Was Macht Man Gegen Nasenbluten?

Was Macht Man Gegen Nasenbluten
Nasenbluten – erste Hilfe Bei Nasenbluten sollte man sich aufrecht hinsetzen oder zumindest den Kopf hochlagern, um den Blutdruck im Kopf zu verringern, und den Kopf nach vorne (!) hängen lassen. Eine effektive Maßnahme zum Stoppen der Blutung ist das Zusammendrücken der Nasenflügel für einige Minuten.

Unterstützend kann man einen kalten (Wasch)lappen oder ein Kühl-Pack in den Nacken legen. Die Blutgefäße in der Nase ziehen sich dann durch einen Reflex zusammen. Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen sollten die Blutung im Normalfall schnell zum Stillstand bringen. Lässt sich die Blutung nicht stoppen, muss der Betroffene umgehend ! Auf keinen Fall sollte man den Kopf in den Nacken legen! Dadurch läuft das Blut nach hinten in den Rachen und durch die Speiseröhre in den Magen.

Das kann zu Übelkeit und Erbrechen führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerät. Das ist besonders gefährlich, wenn der Patient ohne Bewusstsein ist. : Nasenbluten – erste Hilfe

Was macht der Arzt Wenn Nasenbluten nicht aufhört?

Nasenbluten – Behandlung beim HNO-Arzt Erstes Ziel der Behandlung ist es immer, das akute Nasenbluten zu stoppen. Häufig läuft die daher parallel oder leicht versetzt zur Therapie. Bei einer leichten, eindeutig lokalisierbaren Blutung im vorderen Nasenbereich verödet der HNO-Arzt die Blutgefäße.

  1. Das geschieht z.B.
  2. Mit einer Säureätzung oder mit einer Elektro- oder Laserkoagulation,
  3. Mit einer Salbe wird der Naseninnenraum nachbehandelt.
  4. Ann der Arzt die Blutung durch eine Verödung nicht stoppen bzw.
  5. Kann die Blutungsquelle nicht sofort ausgemacht werden, wird eine Tamponade gelegt.
  6. Dafür kommen salbengetränkte Gaze-Streifen oder auch Schaumstoff-Tamponaden in Frage.
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Sie müssen immer beidseitig gelegt werden, damit genügend Druck auf die Blutgefäße erzeugt wird und der Druck auf die Nasenscheidewand nicht einseitig ist. Alternativ gibt es auch aufblasbare Ballonkatheter aus Silikon. Bei Nasenbluten aus den hinteren Bereichen und dem Nasen-Rachen-Raum wird oftmals unter Betäubung eine spezielle, so genannte hintere Tamponade gelegt ().

Bei vorderen Tamponaden, die länger als 2 Tage in der Nase bleiben, und bei den hinteren Nasen-Tamponaden wird aufgrund der Infektionsgefahr vorbeugend ein Antibiotikum gegeben. Bei heftigen, unstillbaren Blutungen aus dem oberen Nasenbereich können als letzter Ausweg die versorgenden Gefäße mit einem Clip unterbunden oder verschlossen (embolisiert) werden.

Immer wiederkehrende Blutungen können manchmal nur durch einen operativen Eingriff sinnvoll behandelt werden. Bei starkem Blutverlust und Kreislauf-Problemen, muss eventuell eine Infusion oder sogar eine Bluttransfusion gegeben werden. Liegen dem Nasenbluten zugrunde, ist eine Behandlung der Grunderkrankung unerlässlich, um langfristige Besserung zu erlangen.

Stellt der Arzt als Ursache eine Blutgerinnungsstörung fest, können Medikamente die Blutung stoppen. Wenn das Nasenbluten durch Bluthochdruck verursacht wird, muss der Patient mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden. Hier wird bei der Therapie eng mit anderen Fachdisziplinen zusammengearbeitet, wie z.B.

den Allgemeinmedizinern und Internisten. : Nasenbluten – Behandlung beim HNO-Arzt

Kann man durch viel Stress Nasenbluten bekommen?

Kreislauf stärken. – Viele Menschen neigen lebenslang zum Nasenbluten. An der Nasenschleimhaut sind die Wände der Blutgefäße extrem dünn, und kleinste Irritationen reißen ein solches Gefäß leicht auf. Kinder verletzen meist beim Nasebohren die Gefäße – bei Erwachsenen ist es eher Stress, eine Erkältung oder eine andere Erkrankung, die sich auf diese Weise ankündigt.

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Warum platzt eine Ader in der Nase?

Was tun, wenn die Nase blutet? – Nasenbluten, medizinisch Epistaxis, kennt jeder, es kommt in jeder Altersklasse vor und tritt immer dann auf, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Am meisten betroffen sind Kinder und Jugendliche, sowie Menschen über 50 Jahre.

Mindestens 60% der Bevölkerung haben mindestens einmal im Leben Nasenbluten. Es kann auftreten, wenn die Nasenschleimhaut sehr trocken ist oder verletzt wird. Dadurch platzen kleinste Blutgefäße in der Nase und es blutet. Meist und in mehr als 90% der Fälle handelt es sich bei Nasenbluten um venöse Sickerblutungen aus dem Gefäßgeflecht im vorderen Bereich der Nase (sog.

Locus Kiesselbachii). Hier liegen die feinen Gefäße direkt unter der dünnen Nasenflimmerhaut. Diese Kapillargefäße funktionieren wie ein Durchlauferhitzer, sie wärmen die einströmende Luft an. Aufgrund dieser Lage und des Vorhandenseins zahlreicher Gefäßverästelungen ist hier eine Prädilektionsstelle für Blutungen in der Nase. Die Blutungen aus diesen kleinen Gefäßen sind zwar nervig, aber im selteneren Fall wirklich bedrohlich sind. Dagegen führt arterielles Nasenbluten (5-10%) au den hinteren Nasenabschnitten zu heftigem Blutverlust – diese Blutungen hören meistens nicht von alleine auf, so dass ein HNO-Arzt konsultiert werden sollte.

Warum bekomme ich nachts Nasenbluten?

Nasenbluten: Lokale Ursachen – In den meisten Fällen ist Nasenbluten nicht gefährlich und hat lokale Ursachen, zum Beispiel:

Niesen oder kräftiges Naseputzen kann genügen, um die kleinen Äderchen in der Nase platzen zu lassen. Höher ist die Wahrscheinlichkeit für Nasenbluten auch, wenn die Nasenschleimhaut gereizt ist, zum Beispiel durch überheizte oder klimatisierte Raumluft, Allergien oder abschwellende Nasensprays. Ein Schlag oder Sturz auf die Nase kann ebenfalls Nasenbluten auslösen. Stecken sich kleine Kinder einen (z.B. Erbse, kleinen Legostein), können sie dabei die Nasenschleimhaut verletzen. Dann tritt Blut aus. Das Gleiche kann beim Nasenbohren passieren. Bei manchen Menschen ist ein Loch in der Nasenscheidewand (med.: Septumperforation) für häufiges Nasenbluten verantwortlich. Ein solches Loch kann die Folge einer vorausgegangenen Operation im Nasenbereich sein. Es kann aber beispielsweise auch durch eine Gefäßerkrankung, einen Unfall oder durch das Einatmen ätzender Substanzen entstehen. Manche Fehlbildungen der Nasenscheidenwand können ebenfalls die Nase zum Bluten bringen, wenn hervorstehende Sporne oder Knochenleisten die Nasenschleimhaut verletzen. Oft gehen solche Fehlbildungen mit einer Nasenscheidewandverkrümmung (med.: Septumdeviation) einher. Selten steckt hinter (wiederholtem) Nasenbluten ein gut- oder bösartiger Tumor in der Nasenhöhle oder den Nasennebenhöhlen,

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Was macht das Krankenhaus bei Nasenbluten?

Bei Bedarf ins Krankenhaus – Bei einer heftigen Blutung wird ein HNO-Arzt eine Tamponade setzen und den Patienten ins Krankenhaus bringen lassen. Bei starken Blutungen handelt es sich meist um Blutungen aus dem hinteren Bereich der Nase, die eine umfassende medizinische Versorgung erforderlich macht, die man nur im Krankenhaus erhält.

Dr. Thomas Hartl Jänner 2020 Bild: shutterstock ‌ Zuletzt aktualisiert am 13. November 2020

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Warum hat man Nasenbluten bei Bluthochdruck?

Pltzliches, unbegrndetes Nasenbluten – Durch Bluthochdruck werden auch die feinen Gefe in der Nasenschleimhaut berbeansprucht und knnen leichter platzen. Es kommt zu Nasenbluten. Sollten Sie hufiger an unbegrndetem Nasenbluten leiden, empfehlen wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen ( Quelle ).