Wie Viele Bundesländer?

Wie Viele Bundesländer
Wie Viele Bundesländer Gibt Es In Deutschland? –

  • 18.04.2023
  • 0
  • 5

Bundesländer: Definition Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Bundesstaat mit 16 Ländern als Gliedstaaten (föderale Struktur). Sowohl die Länder, wie auch der Bund besitzen eine eigene Staatsgewalt. Die Länder sind Staaten mit eigenen Landesverfassungen, Parlamenten, Verwaltungsstrukturen und Zuständigkeiten.

Wie heißen die 17 Bundesländer in Deutschland?

Häufige Fragen und Antworten – Wie viele Bundesländer hat Deutschland? Deutschland hat 16 Bundesländer, Das sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

  1. Welches Bundesland hat die meisten Einwohner? Nordrhein-Westfalen hat die meisten Einwohner, nämlich ca.17,9 Mio.
  2. Auf Platz 2 liegt Bayern mit ca.13,1 Mio.
  3. Und auf Platz 3 Baden-Württemberg mit ca.11,1 Mio.
  4. Welches Bundesland ist am größten? Bezogen auf die Fläche ist Bayern das größte Bundesland Deutschlands,

Denn es hat eine Fläche von ca.70.542 km² und macht damit ca.20% der Gesamtfläche Deutschland aus. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Nordrhein-Westfalen das größte Bundesland mit ca.17,9 Mio. Einwohnern. Was sind die 11 alten Bundesländer? Der Begriff „alte Bundesländer” umfasst die 11 westdeutschen Bundesländer der Bundesrepublik Deutschland (BRD) vor der Wiedervereinigung mit der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Jahr 1990.

  1. Das sind: Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Berlin(-West), Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein.
  2. Was sind die 5 neuen Bundesländer? Unter den „neuen Bundesländern” versteht man die 5 Bundesländer, die im Rahmen der Wiedervereinigung im Jahr 1990 aus den 14 Bezirken der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) entstanden sind.

Das sind: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hast du Feedback zu unserer Übersicht? Dann schreib uns doch bitte einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wir freuen uns darauf, von dir zu hören! Weiteres Wissenswertes: Weitere interessante Artikel:

Welches ist das 3 kleinste Bundesland?

Platz 3: Baden-Württemberg (35.748 Quadratkilometer) – Auf Platz drei der größten Bundesländer kommt mit 35.748 Quadratkilometern Baden-Württemberg, Das Bundesland im Südwesten der Bundesrepublik wurde aus den alten Ländern Baden und Württemberg gegründet.

Was war das 17 Bundesland?

Vor genau 20 Jahren ist Mallorca ein bisschen deutscher geworden. Am Freitag, 9. Juli 1993, wurde die bis heute gebräuchliche Formulierung geboren, Mallorca sei “das 17. Bundesland”. An diesem Tag prangte auf der Titelseite der “Bild”-Zeitung die Schlagzeile “Der verrückteste Vorschlag aus Bonn – Mallorca soll deutsch werden”.

Es handelte sich vielleicht um die beste Sommerloch-Geschichte, mit der je ein deutsches Medium an die Öffentlichkeit gegangen ist. Ausgangspunkt der Story war ein launiges Gespräch eines “Bild”-Reporters mit dem damaligen CSU-Bundestagsabgeordneten Dionys Jobst. Daraus wurde in der “Bild” folgende Behauptung: “Bonner Abgeordnete denken darüber nach, die Paradiesinsel für 99 Jahre zu pachten oder den Spaniern ganz abzukaufen (Schätzwert 50 Mrd.

Mark)”. Dionys Jobst (heute 85 Jahre alt) wird wie folgt zitiert: “Jetzt strömen die Deutschen wieder ins Ausland. Eigentlich sollte man ja für die schönen Urlaubsgebiete nur in unserem eigenen Land verstärkt werben. Aber Mallorca ist ja schon nahezu zu einer Insel mit deutschen Einwohnern geworden.

Deshalb müsste die Bundesregierung eigentlich mit Spanien in Verhandlungen treten und sich um den käuflichen Erwerb dieser Insel bemühen.” Jobsts Bundestagskollege Peter Ramsauer (ebenfalls CSU und heute Bundesverkehrsminister) schlug eine “Erbpacht von Mallorca durch Deutschland” vor. “Das war damals eine lustige Angelegenheit, aber doch nichts Ernstes.

Die Idee wurde aus einer witzigen Unterhaltung heraus geboren”, meinte Dionys Jobst Jahre später mal im Gespräch mit MM. Der Politiker hatte seinen Vorschlag im Spaß gemacht und eigenen Angaben zufolge nicht geahnt, was sich daraus entwickeln würde. Für “Bild” aber war die Geschichte ein gefundenes Fressen.

  1. Genüsslich spekulierte das Boulevardblatt über die Konsequenzen, die sich ergäben, wenn Mallorca deutsch würde (die aus heutiger Sicht unter anderem durch die Entwicklung Europas teilweise nicht mehr aktuell sind).
  2. Man könne in den mallorquinischen Telefonzellen mit Groschen telefonieren.
  3. Es gäbe überall deutsches Fernsehen.

Palma würde künftig Palmenhausen heißen. Deutsche und Spanier nahmen die Geschichte größtenteils als Scherz auf und schmunzelten. Dennoch beschäftigte sich die spanische Politik inklusive Königshaus mit der Sache. Die Presse berichtete weltweit, was natürlich einen hohen Werbewert für Mallorca bedeutete.

Und, wie eingangs erwähnt, seitdem ist in Deutschland “das 17. Bundesland” ein geflügeltes Wort. Besonderen Frust schoben vor 20 Jahren sicherlich die Briten. Sie grämten sich, dass man ihnen die Insel wegnehmen wollte. Jedes Jahr zum Urlaub nach Deutschland? Unvorstellbar. Dass Massenblatt “The Sun” machte bereits mobil.

Es schrieb: “Wir kämpfen um jeden Liegestuhl!”

Was ist das 9 größte Bundesland?

Platz 9 – Schleswig-Holstein – Weihnachtsbeleuchtung am Lübecker Holstentor Lübeck ist eine der größten Städte in Schleswig-Holstein. (Foto: dpa) Das nördlichste Bundesland Deutschlands liegt in der Mitte der Bevölkerungs-Tabelle: 2,91 Millionen Menschen leben in Schleswig-Holstein, das bedeutet Platz 9.

  • Das flache Flächenland – der Bungsberg ist mit 168 Metern die höchste Erhebung – liegt zwischen Nord- und Ostsee.
  • Charakteristisch für Schleswig-Holstein sind daher neben den großen Städten Kiel, Flensburg, Lübeck und Neumünster vor allem die zahlreichen Inseln.
  • Die bekannteste dabei ist die Insel Sylt.

Außer Leuchttürmen und Wattenmeer gehört zu Schleswig-Holstein auch eins der größten Festivals Deutschlands: das Wacken Open Air für Rock und Heavy Metal-Fans.

Was ist das älteste Bundesland in Deutschland?

Danach folgte die Hauptstadt Berlin mit 42,6 Jahren im Durchschnitt. Am ältesten waren die Menschen im Durchschnitt im Bundesland Sachsen-Anhalt mit 48,1 Jahren.

Wie viele Länder haben wir in Europa?

Die Liste der Staaten Europas führt die 47 Staaten und exterritoriale Gebiete des Subkontinents Europa auf, die 2021 dem Subkontinent zugerechnet wurden, und zwar mit ihren Hauptstädten nach verschiedenen Kriterien wie Fläche, Einwohner, BIP und BIP/Kopf,

Was ist kein Bundesland in Deutschland?

Warum es keine Bundesländer gibt Die Länder im Bundesrat © Bundesrat BUNDESLÄNDER – man hört und liest den Begriff überall, hat ihn in der Schule verinnerlicht und doch – er ist falsch. Denn richtig heißen die Glieder der Bundesrepublik schlicht LÄNDER. “Bundesländer” gibt es in Deutschland nicht.

Welches ist das viert kleinste Bundesland?

Zeitschrift Die Bundeslnder Heinrich-Christian Kuhn Mecklenburg-Vorpommern Gemeinsamkeiten trotz unterschiedlicher Geschichte Tiefland, vom Meer geprgt Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Flche zwar sechstgrtes Bundesland (23170 km2), nach der Einwohnerzahl jedoch das viertkleinste (1,8 Mio). Weniger Einwohner haben das Saarland, Hamburg und Bremen.

  1. Nur durchschnittlich 78 Einwohner kommen auf den km2.
  2. Die Nordgrenze bildet die Ostsee.
  3. Auf Grund vieler Bodden und Haffs mit die Gesamtkste immerhin 1712 km, die Lnge der Auenkste dagegen betrgt nur ein gutes Viertel davon (354 km).
  4. Der Kste vorgelagert sind 62 Inseln und Inselchen, darunter Rgen als Deutschlands grte Insel mit 930 km2 Flche.

Im Sden grenzt Brandenburg an Mecklenburg-Vorpommern (375 km), im Westen Schleswig-Holstein (137 km) und Niedersachsen (94 km). Die Ostgrenze des Landes mit Polen ist zugleich deutsche (und noch) EU-Auengrenze. Dies ist eine Landgrenze. Hierin unterscheidet sie sich von denen Brandenburgs und Sachsens, die Flugrenzen sind (Oder und Neie).

  1. Darin sehen die Menschen beiderseits der Grenze eine groe Chance, zusammenzukommen, weil keine kostspieligen Brckenbauten ntig sind.
  2. Es gibt einen regen kleinen Grenzverkehr und vielfltige Kontakte beiderseits der Grenze.
  3. Die grte Nord-Sd-Entfernung betrgt 157 km, die grte Ost-West-Entfernung 254 km.
  4. Mecklenburg-Vorpommern gehrt naturrumlich zur Groregion “Mitteleuropa” und hier wieder ausschlielich zu dessen Tieflandsbereich.

Die 200-m-Hhenlinie wird nirgends erreicht: Die hchsten Erhebungen liegen im Bereich des Helpter Berges (im Landkreis Mecklenburg-Strelitz) bei 179 m und der Ruhner Berge (Landkreis Parchim) bei 177 m ber NN. Im Zuge der eiszeitlichen berformungen und nacheiszeitlichen Naturraumentwicklung entstanden ebene, wellige und kuppige Platten, Hgelgebiete, Becken, Niederungen und Seen.

  1. Das “Rckgrat” des Landes bilden die Hgelzge der “Pommerschen Hauptendmorne”, die von Litauen kommend ab Feldberg ganz Mecklenburg-Vorpommern in sdstlich-nordwestlicher Richtung durchzieht.
  2. Nrdlich von Lbeck erreicht diese Hgelzone Schleswig-Holstein.
  3. In Mecklenburg-Vorpommern bildet sie die Wasserscheide zwischen Ost- und Nordsee.

An der Ostsee wurden durch die Ttigkeit des Meeres Steil- und Flachksten geschaffen. Die eiszeitliche Entstehung und die Eigenschaften der Oberflchensedimente prgen die naturrumliche Ausstattung. Heidesandgebiete, Niederungen, Grund- und Endmornen und Seenbecken (darunter die Mritz als grter deutscher Binnensee) prgen eine abwechslungsreiche Landschaft.

  1. Wesentlichen Einflu auf das Klima haben die Westwinde mit ihren maritimen Luftmassen und relativer Unbestndigkeit.
  2. Dennoch ist sowohl von West nach Ost als auch von Nord nach Sd eine allmhliche Klimavernderung in Richtung zunehmender Kontinentalitt erkennbar.
  3. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird erst im Juni 1945 durch eine Verfgung der sowjetischen Militradministration errichtet, indem Westvorpommern Mecklenburg angegliedert wird.

Im Februar 1947 mit Auflsung des Staates Preuen wird der Name “Vorpommern” aus der Landesbezeichnung gestrichen. Wiedergegrndet wird das 1952 aufgelste Land erst am 3. Oktober 1990, mit dem Vollzug der deutschen Einheit. Bis 1945 nahmen beide Landesteile eine eigene Entwicklung.

  • Die slawische Herkunft gehrt zur Identitt Im Jahr 1995 feierte das Bundesland (auch der vorpommersche Teil) die erste urkundliche Erwhnung Mecklenburgs.995 lie in “Michelenburg” (groe Burg) whrend eines Kriegszuges gegen die Obotriten Otto III.
  • Eine Schenkungsurkunde ausstellen.
  • Die Mecklenburger blicken mit Stolz auf ihre slawische Herkunft.

Als 1918 Groherzog Friedrich Franz IV. seinen Thronverzicht erklrt, endet die Herrschaft der obotritischen Dynastie, die bis auf ihren Grnder Niklot (1131-1160) zurckgeht. Es ist die lteste slawische Dynastie. Das Bewutsein slawischer Wurzeln gehrt zur mecklenburgischen Identitt.

Seit dem 7. Jahrhundert prgt die slawische Besiedlung das Land. Die Slawen errichten an schwer zugnglichen Stellen Burgen als Verteidigungsanlagen und verbanden sie zu einem ausgezeichneten System kleinerer, berschaubarer Sttzpunkte von weitreichender historischer Wirkung. Der Sitz der Obotritenfrsten (Michelenburg = Mecklenburg) gab dem Land den Namen.

Mit der Konfrontation des Sachsenherzogs Heinrich des Lwen und des Obotritenfrsten Niklot beginnt die Entwicklung Mecklenburgs zu einem mittelalterlichen Territorialstaat. Heinrich der Lwe rckte 1160 mit seinem Heer nach Mecklenburg ein und ttete den Obotritenfrsten Niklot in der Nhe der Burg Werle im Kampf.

Heinrich der Lwe war zwar der Sieger, aber Niklot nicht der Besiegte. Sein Sohn Pribislaw, der inzwischen zum Christentum bergetreten war, erhielt den grten Teil der Obotritenherrschaft als schsisches Lehen. Heinrich der Lwe grndete zur Besiegelung des von ihm eingeleiteten Prozesses 1160 als erstes deutsches rechtlich verfates Gemeinwesen auf mecklenburgischem Boden die Stadt Schwerin, die seither die Reiterfigur des schsischen Herzogs in ihrem Siegel fhrt, und stattete sie mit lbischem Recht aus.

Schwerin wurde zum westlichen Einfallstor nach Mecklenburg. Die alte obotritische Grenzburg auf der Insel im Schweriner See wurde zum Grafensitz, in die Stadt wurde der Bischofssitz aus der Ortschaft Mecklenburg verlegt und somit die Dreigliederung von Feudalsitz, Brgeransiedlung und kirchlichem Zentrum konstituiert.

Dem tatenfreudigen und machtbewuten Sachsenherzog trat eine weitere Grndergestalt an die Seite: Berno, der Zisterziensermnch aus dem Weserkloster Amelungsborn. Ihn setzte Heinrich zum ersten Bischof von Schwerin ein und lie ihn 1171 einen der Vorgngerbauten des heutigen hochgotischen Domes in Schwerin weihen.

Im gleichen Jahr siedelte Berno zwlf Zisterziensermnche aus seinem Heimatkloster in Althof nach Doberan an. Doberan wurde zu einem der wichtigsten christlichen Zentren in dem sich wandelnden Land. Die mecklenburgische Kirchenorganisation wurde seit dem 13.

Jahrhundert begrndet und ist – wenn auch in wechselnder Gestalt – bis heute erkennbar. Die uerlich sichtbare Seite dieser Organisation, das dichte Netz gotischer Backsteinkirchen, gehrt bis heute zu den besonderen mecklenburgischen Kennzeichen. Deutsche Ministeriale, Dienstleute im Hof- und Verwaltungsdienst, erhielten seit der zweiten Hlfte des 12.

See also:  Wie Viele Urlaubstage Bei Teilzeit?

Jahrhunderts Landgter zum Lehen mit dem Auftrag, Mecklenburg zu kolonisieren und nach ihren Erfahrungen umzugestalten. Im 13. Jahrhundert strmten einige Zehntausend Siedler vor allem aus Niedersachsen und Westfalen ins Land. Die mecklenburgische Raumordnung zeigt bis heute die Wege der Grnder und Mnche, der Lokatoren und Siedler, die das Land mit einem Raster von Ortschaften berzogen.

In Verbindung mit dem alten System der slawischen Burgbezirke war diese Ordnung auf Dezentralisierung angelegt. Deutsche Siedler mit berlegener Ackerbautechnik Die Bauern erhielten steuerfreie Hufen als Lehnsgut und siedelten vor allem im Bereich der schweren Bden nrdlich des Landrckens. Auf diese Siedlungen deuten Ortsnamen mit der Endung “-hagen” hin.

Der Ackerbau bei den slawischen Stmmen war unterentwickelt, wurde durch Jahrhunderte nur mit hlzernem Pflug betrieben, wies geringe Ertrge auf und fhrte nicht zu Wohlstand und Steuer- oder Tributpotential fr eventuelle Lehnsherren. Mit den deutschen Siedlern wurde auch die Dreifelderwirtschaft mit fortentwickelter landwirtschaftlicher Technik eingefhrt.

Die Drfer wurden groflchig und planmig angelegt und die slawischen Bevlkerungsteile in die Besiedlung einbezogen. Im Sdwesten Mecklenburgs (Griese Gegend) blieben noch fr lngere Zeit slawische Siedlungsrume erhalten. Seit dem 13. Jahrhundert wurden zahlreiche Stdte als zentrale Orte fr das Umland vor allem durch die Territorialherren gegrndet.

Die Kstenstdte (Rostock 1218, Wismar 1229, Stralsund 1239, Greifswald 1250) bernahmen das lbische Stadtrecht zur Demonstration ihrer Stellung als Freihandelspltze mit Zollfreiheit, Mnz- und Stapelrecht und weitgehender eigener Gerichtsbarkeit. Zu weiterer Entwicklung und Machtflle in Mecklenburg und Vorpommern trug vor allem der Stdtebund der Hanse bei, dem alle bedeutenden Kstenstdte angehrten.

Hanse steht fr Urbanitt, fr intakte Kommunikation nach innen und auen. Im Jahre 1280 bildeten Rostock und Wismar mit Lbeck und Hamburg den Kern des Bndnisses der “wendischen Stdte”. Die pommerschen Stdte Stralsund, Greifswald, Stettin, Demmin und Anklam schlossen sich an. Die Kstenstdte unterhielten bedeutende Handelsflotten.

Unter der Flagge von Stralsund fuhren zur Bltezeit der Hanse um 1400 mehr als 300 Schiffe. Aus der Verbindung von Hansegeist und Bildungsbedrfnis entstand im Jahre 1419 die Universitt Rostock. Sie zog Studenten vor allem aus dem skandinavischen Raum und aus den Niederlanden an.

  • Auf Initiative des Brgermeisters Heinrich Rubenow wurde 1456 eine Universitt auch in Greifswald gegrndet, die sich rasch zu einem wichtigen geistigen Mittelpunkt des Herzogtums Pommern entwickelte.
  • Die Katastrophe des Dreiigjhrigen Krieges In Mecklenburg griffen kirchenreformatorische Prozesse im zweiten Viertel des 16.

Jahrhunderts schnell um sich, besonders in den greren, gesellschaftlich differenzierten Stdten an der Kste. Seit 1531 fanden in allen Kirchen Rostocks lutherische Gottesdienste statt.1540 hielt die Reformation auch im Bistum Schwerin Einzug. Auf dem Landtag, der Versammlung der mecklenburgischen Stnde in Sternberg, wurde 1549 das evangelische Glaubensbekenntnis fr das ganze Land Mecklenburg als verbindlich erklrt.

  • Das Erwachen brgerlichen Selbstbewutseins fhrte zu kultureller Blte.
  • Auch in Mecklenburg entwickelten sich Anstze von Humanismus und Renaissance.
  • Ein erster Schloumbau in Schwerin sowie frstliche Bauten in Wismar, Gadebusch und Gstrow zeugen von renaissancistischem Formempfinden.
  • Die Blte von Reformation, Humanismus und Renaissance wurde durch den Dreiigjhrigen Krieg alsbald geknickt, und ber Mecklenburg, das an den Streitigkeiten nicht eigentlich beteiligt war, ging die erste groe Walze eines Krieges, der das Land nahezu auslschte und seine Entwicklung auf Jahrzehnte unterbrach.

Dabei hatte es zunchst nach Glanz und Aufschwung ausgesehen, als Wallenstein, der 1628 das Land besetzt und 1629 als erbliches Lehen vom Kaiser erhalten hatte, auf Schlo Gstrow eine Hofhaltung entfaltete, die selbst am Kaiserhof ihresgleichen suchte.

  • Er trennte Verwaltung und Justiz, schuf ein Kabinett aus vier Rten und frderte Handel und Gewerbe.
  • Doch dann wurde das Land mit aller Brutalitt und Grausamkeit in das Gemetzel der Nachbarn einbezogen und selbst zum Kriegsschauplatz zwischen Schweden und Kaiserlichen.
  • Die Eroberung und Zerstrung von Neubrandenburg im Jahre 1631 bezeichnet den Gipfel an Wunden und Schmerzen, die dem Land zugefgt wurden.

Der Dreiigjhrige Krieg hinterlie ein zerstrtes und verwstetes Land, dessen Einwohnerzahl auf weniger als ein Drittel dezimiert worden war. Schweden beanspruchte und erhielt auch Wismar, die Insel Poel sowie das Amt Neukloster und konnte somit seine Herrschaft im Ostseeraum ausbauen.

Die starke Stellung der Ritterschaft Den Gewinn aus dem Bevlkerungsrckgang zog der Stand der Grundbesitzer, die Ritterschaft. In einem Gesetz von 1654 wurde ihnen das Recht zugebilligt, ihre Untertanen in Knecht- und Leibeigenschaft zu halten und ber ihren Aufenthalt und Familienstand zu entscheiden.

Brachliegendes Land wurde zu den groen Gtern gelegt. Die Ritterschaft wurde immer mchtiger. Mecklenburg wurde auch in die Nachfolgekmpfe des Dreiigjhrigen Krieges, so in den Nordischen Krieg (1713-1717), einbezogen. Herzog Carl Leopold (1713 bis 1747) baute mit russischer Hilfe ein stehendes Heer auf, um ein absolutistisches Regime gegen die Ritterschaft zu errichten, was ihm jedoch milang.

Im Landesgrundgesetzlichen Erbvergleich (1755), der ersten “Verfassung” Mecklenburgs, der Magna Charta der mecklenburgischen Ritterschaft, mu der Landesherr der Ritterschaft ihre Rechte auf unumschrnkte Herrschaft ber ihre Untertanen und das unheilvolle “Bauernlegen” gesetzlich verbriefen. Seit der Landesteilung 1701 gab es zwei mecklenburgische Territorialstaaten, Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, und jedes dieser Gebiete nahm eine durchaus elgene Entwicklung.

Trotz aller Schden und Verluste brachte auch das 18. Jahrhundert noch einmal eine bescheidene, liebenswrdige Blte hervor, Zeugnisse einer Feudalkultur mit Schlssern, Herrensitzen und Parkanlagen, die zu einem weiteren Charakteristikum der Gebiete von Mecklenburg wurden.

  • Im Herzogtum Strelitz wurde Neustrelitz als neue Residenz planmig angelegt.
  • Im letzten Drittel des 18.
  • Jahrhunderts wurde unter Herzog Friedrich Ludwigslust als Residenz des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin gegrndet und zu einer einmaligen sptbarocken Stadtanlage mit Schlo, Kirche und weitrumigen, von Wasserlufen durchzogenen Parkflchen ausgebaut.

Die napoleonischen Kriege zogen auch Mecklenburg stark in Mitleidenschaft und raubten das Land aus. Die Beschlsse des Wiener Kongresses erhoben die beiden mecklenburgischen Herzge in den Rang von Groherzgen. Im Jahre 1816 wurde Mecklenburg Mitglied des Deutschen Bundes.

Die Aufhebung der Leibeigenschaft 1820 fhrte in der Folgezeit zum Anwachsen sozialer Spannungen und zu einer lawinenartigen Auswanderungsbewegung vor allem nach Nordamerika. Die ungelsten sozialen Probleme auf dem Lande hemmten die politische und gesellschaftliche Entwicklung. Die beiden Mecklenburg berlebten das Ende der Dynastie Die gesellschaftlichen Bewegungen im Zusammenhang mit der Mrzrevolution von 1848 hinterlieen in Mecklenburg trotz revolutionrer Aufbrche keine bleibenden Spuren.

Zwar hatte Groherzog Friedrich Franz II. unter dem Druck der Volksmassen die Umwandlung Mecklenburgs in einen konstitutionellen Staat versprochen, und im April 1848 waren Vertreter aller Schichten des Volkes in Gstrow zusammengetreten, um ber die Reprsentativverfassung ohne stndische Gruppierungen zu beraten, aber im September 1850 wurde die alte stndische Verfassung wieder besttigt.

  1. Im Jahre 1867 wurde die in Berlin proklamierte Verfassung des Norddeutschen Bundes auch fr beide Mecklenburg verbindlich.
  2. Nachdem Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz 1870 dem Deutschen Zollverein beigetreten waren, wurden sie 1871 mit einer Einwohnerzahl von 360000 Gliedstaaten des Deutschen Reiches.

Die nach der Jahrhundertmitte beginnende Industrialisierung wirkte sich vor allem in der Landwirtschaft aus und fhrte zur Beschftigung zahlreicher auslndischer, vor allem polnischer Saisonarbeiter auf den mecklenburgischen Gtern und fhrte zu einer Verschrfung der sozialen Situation.

Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Stndeherrschaft in Konsequenz der Novemberrevolution 1918 abgeschafft und der Groherzog zur Abdankung veranlat, beide Mecklenburg wurden zu Republiken. Der Zwergstaat Mecklenburg-Strelitz behielt trotz der geringen Einwohnerzahl von 110000 seine Eigenstndigkeit.

In beiden Landtagen stellten die Sozialdemokraten die strkste Fraktion. Wichtigste Aufgaben waren eine Verwaltungs- und Agrarreform, soziale Probleme und die Entstaatlichung der Kirche. berschuldete und unrentabel gewordene Gutsbetriebe wurden aufgesiedelt und an Siedler auch aus Westfalen, Oldenburg und dem Emsland vergeben.

Die NSDAP erhielt 1932 eine knappe absolute Mehrheit, so da die Einfhrung der NS-Diktatur 1933 ohne nennenswerten Widerstand vor sich ging. Ein Staatsminister als Verwaltungsbeamter in besonderer Position gengte fr ganz Mecklenburg. Am 13. Oktober 1934 wurden die beiden mecklenburgischen Staaten auf Anordnung des Reiches zusammengeschlossen.

Aus dem relativ eigenstndigen Land wurde der Gau Mecklenburg, eine wichtige Ernhrungsbasis des Deutschen Reiches. Die Macht lag seit 1934 in den Hnden des Reichsstatthalters Friedrich Hildebrandt. Der Zweite Weltkrieg bezog auch Mecklenburg in Luftangriffe (besonders Rostock und Wismar), Kampfhandlungen und in die totale Niederlage des Deutschen Reiches ein.

Die letzten Kriegswochen waren gekennzeichnet durch die deutsche Rckwrtsverteidigung vor allem seitens der SS und durch die sowjetischen Kampf- und Vergeltungsmanahmen, denen vor allem Stdte in Ostmecklenburg zum Opfer fielen. Am Strkanal stlich von Schwerin stieen im Mai 1945 amerikanische und sowjetische Truppen aufeinander, Westmecklenburg mit Schwerin und Wismar stand bis Juli 1945 unter amerikanisch-englischer Besatzungshoheit.

Vorpommern: 200 Jahre lang schwedisch Auch in Pommern siedelten seit dem 6. Jahrhundert westslawische Volksstmme. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts erobert Polenherzog Boleslaw III. Pommern. Der Begrnder der pommerschen Dynastie der Greifen Wartislaw I. dehnt die Herrschaft bis ins Peenegebiet aus.

  1. Zur Christianisierung wendet sich Boleslaw an Bischof Otto von Bamberg, der in enger Beziehung zum polnischen Herrscherhaus steht.
  2. Die Missionsreisen von 1224 und 1228 sind erfolgreich, und er legt die Voraussetzungen fr die kirchliche Organisation.
  3. Die Christianisierung Rgens gelingt erst 1168, als die Dnen die Insel erobern.

Wie in Mecklenburg erfolgt die deutsche Siedlungsbewegung aus dem Niederrhein, Westfalen und Niedersachsen entlang der Kste. In die sdlichen und stlichen Gebiete Pommerns gelangen Siedler auf dem Landweg aus Niedersachsen, Brandenburg, Obersachsen und Thringen.

  1. Nur wenige Jahre spter als in Mecklenburg folgen hier Bistums- und Stadtgrndungen.
  2. Die Hanse prgt das Leben und die Beziehungen der Kstenstdte und der Stdte im Binnenland.
  3. Erstmals wird hier eine gemeinsame Identitt an der Ostseekste greifbar.
  4. Im Hansebund fanden die Stdte und Kaufleute eine gemeinsame Organisation, die bis ins 17.

Jahrhundert von Bedeutung war.1295 kommt es zur Teilung des Herzogtums in Pommern-Wolgast, das 1325 das Frstentum Rgen erwirbt, und Pommern-Stettin. Speziell Pommern-Wolgast wird in den folgenden 200 Jahren mehrfach geteilt. Polen, Dnemark, der Kaiser und Brandenburg wechseln in der Lehnshoheit ab und machen ihre Ansprche geltend.

  1. Erst 1478 eint Herzog Bogislaw X.
  2. Ganz Pommern unter seiner Herrschaft.1493 kann Pommern im Vertrag von Pyritz Brandenburg zur Aufgabe der Ansprche auf Lehnshoheit bewegen.
  3. Allerdings bleibt der Anspruch fr den Fall bestehen, da das Greifengeschlecht keinen mnnlichen Nachfolger habe, dies tritt 140 Jahre spter auch ein.1534 wird das reformatorische Bekenntnis eingefhrt.

Mageblichen Anteil an der neuen Kirchenordnung hat Johannes Bugenhagen (1485-1558). Im ersten Nordischen Krieg (1563-1570) bleibt Pommern offiziell neutral, doch versorgen die pommerschen Stdte die Schweden mit Waffen und Proviant. Hier beginnt die Interessengemeinschaft mit Schweden, die auch vlkerrechtlich ab 1648 fixiert wird, als Vorpommern fr fast 200 Jahre an Schweden fllt, whrend Brandenburg Hinterpommern erhlt.1625 gelingt es Herzog Bogislaw XIV.

nochmals, die Einheit Pommerns herzustellen. Doch schon 2 Jahre spter besetzt Wallenstein Pommern, 1630 folgen die Schweden und 1637 erlischt mit Bogislaws Tod das Greifengeschlecht. Brandenburg meldet sofort seine Ansprche auf Pommern aus dem Vertrag von Pyritz an.1679 besetzt es die stliche Odermndung, 1719 Usedom, Wollin, Demmin, Stettin und Anklam (Preuisch-Vorpommern).

Trotz verschiedener militrischer Erfolge kann Preuen Schwedisch-Vorpommern erst 1815 seinem Gebiet einverleiben. Auf dem Wiener Kongre wird dem Abkauf des Gebietes fr 3,5 Mio Taler von Schweden zugestimmt. Ein gemeinsames norddeutsches Lebensgefhl durch Hanse und napoleonische Besetzung Whrend der napoleonischen Besetzung Pommerns bereitete sich ein neues, gesamtnorddeutsches Lebensgefhl vor.

Mecklenburg und Pommern hatten als Operationsfeld fr die Ltzowschen und Schillschen Freischaren einen hervorragenden Anteil an den Freiheitskriegen. In Schwedisch-Pommern hatte sich inzwischen ein Verinnerlichungspotential entwickelt, das seinesgleichen sucht. Es prgte sich aus in Ernst Moritz Arndts Worten vom Gott, der Eisen wachsen lie und keine Knechte wollte, in den Landschaftsrumen von Caspar David Friedrich und den hoffnungsvollen Gestalten von Philipp Otto Runge.

Hier wird ein neues Lebensgefhl auf der Grundlage einer voll ausgebildeten norddeutschen Identitt, in der auch die Idee des gemeinsamen deutschen Vaterlandes bereits fest verankert ist, sichtbar.1815 wird Pommern preuische Provinz. Es folgt ein bedeutender Modernisierungsschub: Reformen in Verwaltung und Bildungswesen, Sozialreformen, Frderung von Handel, Gewerbe, Verkehrswesen.

Der Provinz Pommern stehen ein unmittelbar dem preuischen Innenminister unterstellter Oberprsident und Regierungsprsident vor. Die neue Verwaltungsstruktur drngt erheblich den Einflu der Stnde zurck. Die revolutionren Ereignisse des Mrz 1848 fanden in Pommern geringen Nachklang. Die Wahlen zur Nationalversammlung und zum preuischen Abgeordnetenhaus gewannen – anders als in den beiden Mecklenburg – die Konservativen.

Auch in spteren Wahlen zum Reichstag und zum Preuischen Abgeordnetenhaus siegten regelmig konservative Politiker. (Und wenn man die Wahlen zum Landtag und Bundestag im September 1998 heranzieht, glaubt man sich besttigt, Pommern sei von Natur aus konservativ.) Ein Kind der Sowjetischen Militradministration Nachdem nach Kriegsende 1945 Hinterpommern und Stettin ins polnische Staatsgebiet eingegliedert worden waren, wurde Vorpommern Mecklenburg angegliedert und die Sowjetische Militradministration in Deutschland (SMAD) grndete das Land Mecklenburg-Vorpommern.

See also:  Wie Viele Eier Hat Eine Frau?

Schon im Verlauf des Zweiten Weltkrieges hatte eine groe Wanderungsbewegung eingesetzt und zum starken Anstieg der Bevlkerungszahl in Mecklenburg und Vorpommern gefhrt. Vor allem aus Hamburg, Berlin und dem Ruhrgebiet waren Ausgebombte und Evakuierte ins Land gekommen. Seit Anfang 1945 folgten Flchtlingsstrme aus dem Osten, die bis weit in die 50er Jahre anhielten.

Die Bevlkerungszahl verdoppelte sich innerhalb krzester Zeit. Der Anteil der Flchtlinge und Vertriebenen lag in Mecklenburg und Vorpommern bei etwa 40% der Gesamtbevlkerung. Das industriell wenig entwickelte Land bot auerhalb der Landwirtschaft kaum Arbeits- und Entwicklungsmglichkeiten, und die Bevlkerungsbewegung ging in Richtung Westen kontinuierlich weiter.

Das Ergebnis der Landtagswahl vom Oktober 1946, der die Zwangsvereinigung von KPD und SPD vorausgegangen war, (SED 49,5%, CDU 34,1%, LDP 12,5%, VdgB 3,95%) diente fortan als Verteilerschlssel aller folgenden Wahlen. Mit der Bodenreform von 1945/46 wurden alle Gter ber 100 ha Flche entschdigungslos enteignet und zu zwei Dritteln als Neubauernstellen an ehemalige Landarbeiter, Flchtlinge und Vertriebene bereignet.

Diese agrarische Umstrukturierung betraf 54% der landwirtschaftlichen Nutzflche.80 Gter mit einer Flche von etwa 60000 ha wurden zum “Volkseigentum” (Volkseigenes Gut, VEG) erklrt und vom Staat zur Saat- und Viehzucht sowie als Landwirtschaftsschulen genutzt.

Von 1952 bis 1960 wurden zwangsweise die selbstndigen Bauern in Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) eingegliedert. Diese Kollektivierung war nach den Intentionen der SED die Vorstufe zum geplanten “Sieg des Sozialismus auf dem Lande”. Im Jahr 1947 wurde eine neue Landesverfassung in Kraft gesetzt, und im gleichen Jahr erfolgt die Unterstellung des Landes unter die (ost-deutsche) Wirtschaftskommission und somit die Einfhrung eines zentralistischen Prinzips.

Die Politik richtete sich nach einem fr die gesamte sowjetische Besatzungszone verbindlichen einheitlichen Themenplan, der nach Grndung der DDR 1949 ohne Schwierigkeiten in die neue zentralistische Regie berfhrt werden konnte, die ausschlielich in den Hnden der SED lag.

  • Das 1952 von der Volkskammer der DDR verabschiedete “Gesetz ber die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Lndern der Deutschen Demokratischen Republik” beendete die Eigenstndigkeit der Lnder.
  • Die Aufteilung in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg Das Land Mecklenburg(-Vorpommern) wurde in die Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aufgeteilt, die Bezirke Schwerin und Neubrandenburg wurden um Landkreise des ehemaligen Landes Brandenburg erweitert.

Jeder Bezirk erhielt ein “Parlament” (Bezirkstag) auf der Basis der eingefrorenen und administrativ angepaten Wahlergebnisse von 1946, in dem die von der Volkskammer gefaten Beschlsse und die zum Gesetz erhobenen Volkswirtschaftsplne an die Gegebenheiten der Bezirke angepat wurden.

  1. Die neuen Bezirksstdte nahmen an Bedeutung und Einwohnerzahl zu.
  2. Der Bezirk Rostock mit seiner berdimensionalen Ausdehnung von der Lbecker Bucht bis zum Oderhaff entsprach in seiner homogenen Strukturierung als maritime Wirtschaftsregion und attraktives Tourismus- und Erholungsgebiet ganz und gar den Interessen einer eigenstndigen DDR.

Rostock zhlte zu ihren wichtigsten Stdten. Zum Aufbau der Industrie, insbesondere im Raum Rostock, kamen zahlreiche Arbeitskrfte aus dem Sden der DDR in den Nordbezirk. Zentralistisch wurde das Land industrialisiert. Bei der Ansiedlung von Industrie spielten die Erfordernisse der DDR die Hauptrolle: Die Werften lieferten Schiffe an die Sowjetunion (anfangs Reparationsleistungen) und produzierten fr die Kriegsmarine, Ansiedlung von Rstungsindustrie (Neubrandenburg) und Zulieferern, daneben entstanden Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte verarbeiteten.

Am 26. Mai 1952 wurde auch entlang der Demarkationslinie zwischen Mecklenburg und der Bundesrepublik Deutschland eine 5-km-Sperrzone errichtet. In mehreren Aktionen wurden als politisch unzuverlssig geltende Bewohner ausgewiesen. Seit Beginn der 80er Jahre verschrften sich die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Widersprche in der DDR in stndig zunehmendem Tempo und drngten nach Vernderungen.

Die erste Grodemonstration mit der Forderung nach umfassenden Reformen in der DDR fand am 2.10.1989 in Leipzig statt und hatte eine auslsende Wirkung auch auf die mecklenburgischen Bezirksstdte. Diese Grodemonstrationen erzwangen die Wende in der DDR und mit der Auflsung der Bezirke und nach den ersten freien Wahlen seit ber einem halben Jahrhundert auch die Wiedereinfhrung der fderalistischen Struktur durch die Neuerrichtung des Landes Mecklenburg-Vorpommern als Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

Wirklichen Widerspruch gegen die Wiederbegrndung eines gemeinsamen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gab es weder 1990 noch spter, auch wenn einige wenige Pommern, die zumeist nicht in Vorpommern lebten, aufriefen, sich einem gemeinsamen Bundesland zu widersetzen und ffentlich erklrten, die Vorpommern htten eher gemeinsame Wurzeln mit Brandenburg.

Allerdings wurden diese Gedanken beim Gesetz zum groen Landeswappen mit herangezogen. So zeigt dieses heute auf gevierteiltem Wappenschild neben den beiden mecklenburgischen Stierkpfen und dem pommerschen roten Greif den roten brandenburgischen Adler, um “die enge historische Verbindung zu Brandenburg” zu dokumentieren.

  1. Echte Spannungen aber zwischen Mecklenburg und Vorpommern gibt es nicht.
  2. Und wenn gelegentlich die Vorpommern ihre Zurcksetzung im gemeinsamen Bundesland beklagen wegen angeblich zu groer Ferne zur Landeshauptstadt und damit nicht gengender Frderung des Landesteils, so haben die Manahmen der Landesregierung in den letzten 8 Jahren dieses Argument ad absurdum gefhrt.

Die Menschen in beiden Landesteilen sind auf dem Weg, ihre gemeinsame Identitt zu finden. Die Regierungsbildung gelang hier nach der Wende am schnellsten Am 14. Oktober 1990 fanden die ersten Landtagswahlen nach der deutschen Vereinigung statt. Die CDU erhielt 38,3% der Stimmen, die SPD 27,0%, die PDS 15,7% und die F.D.P.5,5%.

  • Der Einzug der Grnen in den Landtag scheiterte mit 4,2%.
  • Mit nur 1 Stimme Mehrheit wurde eine Koalitionsregierung aus CDU und F.D.P.
  • Schon am 27.
  • Oktober 1990 gebildet.
  • Die Mehrheit der Brger und Brgerinnen war stolz, da hier die Regierungsbildung als erste in den neuen Bundeslndern gelang.
  • Man meinte damit das Bismarck-Wort, wonach in Mecklenburg alles 50 Jahre spter kme, widerlegt zu haben und blickte zu optimistisch in eine Zukunft, die schnellen Anschlu an das Lebensniveau der alten Bundeslnder bringe.

Doch die nach zentralistisch-planwirtschaftlichen Vorgaben gegrndeten Betriebe waren fr die Marktwirtschaft nicht gerstet. Sprunghaft stieg die Arbeitslosigkeit an. Bis Mitte 1991 hatten sich die Arbeitspltze in der Landwirtschaft um knapp 110000 verringert (von 180000 auf 71400).

Als dann zu Jahresbeginn 1992 die Arbeitslosenquote ber 17% lag und die Zukunft der Werften gefhrdet war, rollte eine massive Streikwelle gegen die Landesregierung an. Das ursprngliche Konzept der Landesregierung, keine Verbundlsung bei der Werftenprivatisierung anzustreben, wurde abgelehnt. Ministerprsident Dr.

Alfred Gomolka trat auf dem Hhepunkt der Werftenkrise zurck. Die Regierungskrise konnte jedoch mit der Wahl von Dr. Berndt Seite zum neuen Ministerprsidenten nach nur 3 Tagen berwunden werden. Die neue Landesregierung beugte sich dem Druck von Streikenden und Gewerkschaften und whlte die Verbundlsung.

  • 4 Jahre spter in der 2.
  • Werftenkrise erwies sich, da diese Entscheidung falsch war.) Nach der Landtagswahl vom 16.
  • Oktober 1994 bildeten CDU (37,7%) und SPD (29,5%) eine Koalitionsregierung.
  • Als einzige Oppositionspartei verblieb die PDS im Landtag mit 22,7% Zweitstimmen.
  • Grne (3,7%) und F.D.P.
  • 3,8%) scheiterten an der 5%-Klausel.

Auf dem Hhepunkt der 2. Werftenkrise (“Vulkanpleite”) im Frhjahr 1996 schien die Koalition zu zerbrechen. Massiver Druck aus Bonn verhinderte eine SPD-PDS-Koalition. Bis zum Ende der Legislatur stellten CDU und SPD die Landesregierung, obwohl die Gemeinsamkeiten aufgebraucht waren und die Koalitionre im Landtag mehrmals unterschiedlich und gegeneinander abstimmten.

  1. Im Ergebnis der Landtagswahlen vom 27.
  2. September 1998 (SPD = 34,3%, CDU = 30,2%, PDS = 24,4%, Bndnis 90/Die GRNEN = 2,7%, F.D.P.
  3. = 1,6%) konstituierte sich eine SPD-PDS-Landesregierung unter Ministerprsident Dr.
  4. Harald Ringstorff als erste im vereinten Deutschland.
  5. Auf absehbare Zeit werden im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern nur diese 3 Parteien vertreten sein.

Die Landesverbnde von F.D.P. und Bndnis 90/Die GRNEN haben nur wenige Hundert Mitglieder, und es fehlt das entsprechende Whlerpotential. Mitgliederstrkste Partei ist mit 10600 die PDS, gefolgt von der CDU mit 8300 und der SPD mit etwa 3500 Mitgliedern.

Rechtsradikale Parteien (NPD, DVU und Republikaner) suchen verstrkt im Land Fu zu fassen, blieben bei den Wahlen bisher glcklicherweise zusammen immer unter 5%. Feste Parteibindungen und Whlermilieus haben sich bisher nicht herausgebildet, deshalb sind auch Prognosen fr knftige Entscheidungen vage. Eine sanfte Gemeindereform Als das Land Mecklenburg-Vorpommern am 3.

Oktober 1990 wiederbegrndet wurde, gab es 6 kreisfreie Stdte (grte: Rostock mit 221000 Einwohnern) sowie 1117 kreisangehrige Stdte und Gemeinden in 31 Landkreisen. ber 90% der Gemeinden zhlten weniger als 2500 Einwohner, ber 50% weniger als 500 Einwohner.

Die Landkreise umfaten im Durchschnitt 40000 Einwohner, in der kleinsten Kreisstadt Sternberg lebten knapp 5000 Menschen. Die Reform der Gemeindeverwaltungsstruktur wurde erforderlich, weil die rtlichen Verwaltungen in zahlreichen kleineren Gemeinden den fachlichen Ansprchen nicht mehr gerecht wurden, gleichwohl aber groe Anteile der Finanzkraft beanspruchten.

Man entschied sich dennoch bewut fr die historisch gewachsene Gemeindestruktur und Erhaltung der Selbstverwaltung in den Gemeinden. Gebndelt wurden lediglich die Verwaltungen in etwa 120 mtern auf der Grundlage der Amtsordnung von 1992. Etwa 5800 Einwohner gehren zu einem Amt.

Die amtsangehrigen Gemeinden behalten uneingeschrnkt ihre eigene Rechtspersnlichkeit sowie Beschlu- und Entscheidungsverantwortung in Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises. Die mter sind lediglich mit der verwaltungstechnischen Vorbereitung und Durchfhrung dieser Aufgaben befat. Aus den ehemaligen 31 Landkreisen wurden 1994 12 neue Landkreise mit durchschnittlich 100000 Einwohnern gebildet.

Dabei hielt man sich nicht an die historische Grenze zwischen den Landesteilen. Keiner der dafr angefhrten Grnde ist einleuchtend. Die Aufregung hierber hat jedoch sicher die Suche nach gemeinsamer Landesidentitt von Vorpommern und Mecklenburg nicht gefrdert.

Auf Direktwahlen fr Brgermeister, Oberbrgermeister und Landrte wurde bei der Kommunalwahl 1994 verzichtet. Erst mit der Kommunalwahl 1999 werden ehrenamtliche Brgermeister direkt gewhlt, hauptamtliche Brgermeister und Landrte erst ab 2002. Das wird die Position der Brgermeister und Landrte strken. Der Gesetzgeber begrndete damals, die Brger und Brgerinnen seien 1994 hierzu noch nicht reif, nachdem Jahrzehnte Zentralismus Verhaltensweisen geprgt htte.

Doch ging es bei dieser Entscheidung eher um Machtpositionen der Parteien, die eigene Personalentscheidungen so besser durchzusetzen glaubten. Dennoch konnten gerade in den kreisfreien Stdten Oberbrgermeisterinnen und Oberbrgermeister starke Positionen ausbauen.

  1. Der Geist der friedlichen Revolution in der Landesverfassung Die Verfassung vom 23.
  2. Mai 1993 ist nicht die erste demokratische Verfassung in Mecklenburg-Vorpommern.1919 und 1920 gaben sich die beiden mecklenburgischen Freistaaten eine Verfassung, fr Pommern galt ab 1920 die preuische Verfassung.1947 beschlo der damalige Landtag eine Verfassung fr Mecklenburg-Vorpommern.
See also:  Wie Viele Ibuprofen 400 Darf Man Am Tag Nehmen?

Entgegen dem Wunsch von sowjetischer Besatzungsmacht und SED enthielt sie neben Staatsorganisationsvorschriften auch die Grundrechte. Ihre Aufnahme konnten CDU und LDP gegen Besatzungsmacht und SED durchsetzen, muten aber dafr in Kauf nehmen, da bereits deutliche Anstze fr eine sozialistische und zentralistische Entwicklung fixiert wurden.

  • Diese Verfassung galt bis zur Auflsung der Landes am 25.
  • Juli 1952.
  • Im November 1990 setzte der Landtag eine “Kommission fr die Erarbeitung der Landesverfassung” ein.
  • Mitglieder der Verfassungskommission waren nicht nur Abgeordnete des Landtags, sondern auch vier von den Fraktionen (je Fraktion einer) benannte Sachverstndige sowie ein Mitglied der Partei Die GRNEN, ein Mitglied der Brgerbewegung, ein Mitglied der Arbeitsgruppe “Vorlufige Verfassung” der “Runden Tische” der Bezirke Rostock, Schwerin und Neubrandenburg aus der Wendezeit der DDR und ein Mitglied des Regionalausschusses.

Vorangestellt ist der Verfassung eine Prambel, die als Auslegungs- und Orientierungshilfe fr das Verstndnis der Verfassung gedacht ist und deutlich macht, da die Verfassung an die Werte und Zielvorstellungen der friedlichen Revolution an 1989 anknpft.

Sie bekennt sich zu den Grundrechten der Wrde und Freiheit des Menschen als Rechten, die ihm von Natur aus zustehen und die der Staat deshalb zu schtzen hat. Auch die Formulierung der Grundrechte und Staatsziele atmet den Geist der friedlichen Revolution von 1989/90. So ist in Artikel 3 etwa formuliert: “Parteien und Brgerbewegungen wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.” Artikel 11 legt das Land fest auf die Mitwirkung an der Verwirklichung der europischen Integration und Frderung der grenzberschreitenden Zusammenarbeit speziell im Ostseeraum, die auch intensiv mit Polen und den baltischen Staaten gepflegt wird.

In Artikel 20 wird die Zahl der Landtagsabgeordneten auf “mindestens 71” festgelegt. berhang- oder Ausgleichmandate sind mglich. Gebrauch davon wurde bisher nicht gemacht. Nach dem Wahlgesetz vom Dezember 1993 werden 36 Mandate durch die Erststimme vergeben, 35 durch Verhltniswahl aus den Landeslisten der Parteien.

Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid sind als direktdemokratische Elemente in den Artikeln 59 und 60 der Landesverfassung verankert. Eine Volksinitiative mu von mindestens 15.000 Wahlberechtigten (etwa 1%) unterzeichnet sein, ein Volksbegehren von 140000. Haushalts-, Abgaben- und Besoldungsgesetze knnen nicht Gegenstand eines Volksbegehrens sein.

Ein Gesetzesentwurf ist durch Volksentscheid angenommen, wenn die Mehrheit der Abstimmenden, mindestens aber ein Drittel der Wahlberechtigten zugestimmt hat. (Ausnahme: Verfassungsnderungen sind nur mit Zweidrittelmehrheit bzw. Hlfte der Wahlberechtigten mglich.) Die Verfassung wurde am 14.

Mai 1993 in namentlicher Abstimmung mit den Gegenstimmen der PDS vom Landtag beschlossen und trat am 23. Mai 1993 vorlufig in Kraft. Am 12. Juni 1994 stimmten die Brgerinnen und Brger ber die Annahme der Verfassung in einem Volksentscheid ab.60,1% votierten fr die Verfassung (Wahlbeteiligung: 65%). Mit Beendigung der ersten Wahlperiode im Oktober 1994 trat sie endgltig in Kraft.

Der schwierige Weg in die Marktwirtschaft – nicht selbsttragender Aufschwung 1990 stand Mecklenburg-Vorpommern vor besonderen Herausforderungen beim bergang von einer sozialistischen Planwirtschaft zu marktwirtschaftlichen Verhltnissen. Schwerpunkte der Wirtschaftsstruktur waren Land- und Ernhrungswirtschaft und Schiffbau.

Diese Monostruktur prgt noch heute die Wirtschaft und auf ihr basiert ihre Krisenanflligkeit. Von ehemals 6 Werften, die fast ausschlielich fr die Sowjetunion produzierten, konnten 4 erfolgreich privatisiert, umstrukturiert und modernisiert werden: Aker MTW Wismar, die Kvaerner Warnow Werft, die zur A.P.

Mller-Gruppe gehrende Volkswerft Stralsund und die Peene-Werft. Mit ihnen verfgt Mecklenburg-Vorpommern heute ber die modernsten und wettbewerbsfhigsten Werften in Europa. Die Auftragsbcher sind voll, es knnten mehr Schiffe gebaut werden; dem stehen jedoch die EU-Kapazittsbegrenzungen entgegen.

  1. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind stolz darauf, da hier gebaute Schiffe weltweit geschtzt werden; aber mit Wehmut und Erbitterung nehmen sie zur Kenntnis, wieviele Arbeitspltze gerade im Schiffbau seit 1990 im Zuge der Modernisierung und Umstrukturierung verloren gingen.
  2. Zu Zeiten des geschlossenen sozialistischen Wirtschaftssystems war Rostock nicht nur fr die DDR, sondern auch Ungarn und die ehemalige CSSR das “Tor zur Welt”.

Heute sind Rostock und die anderen Ostseehfen “nur” noch fr die Schiffahrt auf der Ostsee von Bedeutung, die deutschen berseehfen sind Hamburg und Bremen. Die Hafenwirtschaft konnte trotz zunehmendem Waren- und Personenverkehr zwischen den Ostseeanrainern die Verluste nicht kompensieren.

  • In den 8 Jahren seit der deutschen Einheit ist es bisher nicht gelungen, die wirtschaftlichen Monostrukturen zu durchbrechen.
  • Viel wurde bisher in den Ausbau der Infrastruktur investiert, neue und tragfhige Produktionen konnten jedoch nicht flchendeckend angesiedelt werden.
  • Ein selbsttragender Aufschwung zeichnet sich bisher nicht ab, und so schwankt die Stimmung zwischen Resignation (“Armenhaus Deutschlands”) und Euphorie (“Bayern des Nordens” mit Produktionssttten des Airbus A 3 XX und Transrapid).

Mecklenburg-Vorpommern – ein attraktives Urlaubsziel Mecklenburg-Vorpommerns Attraktivitt fr Urlaub und Freizeit liegt zum einen in dem gesunden naturrumlichen Potential, der landschaftlichen Ausstattung, dem Klima an den Ksten- und Boddengewssern und seinem reichen interessanten kulturgeschichtlichen Erbe.

Wesentliche Grundlage des touristischen Angebots im Land ist die natrliche Attraktivitt und Erholungseignung vieler mecklenburgisch-vorpommerscher Landschaften, die in ihrer Kombination und Weitlufigkeit diesem Land eine herausragende Position geben: den Gewssern (Ksten-, Bodden- und Binnengewssern mit der ihnen eigenen Schnheit und ihrer Eignung zum Baden und vielfltigen Wassersport) sowie dem relativ stark bewegten Relief in Verbindung mit abwechslungsreicher Bewaldung und Vegetation und weiten Blicken in grorumig unzerschnittene und schwach besiedelte Landschaften.

Mecklenburg-Vorpommern blickt auf eine mehr als 200jhrige Tradition im Fremdenverkehr zurck. Nach Grndung des ersten deutschen Seebades Heiligendamm im Jahre 1793 entwickelten sich bald weitere Seebder entlang der mecklenburgischen und vorpommerschen Ostseekste.

  • Schon frh bildeten sich auch Anstze zum Fremdenverkehr abseits der Kste, insbesondere im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte.
  • Die Grnderjahre und die Jahrhundertwende hinterlieen ihre Spuren bis heute in der typischen Bderarchitektur der Hotels und Pensionen entlang der Ostseekste.
  • Seit 1990 ist es gelungen, die Beherbergungskapazitten qualitativ und quantitativ auszubauen.

Waren es bis 1990 jhrlich 1168000 Gstebernachtungen in teils maroden Unterknften und auf einfachen Zeltpltzen, so stehen dem heute 11 Mio. in komfortablen Beherbergungssttten gegenber. Um witterungsunabhngig zu werden, sind Freizeit- und Erholungsmglichkeiten geschaffen und ausgebaut worden, die saisonverlngernd wirken.

  • Mecklenburg-Vorpommern belegt nach Bayern heute den 2.
  • Platz unter den deutschen Urlaubslndern.
  • Jeder Landesteil hat seine eigene Universitt Die beiden Universitten des Landes in Rostock (knapp 10000 Studenten) und Greifswald (etwa 5500) haben 600 Jahre europische Universittsgeschichte mitgeschrieben.

Wenn sie auch 1990 manchen Nachholbedarf durch ber 50jhrige Abschottung zu DDR-Zeiten hatten und erhebliche Mittel fr Anschaffungen ntig waren, sind es heute moderne Universitten, an denen sich auch zunehmend Studentinnen und Studenten der alten Bundeslnder immatrikulieren lassen.

  • Zwei Universitten fr ein kleines Bundesland mit geringem Steueraufkommen sind eine groe finanzielle Belastung.
  • Doch jegliche Plne der Landesregierung, Schwerpunkte an den beiden Universitten zu setzen und nicht jeden Fachbereich an beiden Standorten vorzuhalten, scheinen am aufgeregten Protest der Studenten und des Lehrkrpers zu scheitern.

Neben universitren Grnden gegen die Schlieung von Fachbereichen wird auch das Argument ins Feld gefhrt, man drfe in keinem Landesteil eine Universitt beschneiden, dies stre das Zusammenwachsen von Mecklenburg und Vorpommern. Daneben gibt es in Rostock die Hochschule fr Musik und Theater (300 Studenten), 3 Fachhochschulen in Neubrandenburg, Stralsund und Wismar mit zusammen 5400 Studierenden und die Fachhochschule fr ffentliche Verwaltung und Rechtspflege Gstrow (700 Studenten).

Mit 21000 Studenten und einem Hochschulpersonalbestand von 12000 Personen ist somit Mecklenburg-Vorpommern ein angemessener Hochschulstandort. Die Forschung der Universitten und qualifiziertes Personal mssen zuknftig direkt auf die Wirtschaft des Landes wirken. Dazu wurden Projekte und Partnerschaften gerade in der letzten Zeit initiiert.

Medienlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern Auf die Frage, wo heute im Lande noch am deutlichsten alte DDR-Strukturen fabar sind, mu man auf die Presselandschaft verweisen. Die Hauptverbreitungsgebiete der drei Zeitungen im Land mit Regionalbezug (Schweriner Volkszeitung, Ostsee-Zeitung, Nordkurier) entsprechen in etwa den ehemaligen DDR-Bezirken Schwerin, Rostock und Neubrandenburg.

Diese Zeitungen, die aus den SED-Bezirkszeitungen hervorgingen, verzeichneten nicht etwa wie das SED-Zentralorgan Neues Deutschland massive Abonnenteneinbrche, sondern konnten eher zulegen. Falsch wre es jedoch, aus diesem treuen Abonnentenstamm Ostalgie abzuleiten. Diese Regionalzeitungen (heute gehren sie Burda und Springer) informieren aus und fr die Region.

Und sie weisen darauf hin, da zwischen 1952 und 1990 doch eine gewisse Identifikation der Menschen mit “ihrem” DDR-Bezirk als gemeinsamem Lebensraum wuchs. Versuche von Zeitungsneugrndungen nach der Wende, etwa dem Mecklenburger Aufbruch sind mangels Nachfrage gescheitert.

  1. Artikel 36 des Einigungsvertrages bestimmte, da bis zum 31.
  2. Dezember 1991 die alte Rundfunk- und Fernsehstruktur aufzulsen und in Anstalten des ffentlichen Rechts einzelner oder mehrerer Lnder zu berfhren seien.
  3. Wie die Lnder Sachsen, Thringen und Sachsen-Anhalt sich fr den MDR entschieden, war fr Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern eine gemeinsame Anstalt angedacht.

Doch die Mehrheit hier wnschte sich den NDR. Sicher fhrte parteipolitisches Kalkl die Debatten im Landtag. Aber die Mehrheit der Menschen im Land votierte auch fr den NDR, weil man gesamtnorddeutsch fhlte und zudem so seine Abneigung gegen Berlin (Ost) dokumentieren konnte.

Mecklenburg-Vorpommern trat somit zum 1. Januar 1992 dem NDR-Staatsvertrag bei. Damit ist der NDR die einzige ffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt, die die Grenze zwischen alten und neuen Bundeslndern berschreitet. Doch heute, 7 Jahre nach der Entscheidung fr den NDR, scheint diese ost-west-bergreifende Anstalt in Frage gestellt zu werden.

Im Zuge einer (auch politisch motivierten) Ostalgie werden die Stimmen laut, die im Zuge einer Kultivierung von DDR-Identitt ein Ende dieser “grenzbergreifenden” Rundfunkanstalt wnschen. Die Programmdirektoren haben sicher die Chance vertan, die gemeinsame Rundfunk- und Fernsehlandschaft in den Dienst der inneren Einheit Deutschlands zu stellen.

  1. Daneben gibt es mit Antenne MV und Ostseewelle zwei landesweite private Rundfunkanstalten.
  2. Das Wappen: Das groe Landeswappen von Mecklenburg-Vorpommern zeigt einen viergeteilten Schild.
  3. Der Stierkopf auf goldenem Grund im linken oberen und im rechten unteren Feld symbolisiert die beiden ehemaligen Herzogtmer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz.

Im rechten oberen Feld befindet sich der rote pommersche Greif auf silbernem Grund. das Wappen des Herzogtums Pommern. Der rote brandenburgische Adler auf silbernem Grund im linken unteren Feld steht fr die schicksalhafte Verbindung Pommerns mit Brandenburg.

Das groe Landeswappen wird vom Landtag, Landtagsprsidenten und Ministerprsidenten, von den Ministern sowie vom Bevollmchtigten des Landes beim Bund und von den anderen oberen Landesbehrden gefhrt. Literaturhinweise 1. Werz, N./Schmidt, J. (Hg.): Mecklenburg-Vorpommern im Wandel. Bilanz und Ausblick. Mnchen 1998.2.

Schwabe, K.: Arroganz der Macht. Herrschaftsgeschichte von KPD und SED in Mecklenburg und Vorpommern 1945-1952. Schwerin 1997.3. Schwabe K.: Zwischen Krone und Hakenkreuz. Sindelfingen 1994.4. Langer, H.: Leben unterm Hakenkreuz. Alltag in Mecklenburg 1932-1945.

Bremen und Rostock 1996.5. Landeszentrale fr politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (Hg.): Historischer und geographischer Atlas von Mecklenburg und Pommern, 2. Bd. Schwerin 1995 und 1996.6. Buske, N.: Kurzer Abri der Vorpommerschen Verfassungsgeschichte. Schwerin 1994.7. bei der Wieden, H.: Kurzer Abri der Mecklenburgischen Verfassungsgeschichte.

Schwerin 1994 8. Schwabe, K.: Mecklenburgische und vorpommersche Identitt. Mentalitten und Befindlichkeiten, Schwerin 1996. Anschrift: Landeszentrale fr politische Bildung des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jgerweg 2, 19053 Schwerin