Was Macht Ein Urologe Bei Männern?

Was Macht Ein Urologe Bei Männern
Wer geht zum Urologen? – Viele denken, der Urologe sei in der Medizin das für Männer ist, was der Gynäkologe für Frauen ist. Das ist in einem gewissen Rahmen auch richtig. Der Urologe ist auf die Geschlechtsorgane des Mannes¹ spezialisiert. In diesen Zuständigkeitsbereich fallen Erkrankungen der Hoden und Nebenhoden, der Samenleiter, der Samenbläschen, des Penis und der Prostata.

Außerdem ist der Urologe Ansprechpartner bei Problemen des Geschlechtsverkehrs und der Fruchtbarkeit, etwa bei Erektionsstörungen, Orgasmusproblemen oder Impotenz. Eine der wichtigsten urologischen Untersuchungen von Männern ist die Kontrolle der Prostata, welche der Früherkennung von Krebs dient und daher ab einem gewissen Alter regelmäßig erfolgen sollte.

Obwohl der Urologe auf die männlichen Geschlechtsorgane spezialisiert ist, ist er kein reiner “Männerarzt”. Der Facharzt für Urologie ist auch für Erkrankungen der Harnwege und der Niere zuständig, weshalb ihn nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder aufsuchen.

  1. Die Hauptursache, aufgrund derer Frauen ² einen Urologen konsultieren, sind Blasenentzündungen.
  2. Frauen leiden besonders häufig unter solchen Harnwegsinfekten.
  3. Das hat anatomische Gründe: Die Harnröhre der Frau ist nur wenige Zentimeter lang, sodass Bakterien leichter in die Blase gelangen, als es bei Männern der Fall ist.

Ein weiteres urologisches Frauenleiden ist Inkontinenz: Das Risiko, an einer sogenannten Belastungsinkontinenz zu erkranken, besteht bei einer von drei Frauen. Weitere mögliche urologischen Erkrankungen von Frauen sind die Gebärmuttersenkung, Harnsteine sowie Tumoren in der Niere oder Blase.

  • Neben Männern und Frauen sollten auch Kinder³ bei bestimmten Krankheiten vom Urologen untersucht und behandelt werden.
  • Dafür gibt es spezialisierte Kinderurologen.
  • Zu den häufigsten kinderurologischen Erkrankungen gehören die Vorhautverengung oder -verklebung, der Hodenhochstand und Harnwegsinfekte.
  • Auch häufiges, nächtliches Bettnässen wird vom Urologen behandelt.

Ein weiterer Zuständigkeitsbereich des Urologen ist die HPV-Impfung von Jungen.

Wie läuft eine urologische Untersuchung bei Männern ab?

– Der Urologe untersucht zunächst die äußeren Geschlechtsorgane. Der Spezialist stellt fest, ob die Hoden unterschiedlich groß sind. Beim Abtasten von Hoden und Penis auf mögliche Geschwüre nimmt er auch die Haut in Augenschein. Er prüft, ob diese sich verfärbt hat oder ob Leberflecke sich verdächtig verändert haben.

Wann sollte man als Mann zum Urologen?

Wann muss ich zum Urologen? Kurz gefasst: Bei folgenden Beschwerden sollten Sie sich unverzüglich bei einem Urologen vorstellen:

  • Starke Flankenschmerzen mit oder ohne Blut im Urin
  • Verletzungen im Genitalbereich (Hoden/Penis/Damm)
  • Plötzliche Schmerzen im Genitalbereich/ Hodenbereich, vor allem auch bei Kindern und Heranwachsenden
  • Unvermögen Wasser zu lassen (Harnverhalt)
  • Schüttelfrost mit weiteren Beschwerden: Brennen beim Wasser lösen und/oder Blasen-,Nieren-, Hoden- oder Prostataschmerzen

Bei den folgenden Beschwerden sollten Sie dringlich mit einem Urologen Kontakt aufnehmen und sich vorstellen:

  • Tastbare Veränderungen oder Vergrösserungen am Hoden mit/oder ohne Schmerzen
  • Ausfluss aus der Harnröhre mit/ohne Brennen beim Wasser lösen
  • Sichtbar Blut im Urin- auch wenn es nur kurz war und auch bei Blutverdünnenden Medikamenten
  • Kein Wasser lösen in den letzten 24h ohne dabei Drang zu verspüren (versiegende Urinproduktion/Anurie)
  • schmerzhafte Dauererektion

Bei folgenden Beschwerden sollten Sie nach Erstabklärung und Rücksprache mit Ihrem Hausarzt sich bei uns als Urologen vorstellen:

  • häufiger nächtlicher Harndrang
  • häufiger Harndrang tagsüber mit oder ohne unwillkürlichen Urinverlust
  • erschwertes oder gehäuftes Wasser lösen
  • unkontrollierter Urinverlust
  • geschwollene Beine und Füsse und weniger Urinproduktion
  • ständige Leisten- und Genital- oder Hodenschmerzen
  • Verstopfung und Druck und Schmerzen im Enddarm
  • Beschwerden am Penis oder der Vorhaut: Schwellung, Verengung, Verkrümmung, Entzündungen, Reizungen
  • Verdacht auf Geschlechtskrankheit
  • Veränderungen der Haut an Penis, Hodensack oder Leisten-, Damm- und Gentialbereich
  • Geschwüre oder Gewächse am Penis, Hodensack oder Leisten-, Damm- und Gentialbereich
  • Störungen des Samenerguss: Weniger oder kein Sperma oder Veränderungen des Sperma
  • Störungen der Erektion: weniger oder keine Erektion
  • Ständige und wiederholte Infekte der Blase oder Nieren oder Harnröhre

Folgende Veränderungen des Urins können ein Warnzeichen sein:

  • Roter Urin, ob dauerhaft oder nur kurzzeitig (Rotfärbung)
    • Das ist das wichtigste Warnzeichen! Rote Beete (Randen) können eine Rotfärbung des Urins auslösen. Aber in den meisten Fällen ist es Blut um Urin, welches zur Verfärbung führt. Ursache des Blut im Urin können Entzündungen im Harntrakt oder Steine sein, es kann aber auch auf Krebs hinweisen. Auch blutverdünnende Medikamente können Ursache sein. Immer einen Arzt aufsuchen und den Verdacht überprüfen lassen.
  • Rote oder dunkelbraune Klumpen im Urin (sogenannte Koagel)
  • Das ist ebenfalls ein wichtiges Warnzeichen! Es handelt sich um geronnene Blutklumpen oder Gewebeanteile. Hier sollten Sie dringend zum Arzt!

  • Stark riechender Urin

    Dafür gibt es viele Ursachen: Nahrungsmittel wie Spargeln oder Kaffee können Geruchsveränderungen des Urins auslösen. Aber es können auch Bakterien sein und damit eine Infektion oder Entzündung. Hält der Geruch länger als 1 Tag an, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

  • Brauner Urin
  • Ein sehr wichtiges Warnzeichen. Sie sollten dringlich zum Arzt. Brauner Urin deutet auf Nierenschäden (altes Blut) oder auf eine Leber- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankung hin.

  • Schäumender Urin:

    Urin, der beim Wasser lösen Schaumbildet, ist mit Eiweiss angereichert. Das Eiweiss darf da aber nicht hin. Hier ist eine Schädigung einer oder beider Nieren eingetreten. Besonders wenn Sie Zuckerkrank (Diabetes) sind oder unter hohem Blutdruck (Hypertonie) leiden, sollten Sie in den nächsten Tagen zum Arzt und ihrem Blutzucker, den Blutdruck und den Urin testen lassen.

  • Luft oder Gasblasen im Urin:
  • Kommen Blasen beim Wasser lösen, dann kann das Hinweis auf eine Infektion mit Bakterien sein, manchmal auch eine sogenannte Fistel (Verbindungsgang zwischen Enddarm und Harnblase). Vereinbaren Sie einen Termin beim Arzt.

    • Sofort zum Urologen bei: – Starke Flankenschmerzen mit oder ohne Blut im Urin – Verletzungen im Genitalbereich (Hoden/ Penis/ Damm) – Plötzliche Schmerzen im Genitalbereich/ Hodenbereich, vor allem auch bei Kindern und Heranwachsenden – Unvermögen Wasser zu lassen (Harnverhalt)
    • – Schüttelfrost mit weiteren Beschwerden: Brennen beim Wasser lösen und/oder Blasen-,Nieren-, Hoden- oder Prostataschmerzen
    1. Dringend zum Urologen bei: • Tastbare Veränderungen oder Vergrösserungen am Hoden mit/oder ohne Schmerzen • Ausfluss aus der Harnröhre mit/ohne Brennen beim Wasser lösen • Sichtbar Blut im Urin- auch wenn es nur kurz war und auch bei Blutverdünnenden Medikamenten • Kein Wasser lösen in den letzten 24h ohne dabei Drang zu verspüren (versiegende Urinproduktion/ Anurie)
    2. • schmerzhafte Dauererektion

    : Wann muss ich zum Urologen?

    Welche Fragen stellt ein Urologe?

    Ablauf der ersten urologischen Untersuchung – Viele Patienten sind gehemmt, einen Urologen aufzusuchen, da sie unangenehme Fragen und Untersuchungen befürchten. Schamgefühle sind hier jedoch fehl am Platz: Fachärzte für Urologie sind auf Krankheitsbilder der Sexualmedizin spezialisiert und führen urologische Untersuchungen routinemäßig durch.

    Fragen nach dem psychosozialen und kulturellen Umfeld (z.B. Familie, Beruf, Herkunft)Fragen nach der Sexualität Fragen nach Vorerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Geschlechtskrankheiten), Operationen, Medikamenteneinnahme usw.Fragen nach aktuellen Beschwerden, insbesondere im urologischen Bereich, z.B. mit der Blase, dem Harn, den Genitalien oder der Sexualität

    ➁ Abgabe einer Urinprobe, welche per Harnstreifentest untersucht wird ➂ Anamnesegespräch mit dem Urologen (u.A. Besprechung der Fragebögen) ➃ Blutabnahme:

    Kontrolle der SexualhormoneSuche nach Veränderungen von sog. TumormarkernKontrolle von Laborparametern wie Schilddrüsenwerten, Blutzuckerwerten, Blutfettwerten

    ➄ Durchführung urologischer Untersuchungen:

    Abtasten der Bauch- und GenitalregionAbtasten des Penis und der Hoden beim MannAbtasten der Prostata über den Enddarm beim MannUntersuchung auf Veränderungen der Haut (z.B Rötungen), auf Schwellungen im Bereich des Hodensackes und auf Ausfluss aus der HarnröhreBeklopfen der Nierenlager

    ➅ Ultraschalluntersuchung von Prostata, Harnblase, Hoden und Penis ‍ ➆ Wenn erforderlich, weiterführende Untersuchungen (z.B. Gewebeentnahmen) ➇ Besprechung der Ergebnisse und je nachdem des Behandlungsplans bzw. der Therapie

    Wie untersucht der Urologe die Prostata?

    So läuft der PSA-Test ab – Für den PSA-Test bekommen Männer Blut abgenommen. Die Ärztin oder der Arzt schickt es danach ins Labor, um dort die Menge an PSA im Blut bestimmen zu lassen. Das Ergebnis liegt meist erst einige Tage später vor. Die Höhe des PSA-Wertes geben Mediziner in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml) an.

    Ab wann der PSA-Wert auffällig ist und welche Untersuchungen helfen einen Krebsverdacht abklären, können Sie unter Untersuchungen bei Prostatakrebs: Diagnostik bei Krebsverdacht nachlesen

    Was macht der Urologe bei Erektionsstörungen?

    Erektionsstörung – Diagnose – Der erste Schritt bei der Diagnose ist eine umfangreiche Anamnese. Dies ist der erste und wichtigste Kontakt zwischen dem Arzt und seinem Patienten. In den meisten Fällen geschieht die Anamnese beim Hausarzt, der den Patienten ggf.

    1. An einen Urologen verweist.
    2. Bei der Anamnese ermittelt der Arzt gemeinsam mit dem Patienten die Krankengeschichte, um alle relevanten Informationen zu sammeln und die möglichen Ursachen eingrenzen zu können.
    3. Anschließend erfolgt eine sorgfältige körperliche Untersuchung.
    4. Sexualanamnese Darüber hinaus wird sich der Arzt mit konkreten Fragen zum Sexualleben (Sexualanamnses) des Patienten ein genaues Bild von der Störung machen.

    Standard-Fragebögen (z.B. IIEF-5) können helfen, die Symptome genau zu erfassen (Link zum Fragebogen). Körperliche Untersuchung Anschließend folgt die körperliche Untersuchung, bei der ein Schwerpunkt auf den Geschlechtsorganen und der Prostata liegt. Da viele Erektionsprobleme auf Durchblutungsstörungen zurückzuführen sind, wird der Arzt auch die Gefäßpulse an Armen und Beinen sowie den Blutdruck überprüfen.

    Blutuntersuchung Eine Blutuntersuchung liefert Hinweise zu möglichen Risikofaktoren wie erhöhten Blutzucker oder ungünstige Blutfettwerte. Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße im Penis (Dopplersonographie) Der Blutfluss in den Gefäßen des Penis kann mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung überprüft werden (Dopplersonografie).

    Schwellkörperinjektionstest (SKAT) Gegebenenfalls spritzt der Urologe hierzu ein Medikament in den Penis. Dieses löst eine Erektion aus. Der Vorgang wird Schwellkörperinjektionstest genannt. Ob und wie gut sich in diesem Test eine Erektion einstellt, liefert zusätzliche Hinweise.

    Messung der nächtlichen Gliedversteifung Mit einem speziellen Messgerät können spontane Erektionen im Schlaf analysiert werden. Sind die Werte normal, ist das ein Hinweis, dass die Erektion an sich problemlos möglich ist. Dies kann schließlich ein Hinweis darauf sein, dass psychische Ursachen wahrscheinlicher sind und körperliche unwahrscheinlicher.

    Röntgenuntersuchung der Penisschwelkörper mit Kontrastmittel (Cavernosographie) Vor Beginn der Cavernosographie wird eine Erektion medikamentös mithilfe einer Prostaglandin-Injektion erreicht. Anschließend werden die Schwellkörper punktiert und ein Kontrastmittel verabreicht.

    Wie lange dauert ein Besuch beim Urologen?

    Den ersten Besuch beim Urologen zögern viele Männer gerne heraus. Das kann allerdings nachteilig sein, denn die Untersuchung ist wichtig – und lange nicht so unangenehm, wie viele befürchten. Wir klären rund um die Prostatakrebs-Vorsorge auf, damit die nächste Vorsorgeuntersuchung angst- und schamfrei vonstattengehen kann.

    • Prostatakrebs Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern.
    • Sie macht ungefähr ein Viertel aller neu auftretenden Krebserkrankungen pro Jahr bei Männern aus.
    • Das durchschnittliche Erkrankungsalter für Prostatakrebs liegt bei ca.70 Jahren.
    • Wird der Prostatakrebs in einem frühen Stadium entdeckt, bestehen gute Heilungschancen.

    Da meistens typische Symptome fehlen oder erst sehr spät auftreten, spielt die Früherkennung von Prostatakrebs eine wesentliche Rolle und ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. In Deutschland hat jeder Mann ab 45 Jahren einen Anspruch auf die von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen jährlichen Früherkennungs-Untersuchungen. „Zu Beginn verursacht das Prostatakarzinom meist noch keine Symptome und kann nur im Rahmen von Früherkennungs-Untersuchungen entdeckt werden.” Ablauf der Untersuchung Zunächst legt sich der der Patient auf die Behandlungsliege in eine lockere und entspannte Position auf die Seite.

    1. Parallel zieht der Arzt sich Einmalhandschuhe an und gibt etwas Gleitgel darauf.
    2. Im Anschluss führt er einen Finger in das Rektum des Patienten ein, um die kastaniengroße Prostata nahe dem Enddarm abzutasten.
    3. Bei der Untersuchung kann der Arzt dann beispielsweise feststellen, ob die Prostata verhärtet oder vergrößert ist.

    Nach 30 Sekunden ist die Tastuntersuchung bereits erledigt, der komplette Prostata-Check dauert gerade einmal zehn Minuten Der Check-up verursacht keinerlei Schmerzen, ist maximal etwas unangenehm. Wer zum ersten Mal zum Urologen geht, wird zunächst zu seiner Gesundheit befragt.

    1. Der Arzt stellt u.a.
    2. Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand, klärt Vorerkrankungen und eventuelle familiäre Belastungen ab, sowie ob irgendwelche Beschwerden vorliegen.
    3. Der PSA-Test Zusätzlich zur Tastuntersuchung können Männer bei jedem Check ihren PSA-Wert im Blut bestimmen lassen.
    4. Der PSA-Wert soll dabei helfen, Prostatakrebs aufzudecken.

    Denn ein deutlicher Anstieg kann von einem Tumor verursacht sein. Je nachdem, wie hoch die gemessenen PSA-Werte sind, kann eine Ultraschallkontrolle sinnvoll sein, die dann beim Urologen gemacht wird. Der PSA-Test ist eine Selbstzahler-Leistung und kostet etwa 20 Euro.

    Der PSA- Test misst das prostataspezifische Antigen, ein Eiweiß im Blut, das auf Prostatakrebs hinweisen kann. Der Test schafft eine Möglichkeit, um Prostatakrebs möglichst früh zu diagnostizieren. Denn über das Abtasten durch den Enddarm lassen sich nur günstig gelegene Tumore finden. Mithilfe des PSA-Werts kann ein großer Teil der Erkrankungen weitaus früher erkannt werden.

    Doch der Test hat auch Schwächen und ist umstritten. So lässt ein hoher Wert keine sichere Aussage darüber zu, ob der Patient wirklich Krebs hat. In vielen Fällen steckt kein Tumor dahinter. Denn das prostataspezifische Antigen ist kein Tumormarker, sondern wird u.a.

    Wie oft Hoden untersuchen lassen?

    So geht die Selbstuntersuchung – Und das raten die Urologen Männern zwischen dem 14. und 45. Lebensjahr zur Früherkennung von Hodenkrebs: Abtasten und Betrachten

    Jungen und Männer sollen ihren Hoden einmal im Monat selbst untersuchen. Dazu betastet man den Hodensack und die Hoden in der geöffneten Handfläche von unten und bewegt sie leicht auf und ab. Dann rollt man die Hoden einzeln zwischen Daumen sowie Zeige- und Mittelfinger hin und her. Im Anschluss erfolgt noch der Blick auf den Hodensack im Spiegel.

    Auffällige Veränderungen

    Veränderungen können eine einseitig schmerzlose Vergrößerung oder eine Verhärtung des Hodens sein. Auch kleine, harte schmerzlose Knoten auf dem Hoden sind verdächtig. Des Weiteren kann ein Schweregefühl oder ein Ziehen im Hodenbereich vorkommen. Auch eine Schwellung des Hodensacks ist möglich. Die Nebenhoden können leicht mit Auffälligkeiten verwechselt werden. Sie liegen wie eine Mütze oben auf den Hoden und an der Außenseite.

    Wer Veränderungen an den Hoden feststellt, sollt diese von einem Urologen abklären lassen.

    Wie macht man einen Abstrich beim Mann?

    Ein Abstrich ist ein häufig genutztes medizinisches Verfahren zur Entnahme von körpereigenem Untersuchungsmaterial. Die Zellen werden aus der Oberfläche von Wunden oder Schleimhäuten entnommen. Damit lassen sich verschiedene Erkrankungen identifizieren.

    Zur Entnahme kommen je nach Körperregion sterile Wattetupfer, kleine Bürsten oder Spatel zum Einsatz. Im Allgemeinen wird zwischen zytologischen Abstrichen und mikrobiellen Abstrichen unterschieden. Hier erfahren Sie mehr zum genauen Ablauf, dem Einsatz und den Diagnosemöglichkeiten des Abstrichs. Finden Sie außerdem hier einen Arzt zur Durchführung eines Abstrichs.

    Ein Abstrich bezeichnet die Entnahme von einigen Zellproben zur zytodiagnostischen Untersuchung. Dazu nutzt der Arzt kleine Spatel, Bürsten oder Tupfer. Ein Abstrich ist schnell auszuführen und dabei relativ schmerzfrei für den Patienten. Die Durchführung ist zudem verhältnismäßig einfach und es fallen keine hohen Kosten an.

    Zytologische Abstriche werden zum Beispiel in der Gynäkologie als Routinemaßnahme zur Krebsfrüherkennung verwendet. Der „Pap-Abstrich” etwa ist eine bekannte Kassenleistung und Routinemaßnahme. Dabei entnimmt der Gynäkologe Zellmaterial vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal. Das Material wird dann mikroskopisch auf Veränderungen untersucht,

    Das ermöglicht die Diagnose von nicht normal entwickelten Zellen oder auch von Infektionen. Ein weiterer zytologischer Abstrich ist der so genannte bronchoskopische Abstrich, Hierbei entnimmt der Arzt mit Hilfe eines Endoskops Zellmaterial aus den Bronchien.

    • Die Untersuchung gibt anhand veränderter Zellen beispielsweise Aufschluss über das Vorhandensein eines Bronchialkarzinoms.
    • Der Abstrich aus der Mundschleimhaut zur DNA-Analyse kommt auch in der Kriminologie zur Anwendung.
    • Dabei werden mit einem sterilen Tupfer Zellen an der Innenseite der Mundhöhle entnommen.

    Aus diesen Zellen werden die Erbinformationen (DNA) herausgelöst. Sie können dann zum Beispiel für

    Abstammungsgutachten, Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks oder Typisierungen

    verwendet werden. Ärztin führt einen Rachenabstrich durch Racle Fotodesign | AdobeStock Der mikrobiologische Abstrich enthält gezielt Material aus Infektionsherden. Häufig zum Einsatz kommt er etwa

    im Rachenraum (bei eitrigen Entzündungen des Rachens oder der Mandeln), an schlecht heilenden Wunden, am Auge, in der Harnröhre und an der Scheide,

    Mit Hilfe des Abstriches lässt sich eine Diagnose des jeweiligen Typs von Bakterien oder Pilzen stellen. Der Abstrich und die Untersuchung dient zur Identifikation des genauen Verursachers der Erkeankung. Diese Erregerbestimmung bildet die Grundlage zur Einleitung einer schnellen und effektiven Behandlung des Patienten.

    1. Zur Diagnosestellung kommen unterschiedliche Verfahren an.
    2. Bei Verdacht auf eine Infektion mit Bakterien oder Pilzen wird die Probe aus dem Abstrich auf einen Nährboden aufgetragen.
    3. Nach Feststellung einer Infektion dienen die Zellen zur Anzüchtung einer Pilz- oder Bakterienkultur im Labor.
    4. Daraus lässt sich der genaue Erreger identifizieren.

    Die Diagnose des Erregers ermöglicht daraufhin die Auswahl eines geeigneten Medikaments zur Behandlung der Infektion. Bei einem zytologischen Abstrich geht es vor allem und die Diagnose veränderter Zellen. Dazu wird der Abstrich direkt nach der Entnahme auf einer Glasplatte (Objektträger) ausgestrichen,

    1. Eine chemische Lösung fixiert die Probe.
    2. Als nächstes wird das Präparat chemisch gefärbt.
    3. So werden die Zellen sowie mögliche Zellveränderungen unter dem Mikroskop für eine erste Diagnose sichtbar.
    4. Zu bestimmten Zwecken werdenauch Abstriche entnommen, die nicht weiter bearbeitet und direkt frisch untersucht werden.

    Diese Abstriche werden dann auch als Nativpräparate bezeichnet. Der Arzt betrachtet sie für eine Diagnose direkt mit dem Mikroskop. Bei solchen Nativpräparaten kann es sich zum Beispiel um Abstriche aus Körperflüssigkeiten oder Sekreten handeln. Bei der Entnahme von Abstrichen treten in der Regel keine nennenswerten Komplikationen auf.

    1. Nur bei gynäkologischen Abstrichen vom Muttermund kann es zu leichten Schmierblutungen kommen.
    2. Diese sind aber im Allgemeinen ungefährlich.
    3. Urze Zeit nach dem Entnehmen des Abstriches sollten sie auch zum Stillstand kommen.
    4. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass die entnommenen Zellen für eine Diagnose nicht ausreichen.

    Auch die Aufbereitung des Materials im Labor kann in seltenen Fällen fehlschlagen. In einem solchen Fall kann ein erneuter Abstrich erforderlich sein. Abstriche werden

    nach dem jeweiligen Objekt von Untersuchung bzw. Diagnose (Zellen, DNA oder Erreger) oder nach der Entnahmestelle

    kategorisiert. In der Gynäkologie wird der Abstrich als Instrument für eine Diagnose besonders häufig angewendet. Für Frauen ab dem 20. Lebensjahr ist einmal jährlich ein Pap-Abstrich zur Krebsvorsorge vorgesehen. Das Zellmaterial vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal dient zur Diagnose von veränderten Zellen.

    Diese können auf Krebsvorstufen etwa für Gebärmutterhalskrebs hinweisen. Wird diese Diagnose der veränderten Zellen bei einem Pap-Abstrich bestätigt, kann eine Kolposkopie durchgeführt werden. Dabei kommt ein spezielles Mikroskop (das so genannte Kolposkop) zum Einsatz. Damit lassen sich veränderte Zellen direkt am Muttermund oder Gebärmutterhals sichtbar machen und untersuchen.

    Auch ein Abstrich ist möglich. Die Entnahme des koloskopischen Abstriches erfolgt durch das Abwischen der Schleimhautoberfläche. Der Gynäkologe nutzt dazu einen Spatel oder Wattetupfer. Der Abstrich der Wangen ( Wangenabstrich ) besteht aus Körperzellen aus der Mundschleimhaut an der Innenseite der Wangen.

    Dieser Abstrich wird mit einem sterilen Tupfer oder einer Bürste gewonnen. Aus den Zellen lässt sich die DNA der jeweiligen Person herauslösen. Sie dient einer entsprechenden Diagnose oder weiteren Untersuchungsverfahren. Der Abstrich aus der Harnröhre (Urethalabstrich) wird meist zur Diagnose einer Entzündung durchgeführt.

    Dazu wird ein steriler, dünner Watteträger in die Harnröhre eingeführt, gedreht und wieder zurückgezogen. Soll beim Mann eine Diagnose von Erregern aus der Prostata erfolgen, wird diese im Vorfeld massiert. Das dient zur Gewinnung von Sekret aus dieser Drüse.

    Im Allgemeinen sollte ein Abstrich aus der Harnröhre frühestens drei Stunden nach dem letzten Wasserlassen erfolgen. Der Bereich um die Harnröhrenmündung muss zuvor sorgfältig gereinigt werden. Das schließt eine Verunreinigung der Probe durch andere Erreger aus dem Urin aus. Der Rachenabstrich dient bei Verdacht auf Vorliegen verschiedener Erkrankungen zur eindeutigen Diagnose.

    Dazu gehören etwa

    Mandelentzündung, Scharlach, Keuchhusten, Diphterie, Gonorrhoe oder Pilzinfektione.

    Zur Durchführung drückt der Arzt die Zunge bei geöffnetem Mund mit einem Spatel herunter. Dann schwenkt er einen Wattetupfer mit leichtem Druck über die entsprechenden Bereiche. Sind Beläge vorhanden, sollte die Probe für eine Diagnose möglichst unter diesen entnommen werden.

    1. Beim Herausziehen des Tupfers ist die Berührung der Mundschleimhaut zu vermeiden.
    2. Der Tupfer mit dem Material des Abstriches wird im Anschluss in ein Transportmedium gegeben.
    3. Meist handelt es sich dabei um eine Flüssigkeit.
    4. Es sollte in den nächsten 24 Stunden im Labor untersucht werden, um eine aussagekräftige Diagnose möglich zu machen.

    Der Abstrich aus Wunden bzw. Wundabstrich dient zur Diagnose von oberflächlich siedelnden Erregern in Wunden. Unter nicht zu starkem Druck wird hierbei ein Tupfer über der betroffenen Wunde abgerollt. Dabei tritt in der Regel Wundsekret aus. Das Wundsekret wird im Labor untersucht und die Erreger identifiziert. Durchführung eines Wundabstrichs © Racle Fotodesign | AdobeStock Der bronchoskopische Abstrich dient in vielen Fällen einer Diagnose von

    Tumorerkrankungen (z.B. Lungenkrebs ) oder Entzündungen im Bereich der Lunge,

    Für die Durchführung des Abstrichs wird der Patient betäubt. Es kommt ein Bronchoskop zum Einsatz, also eine spezielle Form des Endokops. Es wird durch den Mund oder die Nase bis zu den großen oder mittleren Bronchien geschoben. Dann kann die eigentliche Probe für den Abstrich und eine weitere Diagnose entnommen werden.

    1. Generell ist der Abstrich ein schnelles, einfaches und relativ aussagekräftiges Instrument für eine erste Diagnose,
    2. Dennoch bestehen bei den verschiedenen Formen und Einsatzgebieten von Abstrichen auch Unsicherheiten.
    3. Bei der Abstrichentnahme ist daher große Sorgfältigkeit notwendig.
    4. Insbesondere geht es darum, die Probe nicht zu verunreinigen und genügend Material zu entnehmen.

    Oftmals reicht ein einziger Abstrich auch nicht aus, um eine endgültige Diagnose zu stellen. Das hängt unter anderem von der Erkrankung und vom betroffenen Organ abhängig. Dann sind weiterführende diagnostische Untersuchungen notwendig.

    Wie untersucht ein Urologe die Prostata?

    MRT-Untersuchung der Prostata – Die MRT der Prostata ist eine bildgebende Untersuchung, bei der starke Magneten und Hochfrequenzwellen eingesetzt werden, um detaillierte Bilder der Prostata zu erstellen und Anomalien zu erkennen. Diese fortschrittliche Technologie kann helfen, Krankheiten oder Zustände wie eine vergrößerte Prostata, Krebs, Zysten oder Entzündungen zu diagnostizieren.

    Die Prostata-MRT nimmt mehrere 3D-Bilder Ihrer Prostata aus verschiedenen Winkeln und Kontrasten mit hervorragender Auflösung auf und ermöglicht so eine gründliche Inspektion des Bereichs. Verdächtige Stellen werden dabei mit Hilfe der Pi-Rads Klassifikation eingeteilt. Die Untersuchung ist schnell, effizient und schmerzlos, so dass Sie sicher sein können, dass Sie die ganze Zeit über in guten Händen sind, wenn Sie sich dieser Untersuchung unterziehen.

    Die Prostata-MRT bietet eine effektive Möglichkeit, schnell und einfach hochwertige medizinische Leistungen zu erhalten.