Ab Wann Sind Meerschweinchen Geschlechtsreif?

Ab Wann Sind Meerschweinchen Geschlechtsreif
Meerschweinchen zählen zu den Nestflüchtern. Im Gegensatz zu Nesthockern wie Kaninchen können Nestflüchter nach der Geburt ihren Eltern bereits folgen. Neben ihrem Haarkleid sind auch ihre Sinnesorgane und die Motorik voll entwickelt. Aus diesem Grund dauert die Tragezeit bei Nestflüchtern vergleichsweise länger.

  • Weibliche Meerschweinchen werden im Alter von drei bis vier Wochen geschlechtsreif, männliche mit drei Wochen oder einem erreichten Gewicht von 250 Gramm.
  • Die Schwangerschaft ist erst ab der sechsten Woche sichtbar; daher kommt es vor, dass bereits trächtige Jungtiere gekauft werden.
  • Bei einer geplanten Nachzucht beachte bitte das Alter der Tiere zum Deckzeitpunkt, um die besten Voraussetzungen für Mutter und Nachwuchs zu schaffen.

Weibchen sollten zum Zeitpunkt der Deckung ein Mindestalter von sechs Monaten erreicht haben. Sie sollten bei ihrer ersten Geburt jedoch nicht älter als ein Jahr sein, da Kalkablagerungen am Becken die Geburt erschweren und die Sterblichkeit drastisch erhöhen können.

Liegen zwischen zwei Würfen mehr als vier Monate, verknöchert das Becken ebenfalls und die Sehnen verlieren an Elastizität. Ein weiteres wesentliches Kriterium stellt das Gewicht der Meerschweinchen bei der Deckung dar: Böckchen müssen ein Mindestgewicht von 500 Gramm erreicht haben, Weibchen sollten mindestens 800, jedoch nicht mehr als 1000 Gramm wiegen.

Beide Tiere müssen vollkommen gesund sein; Meerschweinchen, die bereits krank waren oder eine Totgeburt hatten, dürfen nicht zeugen oder austragen. Bitte mute aus gesundheitlichen Gründen keinem Meerschweinchen mehr als drei Würfe zu. Wegen des sogenannten Letalfaktors herrscht bei der Kreuzung einiger Rassen ein Zuchtverbot.

Wann sind Meerschweinchen Böcke geschlechtsreif?

Meerschweinchen

Die Kastration beim Meerschweinchenbock Die natürlichste Haltungsform von Meerschweinchen ist die Haremshaltung, also ein Böckchen mit mindestens einem, besser mit mehreren Weibchen. Ein unkastriertes Böckchen produziert am laufenden Band Jungtiere, da die Weibchen alle 14-18 Tage brünstig werden. Wollen Sie Ihren Tieren also ein artgerechtes Leben ermöglichen, aber unkontrollierten Nachwuchs verhindern, lassen Sie Ihre Meerschweinchen-Böckchen rechtzeitig kastrieren!!

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Frühkastration Ab einem Körpergewicht von ca.200-250g kann eine Frühkastration durchgeführt werden. Das Baby-Böckchen ist noch nicht geschlechtsreif und kann nach dem Eingriff sofort wieder zu Mama und Geschwistern zurück. Die Kastrationsquarantäne entfällt. Auch wenn Sie vielleicht Bedenken haben, so einen kleinen Kerl schon kastrieren zu lassen, gibt es ansonsten keinerlei Nachteile. Die Kleinen flitzen kurz nach der Operation schon wieder munter umher. Er muß auch keine Trennungsfrist absitzen und kann nach dem Absetzen sofort in eine “Mädelgruppe” ziehen. Die “Frühkastraten” unterscheiden sich im Sozialverhalten oft nicht von “Spätkastraten”- sie zeigen genauso “bocktypisches” Verhalten. Es gibt natürlich dabei auch Unterschiede, die aber vom jeweiligen Charakter abhängen und nicht kastrationsbedingt sind.

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Kastration geschlechtsreifer Böcke Ein männliches Meerschweinchen kann ab einem Alter von ca.3-4 Wochen gewichtsabhängig geschlechtsreif werden. Das sind Richtwerte – es gibt “frühreife” Böckchen und solche, die für ihre Entwicklung etwas länger brauchen. Empfehlenswert ist eine rechtzeitiger Check Ihres Meerschweinchen-Nachwuchses beim Tierarzt, insbesondere wenn Sie sich bei der Geschlechtsbestimmung der Jungtiere unsicher sind. Nur so können Sie Frühträchtigkeiten, Wiederbedeckung des Muttertieres (Inzucht!) und somit unkontrollierten Nachwuchs verhindern! Beim geschlechtsreifen Bock muss nach der Kastration unbedingt eine Kastrationsfrist von 6 Wochen eingehalten werden, da sich auch nach der Entfernung der Hoden noch lebensfähige Spermien im Samenleiter befinden können. Eine Trennung von den Weibchen ist in dieser Zeit zwingend notwendig!

Meerschweinchen

Wann muss man Meerschweinchen trennen?

Anatomie und Geschlechtsbestimmung Jedem Zuchtgedanken oder auch ungewollten Trächtigkeiten von Nottieren/Liebhabertieren steht vorran, dass man die Geschlechter der Tiere einwandfrei bestimmen kann. Beim Meerschweinchen ist dies, im Vergleich zu anderen Nagerarten oder auch Kaninchen, sehr einfach. männliches Jungtier (1. Lebenstag) weibliches Jungtier – 1. Lebenstag adulter Kastrat adultes Weibchen Beide Geschlechter verfügen über ein Zitzenpaar am Unterbauch. Das Vorhandensein von Zitzen ist also kein Hinweis darauf, dass es sich um ein Weibchen handelt. Die Hoden adulter Meerschweinchenböcke sind recht prominent, da sie von einem großen Fettkörper umgeben sind.

  • Dieser dient dem Schutz und der Klimatisierung der Hoden.
  • Der Penis lässt sich mit leichtem Druck auf den Unterbauch vorlagern und sollte hin und wieder auf Verunreinigungen geprüft und ggf.
  • Gesäubert werden.
  • An seiner Spitze sind zwei kleine Widerhaken zu finden.
  • Es wird vermutet das diese, ähnlich wie bei Katzen, den Eisprung des Weibchens stimulieren.

Zwischen Penis und Anus des männlichen Tieres sitzt die Perinealtasche, in dieser befindet sich eine Drüse, die ein talgiges, streng riechendes Sekret absondert. Dies dient den Böcken zur Markierung und zum Umwerben der Weibchen. Beim Balzen kann man beobachten wie der Bock mit seiner Perinealtasche „blitzt” und über den Boden reibt.

  1. Geschlechtsreife Junge Meerschweinchen sind als Nestflüchter sehr schnell in ihrer körperlichen Entwicklung.
  2. Die Jungtiere erreichen ihre Geschlechtsreife bereits mit 3-6 Wochen.
  3. Da die Brunst bei so jungen Weibchen in der Regel nicht sichtbar verläuft, sollte die Entwicklung der Böckchen des Wurfes über den Zeitpunkt des Absetzens bzw.

der Frühkastration entscheiden. Hierzu sollten regelmäßig Hodenstand, Verhalten und Gewicht des Jungbockes geprüft werden. Für eine Trennung vom Muttertier und den weiblichen Geschwistern gilt die Faustregel vom 250 g Körpergewicht und Hoden die beginnen sich abzusenken.

  • Dies entspricht in der Regel einem Absatzalter von ca.4 Wochen.
  • Eine Frühkastration ist optimaler Weise mit 3-4 Wochen und einem Gewicht von 200-250 g durchzuführen.
  • Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel und so kann es bei kleinen Würfen auch sein, dass Jungböcke bereits mit 2-3 Wochen dieses Gewicht erreichen.

In diesem Fall sollte man ausschließlich nach dem Hodenstand gehen und sich keinesfalls verleiten lassen, die Böcke schon derart früh vom Muttertier zu trennen. Zuchtreife Trotz der sehr früh einsetzenden Geschlechtsreife ist es nicht anzuraten, Tiere bereits so jung zu verpaaren oder gar in Zuchtgruppe aufwachsen zu lassen.

  • Der Organismus der Tiere sollte Energie und aufgenommene Nährstoffe zuerst in die eigene Entwicklung und damit in eine stabile Basis stecken können.
  • Es ist immer wieder zu beobachten, dass Weibchen, die zu jung gedeckt wurden, in ihrer eigenen Entwicklung zurückbleiben oder es zu schweren Komplikationen unter Trächtigkeit und/oder Geburt kommt.

Ebenso fehlt jungen Weibchen nicht selten die geistige und soziale Reife, was sich negativ auf die Aufzucht der Jungtiere auswirken kann. Zur Zuchtreife gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Jeder Züchter macht seine Erfahrungen und nicht zuletzt spielen auch Haltung und Fütterung eine wichtige Rolle.

Vor dem 6. Lebensmonat sollte ein Weibchen nicht verpaart werden und dann auch nur, wenn es bei guter Kondition ist. Pauschale Gewichtsangaben sind hier recht schwierig (auch wenn sie immer wieder gern gemacht werden), weil unsere Haus- und Rassemeerschweinchen teilweise auch recht groß werden, fällt das Gewicht der optimalen Zuchtkondition doch sehr unterschiedlich aus.

Auch Böcke sollte nicht zu früh in Verpaarung gesetzt werden. Zwar sind keine gravierenden, körperlichen Schäden zu erwarten, aber auch hier sollte der individuellen Entwicklung genügend Raum gelassen werden. Ein Bock der später in die Zucht gehen soll, muss genauso sorgfältig sozialisiert werden und in artgerechter Haltung zusammen mit anderen (älteren) Böcken und Kastraten aufwachsen dürfen.

Sollte ein Jungbock aus zuchtmethodischen Gründen sehr früh eingesetzt werden ist, zu beachten, dass es für den kleinen Körper großen Stress bedeutet. Es ist möglich, dass erfahrene Weibchen sich nicht von einem Jungspund decken lassen oder er sich durch seine Unerfahrenheit körperlich übernimmt und so Entwicklungsverzögerungen eintreten.

Auch für die Sozialisierung auf gleichgeschlechtliche Partner ist diese Vorgehensweise nicht optimal und sollte gut überlegt sein. Paarung und Trächtigkeit Weibliche Meerschweinchen haben einen Brunstzyklus von 13-19 Tagen, dann sind sie für wenige Stunden empfängnisbereit und bieten sich den Böcken auch sehr aktiv und lautstark an.

Der Eisprung beim Meerschweinchen ist deckakt-induziert. Dies bedeutet, dass ein Eisprung nur auftritt, wenn eine Kopulation stattfindet. In der Hochbrunst steigt der Bock mehrfach auf das Weibchen auf, der Akt selbst dauert nur wenige Sekunden und in dessen Anschluss beginnen beide Tiere sich zu putzen.

Die Vagina des Weibchens wird in der Regel mit einem sogenannten „Deckpfropf” verschlossen. Dieser besteht aus einer wachsartigen Substanz, welche der Bock mit dem Ejakulat absondert. Er fällt nach einiger Zeit heraus und trocknet ein, oft bleibt er gänzlich unbemerkt. frischer Deckpfropf Meerschweinchen tragen im Vergleich zu anderen Nagetieren recht lange. Vom Deckakt bis zur Geburt verstreichen 68-72 Tage, in denen sich die Jungtiere zu völlig fertigen, kleinen Meerschweinchen entwickeln. Sogar die Milchzähne verlieren sie bereits im Bauch der Mutter und kommen mit dem bleibendem Gebiss zur Welt.

Durch die ständig nachwachsende, wurzellose Beschaffenheit wachsen die Zähne mit dem Tier. Wirklich sicht- und fühlbar wird eine Trächtigkeit erst in den letzten vier Wochen, bis dahin findet noch kein nennenswertes Größenwachstum der Jungtiere statt. Ab ca.3 Wochen vor Ende der Trächtigkeit sind die Bewegungen der Jungtiere zu spüren.

Nun legt auch das Weibchen sichtbar an Umfang zu. Jedes Jungtier wird bei der Geburt (inkl. Nachgeburt und Fruchthüllen) ca.10% des Gewichtes der Mutter auf die Wage bringen. So ergibt sich, dass das Weibchen bei großen Würfen 50% (oder mehr) ihres Körpergewichtes zunimmt.

Diese starke Gewichtszunahme kann auch zum größten Risiko der Trächtigkeit werden, da durch sie ein Energiedefizit und damit eine Trächtigkeitstoxikose verursacht werden kann. Das Weibchen sollte in den letzten 2 Wochen der Trächtigkeit engmaschig, aber möglichst stressfrei, gewogen werden. Auch die Bewegungen der Jungtiere sollten überwacht werden.

Zum Ende der Trächtigkeit kann die Zunahme stagnieren, das Muttertier sollte aber kein Gewicht verlieren. Auch die Jungtierbewegungen werden in den letzten Tagen aufgrund der Enge im Mutterleib schwächer. Dafür ist nun recht deutlich ein Zähneknirschen der Jungtiere zu spüren.

  • Futterumstellungen und Stress sind in den letzten vier Wochen der Trächtigkeit strikt zu vermeiden.
  • Das Weibchen sollte dringend in seiner gewohnten Umgebung und Gruppe belassen werden.
  • Es ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, das Tier für Geburt und Aufzucht zu separieren.
  • Einzelhaltung wäre mit erheblichem Stress verbunden und kann somit für massive Probleme sorgen.

Die Geburt in der gewohnten Umgebung und Gruppe bietet, bei normalem Verlauf, nur Vorteile für das Weibchen und den Nachwuchs. Die anderen Gruppenmitglieder verhalten sich unter der Geburt meist sehr ruhig und zurückhaltend, manchmal helfen sie auch bei der Pflege der Jungtiere und entlasten das Weibchen nach der Geburt. Coronet – 66. Trächtigkeitstag (5er Wurf) Geburt Ein recht zuverlässiges Anzeichen für die nahende Geburt ist das Öffnen der Schambeinfuge. Diese kann man leicht oberhalb der Vulva tasten. Der Schamhügel öffnet sich und es sind die beiden Knochenenden des Schambeins zu tasten, die sonst direkt aufeinander sitzen.

Da die Jungtiere beim Meerschweinchen im Verhältnis zum Weibchen sehr groß sind, öffnet sich das Becken sehr weit. Die Geburt steht in der Regel kurz bevor, wenn die Fuge einen Finger breit geöffnet ist. Wann dieser Prozess beginnt, ist von Tier zu Tier unterschiedlich, die ersten Anzeichen sind 3-10 Tage vor der Geburt zu tasten.

Die Geburt selbst verläuft in der Regel sehr schnell und unkompliziert. Sie dauert meist nicht länger als 30 Minuten und es sind vorher meist keine sichtbaren Anzeichen für die nahende Geburt zu erkennen. Meerschweinchen zeigen keinerlei Nestbauverhalten.

  1. Bei guter Beoachtung kann man ggf.
  2. Sehen, wie das Weibchen öfter an für sie geeigneten Orten „Probe” sitzt und dort kleine Sitzkuhlen hinterlässt.
  3. Das Umstellen oder Austauschen der Einrichtung kurz der Geburt sollte unterlassen werden, um das Weibchen nicht zu stressen.
  4. Auch sollte man keine Großreinigungen des Geheges ansetzen, wenn alle Anzeichen auf die nahende Geburt hindeuten.

Die Liegestellen unter den Unterständen sollten natürlich sauber und bestenfalls mit Heu ausgepolstert sein. Das Weibchen bewegt sich bis zum Einsetzen der Wehen völlig unauffällig im Gehege, frisst und nimmt am Gruppenleben teil. Mit dem Einsetzen der Wehen sucht es den ausgewählten geschützten Ort auf, den es sich vorher ausgesucht hat.

Das erste Jungtier wird nach wenigen, heftig anmutenden Presswehen geboren. Das Weibchen hockt dabei und zieht das Jungtier unter ihrem Körper hervor, eröffnet die Fruchthüllen und beginnt umgehend es zu putzen um die Eihäute zu entfernen, das Fell zu trocknen und den Kreislauf anzukurbeln. Im Abstand von max.10 Minuten folgen die weiteren Jungtiere auf die selbe Weise.

Im Normalfall sind die Jungtiere binnen weniger Minuten auf den Beinen und kuscheln sich erst einmal aneinander bis das Muttertier mit allem fertig ist und sich weiter um sie kümmert. Das Weibchen putzt sich und säubert den Geburtsbereich. Eihäute, Nachgeburten und zum Teil auch blutiges Streu werden gefressen damit keine Fressfeinde angelockt werden. Weibchen in den letzten Zügen der Geburt Das Weibchen wird direkt nach der Geburt der Jungen erneut brünstig, daher sollte dringend vermieden werden, dass zum Zeitpunkt der Geburt noch ein potentes Männchen anwesend ist. Eine direkte Wiederbelegung wäre eine enorme körperliche Belastung und birgt hohe Risiken für das Weibchen.

  • Ommen die Jungtiere in einer Haremsgruppe zur Welt, wird der Kastrat direkt nach der Geburt deutliches Interesse am Muttertier zeigen und sie auch umhertreiben.
  • Dieses Verhalten ist völlig normal und muss bei normalem Verlauf auch nicht unterbunden werden.
  • Die Jungtiere sollten nach der Geburt gewogen und auf Verletzungen geprüft werden.

Der Nabel sollte in den ersten Tagen gut beobachtet werden. Der Nabelschnurrest sollte eintrocknen und es darf keine Schwellung oder andere Entzündungsanzeichen geben. Muttertier mit Neugeborenen bei der ersten Mahlzeit nach der Geburt Aufzucht Junge Meerschweinchen sind als Nestflüchter direkt nach der Geburt auf den Beinen und folgen ihrer Mutter und anderen Gruppenmitgliedern durch das Gehege. Sie probieren bereits am Tag ihrer Geburt das bereitgestellte Futter und erlernen mit jedem Schritt das nötige Sozialverhalten.

  • Das Muttertier beginn meist erst nach dem Fressen der Nachgeburten mit der Milchbildung.
  • Darum, und weil der Stoffwechsel sich erst auf die neue Situation einstellen muss, verlieren die Jungtiere in den ersten 1-3 Tagen an Gewicht.
  • Bis zu 10% des Geburtsgewichtes sind gut tolerierbar, sollte ein Jungtier aber mehr Gewicht verlieren oder im Vergleich zu seinen Geschwistern deutlich zurückbleiben, kann ein Zufüttern nötig werden.

In der ersten Lebenswoche sollten die Jungtiere täglich zur selben Tageszeit gewogen werden, danach kann man die Intervalle erweitern. Auch das Muttertier sollte engmaschig kontrolliert werden, besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Gesäuge und der Vulva, aber auch die Gewichtsentwicklung gibt Aufschluss darüber wie gut sie die Aufzucht verkraftet.

Es ist in der Regel kein besonderes Aufzuchtsfutter nötig solange die Tiere artgemäß und vielfältig ernährt werden. Die Mutter benötigt zur Milchproduktion viel Füssigkeit, Vitamine und Nährstoffe die mit einer vielfältigen Frischfütterung (insbesondere kräuterreiches Wiesenfutter) in der Regel sicher abgedeckt sind.

Zwischen der 3. und 4. Lebenswoche (200-250 g KGW) ist der optimale Zeitpunkt für eine Frühkastration. Diese ermöglicht, dass die männlichen Jungtiere nicht vor Einsetzen der Geschlechtsreife (in der Regel mit ca.4 Wochen und 250g KGW) von Mutter und Geschwistern getrennt werden müssen.

Sie können direkt nach dem Eingriff zurück in die Gruppe und so wird eine optimale soziale Entwicklung und ein natürliches Absetzen vom Muttertier möglich. Gibt es keine Möglichkeit zur Frühkastration oder sollen die Jungböcke vlt. später in die Zucht, so ist dies das Alter, in dem sie von Weibchen getrennt und in eine Bock/Kastratengruppe umgesiedelt werden müssen.

Es ist keinesfalls ratsam, Jungtiere in gleichaltrigen Absetzergruppen zu halten, da sie dort kein ausreichendes Sozial- und Konfliktlösungsverhalten erlernen können. Beim Absetzen der Jungtiere ist auch zu beachten, dass das Muttertier mitunter noch säugt, besonders bei Würfen in denen nur Böckchen gefallen sind, ist es nicht ratsam, alle Jungtiere gleichzeitig abzusetzen, sondern z.B.

den Kleinsten noch einige Tage bei der Mutter zu belassen, damit es nicht zu einem Milchstau oder zu starkem Verlustverhalten beim Muttertier kommt. Weibliche Jungtiere und frühkastrierte Böckchen sollten min.6-8 Wochen beim Muttertier und im Gruppenverband verbleiben, bevor sie abgegeben werden. Für die Entwicklung des Immunsystems und des Sozialverhaltens ist es sehr wichtig, dass sie nicht mit gerade erreichtem Absatzalter aus ihrer Umgebung gerissen werden.

Sollten aus irgendwelchen Gründen potente männliche Jungtiere abgegeben werden, ist es ebenso sinnvoll, diese nach dem Absetzen vorerst in einer stalleigenen Bockgruppe unterzubringen, um das Immunsystem nicht zusammen mit dem Absatzstress noch durch einem Stallklimawechsel zu belasten.

Wann ist die Paarungszeit der Meerschweinchen?

„Schau mir auf die Füße, Kleines” – Wenn Meerschweinchen auf die Balz gehen Eins, zwei, Wiegeschritt: Wirft ein Meerschweinchen-Bock ein Auge auf eine Meerschweinchen-Dame, versucht er seine Angebetete mit wiegenden Schritten zu bezirzen. „Dazu stellt sich das Männchen auf, wiegt sein Hinterteil, trippelt im Zeitlupentempo um das Weibchen und gibt tiefe Gurrlaute von sich”, beschreibt Alexandra Mutwill, Verhaltensbiologin von der Universität Münster, das Balzverhalten der Nager.

Bei dem Balztanz, auch Meerschweinchen-Rumba genannt, stellt sich das Männchen in voller Größe auf und versucht seine Auserwählte zu beeindrucken. Dabei können auch seine Flanken vibrieren. Ein guter Hüftschwung imponiert jedoch nicht immer sofort: Auch wenn das Weibchen brünstig ist, rennt es erst mal noch weg.

Ist das Weibchen partout nicht paarungsbereit, wehrt es die Werbung des Männchens ab, indem es sein Hinterteil hebt und einen Harnstrahl in Richtung des Männchens abschießt. Ein natürlicher Abwehrmechanismus, den meistens Meerschweinchen-Herren abbekommen.

  • Das Männchen bleibt erst mal verdutzt sitzen.
  • Doch: Meerschweinchen-Männer sind aufdringliche Liebhaber.
  • Haben sie ein Weibchen auserkoren setzen sie ihren Werbungstanz unbeirrt fort.Ist das Weibchen paarungsbereit, geht alles schnell: Sie hebt ihr Hinterteil und keine Minute später ist der Paarungsakt beendet.

Danach putzen sich die Tiere und nach einer kurzen Pause paaren sie sich erneut. Der Paarungseifer der kleinen Nager geht schon früh los. „Weibchen können bereits mit drei bis vier Wochen geschlechtsreif werden, Böckchen sind es in der Regel erst mit zwei bis drei Monaten”, erklärt die Biologin.

Weibliche Meerschweinchen sind etwa alle 16 Tage und spätestens eine Stunde nach der Geburt ihrer Jungen wieder empfängnisbereit. Nach etwa 67 Tagen ist die Schwangerschaft beendet. Wer keine Lust auf Nachwuchs seiner Hausmeerschweinchen hat, kann das Männchen kastrieren lassen, wovon die Expertin allerdings abrät.

Besser hält man stattdessen nur Männchen oder Weibchen, gibt die Expertin den Tipp, die selbst fünf Meerschweinchen-Damen zu Hause hat. Falls Hausmeerschweinchen-Besitzer sich doch für eine Kastration entscheiden sollten: Am besten wenn die Böcke drei Wochen alt sind.

Wann erkennt man das Geschlecht bei Meerschweinchen?

Rassen & Zucht: Geschlechtsbestimmung Geschlechtsbestimmung von Claudia Gebhart Die korrekte Bestimmung des Geschlechtes von Meerschweinchen ist für die Vermeidung einer ungeplanten und überraschenden Trächtigkeit essentiell. Das Geschlecht kann in jedem Alter bestimmt werden! Ein erfahrener Züchter erkennt sofort nach der Geburt des Babys, ob es sich um einen Buben oder ein Mädchen handelt.

  • Mit zunehmenden Alter wird die Geschlechtsbestimmung einfacher.
  • Männchen UND Weibchen haben Zitzen! Daher ist das keine Möglichkeit zur Unterscheidung des Geschlechts. Ab der 3.
  • Lebenswoche können die kleinen Böckchen bereits typische männliche Verhaltensweisen zeigen (brommseln und aufreiten)! Babybuben sind mit 3 bzw.

allerspätestens mit 4 Wochen von der Mutter und den Schwestern zu trennen. Erfahrungsgemäß hat es nicht viel Sinn, die Schweinchen zur Geschlechtsbestimmung in die Tierhandlung zu bringen. Wenden Sie sich an einen Züchter oder an einen meerschweinchenerfahrenen Tierarzt!

Weibchen im Alter von einem Tag: Man kann ein “Y” erkennen.
Weibchen im Alter von fünf Wochen
Männchen im Alter von drei Tagen: Man kann ein “i” erkennen.
Männchen im Alter von 6 Wochen, der Penis ist schon deutlich sichtbar. Männchen im Alter von 6 Wochen von hinten, die Hoden sind deutlich sichtbar.
erwachsenes unkastriertes Männchen
erwachsenes kastriertes Männchen Durch leichten Druck auf den Bauch kann man den Penis zum Vorschein bringen (hier bei einem 6 Wochen alten Böckchen).

Rassen & Zucht: Geschlechtsbestimmung

In welchem Alter sind Meerschweinchen in der Pubertät?

Meerschweinchen in der Pubertät: Chance und Herausforderung für die Mensch-Tier-Beziehung Wenn das niedliche Babymeerschweinchen zum Pubertier wird, dann sollte sich der Mensch pädagogisch und fürsorglich verhalten. Denn diese wichtige Prägephase bietet die Chance, eine stabile Bindung aufzubauen, die ein Meerschweinchenleben lang halten kann.

Foto: iStock / gollykim Gestern war das Meerschweinchen noch so klein und niedlich und heute ist es plötzlich frech und unangepasst? Wenn es zwischen sechs und neun Monate alt ist, dann ist es vermutlich in der Pubertät angekommen – nicht nur altersmäßig, sondern auch hormonell. „Die Pubertät ist bei Meerschweinchen ein wichtiges Thema”, sagt die Biologin und Meerschweinchen-Expertin Cornelia Drees.

„In dieser Zeit kann viel schiefgehen in der Beziehung zwischen Mensch und Tier – sie bietet aber auch die Chance, die Bindung so zu festigen, dass sie während der restlichen Lebenszeit des Meerschweinchens bestehen bleibt.” Meerschweinchen testen Grenzen aus Pubertierende Meerschweinchen verhalten sich ein wenig wie menschliche Teenager – sie testen Grenzen aus, sie vergessen ihre Höflichkeit, sie schwanken zwischen Übermut und Unsicherheit.

Bei Meerschweinchen kann das so aussehen, dass sie im Zimmer neugierig weit wegrennen und dann plötzlich erschrecken und merken, dass sie ganz allein sind”, beschreibt Drees diese Phase. „Oder sie beißen mal testweise in den Finger des Menschen, von dem sie sich sonst gern kraulen lassen.” Genau wie bei menschlichen Jugendlichen ist diese Zeit wichtig, um sich auszuprobieren und Fähigkeiten für das Erwachsenenalter zu erlernen.

Prägezeit für die Bindung nutzen Wissenschaftler nennen die Pubertät die „zweite sensible Phase”, die auf die frühkindliche, von den Elterntieren beeinflusste Phase folgt. „Die Pubertät ist eine Prägephase beim Meerschweinchen, in der es sich aufgrund seiner Neugier und Lernbereitschaft besser auf den Menschen einlassen kann”, erklärt Drees.

  1. Der Halter sollte sich diese Zeit zunutze machen und sich viel mit dem Tier beschäftigen.
  2. So kann eine ganz neue Freundschaft entstehen.” Denn während Meerschweinchen normalerweise ihre Artgenossen als Bindungspartner vorziehen, so können sie in der Pubertät lernen, dass auch der Mensch Fürsorge und Wärme gibt und sie beschützt.

Deshalb sei es sinnvoll, nicht mit größerem Druck auf die Possen des Kleintiers zu reagieren, sondern verständnisvoll und liebevoll zu bleiben und die neue Lernbereitschaft beispielsweise für Klicker- oder Targettraining zu nutzen – auch, wenn sich das Meerschweinchen mal kratzbürstig zeigt.

Welches Geschlecht bei 2 Meerschweinchen?

Haustiere Kleintiere Meerschweinchen

29. Dezember 2021 Meerschweinchen sollten niemals alleine gehalten werden. Sie benötigen Artgenossen – ein Kaninchen ist kein Ersatz. Lesen Sie hier, was Sie bei der Vergesellschaftung von Meerschweinchen beachten müssen, damit eine harmonische Gruppe entsteht. So gehen Sie vor, um Ihre Meerschweinchen aneinander zu gewöhnen. © Petra Kohlstädt-stock.adobe.com Bevor Sie sich zwei oder mehr Meerschweinchen anschaffen, stellt sich Ihnen sicherlich die Frage nach den Geschlechtern und der besten Zusammensetzung einer Meerschweinchengruppe,

Kann man Meerschweinchen 2 Tage alleine lassen?

Meerschweinchen, Kaninchen oder Hamster allein lassen: Worauf muss man achten? Während Hunde oder Katzen ihre Halter in den Urlaub begleiten oder eine intensive Betreuung während der Abwesenheit von Herrchen oder Frauchen benötigen, sind kleinere Heimtiere meist weniger anspruchsvoll.

  1. Doch auch die Betreuung von Meerschweinchen oder Hamstern sollte bei längerer Abwesenheit sorgfältig geplant werden.
  2. Bei einem bevorstehenden Urlaub oder einem langen Arbeitstag stellt sich auch bei Haltern von Kleintieren die Frage: Wer versorgt die Tiere während meiner Abwesenheit? Die gute Nachricht: Bei entsprechender Planung können Meerschweinchen und Kaninchen auch mal einen kompletten Tag alleine gelassen werden, Hamster sogar zwei Tage.

Ist der Halter über einen längeren Zeitraum nicht zu Hause, sollten dann Tiersitter bei der Betreuung der geliebten Vierbeiner einspringen.

Kann man zwei Unkastrierte Meerschweinchen zusammen halten?

6. Böckchengruppe – Leider ist immer noch die Meinung weit verbreitet, dass sich unkastrierte Meerschweinchen Böcke untereinander nicht verstehen würden. Die Praxis zeigt jedoch, dass immer wieder Meerschweinchen Böckchen erfolgreich miteinander vergesellschaftet werden, und sich ein Leben lang gut verstehen. Die Meerschweinchen Vergesellschaftung kann allerdings etwas länger dauern und allenfalls viel Nerven kosten. Manchmal gibt es am Anfang Rangordungskämpfe welche sich in der Regel aber wieder legen. Diese Kämpfe sind in einem gewissen Masse normal und auch nötig, da sich so die Rangordnung festlegt. Du solltet also bei Ragnordnungskämpfe erst einmal nicht eingreifen. Es sei denn, die Kämpfe nehmen kein Ende, oder enden sehr blutig – dann solltest du die Böcke umgehend trennen. Du kannst es dann nach ein paar Tagen nochmals probieren mit der Meerschweinchen Vergesellschaftung. Klappt es auch dann nicht, solltest du es in diesem Fall definitiv lassen mit dem Meerschweinchen zusammenführen. Denn es gibt immer wieder Böcke, welche sich partout nicht miteinander verstehen – insbesondere wenn zwei sehr dominante Tiere aufeinander treffen. So klappt es dauerhaft mit der Meerschweinchen Bockgruppe: Am besten du vergesellschaftest immer einen älteren großen und dominanten (aber sozialen!) Bock mit mehreren Jungböckchen. Der dominante Bock, welcher als «Boss» der Gruppe fungiert, kann sogar einer sein, welcher bereits Deckerfahrung hat. Sobald die Böcke miteinander vergesellschaftet sind, ist Weibchenkontakt jedoch für ALLE, (auch für den Rudel-Chef!) absolut tabu. Sollte es sich beim dominanten Bock um einen ehemaligen Zuchtbock handeln darf selbst dieser ab jetzt keinen Weibchenkontakt mehr haben, auch nicht zwischendurch. Er würde den Geruch der Weibchen natürlich annehmen und bei seiner Rrückkehr in die Bockgruppe würde der reine Geruch nach Weibchen genügen, um die anderen Böcke auf «falsche Gedanken» zu bringen. Dadurch könnten Rangordnungskämpfe entstehen und die Gruppenharmonie unwiederbringlich zerstören. Wir raten dir ebenfalls dringend davon ab, einen ausgewachsenen unkastrierten Bock (z.B. einen ehemaligen Zuchtbock) in eine bereits bestehende Bockgruppe zu integrieren. In Einzelfallen kann dies wohl klappen, aber in den meisten Fällen würde dies in der gesamten Böckchengruppe Unruhe stiften und im schlimmsten Falle versteht sich dann keins der Tiere mehr mit dem anderen. Ist ein Böckchen jedoch noch sehr jung, kannst du es meistens gut in eine bestehende Bockgruppe integrieren. Am sichersten fährst du jedoch immer, wenn du eine harmonische Bockgruppe so belässt wie sie ist und keinen Anlass zur Unruhe gibst – auch nicht mit Neuzugängen. Absolut essentiell bei der Böckchenhaltung ist ebenfalls, dass die Tiere sehr viel Platz zur Verfügung haben > mindestens 2 Quadratmeter pro Tier. Die Böcke müssen sich jederzeit ausweichen können, sonst sind Rangstreitigkeiten und Konflikte vorprogrammiert! Wenn du diese Tipps beherzigst, dann funktioniert es meistens auch auf Dauer mit deiner Meerschweinchen Böckchengruppe,

See also:  Ab Wann Darf Man Bohren?

Wie viele Meerschweinchen beim ersten Wurf?

Eine Meerschweinchen-Geburt verläuft normalerweise unkompliziert und dauert pro Jungtier einige Minuten; zwischen den Geburten vergehen jeweils rund zehn Minuten. Ein Wurf besteht im Durchschnitt aus zwei bis drei Jungtieren.

Wie viel kostet es ein Meerschweinchen kastrieren zu lassen?

Was kostet mich eine Meerschweinchen-Kastration? Regelmäßig liest man in Facebook-Gruppen von Neuhaltern die Frage, was für ein Preis für eine Böckchen-Kastration des Meerschweinchens angemessen sei. Daraufhin melden sich meistens einige Halter die von 35€ bis ca.250€ alle möglichen Summen nennen, die sie für ihr Tier zahlen mussten.

Für Häsinnen liegen die Kastrationskosten zwischen ca.150 und 750€. Wobei die Preise durch die neue Gebührenverordnung für Tierärzte im Herbst 2022 angestiegen sind und ältere Beiträge daher oftmals unrealistische Summen nennen. Einige berichten auch, sie hätten mehrere Tierärzte angerufen und erhebliche Preisunterschiede feststellen können.

Wenn man dann darauf hinweist, dass es viel wichtiger wäre, auf die Qualifikation des Tierarztes (bildet er sich im Heimtierbereich fort?), die Narkosetechnik und die Narkoseüberwachung zu achten, machen viele Halter große Augen. Gleichzeitig liest man aber leider immer noch regelmäßig von Meerschweinchen, die bei Standardeingriffen wie z.B.

Astrationen versterben. Natürlich ist eine Kastration teurer, wenn der Tierarzt sich ständig fortbildet und dafür jährlich tausende Euros auf Fortbildungen und für Fachliteratur ausgibt um Dein Meerschweinchen möglichst sicher in Narkose zu legen, natürlich kostet es mehr, wenn Tiermedizinische Fachangestellte daneben stehen und die Narkose überwachen.

Es kostet auch erheblich viel mehr, das ganze Equipment anzuschaffen, damit die Meerschweinchen in Narkose optimal überwacht werden können (Puls, Atmung, Temperatur) so dass man bei Auffälligkeiten schnell reagieren kann. Und zuletzt kostet es erheblich mehr Zeit, wenn die Meerschweinchen hochwertig medizinisch behandelt werden.

  • Zum Beispiel sollten Meerschweinchen während des Aufwachens medizinisch eng betreut und überwacht werden! Zu dieser Zeit besteht das höchste Narkoserisiko.
  • Natürlich kann der Tierarzt mit einem billigen Narkosemittel das Tier in Narkose legen, alleine mal schnell auf schnippeln und wieder zu nähen, das Tier halb in Narkose noch dem Halter in die Hand drücken.

Da er so sehr viel weniger Aufwand und Kosten hat, kostet die Kastration dann auch nur wenig. Vielleicht überlebt Dein Meerschweinchen sogar – vielleicht aber auch nicht. Der Tierarzt verdient bei so einem Vorgehen oft sogar mehr, als wenn er das Tier zeitintensiv auf dem aktuellen Stand der Technik in Narkose legt und eng betreut.

  • Das Narkoserisiko beim Meerschweinchen lässt sich durch eine hochwertige Arbeitsweise, Vorbereitung zur Narkose, ein durchdachtes Narkose-Management und das Fachwissen des Tierarztes erheblich reduzieren, so dass die Narkose recht sicher wird.
  • Dafür muss der Halter dann aber auch bereit sein, den Mehraufwand und die Kosten zu tragen.

Und ich denke die meisten Halter zahlen lieber 20€ mehr und legen ihr Tier beruhigt in Narkose und nehmen es wieder fit mit nach Hause. Deshalb sollte nächstes mal die Frage nach der Vorgehensweise, der Narkoseüberwachung, Narkosetechnik und der Qualifikation des Tierarztes im Vordergrund stehen – und nicht der Preis.

Viele Tierärzte würden sehr gerne hochwertige Meerschweinchen-Medizin anbieten, wenn jedoch die Nachfrage nach Dumping-Behandlungen größer ist, als nach der Qualität, dann haben sie dazu kaum die Möglichkeit. Das können wir als Halter ändern. Unsere Empfehlung: Fahrt lieber etwas weiter und sucht einen echten Heimtierspezialisten auf.95% der Tierärzte kennen sich nicht mit Meerschweinchen aus, da diese im Grundstudium kaum thematisiert werden.

: Was kostet mich eine Meerschweinchen-Kastration?

Wann brommseln Meerschweinchen?

Groß machen / Aufbäumen – Bei Rangordnungs-Streitereien oder wenn Meerschweinchen Männchen den Weibchen imponieren wollen, machen sie ihre Beine lang, um größer zu wirken. Dabei stellen plustern sie das Fell und insbesondere die Nackenhaare auf, um noch grösser und breiter zu wirken. Meist ist dieses Groß machen mit Brommseln verbunden.

Wie zeigt man Meerschweinchen Zuneigung?

Körpersprache von Marion Reich Bei Meerschweinchen als sozialen Tieren kommt der Körpersprache große Bedeutung zu. Das Ausdrucksverhalten ist dabei nicht so deutlich wie etwa bei Hund oder Katze, aber mit ein bisschen Übung kann man seine Meerschweinchen recht gut “lesen”. Wichtige Aspekte sind das Fell (eng angelegt, mehr oder weniger gesträubt oder locker getragen), der Augenausdruck und auch die Ohrenstellung.

Außerdem können sich Meerschweinchen ganz klein oder imposant groß machen. Je nach Meerschweinchenrasse kann es leichter oder schwerer sein, die Körpersprache zu interpretieren. Einige Aspekte sind manchen Rassetieren überhaupt nicht möglich. Am leichtesten zu lesen sind sicherlich glatthaarige Kurzhaartiere.

So ist bei diesen Tieren am besten zu erkennen, ob sie entspannt sind (locker getragenes Fell), aufgeregt und leicht aggressiv (aufgestelltes Fell im Nackenbereich, manchmal bei stärkerer Erregung auch ein aufgestellter Kamm in der Mitte des Rückens), ob sie sich wohlfühlen (locker getragenes Fell) oder ob ihnen kalt ist (leicht gesträubtes Fell), ob ein Tier krank ist (stärker gesträubtes Fell) oder ob es sich fremden Artgenossen gegenüber wichtig macht (dicke Fellkugel). Zuneigung und freundliche Begrüßung Zwei einander gut bekannte Meerschweinchen begrüßen einander durch gegenseitiges Beschnuppern in der Schnauzengegend. Bei der Begrüßung von Männchen und Weibchen beginnt das Männchen nach einer gewissen Trennung meistens seinen Balztanz.

Eine Geste besonderer Zuneigung ist ein gegenseitiges Beschnüffeln und Abschlecken bei den Ohren oder rund um die Schnurrhaare. Manchmal hat man den Eindruck, als würde ein Tier am Öhrchen des anderen knabbern. Ein besonders eingehendes Beschnüffeln eines Tieres durch die restlichen Gruppenmitglieder im Schnauzenbereich kann aber auch auf eine Erkrankung hinweisen, da Meerschweinchen einen leicht veränderten Körpergeruch wahrnehmen können, der am Menschen spurlos vorübergeht.

Werbeverhalten Das Balzverhalten der Meerschweinchenböcke besteht aus wiegenden Schritten, mit denen das Böckchen langsam seitlich neben dem Weibchen hin- und hertrippeln und dabei tiefe Gurr- oder Brummlaute ausstößt. Es präsentiert dabei im Allgemeinen seine Flanke, sodass es zu einer T-Stellung der beiden Tiere kommt.

Meistens ist auch das Nackenfell, manchmal das ganze Fell etwas gesträubt und das Männchen stellt sich direkt auf seine Zehenspitzen, um sich möglichst groß zu machen. Auch brünstige Weibchen zeigen dieses Balzverhalten. Der Balztanz (auch als Meerschweinchen-Rumba bezeichnet) wirkt in Stresssituationen oder Konfliktsituationen zwischen Weibchen der Gruppe auch als beruhigendes Signal.

Ein sozial kompetenter Bock spielt eine wichtige Vermittlerrolle zwischen den Weibchen der Gruppe und sorgt so für eine stabile soziale Ordnung. Dieses Verhalten wird aber auch im Rahmen des Dominanzverhaltens gezeigt. Im Zuge der Partnerwerbung, aber auch beim Dominanzverhalten, läuft das Männchen (bzw.

Das dominante Tier) hinter dem Weibchen (bzw. dem unterlegenen Tier) her und reitet auf. Auch brünstige Weibchen laufen im Allgemeinen zunächst vor dem Männchen weg. Sind sie in Paarungsstimmung, präsentieren sie sich dem Böckchen, indem sie ihr Hinterteil hochrecken und ihm direkt vor die Nase halten.

Brünstige Weibchen zeigen dieses Verhalten auch anderen Weibchen gegenüber. Häufig kann man auch beobachten, dass sie versuchen, bei anderen Weibchen oder auch beim Bock aufzureiten. Fotos dazu finden Sie hier, Harnspritzen Das Harnspritzen ist eine Abwehrreaktion, die Weibchen häufig dem allzu aufdringlichen Werbeverhalten des Männchens entgegensetzen, wenn sie nicht brünstig sind.

  • Es wird auch bei Vergesellschaftungen häufig beobachtet.
  • Das Böckchen bleibt dann einen Moment verdutzt sitzen, beutelt sich manchmal – und setzt seine Verfolgung dann im Allgemeinen recht unverdrossen fort.
  • Natürlich ist das Harnspritzen nicht nur gegen Böcke gerichtet, aber die Herren bekommen im Allgemeinen das meiste ab.

Auseinandersetzungen Meerschweinchen drohen einander mit hochgehaltenem Kopf und entblößten Schneidezähnen. Die nächste Warnstufe ist ein Zähneklappern, das sich zu einem wütenden Crescendo steigern kann, wenn das andere Meerschweinchen die Drohung noch immer ignoriert.

Der nächste Schritt ist ein Hinfahren auf den Kontrahenten. Zunächst kommt es meistens zu einem Biss in die Luft vor der Schnauze des Kontrahenten. Dabei ist häufig ein richtiges Schnappgeräusch zu vernehmen. Wenn auch das noch keine Wirkung zeigt, kommt es zum tatsächlichen Angriff. Ziel ist häufig das dicke Fell im Nacken.

Bei ernsthaften Auseinandersetzungen kann es vorkommen, dass die Tiere sich in einander verbeißen und wie eine Kugel herumrollen. Bissverletzungen fügen Meerschweinchen einander bei kleineren Auseinandersetzungen normalerweise nicht zu, allerdings können Kerben in den Ohren eine Folge sein. Gesträubtes Fell Meerschweinchen zeigen in verschiedenen Situationen gesträubtes Fell – besonders gut zu beobachten ist das aber natürlich nur bei Glatthaartieren. Gesträubtes Fell im Nackenbereich oder sogar in einem Strich den Rücken entlang ist ein Zeichen für Erregung und wird häufig im Zuge von Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe, bei Vergesellschaftungen, aber auch beim Paarungsverhalten gezeigt.

  • Nett ist auch, wie sich manche Meerschweinchen ausplustern, wenn ihnen das Fressen besonders gut schmeckt.
  • Sitzt ein Tier aber mit gesträubtem Fell im Käfig, kann das auch ein Hinweis darauf sein, dass dem Tier entweder kalt ist oder dass es krank ist ( Näheres zu Krankheitssymptomen ).
  • Gänsemarsch Sind Meerschweinchengruppen gemeinsam im Freilauf unterwegs, bewegen sie sich häufig im Gänsemarsch.

Auch zwei Meerschweinchen auf Erkundigungstour zeigen dieses typische Verhalten häufig. Ängstlich-neugieriges Erkundigungsverhalten Ein ängstliches Meerschweinchen erkennt man im Allgemeinen gut an seinen groß aufgerissenen Augen. Die Augen erscheinen kugelrund.

  • Ein entspanntes Meerschweinchen hat dagegen eher mandelförmige Augen, manchmal auch leicht geschlossen, wenn es vor sich hindöst, während ein unternehmungslustiges Meerschweinchen runde, aber nicht aufgerissene Augen zeigt.
  • Dazu kommt meist noch ein besonders unternehmungslustiger Gang und leicht wippende Ohrenspitzen.

Im Gegensatz dazu streckt sich ein Meerschweinchen beim ängstlich-neugierigen Erkundungsverhalten lange aus, der Bauch berührt dabei fast den Boden, die Bewegungen sind teilweise ruckartig vorwärts, normalerweise aber langsam. Die Bewegung kann von glucksenden Erkundungslauten begleitet sein.

  • Charakteristisch ist auch ein schneller Wechsel von Durchstarten und Abbremsen ( mehr zum Erkennen von Angst beim Meerschweinchen ).
  • Hochwerfen des Kopfes Durch das Hochwerfen des Kopfes droht ein Meerschweinchen einem anderen Tier.
  • Es wehrt auf diese Weise auch die streichelnde Hand des Menschen ab, wenn Streicheln gerade unerwünscht ist.

Manchmal beginnt das Tier auch sich besonders lang zu strecken oder sich leicht zu wälzen. Es windet sich dann unter der Berührung, die als unangenehm empfunden wird. Hört das Streicheln oder Bürsten nicht auf, kann es passieren, dass sich das Meerschweinchen leicht seitlich dreht und mit den Hinterbeinen die Berührung abwehrt, meistens begleitet von aufgeregtem Singsang. Gitternagen/Betteln Nagen Meerschweinchen besonders aufdringlich am Gitter des Käfigs, kann das verschiedenste Ursachen haben. Häufig handelt es sich um Langeweile. Man sollte die Größe des Käfigs/Eigenbaus überprüfen und ev. verggrößern und den Alltag der Tiere abwechslungsreicher gestalten, damit sich keine Verhaltensstereotypie herausbildet, gegen die man viel schwerer (wenn überhaupt) ankommt.

  1. Gitternagen kann aber auch zeitlich begrenzt vor den Futterzeiten als Bettelgeste auftreten.
  2. Und manchmal zeigen Meerschweinchen damit auch an, dass etwas von der anderen Seite des Gitters ist, zum dem sie gerne möchten (zB ein köstlich duftendes Weibchen), oder dass es einfach höchste Zeit für den gewöhnten Freilauf ist.

Neben den bekannten Bettelgesängen ist auch das Aufrichten auf die Hinterbeine und Männchenmachen ein typisches Bettelverhalten. Meerschweinchen richten sich im Allgemeinen nicht auf die Hinterbeine auf, wenn sie die Umgebung überwachen oder eine interessante Witterung wahrgenommen haben.

Dabei wird üblicherweise nur der Kopf angehoben und interessiert geschnuppert (meist mit leicht geöffnetem Mäulchen). Manche Meerschweinchen springen dazu auch recht gerne auf einen erhöhten Aussichtspunkt. Gute Laune & Übermut Luftsprünge, Hakenschlagen und schneller Meerschweinchengalopp sind typische Ausdrucksweisen eines Tieres, das sich gerade sauwohl fühlt.

Manchmal wirkt das ansteckend auf die ganze Gruppe. Häufige Sprünge können aber auch ein Zeichen von Juckreiz sein, in Kombination mit einem Aufschrei auch ein Hinweis auf Schmerzen. Aneinanderkuscheln Da Meerschweinchen keine Tiere sind, die als Erwachsene ausgeprägtes Kontaktliegen zeigen, ist es im Allgemeinen kein gutes Zeichen, wenn sich erwachsene Meerschweinchen aneinanderkuscheln. Sie sind dann häufig entweder gestresst, frieren oder fühlen sich sonst nicht wohl.

Sind Meerschweinchen verschmust?

Naschereien – Eine leckere Abwechslung für zwischendurch bieten Obst und Gemüse, zum Beispiel Äpfel, Birnen, Melone, Möhren, Paprika, Gurken, Fenchel und Avocado. Vorsicht: Bohnen und Kartoffeln sind giftig für Meerschweinchen! Ob Salzlecksteine sinnvoll sind, ist umstritten. ©123RF Meerschweinchen sind relativ ruhige Zeitgenossen und da sie die meiste Zeit in ihrem Käfig verbringen, können Sie nicht aktiv die Zeit ihres Besitzers einfordern. Trotzdem muss man eine gewisse Zeit zur Pflege und Sauberkeit der kleinen Nager einplanen.

  • Gefüttert werden sollte mehrmals täglich.
  • Das Trinkwasser – am Besten in einer hygienischen Trinkflasche – sollte ebenfalls täglich gewechselt werden.
  • Die kleinen Schweinchen scheinen manchmal etwas träge, sie flitzen aber gerne auch mal herum, sodass ihnen täglich mindestens eine Stunde beaufsichtigter Freilauf sehr gut gefällt.

Der Käfig sollte mindestens 1 x wöchentlich gereinigt werden. Eine gewisse Körperpflege benötigen Meerschweinchen auch. Langhaarrassen müssen regelmäßig gebürstet werden. Ansonsten sollten die Krallen ca. einmal im Monat kontrolliert und geschnitten werden. © Fotolia Die kleinen Nager sind geduldig, verschmust und unkompliziert. Daher gelten sie als die idealen Haustiere für Kinder. Dagegen ist im Grunde auch nichts zu sagen. Wie bei allen anderen Haustieren, sind jedoch immer die Eltern die Tierhalter. Von Kindern kann man noch kein konstantes Interesse an einem Tier verlangen, das heißt die Eltern müssen damit rechnen, die Versorgung des Meerschweinchens selbst zu übernehmen.

Auch die erste Begeisterung muss bei Kindern gezügelt werden. Es sollte vermittelt werden, dass die Meerschweinchen auch ihre Ruhe benötigen und nicht wie Stofftiere in der Gegend herumgeschleift werden können. Wenn man dies berücksichtigt, sind Meerschweinchen durchaus als Haustiere für Kinder geeignet, um Verantwortung, Pflege und den Umgang mit Tieren zu lernen.

Um mit den Meerschweinchen richtig umgehen zu können, sollte ein Kind etwa 5 Jahre alt sein. Soll es das Tier weitgehend eigenständig versorgen, ist ein Alter von ca.10 Jahren empfehlenswert. Das Glatthaarmeerschweinchen ist die ursprüngliche Variante des Meerschweinchens.

Das Fell ist glatt und kurz. Sie sind in allen möglichen Farbschlägen erhältlich. Das Rosetten-Meerschweinchen gehört zu den beliebtesten Meerschweinchenrassen. Das Fell ist mit mindestens acht Wirbeln durchsetzt, die die Haare in alle Richtungen abstehen lassen. Rosetten-Meerschweinchen gibt es in allen möglichen Farbschlägen.

Rex-Meerschweinchen werden zu den Kurzhaarrassen gezählt. Sie haben krauses, gewelltes oder gelocktes Fell. Sie werden in vielen attraktiven Farben gezüchtet, z.B. creme oder gold. Das Texel-Meerschweinchen wird zu den Langhaarrassen gezählt. Sie haben langes, glattes Fell, das am Kopf gewellt oder gekräuselt ist.

  1. Texel-Meerschweinchen sind in vielen schönen Farbschlägen erhältlich.
  2. Die langhaarigen Coronet-Meerschweinchen haben einen Wirbel auf dem Kopf, der die Haare wie ein Krönchen nach oben stehen lässt.
  3. Das Fell am Körper ist glatt.
  4. Das Coronet-Meerschweinchen wird mittlerweile in vielen Farbschlägen gezüchtet.

Merino-Meerschweinchen sind die gelockte Variante des Coronet-Meerschweinchens. Sie haben ebenfalls den auffälligen Kopf-Wirbel. Merino-Meerschweinchen werden in vielen attraktiven Farben gezüchtet. Peruaner-Meerschweinchen haben mit das längste Fell, dass sogar bis über die Augen fällt.

  • Typisch für die langhaarigen Angora-Meerschweinchen sind die vier Wirbel, die über den Körper verteilt sind.
  • Es gibt sie in vielen schönen Farbschlägen.
  • Die US-Teddy-Meerschweinchen gibt es sowohl lang- als auch kurzhaarig.
  • Sie haben dichtes, plüschiges Fell, was ihnen ihr teddymäßiges Aussehen verleiht.

Die Lunkarya-Meerschweinchen gehören zu den neuesten Meerschweinchen-Rassen. Sie haben langes, hartes Fell, das krauss oder gelockt ist.

Können Meerschweinchen ihre Tage haben?

Kleintierklinik, Veterinärmedizin Priv. Doz. Dr. med.vet. Birgit Drescher Meerschweinchen Meerschweinchen gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia), die mit ihren annähernd 3000 Arten fast die Hälfte aller heute auf der Erde lebenden Säugetierarten ausmacht.

  • Agutis
  • Wasserschweine, Pakarana.
  • 1. Anatomische und physiologische Besonderheiten
  • • Mundhöhle
  • Praxisrelevante Aspekte:

• Caviomorpha (Meerschweinchenverwandte) wie Meerschweinchenartige, Die Familie der Meerschweinchen (Caviidae) weist zwei Unterfamilien auf, und zwar • Dolichotinae: Maras oder Pampahasen mit 2 Arten sowie • Caviidae: eigentliche Meerschweinchen mit 4 Gattungen: – Cavia aperea (Wildmeerschweinchen) als Stammform von Cavia porcellus (Hausmeerschweinchen) – Galea (Wieselmeerschweinchen) – Microcavia (Zwergmeerschweinchen) – Kerodon rupestris (Bergmeerschweinchen) Die Stammform unseres Hausmeerschweinchens ist das Gebirgsmeerschweinchen – Cavia aperea cutleri.

Sie besiedeln grasreiche Hochebenen und Buschsteppen der Anden bis zu Höhenlagen von 4200 m. Schlupfwinkel und selbst gegrabene Höhlen bieten ihnen sowohl in dichtem Gestrüpp als auch in offenem Gelände Schutz vor Feinden. Sie leben im Familienverband von 4 bis 10 (20) Tieren in Erdbauten. Die Familiengruppen mit einem Männchen, mehreren Weibchen und Jungtieren bleiben durch ständige Stimmfühlungslaute untereinander in Verbindung.

Bei Gefahr werden Warnlaute ausgestoßen. Durch Flucht in Höhlen oder anliegendes Gestrüpp versuchen sie, sich in Sicherheit zu bringen oder verfallen in eine Schreckstarre. Meerschweinchen gehören zu den ältesten Haustieren der Neuen Welt: Von den Inkas wurden sie bereits als Speise- und Opfertiere gehalten.

Bald nach der Entdeckung Amerikas wurden die ersten Meerschweinchen von spanischen Seefahrern und holländischen Kaufleuten mit nach Europa gebracht und dort weiter gezüchtet. Der Name “Meerschweinchen” kommt wohl von der gedrungenen Körperform und den quiekenden Lauten dieses Tieres, das seine Heimat jenseits des Meeres hat.

Im amerikanischen Sprachgebrauch hat es einen noch verwirrenderen Namen, nämlich “Guinea Pig”, wobei es weder von der Insel Guinea kommt, noch zoologisch den Schweinen nahe steht. Vielmehr wird vermutet, dass der heute unübliche Begriff “guinea” im Sinne von “fremd” diesem Tier zugedacht war oder auch die Tatsache, dass diese Tiere in England für 1 Guinea (engl.

  • Währung) verkauft wurden.
  • Heute ist das Meerschweinchen in Südamerika Heimtier und Fleischproduzent zugleich, in Europa wird es als Versuchstier und Heimtier genutzt.
  • In der Rassezucht werden viele Rassen gezüchtet.
  • Zahnformel: 1I 0C 1P 3M pro Kieferquadrant Alle Zähne des Meerschweinchens haben offene Wurzeln, d.h.

sie wachsen zeitlebens und sind deshalb auf einen ständigen Abrieb angewiesen. Die Zähne wachsen 1,2 bis 1,5 mm pro Woche, d.h.5 bis 6 mm pro Monat. Die Schneidezähne weisen nur auf der Vorderseite einen Schmelzüberzug auf. Dadurch werden die schmelzunbeschichteten, palatinalen Zahnflächen mehr abgenutzt und es entsteht die physiologische meißelartige Form der Inzisivi, die damit Schärfe zum Abbiss gewinnen.

Die Molaren sind von Schmelzfalten durchzogen und weisen buccal und lingual tiefe Furchen auf. Die Kauflächen der Oberkieferbackenzähne sind stark backenwärts geneigt, die des Unterkiefers stark nach lingual. Gleichzeitig weisen die Backenzahnreihen pro Kiefer von oral nach aboral divergierende Zahnreihen auf.

Das Abbeißen oder Abnagen erfolgt durch seitliche Unterkieferverschiebungen. Für den eigentlichen Kauvorgang wird die Nahrung durch vor- und rückwärtige Unterkieferverschiebungen sehr fein zwischen den Backenzähnen zerrieben. Dieser Kauvorgang ist für Nagetiere und Kaninchen typisch, da sie als Kiefergelenk ein Schlittengelenk mit rinnenartiger Gelenkgrube besitzen.

  1. Der Zahnwechsel vom Milch- zum permanenten Gebiss soll zwischen dem 43. und 49.
  2. Trächtigkeitstag intrauterin stattfinden, die Milchzähne bis zum 55.
  3. Tag wieder resorbiert sein, so dass Meerschweinchen mit einem permanenten Gebiss geboren werden, bei dem nur der M3 das Zahnfleisch noch nicht durchbrochen hat.

Die Mundhöhle des Meerschweinchens ist gekennzeichnet durch wulstige Lippen, wovon die obere die für alle Nager und Kaninchen charakteristische mediane Spalte (Raphe) aufweist, die jedoch nicht besonders ausgeprägt ist. An den Übergängen von der Unter- zur Oberlippe zieht die behaarte Lippenhaut weit ins innere des Mundraumes als Inflexum pellitum.

Sie bildet oberhalb der Mundwinkel jederseits zwei große vordere Backenwülste, deren Innenränder sich bei geschlossenen Kiefern hinter den Inzisivi oberhalb der Zungenspitze berühren, so dass die Mundhöhle in einen vorderen “Nageraum” und einen hinteren “Kauraum” unterteilt wird, sowie zwei kleinere hintere Backenwülste, die bei geschlossenem Kiefer hinter den Inzisivi und bis unmittelbar vor den OK-Praemolaren liegen.

Hinter den OK-Schneidezähnen liegt medial ein langgestreckter Knorpelhöcker, die Papilla incisivi, an deren aboralem Ende die paarigen dünnen Nasengaumengänge münden. Diese Ductus nasopalatini verlaufen von der Nasenscheidewand aus schräg ventral zum Gaumen und verbinden so Mund- und Nasenhöhle.

  • In die Ductus mündet das Jacobson’sche Organ, ein akzessorisches Geruchsorgan, das aus zwei mit Riechepithel ausgekleideten Blindschläuchen besteht und in einer Knorpelscheide des Vomer liegt.
  • Die Mundhöhle wird rachenwärts mit dem Gaumensegel abgeschlossen, wobei dieses ventral von einem konkaven Rand gebildet wird, der nicht im engeren Sinne ein Zäpfchen trägt.

Tonsillen besitzt das Meerschweinchen nicht! Eine regelmäßige, gleichmäßige Abnutzung der Zähne steht physiologischerweise im Gleichgewicht mit einem dauerhaften Zahnwachstum. Wenn dieses Gleichgewicht gestört ist, kommt es zu unzureichender Zahnabnutzung und infolgedessen zu Zahnüberlängen.

Eine ausreichende Zahnabnutzung ist nur gewährleistet, wenn den Meerschweinchen eine grobstrukturierte rohfaserreiche Fütterung gewährleistet wird, die ein intensives Mahlen der Backenzähne notwendig macht, d.h. Heu oder Gras – wie bei den Wildformen der Meerschweinchen in den Anden! – ist das Grundfutter für diese Tierart, das zusätzlich durch Frischfutter (Blätter, Kräuter, Leguminosen, Obst, trockenes Brot) zum Zwecke der Abwechslung und Beschäftigung ergänzt werden kann.

Im Gegensatz zum Kaninchen sind Zahnfehlstellungen beim Meerschweinchen weitaus weniger häufig anzutreffen, da im Gegensatz zum Kaninchen nicht so extrem auf Kurzköpfigkeit und Zwergwuchs gezüchtet wurde, aber in seltenen Fällen sind auch Fehlstellungen und eine erbliche Unterkieferprognathie (Zuchtausschluß!) zu beobachten.

  1. Weitaus häufiger werden beim Meerschweinchen Zahnspitzen der Backenzähne und sogar Brückenbildungen der UK-Backenzähne mit Einwachsen in die Zunge oder die Backenschleimhaut beobachtet.
  2. Verdauungskanal Der Magen ist einhöhlig und bis auf die Pylorusregion sehr dünnwandig aufgrund einer nur geringgradig ausgebildeten Tunica muscularis.

Das Meerschweinchen kann aufgrund dessen nicht erbrechen und nimmt über den Tag verteilt mit einem zirkadianen Bigeminus in den Dämmerungszeiten wie das Kaninchen 60 – 80 kleine Mahlzeiten auf, die gleichzeitig für den Weitertransport des Mageninhaltes wichtig sind.

  • Das Fassungsvermögen des Magens beträgt bei einem adulten Tier ca.20 bis 30 ml.
  • Praxisrelevante Aspekte: Ein Ausnüchtern des Meerschweinchens praeoperativ ist nicht sinnvoll, da mangels erneuter Futteraufnahme auch die Magenentleerung sistiert.
  • Das Meerschweinchen kann nicht erbrechen und somit ist auch kein Futteraspirationsrisiko in der Narkose zu fürchten.

Eine Ausnüchterung könnte stattdessen eine Ketose initiieren, wodurch eine zusätzliche Narkosebelastung erst zu einem echten Risiko wird. Eine artgerechte Fütterung sieht eine ständige Verfügbarkeit von Grundfutter vor. Portionierte Fütterungen entsprechen nicht der Verdauungsphysiologie des Meerschweinchens.

Der Dünndarm des Meerschweinchens ist durch einen ampullenförmigen Anfangsteil des Duodenums (Ampulla duodeni) gekennzeichnet. Ansonsten weist er keine nennenswerten anatomischen oder physiologischen Besonderheiten auf. Das Dünndarmkonvolut liegt im ventralen Teil der rechten Bauchhöhlenseite. Der Dickdarm des Meerschweinchens hingegen ist analog zum Kaninchen auf eine Zelluloseverdauung spezialisiert: Das Caecum beinhaltet ca.

zwei Drittel des Gastrointestinalinhaltes und füllt ein Drittel der Bauchhöhle aus. Es liegt hufeisenförmig der ventralen Bauchwand an und wird in Kopf, Körper und Schwanz unterteilt. Es gibt keinen Appendix vermiformis. Das Caecum wird in Längsrichtung durch drei Bandstreifen – zwei lange und ein kurzer – gerafft.

  • Das Caecum ist der Ort der bakteriellen Zelluloseverdauung.
  • Die Darmflora besteht überwiegend aus Anaerobiern und grampositiven Bakterien (Kokken, Laktobazillen), wohingegen E.
  • Coli und Cl.
  • Perfringens nur passager vorkommen.
  • Eine hohe Keimzahl der zuletzt genannten Keime ist immer als Dysbakteriose zu werten und meist durch Fütterungsfehler bedingt.
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Im Caecum wird die Caecotrophe gebildet, die unmittelbar vom Anus weg wieder oral aufgenommen wird. Sie enthält bakteriell synthetisierte Vitamine, wobei den Meerschweinchen im Laufe der Evolution der intermediäre Synthesemechanismus für Vitamin C verloren gegangen ist.

Folglich sind sie auf die exogene Zufuhr von Vitamin C angewiesen, was bei der Wildform über das hochgradig Vitamin C-haltige Gras der Andensteppen gewährleistet ist, im Falle reiner Heugabe beim Heimtier jedoch nicht. Der Bedarf liegt bei 10 mg/kg KM und Tag. Das Colon kann in insgesamt 5 Abschnitte eingeteilt werden, wobei die ersten drei Abschnitte dem Colon ascendens entsprechen.

Es folgen Colon transversum und descendens. Das C. ascendens verfügt über einen Separationsmechanismus, der durch eine an der dem Mesenterium zugewandten Darmwand gelegene Rinne für den retrograden Transport von Zellulosepartikeln zurück ins Caecum befähigt ist, womit erklärt werden kann, warum Meerschweinchen bei rohfaserarmer Fütterung dennoch lange Zeit einen Zellulosemangel kompensieren können.

Weitaus empfindlicher reagieren sie auf systemische Antibiotikagaben, da jede Störung der physiologischen Mikroflora zur Vermehrung koliformer Mikroorganismen führen kann, die die zelluloseverdauenden Bakterien überwuchern und nicht zur Synthese essentieller Metaboliten fähig sind. Praxisrelevante Aspekte: Die Magen-Darmtrakt-Gesamtlänge des Meerschweinchens ist mit der 10fachen Körperlänge der des Kaninchens analog.

Aufgrund der langen Verweildauer des Darminhaltes im Caecum ist durchschnittlich mit einer Passagezeit von 5 Tagen zu rechnen, was im Falle einer Röntgenkontrastuntersuchung mit Bariumsulfat zu berücksichtigen ist. Eine systemische Antibiose ist nach gründlicher Abwägung nur dann indiziert, wenn eine lebensbedrohliche bakterielle Erkrankung (Lungenentzündung, Nierenentzündung, etc.) nicht anders behandelt werden kann.

  • Harnapparat Die Nieren des Meerschweinchens sind glatt und einwarzig.
  • Der Harntrakt weist ansonsten keine nennenswerten Besonderheiten auf.
  • Praxisrelevante Aspekte: Insgesamt selten, jedoch häufiger bei weiblichen als bei männlichen Tieren werden Harnsteine beschrieben, die häufiger in der Urethra als in der Harnblase vorliegen können.

Am meisten treten Kalziumkarbonatsteine auf, beschrieben wurden auch Struvitsteine. Da die Tiere sehr unspezifische Symptome aufweisen können, sollte im Falle von Inappetenz, Abmagerung, Zähneknirschen als Schmerzausdruck sowie bei Hämaturie an die Möglichkeit von Urolithen gedacht werden.

• Geschlechtsorgane Die Geschlechtsbestimmung ist auch beim neugeborenen Meerschweinchen leicht durchführbar: Während beim Männchen durch einen leichten Daumendruck auf den Bauch unmittelbar vor der Genitalöffnung der Penis hervorgelagert werden kann, erkennt man das weibliche Tier im Anogenitalbereich ohne manuelle Manipulation aufgrund der für das weibliche Geschlecht typischen y-förmig angeordneten Hautwülste, welche Perinealtasche, Anus und Vagina verdecken.

Jungtiere kommen als Nestflüchter zur Welt. Sie können bereits nach 14 Tagen vom Muttertier abgesetzt werden. Praxisrelevante Aspekte: Die weiblichen Meerschweinchen kommen in der Regel im 2. Lebensmonat in die Geschlechtsreife, frühreife Tiere auch schon im Alter von 3 bis 4 Wochen.

  1. Dies hat insofern Konsequenzen, als in Zoohandlungen häufig Meerschweinchenfamilien zusammen gehalten werden, so dass bei frühreifen weiblichen Jungtieren das Vatertier diese bereits gedeckt hat, wenn die Tiere als Jungtiere verkauft werden.
  2. Tragik für das Tier: In der Regel ist das trächtige Jungtier noch nicht zuchtreif und somit mit den Nachkommen überfordert.

Tragik für den Tierkäufer – meistens Kinder – das Meerschweinchen bekommt unerwünschten Nachwuchs, der Nachwuchs ist ingezüchtet und hat häufig mit Inzucht einhergehende Veränderungen aufzuweisen oder die Jungtiere gehen aufgrund inzuchtbedingter Letalfaktoren plötzlich zugrunde.

  • Hier fehlt vor allem Aufklärung beim Zoofachpersonal! Männliche Geschlechtsorgane: Die Hoden des männlichen Meerschweinchens liegen bei der Geburt noch abdominal und treten in der 6.
  • Lebenswoche durch den Leistenkanal bis in eine nur schwach vorgewölbte Skrotaltasche.
  • Die Männchen sind in der Lage, ihre Hoden mithilfe des M.

cremaster durch den geöffneten Inguinalkanal jederzeit in die Bauchhöhle einzuziehen. Hoden und Nebenhoden werden beim adulten Tier von einem mächtig ausgebildeten Fettkörper kappenartig umhüllt. Meerschweinchen haben deutlich ausgebildete akzessorische Geschlechtsdrüsen: Die zweigeteilte, bis 10 cm lange, stark geschlängelte, in die Beckenhöhle hineinragende Samenblasendrüse (Gl.

  1. Vesicularis), die paarig angelegte Prostata sowie die Cowperschen Drüsen.
  2. Männliche Meerschweinchen werden im dritten Monat geschlechtsreif.
  3. Sie besitzen einen dünnen langen Penisknochen.
  4. Praxisrelevante Aspekte: Die Kastration männlicher Meerschweinchen wird in der Regel ausschließlich zur Vermeidung von Nachwuchs verlangt.

Da männliche Meerschweinchen auch mit gleichgeschlechtlichen Vertretern ihrer Art auskommen können, ist aus Tierschutzgründen nicht in jedem Falle eine Kastration von gemeinsam gehaltenen Böcken notwendig. Wie bei jeder anderen Tierart auch, sollte dem Besitzer frisch kastrierter Böcke immer mitgeteilt werden, dass das Meerschweinchen günstigstenfalls noch 6 Wochen post castrationem zeugungsfähig ist!

  1. Weibliche Geschlechtsorgane:
  2. Brunstsymptome:
  3. • Haut und Hautanhangsorgane
  4. Analdrüsen kommen bei Meerschweinchen nicht vor!
  5. • Herz, Kreislauf und Atmungsapparat
  6. 2. Artgerechte Haltung von Meerschweinchen
  7. 3. Krankheiten der Meerschweinchen
  8. • Hautkrankheiten
  9. • Anorexie / Inappetenz
  10. • Verdauungsstörungen
  11. • Fortpflanzungsstörungen
  12. • Infektionskrankheiten
  13. Literatur
  14. Gustav Fischer Verlag

Die Ovarien des Meerschweinchens liegen beiderseits kaudal der Nieren und sind längsovale Gebilde von 3 bis 5 mm Länge. Das Meerschweinchen weist analog zum Kaninchen einen Uterus duplex auf. Die Vagina ist ca.3 bis 4 cm lang und endet in einem nur kurzen Vorhof.

Das Endstück ist meist epithelial verklebt und nur zur Brunstzeit geöffnet. Meerschweinchen sind mit 4 bis 5 Monaten zuchtreif. Sie sind polyöstrisch, d.h. sie weisen einen Zyklus auf mit folgenden Zyklusabschnitten: Proöstrus 1,5 Tage, Östrus 8 – 11 Stunden, Metöstrus 2,5 – 3 Tage und Diöstrus 15 – 17 Tage, so dass sich eine Gesamtzykluslänge von 16 bis 19 Tagen ergibt.

Die Brunst beginnt mit der Auflösung der Vaginalmembran. Dabei handelt es sich um einen echten epithelialen Verschluß, der durch Wachsen und Verkleben zweier Schleimhautleisten im Scheideneingang zustande kommt. Am Ende des Proöstrus wölbt das Scheidensekret diese Membran vor, die dann für die kurze Brunstperiode einreißt und den Eingang der Scheide freigibt.

Der Östrus dauert nahezu 24 Stunden mit einer Hauptbrunst von ca.10 Stunden. Danach ist die Vagina während des ganzen Metöstrus, des Diöstrus und eines Teiles des Proöstrus durch eine jeweils neu gebildete Vaginalmembran wieder fest verschlossen. Eine Begattung außerhalb der eigentlichen Brunst ist deshalb nicht möglich.

– offene Vagina durch Einreißen der Membran – leichte Anschwellung der äußeren Geschlechtsteile – seröse Flüssigkeit am Scheidenausgang – Unruhe, Nervosität und Wühlen in der Einstreu Der bei erfolgreicher Paarung gebildete Scheidenschleimpfropf aus dem Sekret der Samenblase des Bockes fällt nach wenigen Stunden ab und wird in der Zucht als Zeichen für die stattgefundene Begattung gewertet.

Die Trächtigkeit dauert durchschnittlich 68 (64 – 71) Tage. Vier Wochen p.i. lässt sich palpatorisch eine Trächtigkeit ermitteln. Das Meerschweinchen baut kein Nest und zeigt keine Unruhe vor der Geburt. Das weibliche Meerschweinchen entwickelt sehr große Früchte, die nur durch den Prozess der Erweiterung des Beckenringes in der Vorbereitungsphase der Geburt den Geburtskanal passieren können.

Während man bei nicht trächtigen Meerschweinchen den Symphysenrand als schmale, etwas gerundete Leiste fühlt, verbreitert und lockert sich bereits im letzten Drittel der Trächtigkeit der Symphysenspalt und in der entstehenden Lücke ist eine sehr elastische, breite Bandmasse fühlbar.

  • Urz vor der Geburt ist der Spalt 1,5 bis 2 cm breit (Daumenprobe!).
  • Gleichzeitig werden die beiden Hüftbeine in den Gelenken zum Kreuzbein immer lockerer und ermöglichen eine passive Beweglichkeit.
  • Sobald dieser Zustand eingetreten ist, steht die Geburt unmittelbar bevor.
  • Nach der Geburt bildet sich das Becken mit Schluss der Schambeinfuge innerhalb von 10 bis 12 Tagen wieder zurück.2 bis 13 Stunden nach der Geburt wird das Weibchen erneut brünstig.

In der Regel werden 1 bis 4 nestflüchtige Jungtiere geboren, die bei der Geburt 60 bis 80 g wiegen. Innerhalb der ersten beiden Lebenswochen verdoppeln sie ihr Gewicht. Das Muttertier hat nur 2 kaudal gelegene Zitzen. Sie säugt ihre Jungtiere längstens 4 Wochen, meist nur 2 Wochen, weshalb Jungtiere auch problemlos mit 14 Tagen abgesetzt werden können.

  1. Die Haut des Meerschweinchens ist sehr derb, straff und faltenlos, was die subkutane Injektion schwierig macht.
  2. Spärlich behaart sind die Ohren, die Oberschenkelinnenseiten, der Hodensack beim männlichen und die Vulva beim weiblichen Tier.
  3. Haarlos ist die Region hinter den Ohren, im Bereich der Fußsohlen, Ballen und Zehen sowie im Bereich des Zitzenvorhofes der beiden kaudal gelegenen Zitzen.

Die Haare des Meerschweinchens zeigen in Bezug auf die Wachstumsregulation eine Besonderheit: Jeder Haarfollikel hat seinen eigenen Zyklus, der periodisch verläuft. Man unterscheidet eine Wachstums- oder Anagenphase, eine Übergangs- oder Katagenphase, die durch das Sistieren des Haarwachstums charakterisiert ist, sowie eine Ruhe- oder Telogenphase, die für jedes Haar eine bestimmte Zeit dauert und mit Lockerung und Ausfall des Haares endet.

Das Fell des Meerschweinchens insgesamt setzt sich zusammen aus Haaren aller drei Phasen, wobei die Anagenphase 16 bis 40 % betragen soll. Einen großen Einfluss auf das Wachstum der Haare hat die Trächtigkeit: 4 bis 5 Wochen vor der Geburt nimmt das Wachstum der Haare ab, erreicht zum Zeitpunkt der Geburt östrogenbedingt ein Minimum und setzt 1 bis 4 Wochen nach der Geburt wieder verstärkt ein.

Dabei werden die in der Telogenphase befindlichen Haare aus Ihren Follikeln durch nachwachsende Haare der Anagenphase verdrängt, so dass es gleichzeitig zu Haarausfall und intensivem Nachwachsen von Haaren kommt (Effluvium capillorum post partum). Auch nach Östrogengaben oder durch östrogenproduzierende Ovarialzysten werden die Haarfollikel in die Telogenphase versetzt, so dass das Haarkleid allmählich immer dünner wird bis hin zum völligen Haarverlust.

  • Die Haut des Meerschweinchens weist im allgemeinen nur wenige rudimentäre Schweiß- und Talgdrüsen auf mit Ausnahme einer für sie typischen Häufung in Form des Kaudalorgans und der Perinealdrüsen.
  • Das Kaudalorgan (Gl.
  • Caudalis) ist ein im Bereich des Kreuzbeins ausgebildetes ovales Drüsenfeld mit einer Anhäufung von Talgdrüsen.

Die Haut wird durch das fetthaltige Drüsensekret und abgestoßene Hornmassen schmutzig-gelb oder schwärzlich gefärbt. Es handelt sich um eine akzessorische Geschlechtsdrüse, die beim geschlechtsreifen Männchen am stärksten entwickelt ist. Sie sezerniert vermutlich sexuelle Duftstoffe.

Perinealdrüsen kommen nur beim Meerschweinchen vor: Dies ist ein zwischen Anal- und Geschlechtsöffnung gelegenes Hautdrüsenorgan, dessen Ausführungsgänge in eine im Perineum gelegene, unpaare Hauttasche münden. Perinealsack und -drüsen sind bei beiden Geschlechtern ausgebildet, beim männlichen Tier jedoch intensiver, da sie durch Androgene stimuliert werden.

In der von zwei Längswülsten verdeckten Hauttasche wird das fetthaltige Perinealdrüsensekret gesammelt. Das Herz hat die Gestalt eines stumpfen Kegels. Die Lunge soll mit einem ausgeprägten lymphatischen System versorgt sowie von einer ungewöhnlich starken Reaktionsfähigkeit gekennzeichnet sein.

Diese Voraussetzungen dürften auch die Tendenz zum verstärkten Niesen bei Linksherzinsuffizienz begünstigen, die häufig bei Meerschweinchen zu sehen ist. Meerschweinchen sind gesellige, hochkommunikative Tiere, die in Familienverbänden leben. Daraus ergibt sich, dass eine Einzeltierhaltung per se nicht artgerecht ist.

Die Verhaltensweisen des Meerschweinchens sind auf das Zusammenleben in der Familie oder im Rudel ausgerichtet. Soziale Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern ergeben sich teils aus angeborenen Verhaltensweisen, teils aus individuellen Erfahrungen und Lernprozessen, die erst allmählich zu Verhaltensnormen heranreifen.

  • Bei der Gruppenhaltung gibt es bei Wildmeerschweinchen eine stärkere Unverträglichkeit einzelner Individuen als bei Hausmeerschweinchen.
  • Während adulte Wildmeerschweinchenmännchen nicht zusammen gehalten werden können, ist dies bei Hausmeerschweinchen weitaus unproblematischer, so dass selbst unter Versuchstierhaltungsbedingungen Gruppenhaltungen mit mehreren Familien üblich ist.

Meerschweinchen weisen im Gegensatz zu Kaninchen ein großes Repertoire an Lautäußerungen auf. Tierartspezifisch ist das “Purren” und das “Chirpen”. Das Purren ist ein tiefer, lang gezogener, stark vibrierender Laut, der besonders von männlichen Tieren und hier besonders von Adulten geäußert wird, und zwar im Zusammenhang mit Sexual- und Imponierverhalten im Kontext mit weiblichen Tieren.

Das Chirpen gehört zu den lautesten Vokalisationen der Meerschweinchen: In rascher, rhythmischer Folge werden die Laute ausgestoßen, wobei sich das Meerschweinchen bedingt durch die bei der Lautgebung eingesetzte Kraft am ganzen Körper bewegt. Dabei zeigt das Verhalten des Tieres hohe Erregung, und leichte Unsicherheit weist auf eine Konfliktsituation hin.

So erleben wir gerade das Chirpen sehr häufig unter Praxisbedingungen, wenn das Tier aus seinem sicheren Transportbehältnis frei auf den Behandlungstisch gesetzt wird, wo es keine Deckung findet und Angst hat. Meerschweinchen haben sehr ausgeprägte Hör- (16 bis 33.000 Hz), Seh- (großer Gesichtssinn, Farbsehen) und Geruchssinne (Duftstoffe zur innerartlichen Verständigung), was bei der Auswahl des Standortes des Tierkäfigs Berücksichtigung finden sollte.

  1. Sie haben aus diesem Grunde in Räumen mit Radios und Fernsehern ebenso wenig gute Lebensbedingungen wie in schlecht gelüfteten und oftmals im Winter überheizten (Kinder-)Zimmern.
  2. Bei der Auswahl der Einstreu sollte zwar als saugstarker Untergrund eine Einstreu aus Hobelspänen Verwendung finden, jedoch sollte darüber eine abdeckende Heuschicht aufgetragen werden, damit Frischfutter wie Apfelstücke etc.

nicht von den Spänen “paniert” werden. Hobelspäne sind immer ein Abfallprodukt der Holzindustrie, deren Herkunft in der Regel unbekannt ist, die unter Verwendung von Imprägnierfarben und ähnlichem bearbeitet wurden, wobei u.U. für Meerschweinchen giftige Chemikalien haben angewendet werden können.

  1. Meerschweinchen haben eine breite Thermoneutralzone, so dass sie auch in unseren Breiten ganzjährig draußen gehalten werden können.
  2. Wichtig ist dabei, dass ihnen sowohl in der warmen Jahreszeit ein Unterschlupf zur Verfügung steht als Schutz vor übermäßiger Sonne als auch ein zugfreier Unterschlupf im Winter, der zudem mit Stroh zur Wärmeisolierung versehen sein sollte.

Tendenziell erleiden Kaninchen und Meerschweinchen unter entsprechend ungünstigen Haltungsbedingungen häufiger einen Hitzschlag bei sehr hohen Temperaturen im Sommer als dass sie unter Erfrierungen leiden müssten. Die gemeinsame Haltung mit Kaninchen geschieht meist zu Ungunsten der Meerschweinchen, da die Kaninchen häufig sehr dominant und aggressiv zu den Meerschweinchen sind.

Allein aus dem innerartlich sehr unterschiedlichen Sozialverhalten von Meerschweinchen und Kaninchen wird deutlich, dass diese Tierarten im Prinzip wenig aufeinander abgestimmt sind und deshalb nicht zusammengehalten werden sollten. Die Fütterung von Meerschweinchen sollte eine Grundfütterung mit Heu vorsehen, alternativ in der warmen Jahreszeit Haltung auf der Wiese und somit Grasaufnahme.

Körnerfutter ist stärkereiches Futter und entspricht nicht dem ernährungsphysiologischen Bedarf dieser Tierart. Bei einseitiger Körnerfütterung und mangelnder Heufütterung von wachsenden Jungtieren kann es zu einer unzureichenden Dauer der Futteraufnahme kommen mit unzureichender Intensität des Kauvorganges.

Dieser ist entscheidend für den physiologischen Zahnabrieb und nicht in erster Linie das Benagen “benagbarer Ersatzobjekte”. Eine heulose Fütterung in der Wachstumsperiode kann zu Störungen des Kalzium-Phosphat-Verhältnisses und deshalb zu überlangen Zähnen führen. – Juckreiz: am häufigsten bedingt durch Haarlinge (Th.: Ektoparasitenpuder mehrfach), Dermatophyten (Th.: Imaverol lokal alle 3 Tage 1 : 50 verdünnte Gebrauchslösung) oder Räude- bzw.

Demodexmilben (Th.: Dectomectin) – in hartnäckigen Fällen u.U. Ivermectin (0,1 mg/kg KM s.c. in Abständen von 10 – 14 Tagen). Gelegentlich auch Allergie auf Einstreu (Th.: Einstreuwechsel). – Endokrine Alopezie: physiologisch als Alopecia post partum (keine Therapie) pathologisch bei östrogenproduzierenden Eierstockszysten (Th: einmalige Gabe von 10 mg Chlormadinonacetat (Gestafortin), nach 5 – 6 Monaten wiederholen; Ovariohysterektomie) iatrogen nach Östrogenapplikation (Th.: Östrogenmedikation absetzen) – Lippengrind (Cheilitis): Ursache kann ein fütterungsbedingter Mangel an essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren, Vitaminen (bes.

A, B, C) und Spurenelementen (bes. Magnesium, Mangan, Zink, Cobalt) sein, der eine Infektion mit Staphylokokken und/oder anderen Keimen begünstigt. Therapie: Multivitaminpräparate und Vitamin C 50 – 100 mg/Tier und Tag; Sonnenblumen- oder Leinsamenkerne geschrotet 1 TL pro Tag; lokal auf die betroffenen Hautstellen Surolan auftragen.

– Pododermatitis: Schwielen, Abszesse oder Granulome an den Ballen bedingt durch ungünstige Faktoren wie Mangel an Vitaminen, Fettsäuren, Aminosäuren etc., vor allem Adipositas, chronische Fehlfütterung mit Körnermischungen statt zellulosereicher Futtermittel, mangelnde Hygiene (Harnstoff hat keratinolytische Wirkung!), ungenügender Einstreuwechsel, ungeeignete raue oder Drahtböden, mangelnde Bewegung.

  • Th.: Abstellen der Ursache(n), Haltung auf dicker Heumatte und ggf.
  • Lokale Antibiose, Granulome chirurgisch entfernen, Heilung unter Verband – cave: Heilung verzögert bis schlecht! – Halsabszess: Ursache ist meist eine primäre Infektion der Mund- oder Rachenschleimhaut mit Befall der submandibulären Halslymphknoten (Th.: Abszeßspaltung, Spülung mit Kochsalzlösung, lokal z.B.

Supronal -Suspension, Drainage für 24 h). – Talgdrüsenadenome bzw. Talgdrüsenfollikelzysten des Kaudalorgans: bis zu golfballgroße, solitäre, haarlose Umfangsvermehrungen im kaudalen Lendenwir-belsäulenbereich sind mit schwarz-grauer, schmierig-breiiger Masse gefüllt (Th.: OP) – Zahnanomalien: Zu lange Zähne, Zahnspitzen der Backenzähne, Zahnbrücken, Verlust des Gegenzahnes, Gingivitis, Gaumengeschwür (Th.: Zahn- und Mundhöhlenkontrolle und entsprechende Behandlung ), sonstige Erkrankungen der Mundhöhle (Adspektion mittels Othoskop!) – Hyalinschollige Degeneration der Kaumuskulatur – Leberverfettung – Nierenerkrankungen – Verdauungsstörungen (s.u.) – Vitamin-C-Mangel Therapie: Behandlung der Grundkrankheit und symptomatische Behandlung: Infusion (50 ml/kg, die eine 20%ige Glucoselösung mit beinhalten sollte), um der Austrocknung sowie der Ketosegefahr zu begegnen, Vitamin-B-Komplex, Biodyl, Kortison, Anabolikum, ggf.

  • Zwangsernährung (am besten mit Säuglingsfertignahrung, die Karotten, Äpfel oder Bananen enthalten sollte).
  • Prognose: Eine Aussicht auf eine Restitutio ad integrum ist nur gegeben, wenn Zahnanomalien frühzeitig erkannt und behoben werden können und die Tiere über eine noch gute Konstitution verfügen.
  • Bei bereits bestehenden Stoffwechsel- und Verdauungs-störungen kann es schwierig sein, die Meerschweinchen wieder appetent zu bekommen.

– Tympanie: Ursache: Fütterungsfehler wie zu viel frischer Klee im Frühling, erhitztes Grünfutter, erhitztes und zu junges Heu, stärkereiche Futtermittel in Kombination mit Kohl, überfrorene Rüben oder Kohlblätter im Herbst; – Gastroenteritis: Ursache: Aufnahme großer Mengen besonders schmackhaften Futters mit leicht gärenden Anteilen, verdorbenen, verschmutzten, erhitzten, gefrorenen oder schimmligen Futters, frisch geerntetem Hafer oder frisch getrockneten Heus sowie frisch gemähten und sehr kurz geschnittenen Rasenstückchen – Obstipation: Ursache: Verfütterung ballaststoffreichen, wasserarmen, verholzten Grünfutters und/oder unzureichendes Wasserangebot; Verstopfung der Perinealtaschen bei älteren Böcken Therapie: Behebung der Verstopfung manuell, per Klistier, Einlauf, Gleitgel, OP, etc., dann Therapie wie unten beschrieben.

– Antibiotikaempfindlichkeit: Eine systemische Antibiose sollte beim Meerschweinchen sehr genau abgewogen werden. Analog zum Kaninchen ist zu berücksichtigen, dass eine Antibiose immer die Darmflora (überwiegend Bazillen, Laktobazillen) in Mitleidenschaft zieht. Dabei reagieren Meer-schweinchen auf die systemische Applikation von Penicillinen, Streptomycin, Amoxicillin, Methicillin, Erythromycin, Lincomycin, Bacitracin, Spiramycin, Tylosin und Tetracyclinen mit einer einseitigen Wirkung auf die überwiegend grampositive Darmflora besonders empfind-lich.

Indem die physiologische darmeigene Keimflora des Dickdarms, insbesondere des Caecums, durch diese Antibiotika in ihrer Entwicklung gehemmt wird oder zum Erliegen kommt, können sich gramnegative Bakterien wie koliforme Keime und Clostridien im gesam-ten Darmkanal massenhaft vermehren (Dysbakterie).

Die Folgen sind: unvollständige Aufschließung der Nahrung, Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts, Alkalisierung des Dickdarminhaltes durch veränderte Sekretionstätigkeit der Darmdrüsen von pH 5,5 – 6,8 im Caecum bzw.5,0 – 6,8 im Colon auf Werte von pH 7,5 und höher, wodurch wiederum günstige Bedingungen für die weitere Vermehrung der Kolikeime gegeben ist.

Diese besiedeln aszendierend den Dünndarm und gelangen auf dem Blutweg in verschiedene Organe. Die Resorption der von ihnen gebildeten Endotoxine führt zur Koliseptikämie. Das Krankheits-geschehen kann einen perakuten bis akuten Verlauf nehmen mit Enteritis, Koliseptikämie und plötzlichen Todesfällen oder auch einen subakuten Verlauf mit Dysenterie und wenig gestörtem Allgemeinbefinden.

Therapie: 1. Sab simplex (1 ml/h oral eingeben gegen die feinschaumige Gärung in Caecum und Colon) 2. Vitamin-B-Komplex, Vitamin C, Elektrolyt- und Glucoselösung 3. Metoclopramid als Spasmolytikum (besser als N-Butyl-Scopolamin, welches die Peristaltik vollständig hemmt!) 4. Homöopathisch unterstützend: Nux vomica comp.

PLV® (Fa. PlantaVet) 0,5 – 1 ml s.c. und alle 4 h oral durch den Tierbesitzer 5. Breitspektrumantibiotikum, das auf die grampositive und die gramnegative Flora wirkt wie z.B. Gentamicin (2 mg/kg KM s.c. nach 12 h wiederholen, dann alle 24 h), Polymyxin B, (Neomycin (z.B.

Floracid-Tabl.2 mal täglich ¼ Tabl.p.o.) 6. Im Anschluß an die Antibiotikaverabreichung Aufbau der Darmflora durch Fermatolact® (1 g Pulver ins Trinkwasser oder mittels Spritze eingeben) oder Perenterol® (ein Drittel Kapsel pro Tag oral).7. ausschließlich Heu und Wasser über eine Woche – Endometritis: Ursache: Yersinia pseudotuberculosis, Pasteurella multocida Therapie: Antibiose (Chloramphenicol 20 – 40 mg/kg KM s.c.), Ovariohysterektomie – Torsio uteri: Ursache: voll entwickelte Früchte führen durch Bewegung zur Drehung um die Längsachse eines Uterus Therapie: Sectio caesarea, Infusionen mit Glucoselösung, Kreislaufstabilisierung! – Trächtigkeitstoxikose Ursache: adipöse Tiere weisen Fettleber auf mit Beeinträchtigung der Leberfunktion Diagnostik: klin.

Bild und Urinprobe mit Sticks (Ketonurie, Proteinurie, Azidose: Harn-ph-Wert sinkt von normal 9 auf 5 – 6!) ) Therapie: ggf. Kaiserschnitt; Glucose, Calciumgluconicum oder Calciumcarbonat, Gluco-corticoide, Elektrolytlösungen s.c. Prognose: schlecht – Ovarialzysten: Umfangsvermehrungen in Flankenregion in Kombination mit symmetrischem Haarausfall (s.o.) – Meerschweinchenlähme Die Meerschweinchenlähme ist eine durch ein nicht klassifiziertes neurotropes Virus be-dingte Gehirn- und Rückenmarksentzündung, die hauptsächlich in Beständen eine große Problematik darstellt und weniger in der Heimtierhaltung.

  1. Die Inkubationszeit wird mit 9 bis 23 Tagen angegeben.
  2. Die Symptomatik besteht in Futterverweigerung, struppiges Haarkleid, Atembeschwerden, Kotanschoppung in der Perinealtasche, Zittern, Abmagerung, krampf-artige Zuckungen der Rücken, Hals- und Schultermuskulatur, Schwäche der Hinterextremi-täten bis hin zur schlaffen Lähmung.

Tod nach 2 – 10 Tagen, u.U. erst nach 3 bis 4 Wochen. Therapie: Euthanasie. In Versuchsbeständen Merzung des gesamten Bestandes. – Lymphozytäre Choriomeningitis – CAVE: ZOONOSE Die Infektion wird durch ein Arenavirus verursacht, dessen Hauptreservoir mit regional unterschiedlicher Befallsstärke wildlebende Mäuse sind (CAVE: freilandgehaltene Meer-schweinchen!!!) Der Erreger wird von den Mäusen über Harn, Kot und Speichel ausge-schieden.

Infektionsempfänglich sind außer Meerschweinchen und Hamster, die in der Regel latente Infektionen durchmachen, vor allem der Mensch, der mit grippeähnlichen Sympto-men reagieren kann bis hin zu schweren zentralnervösen Störungen bedingt durch Meningitis und Enzephalitis. Für den Menschen sind junge, frisch infizierte Meerschwein-chen gefährlicher als adulte Tiere, die inzwischen selbst die Infektion bekämpft haben und immun geworden sind.

Die Symptome beim Meerschweinchen können sein: Konjunktivitis, Erkrankungen des Atemtraktes, Exsikkose, Entwicklungsstörungen bei Jungtieren. Die LCM kann mittels KBR nachgewiesen werden. Positive Tiere sind wegen der Zoono-segefahr zu euthanasieren. – Leukose Die Leukose der Meerschweinchen wird durch Onkornaviren verursacht.

Häufigster In-fektionsweg soll der diaplazentare und lactogene Weg sein. Symptomatisch fallen die Tiere durch generalisiert vergrößerte Lymphknoten auf, die be-sonders im ventralen Halsbereich, in den Achseln und Kniefalten bis auf pflaumengröße und mehr anwachsen können. Manche Meerschweinchen bleiben in diesem Zustand über Monate bis Jahre.

Erst eine Generalisierung der Lymphknotenschwellungen besonders bei den Darmlymphknoten führt zur Beeinträchtigung der Verdauung, der Futteraufnahme und des Kotabsatzes. Häufig sind auch die inneren Organe wie Leber, Milz und Nieren leukotisch verändert, so dassnur die Euthanasie als Ausweg bleibt.

  1. Viruspneumonie Der Erreger ist ein Adenovirus und besonders in großen Beständen sehr gefürchtet.
  2. Er wird durch Kontakt von Tier zu Tier übertragen, wobei resistenzmindernde Faktoren eine wichtige Rolle spielen sollen.
  3. Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 10 Tage, der Tod tritt ein innerhalb von 6 bis 15 Tagen ein nach Pneumonie, Nasenausfluß und Inappetenz.

Die In-fektion ist von geringer Infektiosität, jedoch hoher Letalität gekennzeichnet. – Speicheldrüsenvirus-Infektion – CAVE: ZOONOSE Der Erreger ist ein Zytomegalievirus aus der Familie der Herpesviren mit hoher Artspezifität, der jedoch auch für den Menschen pathogen sein kann! Nach oraler Infektion kommt es zur Entzündung der Speicheldrüsen und der Speicheldrüsengänge sowie der Tränendrüsen, wodurch es zu starkem Speicheln, vermehrter Tränensekretion, mumpsähnlicher und respiratorischer Symptomatik kommt.

  • In schweren Fällen tritt eine vom hinteren Ende der Wirbelsäule kopfwärts fortschreitende Lähmung hinzu.
  • Symptomatische Therapie, in gro-ßen Beständen Merzung oder auch Durchseuchung, da genesene Tiere gegen die Krankheit immun sein sollen.
  • Nachweis histologisch durch Einschlußkörperchen.
  • Bakterielle Infektionskrankheiten Im folgenden werden die bei Meerschweinchen relevanten bakteriellen Infektionserreger sowie die durch sie verursachten charakteristischen Symptome tabellarisch aufgeführt: Erreger-Symptomatik Staphylokokken sekundär nach Hautverletzungen, Dermatitis, Cheilitis, Abszesse, eitrig-abszedierende Lymphadenitis submandibularis et cervicalis, Zahnfach- und Kieferentzündungen, Konjunktivitis, Mastitis, Pyometra, Infektion der harnableitenden Wege, Pododermatitis, Otitis media, Streptokokken akute bis perakute Pneumonie mit septikämischer Verlaufsform, chronische Verlaufsform mit lokaler Abszessbildung.

Diplokokken Rhinitis mit Nasenausfluß, Niesen, Husten, Konjunktivitis, Atembeschwerden und Gewichtsverlust, verklebtes Fell auf den Innenseiten der Vorderbeine durch häufiges Nasereiben, Bronchopneumonie, Magen-Darmkatarrh, in schweren Fällen fibrinös-eitrige Peritonitis, Nephritis, Leber- und Lungenabszesse, Pyometra und Vaginitis, Otitis media mit Gleichgewichtsstörungen; Meningitis.

Bordetellen hochkontagiöse Rhinitis und Konjunktivitis mit ausbreitender Tendenz zu Bronchopneumonie mit hohen Verlustraten bis zu 100 % in Beständen. Klebsiellen bei abwehrgeschwächten Meerschweinchen schwere Pneumonie und Pleuritis, Rhinitis, Otitis media, nach Haut- und Wundin-fektionen Haut- und Lymphknotenabszesse bei perakut oder akut septikämischem oder chronischem Verlauf, u.U.

plötzliche Todesfälle ohne zuvor ausgeprägte Symptomatik. Pasteurellen hämorrhagische Septikämie, meist bei widerstandsgeschwächten Tieren, schwere Pneumonie, Krämpfe, Diarrhoe, Letalität bis 100 %. Yersinien Yersinia pseudotuberculosis befällt außer Meerschweinchen vor allem Kaninchen und Hasen, weshalb die Krankheit als Nagertuberkulose (Rodentiose) bezeichnet wird: Abmagerung, Durchfall, Husten bis Atemnot, Schwäche, Lähmungen und plötzliche Todesfälle; bei chronischen Verlaufsformen chronische Lymphadenitis mit Abszedierung entzündeter Halslymphknoten.

Kolibakterien sind als Indikator einer Dysbakteriose zu werten, häufig iatrogen nach Antibiotikagaben (Penizilline); akuter Verlauf mit struppigem Fell, Apathie, Inappetenz, Diarrhoe, schnelle Abmagerung, Tod Salmonellen S. typhimurium und S. enteritidis können in Versuchstierhaltungen und Zuchtbeständen Gastroenteritiden verursachen, in der Heimtierhaltung eher selten.

In jedem Falle ist ein Erregernachweis mit Antibiogramm als erstes Mittel der Wahl anzuse-hen. Als erste Maßnahme ist ein Breitbandantibiotikum angezeigt wie z.B. Chloramphenicol, Gentamycin, Enrofloxacin, Sulfonamid-Trimethoprim. COOPER, Gale, und Alan L.

  1. Schiller (1975) Anatomy of the Guinea Pig Harvard University Press Ewringmann, Anja, und Barbara Glöckner (2005) Leitsymptome bei Meerschweinchen, Chinchilla und Degu Diagnostischer Leitfaden und Therapie Enke Verlag, Stuttgart GABRISCH, K., und P.
  2. ZWART (1998) Krankheiten der Heimtiere Verlag Schlütersche, 4.
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Aufl. HAMEL, Ilse (2002) Das Meerschweinchen als Patient Gustav Fischer Verlag WOERLE, Rolf, und Gerhard WOLF (1977) Cavia aperea porcellus – Das Hausmeerschweinchen. Eine Präparationsanleitung : Kleintierklinik, Veterinärmedizin Priv. Doz. Dr. med.vet. Birgit Drescher

Wie alt muss ein Meerschweinchen sein zum kastrieren?

Wann? – Theoretisch kann eine Kastration bei einem gesunden Bock ab einem Gewicht von 200-250 g und zu jedem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wenn Sie einen Wurf haben oder Ihre Meerschweinchen bereits recht jung erwerben, empfehlen wir die sogenannte Frühkastration mit 200-250 g.

  1. Die Männchen sind zu diesem Zeitpunkt erst 3-4 Wochen alt, sind aber schon fast deckfähig.
  2. Wenn sie bereits vor Eintrittt der Geschlechtsreife kastriert werden, dürfen sie durchgehend bei ihrer Mutter und den Geschwistern oder ihrer Partnerin bleiben.
  3. Dahingegen müssen die Männchen bei einer späteren Kastration bis zu 6 Wochen nach der Operation getrennt gehalten werden, was für alle Aufwand und Stress bedeutet.

Die Trennung ist bei den bereits geschlechtsreifen Männchen notwendig, da nach einer Kastration noch reife Spermien in den ableitenden Samenwegen verbleiben und der Bock noch bis zu max.6 Wochen nach der Kastration decken könnte. Ein weiterer positiver Effekt ist die schnellere Erholung der jungen Tiere.

Kann man 2 Meerschweinchen halten?

Verhalten: Gruppenzusammensetzung Gruppenzusammensetzung von Marion Reich Meerschweinchen sind soziale Tiere, die mindestens einen Artgenossen zum Wohlfühlen brauchen. Allerdings sind Meerschweinchen auch Individualisten und verstehen sich nicht unbedingt mit jedem anderen Meerschweinchen. Aber was würden Sie denn davon halten, wenn ein Wildfremder plötzlich bei Ihnen einziehen wollte? Es sind verschiedenste Kombinationen für Gruppenzusammensetzungen möglich.

Bei Zweiergruppen kann man sich für zwei Weibchen entschweiden, zwei Männchen oder ein Weibchen und ein kastriertes Männchen. Es wird immer wieder diskutiert, ob Zweiergruppen schon ausreichen, um das Bedürfnis nach Sozialkontakten bei Meerschweinchen zu befriedigen. Nach meiner Erfahrung können Pärchen (aber unbedingt mit kastriertem Bock) sehr gut funktionieren.

Die Tiere leben in dieser Haltungsform normalerweise sehr harmonisch zusammen. Es stimmt im Normalfall nicht, dass der Bock das Weibchen ständig belästigt. Natürlich ist ein Bock in einer Vergesellschaftungssituation sehr aufdringlich – das ist er aber auch in einer größeren Gruppe.

  • Ist die erste Aufregung verflogen, lernt er im Allgemeinen schnell, dass die Partner(innen) nicht ständig belästigt werden will/wollen.
  • Weniger positiv stehe ich der Haltung von zwei Weibchen gegenüber.
  • Das liegt erstens daran, dass es im Allgemeinen viel leichter ist, Weibchen unterzubringen als Männchen – sowohl bei Jungtieren als auch bei erwachsenen Notmeerschweinchen.

Es ist daher schade, wenn jemand nur Weibchen hält. Zweitens neigen Weibchengruppen durchaus zu zickigem Verhalten, das sich oft dadurch mindern lässt, dass ein Kastrat in die Gruppe integriert wird. Drittens können Weibchen und Kastrat gemeinsam ein viel größeres Spektrum des meerschweinchentypischen Verhaltens ausleben.

Wenn man also nur für zwei Tiere Platz hat, rate ich immer zu einem Pärchen (mit Kastraten). Wenn man zwei Weibchen hält und Platz für ein weiteres Meerschweinchen hat, ist es durchaus eine Überlegung wert, einem der viele Böcke, die in Tierheimen und Notstationen ein neues Zuhause suchen, einen Lebensplatz zu geben.

Diese Böcke sind meistens schon kastriert und haben die 6-wöchige Kastrationsquarantäne bereits hinter sich. Fallweise gibt es Weibchen-Zweiergruppen, die keine weiteren Tiere, auch keine Böcke, in ihrer Zweisamkeit dulden, aber bei Meerschweinchen gilt: Keine Regel ohne Ausnahme! Da auch eine große Anzahl an männlichen Jungtieren geboren werden, die eine meerschweinchengerechte Haltung verdienen, und sich bei Hausmeerschweinchen im Gegensatz zu ihren wilden Vorfahren auch Böcke tolerieren, ist auch die reine Bockhaltung möglich.

Bei der reinen Bockhaltung müssen die Männchen nicht kastriert sein, allerdings gibt es gute Erfahrungswerte mit Frühkastraten. Manche Züchter vergeben Böcke auch nur kastriert, um Liebhabervermehrungen auszuschließen. Bei der Bockhaltung hat sich die Haltung von zwei Männchen bewährt. Auch Vierergruppe sind möglich.

Es gibt jedenfalls bessere Erfahrungswerte mit geradzahligen Gruppen (mehr zu Bockgruppen lesen Sie ). Wichtig ist, dass die reinen Bockgruppen nicht mit Weibchen in Kontakt kommen. Garantien gibt es aber keine, dass sich mehr als zwei Männchen auf die Dauer vertragen! Zwei Männchen und zwei Weibchen in einem Käfig/Gehege zu halten, ist im Allgemeinen ein Garant für Auseinandersetzungen.

Wenn man ausreichend Platz zur Verfügung hat, kann man aber durchaus zwei Männchen und Weibchen halten, allerdings braucht es dann nach Erfahrungswerten mindestens drei Weibchen pro Männchen, eine große Portion Glück und Männchen, die es schaffen, sich miteinander zu einigen, welche Weibchen wem “gehören”.

Dazu ist es notwenig, dass die Männchen während des Heranwachsens gelernt haben, sich mit erwachsenen Böcken zu arrangieren, was leider nicht immer der Fall ist. Etwas anders verhält es sich, wenn die Männchen frühkastriert wurden. Frühkastraten sind unter Umständen (abhängig vom individuellen Charakter) zusammen mit anderen Böcken in größeren Gruppen und auch in Gruppen mit Weibchen und einem anderen Bock zu halten.

Bei größeren Gruppen empfiehlt sich im Regelfall die “Haremshaltung” von einem kastrierten Bock mit mehreren Weibchen. Nach meiner Erfahrung sind Dreier- bis Sechsergruppen optimal, aber es hängt natürlich vom Platz ab, den man für die Haltung zur Verfügung hat. Bei einer reinen Weibchengruppe ist – wie bei den reinen Bockgruppen – einer geradzahligen Gruppengröße der Vorzug zu geben, auch wenn ungeradzahlige Weibchengruppen durchaus funktionieren können.

Es ist nur die Gefahr größer, dass ein Tier ausgegrenzt wird. Ab einer gewissen Gruppengröße kann eine Gruppe in zwei Untergruppen zerfallen, beide Untergruppe leben dann sozusagen nebeneinander. So kann es funktionieren, dass jedes Männchen mit seinem Harem friedlich in Nachbarschaft zu der anderen Gruppe lebt (Voraussetzung ist dabei natürlich viel Platz, der individuelle Charakter der Tiere und die Lernerfahrung der beteiligten Böcke in den ersten Lebensmonaten!).

Wie oben schon beschrieben, ist nach meiner Meinung die ideale Gruppenzusammensetzung die Haltung von einem kastrierten Bock mit zwei oder drei (bis fünf) Weibchen. Mehr als fünf Weibchen würde ich nicht mit einem Männchen vergesellschaften, weil der Stress für das männliche Tier dann schon zu groß werden kann.

In der Dreier- bis Sechsergruppe können die Tiere ihr natürliches Verhalten am besten ausleben und die Gruppengröße entspricht auch etwa der natürlichen Lebenssituation von Wildmeerschweinchen. Allerdings kann man gar nicht oft genug betonen, dass das Männchen unbedingt kastriert werden muss, sonst steht ein Meerschweinchensegen ohne Ende ins Haus.

Und einfach so Meerschweinchen vermehren, sollte man auf keinen Fall, denn es gibt schon genug heimatlose Meerschweinchen, ohne dass man selbst seinen Beitrag dazu leisten müsste. Kann man nur zwei Meerschweinchen halten, ist die ideale Kombination nach meiner Meinung ein Pärchen bestehend aus einem Kastraten und einem Weibchen, beide etwa in demselben Alter/Lebensabschnitt.

Ganz wichtig ist, dass man bestehende Meerschweinchen-Gruppen nicht einfach zusammensetzt, zB bei der Urlaubsbetreuung oder wenn Kinder mit ihren Meerschweinchen Freunde mit Meerschweinchen besuchen wollen. Das bedeutet für alle beteiligten Tiere großen Stress, auch wenn es vielleicht “nur” bei einem Ausflug in den Garten oder zu Freunden passiert.

  1. Die Männchen der jeweiligen Gruppen werden dann normalerweise zu streiten beginnen, aber auch wenn nur Weibchen in der Gruppe sind, ist ein Zusammensetzen von Gruppen keine gute Idee.
  2. Wenn in einer Gruppe unkastrierte Männchen leben, können die Weibchen der anderen Gruppe noch dazu gedeckt werden.
  3. Meerschweinchen gehen nicht einfach so “Freunde” besuchen.

Die “Freunde” sind die Tiere der Gruppe, in der sie leben! : Verhalten: Gruppenzusammensetzung

Kann man zwei weibliche Meerschweinchen zusammen halten?

Welche Kombination passt? – Die natürlichste Haltungsform für Meerschweinchen sind mehrere Weibchen mit einem Bock. Mehr dazu können Sie hier nachlesen: Meerschweinchen / Soziales, Weibchen Zwei und mehr Weibchen verstehen sich in der Regel gut miteinander. Deshalb sind Gruppen mit mehreren Weibchen fast immer möglich und ihre Vergesellschaftung geht häufig relativ problemlos von statten. Junge Weibchen ordnen sich normalerweise unverzüglich den älteren Tieren unter, das Alter ist also bei einer solchen Vergesellschaftung unrelevant. Es sollte aber bedacht werden, dass es in Zweiergruppen keinen Sinn macht, zu einem sehr alten Tier ein Baby dazu zu setzen, das Baby würde sich mit dem alten Tier langweilen und das alte Tier evtl. auch überfordern. Hier sollte darauf geachtet werden, dass Jungtiere zusammen sind und ältere Tiere zusammen sind. Bei größeren Gruppen darf und sollte es gern gemischt sein. Mehrere Jungtiere können hier die älteren Damen ein wenig auf Trab bringen. Mitunter sind Weibchen etwas zickig untereinander, ein Kastrat kann Ruhe in so eine Gruppe bringen. Allerdings muss klar gesagt werden: “kann”, das heißt, es ist ebenso möglich, dass der Kastrat von dem ranghohen Weibchen nicht akzeptiert wird und so vorrübergehend noch mehr Unruhe in die Gruppe kommt. Böcke Bockgruppen sind möglich. Zwei Böcke die von klein auf (vor der 10. Lebenswoche) zusammen sind, vertragen sich häufig gut miteinander. Allerdings kommt es mitunter im Alter von ca.2 – 2,5 Monaten, mit ca.6 Monaten und manchmal auch mit einem Jahr noch zu Rangstreitigkeiten. Werden alle Regeln zur Bockhaltung eingehalten, dann verlaufen diese Streitigkeiten häufig harmlos. Die Regeln zur Bockhaltung sind hier zu finden: Reine Bockhaltung bei Meerschweinchen?, Einzelne ältere Böcke lassen sich kastriert gut in eine reine Weibchengruppe integrieren. Es ist ebenfalls möglich, älteren Böckchen einen jungen Bock bis 8/10 Wochen dazu zu gesellen. Mitunter kommt es dort aber auch zu Rangproblemen, wenn der Jungbock in die Pubertät kommt. Größere Bockgruppen sind im Grunde auch möglich, allerdings sind diese für Laien nicht zu empfehlen. Sie benötigen sehr viel Platz viel Fachwissen, viel Meerschweinchenverstand für so eine Gruppe. Bei großen Bockgruppen hat es sich durchaus auch als sinnvoll erwiesen, die Böcke kastrieren zu lassen, die Rangstreitigkeiten verlaufen dann harmloser. Es ist allerdings nicht sinnvoll, einmal zerstrittene Altböcke kastrieren zu lassen, meist hilft die Kastration da nicht mehr. Die meisten Bockprobleme werden durch ungeeignete Gehegeeinrichtungen (siehe z.B.: Häuser ) hervorgerufen! Gemischte Gruppe Grundsätzlich ist es fast immer möglich, einen kastrierten Bock mit mehreren Weibchen zusammen zu halten. Unkastrierte Böcke sollten nicht mit Weibchen zusammen gehalten werden, siehe auch -> Nachwuchs, Die Kombination mehrere Böckchen mit mehreren Weibchen ist für Laien nicht zu empfehlen. Die Böcke streiten sich im Normalfall um die Weibchen und es kommt zu tödlichen Revierkämpfen zwischen den Böcken. In sehr großen Gehegen (ab 10 m²) ist es mitunter möglich, zwei Böcke mit mehreren Weibchen zu halten. Drei Weibchen pro Bock sollten vorhanden sein, die Böcke müssen sehr gut sozialisiert und in Rudeln aufgewachsen sein. Mitunter klappt sowas wenn Jungböcke vor der Geschlechtsreife kastriert wurden und dann in der Gruppe bleiben. Aber das klappt nur selten, leider passiert es sogar da häufiger, dass es zwar kaum massive Kämpfe gibt, aber der unterlegene Bock unter der Haltung und der Dominanz des überlegenen Bockes so sehr leidet, dass er anfälliger auf Krankheiten ist und massiv gestresst wirkt. Mehr Infos zu Gemischtgruppen bekommen Sie hier: Nadia`s Gartenzwerge / Verhalten von männlichen Hausmeerschweinchen Kaninchen oder andere Tiere zum Meerschweinchen? Grundsätzlich gilt – ein Meerschweinchen braucht immer einen Artgenossen. Halten Sie deshalb niemals ein Meerschweinchen einzeln mit einem anderen Tier wie z.B. einem Kaninchen zusammen! Unter bestimmten Umständen können Sie Meerschweinchen mit anderen Tieren im gleichen Raum halten. Mehr Informationen dazu bekommen Sie hier: Meerschweinchen und andere Tiere,

Wie viele Meerschweinchen sollte man haben?

Auch durch liebevolle Pflege kann der Mensch ihre Artgenossen nicht ersetzen. Weil Meerschweinchen sich selbst zu zweit rasch langweilen, sollten Sie am besten eine kleine Gruppe mit drei bis sechs Tieren vergesellschaften.

Kann man Meerschweinchen auf den Arm nehmen?

Geduldig Vertrauen aufbauen – Erst ab dem zweiten Tag können Sie langsam anfangen, sich mit Meerschweinchen zu beschäftigen. Das heißt, Sie können sich zum Beispiel neben den Käfig setzen und zunächst leise und beruhigend auf die Meerschweinchen einreden.

Lärm und Hektik sollten Sie unbedingt vermeiden, Auch anfassen oder gar auf den Arm nehmen sollten Sie die Meerschweinchen am Anfang noch nicht. Sie sind den Tieren immer noch fremd und lösen so Stress bei ihnen aus. Sollen sich künftig auch Kinder mit dem Meerschweinchen beschäftigen, müssen Sie ihnen das begreiflich machen: Die Meerschweinchen müssen sich erst eingewöhnen, bevor sie sich streicheln lassen.

Geduld ist hier sehr entscheidend. Wichtig: Auf keinen Fall dürfen Sie die Meerschweinchen jagen oder einfangen. Damit zerstören Sie das Vertrauen gleich wieder und erschweren die Eingewöhnung. Meerschweinchen müssen sich erst an die neue Umgebung gewöhnen. © stock.adobe.com/Vera Aksionava

Kann man 4 Meerschweinchen Böcke zusammen halten?

Gruppenzusammensetzung – Die Haltung von Böcken in Zweiergruppen hat sich bewährt, ist aber im Grunde für die Tiere langweilig und bietet wenig Abwechslung. Es ist deshalb empfehlenswert, größere Bockgruppen zu halten, vier Tiere sind optimal, es dürfen auch mehr werden.

  1. Allerdings kann es dabei zu massiveren Rangproblemen kommen und es gehört viel Erfahrung und Platz dazu, wenn man sich auf so eine Gruppe einlässt.
  2. Es muss immer damit gerechnet werden, dass die Großgruppe irgendwann doch auseinanderbricht und Kleingruppen gebildet werden müssen.
  3. Die Tiere für eine Großgruppe müssen gut sozialisiert sein und zusammenpassen.

Böcke die von klein auf in großen Gruppen leben und vor allem auch mit anderen Böcken zusammenleben, lernen eher, sich zu unterwerfen, Ränge anzuerkennen und sind meist wesentlich sozial verträglicher als Böcke, die früh von der Mutter und anderen Meerschweinchen getrennt werden.

Vor allem Böcke, die mit wenigen Wochen von allen erwachsenen Tieren getrennt und als Baby in die Heimtierhaltung verkauft werden, bleiben meist unsozial! Sie können häufig nicht mehr in größere Bockgruppen integriert werden. Grundsätzlich sollten alle Babys die Chance bekommen, von erwachsenen Meerschweinchen das Sozialverhalten zu lernen.

Deshalb sollten die Jungböcke frühkastriert werden und bis sie mindestens 2,5 Monate alt sind bei der Gruppe bleiben, oder zusammen mit Altböcken eine neue Gruppe bilden. Böcke, die aus einem Wurf stammen oder früh vergesellschaftet wurden vertragen sich meist gut, allerdings kommen diese Tiere gleichzeitig in die Rappelphase ( mit etwa 2,5 Monaten und bis 6 Monate ) und dann knallt es zwischen den vorab friedlichen Brüdern.

Normalerweise entwickeln sich die Jungs dann aber auch zusammen weiter und kriegen sich wieder ein. Auf keinen Fall dürfen sie wegen der kleinen Streitereien in der Rappelphase getrennt werden, solange sich die Jungs keine Wunden zufügen oder massive Verhaltensprobleme zeigen. Ältere Böcke akzeptieren Jungtiere meist schnell als Partner, denn das Jungtier ordnet sich erst einmal unter.

Aber auch hier kommt es zu Problemen, sobald das Jungtier in die Rappelphase kommt. Auch ältere Böcke können miteinander vergesellschaftet werden, wenn alle Regeln der Vergesellschaftung und Bockhaltung eingehalten werden.

Wann werden männliche Meerschweinchen geschlechtsreif?

Meerschweinchen zählen zu den Nestflüchtern. Im Gegensatz zu Nesthockern wie Kaninchen können Nestflüchter nach der Geburt ihren Eltern bereits folgen. Neben ihrem Haarkleid sind auch ihre Sinnesorgane und die Motorik voll entwickelt. Aus diesem Grund dauert die Tragezeit bei Nestflüchtern vergleichsweise länger.

  1. Weibliche Meerschweinchen werden im Alter von drei bis vier Wochen geschlechtsreif, männliche mit drei Wochen oder einem erreichten Gewicht von 250 Gramm.
  2. Die Schwangerschaft ist erst ab der sechsten Woche sichtbar; daher kommt es vor, dass bereits trächtige Jungtiere gekauft werden.
  3. Bei einer geplanten Nachzucht beachte bitte das Alter der Tiere zum Deckzeitpunkt, um die besten Voraussetzungen für Mutter und Nachwuchs zu schaffen.

Weibchen sollten zum Zeitpunkt der Deckung ein Mindestalter von sechs Monaten erreicht haben. Sie sollten bei ihrer ersten Geburt jedoch nicht älter als ein Jahr sein, da Kalkablagerungen am Becken die Geburt erschweren und die Sterblichkeit drastisch erhöhen können.

  • Liegen zwischen zwei Würfen mehr als vier Monate, verknöchert das Becken ebenfalls und die Sehnen verlieren an Elastizität.
  • Ein weiteres wesentliches Kriterium stellt das Gewicht der Meerschweinchen bei der Deckung dar: Böckchen müssen ein Mindestgewicht von 500 Gramm erreicht haben, Weibchen sollten mindestens 800, jedoch nicht mehr als 1000 Gramm wiegen.

Beide Tiere müssen vollkommen gesund sein; Meerschweinchen, die bereits krank waren oder eine Totgeburt hatten, dürfen nicht zeugen oder austragen. Bitte mute aus gesundheitlichen Gründen keinem Meerschweinchen mehr als drei Würfe zu. Wegen des sogenannten Letalfaktors herrscht bei der Kreuzung einiger Rassen ein Zuchtverbot.

Kann man zwei Meerschweinchen Böcke zusammen halten?

Böckchenhaltung Oft wird die Haltung und Vergesellschaftung von männlichen Meerschweinchen (= Böcke oder Böckchen) als sehr schwierig angesehen und oft davon abgeraten. Vor diesem Problem stehen wir immer wieder bei Vermittlung von männlichen Tieren. Wir haben jedoch gute Erfahrungen mit Bockgruppen.

  1. Böckchen werden auch oft zahmer als Weibchen.
  2. Die Vergesellschaftung sollten wie beschrieben ablaufen.
  3. Der große Bock wird den Kleinen beim Zusammensetzen besteigen und treiben, das ist Dominanzverhalten, da muss der Kleine durch und nimmt keinen Schaden.
  4. Das Begatten hört nach 1-2 Tagen in der Regel auf.

Die Böcke sollten nach Vergesellschaftung nicht mehr getrennt werden, da dies zu Entfremdung führt, und es passieren kann, dass sie sich nach der Trennung nicht mehr vertragen. Kontakt zu Weibchen – auch nur durch das Käfiggitter z.B. – sind dringend zu vermeiden! Die Böcke würden sich dann um das/die Weibchen streiten.

Auf die richtige Kombination kommt es an: Mit der Zusammenstellung alter Bock mit jungem Bock gibt es i.d.R. selten Probleme (auch nicht häufiger als beim Zusammensetzen von Weibchen untereinander oder Kastrat und Weibchen). Auch zwei erwachsene Böcke lassen sich in vielen Fällen sehr gut vergesellschaften, wenn sie beide in „Männergruppen” aufgewachsen sind und somit das Verhalten unter Böcken gelernt haben.

Zwei Babyböckchen sollten nicht zusammen gehalten werden. Sie haben so keine Möglichkeit Sozialverhalten zu lernen und in den meisten Fällen kracht diese Beziehung dann in der Rappelphase oder bei anderen Streitigkeiten, die im Alltag eines jeden Meerschweinchen vorkommen.

  • Es kommt jeweils auf den Charakter der Böcke an, welcher auch durch deren Kinderstube mit geprägt wird, d.h.
  • Wie weit sie in der Jugend die Gelegenheit hatten, das Sozialverhalten unter anderen Männchen zu erlernen.
  • Sie müssen auf jeden Fall ausreichend Platz haben und sich auch mal aus dem Weg gehen können.

Sie sollten beschäftigt sein, also der Käfig so interessant eingerichtet wie möglich (das gilt sowieso immer!). Dann leben sie harmonisch zusammen. Sollten sich Böcke in der Rappelphase streiten, kann es auch mal kleinere blutige Verletzungen geben. Bitte beachten Sie, wenn Sie Böckchen trennen, dann für immer.

  1. Trennt man Tiere nur über Nacht, weil sie gerade zu sehr lärmen oder man befürchtet, sie würden sich über Nacht schwere Wunden zufügen, dann bereitet man ihnen zusätzlichen Stress.
  2. Also trennen Sie die Tiere nicht, wenn Sie sie nach wenigen Stunden wieder zusammen setzen möchten, sondern nur, wenn Sie beabsichtigen, dies dauerhaft beizubehalten.

Wenn Sie sich für die Haltung von ausschließlich männlichen Meerschweinchen entscheiden, dann sollten am besten nur zwei Tiere zusammen halten. Dies funktioniert wie oben beschrieben i.d.R. gut. Drei und mehr Böckchen zusammen zu halten ist eher was für „alte Hasen” und geht auch leider sehr oft auf Dauer nicht gut.

Auch sollten Sie zu einer bestehenden „Männerfreundschaft” von zwei Tieren kein drittes (oder mehr) Tier dazu setzen. Hier gilt: „Never change a winning team”. Die Rangordnungskämpfe, die hier dann die Regel sind enden leider oft nicht friedlich. Im Extremfall hat man hinterher dann 3 (oder mehr) einzelne Tiere, die sich auch in der ursprünglichen Konstellation nicht mehr zusammen halten lassen.

: Böckchenhaltung

Kann man 4 Meerschweinchen Böcke zusammen halten?

Gruppenzusammensetzung – Die Haltung von Böcken in Zweiergruppen hat sich bewährt, ist aber im Grunde für die Tiere langweilig und bietet wenig Abwechslung. Es ist deshalb empfehlenswert, größere Bockgruppen zu halten, vier Tiere sind optimal, es dürfen auch mehr werden.

  1. Allerdings kann es dabei zu massiveren Rangproblemen kommen und es gehört viel Erfahrung und Platz dazu, wenn man sich auf so eine Gruppe einlässt.
  2. Es muss immer damit gerechnet werden, dass die Großgruppe irgendwann doch auseinanderbricht und Kleingruppen gebildet werden müssen.
  3. Die Tiere für eine Großgruppe müssen gut sozialisiert sein und zusammenpassen.

Böcke die von klein auf in großen Gruppen leben und vor allem auch mit anderen Böcken zusammenleben, lernen eher, sich zu unterwerfen, Ränge anzuerkennen und sind meist wesentlich sozial verträglicher als Böcke, die früh von der Mutter und anderen Meerschweinchen getrennt werden.

Vor allem Böcke, die mit wenigen Wochen von allen erwachsenen Tieren getrennt und als Baby in die Heimtierhaltung verkauft werden, bleiben meist unsozial! Sie können häufig nicht mehr in größere Bockgruppen integriert werden. Grundsätzlich sollten alle Babys die Chance bekommen, von erwachsenen Meerschweinchen das Sozialverhalten zu lernen.

Deshalb sollten die Jungböcke frühkastriert werden und bis sie mindestens 2,5 Monate alt sind bei der Gruppe bleiben, oder zusammen mit Altböcken eine neue Gruppe bilden. Böcke, die aus einem Wurf stammen oder früh vergesellschaftet wurden vertragen sich meist gut, allerdings kommen diese Tiere gleichzeitig in die Rappelphase ( mit etwa 2,5 Monaten und bis 6 Monate ) und dann knallt es zwischen den vorab friedlichen Brüdern.

Normalerweise entwickeln sich die Jungs dann aber auch zusammen weiter und kriegen sich wieder ein. Auf keinen Fall dürfen sie wegen der kleinen Streitereien in der Rappelphase getrennt werden, solange sich die Jungs keine Wunden zufügen oder massive Verhaltensprobleme zeigen. Ältere Böcke akzeptieren Jungtiere meist schnell als Partner, denn das Jungtier ordnet sich erst einmal unter.

Aber auch hier kommt es zu Problemen, sobald das Jungtier in die Rappelphase kommt. Auch ältere Böcke können miteinander vergesellschaftet werden, wenn alle Regeln der Vergesellschaftung und Bockhaltung eingehalten werden.

Kann man zwei Unkastrierte Meerschweinchen Böcke zusammen halten?

6. Böckchengruppe – Leider ist immer noch die Meinung weit verbreitet, dass sich unkastrierte Meerschweinchen Böcke untereinander nicht verstehen würden. Die Praxis zeigt jedoch, dass immer wieder Meerschweinchen Böckchen erfolgreich miteinander vergesellschaftet werden, und sich ein Leben lang gut verstehen. Die Meerschweinchen Vergesellschaftung kann allerdings etwas länger dauern und allenfalls viel Nerven kosten. Manchmal gibt es am Anfang Rangordungskämpfe welche sich in der Regel aber wieder legen. Diese Kämpfe sind in einem gewissen Masse normal und auch nötig, da sich so die Rangordnung festlegt. Du solltet also bei Ragnordnungskämpfe erst einmal nicht eingreifen. Es sei denn, die Kämpfe nehmen kein Ende, oder enden sehr blutig – dann solltest du die Böcke umgehend trennen. Du kannst es dann nach ein paar Tagen nochmals probieren mit der Meerschweinchen Vergesellschaftung. Klappt es auch dann nicht, solltest du es in diesem Fall definitiv lassen mit dem Meerschweinchen zusammenführen. Denn es gibt immer wieder Böcke, welche sich partout nicht miteinander verstehen – insbesondere wenn zwei sehr dominante Tiere aufeinander treffen. So klappt es dauerhaft mit der Meerschweinchen Bockgruppe: Am besten du vergesellschaftest immer einen älteren großen und dominanten (aber sozialen!) Bock mit mehreren Jungböckchen. Der dominante Bock, welcher als «Boss» der Gruppe fungiert, kann sogar einer sein, welcher bereits Deckerfahrung hat. Sobald die Böcke miteinander vergesellschaftet sind, ist Weibchenkontakt jedoch für ALLE, (auch für den Rudel-Chef!) absolut tabu. Sollte es sich beim dominanten Bock um einen ehemaligen Zuchtbock handeln darf selbst dieser ab jetzt keinen Weibchenkontakt mehr haben, auch nicht zwischendurch. Er würde den Geruch der Weibchen natürlich annehmen und bei seiner Rrückkehr in die Bockgruppe würde der reine Geruch nach Weibchen genügen, um die anderen Böcke auf «falsche Gedanken» zu bringen. Dadurch könnten Rangordnungskämpfe entstehen und die Gruppenharmonie unwiederbringlich zerstören. Wir raten dir ebenfalls dringend davon ab, einen ausgewachsenen unkastrierten Bock (z.B. einen ehemaligen Zuchtbock) in eine bereits bestehende Bockgruppe zu integrieren. In Einzelfallen kann dies wohl klappen, aber in den meisten Fällen würde dies in der gesamten Böckchengruppe Unruhe stiften und im schlimmsten Falle versteht sich dann keins der Tiere mehr mit dem anderen. Ist ein Böckchen jedoch noch sehr jung, kannst du es meistens gut in eine bestehende Bockgruppe integrieren. Am sichersten fährst du jedoch immer, wenn du eine harmonische Bockgruppe so belässt wie sie ist und keinen Anlass zur Unruhe gibst – auch nicht mit Neuzugängen. Absolut essentiell bei der Böckchenhaltung ist ebenfalls, dass die Tiere sehr viel Platz zur Verfügung haben > mindestens 2 Quadratmeter pro Tier. Die Böcke müssen sich jederzeit ausweichen können, sonst sind Rangstreitigkeiten und Konflikte vorprogrammiert! Wenn du diese Tipps beherzigst, dann funktioniert es meistens auch auf Dauer mit deiner Meerschweinchen Böckchengruppe,