Reizdarm ErnäHrung Tabelle?

Reizdarm ErnäHrung Tabelle
Essen bei Reizdarm : Was steht auf dem Reizdarm -Ernährungsplan?

  • Vollkornprodukte (Vollkornnudeln, fein vermahlenes Vollkornbrot)
  • Naturreis.
  • Nicht blähendes Gemüse (z.B. Kartoffeln, Karotten)
  • fructoseärmeres Obst (z.B. Erdbeeren, Heidelbeeren, Aprikosen)
  • stilles Wasser.
  • ungesüßter Kräutertee.

Was darf man bei Reizdarm nicht essen?

Was essen bei Blähungen? – Patienten, die zu starken Blähungen neigen, sollten blähende Lebensmittel meiden. Dazu zählen Softdrinks, Hülsenfrüchte, sehr fettreiche Fleischwaren, Kohlsorten und Zwiebeln. Bei manchen Menschen lösen auch ballaststoffhaltige oder Vollkorn-Produkte Blähungen aus, dies kann sehr individuell sein.

Sind Äpfel gut bei Reizdarm?

Präbiotisch wirken besonders Chicoree, Artischocken, Äpfel, Zwiebeln (leider alle FODMAP-reich) und Pastinaken. Außerdem kann ein Esslöffel Apfelessig in ein Glas Wasser gerührt hilfreich sein.

Welche Brötchen bei Reizdarm?

Differenzierte Ursachenforschung – Bereits seit längerer Zeit wird in der Wissenschaft beobachtet, dass Menschen mit Reizdarmsyndrom Brot aus sogenannten alten Getreidesorten wie Einkorn, Durum, Dinkel oder Emmer besser vertragen. Jochen Ziegler von der Universität Hohenheim und seine Kollegen haben sich dieses Phänomen genauer angesehen und verschiedene Getreidesorten hinsichtlich ihres FODMAP-Gehalts untersucht.

Was abends essen bei Reizdarm?

Was abends essen bei Reizdarm? – Genau wie bei den Reizdarm-Frühstücks-Rezepten und den Reizdarm-Mittagessen-Rezepten gilt auch für unsere Reizdarm-Abendessen-Rezepte: Schlecht verträgliche bzw. blähende Lebensmittel sollten dem Darm zu Liebe besser vermieden werden.

Was verschlimmert Reizdarm?

Ursachen – Die Ursachen für Reizdarm-Erkrankungen sind nicht bekannt. In jüngster Zeit ermittelten Wissenschaftler jedoch einige Faktoren, die als Ursache von Reizdarm eine Rolle spielen könnten. So kann eine gestörte Darmbewegung vorliegen oder die Darmschleimhaut besonders empfindlich sein.

Eine ungesunde Lebens- und Ernährungsweise scheint den Reizdarm nicht zu verursachen, jedoch kann sie die Symptome verstärken. Auch Pilze im Darm wie der Hefepilz Candida albicans stellen keine nachgewiesene Ursache für das Reizdarmsyndrom dar. Als Auslöser des Reizdarmsyndroms gelten psychische Faktoren wie Nervosität, Angst, Kummer, Überlastung, Stress am Arbeitsplatz oder in der Partnerschaft sowie auf Reisen aufgrund ungewohnter Ernährung.

In der modernen Medizin vertritt man jedoch nicht mehr die Annahme, dass ein Reizdarm schlichtweg psychisch bedingt ist. Häufig ist dem Reizdarm eine Magen-Darm-Infektion vorausgegangen. Nahezu alle Reizdarm-Patienten haben eine Unverträglichkeit von Kohlenhydraten, vor allem auf Milchzucker ( Laktoseintoleranz ) und Fruktose ( Fruktoseintoleranz ).

Welche Vitamine fehlen bei Reizdarm?

Der Großteil der Probanden mit einem Reizdarmsyndrom hat einen Vitamin-D -Mangel. Zusätzlich konnte eine Assoziation zwischen den Vitamin-D-Spiegeln und der Lebensqualität gefunden werden, die daran gemessen wurde, wie stark die Symptome des Reizdarmsyndroms einen Einfluss auf das tägliche Leben des Betroffenen nehmen.

Sind Tomaten gut bei Reizdarm?

6. Bestimmte kalte Getränke – Ob Mineralwasser, Cola oder Limo – alle Softdrinks mit viel Kohlensäure belasten einen Reizdarm zusätzlich und können z.B. für noch mehr Bauchweh und Blähungen sorgen. Ähnliches gilt für reine Fruchtsäfte und für Fruchtsaftgetränke, aber auch für ACE-Säfte und Fruchtnektare.

Sind Kartoffeln gut bei Reizdarm?

Reizdarm: Tipps für akute Durchfall und Verstopfungsschübe – In akuten Krankheitsphasen ist die Ernährung für Reizdarm-Patienten eine Gratwanderung. Bei Durchfall gilt es ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Eine leicht stopfende Wirkung haben Lebensmittel wie Zwieback (möglichst eine Vollkornvariante), Kartoffeln oder Karotten (beispielsweise als Suppe).

Auch wenn ballaststoffreiche Ernährung bei Reizdarm grundsätzlich empfohlen wird, sollten Betroffene sie bei Durchfall meiden, da sie den Darm stark beansprucht. Bei akuter Verstopfung hingegen ist die ballaststoffreiche Ernährung mit Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten (Letztere in Maßen) sinnvoll.

Sie vergrößern das Volumen des Darminhaltes, was wiederum die Darmtätigkeit anregt. Auch bei Verstopfung sollte ausreichend getrunken werden, um den Stuhl geschmeidig zu halten.

Kann man bei Reizdarm Eier essen?

Wenn du unter Reizdarm leidest und dieser regelmäßig zu Durchfall führt, können Eier deine Ernährung sinnvoll ergänzen. Sie gehören zu den FODMAP-armen Lebensmitteln, enthalten also kaum fermentierbare Kohlenhydrate, die häufig schwerer verdaulich sind und Beschwerden bei Reizdarm verschlimmern können.

Welches Gemüse nicht essen bei Reizdarm?

Was essen bei Blähungen? – Bei Blähungen sollten Sie zunächst alle klassischen blähenden Lebensmittel meiden. Dazu gehören Kohl, Hülsenfrüchte, scharfe Gewürze wie Chili, Zwiebeln, frisches Brot, rohes Gemüse, fruchtzuckerreiche Obstsorten sowie Trockenobst jeder Art, zudem auch alle Speisen und Süßwaren mit künstlichen Süßungsmitteln.

Welches Fleisch darf man bei Reizdarm essen?

Vermeiden Sie, Gerichte scharf und mit viel Fett anzubraten, Rösten oder Fritieren. Lassen Sie bei Fleisch und Geflügel die Panade weg. Verwenden Sie so wenig Fett wie möglich Essen Sie besser 5 kleine anstatt 3 großer Mahlzeiten täglich Essen Sie in Ruhe.

Ist Joghurt gut für Reizdarm?

Mit Joghurt gegen Reizdarm Bildnachweis: © GeorgeRudy/Shutterstock.com Joghurt ist mehr als dickgelegte Milch. Sein Geheimnis: Er enthält eine Armee von Mikroorganismen – und die helfen bei den unterschiedlichsten Darmbeschwerden. Die Fermentation ist entscheidend Das Besondere am Joghurt ist seine Herstellung.

Durch Zusatz von Milchsäurebakterien wird der in der Milch enthaltene Milchzucker, die Laktose, zu Milchsäure umgewandelt. Dieser Prozess nennt sich Fermentation. Fermentierte Milchprodukte zeichnen sich nicht nur durch einen säuerlich-feinen Geschmack aus, sondern auch durch ihre Konsistenz und verlängerte Haltbarkeit.

Netter Nebeneffekt des Milchzuckerabbaus ist, dass der Joghurt von laktoseintoleranten Personen besser vertragen wird. Hilfe bei Darmbeschwerden Viele Studien zeigen, dass fermentierte Milchprodukte zudem die Darmgesundheit fördern. Sie lindern nicht nur Verstopfung und Durchfall, sondern verbessern auch die Symptome bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder dem Reizdarmsyndrom.

  • Allerdings ist bisher nicht zweifelsfrei geklärt, warum der Joghurt den Darm und die dort ansässige Darmflora positiv beeinflusst.
  • Eine Theorie besagt, dass sich die „guten” Milchsäurebakterien des Joghurts im Darm ansiedeln und die Darmflora damit verbessern.
  • Ritiker bezweifeln das, weil es unwahrscheinlich ist, dass die Bakterien die Magenpassage überleben.Wahrscheinlicher ist, dass die Stoffwechselprodukte der Milchsäurebakterien, sogenannte bioaktive Peptide, die Darmfunktionen direkt positiv beeinflussen.

Auch diskutiert wird, ob der Jogurt den Darm attraktiver für schon ansässige, „gute” Bakterien macht und sich diese deswegen besser vermehren. Auf Vielfalt achten Fermentierte Milchprodukte sind nicht nur in Form von Joghurt, sondern auch als saure Sahne, Schmand und Kefir zu finden.

Was morgens essen bei Reizdarm?

Mahlzeiten mit Reizdarm: Frühstück, Mittag- und Abendessen – Bei allen Hinweisen zu einer Ernährung bei Reizdarm stellst du dir nun vermutlich die Frage, was du zu welcher Mahlzeit am besten essen solltest. Hier möchten wir dir einige kulinarische Inspirationen für Frühstück, Mittagessen und Abendessen geben, damit danach Ruhe um Bauch herrscht.

Frühstück Ein leichtes Frühstück mit Eiweiß, gesunden komplexen Kohlenhydraten und wenig Fett gibt dir Energie am Morgen. Dazu empfehlen sich etwa Haferflocken mit laktosefreiem Joghurt und dazu eine Banane, Himbeeren oder Heidelbeeren. Wenn du es etwas kerniger magst, kannst du aus gut verträglichen Dinkel- oder Hafermehl (oder Haferflocken), Eiern sowie etwas Kokosöl und auch ein Bananenbrot backen.

Wichtig: Wenn du auf einen Kaffee nicht verzichten möchtest, trink ihn erst am späteren Vormittag. Denn Koffein passiert schon nach 15 bis 30 Minuten die Blut-Hirn-Schranke, stimuliert das zentrale Nervensystem und sorgt dafür, dass auch deine Verdauung angeregt wird.

  • Mittagessen Von Fastfood oder Nudelgerichten (mit Eier- oder Nudeln aus Auszugsmehl) solltest du die Finger lassen.
  • Sie enthalten viel Fett und den Zucker Fruktan, dessen Abbau im Dickdarm zu verstärkter Gasentwicklung und somit zu Blähungen und Bauchschmerzen führt.
  • Empfehlenswert sind Rezepte mit gekochten oder gebackenen Kartoffeln, Reis, Buchweizennudeln, mediterranem Gemüse (Tomate, Zucchini, Paprika, Aubergine) oder Gerichte mit gedünstetem oder gekochten Fisch mit einem geringen Fettgehalt – wie Kabeljau, Zander, Wolfsbarsch, Scholle, Seeteufel und Steinbutt.

Abendessen Hier hier solltest du wieder auf leichte Kost setzen und ballaststoffarme Lebensmittel zu dir nehmen, die leicht verdaulich und bekömmlich sind. Entweder eine Portion Obst oder Gemüse oder ein Omelette mit Tomaten decken den Hunger. Und auch naschen ist erlaubt: Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil oder Walnüsse sind FODMAP-arm. Dunkle Schokolade kann durchaus Teil einer FODMAP-armen Ernährung sein!

Wie schlafen bei Reizdarm?

Was ist eigentlich guter Schlaf? – So mancher sehnt sich wahrscheinlich gegen Abend nach dem gemütlichen Bett und danach, die Hektik des Alltags hinter sich zu lassen. Richtig so, denn Schlaf dient Körper und Geist dazu, die Akkus wieder aufzuladen und gesund zu bleiben,

  • Insbesondere Reizdarm-Betroffene profitieren von einem guten und ungestörten Schlaf.
  • Aber was ist das eigentlich genau? Während der eine mit sechs Stunden auskommt, ohne Beeinträchtigungen des Wohlbefindens wie etwa Tagesmüdigkeit zu verspüren, kann der andere mit weniger als acht Stunden Schlaf nicht gut in den Tag starten.

Wichtiger Indikator ist aber weniger die Zeit, als vielmehr die Schlafeffizienz, die sich ergibt, wenn man die Schlafzeit durch die Liegezeit teilt und das Ergebnis mit 100 multipliziert. Hat man acht Stunden im Bett gelegen, davon schätzungsweise sieben geschlafen, ergibt sich eine Schlafeffizienz von 87,5.

  • Ein Wert von über 85 gilt als norma l, darunter spricht man von Schlafstörungen.
  • Für einen ungestörten Schlaf kannst du selbst einiges tun: ein leises, dunkles und nicht allzu kaltes Raumklima schaffen, elektronische Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen, die richtige Matratze wählen und abends auf Koffein oder Alkohol verzichten.
See also:  FüHrerschein-Umtausch Tabelle?

Am besten liest du dir unsere 20 Tipps für gesunden Schlaf durch, wo wir die wichtigsten Maßnahmen zusammengefasst haben. Die schlechte Nachricht: Das allein kann zwar den Schlaf unterstützen, nicht aber vor Reizdarmsymptomen schützen.

Wann hört Reizdarm auf?

Synonym: Reizdarmsyndrom (RDS) Der Reizdarm gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Er äussert sich durch lang anhaltende oder wiederkehrende Bauchschmerzen, Völlegefühl und Durchfall oder Verstopfung, die innerhalb eines Jahres insgesamt mindestens drei Monate lang auftreten.

Die Beschwerden können durch Stress verstärkt werden. Obwohl die Krankheit körperlich und seelisch belastend ist, ist sie für die Betroffenen nicht gefährlich. Die Symptome sind nicht immer eindeutig dem Reizdarm zuzuordnen. Vor einer Diagnose sollten daher andere Krankheiten als Ursache ausgeschlossen werden.

Haben Sie häufig krampfartige Bauchschmerzen? Leiden Sie immer wieder unter Verstopfung oder Durchfall? Fühlt sich Ihr Bauch häufig aufgebläht an und reagiert empfindlich auf Druck? Dann könnten Sie unter einem Reizdarmsyndrom (RDS) leiden. Meist treten die Symptome zum ersten Mal im dritten Lebensjahrzehnt auf und halten vergleichsweise lange an.

  1. Manche Patienten haben sechs Monate lang Beschwerden, andere jahrelang.
  2. Vielen geht es nachts deutlich besser als tagsüber.
  3. Stressige Lebenssituationen fördern das RDS, Entspannung sorgt für Linderung.
  4. Auch die Ernährung wirkt sich bei vielen Betroffenen auf die Intensität von Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Völlegefühl aus.

Die Bauchschmerzen können stechend, krampfartig oder dumpf sein, mal kommen sie in Wellen, mal halten sie über einen längeren Zeitraum an. Bei manchen erinnern sie an ein Seitenstechen. Patienten klagen oft zusätzlich über ein allgemeines Gefühl des Unwohlseins.

Bei Schmerzbeginn tritt häufig weicher Stuhl auf, auch die Stuhlhäufigkeit steigt. Allerdings sind die Schmerzen nach dem Stuhlgang geringer. Deutlich sichtbar ist ein Blähbauch, der ein unangenehmes Völlegefühl verursacht. Typisch sind auch Schleimbeimengungen im Stuhl und eine unvollständige Darmentleerung.

Zusätzlich zu den Bauchschmerzen und dem Völlegefühl verändern sich bei Reizdarmpatienten Konsistenz und Häufigkeit des Stuhlgangs. So kann zum Beispiel mehr als dreimal am Tag ein durchfallartiger Stuhlgang mit sehr weichem bis flüssigem Stuhl auftreten.

RDS-D: Diarrhoe-prädominantes Reizdarmsyndrom, bei dem vor allem Durchfälle auftreten RDS-O: Obstipations-prädominantes Reizdarmsyndrom, bei dem Verstopfung typisch ist RDS-M: Reizdarmsyndrom mit wechselnden Stuhlgewohnheiten

Die Typen sind nicht klar voneinander abgrenzbar und können auch in gemischter Form auftreten. Häufig leiden die Betroffenen zusätzlich unter Beckenschmerzen, psychischen Erkrankungen, chronischen Schmerzen am ganzen Körper (Fibromyalgie) sowie geistiger und körperlicher Erschöpfung.

  1. Die Symptome des RDS sind vielfältig und nicht sehr spezifisch.
  2. Es ist daher wichtig, dass der Arzt mögliche andere Ursachen in Erwägung zieht und abklärt.
  3. Ähnliche Symptome wie der Reizdarm verursachen zum Beispiel Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gallensteine, Fettleber, Entzündungen der Gallenblase, Leber oder Bauchspeicheldrüse, Magenschleimhautentzündung oder andere entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa,

Folgende Faktoren können darauf hindeuten, dass es sich nicht um ein RDS handelt:

Blut im Stuhl Symptome bessern sich nicht bei Entspannung und verschlimmern sich nicht bei Stress Beschwerden treten nachts auf Beschwerden verschlimmern sich mit der Zeit Kurze Krankengeschichte Gewichtsverlust Fieber

Was hilft schnell bei Reizdarm?

Bei der Behandlung von Reizdarm, mit Symptomen wie Durchfall, Verstopfung und Bauchschmerzen, kann unterstützend auf unterschiedliche Hausmittel zurückgegriffen werden. Neben geeigneten Präparaten wie Innovall® RDS zum Diätmanagement bei Reizdarmsyndrom gibt es auch andere Mittel, die bei Reizdarm-Symptomen helfen können. Das Wichtigste in Kürze:

Neben Wärme, können auch viele Kräuter und Gewürze unterstützend bei der Behandlung des Reizdarmsyndroms wirken. Ballaststoffreiche und quellende Lebensmittel, wie Flohsamen und Leinsamen, können die Darmaktivität natürlich regulieren und die Stuhlkonsistenz verbessern. Eine FODMAP-arme Ernährung kann die Magen-Darm-Trakt Reizung verringern. Sportarten, wie Yoga, leichtes Joggen oder Schwimmen helfen beim Entspannen des Magen-Darm-Trakts.

Wärme trägt dazu bei, Muskelverkrampfungen zu lockern.

Ist Magnesium gut bei Reizdarm?

Magnesium beim Reizdarm-Syndrom Magnesium reduziert grundsätzlich die Neigung zu Krämpfen und so auch die Neigung zu Bauchkrämpfen. Da Magnesium ab bestimmten, individuellen Dosen zu dünnem Stuhl führen kann, eignet es sich besonders für Patienten mit obstipations-prädominantem Reizdarm.

Warum kein Fencheltee bei Reizdarm?

Page 2 – Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum FODMAP-Konzept und Reizdarmsyndrom. Bei mir wurde ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert, deshalb bin ich auf das FODMAP-Konzept aufmerksam geworden. Ich möchte es versuchen, befürchte aber, dass es kompliziert ist.

  • Das FODMAP-Konzept erscheint nur auf den ersten Blick komplex.
  • Wer sich mit dem Thema näher auseinandersetzt, wird schnell verstehen, worum es geht und was es zu beachten gilt.
  • Betroffene müssen jedoch bereit sein, zu Beginn der Ernährungsumstellung während einer beschränkten Zeitdauer (4 bis max.6 Wochen) auf bestimmte FODMAP-reiche Nahrungsmittel zu verzichten.

Die Erfahrungen zeigen, dass sich der Aufwand lohnt.70% der Reizdarmpatienten haben dank des FODMAP-Konzepts keine oder nur noch wenige Beschwerden. Wenn Sie unsicher sind, können Sie sich an eine auf FODMAP spezialisierte Ernährungsfachperson wenden und sich beraten lassen.

Wie erkläre ich meiner Familie kurz und verständlich, was FODMAPs sind und weshalb diese bei mir Reizdarmprobleme auslösen? Auf youtube hat die Monash Universität einen kurzen Videoclip aufgeschaltet. In ca.3 Minuten erklärt der Film auf einfache Weise, was man unter FODMAPs versteht und wie sie im Darm Symptome verursachen.

Die deutsche Version auf youtube finden Sie hier: Gibt es einen Test um herauszufinden, ob bei mir das FODMAP-Konzept funktioniert? Nein, ob Sie auf bestimmte FODMAPs mit Beschwerden reagieren, können Sie nur in der Praxis herausfinden, wenn Sie sich während einer begrenzten Zeit FODMAP-arm ernähren.

Die Kochbücher und Ratgeber «» und «» helfen Ihnen bei der praktischen Umsetzung. Lassen Sie sich von den köstlichen und darmverträglichen Rezepten inspirieren! Weshalb muss ich zuerst strikt FODMAP-arm essen? Kann ich nicht einfach jene Lebensmittel meiden, von denen ich vermute, sie verursachen die meisten Beschwerden? Nein, Reizdarmbetroffene reagieren unterschiedlich auf die verschiedenen FODMAPs.

Deshalb ist es wichtig, strukturiert, schrittweise und gezielt vorzugehen und sozusagen in einem «Ausschlussverfahren» nicht nur die Beschwerde auslösenden Lebensmittel, sondern auch deren Menge herauszufinden. Dies geschieht dann in der zweiten Phase, der sog.

  1. Toleranzfindungs- oder Testphase.
  2. Ziel ist langfristig ausgewogen und gesund zu essen und dabei möglichst wenige oder keine Beschwerden zu haben.
  3. Was ist das Ziel der Toleranzfindungsphase? Und wie lange dauert diese? In dieser Phase geht es darum herauszufinden, welche FODMAPs in welcher Menge Beschwerden verursachen.

So lässt sich die individuelle Toleranz – auch FODMAP-Sensitivität – eruieren. Oftmals finden sich auch weitere auslösende Faktoren (z.B. Stress), die für die persönlichen Beschwerden verantwortlich sind. Diese Phase kann man zeitlich nicht konkret beziffern.

Manche Betroffene finden schneller heraus, was ihnen in welcher Menge und Kombination gut tut und was nicht. Erfahrungsgemäss dauert diese Phase drei bis sechs Monate. Sind Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte (Muscheln, Crevetten u.a.) in der FODMAP-armen Ernährung erlaubt? Ja, diese eiweissreichen tierischen Lebensmittel sind grundsätzlich FODMAP-arm, denn sie besitzen keine oder nur sehr wenige Kohlenhydrate (Zucker).

Allerdings kann sich der FODMAP-Gehalt bei der Verarbeitung ungünstig verändern, wenn FODMAP-reiche Zutaten zum Einsatz kommen, z.B. mit Zwiebeln oder Knoblauch angereicherte Marinaden, Saucen. Verändert sich der FODMAP-Gehalt beim Konservierung? Ja, aber in welchem Umfang ist schwierig abzuschätzen.

  • Denn je nach Lebensmittel, Kochtemperatur und weiteren Faktoren verringert sich der FODMAP-Gehalt unterschiedlich.
  • FODMAP’s können sich z.B.
  • Durch sehr hohe Temperaturen abbauen, auch Kochen und Einlegen in viel Wasser und anschliessendes Abgiessen (z.B.
  • Bei Kichererbsen, Linsen aus der Dose) sowie Einlegen in Essig können den FODMAP-Gehalt günstig beeinflussen.

Da zu wenige Daten vorliegen, lässt sich keine allgemein verlässliche Aussage zu bestimmten Kochmethoden und ihrem Einfluss auf den FODMAP-Gehalt machen. Mein Arzt hat bei mir kein Reizdarmsyndrom (RDS) festgestellt, aber eine Fruktosemalabsorption. Was ist das genau und muss ich jetzt FODMAP-arm essen? Bei der Fruktosemalabsorption ist die Aufnahme von Fruchtzucker (Fruktose) in die Dünndarmzellen eingeschränkt.

  • Dies kann zu Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, etc. führen.
  • Eine FODMAP-arme Ernährung ist nur angezeigt, wenn tatsächlich ein RDS diagnostiziert ist.
  • Es empfiehlt sich deshalb, 2 bis 3 Wochen fruktosearm zu essen und auf Zuckeralkohole (z.B.
  • Sorbit, Mannit, Xylit) zu verzichten.
  • Danach testen Betroffene ihre individuelle Verträglichkeit von Fruktose aus.

(Siehe auch nächste Frage) Ist Fruchtzucker nur in Früchten enthalten oder gibt es noch andere fruchtzuckerhaltige Lebensmittel? Fruchtzucker (Fruktose) findet sich natürlicherweise in frischen und getrockneten Früchten. Auch daraus hergestellte Säfte, Honig und kalorienreduzierte Süss- und Wellnessgetränke sowie fettreduzierte Milchprodukte («Lifestyle-Produkte») enthalten Fruchtzucker.

Ebenso sind süsse Dessertweine fruchtzuckerreich. Grössere Mengen Fruktose setzt man häufig in Spezialprodukten für Diabetiker ein. Brot aus Sauerteig ist bei RDS besser verträglich. Warum und was genau geschieht bei der Herstellung eines Sauerteigs? Sauerteig wird als Triebmittel zur Lockerung von Brot und Backwaren eingesetzt.

Bei der Zubereitung eines Sauerteigs kommt es zur Fermentation (Gärungsprozess), dabei bauen Milchsäurebakterien und Hefen die Fruktane ab. Fruktane sind lange Ketten aus Fruchtzuckerteilchen und einem Traubenzuckerbaustein. Diese Zuckerbausteine benötigen die Mikroorganismen für ihr Wachstum und bilden dabei Kohlenstoffdioxid, also kleine Gasbläschen, welche den Sauerteig lockern.

  1. Gleichzeitig verbessern sich Verdaulichkeit, Aroma, Geschmack und Haltbarkeit.
  2. Ein traditionell fermentiertes Sauerteigbrot auf Dinkelbasis besitzt viel weniger Fruktane und somit einen geringeren FODMAP-Gehalt.
  3. Deshalb ist ein Dinkel-Sauerteigbrot für Reizdarmbetroffene besser verträglich als ein Dinkel-Hefeteigbrot.
See also:  Quick-Wert Tabelle?

(Siehe nächste Frage und auch Ist Dinkel-Sauerteigbrot FODMAP-arm ?) Ich esse gerne Brot. Gibt es bestimmte Brotsorten, die bei Reizdarm besser verträglich sind als andere? Der FODMAP-Gehalt von Brot kann sehr variieren. Deshalb lässt sich keine grundsätzliche Empfehlung für bestimmte Brotsorten abgeben.

  • Oftmals bestehen Brote aus verschiedenen Mehlen, so dass sich die Menge an FODMAPs kaum abschätzen lässt.
  • Verschiedene Faktoren beeinflussen den FODMAP-Gehalt, so z.B.
  • Welche Getreidesorte (Dinkel, Weizen) verwendet wurde, welches Triebmittel (Hefe, Sauerteig) zum Einsatz kam und wie lange die Teigbearbeitung bzw.

Teigruhe dauerte. Inzwischen gibt es immer mehr Bäckereien, welche FODMAP-armes Brot anbieten. Mehr dazu in einem früheren Beitrag der Schweizer Familie :,Interessante zum FODMAP-Gehalt von Brot und verschiedener Mehle (Monash University 2015) Keimlinge und Sprossen gelten als gesund.

Wie sind sie auf ihren FODMAP-Gehalt zu beurteilen? Keimlinge und Sprossen sind reich an wertvollen Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren und essenziellen Aminosäuren. Die Monash Universität hat im Januar 2017 Sprossen von Weizen, Roggen, Gerste sowie Mungobohnen, Kichererbsen und rote Kidne ybohnen auf ihren FODMAP-Gehalt untersucht.

Im Vergleich zum ungekeimten Zustand hat sich der FODMAP-Gehalt bei allen getesteten Lebensmitteln teilweise massiv reduziert (ausser bei den Kichererbsen). Man vermutet, dass dies auf die Enzymaktivität während des Keimvorgangs zurückzuführen. Allerdings sind weitere Untersuchungen nötig, um eine abschliessende Empfehlung geben zu können.

  1. Ob man Sprossen und Keimlinge gut verträgt, müssen Reizdarm Betroffene individuell austesten, indem sie in der Toleranzfindungsphase kleine Mengen Sprossen essen und allfällige Symptome beobachten.
  2. Eignet sich das FODMAP Konzept auch für Vegetarier und Veganer? Wer sich vegetarisch ernährt, sollte auf eine ausreichende Proteinzufuhr achten.

Das Fleisch bei den Mahlzeiten also nicht einfach weglassen, sondern durch (laktosefreie) Milchprodukte, Eier und Tofu ersetzen. Für Veganer hingegen ist es schwierig, weil die FODMAP-reichen Hülsenfrüchte und Getreide wichtige Proteinquellen darstellen.

  • Deshalb sollten Veganer unbedingt eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, um aufgrund der sehr eingeschränkten Lebensmittelauswahl eine genügende Nährstoffversorgung zu gewährleisten und Mangelzustände zu vermeiden.
  • Was ist der Unterschied zwischen glutenfreier Ernährung und FODMAP-armer Ernährung? Gluten ist ein Klebereiweiss (Protein), das ausschliesslich in gewissen Getreidesorten vorkommt.

FODMAPs hingegen sind bestimmte Zuckerarten (Kohlenhydrate), die in vielen Lebensmittelgruppen wie Gemüse, Früchten, Getreide, Milchprodukten enthalten sind. Bei beiden Ernährungstherapien reduziert bzw. meidet man Weizen, Roggen und Gerste. Bei Dinkel und Hafer gibt es gewisse Unterschiede.

  • Die FODMAP-arme Ernährung umfasst nur zu Beginn eine strenge Essphase und ist zeitlich auf einige Wochen beschränkt, während Zöliakiebetroffene konsequent und lebenslang glutenfrei essen müssen und auch Spuren von Gluten meiden müssen.
  • Eine FODMAP-arme Ernährung muss nicht zwangsläufig glutenfrei sein.

Andererseits können glutenfreie Produkte FODMAP-reiche Zutaten enthalten (z.B. Zwiebeln, Knoblauch). Ein glutenfreies Hirseflocken-Müesli mit Apfel und Rosinen ist für Zöliakie Betroffene unproblematisch, während Apfel und Rosinen als FODMAP-reiche Zutaten für Reizdarmbetroffene nicht verträglich sind.

  1. Mein Arzt hat einen Reizdarm bei mir diagnostiziert.
  2. Ich vertrage aber Parmesan, Feta und Mozzarella sehr gut.
  3. Muss ich trotzdem laktosefreie Milchprodukte nehmen? In Hart- und Halbhartkäse, wie z.B.
  4. Parmesan, Sbrinz, Greyerzer und Appenzeller, ist der Milchzucker bereits abgebaut, deshalb vertragen Personen trotz Laktose-Unverträglichkeit diese Käsesorten problemlos.

Ebenso enthalten Feta und Mozzarella nur wenig Laktose. Milch und andere Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Hüttenkäse sind dagegen laktosereich und deshalb als FODMAP-reich eingestuft. Ob Sie Laktose vertragen oder nicht, lässt sich beim Arzt mittels einem H2-Atemtest leicht feststellen.

Wenn Sie den Milchzucker gut vertragen, müssen Sie keine laktosefreien Milchprodukte verwenden. Wie gut verträglich ist Kaffee bei einem Reizdarm? Die Verträglichkeit von Kaffee ist bei Reizdarmbetroffenen individuell unterschiedlich. Koffein kann aber eine stark anregende Wirkung auf den Verdauungstrakt haben und zu Durchfall und verstärktem Stuhldrang führen.

Wenn Sie sich nach dem FODMAP-Konzept ernähren, empfiehlt es sich, zu Beginn in der Eliminationsphase auf Kaffee zu verzichten. Wer bisher sehr viel Kaffee getrunken hat, sollte den Konsum in dieser Zeit auf max.2 Tassen pro Tag schrittweise reduzieren.

  1. Später kann man die Verträglichkeit von Kaffee individuell austesten.
  2. Gegen einen massvollen Kaffeekonsum ist nichts einzuwenden.
  3. Manchmal habe ich Phasen, in denen ich häufig verstopft bin.
  4. Soll ich öfters geschroteten Leinsamen essen? Geschroteter Leinsamen enthält wasserlösliche Nahrungsfasern.
  5. Diese werden besser vertragen als wasserunlösliche Nahrungsfasern.

Trotzdem können Leinsamen für Reizdarmbetroffene problematisch sein und Blähungen verstärken. Am besten testen Sie kleinen Mengen Leinsamen aus, um die Verträglichkeit individuell herauszufinden. Ansonsten besprechen Sie weitere Behandlungsmöglichkeiten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

  1. Ich habe gelesen, dass Fencheltee Reizdarmbeschwerden auslösen bzw.
  2. Verstärken kann.
  3. Stimmt das? Ja, das mag irritieren, denn Fencheltee wird üblicherweise bei Verdauungsbeschwerden empfohlen.
  4. Da Fenchelsamen aber viele FODMAPs enthalten, die sich beim Aufgiessen ins Wasser aussschwemmen, können Reizdarmbetroffene mit Beschwerden auf Fencheltee reagieren.

Verzichten Sie deshalb in der Eliminationsphase auf Fencheltee und testen Sie später in der Toleranzfindungsphase diese Teesorte wieder aus. Dies gilt ebenfalls für Kamillentee. Wieso sind gewisse frische Früchte FODMAP-arm, aber in getrockneter Form FODMAP-reich? Bestimmte frische Obstsorten enthalten wenige FODMAPs und werden deshalb als FODMAP-arm eingestuft, z.B.

  1. Ananas, Papaya.
  2. Beim Trocknungsverfahren verliert die Frucht jedoch viel Wasser und der darin enthaltene Zucker konzentriert sich, so dass auch die darin enthaltenen FODMAPs in grösserer Konzentration vorliegen.
  3. Bei Trockenfrüchten kommt es auf die verzehrte Menge an.
  4. Sehr kleine Mengen, z.B.
  5. Ein Esslöffel Rosinen gelten als FODMAP-arm und zwei Esslöffel davon als FODMAP-reich.

Weshalb wird Haushaltszucker gut vertragen, Honig dagegen nicht? Haushaltszucker (Saccharose) besteht aus den zwei Zuckerbausteinen Glukose und Fruktose. Dieser Zweifachzucker wird im Dünndarm gut abgebaut und resorbiert. Deshalb vertragen Reizdarmpatienten den Haushaltszucker (auch Roh-, Vollrohrzucker) problemlos.

Nur grössere Mengen, z.B. zu viel gezuckerte Softgetränke können Beschwerden verursachen. Honig dagegen besitzt einen hohen Fruktosegehalt, was bei einem Reizdarmsyndrom oder einer Fruktose-Unverträglichkeit zu typischen Symptomen führen kann. Gibt es bei der Verwendung von Ölen und Fetten Einschränkungen, wenn man sich FODMAP-arm ernährt? Nein, Pflanzenöle und Fette enthalten gar keine oder kaum Kohlenhydrate und sind somit FODMAP-arm bzw.

FODMAP-frei. Reizdarmbetroffene können diese Nahrungsmittel deshalb unbedenklich verwenden. Bei der Auswahl sollte man pflanzliche Öle den tierischen Fetten vorziehen und z.B. für die kalte Küche hochwertige kaltgepresste Pflanzenöle einsetzen. Grosse Mengen an Fetten sind allerdings schwer verdaulich und können den Verdauungstrakt belasten.

  1. Aufpassen muss man bei verarbeiteten fetthaltigen Produkten wie Marinaden und Saucen, die FODMAPs enthalten können.
  2. Muss ich glutenfrei essen? Nein, eine FODMAP-arme Ernährung muss nicht glutenfrei sein.
  3. Die Ernährungsweise nach dem FODMAP-Konzept schränkt den Weizenkonsum ein, dadurch nehmen Reizdarmbetroffene automatisch viel weniger Gluten auf.

Spuren von Weizen sind kein Problem (im Gegensatz zu einer diagnostizierten Zöliakie!). Glutenfreie Spezialprodukte mit dem Glutenfrei-Symbol sind während der Eliminationsphase ebenfalls erlaubt, die Zutatenliste ist aber in jedem Fall zu prüfen, denn oft enthalten solche Produkte Fruktose, Inulin oder andere ungeeignete Zutaten.

Worauf muss ich bei Einladungen zum Essen vor den Festtagen achten? In der Weihnachtszeit häufen sich Einladungen für Essen und Apéros. Zudem ist auch das Stresslevel erhöht. Dies kann Reizdarmbeschwerden verstärken. Hier einige Tipps:

  • An Apéros wird oft FODMAP-Reichhaltiges angeboten, z.B. Saucen, Dips, Marinaden und Snacks mit Füllungen. Essen Sie davon nur kleine Mengen.
  • Achten Sie darauf, vor der Einladung bereits etwas zu essen. Ideal ist eine kleine ausgewogene Mahlzeit mit einer Stärkebeilage, Proteinkomponente und Gemüse/Salat. So sind Sie gut gesättigt und stehen nicht hungrig am Apérobüffet.
  • Wählen Sie FODMAP-arme Häppchen, wie z.B. Erdnüsse, Hartkäse, Oliven, Sushi, Trockenfleisch, geräuchter Lachs oder Forelle.
  • Trinken Sie keinen oder nur wenig alkoholische Getränke. Alkohol kann ein Trigger sein und in Kombination mit FODMAP-reichen Lebensmitteln die Beschwerden verstärken. Meiden Sie Dessertweine und Getränke mit Rum. Auch Fruchtcocktails können fruktosereiche Fruchtsäfte enthalten.
  • Fragen Sie nach, ob Sie etwas mitbringen dürfen. So ergänzen Sie die Auswahl mit FODMAP-armen Gerichten

Was mache ich, wenn ein Lebensmittel nicht auf der Liste steht? Nicht alle Lebensmittel sind auf ihren FODMAP-Gehalt analysiert, denn diese Analysemethoden sind teuer und aufwendig. Spezialisierte Labors sind aber laufend daran, Nahrungsmittel zu analysieren.

  1. Reizdarmbetroffene können Lebensmittel, die nicht gelistet und auf den FODMAP-Gehalt beurteilt sind, selber austesten, jedoch erst in der Toleranzfindungsphase.
  2. Dabei gilt zu beachten, mit einer kleine Portionsgrösse zu beginnen und bei guter Verträglichkeit die Menge bis zur gewünschten Portion langsam zu steigern.

Warum ist die FODMAP-arme Ernährung keine Langzeiternährung? Viele Personen essen über längere Zeit ausschliesslich FODMAP-arm. Gründe dafür sind Angst vor erneuten Symptomen oder Fehlinformationen bezüglich des FODMAP-Gehalts von Lebensmitteln oder mangelnde Kenntnisse über die korrekte Umsetzung des FODMAP-Konzepts.

See also:  Blutdruck Im Alter Von 60 Jahren Tabelle Frauen?

Es ist aber wichtig, sobald sich die Beschwerden deutlich bessern FODMAP-haltige Lebensmittel schrittweise in den Menüplan wieder einzuführen. Einerseits soll eine abwechslungsreiche Ernährung mit einer breiten Palette von Lebensmitteln zur optimalen Nährstoffversorgung gewährleistet sein. Andererseits sind FODMAPs nützliche Präbiotika.

Als Nahrungsquelle für die «guten» Bakterien unterstützen sie nämlich deren Wachstum und fördern die Gesundheit. Deshalb sollen Reizdarmbetroffene ihre eigene FODMAP-Toleranz unbedingt austesten. Ist Dinkel-Sauerteigbrot FODMAP-arm? Dinkel besitzt zwar weniger FODMAPs als Weizen, trotzdem sind Dinkel- und Dinkelprodukte nicht FODMAP-arm.

  1. Verschiedene Faktoren beeinflussen den FODMAP-Gehalt bei der Brotherstellung.
  2. Ein traditionell hergestelltes Dinkel-Sauerteigbrot mit langer Teigführung ist besser verträglich als ein Dinkelbrot auf Hefebasis.
  3. Denn bei der Sauerteigherstellung findet eine Fermentierung (Gärung) statt, was den FODMAP-Gehalt reduziert.

Sind Hülsenfrüchte aus der Konserve erlaubt? Dass es nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten zu Wind und Blähungen kommen kann, ist bekannt. Grund dafür sind die darin enthaltenen Galakto-Oligosaccharide (GOS). Der GOS-Gehalt lässt sich aber durch das Einlegen in Wasser stark reduzieren, wie dies vor allem bei Hülsenfrüchten aus Konserven der Fall ist.

Aus diesem Grund sind kleine Mengen Linsen und Kichererbsen FODMAP-arm und somit als vegetarische Proteinquelle erlaubt. Vor der Verwendung sollten Sie die Linsen und Kichererbsen aus der Dose in einem Sieb gründlich unter fliessend kaltem Wasser durchspülen. Hilft die Zugabe von Traubenzucker bei fruchtzuckerreichen Lebensmitteln? Lebensmittel, die etwa gleich viel Fruchtzucker (Fructose) wie Traubenzucker (Glucose) enthalten, werden im Dünndarm besser aufgenommen als solche, die einen deutlich höheren Fruchtzuckergehalt besitzen.

Studien zeigen jedoch, dass Reizdarmbetroffene fruchtzuckerreiche Lebensmittel nicht besser vertragen, wenn sie separat zusätzlich Traubenzucker aufnehmen. Bei einigen Personen kam es sogar vermehrt zu Übelkeit. : FAQ

Warum kein Kamillentee bei Reizdarm?

Die Kamille regt außerdem die Magen-Darm-Bewegung an. Trotzdem zeigt der beim Verbraucher so beliebte Kamillentee bei Magen-Darm-Erkrankungen keine befriedigende Wirkung. Bei der Zubereitung des Tees gehen wichtige fettlösliche Inhaltsstoffe in zu geringer Menge in den Tee über.

Was begünstigt einen Reizdarm?

Mögliche Ursachen eines Reizdarms: –

Gestörte Darmperistaltik: Bei dieser sogenannten Motilitätsstörung ist die natürliche Darmbewegung nicht mehr im normalen Fluss und die verdaute Nahrung wird nicht optimal befördert. Die Darmperistaltik reguliert ein eigenständiges Nervensystem innerhalb der Darmwand. Man spricht daher auch vom sogenannten Bauchhirn (Darm-Hirn-Achse). Das Bauchhirn registriert das Eintreffen von Nahrung im Darm sowie die damit verbundene Dehnung der Darmwand. Gemeinsam mit dem Botenstoff Serotonin steuert das Nervensystem des Darms die Verdauung. Es sorgt dafür, dass sich die Darmmuskulatur abwechselnd anspannt und erschlafft. Leidet jemand an einem Reizdarm, erteilt das Nervensystem der Darmmuskulatur fehlerhafte Befehle, so dass sich die Muskulatur entweder zu schnell, zu langsam oder im falschen Moment zusammenzieht. Es kann auch sein, dass sich die Muskeln nicht mehr richtig entspannen. Bei einigen Betroffenen wird der Nahrungsbrei dann zu schnell befördert und im Dickdarm kann ihm dann nicht ausreichend viel Flüssigkeit entzogen werden. Es kommt zu Durchfall. Aber auch eine Verstopfung kann auftreten. In dem Fall bewegt sich die Muskulatur zu langsam. Treten Reizdarm-Krämpfe auf, liegt das meist daran, dass sich die Muskulatur zu stark oder zu lange zusammenzieht oder überhaupt nicht richtig entspannt.Erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut: Die Zellen in der Darmschleimhaut sind jeweils über eine Art Haftbrücke (tight junction) eng miteinander verknüpft. Deren Verbindungen sind so dicht, dass keine Fremdstoffe oder Krankheitserreger zwischen den Zellen hindurchgelangen können. Diese effektive Barriere der Darmschleimhautzellen verhindert, dass Fremdstoffe unkontrolliert aus dem Darm in andere Körperbereiche gelangen. Bei Patienten, die unter einem Reizdarmsyndrom leiden, kann die Barrierefunktion der Darmschleimhaut geschwächt sein. Die Haftbrücken bauen sich schneller als üblich ab und die Zellen sind infolgedessen nicht mehr fest genug miteinander verbunden. Dies kann dazu führen, dass beispielsweise Krankheitserreger die Darmschleimhaut leichter durchdringen und dort eine Immunreaktion auslösen.Erhöhte Immunaktivität in der Darmschleimhaut: Man hat festgestellt, dass in Gewebeproben der Darmschleimhaut betroffener Patienten eine verstärkte Immunaktivität herrscht. Der Grund für das erhöhte Vorkommen von Abwehrzellen des Immunsystems und deren Botenstoffen ist bislang unbekannt.Infektionen des Magen-Darm-Trakts: Bei einigen Betroffenen tritt das Reizdarmsyndrom erstmals nach einer Magen-Darm-Infektion auf. Das trifft in etwa einem von zehn Fällen zu. Häufig kommt es dann zu starkem Durchfall. Möglicherweise sind bestimmte Bakterien wie Campylobacter jejuni öfter Auslöser einer Darmerkrankung als andere Erreger.Gestörte Darmflora: Bestimmte Medikamente, wie beispielsweise Antibiotika, oder ein Magen-Darm-Infekt können zu einer gestörten Darmflora führen. Die natürliche Zusammensetzung der Bakterien im Darm kommt aus der Balance und beeinträchtigt damit die Darmfunktion. Dies kann eine verstärkte Gasbildung fördern.Gestörter Serotoninhaushalt: Ist der Serotoninhaushalt gestört, kann es vorkommen, dass Reizdarm-Patienten ihren Darm stärker wahrnehmen als üblich und Schmerzen empfinden. Grund dafür ist häufig der Botenstoff Serotonin, der auch für die Wahrnehmung von Schmerz verantwortlich ist. Kommt es bei einem Reizdarm zu einer Aktivierung des Darmnervensystems, kann dies nicht mehr angemessen regulieren, wie viele Botenstoffe es ausschüttet.Stress: Stress gilt bei einigen Erkrankten als Auslöser und Verstärker des Reizdarms. Psychische Belastungen verschlimmern die Symptome häufig. Gelingt es Betroffenen sich zu entspannen, lassen die Beschwerden auch wieder nach. Stress kann zu Veränderungen im Magen-Darm-Trakt führen. Die Produktion von Magensaft und Darmbewegungen nehmen zu. Auch die lokale Immunreaktion im Darm verändert sich. Allerdings reagiert jeder Mensch anders auf Stress und nicht alle entwickeln einen Reizdarm.Andere Erkrankungen: Einige Krankheiten treten öfter gemeinsam mit einem Reizdarm auf. Man spricht dann von Komorbiditäten. Möglicherweise neigen Menschen mit Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen, Chronischem Erschöpfungssyndrom, Fibromyalgie, Fatigue-Syndrom oder chronischen Schmerzen eher zur Ausbildung eines Reizdarms.

Was begünstigt Reizdarm?

Einfluss der Ernährung auf das Reizdarmsyndrom – Eine ungesunde Ernährung und Missbrauch von Substanzen sollen die Entstehung des Reizdarmsyndroms fördern, zum Beispiel übermässiger Konsum von Alkohol und ballaststoffarme Kost. Rohkost bietet dem Körper wichtige Nährstoffe, ist aber schwerer verdaulich, sodass der Darm für die Verdauung mehr arbeiten muss.

Fett und Zucker sind weitere Risikofaktoren. Sie befinden sich vor allem in industriell verarbeiteten Speisen in grosser Menge. Dies belastet das Verdauungssystem erheblich. Wenn die Rohkost sehr oft auf dem Speiseplan steht, kann dies den Reizdarm fördern oder vorhandene Beschwerden verstärken. Eine Rolle spielen zudem zu schnelles Essen und mangelnde Hygiene bei der Zubereitung der Speisen.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten kommen ebenso als Auslöser des Reizdarms infrage. Viele Allergien machen sich durch Verdauungsbeschwerden bemerkbar. Werden die Unverträglichkeiten nicht erkannt und entsprechende Lebensmittel weiter verzehrt, reizt dies den Darm dauerhaft.

Laktoseintoleranz Getreide Fruktoseintoleranz Zöliakie Gluten-Unverträglichkeit

Die genauen Ursachen sind noch nicht explizit geklärt. Viele Erkrankte haben schon in der Kindheit unter Verdauungsbeschwerden gelitten. Eine erbliche Veranlagung steht ebenfalls im Verdacht, das Reizdarmsyndrom zu fördern. Bei vielen genannten Aspekten ist ausserdem nicht klar, ob sie der Auslöser oder die Folge des Krankheitsbilds sind.

Essen Bevorzugen Meiden
Eiweiß Huhn, Eier, Tofu Wurst, panierter Fisch, paniertes Fleisch
Fette Öle, Butter, Erdnüsse Mandeln, Pistazien, Avocado
Gemüse Gurke, Karotte, Kopfsalat Bohnen, Knoblauch, Zwiebeln
Obst Ananas, Erdbeeren, Weintrauben Brombeeren, Pfirsiche, Wassermelone

Ist Schokolade bei Reizdarm erlaubt?

Blähungen, Durchfall und Verstopfung – die beiden Letztgenannten oft im Wechsel: Ein Reizdarm ist sehr unangenehm. Hinzu kommt, dass es sich um eine Störung handelt, für die sich keine organische Ursache finden lässt. Das erschwert die Behandlung. Umso mehr gilt es für Reizdarm-Patienten herauszufinden, was ihnen guttut und was nicht.

Reizdarm-Patienten reagieren sensibler auf äußere Einflüsse. Dazu gehört vor allem Stress, der die Reizdarm-Symptome verschlimmern kann. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Vielen Betroffenen kann es daher helfen, ihre Ernährung umzustellen, zum Beispiel mithilfe eines Ernährungsplans. Von Verstopfung bis Durchfall: Die Symptome sind bei Reizdarm-Patienten sehr unterschiedlich.

Deshalb unterscheidet der Arzt vier Typen:

Durchfalltyp Verstopfungstyp Schmerztyp Blähtyp

Je nach Reizdarm-Typ werden verschiedene Lebensmittel unterschiedlich gut vertragen. So verbieten sich beim Durchfalltyp potenziell abführende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte oder Trockenobst. Menschen, die vom Verstopfungstyp betroffen sind, sollten Süßigkeiten und Weißmehlprodukte meiden.

  1. Ziel einer passenden Ernährung bei Reizdarm-Syndrom ist es, die Beschwerden der Patienten so weit wie möglich zu lindern.
  2. Das bedeutet für die Betroffenen meist, dass sie lange herumexperimentieren müssen, um herauszufinden, was sie vertragen und was nicht.
  3. Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist, was dem Darm bekommt.

Aus Erfahrungswerten weiß man, dass folgende Lebensmittel von fast allen Reizdarm-Patienten gut vertragen werden:

Vollkornprodukte (Vollkornnudeln, Vollkornbrot) Naturreis nicht blähendes Gemüse (etwa Kartoffeln, Karotten) Obst mit geringem Fruktoseanteil (beispielsweise Erdbeeren, Heidelbeeren, Aprikosen) stilles Wasser ungesüßter Kräutertee

Wer seinen Obstkonsum nicht einschränken will, sollte darauf achten, Obst mit hohem Fruktoseanteil (etwa Birnen, Weintrauben, Kirschen, Äpfel) besser bekömmlich zu machen. Dafür kann es ausreichen, das Obst in Kombination mit eiweißreichen Nahrungsmitteln, etwa laktosefreiem Quark oder Joghurt, zu essen.