auch häufiger kommissioniert werden müssen.

Der Weg zu den Mountainbikes und zurück ist aber länger als zu den Rennrädern. Um die Wegzeit zu optimieren schlägt Jan vor, die Lagerplätze von Rennrädern und Mountainbikes zu tauschen. Jan ist aufgefallen, dass der Drucker im Lager seit einiger Zeit unscharf druckt. Bei seinem Auftrag musste er extra nochmal im Vertrieb anrufen, um zu erfahren, wie viele Mountainbikes bestellt wurden, da die Menge verwischt war.

Um die Basiszeit zu optimieren lässt Jan daher den Drucker warten, damit alle Belege (vor allem Kommissionieraufträge) gut lesbar sind. Um die Kommissionierzeit zu berechnen, musst du einfach nur die verschiedenen Teilzeiten addieren: Kommissionierzeit = Basiszeit + Wegzeit + Greifzeit + Totzeit + Verteilzeit,

Dabei musst du beachten, dass die Basiszeit nur einmal pro Kommissionierauftrag anfällt, während die Wegzeit, Greifzeit und Totzeit pro Position anfallen. Die Verteilzeit wird entweder als Verteilzeitzuschlag in Prozent angegeben oder als absolute Zahl in Minuten. Letzten Endes kannst du die Verteilzeit dann aber wie die Basiszeit handhaben, sie fällt also auch nur einmal pro Kommissionierauftrag an.

Das Ziel jedes Unternehmens ist es, die Kommissionierzeit so gering wie möglich zu halten, denn das senkt die Kosten und ist super für die Kundenbeziehungen und das Image, Die Optimierung der Kommissionierzeiten kann dabei über jede der einzelnen Teilzeiten erfolgen, weshalb es vielfältige Optimierungsmöglichkeiten gibt.

Wie kann man Kommissionierfehler vermeiden?

So verkürzen Sie die Wegzeit: –

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter ausreichend, um Fehlgänge aufgrund schlechter Lagerkenntnisse zu vermeiden. Optimieren Sie die Wege. Setzen Sie beispielsweise Durchlaufregale ein, legen Sie einen Hauptgang fest, von dem aus einzelne Kommissioniergänge bedient werden können oder ermöglichen Sie bei langen Lagerwegen die Nutzung von Kommissionierfahrzeugen. Erhöhen Sie die Artikelkonzentration und analysieren Sie die Umschlagshäufigkeit von ein- und auszulagernden Waren. Platzieren Sie die am häufigsten verlangten Artikel am Regalanfang. Ermöglichen Sie eine gute Erreichbarkeit aller Lagerplätze. Auftragsorientierte Kommissionierungen sollten vermieden werden. Fassen Sie Teilaufträge für einen Kommissionierrundgang zusammen, um mehrere Aufträge parallel von mehreren Kommissionierern in unterschiedlichen Lagerzonen zu bearbeiten.

Wie läuft eine Kommissionierung im Lager ab?

Kommis­sionierung Ablauf Bei einer Kommissionierung – Ablauf werden Kommissionieraufträge in Form von Picklisten oder elektronisch an die Werker übermittelt. Das Folgegeschehen gliedert sich in verschiedene Teilprozesse. Zu den zentralen Grundleistungen zählen

die Entnahme der geforderten Artikelmengen, deren Übergabe in Behälter, auf Förderstrecken oder ein Transportfahrzeug sowie das Zusammenführung der Auftragsmengen.

Die VDI-Richtlinie 3590 Blatt 1 benennt mögliche Teilprozesse im Detail wie folgt:

Vorgabe der Transportinformation Transport der Güter zum Bereitstellungsort Bereitstellung der Güter Bewegung des Kommissionierers zum Bereitstellungsort Vorgabe der Entnahmeinformationen Entnahme der Artikel durch den Kommissionierer Abgabe der Entnahme Quittierung des Entnahmevorgangs Transport der Sammeleinheit(en) zur Abgabe Vorgabe der Transportinformation für die angebrochene(n) Bereitstelleinheit(en) Transport der angebrochenen Bereitstelleinheiten

Mögliche Zusatzleistungen im Zuge der Kommissionierung sind das Etikettieren, die Preisauszeichnung und das Verpacken, die Zusammenstellung von Gebinden sowie die Kennzeichnung und Etikettierung der Versandeinheiten. : Kommis­sionierung Ablauf

Was braucht man für Logistik?

Wie wird man ein Logistiker? – Um als Logistiker arbeiten zu können, benötigt man eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium. Die Ausbildung könnte z.B. als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen sein. Das Studium sollte den Schwerpunkt Logistik haben.

Was ist beim Kommissionieren zu beachten?

Kurze Wege und klare Strukturen gegen Kommissionierfehler – Ebenfalls negative Auswirkungen auf das Kommissionieren kann die Beschaffenheit des Lagers haben. Ein Fehler, den Sie hierbei unbedingt vermeiden sollten, sind zu große und gleichzeitig unordentlich sowie schlecht strukturierte Lagerbestände.

  • Dort entwickeln sich die gelagerten Artikel schnell zu einer unübersichtlichen Masse aus überfüllten Behältern mit gestapelter Ware.
  • Sich da zurecht zu finden und die richtigen Artikel in der richtigen Stückzahl zusammenzustellen, kann für Ihre Mitarbeiter so unnötig aufwändig sein.
  • Hiermit zusammen hängt ein weiterer Fehler in Sachen Kommissionieren: zu weitläufige Lagerflächen.

Auf langen Wegen zwischen den Regalen geht viel Zeit verloren, was Ihre Mitarbeiter wiederum unter Zeitdruck setzt und bei Fehlern in der Ausführung endet. Minimieren Sie deswegen entweder Ihre Lagerflächen durch logistische Ver- und Entsorgungsstrategien oder investieren Sie ein wenig Arbeit in eine effiziente Lagerstruktur – die Sicherung der gewohnten Versorgung inklusive.