Was Macht Ein Statiker?

Was Macht Ein Statiker
Welche Aufgaben und Tätigkeitsfelder bieten sich dem Statiker? – Statiker übernehmen eine Vielzahl von Aufgaben. Sie führen die statische Berechnung aus und ermitteln die Stärke von Wänden und Decken sowie die Kosten eines Gebäudes. Außerdem erstellt der Tragwerksplaner den nach dem Bauordnungsrecht erforderlichen Standsicherheitsnachweis.

Tragwerksplanung beim Umbau von Bestandsbauten Anfertigung von Gutachten über die Stabilität von Gebäuden, zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe Erstellung eines Konstruktionsentwurfs Beratung von Bauherrn, Architekten und Bauingenieuren hinsichtlich der Baustatik Überwachung der Arbeit auf der Baustelle

Was gehört zu einer Statik?

Die Aufgaben des Statikers im Detail – Die Aufgaben eines Statikers gehen aber noch weiter. Auch für die finanzielle Planung eines Gebäudes sind sie sehr wichtig. Durch ihre genaue und präzise Planung des Baus können Kosten deutlich eingespart werden. Eine andere Bezeichnung für den Statiker ist Tragwerksplaner.

  • Den Tragwerksplaner brauchst du immer dann, wenn du entweder bauliche Änderungen an einem bereits bestehenden Gebäude planst, oder wenn es sich um die Erstellung eines Neubaus handelt.
  • Das gilt sogar dann, wenn du gar keinen Umbau planst, sondern lediglich einen schweren Kaminofen aufstellen möchtest, der auf einer Holzbalkendecke platziert werden soll.

Hier kann nur ein Statiker beurteilen, ob diese bauliche Veränderung überhaupt möglich ist. Gerade das Entfernen von Zwischenwänden in einem Haus bedarf stets der Beurteilung eines Fachmannes, das gilt vor allem in Altbauten. Häufig sind hier die Wände zwar als nicht tragend bezeichnet, allerdings kann es im Laufe der Jahre zu sogenannten Setzungsprozessen kommen, wodurch diese ursprünglich nicht tragenden Wände nun doch eine tragende Funktion übernehmen.

Würdest du also eine solche Wand ohne jede Überprüfung durch einen Tragwerksplaner entfernen, kann es zu Rissbildungen oder anderen Problemen kommen. Der Statiker wird auch Tragwerksplaner genannt, da er das Tragwerk von privaten Gebäuden, Ingenieurbauwerken sowie von anderen baulichen Anlagen entwirft.

So ist es unerlässlich, dass er ein Teil des Bauvorhabens ist, zumal er auch derjenige ist, der nach dem Bauordnungsrecht die erforderlichen Standsicherheitsnachweise erstellt. Zu seinen Aufgaben gehören sowohl die Grundlagenermittlung, der Konstruktionsentwurf sowie die Ausführungsplanung und Herstellungsüberwachung.

  • Der Statiker überprüft die bereits erstellten statisch-konstruktiven Unterlagen auf ihre Vollständigkeit und Richtigkeit.
  • Ebenso ist er für die Einhaltung entsprechender Regeln zuständig.
  • Die statisch-konstruktive Planung unterliegt einer bestimmten Vorgehensweise, um eine korrekte und damit auch sichere Bauausführung zu gewährleisten.

Alles beginnt mit der Ermittlung der Grundlagen. Hier kommt es zu den ersten Kontakten mit dem Bauherrn und dem Architekten. Im Anschluss erfolgt dann der statisch-konstruktive Vorentwurf. Hier finden sich beispielsweise die Baustoffe ebenso wie die Bauart oder auch das Herstellungsverfahren.

Auch das Konstruktionsraster oder eine erforderliche Fugenteilung und die Gründungsart einschließlich Baugrubensicherung werden hier festgelegt. Im Anschluss kommt es zur Erstellung des Konstruktionsentwurfs. Dieser beinhaltete eine überschlägige statische Berechnung und Bemessung. Als nächstes wird die Einreichplanung erarbeitet, die mit allen am Projekt Beteiligten und den Behörden abgestimmt wird.

Erst jetzt wird die detaillierte statische Berechnung erstellt. Sie ist die Grundlage für die Ausführungspläne. Um eine Baugenehmigung zu erhalten, musst du den Standsicherheitsnachweis erbringen, da er ein Teil der sogenannten bautechnischen Nachweise ist.

  1. Die statischen Berechnungen sind die Grundlage, um die Konstruktionszeichnungen für die tragenden Bauteile anzufertigen.
  2. Realisiert wird das dann durch die gängigen CAD-Lösungen.
  3. Alle für die Sicherheit wichtigen Informationen sind in den Konstruktionsplänen enthalten.
  4. Die Landesbauordnung besagt, dass der Statiker nicht nur für die Standsicherheitsnachweise zuständig ist, sondern dass zu seinen Leistungen auch der rechnerische Nachweis der jeweils geforderten Schall-, Brand- und Wärmeschutzwerte gehört.

Ebenso ist er dafür verantwortlich, die Richtigkeit der Prüfstatik zu überprüfen. Damit du eine Benutzungsbewilligung bekommst, benötigtst du den Prüfbericht, der nicht selten das letzte fehlende Papier darstellt.

Was kostet eine Stunde Statiker?

Von der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI): Diese regelt die Leistungsvergütung von Architekten, Bauingenieuren und Stadtplanern. In erster Linie bestimmen sogenannte Honorarzonen die Höhe der Kosten. Diese Zonen sind jeweils nach Planungsanforderungen zugeordnet und spiegeln den Schwierigkeitsgrad der statischen Berechnung wieder.

  1. Insgesamt gibt es fünf Honorarzonen.
  2. Je größer die Zahl, desto komplexer das Gebäude: Honorarzone 1 gilt für Gebäude mit einem geringen Schwierigkeitsgrad, Honorarzone 5 für Bauwerke mit einem hohen Schwierigkeitsgrad.
  3. Für ein Gebäude in Honorarzone 5 muss der Tragwerksplaner viel Zeit investieren.
  4. Dazu zählt beispielsweise ein verschachteltes Haus mit Grundrissen, die quer übereinanderstehen.

Die Berechnung ist äußerst aufwändig und dementsprechend teurer. Laut HOAI haben folgende Faktoren Einfluss auf die Höhe des Honorars :

die anrechenbaren Konstruktionskosten des Gebäudesder Honorarsatz (Aufwand)die Honorarzone (Schwierigkeitsgrad)die verschiedenen Leistungsphasen (Umfang der Tätigkeit)gegebenenfalls Zuschläge für Leistungen im Bestand

Seit 2019 ist die Verordnung jedoch nicht mehr verbindlich. Das bedeutet: Statiker können ihre Honorare für ihre Leistungen auch frei verhandeln. Vergleichen lohnt sich: Manche Statiker verlangen für ihre Arbeit bis zu 60 Prozent mehr als die Konkurrenz.

Was macht die Statik?

Abfangung einer Dachstütze im Bahnhof Breda, Niederlande – derartige Konstruktionen müssen baustatisch nachgewiesen werden Statisch irrelevante Konstruktion, die nur Eigengewicht sowie vernachlässigbare Wind- und Schneelasten zu tragen hat. Ein Nachweis ist auch für derartige funktionslose Bauelemente erforderlich Versagen einer nichttragenden Wand unter einer Spannbetondecke, auch für solche leichten Trennwände werden Fundamente benötigt. Beispiel für eine statische Berechnung Baustatik oder die Statik der Baukonstruktionen ist die Lehre von der Sicherheit und Zuverlässigkeit von Tragwerken im Bauwesen, In der Baustatik werden die Kräfte und deren gegenseitige Auswirkungen in einem Bauwerk sowie in jedem dazugehörigen Bauteil berechnet.

  1. Die Berechnungsverfahren der Baustatik sind Hilfsmittel der Tragwerksplanung und mit der Lehre der Modellbildung und der Konstruktionslehre Teil der Tragwerkslehre.
  2. Die Baustatik bedient sich der Mittel der Festigkeitslehre, der Technischen Mechanik, der Statik starrer Körper und der Kontinuumsmechanik,

Die Baustatik ist eine Sammlung rechnerischer und grafischer Verfahren, welche dazu dienen, bei Bauwerken aus der Einwirkung äußerer Lasten auf Belastungen und Verformungen mit deren Spannungen zu schließen, die Lastabtragung des Tragwerks nachzuvollziehen und damit letztlich dessen Gebrauchstauglichkeit nachzuweisen (ein Tragwerk ist die Modellvorstellung der lastabtragenden Teile eines Bauwerks, die sich in Steifigkeit, Festigkeit und Material grundsätzlich unterscheiden können).

Die auf ein Bauwerk einwirkenden Lasten unterteilt man nach der Häufigkeit ihres Auftretens in ständige (etwa das Eigengewicht der Konstruktion), veränderliche (etwa Schnee, Wind, Temperatur, Verkehr oder schwankende Wasserstände) und außergewöhnliche Einwirkungen (etwa Erdbeben, Feuer oder den Anprall von Fahrzeugen).

Diese realen Lasten, werden i.d.R. mithilfe von Normen mit einer gewissen Versagenswahrscheinlichkeit liegend auf der sicheren Seite abgeschätzt. Eine Zielsetzung der Baustatik ist, die ungünstigste Kombination der i.d.R. laut Norm relevanten Kombinationen aus diesen angenommenen Lasten zu ermitteln, und zwar hinsichtlich der Tragsicherheit (z.B.

Bruch, Plastizitätsvermögen, Knicken ) und der Gebrauchstauglichkeit (z.B. Verformungen, Rissbreiten, Schwingungen). Die Problemstellungen beinhalten hauptsächlich quasistatische Belastungen sowie statische Festigkeitsnachweise und Stabilitätsnachweise, während die verwandte Baudynamik die Reaktion von Konstruktionen auf zeitlich veränderliche Lasten (wie z.B.

Wind) erfasst, wobei dynamische Lasten mit Methoden der Statik berechnet werden können. Diese sogenannte quasistatische Berechnung berücksichtigt die dynamischen Effekte mit Faktoren, die groß genug sind, damit die so ermittelte Abschätzung sicher auf der richtigen Seite liegt.

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Im normalen Hochbau werden Schwingungsnachweise im Zuge der baustatischen Berechnung je nach Baustoff mit gewissen Bauwerksabmessungen automatisch als erfüllt betrachtet (z.B. im europäischen Norm EN 1992 die Grenzschlankheit, welche die Mindestdicke einer Platte in Abhängigkeit einer fiktiven Spannweite und des Bewehrungsgrades vorschreibt, um einen gesonderten Schwingungsnachweis nicht führen zu müssen).

Als spezielles und spezialisiertes Teilgebiet der Mechanik bedient sich die klassische Baustatik vor allem der Elastizitätstheorie und des Hookeschen Gesetzes, es kann aber genauso in der Plastizitätstheorie, wie der Fließgelenktheorie angewendet werden.

Wie prüft ein Statiker?

Prüfstatiker – Eine etwas andere Aufgabe erfüllt der Prüfstatiker, Ganz nach dem Vier-Augen-Prinzip prüft ein anerkannter Prüfstatiker die Berechnungen des Statikers im Auftrag der zuständigen Bauaufsichtsbehörde oder des Bauherrn. Er kontrolliert also die schon geleistete Arbeit des Tragwerksplaners, um eventuelle Fehler zu vermeiden.

  1. Prüfstatiker müssen einen Abschluss als Bauingenieur und Berufserfahrung vorweisen, um als Prüfingenieur anerkannt zu werden.
  2. Grundsätzlich hat Prüfstatiker also die gleiche Ausbildung wie ein Statiker mit dem Unterschied, dass er behördlich als Prüfstatiker anerkannt sein muss.
  3. Je nach Bundesland kann das Verfahren zur Anerkennung dabei variieren, wobei Studium und Berufserfahrung jedoch verpflichtend bleiben.

Prüfingenieure für Bautechnik werden in Deutschland insbesondere für Gebäude mit einem komplexen Genehmigungsverfahren vom Gesetz verlangt. Das heißt, nicht für alle Bauvorhaben wird ein Prüfstatiker benötigt. In den meisten Bundesländern können Einfamilienhäuser und kleinere Projekte ohne die Prüfung der bereits erstellten Statik genehmigt und gebaut werden.

Kerrin Klüwer

Wie erkenne ich ob es eine tragende Wand ist?

Checkliste: So können Sie die tragende Wand erkennen – Wer bei einer Renovierung über einen Durchbruch nachdenkt, sollte unbedingt nichttragende und stützende Wände voneinander unterscheiden können. Ist eine Wand tragend, darf sie nicht entfernt werden, da sie das Gebäude trägt. Zeichnungen oder ein Grundriss von Ihrem Haus ist nicht vorhanden? Dann fragen Sie sich sicherlich, wie sie den Unterschied erkennen? Neben der Position der Wand, gibt es noch weitere wichtige Punkte zu beachten.

  • Position: Generell befinden sich stützende Wände im Mauerwerk und Außenbereich Ihres Hauses. Bei mehrstöckigen Häusern sitzen sie in der Regel übereinander, da die Kräfte so nach unten abgeleitet werden.
  • Material: Nichttragende Wände klingen in der Regel beim Klopfen hohl. Dennoch können in der fraglichen Wand Gas-, Wasser- oder Stromleitungen entlanglaufen. Dünne Gibswände können sogar leicht vibrieren. Experten-Tipp: Wer sich nicht sicher ist, kann die Sockelleiste entfernen und sieht dort das Material am Fußboden. Falls Sie Stein oder Ziegel erkennen, sollten Sie einen Profi befragen.
  • Balken und Stahlstützen: Sobald horizontale oder vertikale Balken und Eisenträger erkennbar sind, hat die Wand eine tragende Funktion.
  • Dicke der Wand: Bei einem Neubau nach 1990 müssen tragende Wände eine Dicke von mindestens 11,5 Zentimetern aufweisen. Und das ohne Putz, Tapete & Co. Doch darauf können Sie sich bei älteren Gebäuden nicht immer verlassen. Bei einem Altbau, der vor 1970 erbaut wurde, waren allerdings auch schmalere Wände als tragend zugelassen. Wände mit einer Dicke ab 17,5 Zentimetern sind jedoch in der Regel immer tragend!

Was kostet Statiker tragende Wand?

Kosten für Statiker –

Wand Kosten Statiker
nichttragende Wand 250 – 500 Euro
tragende Wand 500 – 2.000 Euro

Der Stundenlohn des Handwerkers liegt zwischen 55 und 65 Euro, Das bedeutet: Der Durchbruch einer tragenden Wand kostet 400 bis 700 Euro pro Quadratmeter – der Einbau eines Stahlträgers 100 bis 250 Euro, Eine nichttragende Wand zu durchbrechen kostet pro Quadratmeter 100 bis 250 Euro, Hinzu kommen das Einrichten der Baustelle mit 100 bis 150 Euro und die Anfahrtskosten mit 10 bis 50 Euro,

Wie lange dauert eine Statikberechnung?

Dauer der statischen Berechnungen bei einem Mehrfamilienhaus – Mehrfamilienhäuser sind in der Regel komplexer zu planen und zu bauen als ein Einfamilienhaus. Das liegt schon an der größeren Grundfläche und den meist mehreren Stockwerken. Auch hier gilt: Der tatsächliche Zeitaufwand für die Planung der Statik hängt vom Einzelfall ab.

Wann wird der Statiker beauftragt?

Wann brauche ich einen Statiker? – Im Regelfall wird ein Statiker bei Bauvorhaben bei denen u.a. Gefahr für Leib und Leben ausgehen kann, bspw. beim Bau eines Einfamilienhauses zum Projekt hinzugezogen. Ob eine statische Berechnung von einem Experten gesetzlich notwendig ist, hängt von den unterschiedlichen Landesbauordnungen der Bundesländer ab.

Wer zahlt den Statiker?

Statiker Preise – Mit dieses Kosten müssen Sie rechnen! – Der Statiker, korrekterweise ein Bauingenieur oder Tragwerksplaner, ist beim Hausbau unverzichtbar. Er muss alle Fragen rund um die Statik eines Hauses klären, wie etwa die Tragfähigkeit, den Brandschutz und vieles mehr.

Ist ein Statiker Pflicht?

Statiker sind nicht überall Pflicht – Ob du einen Statiker beauftragen musst oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, in welchem Bundesland du dein Bauvorhaben planst. Das Gesetz sieht hier derzeit bestimmte Bundesländer vor, in denen du zwingend ein Statiker beauftragen musst.

  • Wir von Construyo können dir auch bei dieser Frage gerne weiterhelfen.
  • In den Bundesländern, in denen die Einschaltung eines Statikers Pflicht ist, gibt es einen genau vorgeschriebenen Umfang, in dem die Prüfung durchgeführt werden muss.
  • Diese Vorgehensweise ist in der bautechnischen Prüfungsverordnung festgeschrieben.

Das Statikergutachten beinhaltet in der Regel die Überprüfung der allgemeinen Standsicherheit bei der Planung, die Prüfung der Erdgeschossdecke und der Dachkonstruktion. Ebenso beinhaltet das Statikergutachten die Ausführungszeichnungen wie beispielsweise den Fundamentplan und die Brandschutz Ausführungszeichnungen.

Die Erbringung des Standsicherheitsnachweises durch einen Statiker ist in jedem Bundesland Pflicht – unabhängig von der Größe des Bauvorhabens. Die Kontrolle durch einen öffentlich bestellten Prüfingenieur für Baustatik ist hingegen bei kleineren Bauvorhaben freigestellt. Empfehlenswert ist eine solche Prüfung natürlich trotzdem.

Letztlich möchtest du als Bauherr sicher sein, dass die Standsicherheit und die Tragfähigkeit deines Hauses gegeben ist. Häufig reicht bei einem Bauvorhaben ein Bodengutachten aus. Hier plant der Architekt das gesamte Bauvorhaben und beachtet dabei auch zeitgleich alle Faktoren die Statik betreffend), was eine zusätzliche Statik-Prüfung überflüssig macht.

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Wichtig ist aber anzumerken, dass dies nur gilt, wenn der Architekt in der Liste der Tragwerksplaner in einem Bundesland in Deutschland eingetragen ist. In Schleswig-Holstein und Hessen ist diese Regel nochmals verschärft. Hier muss der Architekt wirklich auch in dem jeweiligen Bundesland eingetragen sein.

Eine Eintragung in einem anderen Bundesland reicht hierbei nicht aus. Ein Bodengutachten ist in der Regel sehr sinnvoll. Hier geht es nicht nur allein um die Tragfähigkeit des Hauses, sondern zugleich betrifft die Bodenbeschaffenheit auch die Kellerplanung.

  • Gerade wenn ein Keller geplant ist, spielt der Grundwasserspiegel eine entscheidende Rolle, ist dieser zu hoch, so muss dringend vom Kellerbau abgeraten werden.
  • Statiker werden aber auch häufig beauftragt, wenn es sich um Schäden am Altbau handelt.
  • Diese Schäden können nämlich schnell die Tragfähigkeit des Hauses beeinflussen.

Gerade wenn es sich also um den Kauf eines Altbaus handelt, der bereits Beschädigungen aufweist, dann solltest du keinesfalls auf das Gutachten eines Statikers verzichten. Insbesondere deswegen, weil es sich hier dann nicht um ein komplett baustatisches Gutachten handelt, sondern zunächst nur um eine allgemeine Begutachtung.

Wer darf eine Statik berechnen?

Bauingenieurwesen – Beispiel für eine statische Berechnung Im Bauingenieurwesen bezeichnet man die gesamte Konstruktionsplanung eines Bauwerks als Tragwerksplanung, Die Statische Berechnung ist ein Teil davon; im Wesentlichen handelt es sich dabei um den rechnerischen Teil.

  • Bestandteil der statischen Berechnung sind aber auch statische Übersichtspläne (sogenannte statische Positionspläne) in denen sich die einzelnen Positionen der Berechnung und auch die wesentlichen Bauteilabmessungen, Baustoffe usw.
  • Wiederfinden.
  • Die meisten Bauvorhaben bedürfen einer Genehmigung durch die zuständige Bauaufsichtsbehörde.

Im Rahmen des Bauantragsverfahrens kann diese eingeholt werden. Zu den erforderlichen Nachweisen gehört unter anderem eine von einem Sachverständigen erstellte statische Berechnung des Bauwerks. Sie dient dem Nachweis der Standsicherheit, der Gebrauchstauglichkeit und der Dauerhaftigkeit,

Nach den letzten Bauordnungsrechtsnovellen ist allerdings nur noch bei Sonderbauten die Statik zusammen mit dem Bauantrag zur Prüfung einzureichen. Für alle anderen Bauvorhaben reicht eine spätere Vorlage – diese muss in den meisten Fällen jedoch vor Baubeginn sein. Für Bauwerke ab mittlerer Schwierigkeit muss der Bauherr die Statik durch einen Prüfstatiker überprüfen lassen (Fremdüberwachung der Berechnung).

Für einfache Bauvorhaben wie Ein- oder Zweifamilienhäuser ist im Regelfall keine externe Prüfung erforderlich (Hier ist die Eigenüberwachung der Tragwerkplaners selbst, z.B. durch einen zweiten Ingenieur im Büro oder durch den Abgleich mit ähnlichen Berechnungen aus der Vergangenheit hinreichend).

Die statischen Berechnungen werden durch Tragwerksplaner ( Statiker ) aufgestellt, die über ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen verfügen müssen. In den meisten Bundesländern werden inzwischen Listen mit bauvorlageberechtigten Tragwerksplanern geführt, bei denen dieses formal zutrifft. Teilweise wird von den Tragwerksplanern auch noch der Nachweis eines ausreichenden Versicherungsschutzes verlangt.

Eine übertriebene Genauigkeit in der statischen Berechnung ist nicht erforderlich, da die Auslastung in Prozent angegeben wird. Das heißt, nur 3 signifikante Stellen sind im Ergebnis notwendig. Gleichzeitig sind sowohl Materialkennwerte und Lastannahmen sowie teilweise auch die Rechenmodelle mit Ungenauigkeiten behaftet.

Diese Ungenauigkeiten wurde bei der Kalibrierung der (Teil-)Sicherheitsfaktoren Rechnung getragen. Durch die Verwendung von Rechenmaschinen und Computern ergeben sich heute zwar große theoretische Genauigkeiten. Prinzipiell sind aber immer noch Genauigkeiten von 3 bis 4 signifikanten Stellen (nicht Nachkommastellen) ausreichend.

Zu Zeiten als die statischen Berechnungen noch mit dem Rechenschieber gemacht wurde, wurde eine Genauigkeit von 3 Zahlenstellen als ausreichend erachtet. Mehr ist auf dem Rechenschieber auch kaum ablesbar.

Was Kosten eine Statik für eine Bodenplatte?

Ein etwa 20 Zentimeter dickes Plattenfundament erhalten Sie ab etwa 70 Euro pro m². Bei einer Grundfläche von etwa 100 m² kostet die Bodenplatte zwischen 7.000 und 10.000€. Je nach Bodenbeschaffenheit und Forderungen von Architekt und Statiker variieren die Preise stark.

Wie wird ein Statiker bezahlt?

Kosten für den Statiker – Eine Berechnung der Kosten für Statiker ist in der Regel sehr komplex und auf den jeweiligen Einzelfall zugeschnitten. Prinzipiell wurden die Kosten für einen Statiker nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure berechnet.

Der Honorarzone und dem Honorarsatz. Den anrechenbaren Kosten. Zuschlag für Leistungen im Bestand. Verschiedene Leistungsphasen, in denen der Statiker Leistungen erbringt.

Wie beauftrage ich einen Statiker?

Statiker finden – Nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) heißt die Leistung, die ein Statiker erbringt, Tragwerksplanung. Eine lokale Suche nach entsprechenden Tragwerksplanungsbüros kann also erste Ansprechpartner bereitstellen.

Ist ein Architekt auch ein Statiker?

Im Gegensatz zum Architekten sind Statiker für die allgemeine Sicherheit des Gebäudes zuständig. Ihre Aufgabe besteht im Kern darin, die nötigen Nachweise für die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Standsicherheit zu erbringen. Sie begutachten die Baupläne des Architekten.

Was ist Statik einfach erklärt?

Mechanik – Statik M aschinenbau-Wissen.de Die Maschinenbau-Community In diesem Bereich der Website findet man Statik-Skripte und weitere Infos über das Fachgebiet Statik. Die Statik befasst sich mit von Kräften, die auf ruhende Körper wirken. Die Statik ist ein Teilgebiet der Mechanik und der Physik.

  1. Das spezielle beim Gebiet der Statik ist, dass die Kräfte bei der Statik im Gleichgewicht zueinander stehen.
  2. Das bedeutet, dass die Summe aller Kräfte und Momente immer gleich Null ist.
  3. Denn sobald ein statisches System aus dem Kräftegleichgewicht geraten würde, würde es sich nicht mehr um eine ruhendes System handeln und damit würde das Gebiet der Statik verlassen werden und das Gebiet Kinetik betreten werden.

In den Statik-Skripten erfahren Sie alles über Kräfte, Momente, statische Systeme, Reibung und mehr. Mit der Zeit werden außerdem weitere Skripte zum Bereich Statik und Mechanik hinzu kommen. : Mechanik – Statik

Was wird in der Statik berechnet?

Ziele der statischen Berechnung – Konstruktionen sind während ihrer Nutzungszeit bestimmten Belastungen ausgesetzt. Beispiele dafür sind unter anderem Brücken, Stadien und Gerüste. Eine statische Berechnung hat als Ziel die absolute Sicherheit, dass der Bau die Belastung tragen kann.

Er darf nicht zerbrechen, nicht abknicken oder einstürzen. Dazu muss ermittelt werden, wie hoch die Belastung ist. Bei bereits bestehenden Konstruktionen ist es mitunter notwendig, die Tragfähigkeit zu berechnen, um die Nutzungsfähigkeit zu definieren. Sicherheitsrelevante Faktoren, die in die Berechnungen eingehen, sollen die Berechnungen vereinfachen und die Eigenschaften unterschiedlicher Materialien berücksichtigen.

Auch die ungleichmäßige Belastung von Konstruktionen wird in den Berechnungen berücksichtigt. So kann ermittelt werden, wann und in welchem Umfang Verformungen oder Schwingungen auftreten und wie sie begrenzt werden können.

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Welche Pläne braucht der Statiker?

Bestandteile einer Statik – Die Berechnung kann sowohl handschriftlich als auch gedruckt vorliegen. Die Form sagt über die Qualität der Berechnung nichts aus. Wichtig: Zu der Statik gehört ein Plan in dem die Bauteile bezeichnet sind. Dieses ist in der Regel der Positionsplan, kann aber auch der Schalplan sein (in Ausnahmefällen). Der Positionsplan legt die Lage und Abmessung der in der Statik berechneten Bauteile fest. Die Erstellung des Rohbaus erfolgt in der Regel nach dem Schalplan des Ingenieurbüros. In diesem werden alle statisch bedeutsamen die räumlichen Zusammenhänge und Bauteilabmessungen so deteiliiert dargestellt, dass nach den Plänen ein standsicheres Gebäude entsteht. Betonbauteile erhalten eine individuelle Stahleinlage. Diese wird in dem Bewehrungsplan in ihrer Lage, Form und mit ihren Materialeingenschaften dargestellt. Zu dem Bewehrungsplan gehört eine Stahlliste, in der die Stahleinlage mit ihren Einzelgewichten und Formen erfasst wird. Es gibt zu jedem Schalplan in der Regel einen Bewehrungsplan. Nach dem Betonieren kann die Stahleinlage in Bauteilen nicht mehr eingesehen werden. Aus diesem Grund wird unmittelbar vor der Betonage durch das statische Büro eine Überprüfung durchgeführt. Diese wird in einem Abnahmeprotokoll protokolliert.

Wann ist die Statik eines Hauses gefährdet?

So nehmen Sie die Fassade unter die Lupe –

Ziehen sich schmale Risse durch den Putz? Fläche sanieren: Streichen Sie den Untergrund mit faserverstärkter Farbe, sogenanntem Streichvlies. Lassen Sie den Anstrich trocknen und tragen eine Schicht Armierungs-Deckfarbe auf. Zeichnen sich schon breite Risse ab? Profi fragen: Fassadenrisse entstehen, wenn sich das Haus-Fundament senkt, schlecht gegründet ist oder wenn verschiedene Bauteile unterschiedlich stark schwinden oder sich dehnen. An solche Probleme sollte ein Statiker ran! Sandet der Putz, oder ist die Fläche porös? Putz testen: Drücken Sie einen Streifen Paket-Klebeband auf die Wand und ziehen ihn ruckartig ab. Bleiben auf der Klebefläche Putzkörnchen dicht an dicht haften, ist ein Neuanstrich ratsam. Gibt es lose oder hohle Stellen im Putz? Putz abklopfen: Brechen Sie lose Putzblattern heraus, fahnden Sie mit Augen und Gehör nach hohlen Stellen. Stemmen Sie dort den Putz ab, säubern die Schadflächen, grundieren die Wand und füllen die Löcher im Putz mit Spachtelmasse. Ist die Fassade schmutzig und grau? Wand reinigen: Frischen Sie die Fassade mit einem kräftigen Wasserstrahl auf. Lassen Sie das Bürsten und Schrubben, sonst gibt es helle Flecken. Wachsen auf der West- oder Nordseite Moose? Wasser abweisen: Säubern Sie die Fassade gründlich mit einem Hochdruckreiniger und schützen sie künftig mit einem wasserabweisenden Anstrich. Verblasst die Fassadenfarbe? Anstrich auffrischen: Wischen Sie mit der Handfläche über die Wand: Bleibt Farbe hängen, waschen Sie die Wände vor einem Neuanstrich ab und grundieren sie. Drücken Sie mit der Fingernagelspitze drei Sekunden in den Anstrich: In einer dauerelastischen Fassadenbeschichtung entsteht eine Druckstelle, die nach kurzer Zeit verschwindet – solche Beschichtungen brauchen eine Spezialbehandlung vom Malermeister. Finden Sie rissige Fugen im Sichtmauerwerk? Fugen auskratzen: Holen Sie per Fugenfräse vom alten Mörtel 2–3 cm heraus und verfugen neu mit hochhydraulischem Trasskalkmörtel. Verunzieren Graffitis Ziegel oder Stein? Schmierereien entfernen: Rücken Sie Graffitis mit einen Sandstrahler zu Leibe, schützen Sie die Fassade vor neuen Attacken mit einer Schutzschicht. Das nächste Graffito lässt sich dann mit dem Hochdruckreiniger abdampfen.

Wann wird der Statiker beauftragt?

Wann braucht man einen Statiker? – Doch wann brauchen Sie eigentlich einen Statiker? Die Antwort ist einfach: Immer dann, wenn ein Neubau oder bauliche Änderungen geplant werden, die in ein bestehendes Bauwerk eingreifen; im Grunde also für fast jegliche Baumaßnahme.

Selbst falls Sie ohne Umbau nur einen schweren Kaminofen auf eine Holzbalkendecke stellen möchten oder ganz besonders, wenn eine Zwischenwand im Haus entfernt werden soll, stehen Sie nur mit einem fachmännischen Urteil auf der sicheren Seite. Denn sogar ursprünglich als “nicht tragende Bauteile” eingezogene Wände können in Altbauten im Zuge von Setzungsprozessen mit der Zeit eine tragende Funktion übernommen haben.

Werden sie dann entfernt, kann es Rissbildungen geben – oder schlimmeres. Hausbau Bauvertrag Prüfen Sie den Bauvertrag sorgfältig, um Streit mit dem Bauträger zu vermeiden

Ist jeder Architekt auch Statiker?

Im Gegensatz zum Architekten sind Statiker für die allgemeine Sicherheit des Gebäudes zuständig. Ihre Aufgabe besteht im Kern darin, die nötigen Nachweise für die Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Standsicherheit zu erbringen. Sie begutachten die Baupläne des Architekten.

Wer zahlt den Statiker?

Statiker Preise – Mit dieses Kosten müssen Sie rechnen! – Der Statiker, korrekterweise ein Bauingenieur oder Tragwerksplaner, ist beim Hausbau unverzichtbar. Er muss alle Fragen rund um die Statik eines Hauses klären, wie etwa die Tragfähigkeit, den Brandschutz und vieles mehr.

Welche Pläne braucht der Statiker?

Bestandteile einer Statik – Die Berechnung kann sowohl handschriftlich als auch gedruckt vorliegen. Die Form sagt über die Qualität der Berechnung nichts aus. Wichtig: Zu der Statik gehört ein Plan in dem die Bauteile bezeichnet sind. Dieses ist in der Regel der Positionsplan, kann aber auch der Schalplan sein (in Ausnahmefällen). Der Positionsplan legt die Lage und Abmessung der in der Statik berechneten Bauteile fest. Die Erstellung des Rohbaus erfolgt in der Regel nach dem Schalplan des Ingenieurbüros. In diesem werden alle statisch bedeutsamen die räumlichen Zusammenhänge und Bauteilabmessungen so deteiliiert dargestellt, dass nach den Plänen ein standsicheres Gebäude entsteht. Betonbauteile erhalten eine individuelle Stahleinlage. Diese wird in dem Bewehrungsplan in ihrer Lage, Form und mit ihren Materialeingenschaften dargestellt. Zu dem Bewehrungsplan gehört eine Stahlliste, in der die Stahleinlage mit ihren Einzelgewichten und Formen erfasst wird. Es gibt zu jedem Schalplan in der Regel einen Bewehrungsplan. Nach dem Betonieren kann die Stahleinlage in Bauteilen nicht mehr eingesehen werden. Aus diesem Grund wird unmittelbar vor der Betonage durch das statische Büro eine Überprüfung durchgeführt. Diese wird in einem Abnahmeprotokoll protokolliert.