Was Macht Neurologe?

Was Macht Neurologe
Was wird beim Neurologen behandelt? – Die Neurologie beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Funktion und den Erkrankungen des Nervensystems, Das Nervensystem besteht einerseits aus dem zentralen Nervensystem (ZNS) wozu das Gehirn und das Rückenmark gerechnet werden und andererseits aus dem peripheren Nervensystem (PNS), das die peripheren Nerven, Nervenwurzeln und Nervengeflechte umfasst.

  • Als Teil davon noch das vegetative Nervensystem genannt werden, das die innere Organe und unbewussten Körperfunktionen reguliert.
  • Auch die Muskeln fallen zu einem Teil in das Fachgebiet der Neurologie, weil Muskeln und Nerven eine untrennbare Einheit bilden.
  • Ein Neurologe ist daher ein Facharzt der auf die Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, der Sinnesorgane, des Rückenmarks, der peripheren Nerven einschließlich der Nervenwurzeln und der Muskeln spezialisiert ist.

Der Neurologe beschäftigt sich zudem mit den Krankheiten der blutversorgenden Gefäße des Nervenssystems und Erkrankungen des Immunsystems und des Hormonsystems, soweit es das Nervensystem betrifft sowie mit den Erkrankungen der Hirnhäute.

Wie kommt es zu neurologischen Krankheiten?

Was ist Neurologie? Neurologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur beschäftigt. Zum Nervensystem gehören das Gehirn, das Rückenmark und die peripheren Nerven. Was für neurologische Erkrankungen gibt es? Neurologische Erkrankungen lassen sich in folgende Gruppen einteilen: Kopfschmerz-Erkrankungen: Kopfschmerzen können Symptom einer ernsten Hirnerkrankung, z.B.

  1. Eines Hirntumors sein.
  2. In den meisten Fällen findet sich aber keine Ursache von Kopfschmerzen, so dass man von primären Kopfschmerz-Erkrankungen spricht.
  3. Die häufigsten Kopfschmerz-Erkrankungen sind Migräne und Spannungskopfschmerz.
  4. Gefäßerkrankungen des Gehirns : Mehr als jedes andere Körperorgan ist das Gehirn auf eine ungestörte Sauerstoff- und Blutversorgung angewiesen.

Durchblutungsstörungen des Gehirns können zu Hirninfarkten (Schlaganfällen) mit Halbseitenlähmungen und Sprachstörungen führen. Eine ähnliche Symptomatik kann auch durch Hirnblutungen hervorgerufen werden. Die Risikofaktoren, die zu einer Schädigung der hirnversorgenden Blutgefäße und damit langfristig zu Schlaganfällen führen, sind die gleichen, die auch zum Herzinfarkt führen: Bluthochdruck, Rauchen, Zuckerkrankheit, erhöhter Blutfettgehalt und Bewegungsmangel.

  • Infektionserkrankungen des Nervensystems: Das Gehirn kann wie andere Organe von Erregern, Bakterien oder Viren, befallen werden.
  • Wenn die Hirnhäute betroffen sind, spricht man von einer Meningitis.
  • Ist das Gehirn direkt betroffen, liegt eine Enzephalitis vor.
  • Multiple Sklerose: Multiple Sklerose ist eine chronische Entzündungskrankheit des Gehirns und Rückenmarks, die nicht durch Erreger bedingt, sondern Folge einer Fehlregulation des Immunsystems ist.

In den meisten Fällen manifestiert sich Multiple Sklerose mit wiederholten Krankheitsschüben, die zu wechselnden und unterschiedlichen Symptomen (Sehstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen) führen (schubförmige Multiple Sklerose). Nach längerem Krankheitsverlauf kann die Multiple Sklerose in ein chronisches Stadium mit bleibender, allmählich zunehmender Behinderung übergehen (sekundär chronisch-progrediente Multiple Sklerose).

  1. Hirntumore: Im Gehirn und Rückenmark können sich wie in anderen Organen Tumore bilden.
  2. Häufige Hirntumore sind Gliome, die aus den Bindegewebszellen des Gehirns entstehen, Meningeome, die von den Hirnhäuten ausgehen, und Lymphome, die aus lymphatischem Gewebe entstehen.
  3. Im Gehirn können sich außerdem Metastasen von anderen bösartigen Tumoren absiedeln.

Neurodegenerative Erkrankungen: Als neurodegenerative Erkrankungen werden chronische Hirnerkrankungen bezeichnet, bei denen es, ohne dass Durchblutungsstörungen oder Entzündungen vorliegen, zu einer fortschreitenden Störung bestimmter Hirnfunktionen kommt.

  • Ein Teil dieser Erkrankungen ist erblich, bei den meisten ist keine Ursache fassbar.
  • Die häufigste und wichtigste neurodegenerative Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit, die vor allem die Hirnrinde betrifft und zu einem fortschreitenden Verlust des Gedächtnis und anderer geistiger Fähigkeiten führt.

Bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen stehen Bewegungsstörungen im Vordergrund. Bei der Parkinson-Krankheit kommt es zu einer Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifigkeit und Zittern. Typisches Zeichen der Ataxien oder degenerativen Kleinhirnerkrankungen sind Gangunsicherheit und Koordinationsstörungen.

  1. Erkrankungen des peripheren Nervensystems: Durch Verletzung oder mechanischen Druck kann es zur Schädigung einzelner peripherer Nerven kommen.
  2. Beispiele sind das Karpaltunnelsyndrom und das Sulcus ulnaris-Syndrom.
  3. Erkrankungen, bei denen periphere Nerven diffus erkrankt sind, werden als Polyneuropathien bezeichnet.
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Polyneuropathien machen sich durch oft an den Füßen beginnendes Taubheitsgefühl, Schmerzen und Lähmungen bemerkbar. Die Ursachen von Polyneuropathien sind vielfältig. Am häufigsten sind sie durch Zuckerkrankheit oder Alkoholmissbrauch verursacht. Muskelerkrankungen: Bei sehr vielen neurologischen Erkrankungen kommt es zu Muskelschwäche und Muskelschwund.

Kann man neurologische Krankheiten heilen?

Prognose: Ist Heilung möglich? – Viele Nervenkrankheiten sind grundsätzlich heilbar. Es gibt aber auch andere Fälle: ALS, Mulitple Sklerose und Parkinson gelten bis heute als unheilbar – allerdings ist es häufig möglich, den Verlauf und die Symptome durch eine medikamentöse Behandlung positiv zu beeinflussen oder abzuschwächen.

Was ist schlecht für das Nervensystem?

Nervensystem und Ernährung Das Nervensystem durchzieht mit seinen Geweben und Zellen netzartig unseren gesamten Körper. Es wird in das zentrale (Gehirn und Rückenmark) und periphere (somatisches und vegetatives) Nervensystem unterschieden, die eng miteinander verbunden sind.

  1. Das Nervensystem steuert bewusste und unbewusste Aktionen (z.B.
  2. Atmung, Körpertemperatur, Herz-Kreislauf-, Hormon-, Schlaf-Wach-System etc.).
  3. Es analysiert sehr schnell die Reaktionen des Körpers, steuert, koordiniert, reguliert und verarbeitet physische und psychische Reize, die Motorik sowie unzählige Abläufe in den Organsystemen.

Das Gehirn des Menschen ist dabei die Schaltzentrale für alle Informationen mit einer beständig hohen Leistung. Sinneseindrücke, Gefühle, Verhalten, Lernen, Denken, Sprechen, Gedächtnis, Reaktionen, Reflexe etc. werden im Wach- und Schlafzustand ausgelöst, verarbeitet, koordiniert oder gespeichert.

Die gute Funktion des gesamten Nervensystems ist von der ausreichenden Versorgung mit Nährstoffen abhängig. Das gilt bereits im Stadium des Embryos und in allen Lebensphasen bis ins hohe Alter. Dabei hat das Gehirn einen beständig hohen Nährstoff-Bedarf. Es hat zwar nur einen Anteil von etwa zwei Prozent am Körpergewicht, verbraucht aber rund 20 Prozent des Sauerstoffs und 25 Prozent der Glukose.

Wichtig ist außerdem die gute Versorgung mit Mikro-Nährstoffen. Eine entscheidende Rolle für die Funktionen von Nerven und Gehirn spielt die Gruppe der B-Vitamine. Vitamin B1 wird benötigt, um Glukose bereitzustellen und Nerven anzuregen. Vitamin B6 ist für den Stoffwechsel von Aminosäuren wichtig, es trägt zur Bildung der Neurotransmitter (Übertragungs- und Botenstoffe) Dopamin, GABA und vor allem Serotonin bei.

Auch Mineralstoffe beeinflussen das Nervensystem. Kalzium und Magnesium können die Übertragung von Nervenreizen modulieren. Die antioxidativen Spurenelemente Zink und Selen können schädliche Einflüsse auf die Nerven reduzieren. Nährstoffe können im Gehirn generell nur in geringem Maße gespeichert werden, die regelmäßige Versorgung ist daher sehr wichtig.

Belastungen des Nervensystems und Mikro-Nährstoffe Das Nervensystem kann in seiner Funktion durch viele Einflüsse beeinträchtigt werden. Ursache dafür können Stress durch starke psychische und physische Belastungen, Operationen, Krankheiten und Schmerzen sein.

Auch eine schlechte Ernährung, der Mangel an Mikro-Nährstoffen und die Belastung mit Schwermetallen können das Nervensystem in seiner Funktion stören. Gleiches gilt für Unfälle, den Missbrauch von Alkohol und anderen Drogen sowie Diabetes, die Nervenschäden hervorrufen können. Hinzu kommen spezielle, teilweise sehr schwere Krankheiten des Nervensystems, dazu gehören u.a.

Restless legs, Multiple Sklerosis, Morbus Parkinson und Epilepsie. Generell gilt bei allen Belastungen, dass die gute Versorgung mit Mikro-Nährstoffen dazu beiträgt, die Funktionen des Nervensystems zu regenerieren und zu stärken. So sind beispielsweise sowohl für die Multiple Sklerose als auch für den Parkinson enge Beziehungen zu bestimmten Nährstoff-Defiziten bekannt.

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Beim Parkinson sind ebenfalls die gute Versorgung mit Vitamin D und dazu die Vitamine des B-Komplexes wichtig, das gilt besonders für Vitamin B6 und Folsäure. Migräne, Ernährung und Mikro-Nährstoffe Demenz und Depressionen

Die Migräne mit ihren typischen Symptomen von starkem Kopfschmerz, Übelkeit, Lärm- und Lichtempfindlichkeit kann durch unverträgliche Nahrungsmittel, aber auch durch einen Mangel an Mikro-Nährstoffen hervorgerufen werden. Zu den möglichen Auslösern können beispielsweise Koffein, Alkohol, hohe Kupferaufnahmen, Laktose oder Glutamat (bei Unverträglichkeiten) sowie Nitrite etc.

Gehören. Zur Prävention kann neben der Vemeidung bekannter Auslöser auch die gute Versorgung mit Mikro-Nährstoffen beitragen. Besonders wichtig sind ausreichende Mengen von Magnesium, Coenzym Q10 und Selen.Beide Krankheiten sind in den westlichen Industrienationen immer weiter verbreitet und nehmen mit dem Alter und höherer Lebenserwartung zu.

Sie sind oft mit charakteristischen biochemischen Störungen im Stoffwechsel verbunden. Die ergänzende Unterstützung mit Mikro-Nährstoffen kann bei der Therapie von Demenz, Depressionen, aber auch von Psychosen, hilfreich sein. Bei Depressionen können die Vitamine des B-Komplexes zur Verbesserung der Stimmungen beitragen, gleiches ist von Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren bekannt.

Die Aminosäuren Tyrosin und Tryptophan tragen zur Bildung von wichtigen Neurotransmittern (Noradrenalin und Serotonin) bei. Besser als eine einzelne Aminosäure ist jedoch meist die Ergänzung eines guten Aminosäuren-Komplexes. Einige Studien zeigen außerdem, dass organisches Lithium Depressionen und aggressives Verhalten verringern kann.

Bei der Demenz (incl. Alzheimer) spielt der oxidative Stress vermutlich eine große Rolle, der im Alter zunimmt. Er führt dazu, dass sich schädliche Ablagerungen (Beta-Amyloid-Peptide) im Gehirn bilden können. Entsprechend ist eine gute Versorgung mit Antioxidanzien zur Prävention und begleitenden Therapie der Demenz sehr wichtig.

  • Die Nährstoff-Therapie dieser Krankheiten gehört grundsätzlich in die Hand spezialisierter Therapeuten, da hier oft erhöhte Dosierungen notwendig sind.
  • Wichtige Mikro-Nährstoffe für Gehirn und Nerven Für das Gehirn und Nervensystem sind gute Versorgungen mit folgenden Nährstoffen besonders wichtig.
  • Im Fall von Nerven- und Gehirn-Krankheiten müssen sie evtl.

höher dosiert werden.

Vitamine D und E, einige Studien zeigen, dass bei deren Defiziten im Alter kognitive Prozesse beeinträchtigt sind Vitamin C Vitamin-B-Komplex, besonders B1, B6, B12, Folsäure, Niacin und Pantothensäure beta-Carotin Mineralstoffe und Spurenelemente – Kalzium, Magnesium, Zink und Selen, evtl. auch Eisen, Kupfer und Molybdän (bei nachgewiesener Unterversorgung) Omega-3-Fettsäuren, vor allem DHA (Docosahexaensäure), aber auch EPA (Eicosapentaensäure)

: Nervensystem und Ernährung

Wie kann man eine Nervenschädigung feststellen?

Untersuchungen und Tests – Im Anschluss an das Gespräch wird Sie der Arzt körperlich untersuchen. Dabei testet er zum Beispiel Ihre Reflexe (wie den Achillessehnenreflex, der als erster schwächer wird). Er prüft auch, ob Ihre Pupillen richtig auf einfallendes Licht reagieren.

  1. Auch auf mögliche Fehlbildungen des Skeletts (Deformitäten) achtet der Arzt.
  2. Beispielsweise können Krallenzehen und ein Hinweis sein, dass die Polyneuropathie erblich bedingt ist.
  3. Daneben folgen weitere Untersuchungen.
  4. Manche davon werden bei jedem Patienten durchgeführt, andere nur in bestimmten Fällen: Bei der Elektroneurografie (ENG) wird die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen.

Der Arzt setzt dafür einen kleinen elektronischen Impuls an mindestens zwei verschiedenen Stellen eines Nervs. Dann misst er die Zeit bis zur Reaktion (Kontraktion) des dazugehörigen Muskels. Bei der Polyneuropathie ist diese Nervenleitgeschwindigkeit meist herabgesetzt.

Bei der Elektromyografie (EMG) wird die elektrische Muskelaktivität geprüft. Bei motorischen Störungen wie Muskelschwäche oder Muskellähmung lässt sich so herausfinden, ob das Problem beim Muskel selbst oder aber bei den ihn versorgenden Nerven liegt. Ergibt die EMG, dass die Nervenfunktion gestört ist, spricht das für eine Polyneuropathie.

Bei der quantitativen sensorischen Untersuchung prüft der Arzt, wie ein Nerv auf bestimmte Reize wie Druck oder Temperatur reagiert. So lässt sich feststellen, ob die Empfindlichkeit des Nervs beeinträchtigt ist – wie bei einer Polyneuropathie. Auf diese Weise lässt sich eine Nervenschädigung also gut nachweisen.

  1. Die Untersuchung ist allerdings sehr zeitaufwändig.
  2. Zudem muss sich der Patient dabei gut konzentrieren und mitarbeiten.
  3. Deshalb wird die Methode nicht routinemäßig zur Abklärung einer Polyneuropathie angewendet.
  4. Eine Elektrokardiografie () kann Auskunft darüber geben, ob die autonomen Nervenfasern des Herzens geschädigt sind.
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Mittels Ultraschall-Untersuchung der kann der Arzt feststellen, ob sich nach dem Wasserlassen noch Restharn in der Blase befindet. Wenn ja, ist wahrscheinlich die Blasenentleerung gestört. Das passiert bei einer autonomen Polyneuropathie sehr oft. Bei einer Nervenbiopsie wird über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Probe des Nervengewebes entnommen.

  • Die Gewebeprobe wird anschließend unter dem Mikroskop begutachtet.
  • Diese Untersuchung wird aber nur in ganz bestimmten Fällen durchgeführt.
  • Sie kann zum Beispiel bei Diabetikern notwendig sein, bei denen nur Nerven auf einer Körperseite geschädigt sind (asymmetrische diabetische Polyneuropathie).
  • Auch wenn der Arzt Lepra als Ursache der Nervenschädigung vermutet, kann er eine Nervenbiopsie durchführen.

Ebenfalls nur in ausgewählten Fällen wird eine Hautbiopsie durchgeführt. Dabei wird ein winziges Stück Haut ausgestanzt (etwa am Unterschenkel) und genau untersucht. Blutuntersuchungen dienen vor allem dazu, häufige und behandelbare Ursachen der Nervenschädigung zu erkennen.

Erhöhte Entzündungswerte (wie, weiße Blutkörperchen etc.) können auf eine entzündliche Ursache der Nervenschäden hindeuten. Ein oraler Glukosetoleranztest () zeigt an, wie gut der Körper Zucker verarbeiten kann. Auffällige Testergebnisse können auf einen noch unentdeckten Diabetes (oder eine Vorstufe davon) hinweisen. Auch der Nüchternblutzucker ist hierbei sehr aussagekräftig. Bei bekannter Zuckerkrankheit ist vor allem der HbA1c-Wert (“Langzeitblutzucker”) wichtig: Er zeigt an, wie gut der Diabetes in den letzten Monaten eingestellt war. Der Vitamin-B12-Status wird gemessen, um zu prüfen, ob eventuell ein Mangel besteht. Liegen die Leber- oder Nierenwerte außerhalb der Norm, wird die Polyneuropathie möglicherweise durch eine Leber- oder Nierenerkrankung verursacht. Dabei können Leberschäden auch durch Alkoholmissbrauch verursacht sein. Besteht der Verdacht, dass eine bestimmte Infektionskrankheit die Polyneuropathie verursacht, sind spezielle Blutuntersuchungen sinnvoll. Beispielsweise lässt sich eine vermutete abklären, indem man im Blut des Patienten nach Antikörpern gegen die auslösenden (Borrelien) fahndet.

Eine genetische Untersuchung ist angezeigt, wenn es in einer Familie mehrere Fälle von Polyneuropathie gibt. Dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine erblich bedingte Nervenschädigung handelt. Das Gleiche gilt, wenn der Patient bestimmte Fehlstellungen des Fußes (Krallenzehen, Hohlfuß) oder andere Fehlbildungen des Skeletts (wie Skoliose) aufweist.

Sie sind typisch für eine erblich bedingte Polyneuropathie. Der Arzt kann dann das Erbgut des Patienten auf entsprechende Veränderungen (Mutationen) untersuchen lassen. Die Behandlung einer Polyneuropathie zählt zu den Kernkompetenzen von neurologischen Fachärztinnen und Fachärzten. Zu einer effektiven Polyneuropathie-Therapie gehört, die Ursache der Erkrankung – wenn möglich – zu beseitigen oder zu behandeln.

Das nennt man eine kausale oder ursächliche Therapie, Viele Polyneuropathie-Symptome lassen sich zudem gezielt behandeln. Diese symptomatische Therapie kann eine ursächliche Therapie ergänzen, wenn eine solche möglich ist.