Was Macht Man Bei Nasenbluten?

Was Macht Man Bei Nasenbluten
Nasenbluten – erste Hilfe Bei Nasenbluten sollte man sich aufrecht hinsetzen oder zumindest den Kopf hochlagern, um den Blutdruck im Kopf zu verringern, und den Kopf nach vorne (!) hängen lassen. Eine effektive Maßnahme zum Stoppen der Blutung ist das Zusammendrücken der Nasenflügel für einige Minuten.

  1. Unterstützend kann man einen kalten (Wasch)lappen oder ein Kühl-Pack in den Nacken legen.
  2. Die Blutgefäße in der Nase ziehen sich dann durch einen Reflex zusammen.
  3. Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten die Blutung im Normalfall schnell zum Stillstand bringen.
  4. Lässt sich die Blutung nicht stoppen, muss der Betroffene umgehend ! Auf keinen Fall sollte man den Kopf in den Nacken legen! Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und durch die Speiseröhre in den Magen.

Das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerät. Das ist besonders gefährlich, wenn der Patient ohne Bewusstsein ist. : Nasenbluten – erste Hilfe

Was kann plötzliches Nasenbluten bedeuten?

Welche Ursachen hat Nasenbluten? – Zu den Ursachen zählen z.B. :

starkes Schnäuzen, Nasenbohren (Borkenbildung, trockene Nasenschleimhäute) Gefäß- und Kreislauferkrankungen ( z.B. Bluthochdruck, Arteriosklerose, Nierenerkrankungen) Medikamenteneinnahme, Blutverdünnung (blutgerinnungshemmende Medikamente, z.B. ASS) virale Rhinitis ( „Schnupfen” ) längere Anwendung abschwellender Nasentropfen Verletzungen der Nase, Nasenbeinbruch etc. Gerinnungsstörungen ( z.B. Hämophilie ) Fremdkörper in der Nase ( z.B. Erbse, Nüsse, kleine Plastikteile eines Kinderspielzeugs etc.) juveniles Nasenrachenfibrom Morbus Rendu-Osler Tumore der inneren Nase

Auch Schädigungen durch Kokainkonsum (Schnupfen) können zu Nasenbluten führen. Bei Infektionskrankheiten mit Fieber ( z.B. Grippe, Masern ) ist Nasenbluten ebenfalls möglich. Begünstigt werden kann das Nasenbluten z.B. durch trockene Heizungsluft im Winter, „gereizte” Nasenschleimhaut bei einer Erkältung oder einer allergischen Reaktion.

Wie lange darf man Nasenbluten haben?

Nasenbluten – wann zum Arzt? – Nasenbluten legt sich in den meisten Fällen von alleine. Dauert die Blutung allerdings auch nach 20 Minuten noch an (bei Kindern nach zehn Minuten), ist sie also kurzfristig nicht zu stoppen – dann sollte rasch ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt gerufen werden.

Einen Arzt sollte man auch konsultieren, wenn man immer wieder, beispielsweise mehrmals in der Woche, unter Nasenbluten leidet. Ebenso sollte der Arzt um Rat gefragt werden, wenn das Symptom plötzlich auftritt, obwohl man zuvor nie daran litt. Die Blutung kann harmlos sein, aber manchmal verbirgt sich dahinter eine Erkrankung, die behandelt werden muss.

Informationen zur DFV Krankenhauszusatzversicherung

Ist plötzliches Nasenbluten schlimm?

Nasenbluten – wann muss man zum Arzt? Wenn das Nasenbluten bei Erwachsenen nach 20 Minuten nicht zum Stillstand gebracht werden kann (bei Kindern früher!), droht ein zu hoher Blutverlust. Der Betroffene muss umgehend zum Arzt! Ebenso, wenn die Blutung außergewöhnlich stark ist oder die Nase sichtbar verletzt ist.

  1. Außerdem sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn die Blutung im oberen Teil der Nase ist.
  2. Das merken Sie, wenn das Blut nicht vorne aus der Nase läuft, sondern hauptsächlich hinten den Rachen hinunter.
  3. Läuft nach einer Schädelverletzung helle Flüssigkeit aus der Nase, könnte es sich um Hirnflüssigkeit handeln.

In diesem Fall muss sofort der Notarzt verständigt werden! Bei wiederkehrendem Nasenbluten ist es ratsam, einen Termin beim HNO-Arzt auszumachen, um die Ursache der erhöhten Blutungsneigung abzuklären. : Nasenbluten – wann muss man zum Arzt?

Welchen Finger drücken bei Nasenbluten?

Was tun, wenn das Blut läuft? – Zuerst einmal Ruhe bewahren. Die meisten legen reflexartig den Kopf zurück in den Nacken. Das ist bei starkem Blutschwall zwar verständlich – aber genau die falsche Reaktion. Wenn das Blut den Rachen hinunter rinnt und in den Magen gerät, kann das zu Übelkeit und Erbrechen führen.

Eine aufrechte Sitzhaltung einnehmen und den Kopf nach vorne beugen, so dass das Blut über die Nase abfliessen kann.Die Nase einige Minuten mit Daumen und Zeigefinger fest zusammendrücken.In den Nacken oder auf die Nasenwurzel ein kühl-feuchtes Tuch legen. Dadurch ziehen sich die blutzuführenden Gefässe zusammen und das Nasenbluten versiegt.Dazu ein paar Eiswürfel in den Mund, dies beschleunigt die Blutstillung.

Was macht ein Arzt bei starkem Nasenbluten?

Nasenbluten – Behandlung beim HNO-Arzt Erstes Ziel der Behandlung ist es immer, das akute Nasenbluten zu stoppen. Häufig läuft die daher parallel oder leicht versetzt zur Therapie. Bei einer leichten, eindeutig lokalisierbaren Blutung im vorderen Nasenbereich verödet der HNO-Arzt die Blutgefäße.

Das geschieht z.B. mit einer Säureätzung oder mit einer Elektro- oder Laserkoagulation, Mit einer Salbe wird der Naseninnenraum nachbehandelt. Kann der Arzt die Blutung durch eine Verödung nicht stoppen bzw. kann die Blutungsquelle nicht sofort ausgemacht werden, wird eine Tamponade gelegt. Dafür kommen salbengetränkte Gaze-Streifen oder auch Schaumstoff-Tamponaden in Frage.

Sie müssen immer beidseitig gelegt werden, damit genügend Druck auf die Blutgefäße erzeugt wird und der Druck auf die Nasenscheidewand nicht einseitig ist. Alternativ gibt es auch aufblasbare Ballonkatheter aus Silikon. Bei Nasenbluten aus den hinteren Bereichen und dem Nasen-Rachen-Raum wird oftmals unter Betäubung eine spezielle, so genannte hintere Tamponade gelegt ().

  1. Bei vorderen Tamponaden, die länger als 2 Tage in der Nase bleiben, und bei den hinteren Nasen-Tamponaden wird aufgrund der Infektionsgefahr vorbeugend ein Antibiotikum gegeben.
  2. Bei heftigen, unstillbaren Blutungen aus dem oberen Nasenbereich können als letzter Ausweg die versorgenden Gefäße mit einem Clip unterbunden oder verschlossen (embolisiert) werden.

Immer wiederkehrende Blutungen können manchmal nur durch einen operativen Eingriff sinnvoll behandelt werden. Bei starkem Blutverlust und Kreislauf-Problemen, muss eventuell eine Infusion oder sogar eine Bluttransfusion gegeben werden. Liegen dem Nasenbluten zugrunde, ist eine Behandlung der Grunderkrankung unerlässlich, um langfristige Besserung zu erlangen.

  • Stellt der Arzt als Ursache eine Blutgerinnungsstörung fest, können Medikamente die Blutung stoppen.
  • Wenn das Nasenbluten durch Bluthochdruck verursacht wird, muss der Patient mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden.
  • Hier wird bei der Therapie eng mit anderen Fachdisziplinen zusammengearbeitet, wie z.B.

den Allgemeinmedizinern und Internisten. : Nasenbluten – Behandlung beim HNO-Arzt

Warum bekommt man aus heiterem Himmel Nasenbluten?

Nasenbluten – Definition und Häufigkeit ©detailblick-foto – Fotolia.com Von Nasenbluten spricht man, wenn es aus einem – oder manchmal auch beiden Nasenlöchern – plötzlich blutet. Das ist unangenehm, meist aber harmlos. Die Schleimhaut in der Nase ist wie alle anderen Schleimhäute stark durchblutet.

Die feinen, zarten Gefäße dort können leicht einreißen, vor allem wenn die Nasenschleimhaut z.B. aufgrund einer Erkältung oder feuchtigkeitsarmer Heizungsluft ausgetrocknet ist. Etwa jeder zweite Erwachsene hatte schon einmal Nasenbluten, und gerade bei Kindern kommt es gelegentlich zu Blutungen ohne ersichtlichen Auslöser.

Nasenbluten kann aber auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Deshalb sollten Sie wiederholtes Nasenbluten, unabhängig vom Schweregrad, vom HNO-Arzt abklären lassen. Bei besonders starken Blutungen, bei sichtbaren Verletzungen der Nase oder bei Blutungen, die sich auch nach 20 Minuten nicht stillen lassen, sollten Sie die nächste Notaufnahme aufsuchen, bei Kindern mit anhaltendem Nasenbluten sogar früher.

Ist Nasenbluten ein Notfall?

Wann ist Nasenbluten gefährlich und sollte behandelt werden? – Falls die Blutung auch nach 20 Minuten noch anhält (bei Kindern nach zehn Minuten) und somit kurzfristig nicht zu stoppen ist, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht oder der Notarzt gerufen werden.

  • Einen Arztbesuch empfehle ich auch, wenn man mehrmals in der Woche unter Nasenbluten leidet.
  • Gerade dann, wenn das Symptom plötzlich auftritt, obwohl man zuvor nie daran litt.
  • Die Blutung kann harmlos sein, doch manchmal verbirgt sich dahinter eine Erkrankung, die behandelt werden muss.
  • Mit einem Rhinoskop untersucht der Arzt den vorderen Nasenhöhlenbereich und nimmt für den hinteren Nasenhöhlenbereich ein Nasenendoskop zu Hilfe.

Die Messung des Blutdrucks gibt Aufschluss darüber, ob Sie an Bluthochdruck leiden. Bei einer Laboruntersuchung liefert die Analyse des Blutes Infos über mögliche Gerinnungsstörungen oder Entzündungen.

Welche Medikamente helfen bei Nasenbluten?

Nasenbluten verhindern – Trockene Nasenschleimhäute begünstigen Nasenbluten. Zum Feuchthalten der Nase und Regeneration der Schleimhäute steht eine Vielzahl von Präparaten mit Inhaltsstoffen wie Hyaluronsäure, Koch- oder Meersalz, Dexpanthenol oder Vitamin A zur Verfügung, welche auch unbedenklich über einen längeren Zeitraum angewendet werden können.

Bei extrem empfindlicher Schleimhaut kann jedoch bereits ein Sprühstoß oder das Auftragen einer Salbe schon zu viel sein. Als Alternative bietet sich die sanfte Reinigung mittels einer Nasendusche an. Die Handhabung erfordert zwar etwas Übung, bringt jedoch bei regelmäßiger Anwendung gute Erfolge. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke erklären, wie die Nasendusche korrekt angewendet wird.

Die Einnahme des Schüßler Salzes Nr.8 – Natrium chloratum – reguliert den Feuchtigkeitshaushalt von innen ebenso wie regelmäßiges und ausreichendes Trinken (mindestens zwei Liter).

See also:  Was Macht Ein Radiologe?

Warum soll man kein Blut schlucken?

Manche Menschen bekommen ziemlich häufig Nasenbluten, andere dagegen nur selten. Es können einige Tropfen Blut austreten, oder das Blut rinnt stetig. Wenn das Blut geschluckt wird, kommt es oft zu Erbrechen, weil Blut den Magen reizt. Geschlucktes Blut kann durch den Verdauungstrakt gelangen und führt zu schwarzem teerigem Stuhl.

  • Normalerweise stammt die Blutung aus dem vorderen Teil der Nase (anteriores Nasenbluten), und zwar aus den kleinen Blutgefäßen auf dem Knorpel, der die beiden Nasenlöcher trennt.
  • Dieser Knorpel ist die Nasenscheidewand, die viele Blutgefäße birgt.
  • Nasenbluten aus dem vorderen Teil wirkt oft erschreckend, ist aber ungefährlich.

Eine Blutung aus dem hinteren Bereich der Nase (posteriores Nasenbluten) ist ungewöhnlich, gefährlicher und schwieriger zu behandeln. An posteriorem Nasenbluten sind größere Gefäße beteiligt als beim anterioren Nasenbluten. Da sich diese Gefäße im hinteren Bereich der Nase befinden, sind sie für den Arzt schwer zu erreichen und zu behandeln.

Posteriores Nasenbluten tritt eher bei Patienten auf, die Atherosklerose haben und bei denen der Blutfluss in den Arterien reduziert oder blockiert ist, bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen, bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die die Blutgerinnung beeinflussen, sowie nach Operationen im Bereich der Nase oder der Nasennebenhöhlen.

Die häufigsten Ursachen für Nasenbluten sind:

Trauma (z.B. Nase schnäuzen und Nasebohren) Austrocknen der feuchten inneren Auskleidung der Nase (z.B. im Winter)

Zu den weniger häufigen Ursachen für Nasenbluten zählen:

Nasenentzündungen Körperweite (systemische) Erkrankungen

Die folgenden Angaben können bei der Entscheidung behilflich sein, ob eine ärztliche Beurteilung nötig ist, und liefern Gewissheit darüber und was im Rahmen dieser Untersuchung zu erwarten ist. Bei Nasenbluten sind bestimmte Symptome und Merkmale Anlass zu besonderer Aufmerksamkeit. Hierzu gehören

Anzeichen von übermäßigem Blutverlust (wie Schwäche, Ohnmacht oder Schwindelgefühl beim Aufstehen) Einnahme von Arzneimitteln, die sich auf die Blutgerinnung auswirken Mehrere kürzlich aufgetretene Episoden von Nasenbluten, besonders wenn die Ursache unklar ist

Die gängigsten Arzneimittel, die die Blutgerinnung stören, sind Aspirin, Clopidogrel und Warfarin sowie neuere Arzneimittel, die über den Mund eingenommen werden (sogenannte neue orale Gerinnungshemmer), wie Rivaroxaban und Apixaban. Anzeichen einer Blutungsstörung sind unter anderem:

Zahlreiche kleine, violette Flecken auf der Haut (Petechien) Viele große Blutergüsse Rasches Zahnfleischbluten Blutiger oder teeriger Stuhl Hochhusten von Blut Blut im Urin Übermäßige Blutungen beim Zähneputzen, bei Blutuntersuchungen oder bei geringfügigen Wunden Starke Menstruationsperioden bei Frauen

Wenn sich das Nasenbluten nicht durch Zusammenkneifen der Nasenflügel Anteriores Nasenbluten Manche Menschen bekommen ziemlich häufig Nasenbluten, andere dagegen nur selten. Es können einige Tropfen Blut austreten, oder das Blut rinnt stetig. Wenn das Blut geschluckt wird, kommt es.

  1. Erfahren Sie mehr zum Stillstand bringen lässt, sollte sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden.
  2. Auch wenn die Blutung aufgehört hat, sollten Patienten mit Warnzeichen Warnsignale Manche Menschen bekommen ziemlich häufig Nasenbluten, andere dagegen nur selten.
  3. Es können einige Tropfen Blut austreten, oder das Blut rinnt stetig.

Wenn das Blut geschluckt wird, kommt es. Erfahren Sie mehr sofort ins Krankenhaus gehen. Patienten ohne Warnzeichen, die Nasenbluten hatten, das mit oder ohne Behandlung zum Stillstand gekommen ist, die sich jedoch ansonsten wohlfühlen, sollten ihren Arzt anrufen. und geben vor, welche Untersuchungen als nächste erforderlich sind. Während der Anamnese stellt der Arzt Fragen zu Folgendem:

Offensichtliche Auslöser (z.B. Niesen, Schnäuzen oder Nasebohren und kürzliche Infektionen der oberen Atemwege) Dauer und Anzahl der bisherigen Episoden von Nasenbluten und wie sie gestoppt wurden Ob die Person (oder ein Familienmitglied) eine Blutgerinnungsstörung oder andere Erkrankungen hat, die Probleme mit der Blutgerinnung verursachen Ob die Person Arzneimittel nimmt, die die Blutgerinnung beeinflussen

Zu den Erkrankungen, die Probleme mit der Blutgerinnung verursachen können, gehören schwere Lebererkrankungen (wie Zirrhose oder Hepatitis) und bestimmte Krebsarten. Während der körperlichen Untersuchung sucht der Arzt zunächst nach Anzeichen für einen massiven Blutverlust (wie eine zu schnelle Herzfrequenz und ein zu niedriger Blutdruck) und prüft, ob ein deutlich erhöhter Blutdruck vorliegt.

Dann konzentriert sich der Arzt auf die Nase und sucht nach der Blutungsstelle. Außerdem wird die Haut auf Anzeichen von Blutgerinnungsstörungen untersucht. Solche Anzeichen sind Petechien, große blaue Flecken und erweiterte kleine Blutgefäße in und um den Mund sowie an den Spitzen von Fingern und Zehen.

Eine Blutungsstelle im vorderen (anterioren) Bereich der Nase ist für den Arzt mithilfe einer Lampe leicht zu finden. Eine Blutungsstelle weiter hinten (posterior) lässt sich mit einem flexiblen Betrachtungstubus finden. Allerdings ist die Blutmenge bei einer aktiven posterioren Blutung so groß, dass der Arzt auch mit einem Betrachtungstubus nichts erkennen kann.

Der Arzt behandelt alle Nasenblutungen so, als ob es sich um anteriores Nasenbluten handelte. Die wenigen Patienten, die eine große Menge Blut verloren haben, erhalten Flüssigkeiten durch die Vene (intravenös) und in seltenen Fällen Bluttransfusionen. Bekannte oder festgestellte Blutgerinnungsstörungen werden behandelt.

Eine Blutung aus dem vorderen Bereich der Nase lässt sich normalerweise zu Hause unter Kontrolle bringen. Dazu werden die Nasenflügel 10 Minuten lang fest zusammengedrückt, während der Patient aufrecht sitzt. Dabei sollte nicht auf den knöchernen Teil der Nase gedrückt werden.

  1. Dieser Griff muss ohne Unterbrechung 10 Minuten lang durchgehalten werden.
  2. Andere Hausmittel, wie etwa Eispackungen auf der Nase, zusammengerollte Taschentücher in den Nasenlöchern und bestimmte Kopfhaltungen sind nicht wirkungsvoll.
  3. Gelingt es nicht, die Blutung mit dieser Technik zum Stillstand zu bringen, kann der Griff weitere 10 Minuten wiederholt werden.

Wenn die Blutung auch dann nicht nach 10 Minuten aufhört, muss ein Arzt aufgesucht werden. Der Arzt schiebt normalerweise mehrere Stückchen Watte in das blutende Nasenloch. Die Watte wird mit einem Betäubungsmittel (z.B. Lidocain) und einem Wirkstoff getränkt, der bewirkt, dass sich die Blutgefäße in der Nase schließen (z.B.

Phenylephrin). Anschließend wird die Nase ungefähr 10 Minuten lang zusammengedrückt, dann wird die Watte entfernt. Bei kleineren Blutungen wird häufig nichts weiter unternommen. Alternativ dazu kann der Arzt an der Blutungsstelle einen speziellen Schaumstoffschwamm (Nasentampon) einlegen. Der Schwamm quillt auf und stoppt die Blutung.

Nach zwei bis vier Tagen wird der Schwamm entfernt. Bei ernsterem und wiederholtem Nasenbluten kann die Blutungsstelle mit einer Chemikalie, Silbernitrat, oder durch Versiegelung mit Strom (Elektrokauterisation) verschlossen werden. Wenn diese Methoden unwirksam sind, können verschiedene Nasenballons verwendet werden, die Druck auf die Blutungsstelle ausüben.

  • In seltenen Fällen muss die ganze Nasenhöhle einseitig mit einem langen Gazestreifen verbunden werden.
  • Ein solcher Verband wird gewöhnlich nach 3 Tagen abgenommen.
  • Eine Blutung aus dem hinteren Bereich der Nase ist schwieriger zu stoppen und kann lebensbedrohlich sein.
  • Bei dieser Form von Nasenbluten lässt sich die Blutung nicht durch Zusammendrücken der Nasenflügel stoppen.

Dies führt nur dazu, dass das Blut in den Rachen fließt, anstatt aus der Nase. Der Arzt kann in einem solchen Fall einen speziell geformten Ballon in die Nase einführen und aufblasen, um Druck auf die Blutungsstelle auszuüben. Dieses Verfahren und andere Arten von Nasentamponaden sind allerdings sehr unangenehm und behindern die Atmung.

Normalerweise erhält der Patient intravenös ein Beruhigungsmittel, bevor ein solcher Ballon oder ein Tampon eingesetzt wird. Wenn die Blutung auf solche Art gestoppt werden musste, wird der Patient ins Krankenhaus eingewiesen und mit Sauerstoff und Antibiotika versorgt, damit sich die Nebenhöhlen und das Mittelohr nicht entzünden.

Die Tamponade bleibt 4 bis 5 Tage an Ort und Stelle. Dieses Verfahren verursacht ein unangenehmes Gefühl, das jedoch mit Behandlungen gelindert werden kann. Wenn der Ballon nicht die erwartete Wirkung hat, muss das blutende Gefäß direkt verschlossen werden.

See also:  Was Macht Ein Geschäftsführer?

Die meisten Nasenblutungen stammen aus dem vorderen Teil der Nase und lassen sich durch Zusammendrücken der Nasenflügel stoppen. Nasenbluten sollte möglichst durch 10-minütiges Zusammendrücken der Nasenflügel zum Stillstand gebracht werden. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Während der Aufnahme der Krankengeschichte und der körperlichen Untersuchung fragt der Arzt nach Blutgerinnungsstörungen und der Einnahme von Arzneimitteln, die sich auf die Blutgerinnung auswirken, wie etwa Warfarin, Clopidogrel, Aspirin und andere nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR).

Was hilft sofort bei Nasenbluten?

Nasenbluten – erste Hilfe Bei Nasenbluten sollte man sich aufrecht hinsetzen oder zumindest den Kopf hochlagern, um den Blutdruck im Kopf zu verringern, und den Kopf nach vorne (!) hängen lassen. Eine effektive Maßnahme zum Stoppen der Blutung ist das Zusammendrücken der Nasenflügel für einige Minuten.

Unterstützend kann man einen kalten (Wasch)lappen oder ein Kühl-Pack in den Nacken legen. Die Blutgefäße in der Nase ziehen sich dann durch einen Reflex zusammen. Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten die Blutung im Normalfall schnell zum Stillstand bringen. Lässt sich die Blutung nicht stoppen, muss der Betroffene umgehend ! Auf keinen Fall sollte man den Kopf in den Nacken legen! Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und durch die Speiseröhre in den Magen.

Das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerät. Das ist besonders gefährlich, wenn der Patient ohne Bewusstsein ist. : Nasenbluten – erste Hilfe

Kann man durch Nasenbluten bewusstlos werden?

Nasenbluten und Bewusstlosigkeit – Eine besonders gefährliche Situation liegt dann vor, wenn die Epistaxis zusammen mit Bewusstlosigkeit (Synkope) auftritt. Bewusstlose Personen reagieren nicht auf ihre Umwelt, da ihr Gehirn kurzzeitig nicht ausreichend durchblutet wird.

Nasenbluten kann die Ursache einer Bewusstlosigkeit, aber auch ein Symptom von schweren Schädel-Hirn-Verletzungen, sein, Bewusstlosigkeit als Folge von Nasenbluten tritt dann auf, wenn der Blutverlust sehr stark ist, beispielsweise infolge eines Nasenbeinbruchs, Von einem bedrohlichen Blutverlust sprechen Ärzte, wenn die Blutung länger als 20 Minuten andauert und nicht von allein aufhört.5 Bei diesem unstillbaren Nasenbluten kann es zu einem Volumenmangelschock, mit der Folge einer Bewusstlosigkeit, kommen.

Hierbei steht dem Körper insgesamt nicht mehr genügend Blut zur Verfügung. Durch den daraus resultierenden Sauerstoffmangel wird das Gehirn unterversorgt und der Patient verliert das Bewusstsein.

Wie bekommt man am einfachsten Nasenbluten?

Örtliche Ursachen von Nasenbluten – Viele verschiedene physikalische, chemische und biologische Einwirkungen können die Nasenschleimhaut schädigen. So reicht ein kräftiges Schnäuzen oder Nasenbohren aus, um die zarten Gefäße einreißen zu lassen. Vor allem bei trockenen Nasenschleimhäuten kommt es schnell zum Einreißen der Gefäße. Begünstigende Faktoren für eine trockene Nasenschleimhaut sind:

abschwellende Nasensprays und NasentropfenDrogenkonsum

Schon gewusst? In der Schwangerschaft kommt es leichter zu Nasenbluten, da die Schleimhäute stärker durchblutet sind. Das ist jedoch ungefährlich. Nasenbluten entsteht darüber hinaus durch äußere Einwirkung, etwa durch einen Schlag oder einen Sturz. Dabei muss weder das Nasenbein, noch die Nasenscheidewand gebrochen sein.

  1. Leinkinder stecken sich mitunter kleine Gegenstände in die Nasenlöcher, etwa eine Erdnuss oder einen kleinen Knopf.
  2. Hierbei kommt es ebenfalls zu einer Verletzung.
  3. Schon gewusst? Bei Kindern und Jugendlichen kommt es oft ohne Fremdeinwirkung zu Nasenbluten.
  4. Meist liegt eine völlig harmlose Ursache zugrunde: Wachstumsschübe,

Veränderungen an der Nasenscheidewand, wie Abszesse oder kleine Risse in der Scheidewand sowie Tumore führen ebenfalls zu Blutungen.

Wann Krankenwagen rufen bei Nasenbluten?

Oftmals tiefere Ursachen – Ein Fallbeispiel – Ein 66-jähriger Patient kommt mit anhaltendem linksseitigem Nasenbluten in die Universitätsklinik Rostock. Er leidet unter Bluthochdruck und nimmt regelmäßig Acetylsalicylsäure zur Therapie einer koronaren Herzkrankheit.

  1. Die Ärzte können zwar keine Blutungsquelle erkennen, versorgen den Patienten jedoch mit einer vorderen Nasentamponade.
  2. Neun Monate später kommt es erneut zu einem anhaltenden linksseitigen Nasenbluten, wieder wird eine vordere Nasentamponade gelegt.
  3. Doch dieses Mal kommt die Blutung nicht zum Stillstand.

Der Hämoglobingehalt fällt auf 5,7 mmol/l (9,18 g/dl) ab. Es wird eine Angiographie, das heißt eine röntgenologische Darstellung der Gefäße im Kopfbereich, durchgeführt. Dabei kann eine direkte pathologische Gefäßverbindung zwischen Arterien und Venen in der Keilbeinhöhle nachgewiesen werden, die durch einen im höheren Alter häufig auftretenden altersbedingten Gefäßumbau infolge Artherosklerose und Hypertonus entsteht.

Mit Hilfe einer Katheter-Embolisation und Applika­tion intraluminaler spezifischer Verschluss­materialien können die zuführenden Gefäße »abgedichtet« und die Blutung zum Stillstand gebracht werden (9). Bei der nach dem gleichnamigen Pathologen benannten »Wegener-Granulomatose« handelt es sich um eine seltene nekrotisierende Vaskulitis, die gegebenenfalls eine Granuolombildung in der oberen Nase bewirkt.

Betroffen sind zumeist Männer zwischen dem 30. bis 50. Lebensjahr. Schon das Initialstadium kann Beschwerden im Nasen-Rachenraum mit Entzündungen der kleinen und mittelgroßen Blutgefäße sowie chronischem blutigem Schnupfen hervorrufen (6). Auch die nach dem kanadischen Mediziner William Osler benannte Osler-Krankheit (»Morbus Osler-Rendu-Weber«) ist erblich bedingt und durch zahlreiche angiomatöse Teleangiektasen, also Erweiterungen kleiner oberflächlicher Hautgefäße und Knötchen unter anderem an der Nasen- und Mundschleimhaut, charakterisiert. Foto: Superbild ” src=”https://localhost/fileadmin/_processed_/1/3/csm_tit-infusion_superbil_76299_9100e88427.jpg” width=”250″ height=”218″> Abbildung 4: Epistaxis zählt zu den Nebenwirkungen von Strahlen- und Zytostatikatherapie bei Tumor­erkrankungen. Foto: Superbild Frauen können in der Schwangerschaft verstärkt zur Epistaxis neigen, da sich aufgrund des hohen Progesteronspiegels die Gefäße in der Nase erweitern (Abbildung 5 ). Arzneimittel als Auslöser Neben dem Konsum von Nikotin und Alkohol kann die Einnahme zahlreicher Arzneimittel zu Nasenbluten führen. Hier stehen Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und Antikoagulanzien wie Cumarinderivate oder Heparine ganz oben auf der Liste der möglichen Auslöser (2). Auch bei der Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmern (PDE-5-Inhibitoren) wie Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil ist als Nebenwirkung oftmals eine Epistaxis zu registrieren, da diese Medikamente die Gefäße erweitern und die Thrombozytenfunktion hemmen (8). Das Neuroleptikum Risperidon hemmt die Thrombozytenaggregation und die Gefäßverengung, sodass auch hier ein erhöhtes Risiko für Epistaxis besteht (2, 8). Sofortiges Handeln angesagt Berichtet ein Patient in der Apotheke über regelmäßiges Nasenbluten, so sollte diesem, gegebenenfalls nach Prüfung auch der eingenommenen Medikamente, zur umgehenden ärztlichen Konsultation geraten werden, damit eine entsprechende Anamnese, die Erhebung der Laborparameter beziehungsweise endoskopische oder bildgebende Untersuchungen wie Röntgen, Sonografie, Computer- und Magnetresonanztomografie in die Wege geleitet werden können. Bei plötzlichem Nasenbluten zum Beispiel nach einem Unfall oder aber nach Fremdkörperaspiration muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Wichtig ist, den Patienten zu beruhigen, weil Aufregung das Nasenbluten verstärkt. Da ein Kind, das zum ersten Mal aus der Nase blutet, häufig unter Angstzuständen leidet, ist es in diesem Fall besonders wichtig, Gelassenheit zu zeigen, um eben diese vermitteln zu können.

Bei welcher Krebsart hat man Nasenbluten?

Wie äußert sich Nasenkrebs? – Die Symptome, die bei Nasenkrebs auftreten, sind unspezifisch und machen sich oft auch erst in späten Phasen der Erkrankung bemerkbar. Betroffene spüren häufig eine Behinderung in der Nasenatmung und haben untypischen Nasenausfluss oder auch Nasenbluten,

  1. Diese Beschwerden werden meist nur einseitig beobachtet.
  2. Darüber hinaus kann es zu Veränderungen in Geschmack und Geruch kommen.
  3. In späten Stadien können außerdem noch Schmerzen und Schwellungen oder Verformungen verschiedener Gesichtspartien hinzukommen.
  4. Gelangt der Tumor in den Bereich des Augapfels, können sich durch Verdrängungsprozesse auch Sehstörungen, wie z.B.
See also:  Was Macht Eine Haushaltshilfe Vom Pflegedienst?

das Sehen von Doppelbildern, entwickeln.

Welche Krankheiten lösen Nasenbluten aus?

Nasenbluten: Welche Ursachen gibt es?  – Beim lokal bedingten Nasenbluten reicht häufig ein zu kräftiges Schnäuzen der Nase oder das Bohren in der Nase, um die Blutung auszulösen. Begünstigt wird es dadurch, dass die Nasenschleimhaut oftmals durch trockene Luft, warme Heizungsluft oder eine Allergie ohnehin gereizt oder vorgeschädigt ist.

Auch eine Erschütterung, ein Fremdkörper oder ein Schlag auf die Nase, können die Ursache von lokalem Nasenbluten sein. Sogenanntes systemisches Nasenbluten bedeutet, dass es ein Vorbote oder eine Begleiterscheinung einer ernsteren Erkrankung sein kann. Zu den systemischen Auslösern für Nasenbluten gehören vor allem Nierenerkrankungen und Gefäß-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Arteriosklerose,

Auch Patienten mit der Bluterkrankheit, Leukämie, einer angeborenen Funktionsstörung der Blutplättchen, haben vermehrtes Nasebluten. Daher sollten insbesondere Erwachsene mit häufigem Nasenbluten einen Arzt zur Abklärung der Ursachen aufsuchen.

Was tun bei Nasenbluten in der Nacht?

Selbsthilfe – In der Regel wird der Betroffene bei Nasenbluten selbst Sofortmaßnahmen ergreifen, im Idealfall mit Unterstützung (s. Box). In den meisten Fällen gelingt es, eine unkomplizierte Blutung aus den vorderen Nasenabschnitten zum Stillstand zu bringen, insbesondere das häufige Bluten im Locus Kiesselbachi.

  • – Normal durch den Mund atmen.
  • – Nach Möglichkeit kein Blut verschlucken.
  • – Einen Eisbeutel, eine Eiskrawatte oder einen feuchten kalten Waschlappen in den Nacken legen (umstritten).

– Keine Tamponierversuche mit Taschentüchern u.ä. Wird der Kopf nicht nach vorne, sondern nach hinten gebeugt, wird das Blut verschluckt und das Ausmaß der Blutung kann nicht beurteilt werden. Zwar ist das Verschlucken von Eigenblut nicht gefährlich, führt jedoch häufig zu Erbrechen, da Blut als starkes Emetikum wirkt.

  • Zudem besteht bei Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit die Gefahr der Blutaspiration mit Verlegung der Atemwege.
  • Grundsätzlich zu beachten ist, dass arterielle Blutungen aus den hinteren Nasenabschnitten durch Kompression der Nasenflügel nicht beeinflusst werden, das Blut tritt dann unvermindert durch den Mund aus.

Ob die Applikation von Kälte (Eisbeutel o.ä.) tatsächlich eine die Blutung vermindernde Vasokonstriktion in der Nasenschleimhaut bewirkt, ist umstritten. Dopplermessungen der Mikrozirkulation im Locus Kiesselbachi konnten in mehreren Studien keinen statistisch signifikanten Effekt nachweisen.

  • Nasenschleimhäute feucht und geschmeidig halten mit Meersalzspray, Nasensalbe mit Dexpanthenol
  • Nicht in der Nase bohren, starkes Schnäuzen vermeiden
  • In den nächsten Tagen nach Nasenbluten starke körperliche Belastung vermeiden
  • Vom Arzt evtl. Nasenbluten fördernde (Dauer-)Medikation überprüfen lassen
  • Nicht rauchen
  • Nicht heiß duschen
  • Falls möglich die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen erhöhen

Abb.3: Diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei Epistaxi s Priorität haben Notfallmaßnahmen zur Blutstillung und – falls erforderlich – zur Beherrschung von Komplikationen. Bei entsprechenden Verdachtsmomenten wird parallel oder unmittelbar danach eine Basisdiagnostik durchgeführt (Algorithmus s.

  • Abb.3). Um die Blutungslokalisation zu bestimmen, wird die Nasenschleimhaut nach lokaler Betäubung und Abschwellung mittels vorderer Rhinoskopie oder Endoskopie inspiziert.
  • Je nach Situation werden folgende Maßnahmen zur Blutstillung ergriffen: • Bei geringem Nasenbluten aus dem Locus Kiesselbachi genügt oft die Ätzung mit Silbernitrat (jedoch nicht an korrespondierenden Septumabschnitten).

• Bei stärkerem Nasenbluten ist eine Elektro- bzw. Laserkoagulation erforderlich (ebenfalls nicht an korrespondierenden Septumabschnitten) oder eine vordere Nasentamponade: Hierbei werden in beide Nasenhaupthöhlen vorgefertigte Schaumstofftamponaden oder salbengetränkte Gazestreifen schichtweise eingeführt.

  • Reicht die vordere Nasentamponade nicht aus, erfolgt eine hintere Nasentamponade vom Nasenrachenraum aus (Bellocq-Tamponade).
  • Blutungen aus den hinteren oder lateralen Anteilen der Nasenhöhle können unter endoskopischer Kontrolle durch Koagulation oder mit einem Gefäßclip versorgt werden.
  • Als Ultima ratio kommt eine Gefäßunterbindung in Frage oder eine interventionelle angiographische Embolisation.

Eine Nasentamponade sollte nicht länger als 2 bis 3 Tage belassen werden, Ballonkatheter sind bereits ab dem 2. Tag sukzessive zu entlasten. Wegen der Infektionsgefahr bei liegender Tamponade empfiehlt sich eine antibiotische Abdeckung. Vor allem eine posteriore Nasentamponade kann zu Hyperventilation und Hypoxie führen, hiervon betroffene Patienten sollten daher kontinuierlich überwacht werden.

Umgehende medizinische Hilfe bei Epistaxis ist erforderlich, wenn

  • die Blutung auch nach 15 – 20 Minuten Kompression immer noch anhält,
  • der Verdacht auf einen größeren Blutverlust besteht,
  • Kreislaufschwäche und/oder Bewusstseinstrübung drohen,
  • Blut unvermindert aus dem Mund austritt (posteriore Blutung?),
  • der Verdacht auf eine Nasenbein- oder Schädelfraktur besteht,
  • anamnestische Störungen der Blutgerinnung bekannt sind.

Die initiale Maßnahme im Rahmen der Diagnostik – außer bei Kindern – ist die Blutdruckmessung. Bei starken Blutungen sollte der Blutverlust quantifiziert (Hämatokrit-, Hämoglobinwert) und vor allem eine Gerinnungsstörung ausgeschlossen werden, hierzu werden folgende Werte bestimmt: Blutungszeit, Thrombozytenzahl, Thromboplastinzeit, PTT, INR (“international normalized ratio”).

Bei rezidivierendem Nasenbluten bzw. korrelierenden systemischen Anhaltspunkten muss eine weiterführende differenzialdiagnostische Abklärung erfolgen, beispielsweise ein MRT bei Verdacht auf einen Nasopharynxtumor. Literatur Grevers G. Erkrankungen von Nase, Nasennebenhöhlen und Gesicht. In: Probst R, Grevers G, Iro H.

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Stuttgart, New York: Georg Thieme Verlag; 2000: 32 – 35. Kucik CJ, Clenney T. Management of Epistaxis. Am Fam Physician 2005; 71(2): 305 – 311 Teymoortash A et al. Efficacy of ice packs in the management of epistaxis. Clin Otolaryngol Allied Sci.2003; 28(6): 545 – 547.

  1. Autor Clemens Bilharz, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, Stuttgart

: Nasenbluten – oft, aber nicht immer harmlos

Welche Krankheiten lösen Nasenbluten aus?

Nasenbluten: Welche Ursachen gibt es?  – Beim lokal bedingten Nasenbluten reicht häufig ein zu kräftiges Schnäuzen der Nase oder das Bohren in der Nase, um die Blutung auszulösen. Begünstigt wird es dadurch, dass die Nasenschleimhaut oftmals durch trockene Luft, warme Heizungsluft oder eine Allergie ohnehin gereizt oder vorgeschädigt ist.

Auch eine Erschütterung, ein Fremdkörper oder ein Schlag auf die Nase, können die Ursache von lokalem Nasenbluten sein. Sogenanntes systemisches Nasenbluten bedeutet, dass es ein Vorbote oder eine Begleiterscheinung einer ernsteren Erkrankung sein kann. Zu den systemischen Auslösern für Nasenbluten gehören vor allem Nierenerkrankungen und Gefäß-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Arteriosklerose,

Auch Patienten mit der Bluterkrankheit, Leukämie, einer angeborenen Funktionsstörung der Blutplättchen, haben vermehrtes Nasebluten. Daher sollten insbesondere Erwachsene mit häufigem Nasenbluten einen Arzt zur Abklärung der Ursachen aufsuchen.

Wo kann Nasenbluten herkommen?

Sofortmaßnahmen – Insbesondere bei Kindern mit Nasenbluten gilt, beruhigend auf den Patienten einzuwirken. Der sitzende Patient beugt den Kopf nach vorne, damit das Blut nach vorne aus der Nase fließen kann. Wird der Kopf nach hinten gebeugt, wird das Blut verschluckt und das Ausmaß der Blutung kann nicht beurteilt werden, bei Bewusstseinstrübung besteht die Gefahr der Blutaspiration mit Verlegung der Atemwege.

  1. Die Nasenflügel können dann über einige Minuten komprimiert werden, wodurch ein unkompliziertes Nasenbluten aus den vorderen Nasenabschnitten, insbesondere das häufige Bluten vom Locus Kiesselbachi an der Nasenscheidewand, zum Stillstand kommen sollte.
  2. Arterielle Blutungen aus den hinteren Nasenabschnitten werden durch Kompression der Nasenflügel nicht beeinflusst, das Blut tritt dann unvermindert durch den Mund aus.

Des Weiteren können nasse, kalte Wickel im Nacken dabei helfen, das Nasenbluten zu bekämpfen. Führen diese Maßnahmen zu keiner Besserung oder treten bedrohliche Symptome auf (großer Blutverlust, lange anhaltendes Nasenbluten, Bewusstseinstrübung des Patienten), ist eine umgehende Behandlung in einer Fachabteilung eines Krankenhauses erforderlich.

Welcher Tumor verursacht Nasenbluten?

Wie äußert sich Nasenkrebs? – Die Symptome, die bei Nasenkrebs auftreten, sind unspezifisch und machen sich oft auch erst in späten Phasen der Erkrankung bemerkbar. Betroffene spüren häufig eine Behinderung in der Nasenatmung und haben untypischen Nasenausfluss oder auch Nasenbluten,

Diese Beschwerden werden meist nur einseitig beobachtet. Darüber hinaus kann es zu Veränderungen in Geschmack und Geruch kommen. In späten Stadien können außerdem noch Schmerzen und Schwellungen oder Verformungen verschiedener Gesichtspartien hinzukommen. Gelangt der Tumor in den Bereich des Augapfels, können sich durch Verdrängungsprozesse auch Sehstörungen, wie z.B.

das Sehen von Doppelbildern, entwickeln.