Wieviel Geld Darf Ich Steuerfrei Verschenken An Freunde?

Wieviel Geld Darf Ich Steuerfrei Verschenken An Freunde
Tabelle zu Freibeträgen bei Schenkung

Angehörige Freibetrag
Geschwister 20.000 Euro
Neffe und Nichte 20.000 Euro
Stiefeltern / Schwiegereltern 20.000 Euro
Alle sonstigen Empfänger einer Schenkung wie z.B. Freunde/Bekannte 20.000 Euro

6 weitere Zeilen

Wie viel Geld darf man Freunden steuerfrei schenken?

Schenken statt Vererben – den Zehnjahreszeitraum nutzen – Wer ein Haus oder Geld geschenkt bekommt, muss dafür Steuern bezahlen – die sogenannte Schenkungsteuer. Hierfür gelten großzügige Freibeträge, abhängig vom Verwandtschaftsgrad. Eheleute können sich gegenseitig Vermögen im Wert von 500.000 Euro steuerfrei schenken.

  • Für Geschenke von Eltern an die eigenen Kinder liegt die Grenze bei 400.000 Euro, an Enkelkinder bei 200.000 Euro, an Eltern und Großeltern bei 20.000 Euro.
  • Erst oberhalb dieser Beträge fällt Schenkungsteuer an, deren Höhe ebenfalls vom Verwandtschaftsgrad zu den Gebenden abhängt.
  • Grundsätzlich gilt: Je näher verwandt, desto niedriger der Steuersatz – dieser reicht von 7 bis 50 Prozent,

So weit, so vergleichbar mit einem Erbfall. Der große Unterschied ist aber, dass sich diese Freibeträge bei einer Schenkung alle zehn Jahre neu nutzen lassen – im Erbfall jedoch nur einmal. Ein Beispiel: Ein Großvater schenkt seiner Enkelin 150.000 Euro im Jahr 2022.

Da die Summe den Grenzwert von 200.000 Euro nicht übersteigt, fällt dafür keine Schenkungsteuer an. Wiederholt der Großvater die Zuwendung im Jahr 2032 bleibt die erneute Weitergabe von 150.000 Euro aufgrund der Zehnjahresregel ebenfalls steuerfrei. Übrigens: Für Geschenke von entfernteren Verwandten wie Onkel oder Tanten sowie Personen außerhalb der Familie, gelten geringere Grenzwerte.

Hier sollten Sie das Finanzamt schon bei Beträgen ab 20.000 Euro über die Schenkung informieren. Auch für diese Schenkungen ohne enge Familienbindung gilt die Zehnjahresregel.

Wie oft darf man Geld steuerfrei verschenken?

Freibeträge für Schenkungen – Nach Schriftform und Widerrufsvorhalten sind die Freibeträge der dritte wichtige Punkt, den Eltern im Vorfeld einer Schenkung kennen sollten. Nach den derzeit geltenden Gesetzen können Eltern ihren Kindern aller zehn Jahre bis zu 400.000 Euro schenken.

Eigene Kinder: 400.000 Euro aller zehn Jahre Neffen und Nichten: 20.000 Euro aller zehn Jahre

Besonders die nach der Reform der Erbschafts- und Schenkungssteuer 2008 geltenden 400.000 Euro für die eigenen Kinder sind derart großzügig, dass diese davon schon fast ihren Lebensunterhalt bestreiten könnten. Dazu ein erklärendes Beispiel: Legt man 400.000 Euro etwa an, dann lassen sich bei angenommenen 5,00 Prozent Rendite pro Jahr schon stattliche Zinserträge von 20.000 Euro erzielen.

Beispiel: Sparerpauschbetrag
20.000,00 Euro
9.984,00 Euro
801,00 Euro
= 9.215,00 Euro

mit dem im Rahmen der Abgeltungssteuer geltenden Steuersatz von 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag versteuert werden. Der Steuerabzug beträgt in unserem Fall

Beispiel: Abgeltungssteuer
2.303,75 Euro Abgeltungssteuer (25 Prozent) aus 9.215,00 Euro
+ 126,70 Euro Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent) von 2.303,75 Euro)
= 2.430,45 Euro

Damit ergibt sich ein Nettoertrag von

Beispiel: Nettoertrag
20.000,00 Euro
2.430,45 Euro
= 17.569,55 Euro

was einer Nettorendite von 4,39 Prozent entspricht.

Kann ich meinem Freund Geld schenken?

Geld verschenken: steuerliche Freibeträge – So haben Ehegatten und eingetragene Lebenspartner einen steuerlichen Freibetrag in Höhe von 500.000 €, Eltern können Ihren Kinder und Stiefkindern 400.000 € steuerfrei überlassen. Bei Schenkungen an Enkel dagegen nur noch 200.000 € und an Urenkel bereits nur noch 100.000 €.

Wann muss eine Schenkung nicht angezeigt werden?

Steueramnestie Der praktische Fall: Schenkung wurde nicht angezeigt von StB Hans Günter Christoffel, Bornheim In ErbBstg 04, 76, wurde die Amnestiefähigkeit eines verschwiegenen Erwerbs im Todesfall erläutert. Danach kann eine strafbefreiende Erklärung für Erwerbe vor dem 1.1.03 eingereicht werden, wenn auf Grund einer Erbschaftsteuererklärung (oder Schenkungsteuererklärung), die vor dem 18.10.03 abgegeben worden ist, eine zu niedrige Festsetzung von Erbschaftsteuer (oder Schenkungsteuer) erfolgt ist. 1. Anzeigepflicht versäumt Durch Anzeigepflichten – geregelt in den §§ 30, 33 und 34 ErbStG, ergänzt durch die Regelung in der ErbStDV – wird das FA bei der Schenkungsteuer über das Vorliegen eines Erwerbsvorgangs unterrichtet und damit in die Lage versetzt, die Schenkungsteuerpflicht des Erwerbsvorgangs zu prüfen. Praxishinweis: Das ErbStG kennt somit – abweichend von den Veranlagungssteuern – keine allgemeine Steuererklärungspflicht für den Erwerber. Die Anzeige über einen Erwerbsvorgang ist innerhalb einer Frist von drei Monaten nach erlangter Kenntnis von dem Anfall oder von dem Eintritt der Verpflichtung dem für die Verwaltung der Erbschaftsteuer zuständigen FA anzuzeigen (§ 30 Abs.1 ErbStG). Bei einer freigebigen Zuwendung dürfte der Erwerber spätestens im Zeitpunkt der Zuwendung von dem Erwerbsvorgang Kenntnis erlangt haben. In den Fällen der gemischten Schenkung muss für den Erwerber erkennbar sein, dass er zumindest einen Teil des Vermögensgegenstands unentgeltlich erwirbt (Pahlke in Christoffel/Geckle/Pahlke, ErbStG, § 30 Rz.9). Praxishinweis: In der Literatur (Meincke, ErbStG, § 30 Rz.6) wird die Auffassung vertreten, dass nicht sämtliche Erwerbsvorgänge anzuzeigen sind. Auf eine Anzeige könne verzichtet werden, wenn einwandfrei und klar feststehe, dass der Erwerb weder gegenwärtig eine Schenkungsteuerpflicht auslöse noch später im Zusammenhang mit der Zusammenrechnung nach § 14 ErbStG als Vorerwerb bedeutsam werden könne.

  1. Gelegenheitsgeschenke sind nicht anzuzeigen (vgl.
  2. § 13 Nr.14 ErbStG).
  3. Andererseits sind darüber hinausgehende Geldzuwendungen anzeigepflichtig, auch wenn sie nicht über den persönlichen Freibetrag hinausgehen.
  4. Anzeigepflichtig ist nicht nur der Erwerber (§ 30 Abs.1 ErbStG), sondern auch der Schenker (§ 30 Abs.2 ErbStG).

Für den Schenker entfällt die Anzeigepflicht, wenn ihm bekannt ist, dass der Erwerber den Erwerbsvorgang ordnungsgemäß angezeigt hat (Pahlke in Christoffel/Geckle/Pahlke, ErbStG, a.a.O., § 30 Rz.10). 2. Wegfall der Anzeigepflicht nach § 30 Abs.3 ErbStG Der Erwerbsvorgang ist von dem Erwerber bzw. Schenker nicht anzuzeigen, wenn dem Erbschaftsteuerfinanzamt der Erwerb auf andere Weise bekannt gemacht wird (§ 30 Abs.3 ErbStG), z.B. wenn ein deutscher Notar eine Schenkung unter Lebenden notariell beurkundet – wie bei der Übertragung von Grundbesitz oder GmbH-Anteilen. 3. Inhalt der Anzeige Die Anzeige des Erwerbers bzw. Schenkers erfolgt formlos, wobei sie jedoch bestimmte, in § 30 Abs.4 ErbStG genannte Angaben enthalten soll, und zwar

Vorname und Familienname, Beruf und Wohnung des Schenkers und Erwerbers,

table>

Zeitpunkt der Ausführung der Schenkung,

table>

Gegenstand und Wert des Erwerbs,

table>

persönliches Verhältnis des Erwerbers zum Schenker wie Verwandtschaftsgrad, Schwägerschaft, Dienstverhältnis und

table>

frühere Zuwendungen des Schenkers an den Erwerber nach Art, Wert und Zeitpunkt der einzelnen Zuwendung.

Hierbei handelt es sich um Soll-Vorgaben. Der Anzeigepflicht ist auch genügt, wenn dem Erbschaftsteuerfinanzamt der Erwerbsvorgang gemeldet wird, so dass es in der Lage ist, weitere Ermittlungen in diesem Fall anstellen zu können. Ist dem Schenker bzw. 4. Rechtsfolgen einer nicht erfolgten Anzeige im Hinblick auf das Strafbefreiungserklärungsgesetz Kommt der Erwerber bzw. Schenker seiner Anzeigepflicht nicht nach, führt dies zu einer leichtfertigen Steuerverkürzung (§ 378 AO) bzw. zu einer Steuerhinterziehung (§ 370 AO), wenn die Schenkungsteuer dadurch nicht in voller Höhe oder nicht rechtzeitig festgesetzt wurde (§ 370 Abs.1 S.1 i.V.m.

  • Abs.4 S.1 AO).
  • Eine leichtfertige Steuerverkürzung liegt vor, wenn der Steuerpflichtige bei nicht erfolgter Anzeige grob fahrlässig gehandelt hat.
  • Bei vorsätzlicher Nichtbefolgung der Anzeigepflicht ist sogar Steuerhinterziehung gegeben.
  • Für die Praxis ist bedeutsam, wann auf Grund der nicht erfolgten Anzeige eine Steuerverkürzung eingetreten ist.

Erst ab diesem Zeitpunkt besteht die Möglichkeit, den Vorgang in die strafbefreiende Erklärung aufzunehmen. Denn § 1 Abs.1 StraBEG lautet: “Wer gegenüber den Finanzbehörden unrichtige oder unvollständige Angaben über steuerlich erhebliche Tatsachen gemacht oder die Finanzbehörde pflichtwidrig über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen und dadurch, Unter Tz.2.1 in dem BMF-Merkblatt zur Anwendung des Gesetzes über die strafbefreiende Erklärung vom 3.2.04 (IV A 4 – S 1928 – 18/04, Abruf-Nr.040342 ) wird ausgeführt, dass bei unverschuldeter oder nur leicht fahrlässiger Steuerverkürzung keine strafbefreiende Erklärung abgegeben werden könne. Praxishinweis: Bei einer Schenkung, die vor dem 1.1.03 erfolgt ist und weder vom Schenker noch vom Erwerber angezeigt wurde, ist davon auszugehen, dass auf Grund der nicht vorgenommenen Anzeige es zwischenzeitlich – zumindest wegen nicht rechtzeitig festgesetzter Schenkungsteuer – zu einer Steuerverkürzung gekommen ist. Problematischer ist die Rechtslage in den Fällen, in denen bei einer gemischten Schenkung für die Beteiligten im Zeitpunkt der Schenkung nicht offen erkennbar war, dass ein Teil des Erwerbsvorgangs als unentgeltlich einzustufen war. Ergibt sich dies erst im Nachhinein, z.B.

durch Veräußerung des geschenkten Gegenstands einige Jahre nach der Schenkung unter Zahlung eines wesentlich höheren Kaufpreises als den, den man bei der Übertragung unter den Angehörigen zu Grunde gelegt hat, ist ebenfalls von einer leichtfertigen Steuerverkürzung bzw. Steuerhinterziehung auszugehen.

Denn der Erwerber hat es hier unterlassen, die Übertragung des Vermögensgegenstands in dem Zeitpunkt, in dem ihm die Tatsachen für die Annahme einer gemischten Schenkung bekannt geworden sind, als teilentgeltlichen Vorgang anzuzeigen. Dadurch ist es zu einer Steuerverkürzung gekommen. Werden Tatsachen zu einer am Schenkungsstichtag unangemessenen Wertfindung im Nachhinein nicht bekannt, wird der Erwerber keinen Anlass sehen, diesen Vorgang im Rahmen der strafbefreienden Erklärung anzugeben. Denn er wird weiterhin davon ausgehen, dass ein entgeltliches Rechtsgeschäft vorgelegen hat. Praxishinweis: In dem Merkblatt vom 3.2.04 ( a.a.O.) wird ausdrücklich darauf verzichtet, dass der Steuerpflichtige die von ihm begangene Steuerstraftat oder leichtfertige Steuerverkürzung erläutern muss, er sich also einer Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit selbst bezichtigen muss. 5. Angaben in der strafbefreienden Erklärung In der Anlage zu der strafbefreienden Erklärung ist in Spalte 1 das Kalenderjahr einzutragen, in dem die Schenkung ausgeführt wurde. In Spalte 2 ist zusätzlich anzugeben, dass es wegen nicht erfolgter Anzeige z.B. einer Geldschenkung zu einer Steuerverkürzung gekommen ist. Der Lebenssachverhalt ließe sich wie folgt umschreiben: “Geldschenkung über 400.000 EUR von Mutter an Sohn” In Spalte 3 der strafbefreienden Erklärung sind als Einnahmen i.S. des § 1 Abs.1 Nr.1 StraBEG 20 % des steuerpflichtigen und bisher zu Unrecht nicht besteuerten Erwerbs zu erklären. Dabei sind keine Vorschenkungen zu berücksichtigen. Ein Freibetrag darf, soweit er durch frühere Erwerbe bereits verbraucht ist, nicht abgezogen werden. Beispiel 1 A hat im Jahre 2000 von seiner Großmutter Bargeld in Höhe von 200.000 EUR erhalten. Vorschenkungen sind nicht erfolgt. Der steuerpflichtige Erwerb ermittelt sich nach R 24a ErbStR unter Ansatz des zugewandten Bargelds in Höhe von 200.000 EUR und unter Abzug des persönlichen Freibetrags von 51.200 EUR. Demnach sind in der strafbefreienden Erklärung 20 % von (200.000 EUR,/.51.200 EUR =) 29.760 EUR anzugeben. Beispiel 2 Wie Beispiel 1, jedoch hat im Jahre 1997 eine Vorschenkung stattgefunden, die ebenfalls nicht angezeigt worden ist. Im Rahmen der Vorschenkung wurde Geldvermögen von 40.000 EUR zugewandt. Die Vorschenkung und die Schenkung im Jahre 2000 sind nicht nach § 14 ErbStG zusammenzufassen. Allerdings führt die Vorschenkung nach Tz.3.6 des Merkblatts vom 3.2.04 ( a.a.O.) zur Kürzung des persönlichen Freibetrags. Es dürfen demnach bei der Schenkung im Jahre 2000 nur noch 51.200 EUR,/.40.000 EUR = 11.200 EUR als persönlicher Freibetrag berücksichtigt werden. Praxishinweis: Die Vorschenkung im Jahre 1997 ist m.E. nicht in die Amnestieerklärung mit aufzunehmen, da es bei dieser Vorschenkung wegen des Abzugs des persönlichen Freibetrags nicht zu einer Steuerverkürzung gekommen ist. Aus der Angabe zur Höhe der Bemessungsgrundlage in Spalte 3 ist in den Fällen, in denen bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs wegen einer Vorschenkung nicht der volle persönliche Freibetrag abgezogen werden konnte, der Wert des zugewandten Vermögens nicht “berechenbar”. Schwierigkeiten bereiten in der Praxis die Fälle, in denen der Steuerwert des zugewandten Vermögensgegenstands ermittelt werden muss, ggf. zusätzlich bei einer gemischten Schenkung auch der Verkehrswert. Um sich abzusichern, sollte der strafbefreienden Erklärung eine detaillierte Ermittlung der Bemessungsgrundlage i.S. Praxishinweis: Sollte die strafbefreiende Erklärung hinsichtlich der “Wertermittlung” angreifbar sein, stellt sich die Frage, inwieweit § 4 Abs.3 StraBEG greift. Dort ist geregelt, dass eine strafbefreiende Erklärung, die nicht alle Einnahmen i.S. des § 1 Abs.2 bis 5 StraBEG umfasst, bezüglich ihrer Amnestiefähigkeit und der Strafbefreiung nur insoweit Wirkung entfaltet, als in dieser Erklärung zu berücksichtigende Einnahmen angegeben wurden. Bezogen auf die Schenkungsteuer bedeutet das, dass ein höherer Steuerwert für den zugewandten Vermögensgegenstand oder auch ein höherer Verkehrswert und dadurch bedingt eine höhere “Unentgeltlichkeitsquote” zur Strafbarkeit und “normalen” Steuerhinterziehung mit Hinterziehungszinsen führen, soweit sie über die angemeldeten Beträge hinausgehen.

Allerdings dürfte dem Steuerpflichtigen bei Abgabe einer strafbefreienden Erklärung der Vorwurf des Vorsatzes bzw. der groben Fahrlässigkeit nicht gemacht werden können, so dass Steuerhinterziehung bzw. leichtfertige Steuerverkürzung ausscheiden. Somit bleibt nur die Heranziehung zur Schenkungsteuer für den Teil des steuerpflichtigen Erwerbs, der von der strafbefreienden Erklärung nicht erfasst wurde.

Hier ist wie folgt zu rechnen:

Vermögensanfall: , EUR
persönlicher Freibetrag: ,/. EUR
steuerpflichtiger Erwerb: , EUR
von diesem steuerpflichtigen Erwerb bereits im Rahmen der strafbefreienden Erklärung erfasst: ,/. EUR
noch nachzuversteuern: , EUR

Die Nachversteuerung erfolgt unter Ansatz der vorstehend ermittelten Bemessungsgrundlage “steuerpflichtiger Erwerb” und des aus dem Verwandtschaftsverhältnis abgeleiteten Steuersatzes. Für den Steuerpflichtigen wäre es günstiger gewesen, man hätte die strafbefreiende Erklärung nach § 173 Abs.1 AO wegen neuer Tatsachen geändert. Praxishinweis: Sollte in der strafbefreienden Erklärung begünstigtes Vermögen i.S. des § 13a ErbStG als Gegenstand der Schenkung angegeben werden, kann der Freibetrag nach § 13a Abs.1 ErbStG nur dann bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs abgezogen werden, wenn der strafbefreienden Erklärung auch eine Erklärung des Schenkers bzw. 6. Erklärungsberechtigte Personen Ist es auf Grund der nicht erfolgten Anzeige zu einer Steuerverkürzung gekommen, sind sowohl der Schenker als auch der Erwerber als “Täter der Steuerhinterziehung” berechtigt, eine strafbefreiende Erklärung abzugeben (§ 2 Abs.1 StraBEG). Ist zum damaligen Zeitpunkt eine Schenkung an ein minderjähriges Kind erfolgt, war auch der gesetzliche Vertreter des minderjährigen Kindes verpflichtet, eine Anzeige nach § 30 Abs.1 ErbStG zu erstatten. Praxishinweis: Die Betroffenen sollten nicht nur an die Schenkungsteuer denken, sondern für die Stichtage 1.1.93 bis einschließlich 1.1.96 auch an die Vermögensteuer. Nach Auffassung der Finanzverwaltung unter Tz.3.7 des Merkblatts vom 3.2.04 ( a.a.O.) tritt hinsichtlich der Vermögensteuer nur dann Amnestie- und Abgeltungswirkung ein, wenn die Lebenssachverhalte, die zur Steuerhinterziehung bei der Vermögensteuer geführt haben, in der strafbefreienden Erklärung unter Angabe der betreffenden Jahre und der Bemessungsgrundlage “0” angegeben sind. Nach § 4 Abs.2 StraBEG tritt für alle vorgenannten Tatbeteiligten Straffreiheit ein. Dies gilt auch dann, wenn die strafbefreiende Erklärung von dem zwischenzeitlich volljährigen Kind abgegeben wird. Voraussetzung ist allerdings wie in allen Fällen der strafbefreienden Erklärung, dass die Zahlung der Amnestiesteuer innerhalb von 10 Tagen nach Abgabe der strafbefreienden Erklärung – bis zum 31.12.04 mit 25 %, danach mit 35 % der nacherklärten Beträge – erfolgt (§ 1 Abs.1 S.1 Nr.2 StraBEG). Quelle: Erbfolgebesteuerung – Ausgabe 04 / 2004, Seite 117

Was muss die Bank dem Finanzamt melden?

Hat das Finanzamt Einsicht in meine Bankkonten? – Rudolph Rechtsanwälte Das Märchen vom Bankgeheimnis weicht immer mehr der Befürchtung des gläsernen Bankkunden. Fakt ist, dass Kreditinstitute in Deutschland sich zivilrechtlich verpflichten, kundenbezogene Daten nicht an Dritte herauszugeben.

Dessen ungeachtet müssen Banken in manchen Fällen den Ermittlungsbehörden jedoch Kontodaten ihrer Kunden mitteilen. Ist ein Bankkunde in einem, so darf die Ermittlungsbehörde Auskünfte über kundenbezogene Kontoinformationen von dem Kreditinstitut verlangen. Die Herausgabe der Kundendaten kann durch die Bank nicht verweigert werden.

Sie ist verpflichtet, Auskünfte zu geben. Stirbt ein Bankkunde, so hat das Kreditinstitut Konto- oder Depotbestände im Gesamtwert von über 5.000,00 Euro dem Finanzamt anzuzeigen. Gleiches gilt für ein bei der Bank unterhaltenes Schließfach. Die Anzeige ist binnen eines Monats nach Kenntnisnahme des Todesfalls zu erstatten.

Selbst wenn kein Verdacht einer vorliegt, sind Finanzbehörden berechtigt einen automatisierten Abruf von Kontoinformationen vorzunehmen, beispielsweise zur Feststellung von Einkünften aus Kapitalvermögen sowie privaten Veräußerungsgeschäften.Offenbart werden Namen des Kontoinhabers, die Kontonummer und auch die Daten der Kontoeröffnung und -schließung, nicht jedoch Kontostände oder –bewegungen.Auskunftsberechtigt sind nicht nur die Finanzbehörden, sondern unter bestimmten Voraussetzungen auch die Arbeitsagentur, Sozialämter oder Stadtverwaltungen.

Der automatisierte Abruf erfolgt nicht beim Kreditinstitut selbst, sondern beim Bundeszentralamt für Steuern, wo die Kontodaten gespeichert werden. Die Bank erfährt nichts von dem automatisierten Abruf, der Betroffene wird jedoch mit dem nächsten Steuerbescheid darüber informiert.

Besonders aufmerksam werden in den letzten Jahren die Möglichkeiten diskutiert, inwieweit deutsche Steuerfahnder auf ausländische Bankkonten Zugriff haben. Insbesondere bei Schweizer Banken besteht die Befürchtung, dass es zu sogenannten Gruppenanfragen kommen könnte. In welcher Form in Zukunft ein Datenaustausch mit der Schweiz stattfinden wird, ist im Detail noch umstritten.

Sicher ist, dass es zu einer erweiterten Kommunikation und einer Öffnung des Informations-Flusses kommen wird. Dasselbe gilt innerhalb der EU, also insbesondere für Luxemburg und Österreich. Ab 2015 ist in diesen Ländern mit einem automatischen Informationsaustausch über Zinseinkünfte mit deutschen Behörden zu rechnen.

Viele ausländische – vor allem Schweizer – Banken drängen ihre Kunden dazu, Nachweise über die Versteuerung der bei ihnen erwirtschafteten Kapitaleinkünfte und Depot-Gewinne zu bringen. Mit anderen Worten: Die deutschen Kunden werden faktisch zu der Abgabe strafbefreiender Selbstanzeigen gezwungen. Andernfalls drohen Kündigungen der Kundenbeziehungen.

Teilweise werden Schecks angeboten oder die Möglichkeit eingeräumt, das Geld vorläufig auf ein Girokonto zu „parken”, das keine Erträge abwirft – und damit auch keine Steuerpflicht verursacht. Wenn ein Berater oder eine Bank behauptet, sie können die Zukunft voraussehen, so ist das meist ungefähr so seriös wie Wahrsager, die in Kristallkugeln lesen.

  1. Meldungen über zukünftige Entwicklungen sind daher meist mit Vorsicht zu genießen.
  2. So wurde beispielsweise im Jahr 2013 noch heiß über das diskutiert, welches letztlich nicht zustande kam.
  3. Inwieweit die Befürchtungen vieler Kunden, ihre Konten im Ausland könnten entdeckt werden, berechtigt sind, lässt sich meist nur im Einzelfall sagen.

Dabei ist neben dem Entdeckungsrisiko vor allem die persönliche Lebenssituation des Einzelnen im Auge zu behalten. Eine steuerliche Selbstanzeige ist in sehr vielen Fällen der richtige Weg. Sie stellt jedoch schon wegen der vielen formalen Hürden, die sich dabei stellen, nicht immer das alleinige Mittel zur Beseitigung steuerlicher Sünden aus der Vergangenheit dar.

Wer überprüft Schenkung?

Wann muss ich eine Schenkung anzeigen? Sind Sie Beschenkter (sog. Erwerber) oder Schenker eines oder mehrerer Wertgegenstände oder eines werthaltigen Rechts? Dann ist zu prüfen, ob nach dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (Abk.: ErbStG) eine Anzeigepflicht besteht.

Die Anzeige ist notwendig, damit das zuständige Finanzamt prüfen kann, ob eine Steuererklärungspflicht besteht. Der Gesetzgeber bezeichnet eine Schenkung übrigens auch etwas sperrig als „unentgeltliche Zuwendung”. Die Anzeigepflicht gem. § 30 ErbStG trifft sowohl Schenker als auch Beschenkten (§ 30 II ErbStG) und ist objektiv.

Das heißt, es kommt nicht auf Kenntnis und Fähigkeiten der an der Schenkung beteiligten Personen an (BFH, II R 52/06), Ebenso wenig ist entscheidend, ob Schenker und/oder Beschenkter davon ausgehen, dass keine Schenkungsteuer anfallen werde. Hat entweder Schenker oder Beschenkter eine ordnungsgemäße Anzeige durchgeführt, so muss der jeweils andere Beteiligte insofern nicht zusätzlich tätig werden.

  • Die Anzeige muss innerhalb von drei Monaten ab der Schenkung beim zuständigen Finanzamt (im Regelfall das Wohnsitzfinanzamt des Beschenkten) schriftlich abgegeben werden.
  • Eine Anzeige durch die Beteiligten ist gem.
  • § 30 III ErbStG entbehrlich, wenn eine Schenkung gerichtlich oder notariell beurkundet wurde.

Üblicher Fall ist, wenn eine Schenkung in Zusammenhang mit einem Grundstück oder Anteilen an einer eingetragenen Gesellschaft erfolgt. Wundern Sie sich also nicht, wenn der beurkundende Notar mitteilt, dass er eine Anzeige an das zuständige Finanzamt erstattet.

Er erfüllt dadurch nur seine Pflicht gem. § 34 ErbStG und nimmt Ihnen Arbeit ab. Nicht im Gesetz geregelt, aber allgemein anerkannt ist, dass eine Anzeige entbehrlich ist, wenn eindeutig und klar feststeht, dass keine Schenkungsteuer entstanden ist (vgl. Lippross, ErbStG § 30 Rn 6). Das Weihnachtsgeschenk an das Enkelkind (in üblichem Rahmen) muss also nicht angezeigt werden.

Wann genau „eindeutig und klar” keine Schenkungsteuer entsteht, bleibt für Schenker und Beschenkten ein Risiko, das Gesetz trifft diesbezüglich keine Regelung. Deshalb ist dringend zu empfehlen: lieber eine Anzeige zu viel abgeben als eine Strafe riskieren! Inhalt der Anzeige Für die Anzeige reicht ein formloses Schreiben an das zuständige Finanzamt.

  1. Zwingend anzugeben sind Schenker und Beschenkter sowie die Mitteilung, dass und wann eine Schenkung erfolgt ist.
  2. Sinnvoll ist, dass auch die weiteren einschlägigen Informationen gem.
  3. § 30 IV ErbStG angegeben werden.
  4. Was passiert nach der Anzeige? Nachdem die Anzeige beim zuständigen Finanzamt eingegangen ist, wird der Schenkungsvorgang dort überprüft.

Der mit der Schenkung befasste Sachbearbeiter entscheidet sodann, ob er die Beteiligten zur Abgabe einer Schenkungsteuererklärung gem. § 31 ErbStG auffordert. Strafrechtliche Risiken Das Unterlassen der Anzeige einer Schenkung ist kein Kavaliersdelikt.

Wie kann ich die Schenkungssteuer umgehen?

Kettenschenkung – Die Schenkungsteuer legal umgehen kann man mit einer sogenannten Kettenschenkung. Möchte ein Vater seinem Sohn beispielsweise 800 000 Euro schenken, ist diese Schenkung nicht steuerfrei: Steuerfrei wäre der hier geltende Freibetrag von 400 000 Euro, auf die restlichen 400 000 Euro müssten 15 Prozent Schenkungssteuer gezahlt werden.

  • Diese Schenkungssteuer umgehen lässt sich nun, indem der Vater seinem Sohn nur die 400 000 Euro schenkt, die den Freibetrag nicht überschreiten.
  • Die restlichen 400 000 Euro schenkt er zunächst seiner Frau, bei der ein Freibetrag von bis zu 500 000 Euro ausgeschöpft werden kann.
  • Die Frau schenkt die 400 000 Euro dann an den Sohn weiter, weil auch sie dem Sohn gegenüber einen Freibetrag von 400 000 Euro geltend machen kann.

So erhält der Sohn mit einer Kettenschenkung, mit der man die Schenkungsteuer umgehen kann, wie geplant die vollen 800 000 Euro.

Kann mir jemand Geld schenken?

Steuerlich gelten Freibeträge für einen Zeitraum von zehn Jahren – In aller Regel ziehen solche Feste aber trotzdem keinen Familienstreit vor Gericht nach sich. Steuerlich gelten, auch wenn ein Geschenk mal etwas größer ausfällt, für Schenkungen recht großzügige Freibeträge, meistens in gleicher Höhe wie für Erbschaften.

  • Ehegatten und eingetragene Lebenspartner können sich wechselseitig bis zu 500.000 Euro steuerfrei schenken.
  • An jedes Kind (auch Stiefkinder und Kinder verstorbener Kinder) können von jedem Elternteil bis zu 400.000 Euro steuerfrei verschenkt werden, an jeden Enkel von jedem Großelternteil 200.000 Euro.

Für alle anderen Verwandten – Kinder beschenken Eltern, Geschwister sich untereinander, die Schwiegermutter die Schwiegertochter –, aber auch Geschenke an die liebe Nachbarin oder einen völlig beliebigen anderen, beträgt die steuerfreie Höchstgrenze 20.000 Euro.

  1. Allerdings nicht jedes Jahr.
  2. Alle Freibeträge gelten für einen Zeitraum von zehn Jahren.
  3. Es muss also bei weiteren Schenkungen mitgerechnet werden, um zu bemerken, wann die Grenzen überschritten sind.
  4. Spätestens wenn der Freibetrag überschritten wird, besteht für den Beschenkten, aber auch den Schenker, eine Anzeigepflicht beim für die Erbschaft- und Schenkungsteuer zuständigen Finanzamt.

Dies kann das örtliche Finanzamt sein, muss es aber nicht. Häufig gibt es in den Regionen oder größeren Städten extra Finanzämter für die Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Ist ein Geburtstagsgeschenk eine Schenkung?

Muss ich etwa für mein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk schon Schenkungsteuer zahlen? – Für diese Geschenke gibt es im Gesetz eine Regelung, die die Steuerbefreiung für übliche Gelegenheitsgeschenke vorsieht. Demzufolge sind diese nicht der Schenkungsteuer zu unterwerfen.

Was ist der Unterschied zwischen Zuwendung und Schenkung?

Schenkung oder ehebedingte Zuwendung – Wann erhöht sich der Pflichtteil von „Enterbten”? – Aktuelles zum Erbrecht Sind die Abkömmlinge (Kinder, Enkelkinder), Eltern oder der Ehegatte durch Testament oder Erbvertrag von der Erbfolge ausgeschlossen („enterbt”), so können sie gem.

  • § 2303 I, II BGB den Pflichtteil verlangen.
  • Die Höhe des Pflichtteils ist als hälftiger Wert des gesetzlichen Erbteils bestimmt.
  • Für die Berechnung des Pflichtteils ist demnach der Nachlasswert mit der Pflichtteilsquote (Hälfte der gesetzlichen Erbquote) zu multiplizieren.
  • Hinzukommend kann sich der Pflichtteil gem.

§ 2325 I BGB noch erhöhen, wenn der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht hat. Der Wert des verschenkten Gegenstands wird dem Nachlass fiktiv hinzugerechnet. Zu beachten ist jedoch, dass der Wert gem. § 2325 III BGB jährlich um 10 % abschmilzt und eine Ausschlussfrist von zehn Jahren seit der Schenkung bestimmt ist.

Dies bedeutet: innerhalb des ersten Jahres vor Erbfall wird der volle Wert angesetzt, eine Schenkung zwei Jahre vor dem Erbfall mit 90 %, etc. Was viele nicht wissen: Unter Ehegatten beginnt die Frist erst mit dem Tod des Erblassers. Beispiel: Im Jahr 1990 schenkt Erblasser E seiner Frau F als Dankeschön für ihre Treue ein Haus mit einem auf den heutigen Geldwert hochgerechneten Wert von 1.000.000,00 €.

E und F haben keinen Ehevertrag abgeschlossen. Als E im Jahr 2021 vermögenslos verstirbt, fordert sein einziges Kind K von F einen Pflichtteil in Höhe von 250.000,00 €.1. Sind Schenkungen und ehebedingte Zuwendungen gleich anzurechnen? Hier ist zunächst zu differenzieren: Eine Schenkung ist gem.

  • § 516 BGB eine Zuwendung, durch die jemand das Vermögen eines anderen bereichert und sich beide Parteien diesbezüglich einig sind, dass dies unentgeltlich erfolgt.
  • Eine Schenkung ist auf den Pflichtteil anzurechnen (s.o.).
  • Eine ehebedingte Zuwendung wird nach dem BGH „um der Ehe willen und als Beitrag zur Verwirklichung oder Ausgestaltung, Erhaltung oder Sicherung der ehelichen Lebensgemeinschaft erbracht.” Der Unterscheid zur Schenkung liegt in der dahinterstehenden Motivation.

Ehebedingten Zuwendungen liegt die Vorstellung zugrunde, dass die eheliche Lebensgemeinschaft Bestand haben wird und der zuwendende Ehegatte daher auch selbst noch von der Zuwendung profitieren kann. Im Gegensatz hierzu sind Schenkungen unter fremden Dritten frei solcher Erwartungen.

  • Somit werden zum Teil unterschiedliche familienrechtliche Rechtsfolgen an Schenkungen und ehebedingte Zuwendungen angeknüpft.2.
  • Erbrechtliche Folgen Würden ehebedingte Zuwendungen prinzipiell als nicht ergänzungspflichtig gewertet, könnte der Erblasser seine Vermögensgegenstände zu Lebzeiten ehebedingt zuwenden und nicht verschenken und hierdurch die gesetzlichen Regelungen des Pflichtteils gem.

§§ 2303 ff. BGB umgehen. Daher hat der BGH grundsätzlich betont, dass bezüglich des Pflichtteilsergänzungsanspruchs gem. § 2325 BGB ehebedingte Zuwendungen wie Schenkungen zu behandeln sind. Die Erhöhung des Pflichtteils ist an die objektive Unentgeltlichkeit der Zuwendung gekoppelt.

Ist eine Gegenleistung erbracht worden, wird die Zuwendung demzufolge nicht in der Pflichtteilsergänzung berücksichtigt.3. Wann liegt eine objektive Unentgeltlichkeit vor? Nach dem BGH reicht beispielsweise die Geltendmachung der Haushaltsführung nicht aus, um für eine Zuwendung eine Gegenleistung zu bejahen.

Die Zuwendung bleibt objektiv unentgeltlich und somit ergänzungspflichtig. Die objektive Unentgeltlichkeit einer Zuwendung kann jedoch in Ausnahmefällen verneint werden. War die Zuwendung zum Beispiel unterhaltsrechtlich gem. §§ 1360, 1360a BGB geschuldet oder die angemessene Alterssicherung betreffend, so ist diese nicht Teil der Pflichtteilsergänzung.

Weiter hat die Rechtsprechung die objektive Unentgeltlichkeit verneint, wenn der Ehegatte jahrelang kostenlos im „Geschäft” mitgearbeitet hat. Eine Zuwendung hierfür ist als Entgelt für die langjährige Tätigkeit anzusehen und daher nicht ergänzungspflichtig. Folglich sind Schenkungen und ehebedingte Zuwendungen primär immer ergänzungspflichtig und erhöhen damit den Pflichtteil.

Ausnahmen, wie zum Beispiel die geschuldete Zuwendung zum Unterhalt, sind allerdings zu berücksichtigen. In dem oben dargestellten Beispielsfall hat F die Forderung des Kindes zu erfüllen. Gerne beraten oder vertreten wir Sie zu diesem erbrechtlichen Thema.

Rufen Sie uns hierzu bitte an (Tel 089/23 66 33 0 ) oder nehmen Sie zu uns auf. Unsere Kanzlei für Familienrecht, Erbrecht und Mediation liegt in München und ist über den Sendlinger Tor Platz sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Gerne unterstützen wir Sie bei erbrechtlichen Fragestellungen.

Sie werden von einer erfahrenen Fachanwältin für Erbrecht beraten.

Dr. Birgit Hartman-Hilter Rechtsanwältin Fachanwältin für Familienrecht Fachanwältin für Erbrecht

: Schenkung oder ehebedingte Zuwendung – Wann erhöht sich der Pflichtteil von „Enterbten”? – Aktuelles zum Erbrecht

Sind Geldgeschenke Einnahmen?

Page 5 – Privatpersonen können auf Unterlassung, nicht dagegen auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, wenn ihr nicht ausreichend gesicherter WLAN-Anschluss von unberechtigten Dritten für Urheberrechtsverletzungen im Internet genutzt wird. Das hat der u.a.

Für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden. Die Klägerin ist Inhaberin der Rechte an dem Musiktitel “Sommer unseres Lebens”. Mit Hilfe der Staatsanwaltschaft wurde ermittelt, dass dieser Titel vom Internetanschluss des Beklagten aus auf einer Tauschbörse zum Herunterladen im Internet angeboten worden war.

Der Beklagte war in der fraglichen Zeit jedoch in Urlaub. Die Klägerin begehrt vom Beklagten Unterlassung, Schadensersatz und Erstattung von Abmahnkosten. Das Landgericht hat den Beklagten antragsgemäß verurteilt. Das Berufungsgericht hat die Klage abgewiesen.

  1. Der Bundesgerichtshof hat das Berufungsurteil aufgehoben, soweit das Berufungsgericht die Klage mit dem Unterlassungsantrag und mit dem Antrag auf Zahlung der Abmahnkosten abgewiesen hatte.
  2. Der BGH hat angenommen, dass eine Haftung des Beklagten als Täter oder Teilnehmer einer Urheberrechtsverletzung nicht in Betracht kommt.

Auch privaten Anschlussinhabern obliegt aber eine Pflicht zu prüfen, ob ihr WLAN-Anschluss durch angemessene Sicherungsmaßnahmen vor der Gefahr geschützt ist, von unberechtigten Dritten zur Begehung von Urheberrechtsverletzungen missbraucht zu werden.

Dem privaten Betreiber eines WLAN-Netzes kann jedoch nicht zugemutet werden, ihre Netzwerksicherheit fortlaufend dem neuesten Stand der Technik anzupassen und dafür entsprechende finanzielle Mittel aufzuwenden. Ihre Prüfpflicht bezieht sich daher auf die Einhaltung der im Zeitpunkt der Installation des Routers für den privaten Bereich marktüblichen Sicherungen.

Diese Pflicht hatte der Beklagte nach Auffassung des Bundesgerichtshofs verletzt. Er hatte es bei den werkseitigen Standardsicherheitseinstellungen des WLAN-Routers belassen und das Passwort nicht durch ein persönliches, ausreichend langes und sicheres Passwort ersetzt.

  1. Ein solcher Passwortschutz war auch für private WLAN-Nutzer bereits im Jahre 2006 üblich und zumutbar.
  2. Er lag im vitalen Eigeninteresse aller berechtigten Nutzer und war mit keinen Mehrkosten verbunden.
  3. Der Beklagte haftet deshalb nach den Rechtsgrundsätzen der sog.
  4. Störerhaftung auf Unterlassung und auf Erstattung der Abmahnkosten (nach geltendem, im Streitfall aber noch nicht anwendbaren Recht fallen insofern maximal 100 € an).

Diese Haftung besteht schon nach der ersten über seinen WLAN-Anschluss begangenen Urheberrechtsverletzung. Hingegen ist der Beklagte nicht zum Schadensersatz verpflichtet. Eine Haftung als Täter einer Urheberrechtsverletzung hat der Bundesgerichtshof verneint, weil nicht der Beklagte den fraglichen Musiktitel im Internet zugänglich gemacht hat.

Wie hoch werden Geldgeschenke versteuert?

Doch wie ist das eigentlich mit dem Verschenken von Geld? Darf ich das ohne Weiteres? Ab wann muss ich Schenkungen dem Finanzamt melden? – Kleinere Geldbeträge müssen dem Finanzamt nicht gemeldet werden. Sie können also getrost überschaubare Geldgeschenke Ihrer Verwandten zu Weihnachten annehmen oder auch selbst Geld verschenken.

Die Grenze, ab der Sie dem Finanzamt Geldgeschenke melden müssen, ist nicht in Stein gemeißelt. Grundsätzlich stellen 20.000 Euro einen guten Richtwert dar. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Finanzamt nach. Ziel der Meldung von größeren Schenkungen besteht darin, dass das Finanzamt überprüfen kann, ob eine etwaige Steuerpflicht besteht.

Diese variiert je nach Verwandtschaftsgrad zwischen Schenkenden und Beschenkten. Je enger der Verwandtschaftsgrad, desto höher der Freibetrag. So können grundsätzlich Eltern ihren Kindern und Stiefkindern jeweils bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken.

Bei Eheleuten liegt die Grenze sogar bei 500.000 Euro. Großeltern haben die Möglichkeit ihren Enkelkindern immerhin noch 200.000 Euro steuerfrei zu übertragen. Unter Geschwistern, geschiedenen Ehegatten und allen übrigen Erwerbern liegt der Betrag mit 20.000 Euro wesentlich darunter. Ist der Beschenkte minderjährig, so sind die gesetzlichen Vertreter des Kindes, in der Regel die Eltern, bis zur Volljährigkeit des Kindes verfügungsbefugt und haben die Verantwortung.

Hierbei gilt jedoch immer der Grundsatz: Das geschenkte Geld gehört ausschließlich dem Kind. Eltern können es nicht für sich selbst ausgeben, sondern nur nutzen, wenn dies dem Kind zugutekommt, zum Beispiel, wenn sie für ihr Kind davon einen Auslandsaufenthalt oder einen Führerschein finanzieren.

Eine wichtige Besonderheit bei Schenkungen liegt darin, dass die steuerlichen Freibeträge alle zehn Jahre neu in Anspruch genommen werden können. Schenkungen innerhalb von zehn Jahren von einer Person zu einer anderen werden zur Feststellung der Steuerpflicht aufaddiert. Schenkt zum Beispiel eine Mutter ihrem Kind innerhalb von zehn Jahren einmal 350.000 Euro und noch einmal 60.000 Euro, so wird der Freibetrag überschritten, und das beschenkte Kind wird steuerpflichtig.

Nach Ablauf der Zehnjahresfrist kann dann aber wieder der volle Betrag verschenkt werden, ohne dass Steuern anfallen. Wer also langfristig plant und beabsichtigte Schenkungen zeitlich streckt, kann Vermögen steuergünstig übertragen – nicht nur zu Weihnachten !

Wie viel Geld darf ich meiner Freundin schenken?

Wann ist geschenktes Geld steuerpflichtig? – Anwalt Max Braeuer (Familien- und Erbrecht): Hier beantwortet er eine Frage zur Schenkungssteuer. Foto: Amin Akhtar Dr. Max Braeuer ist Rechtsanwalt, Notar bei RAUE PartmbB und Experte für Familien- und Erbrecht. Hier beantwortet er Leserfragen. Leserfrage: Ich habe meiner volljährigen Enkelin einen Betrag von 33.000,00 Euro geschenkt, den ich auf ihr Konto überwiesen habe.

  1. Gemäß meinen Informationen unterliegt dieser Betrag nicht der Schenkungsteuer.
  2. Muss ich oder die Geldempfängerin ihn aber trotzdem dem Finanzamt gegenüber deklarieren? Wenn ja, bei welchem Finanzamt hat das zu geschehen? Muss ich das bei dem für mich zuständigen Finanzamt anzeigen oder die Enkeltochter bei dem Finanzamt an ihrem Wohnsitz in Baden-Württemberg? Dr.

Max Braeuer: Wenn Sie etwas verschenken, dann unterliegt dieses Geschenk grundsätzlich der Steuerpflicht. Schenkungen und Erbschaften sind in demselben Steuergesetz geregelt, dem Schenkung- und Erbschaftsteuergesetz. Bei der Schenkungsteuer ist es egal, wer Empfänger des Geschenkes ist.

  1. Das kann, wie in Ihrem Fall, die Enkelin sein.
  2. Ebenso sind Geschenke an die Kinder und sogar an die eigene Ehefrau steuerpflichtig.
  3. Es kommt auch nicht darauf an, was Sie verschenken, also ob es sich um Geld handelt, das Sie an den Beschenkten überweisen, oder um ein Grundstück oder ein Auto oder um andere Gegenstände.

Deshalb fragen Sie zu Recht, ob eigentlich ein Geschenk beim Finanzamt angezeigt werden muss. Alle Geschenke sind steuerpflichtig, aber nicht in jedem Fall muss tatsächlich auch Steuer gezahlt werden. Das ist Folge der Steuerfreibeträge, die nach dem Schenkungsteuergesetz für Angehörige des Schenkers gewährt werden.

Solange ein Geschenk den Freibetrag nicht überschreitet, muss darauf Steuer nicht gezahlt werden. Die Freibeträge sind unterschiedlich hoch, abhängig vom Verwandtschaftsgrad. Jede Person hat einen Schenkungsteuerfreibetrag von mindestens 20.000 Euro. Geschenke in diesem Wert sind also für jeden von der Steuer befreit.

Bei Enkelkindern beträgt der Schenkungsteuerfreibetrag 200.000 Euro, bei Kindern 400.000 Euro und bei Ehegatten 500.000 Euro.

Wie hoch ist die Schenkungssteuer bei Fremden?

Haus verschenken an Fremde – Folgendes solltest Du unbedingt beachten – Wenngleich es sehr einfach klingt, das Haus zu verschenken und das an Fremde, solltest Du diese zwei wichtigen Punkte beachten:

Wenn die Verschenkung an Fremde erfolgt, kommt es nicht selten zu Streitigkeiten mit den gesetzlichen Erben (sofern diese existieren). Gibt es gesetzliche Erben, haben diese einen Anspruch auf ihren Pflichtanteil und Du musst diesen auszahlen. Zu den gesetzlichen Erben der 1. Ordnung zählen Ehegatten, Kinder und Stiefkinder sowie Enkelkinder. Nach der 2. Ordnung sind Eltern, Geschwister und deren Kinder Erben, nach der 3. Ordnung Großeltern, Tanten und Onkel. Es gäbe also eine Reihe an gesetzlichen Erben, die einen Anspruch auf ihren Pflichtteil erheben könnten. Bevor Du das Haus verschenkst an Fremde, solltest Du daher klären, wer in welcher Form Pflichtteilsansprüche geltend machen könnte. Dadurch können Streitigkeiten unter den Erben vermieden werden. Hierzu musst Du die geänderte Erbfolge in einem Testament eindeutig und rechtskräftig festhalten. Gesetzliche Erben kannst Du nur dann vom Erbe und vom Pflichtteil ausschließen, wenn eine sogenannte Erbunwürdigkeit vorliegt (beispielsweise bei einer Straftat, die sich gegen den Erblasser richtet). Bei einer Schenkung an Fremde fällt eine Steuer an – zumindest kannst Du im Falle einer Immobilienschenkung davon ausgehen. Das liegt daran, dass Fremde bei Schenkungen einen steuerlichen Freibetrag von 20.000 Euro haben. Dieser kann zwar alle zehn Jahre neu voll ausgeschöpft werden. Eine Immobilie hat jedoch meist einen deutlich höheren Wert. Demnach müsste die Schenkung frühzeitig erfolgen, um die Immobilie vollständig steuerfrei zu verschenken. Wenn Du das Haus verschenkst an Fremde wird der Verkehrswert der Immobilie für die Erbschaft bzw. Erbschaftssteuer ermittelt. Soll ein unbebautes Grundstück verschenkt werden, wird der Wert nach der Fläche und den jeweils geltenden Bodenrichtwerten ermittelt. Hinsichtlich der Schenkungssteuer für Fremde wird aufgrund der Stellung in der Erbfolge, wenngleich Du die gesetzliche Abfolge durch Dein Testament änderst, die Steuerklasse III angesetzt. Die Erbschaftssteuer fällt mit 30 bis 50 Prozent relativ hoch aus. Möchtest Du für den fremden Erben die Erbschaftssteuer senken, vereinbare eine Art Gegenleistung in Form eines Nießbrauch- oder Wohnrechts. Beides mindert die Erbmasse und damit die Höhe der Erbschaftssteuer.

Fazit: Lohnt es sich ein Haus an Fremde zu verschenken? Natürlich bist Du frei in der Entscheidung, wer Deinen Nachlass einmal erben soll. Das Haus zu verschenken und das an Fremde, sollte gut überlegt sein, wenn es gesetzliche Erben gibt. Nicht nur Streitigkeiten mit gesetzlichen Erben können problematisch werden, auch der niedrige Freibetrag und die hohe Erbschaftssteuer machen eine Schenkung an Fremde schwieriger als beispielsweise an Familienangehörige. Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube. Mehr erfahren Video laden YouTube immer entsperren