Welche Gehirnhälfte Macht Was?

Welche Gehirnhälfte Macht Was
Die beiden Gehirnhälften haben zum Teil unterschiedliche Funktionen: Während die linke Hälfte bei den meisten Menschen auf Sprache und abstraktes Denken spezialisiert ist, kommt die rechte in der Regel dann zum Einsatz, wenn es um räumliches Denken oder bildhafte Zusammenhänge geht.

Was macht die linke Gehirnhälfte?

Die zwei Hemisphären des Gehirns – Die rechte Gehirnhälfte steuert mehr die Intuition, Kreativität, Symbole und Gefühle. Diese Gehirnhälfte wird durch Metaphern aktiviert, durch die beim Zuhörer eigene, dazu passende Bilder, Symbole, Melodien oder Gerüche entstehen können.

  • Das Rohmaterial der Gedanken, die aufblitzenden Ideen, die Bilder, ja alle Sinneseindrücke werden rechts bearbeitet.
  • Bei Kandel heisst es: „ greift die rechte Hirnhälfte meist auf Fantasie und Vorstellungskraft zurück, hat das große Ganze im Blick und setzt sich mit Symbolen, Bildern, Risikobereitschaft und Impulsivität auseinander.” Jetzt meine Malkurse besuchen um die rechte Gehhirnhälte zu stärken.

Die linke Gehirnhälfte ist verantwortlich für Sprache, Lesen, Rechnen, Logik, Regeln, Gesetze, Konzentration auf einen Punkt, Analyse, Detail, Wissenschaft, Einzelheiten, Zeitempfinden, Linearität. Die linke Gehirnhälfte ist also für alles zuständig, was im allgemeinen Verständnis als Denken bezeichnet wird.

  • Sie denkt in Sprache, in Begriffen, sie denkt logisch, analytisch.
  • Die rechte Gehirnhälfte ist verantwortlich für Körpersprache, Bildersprache, Intuition, Gefühl, Spontaneität Sprunghaftigkeit, Neugier, Spielen, Risiko, Synthese, Überblick, Kunst, Kreativität, Tanz, Musik, ganzheitliche Zusammenhänge, Raumempfinden.

Vgl. http://psychologie-news.stangl.eu/120/rechte-vs-linke-gehirnhaelfte, © Werner Stangls Psychologie News Kandel, Eric, 2012, S.552 Wie die Beiden interagieren und wie unterschiedlich die linke und die rechte Hemisphäre in der Informationsverarbeitung sind, ist eben „daß die linke Hemisphäre verbal und analytisch, die rechte hingegen auf eine nonverbale, ganzheitliche Weise mit Sinneswahrnehmungen umgeht.” Immanent zur Erforschung der beiden Gehirnhälften, weiß man, dass die beiden auf verschiedenste Weise zusammenzuarbeiten vermögen.

Jede Gehirnhälfte hat spezielle Fähigkeiten und übernimmt einen bestimmten Modus der Informationsverarbeitung, kann aber auch alleine arbeiten „wobei die eine Hälfte ein-, die andere mehr oder weniger ausgeschaltet ist”, Die beiden Gehirnhälften können in ein direktes Konkurrenzverhältnis geraten und „ zwar dann, wenn die eine Hälfte eine Aufgabe auszuführen versucht, von der die andere weiß, daß sie sie besser zu lösen versteht.” „Demzufolge gibt es beim Problemlösen, wie auch in der Entscheidungsfindung, einen bereits bestehenden unbewussten Hirnzustand, der die Person in die Lage versetzt, sich entweder für eine kreative oder eine methodische Strategie zu entscheiden.

die linke Hirnhälfte sei auf analytische Organisation und daher auf die Struktur von Sprache spezialisiert, während die rechte Hirnhälfte auf die Verknüpfung von Reizen mit Reaktionen spezialisiert sei und somit auf die assoziative Verbindung von Ideen mit dem Ergebnis neuartiger Ideenkombinationen.”

Welche Gehirnhälfte ist für die Emotionen zuständig?

Auch die rationale Gehirnhälfte versteht die Sprache der Gefühle Nicht nur die rechte Hirnhälfte ist an der Entstehung von Gefühlen beteiligt. Auch die ansonsten eher als rational geltende linke Hirnhälfte wird rege, wenn es um Liebe, Furcht und Trauer geht, berichten belgische Forscher im Magazin „Neuropsychology” (Bd.17, Teil 1).

  1. Die Forscher um Guy Vingerhoets vom Ghenter Zentrum für Neuropsychologie spielten Probanden gesprochene Sätze mit verschiedenen emotionalen Gehalten vor.
  2. Darunter waren freudige Aussagen wie „Er mochte den Witz”, traurige wie „Das Mädchen verlor seine Eltern” oder sachliche Bemerkungen wie „Nach Gebrauch die CD wieder in ihre Hülle stecken”.

Währenddessen maßen die Psychologen mit einem Ultraschallgerät den Blutfluss zu den beiden Hirnhälften. Sollten sich die Probanden innerlich auf die sachliche Seite der Aussagen konzentrieren, stieg der Blutfluss zur linken Hirnhälfte. Offenbar brauchte die linke Hirnhälfte für die Aufgabe mehr Energie und Sauerstoff und sorgte daher für eine bessere Blutversorgung.

  1. Onzentrierten sich die Versuchspersonen auf den emotionalen Gehalt der Aussagen, stieg der Blutfluss zum rechten Gehirn deutlich an.
  2. Offenbar verbraucht das Gehirn auch beim Mitfühlen zusätzliche Energie.
  3. Zum Erstaunen der Psychologen stieg aber gleichzeitig auch wieder der Blutfluss zur linken Hirnhälfte.

An Emotionen sind beide Hirnhälften beteiligt, folgern die Psychologen aus ihren Beobachtungen: Wahrscheinlich erkennt die linke Hirnhälfte den Anlass für Emotionen, die dann von der rechte Hirnhälfte für die Person fühlbar gemacht werden. ddp/bdw – Andreas Wawrzinek : Auch die rationale Gehirnhälfte versteht die Sprache der Gefühle

Für was ist die rechte und linke Gehirnhälfte zuständig?

Sprache: Wie linke und rechte Gehirnhälfte zusammenarbeiten Während des Sprechens bearbeitet das Gehirn viele verschiedene Dinge gleichzeitig. Damit das schnell geht, arbeiten linke und rechte Hirnhälfte zusammen. Aber noch viel besser als Forschende bisher angenommen hatten.

Die linke und die rechte Gehirnhälfte sind arbeitsteilig fürs Sprechen zuständig. Die linke Hirnhälfte übernimmt die Aufgabe, Wörter zu erzeugen, zusammenzustellen oder zu analysieren, erklärt der Neurowissenschaftler Henning Beck. Dagegen ist die rechte Gehirnhälfte dafür zuständig, Klangmuster zu interpretieren.

“Sprache entsteht durch das Zusammenspiel der rechten und der linken Gehirnhälfte.” Henning Beck, Neurowissenschaftler Beispielsweise können wir ein und dasselbe Wort unterschiedlich betonen. Die rechte Gehirnhälfte würde feststellen, dass es in der Betonung einen Unterschied gibt, während die linke Gehirnhälfte einfach nur zweimal dasselbe Wort erzeugt hat, erklärt Henning Beck.

  1. Forschenden der Uni Frankfurt haben in ihrer festgestellt, dass die beiden Gehirnhälften sich die Arbeit noch viel detaillierter einteilen als bislang angenommen.
  2. Also dass in der linken Hälfte ein Sprachareal sei und in der rechten eher ein Sound-Areal.
  3. Die Forschenden haben einem Hirnscanner gemessen, was im Gehirn passiert, wenn die Menschen sprechen.

Und gemessen, was passiert, wenn sie ihre gesprochene Sprache wieder hören. Einmal wurde die Aufnahmen über das rechte und mal über das linke Ohr eingespielt. Dabei haben die Forschenden festgestellt, dass auch die linke Hälfte an der Sprachanalyse beteiligt ist.

Sie analysiere aber vor allem Übergänge zwischen Vokalen und Konsonanten und die rechte den Klang an sich. “Sprache ist das auf eine Hirnhälfte bezogene kognitive Vermögen”, sagt Henning Beck. Bei Rechtshändern sei das so, dass die linke Gehirnhälfte sich mehr auf die Übergänge konzentriere. Bei Linkshändern sei es auch so, dass die linke Hälfte die kleinteiligen Übergänge analysiere, aber nicht so stark wie bei Rechtshändern.

Und es könne sogar vorkommen, dass sich das Verhältnis zwischen den Gehirnhälften ganz umkehre. “Das Sprechen ist die Champions-League unseres Denkens”, sagt Henning Beck. Dabei muss das Gehirn viele unterschiedliche Fähigkeiten zusammenführen wie Erinnerung, Aussprache oder Vorstellungen.

Welche Gehirnhälfte nutzt der Mensch?

Bangkokhappiness / Shutterstock.com Unser Gehirn ist in zwei Hälften sogenannte Hemisphären geteilt — in eine rechte und eine linke. Sie sind anatomisch fast identisch miteinander verbunden und agieren auch miteinander. Sie steuern Bewegung und Empfinden unserer beiden Körperhälften.

  • Und prägen unsere Persönlichkeit.
  • Dabei sind die Hirnhälften nicht für alles gleichermaßen zuständig.
  • So ist die linke Hemisphäre spezialisiert auf viele, aber nicht alle Sprachprozesse, die rechte auf motorisch-visuelle Umsetzungen.
  • Im Volksmund wird gerne von der linken als der vernunftgesteuerten, von der rechten als der emotionalen gesprochen.
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Oder auch von rationalem, linearen Denken vs. ganzheitliches, komplexes Denken. Diese starre Trennung ist aber falsch. Den Hemisphären können bestimmte Verhaltensweisen, Charakteristika und Emotionen zugesprochen werden. Als Erwachsener haben wir meistens verlernt, beide Gehirnhälften gleich zu nutzen. Frau Spiegel lenetstan/Shutterstock Auch über deine Charaktereigenschaften und dein Verhalten kannst du herausfinden, welche Hemisphäre du mehr nutzt. Linke Typen setzen sich beispielsweise gerne Ziele, lesen Gebrauchsanweisungen, sind überpünktlich, erarbeiten sich die Dinge Schritt für Schritt, bevorzugen Zahlen und Fakten in logischer Abfolge.

Außerdem sind sie detailverliebt. Menschen, bei denen die rechte Gehirnhälfte dominanter ist, lösen z.B. Probleme intuitiv, die Uhrzeit ist für sie nur ein Richtwert. Sie bevorzugen Konzepte. Sie lernen durch Aktion und beobachten. Es ist nicht schlimm, wenn eine Hirnhälfte dominiert. Doch am leistungsfähigsten und erfolgreichsten sind wir, wenn beide gleichmäßig arbeiten.

Und das können wir mit einfachen Übungen trainieren. Dazu sollten wir gewohnte Tätigkeiten mal mit der rechten, mal der linken Körperhälfte machen. So zum Beispiel die Zähne mit der linken Hand putzen und dabei nur auf dem rechten Bein stehen und umgekehrt.

Welche Gehirnhälfte ist wichtiger?

Die beiden Gehirnhälften haben zum Teil unterschiedliche Funktionen: Während die linke Hälfte bei den meisten Menschen auf Sprache und abstraktes Denken spezialisiert ist, kommt die rechte in der Regel dann zum Einsatz, wenn es um räumliches Denken oder bildhafte Zusammenhänge geht.

Welche Gehirnhälfte ist für Stress?

Unter Stress ist die rechte Gehirnhälfte sehr aktiv, die linke hingegen nicht. Dabei lässt sich Stress leichter verarbeiten, wenn Sie Zugriff auf beide Gehirnhälften haben. Tapping bringt beide Seiten in Schwung – und es kostet nur ein paar Sekunden.

Welche Gehirnhälfte ist für Liebe?

Linke und rechte Hirnhälfte Fragesteller/in: Sebastian K. aus Bochum Veröffentlicht: 15.01.2012 Prof. Onur Güntürkün, Abteilung Biopsychologie der Universität Bochum : Wie oft bei populären Vorstellungen gibt es einen wahren Kern, zu dem viel Mythos hinzukommt. Richtig ist, dass es durchaus Asymmetrien gibt: Nicht beide Hirnhälften sind für alles gleichermaßen zuständig.

So ist die linke spezialisiert auf viele – aber nicht alle – Sprachprozesse. Links wird etwa die motorische Sprachumsetzung gesteuert, für die tausende kleinster Muskelpartien angesprochen werden müssen. Auch für abstrakte Begriffe wie Freiheit oder Liebe ist überwiegend die linke Hirnhälfte zuständig.

Unser Lexikon für konkrete Begriffe wie Laptop oder Kaffeetasse ist dagegen in beiden Gehirnhälften in etwa gleich gut repräsentiert. Und es gibt auch einige rechtshemisphärische Komponenten von Sprache, etwa die Sprachmelodie oder das Lesen zwischen den Zeilen.

  1. Und auch außerhalb der Sprache gibt es Asymmetrien in der Aufgabenverteilung: Räumliches Denken, Zahlenverständnis oder Gesichtserkennung sind etwa eher rechts angesiedelt, die Messung kleiner Zeitabstände und kleiner Details eher links.
  2. Das ist der wahre Kern.
  3. Leider gibt es darüber hinaus extremen Wildwuchs.

Da heißt es dann zum Beispiel, die linke Hemisphäre sei fürs analytische, die rechte fürs ganzheitliche Denken da. Das ist aber eine neurowissenschaftlich schlicht falsche Verallgemeinerung des oben Gesagten. Nur weil die rechte Hirnhälfte zwischen den Zeilen lesen kann, ist sie noch lange nicht für alles zuständig, was man unter den Begriff „ganzheitlich” fassen kann! Gerade in der pädagogischen Literatur wird in dieser Hinsicht aber wild extrapoliert, etwa wird die Fähigkeit zur in diesen Korb hineingeworfen.

  1. Und dann wird zuweilen sogar an Universitäten gelehrt, um sich gut in Schüler hineinzuversetzen, müsse man die rechte Hemisphäre aktivieren, etwa indem man mit der linken Hand die ganze Zeit einen Gummiball quetsche.
  2. Dafür gibt es aber aus wissenschaftlicher Sicht keinerlei belastbare Belege – weder dafür, dass die Empathie insgesamt rechts sitzt, noch dafür, dass sich eine Aktivierung motorischer Areale auf andere Bereiche derselben Hemisphäre übertragen würde.

Ebenso ist die Unterscheidung links– und rechtshemisphärisch geprägter Kulturen reiner Mythos. Das kam in den 1960ern in den USA auf, wo es hieß, die moderne, von Logik dominierte US-​Gesellschaft sei linkshemisphärisch (und schlecht), die ur-​indianische, schamanische Kultur rechtshemisphärisch (und gut).

Da wird dann Logik gleich Sprache gleich links gesetzt – auch das ist eine ärgerliche Überinterpretation. Und schließlich muss klar sein, dass auch tatsächlich nachweisbare Asymmetrien nur eine relative Angelegenheit sind: Wenn Hirnscans bei bestimmten Prozessen eine einseitige Aktivierung zeigen, bedeutet das ja nicht, dass der Rest des Gehirns völlig inaktiv wäre.

Vielmehr müssen wir davon ausgehen, dass letztlich immer beide Seiten zusammenarbeiten – bei Frauen übrigens je nach Zyklusphase mal mehr, mal weniger. Aufgezeichnet von Ulrich Pontes Hemisphäre Hemisphäre/-/hemisphere Großhirn und Kleinhirn bestehen aus je zwei Hälften – der rechten und der linken Hemisphäre.

  1. Im Großhirn sind sie verbunden durch drei Bahnen (Kommissuren).
  2. Die größte Kommissur ist der Balken, das Corpus callosum.
  3. Wahrnehmung Wahrnehmung/Perceptio/perception Der Begriff beschreibt den komplexen Prozess der Informationsgewinnung und –verarbeitung von Reizen aus der Umwelt sowie von inneren Zuständen eines Lebewesens.

Das Gehirn kombiniert die Informationen, die teils bewusst und teils unbewusst wahrgenommen werden, zu einem subjektiv sinnvollen Gesamteindruck. Wenn die Daten, die es von den Sinnesorganen erhält, hierfür nicht ausreichen, ergänzt es diese mit Erfahrungswerten.

  • Dies kann zu Fehlinterpretationen führen und erklärt, warum wir optischen Täuschungen erliegen oder auf Zaubertricks hereinfallen.
  • Ern Kern/-/nucleus Der Kern ist in einer Zelle der Zellkern, der unter anderem die Chromosomen enthält.
  • Im Nervensystem ist der Kern eine Ansammlung von Zellkörpern – im zentralen Nervensystem als graue Masse, ansonsten als Ganglien bezeichnet.

Empathie Empathie/-/empathy Der Begriff „Empathie” geht auf das altgriechische Wort für „Leidenschaft” zurück. Heute versteht man unter Empathie das Vermögen, sich in andere hineinzuversetzen und deren Gefühle, Gedanken und Handlungsweisen nachzuvollziehen.

Welche Gehirnhälfte ist schlauer?

Bei den meisten Menschen ist die linke Gehirnhälfte für wissenschaftliche oder mathematische Leistungen zuständig, d.h. für analytisches und logisches Denken, während Musikverständnis, künstlerische Fähigkeiten, räumliches Denken sowie die Vorstellungskraft auf der rechten Hemisphäre angesiedelt sind.

Wo entsteht die Angst im Gehirn?

Der Mandelkern steuert die Angstreaktion – Aus neurobiologischer Sicht besteht eine Angstreaktion aus einer Kaskade von Nervenzellschaltungen. Vereinfacht beschrieben, löst eine Angstursache einen Sinnesreiz aus, der im Gehirn in Sekundenbruchteilen zur höchsten Alarmbereitschaft führt.

Zunächst gelangen Botenstoffe mit einer Meldung beispielsweise des Sehnervs über das Zwischenhirn in das dahinterliegende limbische System. Zum limbischen System, als zentraler Gehirnbereich für Gefühle und emotionales Gedächtnis, gehören Regionen der Großhirnrinde, Nervenansammlungen im Zwischen- und Mittelhirn (Hypothalamus und Thalamus), der Mandelkern und das Ammonshorn (Hippocampus).

Es ist über vielfache Nervenbahnen mit zahlreichen Hirnregionen verbunden. Bei der Entstehung von Angst spielt Amygdala (Mandelkern) eine zentrale Rolle. Sie ist doppelt vorhanden, wobei die rechte Amygdala Eindrücke von der linken Hirnhälfte verarbeitet und umgekehrt.

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Welche Gehirnhälfte ist bei mir stärker?

Unser Gehirn und seine beiden Hälften – Wandelndes Lexikon, fotografisches Gedächtnis – unsere Umschreibungen für die perfekte Erinnerung transportieren noch immer die Vorstellung, das Gedächtnis sei in erster Linie ein Speicher, in dem Wissen und objektive Fakten deponiert sind.

Je größer der Umfang dieses Wissens, desto besser ist unsere Gedächtnisleistung. Durch diese Vorstellung wird in der Schule noch immer das vordergründige Ideal geprägt, Kindern möglichst viel Wissen beizubringen. In unserer westlichen Welt wird meist die linke Gehirnhälfte sehr viel stärker gefordert als die rechte.

Denken Sie zum Beispiel an die Schule – hier standen vielmehr logisch-analytische Denkprozesse im Vordergrund und Schwerpunkte lagen in den Bereichen Sprache und Zahlen. Exzellente und kreative Denkleistungen können aber nur dann entstehen, wenn beide Hemisphären des Großhirns gut zusammenarbeiten und sich ergänzen.

Was passiert wenn die linke Gehirnhälfte nicht mehr funktioniert?

Genesung nach einem Schlaganfall der linken Gehirnhälfte – Ein Schlaganfall der linken Gehirnhälfte führt häufig zu Sprachstörungen sowie zu körperlichen Beeinträchtigungen auf der rechten Körperseite. Die Patienten können von einer Teilnahme an einer Physio- und Sprachtherapie zur Wiederherstellung dieser Funktionen profitieren.

In welcher Hirnhälfte ist das Sprachzentrum?

„ Bei den meisten Menschen wird Sprache vorwiegend in der linken Gehirnhälfte verarbeitet. ‘ Bei gerade mal einem Pro- zent der Bevölkerung liegen die Haupt- zentren der Sprachverarbeitung rechts – ein Phänomen, das fast ausschließlich bei Linkshändern auftritt.

Welcher Teil des Gehirns ist am wichtigsten?

Kleinhirn – Das Kleinhirn (Zwischenhirn) hat die Aufgabe, Bewegungsabläufe abzustimmen und zu koordinieren. Die wichtigsten Berreiche des Zwischenhirns sind der Thalamus und der Hypothalamus:

Der Thalamus : Er leitet sensibel-sensorische Impulse an das Großhirn weiter und macht sie diesem erst zugänglich, indem sie so verarbeitet werden, dass das Großhirn sie bearbeiten kann. So werden etwa Schmerzen und sensible Reize über die Nervenfasern zum Thalamus geleitet, dort verschaltet und weiter an das Großhirn gesendet. Der Hypothalamus : Er regelt wichtige Vorgänge des Hormonhaushalts, wie etwa den Schlafrhythmus, das Temperaturempfinden, die Nahrungs- und Wasseraufnahme oder das Sexualverhalten.

Welcher Teil des Gehirns ist für was zuständig?

Hypophyse – Die ist mit dem Hypothalamus über einen Stiel verbunden. Mehr über die Anatomie und Funktion dieser Hormondrüse lesen Sie im Beitrag, Das Kleinhirn koordiniert unsere Bewegungen und das Gleichgewicht und speichert erlernte Bewegungen. Im Großhirn sitzen auf der einen Seite Sprache und Logik, auf der anderen Seite Kreativität und Orientierungssinn.

Welche Gehirnhälfte ist männlich?

Besonderheiten bei männlichen Gehirnen – Bei Männern ist die rechte Gehirnhälfte anders strukturiert als bei Frauen. Meistens können sie sich besser im Raum orientieren und aus diesem Grund Karten besser lesen. Hirnforscher gehen davon aus, dass dieses Phänomen aus der Evolution heraus zu erklären sei: Männer waren ursprünglich v.a. für die Jagd zuständig.

Welche Gehirnhälfte ist für die Augen zuständig?

Das visuelle System – Beim Sehen sind eine ganze Reihe von Gehirn-Bereichen aktiviert, sowohl was die Steuerung der Augen, als auch was die Auswertung und Aufbereitung der Bild-Information betrifft. Jedes Auge wird von beiden Gehirnhälften kontrolliert, wobei die Nerven der Sehbahnen übers Kreuz verlaufen (Chiasma).

  1. Der äussere Sehbereich des linken Auges wird von der linken Gehirnhälfte verarbeitet.
  2. Der innere Sehbereich zur Nase des linken Auges wird von der rechten Gehirnhälfte verarbeitet.
  3. Im Gesamtblick überlagern sich die Sehbereiche.

Kann man ohne rechte Gehirnhälfte leben?

Kann man mit einem halben Gehirn leben? Unser Denkorgan besitzt bekanntlich eine charakteristische Zweiteilung. Doch inwieweit sind beide Hälften für die Funktion des Gehirns nötig? Ein Leben mit einem halben Gehirn ist möglich, verdeutlicht eine Studie.

Der Verlust einer kompletten Hemisphäre kann zwar schwerwiegende Folgen für die kognitiven Fähigkeiten haben. Doch in einigen Fällen können Betroffene sogar wie Gesunde denken und sprechen. Das Denkorgan kann den Verlust offenbar kompensieren. Den Untersuchungsergebnissen zufolge bilden sich dabei in der verbleibenden Gehirnhälfte ungewöhnlich starke Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Hirn-Netzwerken aus.

Möglicherweise bildet diese funktionelle Anpassung die Grundlage für die erstaunliche Kompensationsfähigkeit des Denkorgans. Kein Neuron in unserem Gehirn arbeitet für sich alleine. Stattdessen ist das Denkorgan in Netzwerken organisiert. Bestimmte Hirnregionen werden bei der Bewältigung gewisser Aufgaben und auch im Ruhezustand gemeinsam aktiv – sie sind miteinander verknüpft.

Was passiert wenn die rechte Gehirnhälfte geschädigt ist?

Prosopagnosie : Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern – Nach einem Schlaganfall der rechten Gehirnhälfte können einige Patienten Schwierigkeiten beim Erkennen von Gesichtern haben – eine Erkrankung, die als Prosopagnosie bekannt ist. Viele vermuten, dass die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen, mit einer Schädigung des Gyrus fusiformis verbunden ist (laut einem Artikel von CNN ), der sich in der rechten Gehirnhälfte befindet.

Welche Gehirnhälfte Depression?

Tieftraurig und flügellahm sitzt der Engel unter dem magischen Zahlenquadrat, grübelnd stützt er den Kopf in die Hand. Über ihm, an der Wand, verrinnt der Sand im Stundenglas – Sinnbild der Vergänglichkeit, die den Geist betäubt und den Lebensmut schwinden läßt.

  • Auf einem fast surrealistisch wirkenden Kupferstich hat vor rund 500 Jahren Albrecht Dürer den Seelenzustand der Melancholie dargestellt.
  • Die triste Gemütsverfassung, so glaubten die Zeitgenossen Dürers, sei Folge einer Vergiftung durch üble, im Blut zirkulierende Körpersäfte.
  • Was den Melancholikern und Depressiven das Leben vergällt, war lange rätselhaft: Sind es Drüsensekrete, Störungen des Hirnstoffwechsels oder eher widrige Lebensumstände, die Menschen in die Trübsal treiben? Womöglich nichts von alledem, behaupten jetzt amerikanische Forscher, die mit Hilfe moderner Meßgeräte nach dem Ursprung seelischer Grundstimmungen fahnden: Nach ihren Erkenntnissen sind bioelektrische Vorgänge in der Großhirnrinde ausschlaggebend für die Entwicklung zum Melancholiker oder zur Frohnatur.

Beim Studium der Hirnstromkurven entdeckten die Wissenschaftler, daß chronisch trübsinnige Probanden über ein besonders regsames Rechtshirn verfügen; speziell im rechten Stirnlappen des Großhirns ließ sich eine lebhafte Aktivität nachweisen – dort, so scheint es, ist der Ursprung der Traurigkeit lokalisiert.

Umgekehrt fielen notorische Optimisten im Laborversuch durch eine elektrisch agile linke Hirnhälfte auf. »Niemand von uns«, sagt Emotionsforscher Donald Tucker von der University of Oregon, »hatte angenommen, daß die Verbindung zwischen der Aktivität des Stirnhirns und den Gefühlen so eng ist.« Zu ähnlichen Ergebnissen kamen inzwischen auch andere US-Wissenschaftler.

So analysierten die beiden Psychologen Richard Davidson und Andrew Tomarken von der University of Wisconsin die Hirnstrommuster von 99 Frauen und verglichen das Ergebnis mit dem Psycho-Profil der Probandinnen – stets waren rechtshirnbetonte Muster mit Schwermut, linksbetonte mit einem fröhlichen Temperament gekoppelt.

  1. Beobachtungen in neurologischen Kliniken stützen die Rechts-Links-Theorie: Ein Patient beispielsweise, dem wegen einer Mißbildung Teile des rechten Frontalhirnlappens amputiert werden mußten, verhielt sich nach der Operation viel umgänglicher als zuvor.
  2. Seltsam zuversichtlich, sogar »fröhlich«, berichten die Neurologen, hätten sich andere Kranke verhalten, deren rechte vordere Hirnpartie durch einen Schlaganfall geschädigt worden war.
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Schon bei Säuglingen lassen sich, wie Experimente zeigen, »rechtsaktive« oder linksbetonte Hirnstrommuster deutlich erkennen; sie spiegeln sich im Verhalten wider: Babys mit stark aktivem Rechtshirn reagieren etwa auf die Trennung von der Mutter mit schmerzerfülltem Wehgeschrei; die übrigen dagegen bleiben gleichmütig.

  1. Mit Hilfe der Hirnstromanalysen, glauben die Forscher, könne das Naturell der Kleinkinder zuverlässig vorhergesagt werden.
  2. Daß die Babys mit linksbetontem Gehirn im Leben besser zurechtkommen werden, halten die Wissenschaftler für erwiesen: »Sie sind gesellig und leicht zufriedenzustellen«, konstatiert der Psychologe Auke Tellegen von der University of Minnnesota, »auch mangelt es ihnen nicht an Selbstvertrauen.« Den wehleidigen Rechtshirn-Charakteren hingegen mache zeitlebens der Weltschmerz zu schaffen – sie ähneln, laut Tellegen, »in vieler Hinsicht Woody Allen«, dem stets panisch aufgeregten Stadtneurotiker, dessen Alltag einem endlosen Katastrophen-Slalom gleicht.

Wie unterschiedlich Rechts- und Links-Charaktere auf Alltagseindrücke reagieren, zeigte ein Psychotest, bei dem die Probanden amüsante wie auch abstoßende Filmszenen betrachten mußten. Die Frohnaturen mit der Linkshirn-Dominanz ergötzten sich lauthals an den Juxfilmen, Horrorszenen ließen sie kalt.

Den rechtsaktiven Testpersonen dagegen schlugen die häßlichen Bildsequenzen schwer aufs Gemüt, was sich an ihren entsetzten Minen, aber auch an ihren Hirnstromkurven ablesen ließ. Die Frage, ob die auf Moll oder Dur gestimmten Seelen lebenslang auf dieselbe Tonart festgelegt sind, ist noch unbeantwortet.

Psychologe Tellegen glaubt nicht an das Unabänderliche: »In der Jugend kann man ein anderer Typ sein als in mittleren Jahren oder im Alter.« Medizinischen Nutzen, so hoffen die Forscher, werde die von ihnen entwickelte Hirnstromanalyse bei der Früherkennung von Depressionen bringen.

Daß bei einem depressiven Tief die linke Hirnhälfte erlahmt und die rechte zu dominieren beginnt, wurde inzwischen auch durch Untersuchungen mit dem sogenannten Positronenemissionstomographen (PET) bestätigt, einem Diagnosegerät, mit dem sich feinste Schaltvorgänge im Gehirn darstellen lassen. Bei rechtzeitiger Diagnose könnten die Melancholiker durch Verhaltenstraining lernen, depressive Anwandlungen zu beherrschen oder zu verscheuchen; Psychologe Davidson hat mittlerweile ein Therapiekonzept entwickelt, das nun in der Praxis erprobt werden soll.

Ziel der Depressionskur wird es sein, durch verhaltenstherapeutische Übungen die Gehirnströme zu beeinflussen: »Wer seine negativen Gefühle besser regulieren kann«, doziert Davidson, »hat womöglich gelernt, seinen linken Hirnlappen zu aktivieren.«

Was passiert im Gehirn bei Überforderung?

Keine Supersinne, aber eine Überforderung für das Gehirn – Wer hochsensibel ist, verfügt nicht unbedingt über eine gesteigerte Wahrnehmung – jedenfalls nicht, soweit es die einzelnen Sinnesorgane betrifft. Es ist also nicht so, dass ein hochsensibler Mensch mehr riecht, besser sieht und feiner hört.

Es gibt vielmehr ein Koordinationsproblem der sinnlichen Eindrücke im Gehirn. Das bedeutet: Die empfangenen Reize können nicht mehr richtig erfasst und verarbeitet werden – es kommt zu einer Überforderung, das Gehirn wird der Lage nicht mehr Herr und macht durch typische Symptome auf die vermeintliche Gefahr aufmerksam.

Die Wahrnehmungsfähigkeit funktioniert nicht mehr richtig und bricht im ungünstigsten Fall ganz zusammen.

Wie kann ich mein Gehirn entspannen?

Atemübungen – Durch gezielte Atemübungen können Verspannungen gelöst und ein Zustand der Entspannung hergestellt werden. Falls es dir unangenehm ist, kannst du diese sogar im Sitzen durchführen, wobei sie im Stehen jedoch etwas effektiver sind. Du stellst bzw.

setzt dich aufrecht hin und hältst die Schultern gerade. Jetzt versuchst du nur durch die Nase in den Bauch zu atmen – ohne dass du deinen Brustkorb hebst. Atme langsam und tief nach der 4-6-8 Methode ein: Einatmen, bis vier zählen, die Luft anhalten, bis sechs zählen, langsam durch den Mund ausatmen und bis acht zählen.

Das ganze wiederholst du am besten fünf Mal. Du wirst sehen, dass sich bei richtiger Anwendung ein angenehmes Gefühl der Entspannung entfalten wird!

Was passiert wenn die linke Gehirnhälfte nicht mehr funktioniert?

Genesung nach einem Schlaganfall der linken Gehirnhälfte – Ein Schlaganfall der linken Gehirnhälfte führt häufig zu Sprachstörungen sowie zu körperlichen Beeinträchtigungen auf der rechten Körperseite. Die Patienten können von einer Teilnahme an einer Physio- und Sprachtherapie zur Wiederherstellung dieser Funktionen profitieren.

Welche Aufgaben kann anscheinend nur die linke Gehirnhälfte bewältigen?

Aufgaben der linken und rechten Gehirnhälfte – Dennoch sind die beiden Gehirnhälften primär für jeweils unterschiedliche Funktionen zuständig. So steuert bei Rechtshändern überwiegend die linke Hemisphäre alle sprachlichen Funktionen. Hier finden auch das Rechnen und logische Denken statt.

Die rechte Hemisphäre ist dagegen primär zuständig für die Verarbeitung von Bildern, Musik und räumlichem Denken. Bei Menschen, deren rechte Hemisphäre die sprachdominante ist, sind die Funktionen jeweils spiegelbildlich vertauscht. Entscheidend dafür, ob eine Funktion von der rechten oder der linken Hemisphäre übernommen wird, hängt davon ab, nach welchem Muster die zugehörigen Informationen im Gehirn verarbeitet werden müssen.

Die Art der Informationsverarbeitung in beiden Gehirnhälften unterscheidet sich nämlich grundlegend: Die sprachdominante Hemisphäre verarbeitet Informationen sequentiell, das heißt nacheinander und in einer bestimmten Reihenfolge. Das ist beim Sprechen, Lesen und Schreiben ebenso wie beim Rechnen.

Auch beim logischen Denken folgt ein Schritt nach dem anderen. Diese bewussten Vorgänge im Gehirn lösen positive Gefühle in uns aus. Optimismus und Hoffnung werden daher auch der sprachdominanten Hemisphäre zugeordnet. Im Gegensatz dazu verarbeitet die nicht sprachdominante Hemisphäre im Gehirn die Informationen parallel : Nahezu gleichzeitig können wir Bilder, Musik und Dinge, die uns umgeben, wahrnehmen.

Wir können gleichzeitig Gesichter erkennen und Wahrnehmungen unseres Körpers fühlen. Diese Informationen bedürfen keiner bestimmten Ordnung.

Wie kann ich die linke Gehirnhälfte trainieren?

Tipps, wie du dein Gehirn trainieren kannst –

🤔 Kreuzworträtsel, Sudoku, Quiz – Wissen abrufen und logisch denken findet dein Gehirn super. Jeden Tag eine kleine Rätsel-Einheit hält dich geistig aktiv. 🎨 Malen, tanzen, singen – das fordert deine kreative Seite. Kreativität pusht deine Denkleistung. 🛒 Einkaufszettel schreiben? Brauchst du nicht. Merke dir, was du shoppen willst. Oder lern ein Gedicht auswendig, 📱 Wie viele Telefonnummern kannst du noch auswendig? Alles im Handy gespeichert? Dann fange an, dir die wichtigsten Nummern von Familie und Freunden zu merken. 🚴 Regelmäßiger Sport wie Radfahren, Joggen, Fitness trainiert neben deinem Körper auch dein Köpfchen. Bewegung regt die Gehirnzellen an. 🥜 Hartes Training braucht Futter: Eine gesunde Ernährung ist die Basis für ein leistungsfähiges Gehirn. Vor allem Nüsse, Samen und Fisch liefern Omega-3-Fettsäuren.