Anwaltskosten Tabelle?

Anwaltskosten Tabelle
§ 13 RVG Wertgebühren vor 2021 zum Vergleich – Dies sind die Wertegebühren, die bis zur Ablösung durch das Kostenrechtsänderungsgesetz galten. (1) Wenn sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert richten, beträgt die Gebühr bei einem Gegenstandswert bis 500 Euro 45 Euro. Die Gebühr erhöht sich bei einem

Gegenstandswert bis, Euro für jeden angefangenen Betrag von weiteren, Euro um, Euro
2.000 500 35
10.000 1.000 51
25.000 3.000 46
50.000 5.000 75
200.000 15.000 85
500.000 30.000 120
über 500.000 50.000 150

Gebühren netto zzgl. gesetzlicher MwSt.

Wie hoch darf Anwaltskosten sein?

Außergerichtliche Beratung – Benötigst Du als Privatperson einen anwaltlichen Rat oder eine Auskunft, darf die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch nicht höher als 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer sein, es darf also insgesamt nicht mehr als 226,10 Euro kosten ( § 34 RVG ).

Wie werden die Anwaltskosten berechnet?

Der Gegenstandswert bzw. Streitwert – Wer sich von einem Anwalt gerichtlich oder außergerichtlich vertreten lässt und keine Honorarvereinbarung – mit einem Festpreis oder einem Stundensatz – abgeschlossen hat, schuldet ihm grundsätzlich die gesetzlichen Gebühren nach dem RVG.

  1. Natürlich kann auch hier wieder eine Versicherung oder der Staat im Rahmen der Prozesskostenhilfe die Anwaltskosten übernehmen.
  2. Für die gesetzlichen Gebühren eines Anwalts macht es übrigens keinen Unterschied, ob der Rechtsanwalt zugleich auch Fachanwalt ist.
  3. Die Gebühren des Anwalts richten sich in den meisten Fällen nach dem sogenannten Gegenstandswert bzw.

Streitwert, also dem Wert, um den gestritten wird. Lässt beispielsweise ein Mandant über seinen Rechtsanwalt 1000 Euro von einem Schuldner einfordern, so ist der Streitwert 1000 Euro. Der entsprechende Streitwert wird einfach in das dafür vorgesehene Feld im Anwaltskostenrechner eingetragen.

Was darf ein Anwalt in Rechnung stellen?

Dieser Beitrag soll Sie, als Mandanten, in die Lage versetzen, die Abrechnung Ihres Anwalts zu überprüfen. Dabei geht es allerdings nur um die anwaltliche Tätigkeit im Zivilrecht. Die anwaltlichen Gebühren, welche beispielsweise in Strafsachen oder verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten anfallen, unterscheiden sich und werden hier nicht behandelt.

BeratungAußergerichtliche VertretungGerichtliche Vertretung (1. Instanz)Gegebenenfalls gerichtliche Vertretung in weiteren Instanzen

Für jede einzelne Stufe der anwaltlichen Tätigkeit ist eine besondere Beauftragung erforderlich. Leider kommt es häufig vor, dass der Anwalt mit dem Mandanten überhaupt nicht detailliert bespricht, welche anwaltlichen Tätigkeiten durchgeführt werden sollen.

  • Oftmals entscheidet der Anwalt nach eigenem „Gutdünken” welche Maßnahmen zu ergreifen sind.
  • In diesem Fall sollte die spätere Abrechnung des Anwalts kritisch daraufhin überprüft werden, ob überhaupt für alle Tätigkeiten ein entsprechender Auftrag erteilt worden war.
  • Beispiel : Angenommen, Sie werden von Ihrem Nachbarn verklagt, weil Ihr Baum zu weit auf das Nachbargrundstück gewachsen ist.

Sie wenden sich an einen Rechtsanwalt und bitten ihn um seinen Rat. Der Anwalt verspricht, sich sofort um Ihre Angelegenheit zu kümmern. Er zeigt bei Gericht die anwaltliche Vertretung an und reicht einen Schriftsatz zur Klageerwiderung ein. Im weiteren Verlauf des gerichtlichen Rechtsstreits stellt sich aber heraus, dass eine Verteidigung gegen die Klage aussichtslos ist und der Nachbar im Recht ist.

  1. Im Ergebnis verläuft die Verteidigung gegen die Klage also erfolglos.
  2. Der Anwalt rechnet Ihnen gegenüber seine Gebühren für die gerichtliche Vertretung ab.
  3. In diesem Fall dürfte die Abrechnung der Gebühren für die gerichtliche Vertretung aber unberechtigt sein, da kein Auftrag für die gerichtliche Vertretung erteilt worden war.

Wenn sich der Mandant mit der Bitte um anwaltliche Beratung an den Anwalt wendet, bedeutet dies, dass der Anwalt den Mandanten zunächst beraten muss. Im vorliegenden Fall hätte die anwaltliche Empfehlung richtigerweise dahin gehen müssen, dass eine Verteidigung gegen die Klage aussichtslos ist und weitere unnötige Kosten vermieden werden sollten.

Beratung

Für die Beratung enthält das Gesetz keine konkrete Regelung des Honorars. Vielmehr „soll” eine Vergütung vereinbart werden. Wenn keine Vereinbarung erfolgt ist, ist eine „angemessene” Vergütung geschuldet. Wie hoch eine „angemessene” Vergütung in Euro ist, hängt stark vom Einzelfall ab und lässt sich nicht pauschal sagen.

  1. Allerdings enthält § 34 Abs.1 RVG eine Obergrenze für das Beratungshonorar.
  2. Gegenüber Verbrauchern darf der Anwalt höchstens 250,00 € zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer abrechnen.
  3. Für ein erstes Beratungsgespräch sogar nur 190,00 € zuzüglich Auslagen und Umsatzsteuer.
  4. Wenn der Anwalt nach der Beratung weiter tätig ist und eine außergerichtliche oder gerichtliche Vertretung folgt, wird das Beratungshonorar auf das Honorar für die nachfolgende Tätigkeit angerechnet, sodass grundsätzlich für die Beratung überhaupt keine zusätzliche Vergütung zu bezahlen ist.

Es fällt dann nur die Vergütung für die nachfolgende Tätigkeit an. Für die außergerichtliche und für die gerichtliche Vertretung enthält das gesetzliche Vergütungsverzeichnis (VV RVG) konkrete Gebührenregelungen. Dabei sind viele verschiedene Einzelfälle und Ausnahmen geregelt.

Außergerichtliche Vertretung

Für die außergerichtliche Vertretung fällt gemäß Nr.2300 VV RVG eine so genannte Geschäftsgebühr an. Die Geschäftsgebühr ergibt sich aus einem „Gebührensatz”. Dieser beträgt normalerweise 1,3, kann jedoch in besonderen Fällen niedriger oder höher anzusetzen sein (0,5 bis 2,5).

  • Die konkrete Höhe des Gebührensatzes richtet sich nach verschiedenen Kriterien, wie Umfang und Schwierigkeit der Tätigkeit.
  • In den meisten Fällen wird in der Praxis jedoch die Standardgebühr mit dem Gebührensatz von 1,3 abgerechnet.
  • Wie hoch die Geschäftsgebühr nun in Euro ist, ergibt sich aus der Gebührentabelle: Für die Höhe der Gebühr ist also der so genannte „Gegenstandswert” entscheidend.

Dieser ergibt sich bei Streitigkeiten um, bei denen es um Geld geht, aus dem streitigen Geldbetrag. Wenn man den Anwalt also beispielsweise damit beauftragt, 10.000,00 € einzufordern, dann beträgt der Gegenstandswert entsprechend 10.000,00 €. Nun kann man aus der Gebührentabelle ablesen, dass hierfür eine einfache Gebühr (1,0) in Höhe von 614,00 € anfällt.

  1. Wenn nun der Gebührensatz für die Geschäftsgebühr 1,3 beträgt, muss die Gebühr noch mit dem Gebührensatz multipliziert werden.
  2. In dem Beispiel ergibt sich also folgende Gebühr: 614,00 € * 1,3 = 798,20 € Auf der Anwaltsrechnung kommt dann zu dieser so errechneten Gebühr meist noch eine Auslagenpauschale in Höhe von 20,00 € und die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu.

In diesem Beispiel würde die Anwaltsrechnung also im Ergebnis so aussehen: Häufig fällt auch noch eine so genannte „Einigungsgebühr” an. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Anwalt eine Einigung zwischen den streitenden Parteien herbeiführt. Die Einigungsgebühr hat normalerweise den Gebührensatz 1,5.

Gerichtliche Vertretung (1. Instanz)

Für die Vertretung in einem gerichtlichen Verfahren enthält das RVG ebenso wie im außergerichtlichen Bereich bestimmte Gebührentatbestände mit entsprechenden Gebührensätzen. Die Höhe der Gebühr ergibt sich dann aus der gleichen Gebührentabelle, die auch im außergerichtlichen Bereich gilt. Typischerweise fallen im gerichtlichen Verfahren folgende Gebühren an.

Zunächst entsteht eine Verfahrensgebühr in Höhe von 1,3.Wenn ein Gerichtstermin stattfindet, kommt eine Terminsgebühr in Höhe von 1,2 hinzu.Gegebenenfalls entsteht eine Einigungsgebühr in Höhe von 1,0.

Außerdem gibt es noch eine Besonderheit für den Fall, dass der Anwalt zunächst außergerichtlich und anschließend gerichtlich tätig war. Dann wird nämlich die außergerichtlich angefallene Geschäftsgebühr hälftig auf die gerichtliche Verfahrensgebühr angerechnet.

  • Typischerweise sieht die Rechnung dann folgendermaßen aus: Generell gilt, dass der Anwalt keine unnötigen Kosten produzieren darf und den für den Mandanten günstigsten Weg wählen muss.
  • Wichtig ist dies immer dann, wenn ein Rechtsstreit im Ergebnis erfolglos verläuft.
  • Wenn der Anwalt dies erkennen kann, darf er keine Kosten auslösenden Maßnahmen ergreifen, die für den Mandanten im Ergebnis erkennbar zu keinem Erfolg führen.

Nicht selten kommt es vor, dass Anwälte beispielsweise eine Geschäftsgebühr abrechnen, welche eigentlich eine außergerichtliche Vertretung voraussetzen würde, obwohl nur eine Beratung erfolgte. Welche Probleme es bei der Beauftragung eines Anwalts noch geben kann und welche Tipps und Tricks es in diesem Fall gibt, haben wir in diesem Beitrag erklärt: Unzufrieden mit dem Anwalt? Dort behandeln wir auch den legendären „Widerrufsjoker”.

Was kostet 1 Stunde beim Anwalt?

1.1.2 Stundensatz – Vielfach wird mittlerweile auch zwischen Anwalt und Mandant anstatt der gesetzlichen Gebühren ein Stundensatz vereinbart. Dies geschieht schriftlich. Dabei wird auch der abgesprochene Stundensatz festgehalten. Die Stundensätze bewegen sich meist zwischen 180,00 € – 300,00 €.

Was sind durchschnittliche Anwaltskosten?

Erstberatung oder kostenlose Ersteinschätzung vom Anwalt – Kommt es zu einer rechtlichen Streitigkeit, so ist es für die Beteiligten regelmäßig wichtig, ob die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt überhaupt lohnt. Eine telefonische Erstberatung durch einen Anwalt hilft dabei, unnötige Kosten zu vermeiden und das Risiko von Beginn an zu überblicken.

LUGO vermittelt Ihnen schnell und unkompliziert eine Erstberatung, bei der Sie sofort erfahren, ob weitere rechtliche Schritte in Ihrem Fall überhaupt notwendig sind. Neben der telefonischen Erstberatung, in der Sie erste Hinweise zum weiteren Vorgehen und Ihren Rechten erhalten, bietet KLUGO auch eine kostenlose Ersteinschätzung an.

Sie dient jedoch nur der groben Orientierung und um herauszufinden, ob überhaupt ein Anwalt tätig werden muss. Wir von KLUGO bieten Ihnen neben unseren kostenlosen Beiträgen, Musterschreiben, Rechnern und Fallbeispielen auch den Service der Vermittlung einer telefonischen Erstberatung mit einem Anwalt.

Die Rechtsberatung beantwortet Ihnen erste Fragen und kann pro Rechtsfall einmal in Anspruch genommen werden. Die durchschnittlichen Kosten für eine solche Erstberatung betragen bei einem Rechtsanwalt gewöhnlich bis zu 190,00 € (nach § 34 Abs.1 Satz 3 RVG ). KLUGO vermittelt Ihnen diesen Service zu wesentlich geringeren Kosten.

Mit der Hilfe von KLUGO sparen Sie also bares Geld. Wichtig zu wissen : Ein erstes Beratungsgespräch bzw. eine erste Auskunft durch den Rechtsanwalt darf nicht mehr kosten als die oben genannten 190,00 Euro zuzüglich der gültigen Mehrwertsteuer. Benötigen Sie als Privatperson ein Gutachten zur Einschätzung der Rechtslage, dann darf dieses maximal 250,00 Euro zuzüglich der gültigen Mehrwertsteuer kosten. Nutzen Sie das kostenlose Erstgespräch, um sich darüber zu informieren, welche Anwaltskosten wahrscheinlich auf Sie zukommen und welches Risiko Sie mit Ihrem Rechtsstreit eingehen werden. Mit KLUGO haben Sie die Garantie, dass Kosten im Anschluss an die Erstberatung erst anfallen, wenn eine Beratung ergibt, dass ein Anwalt tätig werden muss und Sie sich für dessen Beauftragung entscheiden.

Im Beratungsgespräch wird eine kurze Erklärung und Übersicht zu den Kosten eines Rechtsverfahrens gegeben. Die Höhe ist abhängig vom Streitwert und der Instanz, Die Kosten steigen mit den Instanzen. Dazu können Sachverständigenkosten, Zeugenkosten und Auslagen kommen. Mit KLUGO können Sie eine telefonische Erstberatung durch einen Rechtsanwalt sofort wahrnehmen.

In der Erstberatung erhalten Sie eine Übersicht zu den Kosten, die sich durch das Rechtsverfahren ergeben. Sollten Sie eine entsprechende Rechtsschutzversicherung haben, übernimmt die Versicherung die angefallenen Kosten. Sollten Sie keine Versicherung haben und sind finanziell nicht in der Lage die Gerichtskosten und die Kosten für Ihren Anwalt zu tragen, können Sie unter gewissen Voraussetzungen die Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen.

Nutzen Sie unseren Service für ein telefonische Erstberatung mit einem Anwalt. Erläutern Sie telefonisch Ihren Fall und erkundigen Sie sich nach den Kosten. Parallel können Sie einen Anwaltskosten-Rechner nutzen.

Bei Fragen zum Thema Anwaltskosten helfen wir Ihnen gerne im Rahmen einer telefonischen Erstberatung weiter. Unsere kompetenten Fachanwälte stehen Ihnen dabei mit juristischem Rat zur Seite und unterstützen Sie bei allen Anliegen.

Wie viel kostet ein Brief vom Anwalt?

Auslagenkosten – Zusätzlich kann der Rechtsanwalt seinem Mandanten entstandene Auslagen in Rechnung stellen. Darunter versteht man z.B. die Ausgaben für

Kopien und Ausdrucke Versand von Dokumenten Telefonate Fahrten und Geschäftsreisen

Diese Kosten kann der Rechtsanwalt teils in voller Höhe abrechnen, teils sieht das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) feste Sätze oder Pauschalen vor. Für Telefonate und Briefe etwa darf der Anwalt Kosten von 20 Prozent der Anwaltsgebühren berechnen, maximal aber 20 Euro.

Wie viel Prozent des Streitwertes bekommt der Anwalt?

Anwaltskosten Beispiele – Beispiele für Anwaltskosten:

Ist der Anwalt gegenüber dem Gegner tätig, führt er also die Korrespondenz mit ihm, so kann er üblicherweise eine 1,3 Geschäftsgebühr aus dem Streitwert in Ansatz bringen. Bei einem Streitwert von 4.000,00 € wären das 318,50 € netto. Ist die Arbeit des Anwalts schwierig und umfangreich, kann er die Geschäftsgebühr – auch deutlich – erhöhen. In Gerichtsverfahren berechnen sich die Gebühren ähnlich wie die Geschäftsgebühr. So fallen dort je nach Prozessverlauf eine 1,3 Verfahrens-, eine 1,2 Termins- und eine 1,0 Einigungsgebühren an. Es können aber auch noch weitere Gebühren hinzutreten. Der Anwalt erhält außerdem eine Auslagenpauschale von 20,00 EUR für Post- und Telefonkosten sowie 19 % Mehrwertsteuer.

Beispiele für arbeitsrechtlichen Streitigkeiten : Der Streitwert beträgt bei einer Auseinandersetzung um

eine Abmahnung: Streitwert = 1 Monatsgehalt eine Kündigung: Streitwert = 3 Monatsgehälter eine Befristung: Streitwert = 3 Monatsgehälter die Pflicht zur Zeugniserteilung: Streitwert = 1 Monatsgehalt die Pflicht zur Zeugniskorrektur: Streitwert = 1 Monatsgehalt

In mietrechtlichen Streitigkeiten beläuft sich der Streitwert bei einer Auseinandersetzung um die Frage, ob eine Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt oder unberechtigt war, auf eine Jahreskaltmiete. Es gilt immer folgender Grundsatz: Je höher der Gegenstands- oder Streitwert ist, desto höher ist auch das Haftungsrisiko des Anwalts und üblicher Weise auch sein Arbeitsaufwand, also auch die anfallenden Gebühren.

Ist das erste Gespräch beim Anwalt kostenlos?

Was kostet das? Guter Rat ist nicht umsonst. Doch die Höhe von Anwaltshonoraren wird häufig überschätzt. Zudem lohnt es sich in der Regel, für einen Anwalt oder eine Anwältin Geld auszugeben. Wenn man durch anwaltlichen Rat einen aussichtslosen Prozess vermeiden kann, so liegt der Vorteil auf der Hand.

Gewinnt man einen Prozess mit anwaltlicher Hilfe, so wird die gegnerische Partei in der Regel zur gesamten Kostenerstattung verpflichtet; und wer rechtsschutzversichert ist, dessen Kosten werden ohnehin von der Versicherung übernommen. Auch wer einen wichtigen Vertrag schließen will, sollte den Rat eines Rechtsanwalts einholen.

Dies spart unter Umständen Kosten und Ärger und gibt die Sicherheit eines ausgewogenen Ergebnisses. Allgemeine Grundlagen In Deutschland erfolgt die Abrechnung der anwaltlichen Vergütung entweder nach dem Gesetz – dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz – oder aufgrund von Vereinbarungen.

Solche Vergütungsvereinbarungen sind statt der gesetzlichen Gebühren immer möglich, es sind jedoch gewisse gesetzliche Vorgaben zu beachten (§ 49b Bundesrechtsanwaltsordnung, §§ 3a bis 4b Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Beispielsweise ist die Vereinbarung eines Erfolgshonorars – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht erlaubt.

Eine Vergütungsvereinbarung in Textform muss abgeschlossen werden und darf nicht in der Anwaltsvollmacht enthalten sein. Zu beachten ist auch der Hinweis in der Vergütungsvereinbarung, dass im Falle des Unterliegens die gegnerische Partei, ein Verfahrensbeteiligter oder die Staatskasse im Falle der Kostenerstattung regelmäßig nicht mehr als die gesetzliche Vergütung erstatten muss.

Bei den Gebühren für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten wird zwischen dem Honorar für die außergerichtliche Beratung, dem Honorar für die außergerichtliche Vertretung sowie für die gerichtliche Vertretung unterschieden. Grundsätzlich gilt, dass der Anwalt oder die Anwältin gesetzlich dazu verpflichtet ist, unnötige Kostenrisiken für die Mandanten zu vermeiden und entsprechend zu beraten.

Ist das Honorar des Anwalts vom Gegenstandswert abhängig, so muss der Anwalt seinen Mandanten hierüber informieren. Lassen Sie sich die Honorarstruktur am besten im Rahmen der Erstberatung von Ihrem Anwalt erklären, dann wissen Sie, was auf Sie zukommt.

Grundsätzlich ist für das Entstehen der Gebühr der Auftrag maßgeblich, den Sie dem Anwalt erteilen. Gesetzliche Regelung – Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz Gesetzliche Basis für das Honorar von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten ist in Deutschland das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz besteht aus dem Gesetzestext und dem Vergütungsverzeichnis.

Im Gesetzestext sind die allgemeinen gebührenrechtlichen Vorschriften enthalten. Das Vergütungsverzeichnis enthält die einzelnen Gebührentatbestände. Das Vergütungsverzeichnis ist dem Gesetz als Anlage 1 beigefügt. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz sieht mehrere Gebührenarten vor.

  • Entweder sind Fest- oder Rahmengebühren festgelegt.
  • Festgebühren fallen in der Regel für die gerichtliche Tätigkeit im Zivil-, Verwaltungs- und Arbeitsrecht an.
  • Rahmengebühren sieht das Gesetz überwiegend für außergerichtliche Tätigkeiten sowie weitestgehend für die Gebiete des Straf- und Sozialrechts vor.

Das Anwaltshonorar berechnet sich in Zivilsachen in der Regel aus zwei Faktoren: dem Gegenstandswert und der auftragsgemäß entfalteten Tätigkeit. Wie hoch die Gebühr im konkreten Einzelfall ist, errechnet sich aus der Gebührentabelle, die als Anlage 2 dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz beigefügt ist.

Unter dem Gegenstandswert einer Angelegenheit versteht man den objektiven Geldwert oder das wirtschaftliche Interesse des Auftraggebers. Bei Forderungsangelegenheiten entspricht er dem Betrag der geltend gemachten oder abzuwehrenden Forderung. Bei nicht vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist der Gegenstandswert teils den besonderen gesetzlichen Regelungen, teils der umfangreichen Rechtsprechung hierzu zu entnehmen.

Im gerichtlichen Verfahren wird der Gegenstandswert vom Gericht festgesetzt. Vergütung für außergerichtliche Tätigkeiten Will der Mandant lediglich einen mündlichen Rat, eine Auskunft oder ein Gutachten soll der Rechtsanwalt auf eine Gebührenvereinbarung hinwirken.

  1. Wird eine solche Vereinbarung nicht geschlossen und ist der Auftraggeber Verbraucher, betragen die Gebühren des Rechtsanwaltes für die außergerichtliche Beratung und die Erstattung von Gutachten maximal 250 Euro zzgl.
  2. Mehrwertsteuer.
  3. Die Gebühr für ein erstes Beratungsgespräch ist für einen Verbraucher nicht höher als 190 Euro zzgl.

Mehrwertsteuer. Zusätzlich kann der Rechtsanwalt notwendige Auslagen geltend machen. Ist vom Auftrag die außergerichtliche Vertretung beispielsweise gegenüber dem Vermieter, Arbeitgeber oder Vertragspartner o. ä umfasst, richtet sich die Gebühr nach den Nummern 2.300 ff.

des Vergütungsverzeichnisses. Je nach Arbeitsaufwand entsteht eine halbe bis eine zweieinhalbfache Gebühr. Eine höhere Gebühr als 1,3 kann der Anwalt nur dann berechnen, wenn die Tätigkeit umfangreich oder schwierig war. Kommt es zu einer außergerichtlichen Einigung, fällt zusätzlich eine so genannte Einigungsgebühr an (Nr.1.000 ff des Vergütungsverzeichnisses).

Eine Einigung liegt vor, wenn durch das Mitwirken eines Rechtsanwaltes eine Vereinbarung getroffen wird, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis beigelegt wird. Vergütung bei gerichtlicher Vertretung Bei der gerichtlichen Vertretung durch einen Rechtsanwalt fallen in der Regel eine so genannte Verfahrens- und eine Terminsgebühr an.

  1. Im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz sind für die einzelnen Verfahren dazu besondere Regelungen getroffen worden, z.B.
  2. Für das Zivilverfahren, Verfahren vor den Verwaltungsgerichten, Strafverfahren etc.
  3. Ommt es zu einer Einigung, fällt zusätzlich eine so genannte Einigungsgebühr an (Nr.1000 ff des Vergütungsverzeichnisses).

Eine Einigung liegt vor, wenn durch das Mitwirken eines Rechtsanwaltes eine Vereinbarung getroffen wird, durch den der Streit oder die Ungewissheit der Parteien über ein Rechtsverhältnis beigelegt wird. Bei Strafsachen entsteht grundsätzlich eine Grundgebühr für die Einarbeitung in den Sachverhalt.

Darüber hinaus fällt eine Verfahrensgebühr und gegebenenfalls eine Terminsgebühr im Ermittlungsverfahren und im gerichtlichen Verfahren an. Wahlverteidiger und Pflichtverteidiger werden unterschiedlich vergütet, in der Regel erhält der Pflichtverteidiger 80% der Mittelgebühr des Wahlverteidigers. Vergütung in Bußgeldsachen Auch in Bußgeldsachen fällt ähnlich wie bei einer Vertretung in Strafsachen zunächst eine Grundgebühr an.

Darüber hinaus werden eine Gebühr für die Tätigkeit im Verwaltungsverfahren, Verfahrens- und ggf. Terminsgebühr für das Verfahren vor Gericht und ggf. Gebühren für weitere Tätigkeiten berechnet. Auch die zu erstattenden Auslagen sind im Vergütungsverzeichnis des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes geregelt.

  1. Auch hier sind jedoch abweichende Vereinbarungen möglich.
  2. Solche Vereinbarungen bieten sich beispielsweise dann an, wenn umfangreiche Anlagen zu kopieren sind oder Reisen durch den Anwalt wahrgenommen werden müssen.
  3. Die Gerichtskosten setzen sich zusammen aus den gerichtlichen Gebühren und den gerichtlichen Auslagen.

Die Gerichtskosten werden auf der Grundlage des Gerichtskostengesetzes (GKG), des Gerichts- und Notarkostengesetzes (GNotKG) und diverser Nebengesetze erhoben. Gerichtsgebühren werden für die Tätigkeit des Gerichts als solche erhoben. Die Höhe der Gebühr ist nicht davon abhängig, welche Aufwendungen dem Gericht aus dem Verfahren tatsächlich erwachsen, sondern richtet sich nach dem Streitwert, der in der Regel mit dem Gegenstandswert identisch ist.

Im Unterschied dazu richten sich die gerichtlichen Auslagen nach den Aufwendungen, die dem Gericht im Einzelfall entstanden sind. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen nach dem Gesetz über die Vergütung von Sachverständigen, Dolmetscherinnen, Dolmetschern, Übersetzerinnen und Übersetzern sowie die Entschädigung von ehrenamtlichen Richterinnen, ehrenamtlichen Richtern, Zeuginnen, Zeugen und Dritten (JVEG) sowie bestimmte Post- und Telekommunikationskosten.

In der Praxis bedeutsam sind hauptsächlich die Sachverständigenkosten. Sie richten sich nach einem im JVEG festgelegten Stundensatz und sind vor allem bei kleinen Streitwerten oft höher als die Gerichtsgebühren. Zeugen und Schöffen werden grundsätzlich nach ihrem Verdienstausfall entschädigt; zudem werden ihre Anreisekosten erstattet.

  • In vielen Verfahrensarten wird das Tätigwerden des Gerichts von der Leistung eines Gerichtskostenvorschusses abhängig gemacht.
  • Es wird dann der (vorläufige) Streitwert ermittelt und anhand der Gerichtskostentabelle der entsprechende Vorschussbetrag angefordert.
  • Anlage 2 des GKG) (BGBl.
  • I 2013, 2671) Wenn Sie sich die anwaltliche Beratung finanziell nicht leisten können, müssen Sie nicht auf die Durchsetzung Ihrer Rechte verzichten.

Dafür sorgen die Beratungshilfe sowie die Prozesskostenhilfe. Beratungshilfe Bei geringem Einkommen besteht die Möglichkeit, sich auf Kosten der Landeskasse außergerichtlich beraten zu lassen. Hierzu muss ein Beratungshilfeschein beim zuständigen Gericht (in der Regel das Amtsgericht, in dessen Gerichtsbezirk der Wohnsitz liegt) beantragt werden.

  • Das Gericht prüft dann, ob eine außergerichtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt notwendig ist und ob Sie die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen können.
  • Mit dem Beratungshilfeschein können Sie dann zu einem Rechtsanwalt Ihrer Wahl gehen und sich außergerichtlich beraten und gegebenenfalls vertreten lassen.

Der Anwalt darf dann höchstens 15 Euro (seit 01.08.2013) von Ihnen verlangen. Alle weiteren Kosten muss er gegenüber der Landeskasse abrechnen. Prozesskostenhilfe Ist jemand nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht in der Lage, die Kosten eines Prozesses zu tragen und bietet die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichend Aussicht auf Erfolg, so kann ihm das Gericht auf Antrag Prozesskostenhilfe gewähren.

Dies bedeutet, dass man von der Zahlung der Gerichtskosten, der Kosten des eigenen Anwalts und den Auslagen für Zeugen und Sachverständige befreit ist. Diese übernimmt dann die Landeskasse. Soweit Ihre Einkommensverhältnisse es zulassen, kann das Gericht anordnen, dass die Kosten von Ihnen in monatlichen Raten (so genannte Prozesskostenhilfe (Pkh) mit Ratenzahlung) an die Landeskasse zurückzuzahlen sind.

Das Gericht kann jedoch vier Jahre lang nach der rechtskräftigen Entscheidung überprüfen, ob eine Änderung Ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse eingetreten ist und die verauslagten Kosten von Ihnen erstattet verlangen.

Formulare und Ausfüllhilfen (z. Antrag auf Pkh) und anderes finden Sie auf dem

Rechtsschutzversicherungen erfüllen eine wichtige rechts- und sozialstaatliche Aufgabe. Sie entlasten den Versicherten von Verfahrenskosten und helfen Ihnen damit, Ihr Recht durchzusetzen, ohne dass Sie unter dem Druck der drohenden Kosten vorzeitig resignieren und damit auf berechtigte Ansprüche verzichten müssen.

Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist sinnvoll. Allerdings sollte man die Leistungen der verschiedenen Rechtsschutzversicherer vergleichen und im Einzelfall prüfen, für welchen Lebensbereich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung sinnvoll ist. Ist ein Rechtsschutzversicherungsvertrag abgeschlossen, sollte man den Rechtsanwalt gleich zu Beginn darüber informieren und die Versicherungspolice sowie den Text der Allgemeinen Bedingungen für die Rechtsschutzversicherung zur Hand haben.

Die sogenannte Deckungszusage, also die Erklärung der Kostenübernahme durch die Rechtsschutzversicherung, holt entweder der Versicherungsnehmer selbst oder der Rechtsanwalt ein. Dieser schildert der Rechtsschutzversicherung dann bereits kurz den Sachverhalt und hat vorher geprüft, ob überhaupt ein Rechtsschutzfall vorliegt.

Wann lohnt es sich einen Anwalt einzuschalten?

Mitten im Strafverfahren: Was sollten Sie unbedingt tun? – Grundsätzlich gilt, immer wenn Sie in einem Strafverfahren vermittelt sind, sollten Sie sich von einem Rechtsverteidiger vertreten lassen. Fälle in denen ein Rechtsanwalt für Strafrecht normalerweise gebraucht wird, sind bei Verhaftungen, Durchsuchung Ihrer Wohnung, Geschäftsräume oder Ihrem Auto.

  1. Selbst in Untersuchungshaft steht Ihnen ein Strafverteidiger rechtlich zur Seite.
  2. Bei Körperverletzung kommt ein Anwalt im Strafrecht ebenfalls zum Zuge, unabhängig, ob Sie Täter oder Opfer sind.
  3. In besonderen Fällen kann ein solcher Anwalt Gutachten erstellen und unterstützt Sie als Mandant ebenfalls im Falle einer Selbstanzeige oder Steuerhinterziehung.

Bedenken Sie, dass, auch wenn Sie eine Straftat begangen haben und diese bereuen, sollten Sie einen Anwalt für Strafrecht dazu ziehen. Dieser vertritt Ihren Fall und kann die Strafe mildern, in dem er wichtige Rechtfertigungs- oder Strafmilderungsgründe findet.

  • Für einen Beschuldigten ist es nur mit professionellem Beistand möglich die Verteidigungsstrategie auszuarbeiten und festzulegen.
  • Schon längst gilt es als übliche Praxis einen Verteidiger oder eine Verteidigerin zu beauftragen und ist im Übrigen kein Schuldeingeständnis.
  • Wer sich zudem den Stress nicht antun möchte, sollte anwaltliche Vertretung erwägen.

Beachten Sie auch keine unvollständigen oder gar falsche Aussagen zu machen. Diese können Ihr Verhältnis zum Anwalt gefährden und somit den ganzen Prozess erschweren.

Wer zahlt den Anwalt wenn ich gewinne?

Antwort: – Bei Zivilverfahren vor den Amtsgerichten heißt es meist: Wer unterliegt, zahlt die Musik. Das gilt für Klagen auf Schadenersatz ebenso wie für Verfahren über Mängel einer Mietwohnung. Die Entscheidung über die Kostentragung ist Teil des Urteilsspruches.

Warum kostet ein Anwalt so viel?

Weshalb sind die Anwaltskosten so hoch? Mandanten fragen oft: Weshalb eigentlich kommt es vor, dass ein Rechtsanwalt für 1/2 Stunde Arbeit 200,00 € verlangen kann? Auf eine 38-Stunden-Woche hochgerechnet müsste jeder Anwalt dann eine Luxuskarosse vor der Tür und seine Villa in kürzester Zeit abbezahlt haben.

Was also berechtigt ihn solch hohe Stundesätze zu nehmen? Ganz einfach: Der Anwalt erbringt eine hochspezialiserte Leistung, die eine langjährige Ausbildung, eine ständige Weiterbildung und ein hohes Maß an Verantwortung und Einfühlungsvermögen erfordert. Schon vor diesem Hintergrund wäre der Lohn eines Lagerarbeiters hier nicht gerechtfertigt.

Doch das Einkommen der Anwälte wird auch aus anderen Gründen überschätzt. Die RVG-Gebühren sind nicht gleich hoch für den gleichen Arbeitsumfang, Ein Stundenhonorar kennt das Gesetz nicht. Es kommt vielmehr auf die Höhe des Streitwertes an. Der Gesetzgeber hat eine Abstufung der RVG-Sätze nach der finanziellen Bedeutung für den Mandanten vorgenommen.

  1. Mit anderen Worten, wenn es um einen Ferrari geht, muss der Anwalt eine höhere Verantwortung übernehmen, als bei einem Fiat Panda.
  2. Diese Verantwortung schlägt sich auch in den Gebühren nieder.
  3. Das ist insofern nicht ungerecht, als dass jemand, der um einen Ferrari streitet sich auch eher diese Gebühren leisten kann.

Die Vertretung in “Kleinigkeiten” ist teilweise schon unter 100 € zu haben. Sie dürfen auch nicht vernachlässigen, dass der Anwalt nicht nur arbeitet, wenn Sie ihm dabei zusehen. Er bereitet sich auf das Gespräch vor, prüft die Akte in regelmäßigen Abständen und sichtet die Rechtsprechung zu den Rechtsfragen.

  • Hiervon bekommen Sie nichts mit und dennoch arbeitet der Anwalt hier am Fall.
  • Oft ist auch das Ergebnis einer stundenlangen Recherche und Fallprüfung in einem Satz zusammengefasst.
  • Wir lehnen Ihren Anspruch ab.” Diesem Satz sieht man nicht an, wie viel Arbeit dahinter steckt.
  • Von einigen Mandanten wird die Einnahme des Anwalts oft mit dessen Gewinn gleichgestellt.

Der Anwalt ist ein Dienstleister, der seine Leistungen nur höchstpersönlich erbringen kann. Er hat dabei zwar Personal, deren Kosten darf er anders, als der Handwerker dem Auftraggeber nur in wenigen gesetzlich geregelten Fällen in Rechnung stellen. Auch die Kosten für Schreibkräfte und andere Hilfspersonen sind bei der Berechnung eines Stundensatzes einbezogen.

  1. Zudem fallen für den Anwalt Kosten an, die dem Mandanten oft verborgen bleiben.
  2. So ist der Anwalt verpflichtet, ähnlich, wie ein Autofahrer, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, damit der Mandant im Falle einer Falschberatung seinen Schaden erstattet bekommt.
  3. Je größer die Streitwerte, desto größer auch die Versicherungsprämien.

Der sorgfältig arbeitende Anwalt hat sich auch ständig über neue Gerichtsentscheidungen, Gesetzgebungsvorhaben und Rechtslagen zu informieren. Dazu gehört das Abonement von teuren Spezialzeitschriften, die Teilnahme an Bildungsveranstaltungen, die ständige Erneuerung der Bibliothek sowie der Zugang zu juristischen Rechercheportalen.

Weitere Kosten, wie Umsatzsteuer, Büromiete, Porto und Büromaterial, die üblichen Versicherungen, die Anschaffung, die Wartung und das Leasing der technischen Geräte fallen selbstverständlich auch an. Im Ergebnis entfallen in durchschnittlichen Einzelkanzleien von jedem eingenommenen Euro 45 Cent (bei sehr “schlanker Kostenstruktur”) bis sogar 85 Cent auf die Kosten.

Bedenken Sie auch, dass die BRAGO Gebühren seit 1994 gleich geblieben, bzw. durch die EURO-Umrechnung sogar noch gesunken sind. Erst das RVG hat 2004 diese Sätze (um durchschnittlich 14 %) angehoben. Seit dem hat sich an den Gebühren nicht viel verändert.

  • Jede Gewerkschaft hätte bei der Einfrierung der Löhne für Jahre und den folgenden Lohnkürzungen rebelliert! Vergessen werden darf auch nicht, dass der Anwalt nicht jede Stunde, die er im Büro verbringt, abrechnen kann.
  • Die eigentliche Mandatsbearbeitung nimmt nur einen Bruchteil der anwaltlichen Arbeiten ein.

Hinzu kommen organisatorische Arbeiten, wie Aktenverwaltung und Terminsüberwachung, Überwachung des Posteingangs, Öffentlichkeitsarbeit, Akquise neuer Mandanten und vieles mehr. Diese Tätigkeiten werden dem Anwalt – anders, als einem Arbeitnehmer mit 38-Stunden-Woche – nicht vergütet.

  1. Hinzu kommen noch die Fälle, in denen der Anwalt Beratungshilfe gewährt oder lediglich die Kosten der Prozesskostenhilfe bekommt.
  2. Als Beispiel sei nur genannt, dass ein Anwalt der aufgrund eines Beratungshilfescheins einen Mandanten vertritt – unabhängig davon, ob er nun 30 Minuten oder 30 Stunden für ihn arbeitet – lediglich 70 € bekommt.

Diese Mandate müssen auch über die verbleibenden Gebühren finanziert werden. Ein Gewinn lässt sich auf dieser Basis nämlich nicht erwirtschaften.

Fernsehserien, in denen die Anwälte große Autos fahren und schon Mittags nach getaner Arbeit in den eigenen Swimmingpool steigen sind also nur eins – Fernsehserien eben! Fälle in denen die Beauftragung eines Rechtsanwaltes trotz der Kosten ist.

: Weshalb sind die Anwaltskosten so hoch?

Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 500 €?

Gebührentabelle vor 2021 zum Vergleich

Gegenstandswert bis Euro Gebühr
500 45,00
1.000 80,00
1.500 115,00
2.000 150,00

Wie viel kostet eine Klage?

Erhebung von Gerichtskosten – Quelle: Justiz NRW Erhebung von Gerichtskosten Vorläufige Wertfestsetzung durch das Gericht Berechnung der zu zahlenden Gebühr Weitere Kosten Prozesskostenhilfe Erhebung von Gerichtskosten Grundsätzlich werden in allen verwaltungsgerichtlichen Verfahren Gerichtsgebühren erhoben (Ausnahmen: gerichtskostenfreie Verfahren in einzelnen Sachgebieten, zum Beispiel Ausbildungsförderung, Jugendhilfe, Asylrecht).

  • In Klage- und Berufungsverfahren werden die Gerichtsgebühren schon mit dem Eingang der Klage- bzw.
  • Berufungsschrift bei Gericht fällig.
  • Der Kläger oder die Klägerin bzw,
  • Der Berufungsführer oder die Berufungsführerin muss also die Gebühren schon zu Beginn des Verfahrens zahlen.
  • Das Oberverwaltungsgericht erstellt hierzu eine Kostenrechnung.

Wer am Ende tatsächlich die Kosten trägt, hängt vom Ausgang des Verfahrens ab. Grundsätzlich gilt, dass der jeweils unterlegene Beteiligte die Kosten des Verfahrens zu tragen hat. Hat die Klage oder Berufung Erfolg, bekommt man in Höhe der zunächst gezahlten Gebühren einen Erstattungsanspruch.

Dieser Anspruch muss gegen den Unterlegenen oder die Unterlegene geltend gemacht und notfalls das (gebührenfreie) Kostenfestsetzungsverfahren zur Erlangung eines Vollstreckungstitels beim Gericht beantragt werden. Eine andere Regelung gilt für Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes (Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung oder auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung) sowie auf Zulassung der Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht.

Hier müssen die Gebühren nicht schon vorab gezahlt werden. Eine Kostenrechnung erhält man erst nach Abschluss des Verfahrens. Auch hier gilt für die endgültige Kostenentscheidung der Grundsatz: Wer verliert, trägt die Kosten. Vorläufige Wertfestsetzung durch das Gericht Sofern Gebühren mit Eingang des Verfahrens zu erheben sind, setzt das Gericht durch Beschluss den so genannten Streitwert vorläufig fest.

  • Die endgültige Festsetzung erfolgt in diesen Fällen erst später, wenn über das Verfahren insgesamt entschieden wird oder sich die Sache anders erledigt, etwa durch gütliche Einigung (Vergleich) oder Klagerücknahme.
  • Ein Beschluss zur vorläufigen Festsetzung des Streitwerts unterbleibt, wenn dieser ohnehin eindeutig feststeht, also ein bestimmter Geldbetrag streitig ist oder das Gesetz einen festen Wert vorgibt.

Wichtig: Der festgesetzte Streitwert ist nicht etwa mit den zu zahlenden Gerichtskosten identisch! Der Streitwert dient lediglich als Grundlage für die Berechnung der Gerichtsgebühren. Die Höhe des Streitwerts richtet sich danach, welche Bedeutung die Sache für den Kläger oder die Klägerin hat. entwickelt, an dem man sich orientieren kann. Bietet die Sache keine genügenden Anhaltspunkte für die Festsetzung eines speziellen Streitwerts, wird der gesetzliche „Auffangstreitwert” festgesetzt; er beträgt für das Klageverfahren 5.000 Euro. Berechnung der zu zahlenden Gebühr: Die bei Eingang einer Klage- oder Berufungsschrift zu zahlende Verfahrensgebühr wird in zwei Schritten errechnet: Grundbetrag: Zunächst ist der Grundbetrag zu ermitteln, der sich nach dem Streitwert richtet.

Streitwert (genau) in Euro Grundgebühr in Euro
2000 98
3000 119
4000 140
5000 161
10000 266
25000 411
50000 601
200000 1921

Eine vollständige Tabelle der Grundgebühren findet sich in der Anlage zum Gerichtskostengesetz (GKG ). Verfahrensgebühr beim Verwaltungsgericht – Grundbetrag mal 3: Die zu Beginn des Klageverfahrens zu zahlende Verfahrensgebühr beläuft sich auf das Dreifache des Grundbetrages.

In einem zweiten Schritt ist also die nach dem Streitwert ermittelte Grundgebühr mit 3 zu multiplizieren. Verfahrensgebühr beim Oberverwaltungsgericht – Grundbetrag mal 4: Die bei Eingang der Klageschrift oder bei der Durchführung des Berufungsverfahrens zu zahlende Verfahrensgebühr beläuft sich auf das Vierfache des Grundbetrages.

Hier ist also die nach dem Streitwert ermittelte Grundgebühr mit 4 zu multiplizieren. Berechnungsbeispiele: Für eine Klage beim Verwaltungsgericht mit dem Auffangstreitwert von 5.000 Euro ist eine Verfahrensgebühr von 3 x 161 Euro = 483 Euro zu zahlen, für eine Klage mit einem Streitwert von 10.000 Euro eine Gebühr von 3 x 266 Euro = 798 Euro.

Die geringste mögliche Gebühr – bei einem Streitwert bis zu 500 Euro – beträgt 3 x 38 = 114 Euro. Die Gebühren ermäßigen sich nachträglich in bestimmten Fällen. So reduziert sich im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht die Gebühr etwa bei einer Klagerücknahme auf ein Drittel. Da man die gesamte Gebühr schon zu Beginn des Verfahrens gezahlt hat, bekommt man in einem solchen Fall also zwei Drittel des gezahlten Betrages wieder von der Zentralen Zahlstelle Justiz NRW erstattet.

In Verfahren des vorläufigen Rechtschutzes sind die Gebühren geringer. Hier wird der Grundbetrag nur mit 1,5 bzw. bei erstinstanzlichen Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht mit 2 multipliziert. Außerdem ist der Streitwert in der Regel geringer als im Hauptsacheverfahren (Klageverfahren). eines Verfahrens beim Verwaltungsgericht oder Oberverwaltungsgericht informieren wollen, finden Sie dazu eine ausführliche Darstellung auf der Website des Justizministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen. Weitere Kosten Zu den Gerichtsgebühren können unter Umständen noch weitere Gerichtskosten hinzukommen (Auslagen).

Dies sind etwa Zeugenentschädigungen, Kosten für ein Sachverständigengutachten oder für einen Dolmetscher. Neben den Gerichtskosten können natürlich noch außergerichtliche Kosten anfallen, vor allem Kosten für einen Rechtsanwalt. Auch wer diese weiteren Kosten endgültig zu übernehmen hat, hängt vom Ausgang des Verfahrens ab und wird am Ende des Verfahrens abschließend entschieden.

Anders als bei den Gerichtsgebühren gibt es bei diesen weiteren Kosten keine nachträgliche Ermäßigung im Falle einer Klagerücknahme (oder in anderen Fällen der Erledigung ohne Urteil). Prozesskostenhilfe Wer aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage ist, Gerichts- und Anwaltskosten zunächst selbst zu zahlen, kann Prozesskostenhilfe beantragen.

Wie berechnet der Anwalt den Streitwert?

Was andere Leser auch gelesen haben – Rechner ↑ Inhalt ↑ Die Kosten für eine erste Beratung durch einen Rechtsanwalt sind Vereinbarungssache, sie sind nicht gesetzlich festgelegt. Allerdings ist festgelegt (im RVG), dass die Erstberatung nicht mehr als 190 Euro plus Mehrwertsteuer kosten darf.

  • Umfasst die Erstberatung ein Gutachten, sind es 250 Euro plus Mehrwertsteuer,
  • Die Kosten einer Erstberatung durch einen Anwalt werden jedoch regelmäßig auf eine zukünftige Tätigkeit angerechnet.
  • Dann müssen für die erste Rechtsberatung keine zusätzlichen Kosten zu denen einer gerichtlichen oder außergerichtlichen Vertretung an den Anwalt bezahlt werden.

Rechner ↑ Inhalt ↑ Die Anwaltskosten­berechnung basiert auf zivilrechtlichen Rechtsstreitigkeiten und ähnlichen Verfahren. Hauptanwendung sind demnach Fälle, in denen Privatpersonen oder Unternehmen (Geld-)Ansprüche gegeneinander geltend machen. Grundlage ist die Gebührentabelle für Anwaltskosten gemäß § 13 RVG. Der Streitwert bzw. Gegenstandswert ist der Betrag, um den rechtlich gestritten wird. Bei außergerichtlichen Auseinander­setzungen heißt er Gegenstandswert. Bei gerichtlichem Vorgehen – also dem Mahnverfahren und dem Gerichtsprozess, spricht man vom Streitwert.

Anhand des Werts regelt das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) die Rechtsanwaltsgebühren. Dort wird mittels einer Tabelle abhängig vom Streitwert jeweils die sogenannte Wertgebühr, also ein einfacher Gebührensatz bestimmt. Abhängig von der Tätigkeit des Rechtsanwalts wird dann ein im RVG festgelegtes Vielfaches dieses einfachen Satzes berechnet.

Gundsätzlich enstspricht der Streitwert dem finanziellen Interesse des Mandanten an der Klärung der Streitigkeit. Geht es um die Zahlung eines konkreten Betrags, den Sie verlangen oder anderen schulden, bildet dieser Betrag den Streitwert. Geht es um Sachen, so erfolgt eine Schätzung des Werts.

  • Schwieriger wird dies bei Streitigkeiten um wiederkehrende Leistungen wie Mieten, arbeitsrechtliche Auseindersetzungen oder Streitigkeiten um Gegenstände, deren Wert nicht konkret zu ermitteln ist, wie z.B.
  • Von Domains.
  • So beträgt der Streitwert bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten um eine Abmahnung ein Monatsgehalt und um eine Kündigung 3 Monatsgehälter.

In mietrechtlichen Streitigkeiten beläuft sich der Streitwert etwa bei einer Auseinander­setzung um die Rechtmäßigkeit einer Kündigung auf eine Jahresmiete. Im Arbeitsrecht ist zudem zu berücksichtigen, dass in der 1. Instanz jede Partei ihre eigenen Rechtsanwaltskosten selbst tragen muss. Hat der Anwalt mehrere Auftraggeber in derselben Angelegenheit, so erhöht sich seine Verfahrens- bzw. Geschäftsgebühr je weitere Person um 0,3 Gebührensätze gemäß Nr.1008 Vergütungsverzeichnis (VV) des RVG. Die maximale Erhöhung beträgt allerdings 2,0 Gebührensätze, was bedeutet, dass bei mehr als acht Mandanten keine weitere Erhöhung festgesetzt wird. Rechner ↑ Inhalt ↑ Oftmals ist der Versuch erfolgreich, eine rechtliche Streitigkeit zunächst nur mit einem Anwalt ohne die Inanspruch­nahme eines gerichtlichen Verfahrens beizulegen. Im Falle einer Einigung umgeht man dann das Risiko von Gerichtskosten sowie den Kosten eines gegnerischen Anwalts.

Einigt man sich nicht, hätte man auch sofort den gerichtlichen Weg einschlagen können und die außergerichtlichen Kosten gespart. Ein Teil des außergerichtlichen Aufwands wird aber dann angerechnet, wie weiter unten erläutert. Die Rechtsanwaltsgebühren bei einer außergerichtlichen Vertretung sind, wie bei einer gerichtlichen Vertretung im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt und berechnen sich anhand des Gegenstandswerts.

Anders als bei der gerichtlichen Vertretung gibt es hierbei anstelle einer fixen Gebühr einen Gebührenrahmen, in dem sich die Gebühren je nach Umfang und Schwierigkeit bewegen können. Der Anwalt kann zwischen 0,5 und 2,5 des einfachen Gebührensatzes aus der RVG-Gebührentabelle als sogenannte Geschäftsgebühr festlegen.

Im Regelfall wird eine mittlere Gebühr von 1,3 abgerechnet, die auch dieser Anwaltskostenrechner berechnet. Eine Gebühr von mehr als 1,3 kann zudem nur gefordert werden, wenn die Tätigkeit umfangreich oder schwierig war. Wenn außergerichtlich keine Einigung erzielt wird, kann ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden bzw.

Klage erhoben werden und der Streit geht vor Gericht weiter. Dann wird die Hälfte der außergerichtlichen Geschäftsgebühr, maximal aber ein Gebührensatz von 0,75 auf die Verfahrensgebühr des Mahnverfahrens oder des Gerichtsprozesses angerechnet. Erfolgt aber eine außergerichtliche Einigung, wie etwa ein Vergleich, fällt noch eine Einigungsgebühr von 1,5 Gebührensätzen an. Das gerichtliche Mahnverfahren kann mit vorheriger außergerichtlicher Vertetung oder gleich ohne eine solche erfolgen. Das Mahnverfahren dient der vereinfachten gerichtlichen Durchsetzung von Geldforderungen. Auf Antrag des Gläubigers wird dem behaupteten Schuldner vom zuständigen Gericht ein Mahnbescheid zugestellt.

  • Dieser Mahnbescheid wird vollstreckbar, sofern der Schuldner hiergegen nicht fristgerecht Widerspruch einlegt bzw.
  • Die Forderung begleicht.
  • Das Gericht erlässt dann auf Antrag einen Vollstreckungsbescheid, dem entsprechende Zwangsvollstreckungsmaßnahmen folgen, sofern nicht innerhalb von zwei Wochen Einspruch erhoben wird.

Bei Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid folgt in der Regel ein Zivilprozess zur Klärung der Forderung. Das Mahnverfahren ermöglicht somit die Vollstreckung einer Geldforderung ohne Klageerhebung, also auch ohne Urteil. Rechner ↑ Inhalt ↑ Ein Gerichtsprozess kann nach vorheriger außergerichtlicher Vertetung und/oder gerichtlichem Mahnverfahren oder auch initial erfolgen. Die Rechtsanwaltsgebühren bei einer gerichtlichen Vertretung berechnen sich aus fixen Vielfachen des im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) anhand des Streitwerts festgesetzten einfachen Gebührensatzes. Vor Gericht kann in bis zu drei Instanzen geklagt werden. Diese nennen sich 1. Instanz, Berufung und Revision, Generell werden die Anwaltskosten, von Instanz zu Instanz höher und man muss u.a. auch damit das Risiko abwägen, ob man weiter klagen möchte, nachdem der Prozess bis dahin nicht zufriedenstellend verlaufen ist.

  • Außerdem kann man sich in jeder Instanz auch mit dem Gegner einigen, ohne dass ein Urteil durch den Richter gefällt wird.
  • Diese Möglichkeiten können Sie im Anwaltskostenrechner entsprechend auswählen.
  • Rechner ↑ Inhalt ↑ Herr Schulz führt einen Rechtsstreit mit einem säumigen Kunden, der ihm 50.000 Euro schuldet.

Er bespricht mit seinem Anwalt, dass sie zunächst außergerichtlich versuchen möchten, den Streit beizulegen. Da der Schuldner allerdings nicht auf die “freundlichen Zahlungserinnerungen” eingeht, leiten Herr Schulz und sein Anwalt ein gerichtliches Mahnverfahren ein.

Der Schuldner erhebt allerdings Einspruch gegen den Vollstreckungasbescheid, weshalb Herr Schulz als Gläubiger nun vor Gericht sein Recht und vor allem sein Geld erklagen möchte. In 1. Instanz wird entschieden, dass die Forderung der 50.000 Euro berechtigt ist und der Schuldner wird zur Begleichung der Zahlung verklagt.

Der Gegenstandswert bzw. Streitwert beträgt also 50.000 Euro. Zur Berechnung der Anwaltskosten werden im Folgenden also die außergerichtliche Vertretung, das Mahnverfahren sowie der Gerichtsprozess in 1. Instanz berücksichtigt. Rechner ↑ Inhalt ↑

Was bekomme ich vom Streitwert?

Streitwert – Wie viel ist mein Rechtsfall in Geld wert? Sprechen Sie mit unseren Versicherungsexpert:innen

Wichtig für die Berechnung der AnwaltskostenGesetzlich geregelt oder geschätzt?Warum ein niedriger Streitwert gut für Sie ist

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, wegen einer Streitigkeit vor Gericht zu ziehen ? Sicher ist bei Ihnen dabei im ersten Moment die Frage nach den Kosten aufgekommen. Im Internet finden Sie zahlreiche Online-Rechner, um oder mit wenigen Klicks auszurechnen.

Eine Angabe, die dafür nötig ist, ist der sogenannte Streitwert. Was ist damit gemeint? Es ist der Wert, den Ihr Streitgegenstand hat, aber in Geld beziehungsweise in Euro ausgedrückt. Bei Geldforderungen ist dies leicht zu verstehen. Sie fordern von Ihrem Kontrahenten oder Ihrer Kontrahentin 5.000 Euro Schadensersatz? Dann liegt der Streitwert bei eben diesen 5.000 Euro.

Anders sieht es aus bei Auseinandersetzungen, bei denen es keinen direkten Geldwert gibt, etwa bei Klage gegen eine Abmahnung oder bei Scheidungsverfahren, Bei einer Mieterhöhung gibt es zwar einen Geldwert. Dieser wiederholt sich jedoch in jedem Monat. In der Rubrik „Wissen” finden Sie Infos, Tipps und Ratgeber aus verschiedenen Bereichen des Alltags, in denen auch Schutz, Absicherung und Finanzen eine Rolle spielen. Ohne Streitwert kann die Gerichtsverhandlung nicht stattfinden, denn er ist in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Bezugsgröße.

Wegen dieser verschiedenen Funktionen, die der Streitwert für einen Gerichtsprozess hat, lassen sich drei Bezeichnungen unterscheiden: Als Zuständigkeitsstreitwert bestimmt der Wert des Konfliktfalles, welches Gericht in erster Instanz zuständig ist. So werden Streitfälle bis 5.000 Euro vor dem Amtsgericht verhandelt.

Liegt der Streitwert über dieser Grenze, geht das Verfahren vor das Landgericht. Ausnahmen gibt es immer. So werden Mietstreitigkeiten völlig unabhängig vom Streitwert immer vom Amtsgericht entschieden. Auch die möglichen Rechtsmittel sind von dem Wert des Streitgegenstandes abhängig.

Um in Berufung gehen zu können, muss der Streitwert mindestens 600 Euro betragen. Dies legt die Zivilprozessordnung (ZPO) fest. Am wichtigsten ist der Streitwert als Bezugsgröße für die Gebührenberechnung, Sowohl Gerichtsgebühren als auch Anwaltskosten richten sich danach. Je höher der Streitwert, desto höher die Gebühren und desto teurer der Prozess.

Die Berechnung der Anwaltskosten ist im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Enthalten ist darin eine Streitwerttabelle, die den gängigen Streitwerten jeweils die Anwaltsgebühren zuordnet. Der Streitwert ist damit wichtig, um die Höhe der Gebühren zu bestimmen.

In einer weiteren Anlage des RVG sind Gebührensätze für verschiedene Anwaltstätigkeiten erfasst, beispielsweise für die Erstellung von oder die Wahrnehmung von Terminen beim Gericht. Anhand der Gebührenhöhe und des Gebührensatzes werden die Anwaltskosten für die einzelnen Tätigkeiten berechnet. Es ist also unerheblich, ob Sie sich bei einem niedrigen Streitwert an eine große oder eine kleine Kanzlei wenden, denn die Gebührenrichtlinien sind gleich.

Mehr Informationen zur Ermittlung der, Ganz ähnlich funktioniert die Berechnung der Gerichtskosten, Die gesetzliche Grundlage dafür ist das Gerichtskostengesetz (GKG). Dieses enthält ebenfalls eine Liste mit Streitwerten und entsprechenden Gebührenhöhen.

Wenn Sie dies genauer wissen möchten,, Die Streitwertfestsetzung ist Sache des Gerichts, welches für den Rechtsstreit zuständig ist. Bei Zahlungsklagen, in denen es um Geldsummen geht, ist es, wie oben bereits, relativ leicht, den Streitwert zu bestimmen. Dreht sich der Streit um einen Besitz, so ist der Wert des Gegenstandes der Streitwert.

Für andere Fälle gibt die ZPO vor, dass das Gericht den Wert nach Ermessen schätzen soll. Werden noch vor Beginn der Verhandlung und mit Einreichung der Klage Gebühren fällig, setzt das Gericht einen vorläufigen Streitwert fest. Dieser lässt sich nach Beginn des Prozesses noch nach oben korrigieren, falls die Klage erweitert wird und weitere Ansprüche entstehen.

Wie viel Prozent vom Streitwert bekommt der Anwalt?

Vom Streitwert zu den Kosten des Rechtsanwalts – Zu beachten ist, dass sich aus den Gebührentabellen nicht direkt die Kosten eines Rechtsstreits ablesen lassen. Bei einem Streitwert von 2.000 € fällt eine Anwaltsgebühr von 150 € und eine Gerichtsgebühr von 86 € an.

Hierbei handelt es sich aber um sog. Grundgebühren. Je nachdem, wie viel Arbeitsaufwand bei Rechtsanwälten und beim Gericht entsteht, werden diese Grundgebühren mit einem bestimmten Faktor multipliziert oder fallen mehrfach an. Die einzelnen Regelungen hierzu finden sich im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG),

Beispiel: Wenn ein Rechtsanwalt für seinen Mandanten ein Darlehen von 2.000 € gegenüber der Bank kündigt, wird die Anwaltsgebühr von 150 € mit dem Faktor 0,3 multipliziert, so dass der Rechtsanwalt für dieses Schreiben 45 € berechnen kann. Deutlich teurer wird es, wenn der Rechtsanwalt einen Gerichtsprozess führt.

  • Beispiel: Eine Werbeagentur fordert von einem Kunden 2.000 €.
  • Der Kunde weigert sich zu zahlen.
  • Die Werbeagentur beauftragt einen Anwalt mit der gerichtlichen Durchsetzung.
  • Hier kann der Anwalt zunächst eine Verfahrensgebühr mit dem Faktor 1,3 abrechnen (150 € x 1,3 = 195 €).
  • Die Verfahrensgebühr deckt den Aufwand ab, der durch die Beratung des Mandanten und die Prüfung des Falles entsteht.

Kommt es dann zu einem Gerichtstermin mit mündlicher Verhandlung, entsteht eine Terminsgebühr mit dem Faktor 1,2 (150 € x 1,2 = 180 €). In diesem Fall entstehen also bereits Anwaltsgebühren in Höhe von 375 €. Wieder anders sieht es aus, wenn nicht der Richter ein Urteil spricht, sondern die Parteien den Rechtsstreit einvernehmlich durch einen Vergleich beenden.

  • Hier erhält der Rechtsanwalt für die Mitwirkung an dem Vergleich eine weitere Gebühr mit dem Faktor 1,0, die sogenannte Einigungsgebühr.
  • Bei anwaltlichen Tätigkeiten kommt in den allermeisten Fällen noch eine kleine Auslagenpauschale für Post und Telekommunikation hinzu.
  • Zu beachten ist, dass anwaltliche Dienstleistungen in der Regel mehrwertsteuerpflichtig sind.

Die Mehrwertsteuer muss also zu den errechneten Anwaltsgebühren addiert werden.

Wie hoch sind die Anwaltskosten bei einem Streitwert von 3000 €?

Schriftliches Vorverfahren und mündliche Verhandlung – Zunächst wird ein so genanntes schriftliches Vorverfahren durchgeführt, wobei der Gegner sich ebenfalls durch einen Anwalt vertreten lässt. Nach Terminierung durch das Gericht kommt es zur mündlichen Verhandlung.

  1. Nach der gescheiterten Güteverhandlung und nach Würdigung des Sachverhalts kommt der Richter zu dem Ergebnis, dass Sie die Alleinschuld an dem Unfall tragen.
  2. Die Klage wird als unbegründet abgewiesen und Sie tragen die Prozesskosten.
  3. Die Prozesskosten setzen sich aus meistens den Gerichtskosten und den Kosten für die Anwälte zusammen.

Dazu kommen eventuell Sachverständigengutachten und/oder Aufwandsvergütungen für Zeugen. Die Gerichtskosten richten sich zunächst nach dem Streitwert. Bei Zahlungsklagen entspricht der Streitwert – anders als beispielsweise in Miet- oder Familiensachen – regelmäßig der Klagesumme.

  1. Die zu tragenden Gerichtskosten – bezogen auf den Streitwert von 3.000 Euro – betragen drei Gebühren zu je 89 Euro, also insgesamt 267 Euro.
  2. Die Gebühren des eigenen Rechtsanwalts richten sich nach dem so genannten Gegenstandswert.
  3. Dieser ist bei Zahlungsklagen der Höhe nach regelmäßig identisch mit dem Streitwert.

Das Gericht erlässt zusätzlich zu einem Urteil in der Hauptsache einen Streitwertbeschluss, gegen den die Beschwerde zulässig ist.