Wann Kann Ich Als SelbstäNdiger In Rente Gehen?

Wann Kann Ich Als SelbstäNdiger In Rente Gehen
Wann Kann Ich Als SelbstäNdiger In Rente Gehen Am 1. Juli ist das das Rentenpaket in Kraft getreten. Das betrifft auch selbstständige Handwerker, die mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können. Die abschlagsfreie Rente mit 63 kann jetzt jeder beantragen, der 45 Jahre lang Beiträge zur zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt hat.

  1. Das betrifft auch selbstständige Handwerker, die 18 Jahre Pflichtbeitragszahlungen zur gesetzlichen Rente nachweisen können und sich danach freiwillig versichert haben.
  2. Insgesamt müssen sie 45 Beitragsjahre nachweisen können.
  3. Die Rente mit 63 gilt für Personen, die bis einschließlich 1952 geboren sind.

Für die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1963 wird das Renteneintrittsalter schrittweise auf das 65. Lebensjahr angehoben. Was wird angerechnet? Lesen Sie auch unser Themen-Special Altersvorsorge – was sich für Handwerker lohnt Angerechnet werden kurzzeitige Unterbrechungen durch Arbeitslosigkeit (Bezug von Arbeitslosengeld I), Zeiten der Pflege, sofern Versicherungspflicht bestand, Erziehung von Kindern bis zum zehnten Lebensjahr sowie Schlechtwetter-, Insolvenz- oder Kurzarbeitergeld.

  • Nicht berücksichtig werden Zeiten mit Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV).
  • Zeiten der Arbeitslosengeldbezuges in den letzten zwei Jahren vor der abschlagsfreien Rente ab 63 werden nicht mehr mitgezählt.
  • Ausnahme: Wenn die Arbeitslosigkeit durch eine Insolvenz oder eine vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht wurden.

In diesen Fällen liegt keine missbräuchliche Frühverrentung vor. Auch bei selbstständigen Handwerkern werden zur Vermeidung von Frühverrentung in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn freiwillige Beiträge, die neben Arbeitslosengeldbezug gezahlt werden, nicht berücksichtigt.

Auch diese Regelung kann daher nicht als Brücke in die Frühverrentung genutzt werden, heißt es von Seiten der Bundesregierung, Muss jeder Betroffene mit 63 in Rente gehen? Wer mit 63 noch nicht in Rente gehen möchte, der ist nicht verpflichtet, den Anspruch auf die Altersrente auch in Anspruch zu nehmen.

Arbeitnehmer können – vorbehaltlich tarifvertraglicher oder anderer arbeitsrechtlicher Einschränkungen – weiterarbeiten. Was ist mit einem Nebenjob? Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze kann neben einer Altersrente nur begrenzt hinzuverdient werden.

  1. Die Regelaltersgrenze steigt derzeit schrittweise von 65 auf 67 Jahre.
  2. Abhängig von der Höhe des Hinzuverdienstes wird die Altersrente in voller Höhe oder als Teilrente gezahlt.
  3. Wird die höchste Hinzuverdienstgrenze überschritten, erlischt der Anspruch auf die Rente.
  4. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Rentner dann allerdings ohne Auswirkungen auf die Altersrente unbegrenzt hinzuverdienen ( Quelle: Deutsche Rentenversicherung ).

Foto: © Steven Cukrov/123Rf.com Text: Kirsten Freund / handwerksblatt.de

Wie viel Rente bekommt man als Selbstständiger?

Rente für Selbstständige: 550 Euro monatlich für die Grundsicherung – Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat für die Wirtschaftswoche berechnet, wie hoch die Beiträge von Selbstständigen zur gesetzlichen Rentenversicherung sein müssten, um eine Höhe der Rente oberhalb der Grundsicherung zu erreichen.

  • Die Ergebnisse dabei sind ernüchternd.
  • Eine Nettorente von 831 Euro entspricht derzeit einer Bruttorente von 933 Euro.
  • Um diesen Betrag zu erreichen, müssten Selbstständige aktuell 45 Jahre lang monatlich 370 Euro einzahlen, so die DRV.
  • Um denselben Betrag innerhalb von 30 Jahren Versicherungspflicht zu erreichen, müssten jeden Monat 550 Euro eingezahlt werden.

In beiden Varianten macht das aufsummiert rund 200.000 Euro.

Kann man als Selbstständiger in die gesetzliche Rente einzahlen?

Handwerker, Künstler und Publizisten, Hebammen und freiberufliche Lehrer – so unterschiedlich ihre Tätigkeiten auch sind, eines haben diese Selbstständigen gemein: sie sind gesetzlich pflichtversichert. Alle anderen Selbstständigen können auf Antrag in der Rentenversicherung pflichtversichert werden.

Wird Selbständigkeit bei Rente angerechnet?

Rente und Selbstständige Ein großer Teil der Selbstständigen in Deutschland ist bisher nicht verpflichtet, für das Alter, für das Risiko von Erwerbsminderung oder für den eigenen Todesfall Vorsorge zu treffen. Bestimmte Gruppen von Selbstständigen sind dagegen schon jetzt in die gesetzliche Rentenversicherung eingebunden, zum Beispiel selbstständige Handwerker, Künstler und Publizisten.

  1. Sie profitieren vom umfassenden Schutz der Rentenversicherung – von einer eventuell nötigen Rehabilitation im Krankheitsfall bis hin zur Absicherung der Familie.
  2. Allen anderen Selbstständigen steht die Rentenversicherung wahlweise offen: über die „Versicherungspflicht auf Antrag” oder über die „freiwillige Versicherung”.

Welche Form der Absicherung im Einzelfall am besten ist, erfahren Selbstständige am besten in einem Beratungsgespräch bei der Deutschen Rentenversicherung. Wer selbstständig tätig ist, arbeitet auf eigene Rechnung, trägt das unternehmerische Risiko, unterliegt keiner Weisung eines Vorgesetzten oder eines Auftraggebers und bestimmt seine Arbeitszeit selbst.

Zudem sind Selbstständige nicht in die Arbeitsorganisation eines Unternehmens eingebunden, sind keiner Person gegenüber berichtspflichtig und können ihren Arbeitsort normalerweise selbst bestimmen. Haben Auftraggeber und Auftragnehmer Zweifel, ob die vereinbarte Arbeit als selbstständige Tätigkeit oder als abhängige Beschäftigung („Angestellter”) anzusehen ist, kann man eine Klärung durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund beantragen.

Im Jahr 2016 wurde auf diese Weise in 65.000 Fällen der Status eines Erwerbstätigen festgestellt. Ergibt die Prüfung der Clearingstelle, dass ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, beginnt die Sozialversicherungspflicht generell mit dem Tag des Arbeitsbeginns.

  • der Antrag innerhalb eines Monats nach Tätigkeitsbeginn gestellt wird,
  • der Betroffene dem verspäteten Beginn der Sozialversicherungspflicht zustimmt oder
  • zwischen Tätigkeitsbeginn und der Entscheidung der Clearingstelle bereits eine andere Absicherung für den Krankheitsfall oder für das Alter vorlag, die vom Leistungsumfang der gesetzlichen Absicherung entspricht.

Bestimmte Gruppen von Selbstständigen sind per Gesetz in die Rentenversicherung einbezogen. Dazu zählen vor allem Handwerker in zulassungspflichtigen Gewerben, Künstler, Publizisten, Hebammen und selbstständige Lehrer. Bei ihnen geht der Gesetzgeber von einer besonderen Schutzbedürftigkeit aus.

  • in die Handwerksrolle eingetragen sind und
  • tatsächlich selbstständig arbeiten.

Die Versicherungspflicht hängt aber auch davon ab, ob der Selbstständige ein zulassungspflichtiges, zulassungsfreies oder handwerkerähnliches Gewerbe ausübt. Nach mindestens 18 Jahren Zahlung von Pflichtbeiträgen zur Rentenversicherung können sich selbstständige Handwerker allerdings auch anderweitig für das Alter absichern.

Augenoptiker Gerüstbauer Ofen- und Luftheizungsbauer
Bäcker Glasbläser und -apparatebauer Orgel- und Harmoniumbauer
Behälter- und Apparatebauer Glaser Orthopädietechniker und -schuhmacher
Betonstein- und Terrazzo-Hersteller Glasveredler Parkettleger
Boots- und Schiffbauer Hörgeräteakustiker Raumausstatter
Böttcher Informationstechniker Rollladen- und Sonnenschutztechniker
Brunnenbauer Installateure und Heizungsbauer Schilder- und Lichtreklamehersteller
Büchsenmacher Kälteanlagenbauer Schornsteinfeger
Chirurgiemechaniker Karosserie- und Fahrzeugbauer Seiler
Dachdecker Klempner Steinmetze und Bildhauer
Drechsler und Holzspielzeugmacher Konditoren Straßenbauer
Elektromaschinenbauer Kraftfahrzeugtechniker Stuckateure
Elektrotechniker Landmaschinenmechaniker Tischler
Estrichleger Maler und Lackierer Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
Feinwerkmechaniker Maurer und Betonbauer Zahntechniker
Fleischer Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationsbauer Zimmerer
Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Metallbauer Zweiradmechaniker
Friseure

Gesellschafter einer in der Handwerksrolle eingetragenen Personengesellschaft sind rentenversicherungspflichtig, wenn sie selbst die erforderliche Qualifikation – in der Regel die Meisterprüfung – besitzen. Eine persönliche Haftung oder eine Funktion als Kommanditist spielen für die Rentenversicherungspflicht keine Rolle.

  • in eigener Arbeitsstätte und
  • im Auftrag und für Rechnung von Gewerbetreibenden arbeiten. Dies können auch gemeinnützige Unternehmen oder öffentlich-rechtliche Körperschaften sein.

Hausgewerbetreibende unterliegen zwar keiner Weisungsbefugnis und können Arbeitnehmer beschäftigen, sind aber wirtschaftlich abhängig, denn der Auftraggeber trägt das Unternehmerrisiko und erhält den Gewinn. Nicht zu den versicherungspflichtigen Hausgewerbetreibenden zählen die Heimarbeiter.

  • ihre entsprechende Tätigkeit die Haupteinnahmequelle darstellt,
  • sie mindestens 3900 Euro im Jahr verdienen und
  • höchstens einen Arbeitnehmer beschäftigen.
See also:  Was Bleibt Von 1.800 Euro Rente üBrig?

Als Künstler gelten alle Personen, die Musik, darstellende oder bildende Kunst schaffen, ausüben oder lehren. Zu den Publizisten gehören vor allem Schriftsteller und freie Journalisten sowie Dozenten für Publizistik. Selbstständige, die in der Regel und dauerhaft nur einen Auftraggeber haben, sind ebenfalls rentenversicherungspflichtig.

Voraussetzung: Sie dürfen keinen/keine Arbeitnehmer mit einem (Gesamt-)Verdienst von mehr als 450 Euro monatlich beschäftigen. Zu dieser Gruppe gehören z.B. Handwerksmeister, die nebenher noch als Sportlehrer selbstständig arbeiten. Auch wer als Arbeitnehmer (in Teilzeit) arbeitet und nebenher noch einer selbstständigen (Teilzeit-)Tätigkeit nachgeht, ist in beiden Bereichen versicherungspflichtig.

Wer nicht als Handwerker versicherungspflichtig ist, muss sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme seiner selbstständigen Tätigkeit bei seinem Rentenversicherungsträger melden. Bei verspäteter Meldung kann die Rentenversicherung Beiträge nachfordern.

  • Seelotsen von den Lotsenbrüderschaften (an die Knappschaft)
  • Küstenschiffer von den Gewerbeämtern (an die DRV Knappschaft-Bahn-See)
  • Küstenfischer von den Fischereiämtern (an die DRV Knappschaft-Bahn-See)
  • Hausgewerbetreibende (an die zuständige Einzugsstelle).

Wer von seiner Tätigkeit und seiner Einkommenshöhe eher einem Arbeitnehmer als einem Selbstständigen ähnelt, ist rentenversicherungspflichtig. Gibt es Hinweise, dass jemand sowohl Selbstständiger als auch Arbeitnehmer sein kann, muss geprüft werden, ob ggf.

  • im Zusammenhang mit ihrer selbstständigen Tätigkeit normalerweise keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen, und
  • auf Dauer und im Wesentlichen nur für einen Auftraggeber tätig sind.

Die Tätigkeit für einen Auftraggeber ist dauerhaft, wenn ein Dauerauftragsverhältnis vorliegt oder ein Auftrag regelmäßig wieder erteilt wird. Laut Gesetz wird eine Tätigkeit im Wesentlichen für einen Auftraggeber ausgeübt, wenn der Selbstständige mindestens 5/6 seiner gesamten Einkünfte allein aus diesen Tätigkeiten erzielt.

  • versicherungspflichtige Arbeitnehmer und
  • ist zugleich für mehrere Auftraggeber tätig,

ist der Gesellschafter-Geschäftsführer nicht rentenversicherungspflichtig. Wer als Selbstständiger nicht per Gesetz der Rentenversicherung angehört, kann die Versicherungspflicht beantragen oder sich freiwillig versichern. Wer auf Antrag Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung zahlen will, muss einen entsprechenden innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme seiner selbstständigen Tätigkeit stellen.

  1. Wer sich für die Versicherungspflicht auf Antrag entschieden hat, kann sie nicht mehr abwählen. Sie bleibt dann bis zum Ende der selbstständigen Tätigkeit bestehen.
  2. Wer auch Erwerbsminderungsschutz haben oder behalten will, muss die Versicherungspflicht wählen – nach dem Ausscheiden aus einer versicherten Beschäftigung innerhalb von höchstens 24 Monaten.

Durch freiwillige Beiträge steht auch Selbstständigen das komplette Leistungspaket der Rentenversicherung offen. Dazu können neben dem Anspruch auf eine Altersrente auch der Anspruch auf eine Reha -Leistung sowie eine Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente gehören – allerdings nur, wenn zuvor eine ausreichende Pflichtversicherungszeit vorliegt.

  • vor 1984 bereits eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren (60 Monaten) erfüllt und
  • seit 1984 jeden Monat mit einer rentenrechtlich relevanten Zeit belegt haben und
  • weiterhin jeden Monat Rentenbeiträge zahlen.

Versicherungspflichtige Selbstständige zahlen normalerweise den sogenannten Regelbeitrag. Auf Wunsch können sie aber auch einen vom persönlichen Einkommen abhängigen Beitrag zahlen. Dieser richtet sich nach der Bezugsgröße (2023: 3395 Euro monatlich in den alten beziehungsweise 3290 Euro in den neuen Ländern).

  1. Unter Berücksichtigung des aktuellen Beitragssatzes der Rentenversicherung (= 18,6 Prozent), ergibt sich damit ein monatlicher Regelbeitrag in Höhe von 631,47 Euro im Westen beziehungsweise 611,94 Euro im Osten.
  2. In den ersten drei Jahren nach Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit müssen Unternehmer auf Antrag nur den halben Regelbeitrag zahlen.

Selbstständige können jedoch beantragen, auch schon in den ersten drei Jahren den vollen Regelbeitrag zu zahlen. Auf Wunsch kann der Rentenversicherungsbeitrag von Selbstständigen auch niedriger oder höher als der Regelbeitrag sein. Voraussetzung: Sie weisen anhand des letzten Steuerbescheids ein entsprechend abweichendes Arbeitseinkommen nach oder sie lassen es schätzen (gilt vor allem für neue Selbstständige).

Als Arbeitseinkommen gilt der Gewinn aus einer selbstständigen Tätigkeit nach dem Einkommensteuerrecht. Das kann die Differenz zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des abgelaufenen und des vorherigen Kalenderjahres sein, aber auch der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben. Das nachgewiesene Arbeitseinkommen wird jährlich zum Jahresanfang automatisch dynamisiert.

Im Jahr 2023 kann der monatliche Rentenbeitrag zwischen mindestens 96,72 Euro und höchstens 1357,80 Euro liegen. Künstler und Publizisten, Seelotsen, Küstenschiffer und -fischer sowie Hausgewerbetreibende können nur einkommensgerechte Beiträge zahlen.

  • Die Rentenbeiträge sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag eines Monats fällig.
  • Wer am Bankeinzugsverfahren teilnimmt, vermeidet eventuelle Säumniszuschläge.
  • Bis Ende Februar jedes Jahres verschickt die Rentenversicherung einen Nachweis über die gezahlten Beiträge für das vergangene Kalenderjahr.

Wer bereits im Voraus weiß, dass sein Arbeitseinkommen im laufenden Kalenderjahr mit großer Sicherheit um mindestens 30 Prozent von dem im letzten Steuerbescheid ausgewiesenen Einkommen abweichen wird, kann eine Sozialklausel in Anspruch nehmen. Dann werden nur Rentenbeiträge entsprechend dem laufenden Einkommen fällig.

  • Als Nachweis gilt zum Beispiel eine Bescheinigung des Steuerberaters oder eine präzise Selbsteinschätzung.
  • Sie haben Fragen zum Thema? Dann posten Sie Ihre Frage in unserem Expertenforum und erhalten Sie kompetente Antworten von Experten der Deutschen Rentenversicherung.
  • Weitere Informationen gibt es auf oder unter der kostenlosen Servicenummer 0800 1000 4800.

: Rente und Selbstständige

Habe ich als selbständiger Anspruch auf Grundrente?

Ich habe während der Corona-Krise Einnahmen, kann damit meine Lebenshaltungskosten aber nicht decken. Habe ich Anspruch auf Grundsicherung? –  Ja, auch dann hast du einen Anspruch auf Grundsicherung. Schau dazu weiter oben (Wie viel Grundsicherung kann ich erhalten?) nach.

Wie lange darf ich als Selbstständiger arbeiten?

Arbeitsschutz in Deutschland – Das Arbeitszeitgesetz –

Laut des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland dürfen Arbeitnehmer nicht länger als 48 Stunden pro Woche arbeiten.

Die tägliche Höchstarbeitszeit beträgt 8 Stunden, darf jedoch in Ausnahmefällen auf 10 Stunden verlängert werden. Allerdings dürfen 48 Stunden pro Woche in der Regel nicht überschritten werden.

Ausnahmen sind nur möglich wenn: in erheblichem Maße Bereitschaftsdienst anfällt und, wenn ein anderer Ausgleichszeitraum geschaffen wird. – Beispielsweise in der Landwirtschaft, der Pflege oder im öffentlichen Dienst.

Für Arbeitnehmer in bestimmten Berufsgruppen gilt das Arbeitszeitgesetzt nicht.z.B Ärzte, Bäcker oder Seeleute.

Insbesondere Führungskräfte sind häufiger von sehr langen Arbeitszeiten betroffen: Demnach müssen mehr als 37 Prozent der Erwerbstätigen in Führungsposition gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten. Allerdings lässt sich dieser Wert teilweise auf den überdurchschnittlich hohen Anteil Selbstständiger unter den Führungskräften (50,7 Prozent) zurückzuführen.

Kann ich als selbständiger zurück in die gesetzliche Krankenkasse?

55. Lebensjahr: Wechsel wird zum Härtefall – Selbständige ab 55 Jahren, die privat versichert sind, haben kaum Chancen, noch zu einem gesetzlichen Versicherer zu wechseln. Ab dem 55. Lebensjahr haben Sie nur dann die Möglichkeit, zur GKV zu wechseln, wenn Sie innerhalb der letzten fünf Jahre mindestens einen Tag gesetzlich versichert waren.

Die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist allerdings komplett ausgeschlossen, wenn innerhalb der Hälfte dieses Zeitraums keine Versicherungspflicht bestanden hat oder Sie durchgängig privat krankenversichert waren. Allerdings können Sie auch ab Alter 55 in die Familienversicherung des Ehepartners wechseln.

Achten Sie darauf, dass Sie nicht erst in der zweiten Hälfte Ihres Erwerbslebens in die GKV wechseln, denn sonst profitieren Sie nach dem Ende Ihrer Berufstätigkeit möglicherweise nicht von der günstigen Krankenversicherung der Rentner.

See also:  Wie Lange Muss Man Verheiratet Sein Um Rente Zu Bekommen?

Wer zahlt meine Krankenversicherung Wenn ich in Rente bin?

Wie hoch sind die Krankenkassenbeiträge? – Prinzipiell sind Beiträge zu zahlen auf gesetzliche Rente (unter bestimmten Voraussetzungen auch auf Renten aus dem Ausland), Versorgungsbezüge und auf Arbeitseinkommen (der Gewinn aus selbständiger Tätigkeit).

  1. Es gilt normalerweise der allgemeine Beitragssatz.
  2. Berücksichtigt werden Einnahmen bis zu einer Grenze von 4.987,50 Euro im Monat.
  3. Aus der gesetzlichen Rente tragen die Rentenversicherungsträger den halben Krankenversicherungsbeitrag.
  4. Er wird direkt von der Rente einbehalten und an die Kassen abgeführt.

Rentner mit Versorgungsbezügen oder Arbeitseinkommen haben die Beiträge hierauf alleine zu entrichten. Bei freiwillig Versicherten werden zusätzlich Zinsen, Mieten und sonstige beitragspflichtige Einnahmen berücksichtigt. Unter bestimmten Bedingungen können auch Einnahmen des privat versicherten Ehegatten die Beiträge des freiwillig Versicherten beeinflussen.

  1. Genaueres ist in den Beitragsverfahrensgrundsätzen des GKV-Spitzenverbandes geregelt.
  2. Freiwillige Mitglieder zahlen die kompletten Beiträge und erhalten auf Antrag vom Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zur Krankenversicherung, der sich prozentual aus der gesetzlichen Rente berechnet.
  3. Die Versicherungen haben die Möglichkeit, kassenindividuelle, einkommensabhängige Zusatzbeiträge zu erheben.

Für betroffene Mitglieder entsteht ein Sonderkündigungsrecht, wenn Kassen Zusatzbeiträge erheben oder erhöhen. Den Zusatzbeitrag tragen Rentenversicherungsträger und Rentner jeweils zur Hälfte. Führen der Rentenversicherungsträger oder die Zahlstelle die Beiträge an die Krankenkasse ab, wirkt sich die Erhöhung des Zusatzbeitrages erst mit einer 2-monatigen Verzögerung aus.

Was ändert sich für Selbstständige 2023?

Wann Kann Ich Als SelbstäNdiger In Rente Gehen Das Jahr 2023 hat viele neue Regelungen für Unternehmen und Selbstständige mit sich gebracht. Im Jahr 2023 gibt es für Unternehmen und Selbstständige vielfältige Änderungen. Um einen kleinen Überblick zu schaffen, haben wir die neuen Regelungen in Kurzform zusammengefasst.

Digitaler Gewerbesteuerbescheid eingeführt

Am 1. Januar 2023 wurde der digitale Gewerbesteuerbescheid eingeführt und bringt damit besonders für Betriebe mit mehreren Standorten eine deutliche bürokratische Entlastung.

Pauschale für häusliches Arbeitszimmer

Statt der realen Aufwendungen ist nun auch ein pauschaler Abzug von jährlich 1.260 Euro monatsbezogen möglich. Die Aufwendungen gelten in voller Höhe als Betriebsausgaben, sofern das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet.

Homeoffice-Pauschale erhöht

Steuerpflichtige können nun pro Tag im Homeoffice sechs Euro in der Einkommenssteuererklärung geltend machen. Die Pauschale wurde von 600 Euro auf 1.260 Euro jährlich angehoben. Anzeige

Pauschbeträge für Arbeitnehmer und Sparer erhöht

Der Arbeitnehmerpauschbetrag für Werbungskosten beträgt seit Anfang des Jahres 1.230 Euro. Der Sparer-Pauschbetrag wurde auf 1.000 Euro pro Jahr für Alleinstehende und auf 2.000 Euro für Ehe- und Lebenspartner angehoben. Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende hat sich auf 4.260 Euro erhöht.

Midijob-Grenze angehoben

Die Einkommensgrenze für Midijobs ist zum 1. Januar 2023 auf 2.000 Euro gestiegen.

PV-Anlagen bis 30 kW steuerfrei

Rückwirkend seit dem 1. Januar 2022 sind die Einnahmen aus dem Betrieb von Fotovoltaikanlagen bis zu 30 kW (Peak) einkommensteuerfrei. Ursprünglich nur auf Wohngebäude bezogen, gilt dies nun auch für PV-Anlagen auf überwiegend zu betrieblichen Zwecken genutzten Gebäuden.

Wie sorgen Selbständige für die Rente vor?

Selbstständige können freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und auf diese Weise – genau wie Festangestellte – Ansprüche auf Versorgungsleistungen erwerben. Das kann sich durchaus lohnen, denn die gesetzliche Rentenversicherung ist besser als ihr Ruf, u.a. weil sie sehr geringe Kosten hat.

Wie hoch ist die Grundrente für eine Einzelperson?

Grundrentenzuschlag für eine Einzelperson Ost – (bei 35 Jahren anrechenbare Grundrentenbewertungszeiten; Stand: 01.01.2023)

Anzurechnendes Einkommen
1.317 Euro 1.417 Euro 1.517 Euro 1.617 Euro 1.717 Euro 1.817 Euro 1.917 Euro
20% Durch­schnitts­verdienst 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro
30% Durch­schnitts­verdienst 326 Euro 266 Euro 206 Euro 146 Euro 74 Euro 0 Euro 0 Euro
40% Durch­schnitts­verdienst 435 Euro 375 Euro 315 Euro 255 Euro 183 Euro 83 Euro 0 Euro
50% Durch­schnitts­verdienst 326 Euro 266 Euro 206 Euro 146 Euro 74 Euro 0 Euro 0 Euro
60% Durch­schnitts­verdienst 218 Euro 158 Euro 98 Euro 38 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro
70% Durch­schnitts­verdienst 109 Euro 49 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro
80% Durch­schnitts­verdienst 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro 0 Euro

Wann endet Selbständigkeit?

Selbstständigkeit beenden: So läuft es ab Wer fest entschlossen ist, seine Selbstständigkeit aufzugeben, muss dieses nicht von einem Tag auf den anderen machen. Die Betriebsaufgabe ist ein Prozess und an keinen Stichtag gebunden. So können zum Beispiel auch nach der Entscheidung, die selbstständige Tätigkeit zu beenden, noch offene Forderungen kassiert werden.

Was bleibt übrig als Selbstständiger?

Beispielberechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige für 2021 Nachfolgend zeigen wir die Berechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige (Einzelunternehmen/ Freiberufler) für das Jahr 2021. Für das Beispiel gehen wir von folgenden Annahmen aus: Frau Muster ist alleinstehend und lebt in Berlin, sie ist 32 Jahre alt, hat keine Kinder und erzielt ausschließlich Einkünfte aus ihrer Selbstständigkeit als Yogalehrerin.

Im Jahr 2021 werden dies 30.000 Euro sein. Sie ist freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert – hier in der TK und zahlt ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung ein (als Yogalehrerin besteht hier eine Pflichtversicherung). Den „Bruttogewinn” bzw. steuerpflichtigen Gewinn aus ihrer selbstständigen Tätigkeit berechnet sie auf Basis der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) – sie nutzt also die einfache Buchführung.

Einfachheitshalber wurde eine etwaige zu zahlende in der Betrachtung ebenfalls außen vor gelassen. Berechnung des Nettoeinkommens:

steuerpflichtiger Gewinn für das Jahr 2021 beträgt gemäß der Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) : 30.000 Euro

Man könnte die 30.000 Euro auch als „Bruttolohn” bzw. „Bruttogewinn” bezeichnen, da hiervon in der Einkommensteuererklärung weitere Abzüge zu tätigen sind. Dazu gehören vor allem die Sonderausgaben oder auch Vorsorgeaufwand. Zum Vorsorgeaufwand zählen insbesondere die zu zahlenden Sozialabgaben wie Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Für unsere Frau Muster bedeutet dies folgendes:

steuermindernd ist die Kranken- und Pflegeversicherung i.H.v.18,5% des Einkommens: 5.550 Euro jährlich oder 462 Euro monatlich*steuermindernd ist ebenfalls die Rentenversicherung i.H.v.18,6% des Einkommens: 5.580 Euro jährlichggf. kann auch noch die freiwillige Arbeitslosenversicherung abgezogen werden, sofern diese abgeschlossen wurde

Somit ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von i.H.v.18.870 Euro (30.000 Euro minus 5.550 Euro minus 5.580 Euro). Auf diese 18.870 Euro sind für das Jahr 2021 gemäß 1.973 Euro Einkommensteuer abzuführen. Somit ergibt sich ein Nettoeinkommen für das Jahr 2021 i.H.v.16.897 Euro oder rund 1.400 Euro monatlich.

Somit stehen 1.400 Euro monatlich für die privaten Lebenshaltungskosten wie wohnen, essen, Freizeit, sparen, Kultur etc zur Verfügung. Vergleich Nettoeinkommen bzw. Nettogehalt Selbstständig vs. Angestellt Verglichen mit einem Bruttogehalt i.H.v.30.000 Euro als Angestellte, also 2.500 Euro monatlich, ergibt sich ein „Nachteil” von rund 300 Euro monatlich als Selbstständige.D.h., als Angestellte beträgt das monatliche Nettoeinkommen rund 1.700 Euro oder 20.331 Euro jährlich in der Festanstellung.** Neben der rein monetären Betrachtung, hat der/die Festangestellte natürlich auch noch den „Vorteil” des Urlaubs und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Dafür kann die Selbstständige sich die Arbeitszeit frei einteilen und ist keinem Arbeitgeber*in gegenüber Weisungsgebunden. * den Beitragsrechner der Krankenkasse für Selbstständige gibt es ** Berechnung des Nettoeinkommens als Angestellte bspw. : Beispielberechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige für 2021

See also:  1969 Geboren Wann In Rente?

Wie lange muss ich als Selbständiger?

Aufbewahrungsfristen: 10 Jahre und 6 Jahre – Die Aufbewahrungsfristen der Unterlagen sind glücklicherweise nicht so kompliziert, wie die gesetzlichen Grundlagen, die die Aufbewahrungsmodalitäten vorgeben. Im Prinzip müssen Sie alles 10 Jahre aufbewahren, das ist die Faustregel.

Wie viel bekommt man als Selbstständiger?

– Es fällt auf, dass der Verdienst von Selbstständigen vor allem in einem höheren Einkommensbereich ab etwa 2.900 Euro im Monat deutlich höher ausfällt. Ein genauerer Blick auf die Grafik zeigt noch, dass in diesem höheren Einkommensbereich Selbstständige mit Beschäftigten besser verdienen.

Auffällig ist des Weiteren, dass sich die Kurven von Solo-Selbstständigen und abhängig Beschäftigten sehr ähneln, gerade im unteren Einkommensbereich bis etwa 1.000 Euro pro Monat. Was den angesprochenen Traum vom großen Glück angeht, so zeigt die Grafik, dass nur ca.1 % aller Selbstständigen ein Monatseinkommen über 10.000 Euro erwirtschaftet.

Als Ergänzung sei noch auf die folgende Grafik verwiesen:

Wer bekommt Grundrente Selbstständige?

Welche Einkommensgrenzen gelten? – In voller Höhe soll die Grundrente lediglich den Rentnerinnen und Rentnern gezahlt werden, die ein zu versteuerndes Einkommen von maximal 1.250 Euro haben. Bei Paaren liegt die Grenze bei 1.950 Euro. Liegt das Einkommen darüber, gibt es Abzüge.

Bis 1.600 Euro (Alleinstehende)/2.300 Euro (Paare) wird der Mehrbetrag zu 60 Prozent auf die Grundrente angerechnet. Was darüber hinausgeht, zu 100 Prozent. Beispiel: Hat ein Alleinstehender 1.400 Euro Einkommen, werden 150 Euro x 60 Prozent = 90 Euro mit der Grundrente verrechnet. Hat er 1.700 Euro Einkommen, werden (350 Euro x 60 Prozent) + (100 Euro x 100 Prozent) = 310 Euro verrechnet.

Zum Einkommen gehören die bisherige Rente einschließlich Witwen- oder Betriebsrenten sowie Nebenjobs und auch Mieteinnahmen. Mögliche Kapitalerträge werden bei der Einkommensprüfung ebenfalls berücksichtigt.

Wie viel Geld bleibt mir als Selbstständiger übrig?

Beispielberechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige für 2021 Nachfolgend zeigen wir die Berechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige (Einzelunternehmen/ Freiberufler) für das Jahr 2021. Für das Beispiel gehen wir von folgenden Annahmen aus: Frau Muster ist alleinstehend und lebt in Berlin, sie ist 32 Jahre alt, hat keine Kinder und erzielt ausschließlich Einkünfte aus ihrer Selbstständigkeit als Yogalehrerin.

Im Jahr 2021 werden dies 30.000 Euro sein. Sie ist freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert – hier in der TK und zahlt ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung ein (als Yogalehrerin besteht hier eine Pflichtversicherung). Den „Bruttogewinn” bzw. steuerpflichtigen Gewinn aus ihrer selbstständigen Tätigkeit berechnet sie auf Basis der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) – sie nutzt also die einfache Buchführung.

Einfachheitshalber wurde eine etwaige zu zahlende in der Betrachtung ebenfalls außen vor gelassen. Berechnung des Nettoeinkommens:

steuerpflichtiger Gewinn für das Jahr 2021 beträgt gemäß der Einnahme-Überschussrechnung (EÜR) : 30.000 Euro

Man könnte die 30.000 Euro auch als „Bruttolohn” bzw. „Bruttogewinn” bezeichnen, da hiervon in der Einkommensteuererklärung weitere Abzüge zu tätigen sind. Dazu gehören vor allem die Sonderausgaben oder auch Vorsorgeaufwand. Zum Vorsorgeaufwand zählen insbesondere die zu zahlenden Sozialabgaben wie Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. Für unsere Frau Muster bedeutet dies folgendes:

steuermindernd ist die Kranken- und Pflegeversicherung i.H.v.18,5% des Einkommens: 5.550 Euro jährlich oder 462 Euro monatlich*steuermindernd ist ebenfalls die Rentenversicherung i.H.v.18,6% des Einkommens: 5.580 Euro jährlichggf. kann auch noch die freiwillige Arbeitslosenversicherung abgezogen werden, sofern diese abgeschlossen wurde

Somit ergibt sich ein zu versteuerndes Einkommen von i.H.v.18.870 Euro (30.000 Euro minus 5.550 Euro minus 5.580 Euro). Auf diese 18.870 Euro sind für das Jahr 2021 gemäß 1.973 Euro Einkommensteuer abzuführen. Somit ergibt sich ein Nettoeinkommen für das Jahr 2021 i.H.v.16.897 Euro oder rund 1.400 Euro monatlich.

Somit stehen 1.400 Euro monatlich für die privaten Lebenshaltungskosten wie wohnen, essen, Freizeit, sparen, Kultur etc zur Verfügung. Vergleich Nettoeinkommen bzw. Nettogehalt Selbstständig vs. Angestellt Verglichen mit einem Bruttogehalt i.H.v.30.000 Euro als Angestellte, also 2.500 Euro monatlich, ergibt sich ein „Nachteil” von rund 300 Euro monatlich als Selbstständige.D.h., als Angestellte beträgt das monatliche Nettoeinkommen rund 1.700 Euro oder 20.331 Euro jährlich in der Festanstellung.** Neben der rein monetären Betrachtung, hat der/die Festangestellte natürlich auch noch den „Vorteil” des Urlaubs und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Dafür kann die Selbstständige sich die Arbeitszeit frei einteilen und ist keinem Arbeitgeber*in gegenüber Weisungsgebunden. * den Beitragsrechner der Krankenkasse für Selbstständige gibt es ** Berechnung des Nettoeinkommens als Angestellte bspw. : Beispielberechnung des Nettoeinkommens für Selbstständige für 2021

Wie viel Prozent muss man als Selbstständiger zahlen?

Die Einkommensteuer – Diese Steuerart kennst du vielleicht auch schon aus deiner Zeit als Angestellte*r: Mit der Einkommensteuer werden deine betrieblichen Einnahmen besteuert. Wichtig: Dabei zählt für dich als Selbstständige*r nicht der reine Gewinn, sondern der Gewinn minus Sonderausgaben und abzugsfähiger Betriebsausgaben,

  • Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für deine (private) Krankenversicherung, Spenden, private Altersvorsorge aber eventuell auch Fahrtkosten, Ausgaben für Personal und Einkauf von Waren und Dienstleistungen, usw.
  • Außerdem gibt es verschiedene Freibeträge, wie etwa für Alleinerziehende, Kinderfreibeträge, Freibeträge durch die Zahlung der Gewerbesteuer und den sogenannten Grundfreibetrag: Erwirtschaftest du weniger als 9.408 EUR Gewinn, muss dieser nicht versteuert werden – für Verheiratete liegt der gemeinsame Grundfreibetrag bei 18.816 EUR,

Die Höhe der zu zahlenden Einkommensteuer hängt von deinen Umsätzen bzw. deinem Gewinn ab: Je mehr du verdienst, desto höher ist auch der Steuersatz. Die Untergrenze liegt bei 14 Prozent, der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent. Ab einem Einkommen von über 270.500 EUR im Jahr zahlst du sogar gleichbleibend 45 Prozent Steuern.

  1. Bist du Mitglied der katholischen oder evangelischen Kirche, zahlst du außerdem weitere fünf bis neun Prozent Kirchensteuer – über die tatsächliche Höhe entscheiden die Bundesländer individuell.
  2. Zusätzlich zu der auf Basis des Steuersatzes berechneten Einkommensteuer zahlst du ab einem Einkommensteuerbetrag von 973 EUR im Jahr den Solidaritäts-Zuschlag,

Er steigt ab da schrittweise an. Erst wenn du 1.340 EUR Einkommensteuer im Jahr zahlst, ist der volle Satz von 5,5 Prozent fällig.