Riester-Rente KüNdigen Wie Lange Dauert Es Bis Zur Auszahlung?

Riester-Rente KüNdigen Wie Lange Dauert Es Bis Zur Auszahlung
Zusammenfassung –

  • Bevor ein Sparer kündigt, sollte er sich informieren, wie viel er ausgezahlt bekommt.
  • Wer kündigt oder den Vertrag beitragsfrei stellt, verliert den Schutz vor Pfändung.
  • Für eine Kündigung gelten Fristen. Die Auszahlung kann zwei Monate dauern.

Was passiert wenn man Riester vorzeitig kündigt?

Welche Konsequenzen hat die Kündigung eines Riester-Vertrags? – Die staatliche Förderung geht bei einer Kündigung der Riester-Rente verloren. Wer kündigt, sollte also beachten, dass alle gewährten Zulagen und Steuervorteile an den Staat zurückgezahlt werden müssen.

Hintergrund: Der Staat will den Aufbau der privaten Altersvorsorge nur dann steuerlich unterstützen, wenn sichergestellt ist, dass im Alter aus dem eingezahlten Kapital nebst Zulagen eine lebenslange Rente ausgezahlt wird. Diese elementare Spielregel wird nicht beachtet, wenn der Vertrag gekündigt wird und es zur Auszahlung des Guthabens kommt.

Das Ziel, seine persönliche Versorgungslücke zu reduzieren, wird nicht mehr verfolgt. Deshalb müssen entsprechend der gesetzlichen Vorgaben Riester-Kunden im Fall der Kündigung insbesondere die Förderung an den Staat zurückzahlen. Fachleute sprechen in diesem Fall von einer “schädlichen Verwendung”.

Der Pfändungsschutz für Altersvorsorge entfällt. Gläubiger können auf das ausgezahlte Vermögen zugreifen.Normalerweise ist die geförderte Altersvorsorge auch im Fall von längerer Arbeitslosigkeit davor geschützt, vorzeitig verbraucht werden zu müssen (“Hartz-IV-sicher”). Nach der Kündigung gilt das für das ausgezahlte Vermögen nicht mehr.Unter Umständen können Steuern auf einen Teil des ausgezahlten Guthabens anfallen, wenn der Sparer nach Abzug der Zulagen sowie der Abschluss- und Verwaltungskosten im Plus ist.

Wann bekomme ich meine Riester-Rente ausgezahlt?

Riester-Auszahlung mit Rentenbeginn – Die Riester-Rente ist eine lebenslange Rente und wird vorwiegend ab dem Zeitpunkt ausgezahlt, an dem Sie in den Ruhestand gehen. Zusätzlich zu Ihrer gesetzlichen Rente oder Pension erhalten Sie dann Ihre Riester-Rente, die sich in ihrer Höhe mindestens zusammensetzt aus Ihren Einzahlungen und der Riester-Zulage,

Kann ich mir die Riester-Rente auf einmal auszahlen lassen?

Grundsätzlich ist die Riester-Rente als Zusatz zur gesetzlichen Rente oder Pension gedacht und wird ab dem gesetzlichen Rentenalter als monatliche Rentenzahlung ausgezahlt. Je nach Jahrgang liegt das Renteneintrittsalter aktuell bei 65 oder 67 Jahren.

Riester-Rente Auszahlung mit 60 Wer vor 2011 eine Riester-Rente abgeschlossen hat, kann sich diese ab 60 Jahren auszahlen lassen.2012 wurde das Auszahlungsalter von 60 auf 62 Jahre angehoben. Wer sich dazu entscheidet, die Auszahlungen vor dem regulären Auszahlungszeitpunkt in Anspruch zu nehmen, bekommt nicht die volle staatliche Förderung.

Natürlich kann auch ein späterer Auszahlungsbeginn gewählt werden, zum Beispiel, wenn ein Sparer mit einer Abfindung aus dem Berufsleben ausscheidet und die Riester-Rente nicht unmittelbar in Anspruch nehmen will. Riester-Rente Teilauszahlung Generell können sich Riester-Sparer bei Rentenbeginn 30 Prozent des für die Verrentung zur Verfügung stehenden Kapitals auf einmal auszahlen lassen.

Diese Auszahlung ist voll steuerpflichtig und verringert die anschließende Rente, wirkt sich aber nicht negativ auf die die erhaltenen Förderungen / Zulagen aus. Riester Rente Einmalzahlung Eine Einmalzahlung ist möglich, hierzu ist allerdings die Kündigung der Riester Rente Voraussetzung. Da der Gesetzgeber für Riester eine monatliche Auszahlung vorsieht wird in diesem Fall von einer „ schädlichen Verwendung ” gesprochen.

SOLLTEST du deine Riester Rente kündigen? (und welche anderen Optionen es noch gibt)

Diese führt dazu, dass die Einmalzahlung der Riester Rente um alle geleisteten Zulagen und Steuervorteile gemindert wird. Ausnahme: Kleinbetragsrenten Beträgt die monatliche Riester Rente maximal 32,90 Euro (Stand 2022), so kann eine Einmalauszahlung auch ohne Abzug der Zulagen und Steuervorteile erfolgen.

Was muss bei Riester Kündigung zurückgezahlt werden?

Ihre Fragen unsere Antworten – Ich brauche dringend Geld und möchte meinen Riester-Vertrag kündigen. Sie raten ab? Wir raten nicht pauschal ab. Aber über­legen Sie diesen Schritt gut. Rechnen Sie durch, ob der Auszahl­betrag im Fall einer Kündigung zur Über­brückung Ihrer finanziellen Schwierig­keiten ausreicht und nicht nur den Gang zum Sozial­amt hinaus­zögert.

  • Bei einer Kündigung zieht der Anbieter die gesamte staatliche Förderung ab, bevor er Ihnen das Geld auszahlt.
  • Reicht Ihr Vertrags­guthaben dafür nicht aus, fordert die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen (ZfA) den Rest­betrag von Ihnen direkt zurück.
  • In diesem Fall würden Sie Ihre Lage verschlechtern.

Kündigen Sie also nicht, wenn Sie im Vergleich zu Ihren Einzahlungen besonders viel Förderung bekommen haben. Die Kündigung eines Riester-Fonds­sparplans oder einer -Fonds­police kann in Zeiten hoher Kurs­verluste an den Börsen besonders ungünstig sein.

  1. Hinzu kommt: Ein Riester-Vertrag ist pfändungs­sicher.
  2. Auch das spricht eher dafür, ihn in einer Krise zu halten (siehe über­nächste Frage).
  3. Nach Kündigung meines Riester-Vertrags hat die Bank mir viel weniger ausgezahlt, als ich über die Jahre einge­zahlt habe.
  4. Wieso zog sie deutlich mehr ab, als ich an Zulagen über­haupt erhalten habe? Das deutet darauf hin, dass Sie stark von Riester-Steuer­vorteilen profitiert haben.

Wenn Sie den Vertrag förderschädlich kündigen, zieht Ihr Anbieter Zulagen von Ihrem angesparten Kapital ab und zusätzlich die Summe der Steuer­erleichterungen, die Sie jedes Jahr erhalten haben. Besonders, wenn Sie den Höchst­betrag einge­zahlt haben und nur die Grund­zulage bekamen, kann der Betrag, den der Anbieter neben den Zulagen vom angesparten Kapital abzieht, sehr hoch sein.

Der Riester-Vertrag ist sicher vor Pfändungen. Auch, wenn ich mir das Geld auszahlen lasse? Nein. An Ihr Riester-Erspartes kommen Sie in der Anspar­phase nur, wenn Sie den Vertrag kündigen. Und damit verliert das Geld den Schutz vor einer Pfändung. Es handelt sich dann nicht mehr um eine staatlich geförderte Alters­vorsorge.

Der Bundes­gerichts­hof hat 2017 klar­gestellt, dass Kapital aus Riester-Verträgen nur dann nicht pfänd­bar ist, wenn der Alters­vorsorgever­trag zum Zeit­punkt der Pfändung förderfähig war (Az. IX ZR 21/17). Auch Sparende, die mehr als den Höchst­förderbetrag von 2 100 Euro jähr­lich in ihren Vertrag zahlen, haben für den über­zahlten Betrag keinen Pfändungs­schutz.

Wenn ich die Förderung zurück­zahlen muss, fallen auf die Auszahlung noch Steuern an? Ja, wenn Ihr Vertrag gut gelaufen ist. Bleibt Ihnen nach Abzug der Zulagen, Kosten und Eigenbeiträge noch ein Plus, gehen die Finanz­ämter so vor: Sie besteuern die Hälfte des Unter­schieds­betrags zwischen Auszahlung und der Summe der entrichteten Beiträge, wenn – Sie sich das Kapital erst ab Ihrem 60.

Geburts­tag (oder dem 62. Geburts­tag bei Verträgen ab 2012) auszahlen lassen und – Ihr Vertrag zum Zeit­punkt der Auszahlung mindestens zwölf Jahre gelaufen ist. Erfüllt Ihr Vertrag diese Voraus­setzungen nicht, besteuert das Finanz­amt den vollen Unter­schieds­betrag.

  • Eine Ausnahme bilden Riester-Renten­versicherungen, wenn sie vor dem Jahr 2005 abge­schlossen wurden und auf eine Lauf­zeit von zwölf Jahren kommen.
  • Hier müssen Sie häufig keine Steuern auf Ihre Erträge zahlen.
  • Das regelt das Einkommensteuergesetz (Paragraf 22 Nummer 5 Satz 2).
  • Muss ich Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge auf eine förderschädliche Auszahlung zahlen? Das hängt von Ihrem Status in der Kranken­versicherung ab.
See also:  Wann Kann Man Mit 50 Prozent Schwerbehinderung In Rente Gehen?

Sozial­versicherungs­pflichtig Beschäftigte und gesetzlich pflicht­versicherte Rentner zahlen keine Sozial­abgaben darauf. Für freiwil­lig gesetzlich versicherte Rentner und Selbst­ständige fallen Kranken- und Pflege­versicherungs­beiträge an. Muss ich bei einer schädlichen Kündigung neben Steuerersparnis und Zulagen auch die aus den Zulagen entstandenen Zins­gewinne zurück­zahlen? Nein.

  • Zurück­zahlen nicht, Sie müssen die im ausgezahlten Alters­vorsorgekapital enthaltenen Erträge aber eventuell nach­versteuern (siehe oben).
  • Wenn das Vertrags­guthaben abzüglich Zulagen und Kosten geringer ist als die geleisteten Eigenbeiträge, fallen dann trotzdem Steuern an? Nein.
  • Steuern fallen dann nicht an.

Um zu über­schlagen, wie viel Geld nach einer Kündigung bleibt, muss ich die steuerliche Förderung über die gesamte Lauf­zeit kennen. Wo finde ich die? Mein Anbieter weist nur die staatlichen Zulagen aus. Die Information, wie hoch Ihre steuerliche Förderung in einem bestimmten Jahr war, finden Sie in Ihren Steuer­bescheiden.

Gehen Sie diese durch und addieren Sie die dort jeweils ausgewiesenen Beträge. Sie finden sie in der Zeile „Über die Alters­vorsorgezulage hinaus­gehende Steuerermäßigungen”. Meine Frau und ich haben beide einen Riester-Vertrag. Ich möchte meinen kündigen und die Förderung zurück­zahlen, meine Frau nicht.

Wie ordnet das Finanz­amt bei gemein­sam veranlagten Ehepaaren die gemein­sam erhaltene Steuer­förderung den beiden Verträgen zu? Das Finanz­amt ermittelt für jeden einzelnen Vertrag die Steuerermäßigung, wenn Sie über Ihre Einkommensteuererklärung den Sonder­ausgaben­abzug für Riester-Beiträge beantragen.

  • Im Steuer­bescheid finden Sie die Zeile „gesonderte und einheitliche Fest­stellung nach Paragraf 10a Absatz 4 Einkommensteuergesetz”.
  • Hier ist getrennt nach Ehemann und Ehefrau die Steuerermäßigung ausgewiesen.
  • Das ermöglicht bei der schädlichen Verwendung eine korrekte Ermitt­lung der jeweiligen Steuerermäßigung.

Ist das Vertrags­guthaben zu Renten­beginn so klein, dass nur eine Monats­rente von unter 32 Euro heraus­käme, zahlen die Anbieter es auf einen Schlag aus. Ist es steuerlich nicht besser, wenn ich vorher förderschädlich kündige? Sinn­voll ist eine Kündigung nur dann, wenn die Steuern, die auf die Abfindung anfallen, eindeutig höher sind als die Förderung, die Sie zurück­zahlen müssten.

Bei bessergestellten Rentnern kann das durch­aus vorkommen. Einzuschätzen, welches die bessere Option ist, fällt schwer. Sind Sie Mitglied in einem Lohn­steuer­hilfe­ver­ein oder haben Sie ohnehin einen Steuerberater, bitten Sie dort um Hilfe. Im Vertrag sind rund 7 000 Euro. Die Bank will sie auf einen Schlag auszahlen, wenn ich in Rente gehe.

Ich bekomme wohl jähr­lich knapp unter 10 000 Euro Bruttorente. Muss ich auf die Auszahlung Steuern zahlen? Wahr­scheinlich nicht. Zumindest dann nicht, wenn ein mit Ihnen steuerlich gemein­sam veranlagter Ehepartner kein wesentlich höheres Einkommen hat.

Im Jahr 2020 beträgt der steuerliche Grund­frei­betrag für Allein­stehende 9 408 Euro, für Verheiratete das Doppelte. Ihre Bruttorente ist kaum höher als der Grund­frei­betrag und die gesetzliche Rente wird aufgrund des Rentenfrei­betrags nicht voll besteuert. Zudem können Sie Beiträge zur Kranken- und Pflege­versicherung, Kosten für haus­halts­nahe Aufwendungen und andere Ausgaben von der Steuer absetzen.

Eine Einmalzahlung von 7 000 Euro wird sich so steuerlich kaum auswirken. Bei finanziell bessergestellten Rentnern kann eine Abfindung die Steuerlast aber deutlich erhöhen. Was passiert mit dem Zulagen­vertrag meiner Frau, wenn ich den Haupt­vertrag kündige? Wenn Ihre Frau nur mittel­bar über Sie Riester-Förderung erhält, weil sie selbst nicht gesetzlich renten­versicherungs­pflichtig oder verbeamtet ist, bekommt sie nach Ihrer Kündigung keine Förderung mehr.

  1. Weiter sparen kann sie auch ohne Förderung.
  2. Möchte sie das nicht, kann sie den Vertrag beitrags­frei stellen.
  3. Mein Mann hatte über mich einen Zulagen­vertrag abge­schlossen, weil er selbst nicht förderberechtigt war.
  4. Als er vor zwei Jahren in Rente ging, wurde der Vertrag auf einen Schlag ausgezahlt.
  5. Das Guthaben war zu klein für die Verrentung.

Ich gehe auch bald in Rente und will meinen Vertrag kündigen. Muss mein Mann dann die Zulagen, die in seinen Vertrag geflossen waren, nach­träglich wieder zurück­zahlen? Nein, Ihr Mann kann die Förderung behalten. Warum muss ich bei der Kündigung noch mal die Zulagen zurück­zahlen? Sie wurden mir doch schon bei der Güns­tiger­prüfung von der Steuerersparnis abge­zogen? Sie müssen nicht mehr Förderung zurück­zahlen, als Sie erhalten haben.

Die Steuerersparnis nach der Güns­tiger­prüfung durch das Finanz­amt erhalten Sie ja für Ihren Riester-Vertrag über die Zulage hinaus. Beides müssen Sie zurück­zahlen, um so gestellt zu werden, als hätten Sie einen Vertrag ganz ohne Förderung abge­schlossen. Die Rente, die mir meine Bank für die Auszahl­phase anbietet, ist unglaublich nied­rig.

Soll ich kündigen? Die schlechten Angebote, die vor allem viele Riester-Bank­sparplan-Kunden derzeit zur Auszahl­phase bekommen, sind ärgerlich. Auch dass ein Wechsel zu besseren Verträgen nicht möglich ist, weil die Anbieter keine neuen Kunden zur Auszahl­phase aufnehmen, ist nicht im Sinne des Erfinders.

Ob sich die Riester-Rente für Sie lohnen wird, ist aber nicht nur vom Angebot Ihrer Bank abhängig. Wie bei allen lebens­langen Auszahlungen hängt die Rendite sehr davon ab, wie lange Sie die Rente beziehen; also davon, wie lange Sie leben. Kündigen Sie, wenn Sie krank sind und nicht mit einem langen Leben rechnen.

Auch steuerliche Aspekte spielen eine Rolle. Bekommen Sie nur eine nied­rige Rente und zahlen kaum Steuern, kann es sinn­voll sein, auch ein schlechtes Angebot zu akzeptieren. So bleibt Ihnen viel von der Förderung erhalten. Sie könnten den Vertrag aber auch nutzen, um einen Immobilien­kredit zu tilgen.

  1. Das zahlt sich meist aus und ist nicht förderschädlich.
  2. Auch der barrierefreie Umbau Ihrer Wohnung käme infrage.
  3. Zahlen Sie hohe Steuern und wollen das Geld frei nutzen, ist kündigen eine Option.
  4. Wir wollen als Rentner zu unserem Sohn in die Schweiz ziehen.
  5. Stimmt es, dass wir den Riester-Vertrag dann kündigen müssen? Nein.
See also:  Wann Gehen Beamte In Rente?

Sie müssen den Vertrag nicht kündigen, aber Sie müssen die Förderung zurück­zahlen, wenn Ihr Wohn­sitz oder gewöhnlicher Aufenthalt außer­halb des Europäischen Wirt­schafts­raums EWR liegt (EU-Mitglieds­länder, Island, Liechten­stein, Norwegen). Das Gleiche gilt, wenn Sie neben Ihrem Wohn­sitz inner­halb eines Staates der EU oder des EWR einen weiteren Wohn­sitz in einem Staat außer­halb von EU/EWR haben und dort als ansässig gelten.

Wie hoch wird Riester Auszahlung versteuert?

Wie wird die Riester-Auszahlung besteuert?

Zu versteuerndes Einkommen Steuersatz
20.000 Euro 25,51 Prozent
25.000 Euro 27,43 Prozent
30.000 Euro 29,36 Prozent
35.000 Euro 31,28 Prozent

Ist die Riester-Rente bei Auszahlung steuerfrei?

Kernpunkte der Riester-Förderung – Idee Förderung der privaten Altersvorsorge durch jährliche Zulagen und Steuervorteile Quelle: LBS Grundzulage 154 Euro pro Person Kinderzulage 185 Euro je Kind, geboren vor 2008 300 Euro je Kind, geboren ab 2008 Steuervorteile Sparer können ihre Einzahlungen als Sonderausgaben absetzen.

Die Auszahlungen der Riester-Rente sind voll steuerpflichtig zum individuellen Steuersatz. Dieser dürfte im Alter jedoch niedriger sein als während des Berufslebens. Voraussetzung Für die volle Förderung müssen Einzahlungen in Höhe von vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres vorgenommen. Obergrenze Es werden maximal 2.100 Euro Einzahlungen gefördert.

Vorteil Die geflossenen Zulagen reduzieren die erforderliche eigene Sparleistung. Sozial Die Förderung ist unabhängig von der Höhe des eigenen Einkommens. Tatsächlich hätte es noch schlimmer kommen können. Da Schmidt wegen Berufsunfähigkeit schon vor dem Ende der Vertragslaufzeit im Ruhestand war, liegt sein Steuersatz nur bei niedrigen 14 Prozent.

Inzwischen hat er von „Kleinstrentnern” erfahren, die bis zur Einmalauszahlung noch voll gearbeitet haben – und dementsprechend einen viel höheren persönlichen Steuersatz um die 30 Prozent hatten, als es zur Einmalauszahlung kam. In so einem Fall geht noch viel mehr von den eingezahlten Ersparnissen durch die Steuer verloren.

Vom Staat ist das so gewollt. Riester-Renten sind nämlich grundsätzlich voll zu versteuern – der Gesetzgeber spricht von nachgelagerter Besteuerung, weil die vorausgehenden Einzahlungen dafür steuerfrei sind. Das ist anders, als bei anderen privaten Renten, etwa aus Lebens- oder Rentenversicherungen.

Von der monatlichen Rentenzahlung ist dort nur der sogenannte Ertragsanteil zu versteuern, also nur der Betrag, der durch Zinsen und Zulagen zustande kommt. Bei einer Riester-Rente ist hingegen immer die gesamte Summe zu versteuern – und damit auch die Kleinstrenten. Damit will die Regierung verhindern, dass Anleger Riester-Verträge wie gewöhnliche Sparverträge mit staatlicher Extrarendite missbrauchen.

Ziel ist vielmehr eine lebenslang garantierte Rente, die das Alterseinkommen aufstockt. Wer das nicht nutzt, wird bestraft. „Der Fall zeigt, dass die immer wieder so hoch gelobte Förderung der Riester-Rente nicht generell so attraktiv ist, wie das von Anbieterseite oft dargestellt wird”, konstatiert Verbraucherschützer Nauhauser.

  • Die Steuern auf die Rente seien die Kehrseite der Medaille.
  • Bei der geförderten Vorsorge von staatlichen Geschenken zu sprechen, ist – gelinde ausgedrückt – unverantwortlich, denn im Grunde besteht die Förderung abgesehen von einigen Ausnahmefällen meist nur in der Verlagerung der Steuerlast ins Rentenalter.” Schmidt will die ungerechte Steuer so nicht hinnehmen und hat Briefe an die zuständigen Ministerien, die Minister persönlich und weitere Politiker geschrieben, er hat sogar den ehemaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester persönlich angerufen.

Zumindest hat sich der Namenspatron der staatlich geförderten Zusatzrente tatsächlich bei ihm gemeldet – und die Besteuerung verteidigt, weil sie hilft, einen Missbrauch der staatlichen Rentenzuschüsse zu vermeiden. Schmidt riet er allerdings dazu, auf die Kulanz seiner Sparkasse zu hoffen: Sie solle die Auszahlung rückgängig machen und ihm stattdessen die Rente auszahlen.

  • Wenn die Sparkasse Schmidt – wie vom ehemaligen Arbeitsminister Riester empfohlen – entgegenkommt, müsste der Pensionär zwar weniger Steuern zahlen, aber grob gerechnet dauert es dann immer noch 25 Jahre, bis er sein Riester-Guthaben wieder raus hat.
  • Sonderlich attraktiv ist diese Aussicht für den 65-Jährigen auch nicht.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?

Welche Abzüge bei Auszahlung Riester-Rente?

Riester-Rente Auszahlung: Diese Optionen gibt es! Einmal abgeschlossen, brauchen sich Versicherte nur wenig um ihre Riester Rente zu kümmern. Erst bei der Auszahlung wird es für sie wieder interessant. Diese ist je nach Versicherungsbeginn zu unterschiedlichen Zeiten möglich.

  1. Zudem haben Riester Sparer die Wahl zwischen zwei Formen der Auszahlung.
  2. Unabhängig davon wird die Riester Rente ein Leben lang ausgezahlt.
  3. Die Auszahlung der Riester Rente fällt in der Regel mit den Beginn der regulären Altersrente zusammen.
  4. Wer demnach Jahrgang 1964 und jünger ist, erhält mit 67 Jahren nicht nur eine gesetzliche Rente (sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind), sondern auch die private Rente.
See also:  Wer Bekommt 2000 Euro Rente?

Eine frühere Riester Rente Auszahlung ist allerdings auch möglich. Jedoch sollten Versicherte dabei beachten, dass diese kleiner ausfällt, weil sie weniger Beiträge eingezahlt und Zulagen erhalten haben. Die Riester-Rente fällt unter die sogenannte nachgelagerte Besteuerung,

Das bedeutet, dass die Auszahlungen aus der Riester-Rente mit dem persönlichen Steuersatz voll versteuert werden müssen. Wie hoch der Steuersatz ausfällt, ist abhängig von dem gesamten Einkommen des Rentners. Da Ruheständler jedoch im Alter meist geringere Einkünfte haben, fällt der Steuersatz niedriger aus als während des Berufslebens.

Eine volle Versteuerung bedeutet, dass die gesamte ausgezahlte Rente besteuert wird. Anders ist es bei Renten- oder Lebens­versicherungen, die in der Ansparphase weder durch Zulagen noch durch Steuervorteile gefördert werden. Hier wird nur der Ertragsanteil versteuert, also der Teil der zusätzlich zu den eigenen Einzahlungen erwirtschaftet wurde.

Dabei richtet sich der steuerpflichtige Ertragsanteil nach dem Alter bei Renteneintritt. Der frühestmögliche Auszahlungsbeginn hängt vom Datum des Vertragsabschlusses der staatlich geförderten Altersvorsorge ab. Für Verträge, die 2011 und früher abgeschlossen wurden, können Sparer schon ab dem 60. Lebensjahr eine Auszahlung beantragen,

Bei einem späteren Versicherungsbeginn liegt die Grenze beim 62. Lebensjahr. Sollten Versicherte dennoch auf eine frühere Rentenauszahlung bestehen, müssen sie mit dem Verlust aller erhaltenen staatlichen Förderungen rechnen. Die Auszahlung kann auch gestückelt werden und jährlich erfolgen, was je nach Besteuerung günstiger für Versicherte ausfallen kann.

Alter Riester-Rente Auszahlung
< 60 Jahre nicht möglich
< 62 Jahre nur bei Vertragsabschluss vor 2012
> 62 Jahre jederzeit möglich, in der Regel mit Beginn regulärer Altersrente

Die Auszahlung der Riester Rente kann auf zwei verschiedenen Wegen passieren. Versicherte können sich für oder gegen eine Einmalzahlung in Höhe von 30 Prozent des Gesamtkapitals entscheiden (20 Prozent bei Verträgen, die vor 2005 abgeschlossen wurden).

  1. Danach folgt die reguläre monatliche Auszahlung der privaten Rente.
  2. Der einmalig gezahlte Betrag reduziert allerdings das anschließende Altersgeld und wird voll besteuert.
  3. Hier können alle weiteren Aspekte zur Besteuerung der Riester Rente nachgelesen werden.
  4. Auf die regelmäßigen Zahlungen bis zum Lebensende können sich Riester Sparer verlassen.

Es besteht zudem die Möglichkeit, eine Rentengarantiezeit zu vereinbaren, sodass die Rente auch eine gewisse Zeit an Angehörige weitergezahlt wird, wenn der Versicherte verstorben ist. Allerdings sollten solche Angebote gut überprüft werden, denn diese Option kann sich förderschädlich auswirken.

In diesem Fall müssen die erhaltenen Zulagen oder Steuervorteile samt Zinsen zurückgezahlt werden. Gehen Sie auf Nummer sicher und fordern Sie ein persönliches Angebot an. Auch wenn eine hundertprozentige einmalige Kapitalauszahlung bei der Riester Rente nicht möglich ist, so gibt es doch eine Möglichkeit, das gesamte Riester Kapital auf einen Schlag zu erhalten.

Voraussetzung dafür ist eine sehr geringe monatliche Rentenzahlung. Liegt dann eine sogenannte Kleinstbetragsrente vor, können Verbraucher die gesamte Auszahlung fordern. Die Entscheidung, ob ein Altersgeld zu klein ist und sich Versicherte ihre Riester Rente komplett auszahlen lassen können, hängt von der Bezugsgröße West nach §18 Sozialgesetzbuch IV ab.

Jahr Jährlicher Bezugswert Riester-Rente ist Kleinst­betragsrente bei monatlicher Auszahlung bis
2012 31.500 EUR 26,25 EUR
2014 33.180 EUR 27,65 EUR
2015 34.020 EUR 28,35 EUR
2016 34.860 EUR 29,05 EUR
2017 35.700 EUR 29,75 EUR
2018 36.540 EUR 30,45 EUR

Riester-Rente Auszahlung: Diese Optionen gibt es!

Wie lange muss ein Riester-Vertrag laufen?

Die Laufzeit der Riester-Rente ist frei wählbar. Zu beachten ist bei Abschluss des Vertrages, dass der Gesetzgeber keine Auszahlung der Alters-Rente vor dem vollendeten 62. Lebensjahr zulässt bzw. eine vorzeitige Auszahlung des Riester-Renten-Vertrags „bestraft”.

Wird vom Rückkaufswert noch was abgezogen?

Wer seine Lebensversicherung vor dem regulären Ablauf kündigt, erhält von der Versicherungsgesellschaft den Rückkaufswert ausgezahlt. Meist handelt es sich um ein Verlustgeschäft, da von dem angesparten Kapital hohe Stornokosten abgezogen werden.

Wie hoch ist die durchschnittliche Riester-Rente?

Was ist die Riester-Rente? – Die Riester-Rente ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die mit staatlichen Zulagen und Steuerermäßigungen unterstützt wird. Im Rentenalter bekommst Du Deine gesamten Spareinlagen plus Zulagen als Rente ausgezahlt. In der Ansparphase Deines Riester-Vertrags zahlst Du monatlich oder jährlich einen Geldbetrag ein, um es Dir später entweder als lebenslange Rente auszahlen zu lassen oder um es als sogenannte Eigenheimrente in den eigenen vier Wänden zu nutzen (Wohn-Riester).

Wann lohnt sich Riester in der Steuererklärung?

Riester-Beiträge als Sonderausgaben absetzen –

Beiträge zur Riester-Rente sind bis zu einer Höhe von 2.100 Euro jährlich als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Ehepaare können bis zu 4.200 Euro absetzen, wenn beide Partner jeweils in einen Riester-Vertrag einzahlen und beide unmittelbar zulageberechtigt sind. Ist einer der beiden Ehepartner nur mittelbar zulageberechtigt, liegt die gemeinsame steuerliche Grenze bei 2.160 Euro. Weiterführende Informationen finden Sie im Artikel Riester-Rente und Steuererklärung,

Das Finanzamt zieht Sonderausgaben von dem zu versteuernden Einkommen ab. Das senkt die Einkommenssteuer. Je nach Einkommen und Steuerklasse erhalten Sie eine Steuererstattung oder müssen weniger Steuern nachzahlen.

Wie wird die Rente gezahlt?

Ihre Rente wird am letzten Bankarbeitstag des Monats ausgezahlt, für den die Rente bestimmt ist. Beispielswei se wird die Rente für den Monat Juni am Ende des Monats Juni überwiesen (wertgestellt).