Wie Viele Christen Gibt Es?

Wie Viele Christen Gibt Es
Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen 1900 und 2010 Basis-Account Zum Reinschnuppern Starter Account Der ideale Einstiegsaccount für Einzelpersonen $69 USD $39 USD / Monat * im ersten Vertragsjahr Professional Account Komplettzugriff * Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt; Mindestlaufzeit 12 Monate Erfahren Sie mehr über unseren Professional Account Alle Inhalte, alle Funktionen.Veröffentlichungsrecht inklusive. “,”pointFormat”:” • “,”footerFormat”:” “},”plotOptions”:,”shadow”:false,”stacking”:null,”dataLabels”:,”enabled”:true,”zIndex”:3,”rotation”:0}},”pie”:,”format”:” • “}},”line”: “,”useHTML”:false,”crop”:false}},”bar”: “,”useHTML”:false}},”column”: “,”useHTML”:false}},”area”: },”annotations”:,”labelunit”:””},”colors”:,”series”:},,,,,,,, ]},,,,,,,, ]},,,,,,,, ]}],”navigation”: },”exporting”: }> FAZ. (8. März, 2013). Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen in den Jahren 1900 und 2010, In Statista, Zugriff am 17. April 2023, von https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ FAZ. “Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen in den Jahren 1900 und 2010.” Chart.8. März, 2013. Statista. Zugegriffen am 17. April 2023. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ FAZ. (2013). Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen in den Jahren 1900 und 2010, Statista, Statista GmbH. Zugriff: 17. April 2023. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ FAZ. “Verteilung Der Weltbevölkerung Nach Religionen In Den Jahren 1900 Und 2010.” Statista, Statista GmbH, 8. März 2013, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ FAZ, Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen in den Jahren 1900 und 2010 Statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ (letzter Besuch 17. April 2023) Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen in den Jahren 1900 und 2010, FAZ, 8. März, 2013., Verfügbar: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/256878/umfrage/verteilung-der-weltbevoelkerung-nach-religionen/ : Verteilung der Weltbevölkerung nach Religionen 1900 und 2010

Wie viele Christen gibt es aktuell?

Insgesamt lebten im Jahr 2021 rund 45,42 Millionen Christen in Deutschland.

Was ist die größte Religion auf der Welt?

Die folgende Liste der Länder nach Religion sortiert die Bevölkerungen (fast) aller Staaten nach ihren religiösen Anteilen. Alle Daten stammen vom Pew Research Center und basieren auf nationalen Statistiken. Im Jahr 2010 sind 31,5 % der Weltbevölkerung Anhänger des Christentums, womit es die größte Religionsgruppe weltweit ist.23,2 % aller Menschen sind Muslime, 15,0 % sind Hindus, 7,1 % sind Buddhisten und 0,2 % sind jüdischen Glaubens ; 0,8 % sind Anhänger einer sonstigen Religion und 5,9 % Anhänger einer ethnischen Religion (beispielsweise traditionelle afrikanische Religionen, chinesischer Volksglaube sowie lokale Religionen indigener Völker ).

Insgesamt 16,3 % der Weltbevölkerung gehören keiner Religionsgruppe an. Dabei ist allerdings statistisch zu berücksichtigen, dass beispielsweise ein Austritt aus der römisch-katholischen Kirche nicht zwangsläufig mit einem Bekenntnis zum Atheismus gleichzusetzen ist, denn Religiosität findet sich auch außerhalb von Kirchenmitgliedschaften.

Bekanntestes Beispiel für diese These ist in Deutschland der Theologe Eugen Drewermann,

Wie viele Christen gibt es 2023?

Das Christentum ist eine Weltreligion, die aus dem Judentum hervorging. Ihre Anhänger werden Christen genannt. Sie erkennen Jesus von Nazareth als Sohn Gottes und Messiah an. Mit rund 2,26 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam und dem Hinduismus die weltweit am weitesten verbreitete Religion.

Welche Religion hat die meisten Anhänger 2023?

Christentum hat laut Statistik die meisten Anhänger.

Was ist die beste Religion?

Verbreitung

2015 2005
Christentum 2,3 2,1
Islam 1,8 1,3
Hinduismus 1,2 0,85
Buddhismus 0,5 0,375

Werden Christen weniger?

Kirchen ohne Mehrheit: Adieu, christliches Deutschland? Nach Jahrhunderten vollzieht sich fast unbemerkt eine Art Kulturumbruch: Es gibt hierzulande keine kirchlich gebundene Bevölkerungsmehrheit mehr. Das erste Mal seit Jahrhunderten sind weniger als die Hälfte der Deutschen Mitglied in einer evangelischen oder katholischen Kirche.

  1. Quelle: colourbox “Evangelisch oder katholisch?” – das war lange Zeit eine Gretchenfrage in Deutschland und meinte sehr unterschiedliche Lebenswelten.
  2. So galten beispielsweise Ehen zwischen zwei Personen unterschiedlicher Konfessionen früher bei vielen als Frevel.
  3. Ommunion oder Konfirmation und Freizeitaktivitäten in Kirchengemeinden gehörten zum Leben der meisten.

Doch auch wenn sich diese Lebenswelten längst geändert haben, waren noch immer 51 Prozent der deutschen Bevölkerung römisch-katholisch oder evangelisch. Doch jetzt – im Frühjahr 2022 – befindet sich in Deutschland erstmals seit Jahrhunderten keine Mehrheit der Menschen mehr im Schoß der beiden großen Kirchen.

  1. Sozialwissenschaftler Carsten Frerk von der “Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” beobachte die Abwärtsentwicklung in den deutschen Kirchen schon seit längerem.
  2. Sie hat sich in den vergangenen sechs Jahren aber stärker beschleunigt als vorher angenommen”, so Frerk.
  3. Es ist eine historische Zäsur, da es im Ganzen gesehen, seit Jahrhunderten das erste Mal in Deutschland nicht mehr ‘normal’ ist, Kirchenmitglied zu sein.

So gab die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) nun eine Hochrechnung ab, Ende 2021 wohl nur noch etwa 19,7 Millionen Mitglieder zu zählen (Vorjahr 20,2 Millionen). Prognosen sehen zudem derzeit noch etwa 21,8 Millionen Katholiken (Vorjahr 22,2 Millionen).

“Früher haben die Kirchen in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens hineingewirkt”, sagt der Religionssoziologe Detlef Pollack von der Uni Münster. In den 50er Jahren seien sie im Alltag der Menschen präsent gewesen, bestimmten die allgemein akzeptierten Familien-, Moral- und Wertvorstellungen und stabilisierten die neu entstehende politische Ordnung. Auch in den Jahrzehnten danach seien sie in der Öffentlichkeit gehört worden, “etwa wenn es um die Aussöhnung mit den osteuropäischen Nachbarn ging oder um Fragen sozialer Gerechtigkeit oder um bioethische Fragen an den Grenzen von Leben und Tod”. Seit den 60ern mit wirtschaftlichem Aufschwung, sich verändernden Familienstrukturen und der Emanzipation der Frauen setzte der kulturelle Umbruch ein, wie Pollack ausführt. “Autoritätswerte verloren an Bedeutung.” Statt materieller Sicherung und sozialer Stabilisierung wurden politische Mitbestimmung und individuelle Selbstverwirklichung wichtig. Der Niedergang der Volkskirche begann. Religiöse Bindungen schwächten sich ab. Vor der Abwendung vom Glauben und den Kirchen stehe dabei meist der Verzicht auf die Teilnahme am kirchlichen Leben. “Wenn die religiöse Praxis aufgegeben wird, geht auch der Einfluss der Religion auf die Lebensführung zurück.” Trotzdem: Noch 1990 waren mehr als 72 Prozent der deutschen Bevölkerung in einer der großen Kirchen Mitglied.

Neben dem natürlichen Tod vieler Kirchenmitglieder gibt es auch zahlreiche Kirchenaustritte. Nicht alle seien politisch motiviert, sagt Robert Stephanus, Vorsitzender des Religionswissenschaftlichen Medien- und Informationsdienstes. Die Motive reichten vom Steuernsparen bis zum Protest gegen die Kirche und ihren Umgang mit,

  • Tausenfacher Missbrauch in der Katholischen Kirche.
  • Was klingt, wie eine wilde Verschwörungserzählung, ist tatsächlich die Wahrheit.
  • Was ist los in der Kirche? Und: Wie konnt der Missbrauch so lange unentdeckt bleiben? Regional gebe es im Bezug zur Kirche große Unterschiede, sagt Stephanus.
  • In Bayern sei es anders als in Niedersachsen oder aber im Gebiet der früheren, wo die Mitgliederzahl der Evangelischen Kirche zwischen 1950 und 1989 von fast 15 Millionen auf 4 Millionen sank, die der Katholiken sich auf etwa eine Million halbierte.

In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 40 Prozent Konfessionslose, die nicht ungläubig sein müssen. Viele weitere Einwohner sind zum Beispiel Muslime und Juden. Da es außerhalb der großen Kirchen noch Millionen weitere Christen gibt, zum Beispiel Freikirchler und Christlich-Orthodoxe, liegt die Quote der Christen nach wie vor über 50 Prozent hierzulande.

Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach nahm den beschleunigten Abwärtstrend der Kirchen und des Christentums in Deutschland unter die Lupe. Beschrieben wurden “drei Stufen der Erosion”: Zuerst verlieren Leute den “Glauben an die wesentlichen Inhalte des Christentums”. So glaubten lediglich noch 37 Prozent der Bevölkerung, dass Jesus Gottes Sohn sei.

Ende der 80er-Jahre waren es noch 56 Prozent. Die nächste Stufe sei dann der Kirchenaustritt. Darauf folge “die Abwendung von der christlichen Kulturtradition”, auch wenn diese noch “eine gewisse Zeit” wertgeschätzt werde. Trotz rückläufiger Kirchenmitgliederzahlen stimmen laut Allensbach-Studie aber 70 Prozent der Befragten zu, dass das Christentum zu Deutschland gehöre, bei den Konfessionslosen immerhin 55 Prozent.

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Wer ist der wahre Religion?

Einzelnachweise –

↑ Julia Ebner : Wut. Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen. Aus dem Englischen von Thomas Bertram. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-8062-3701-6, S.183 ↑ Sasan Abdi-Herrle, Saskia Nothofer, Benjamin Breitegger: Fanatiker in Deutschlands Fußgängerzonen, In: Die Zeit, 15. November 2016. ↑ Bekanntmachung eines Vereinsverbots gegen die Vereinigung „Die wahre Religion” (DWR) alias „LIES! Stiftung”/„Stiftung LIES” vom 25. Oktober 2016 ( BAnz AT 15.11.2016 B1 ) ↑ Bundesweite Razzia: Innenminister verbietet Salafisten-Verein. In: Spiegel Online, Abgerufen am 15. November 2016, ↑ Pressemitteilung zum Vereinsverbot der Vereinigung „Die wahre Religion (DWR)” alias „Stiftung LIES”, Bundesministerium des Innern, 15. November 2016, abgerufen am 15. November 2016.

Wie alt ist die älteste Religion?

Dogmen und heilige Schriften –

ab 2500 v. Chr. Die über 1.000 babylonischen Götter werden beschrieben und klassifiziert
ab 1200 v. Chr. Kanonisierung der Veden der ältesten Religion Indiens
ab 1000 v. Chr. Zarathustrische Religion mit dem heiligen Buch Avesta
ab 800 v. Chr. Wiedergeburtslehren Indiens
um 700 v. Chr. Genaue Festschreibung von Gestalt, Wesen und Zuständigkeiten der olympischen Götter durch Homer und Hesiod
ab 600 v. Chr. Karmalehren, Chinesischer Universismus
ab 440 v. Chr. Verschriftlichung der jüdischen Tora
ab 7 v. Chr. Frühes Christentum
ab 650 Islam

Die zunehmende kulturelle Differenzierung der urbanen Gesellschaften im Altertum führte bei deren Religionen zur Kanonisierung, das heißt: Die Vielfalt der variierenden Überlieferungen wurde vereinheitlicht und nach Bedeutung sortiert, um die Gläubigen nicht mehr durch abweichende Aussagen zu verunsichern und damit glaubwürdig zu bleiben.

Die Erfindung der Schrift förderte diesen Prozess erheblich. Etwa ab 1000 v. Chr. wurden die ersten heiligen Texte niedergeschrieben und in den standardisierten Bedeutungsrahmen heiliger Schriften integriert. In den monotheistischen Religionen galt oft Gott selbst als Autor, so dass keine Veränderungen durch Menschen stattfinden durften.

Dies verlangsamte den Wandel dieser Religionen deutlich. Abweichungen und Unsicherheiten sowie umgehende Anpassungen an neue Lebensumstände – die in den Religionen der Ur- und Frühgeschichte eher die Regel waren – konnten nun anhand der Schriften belegt und eliminiert werden.

In einigen Glaubenssystemen kam es zur Formulierung religiöser Dogmen : die heiligen Texte wurden zur einzigen Wahrheit erhoben und jegliche Skepsis tabuisiert. Darin offenbarten sich zunehmend Widersprüche zu anderen philosophischen oder wissenschaftlichen Lehren, die damit automatisch als unwahr galten.

Die Religion verlor ihr weltanschauliches Alleinstellungsmerkmal. Diese „Gefahr” wurde jedoch in der Regel dadurch gebannt, dass die regionalen Herrscher nur „ihre” Religion als Wahrheit anerkannten. Eine Differenzierung der Religion von den anderen Lebensbereichen setzte ein und die Gläubigen wurden durch strenge ideologische Regeln und vermehrte Zugehörigkeitsrituale mehr und mehr Teil einer „Subgemeinschaft mit eigener Identität”.

  1. In seiner geschichtsphilosophischen Betrachtung machte Karl Jaspers eine von ihm sogenannte Achsenzeit zwischen 800 und 200 v. Chr.
  2. Aus, in der wesentliche geistesgeschichtliche Innovationen die Philosophie- und Religionsgeschichte Chinas, Indiens, Irans und Griechenlands prägten.
  3. Jaspers deutete diese als eine umfassende Epoche der „Vergeistigung” des Menschen, die sich in Philosophie und Religion, sekundär auch in Recht und Technologie ausgewirkt habe.

Mit dieser pluralistischen Interpretation wandte Jaspers sich vor allem gegen eine christlich motivierte Konzeption einer Universalgeschichte, Im Gegensatz zu den Offenbarungsreligionen, die er ablehnte, konzipierte er in seinem religionsphilosophischen Werk Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung eine philosophische Annäherung an eine Transzendenz angesichts menschlicher Allmachtsvorstellungen.

Bei den schriftlich fixierten Religionen entstand im Laufe der Zeit das Problem, dass der Sinn der sprachlich „konservierten” heiligen Schriften durch die steten Veränderungen der „fortschrittsgetriebenen Kulturen” von den Menschen nicht mehr wie zuvor verstanden wurden (Dieses Problem existiert bei den christlichen Kirchen heute noch, da die Anpassung der Lehre an die sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen aufgrund der christlichen Dogmatik nicht Schritt halten kann).

Eine weitere Folge war das Empfinden einer zunehmenden zeitlichen Distanz, denn durch die Niederschriften entstand automatisch eine Chronologie, die die heiligen Schriften zu etwas machten, dass in der Vergangenheit lag. Dadurch fühlten sich die Gläubigen immer weiter vom seligmachenden Urgeschehen entfernt: die Wirkung der heiligen Kräfte verblasste und es keimte der zunehmende Wunsch nach Erlösung,

Was haben die Japaner für eine Religion?

Welche Religionen gibt es in Japan? Gibt es dominante Religionen? Wie steht Japan zum Buddhismus ? In diesem Artikel werden diese und weitere Fragen geklärt. Zudem gibt es eine spannende Einsicht in den Umgang mit Religionen im Land. In Japan kommen unterschiedliche Religionen zusammen.

In welchem Land ist das Christentum verboten?

Islamische Welt – Fast alle islamisch geprägten Staaten haben im Laufe ihrer Geschichte seit 1948 unterzeichnet oder eigene verfasst. Im Unterschied zu den westlichen, humanistisch geprägten Erklärungen bildet in vielen islamischen Ländern jedoch die das Fundament der Rechtsordnung, so in der von 1990.

  • Die Bindung von Menschenrechten an ausschließlich muslimische Glaubensvorstellungen bringt es mit sich, dass es einen allgemeinen Rechtsschutz für alle Menschen in den meisten islamischen Ländern nicht gibt.
  • Die Länder, in denen Christen am meisten verfolgt werden, sind mehrheitlich Staaten, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist.

Laut 2012 befinden sich unter den zehn Staaten, in denen Christen den größten Verfolgungen ausgesetzt sind, neun islamisch geprägte Länder (Afghanistan, Saudi-Arabien, Somalia, Iran, Malediven, Usbekistan, Jemen, Irak und Pakistan). Insgesamt befinden sich unter den fünfzig indexierten Staaten 38 islamische Länder.

Die, die sich als Staat versteht, erkennt viele Christengemeinden nicht als an und verbietet ihnen die Rechte einer Vereinigung (Besitz von Bankkonten oder Immobilien) und die Ausbildung von Priestern. Die vor allem orthodoxen und katholischen Christen in der Türkei leben mit regelmäßigen, auch körperlichen Angriffen.

Bundespräsident wies bei einem Staatsbesuch im Oktober 2010 darauf hin, dass ein Menschenrecht ist, und traf Vertreter der christlichen Minderheiten.2006 gab es anlässlich des und des von zudem in und den Übergriffe auf Einrichtungen westlicher Länder sowie einzelne Übergriffe auf Kirchen und Christen.

  • Nach dem Anschlag auf koptische Christen im ägyptischen Anfang 2011 forderte Benedikt XVI.
  • Die Regierungen der Staaten des Nahen Ostens dazu auf, die Christen besser zu schützen.
  • Das Außenministerium in Kairo wertete die Bemerkungen des Papstes über die Situation der Christen in als eine inakzeptable „Einmischung in die inneren Angelegenheiten” des Landes.
See also:  Teilzeit Wie Viele Stunden Pro Woche?

Indonesien nimmt im Weltverfolgungsindex 2014 die 47. Stelle ein. Gegenüber den Vorjahren haben sich die Angriffe auf Christen mehr als verdoppelt. Indonesien gehört daher zu den Staaten, in denen sich die Lage der Christen in den vergangenen Jahren bedeutend verschlechtert hat.

  • In der indonesischen Provinz haben die Behörden die Christen 2012 aufgefordert, ihre Kirchen wieder abzubrechen.
  • Teils werden auch Kirchen von Moslems abgerissen, obwohl eine Baugenehmigung vorlag.
  • Der einzige Staat mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, in dem es überhaupt keine Diskriminierung aus religiösen Gründen gebe, ist nach Einschätzung der Islamwissenschaftlerin,

Grund hierfür sei die säkulare Verfassung des Staates. Es gebe aber natürlich auch andere Länder, wo ein liberalerer Islam gelebt wird oder die Herrscher Christen als Allianzpartner gegen den ansehen, etwa oder,

Was ist das Christlichste Land der Welt?

Unter den 232 Ländern und Territorien, die in der Studie des Pew Research Center untersucht wurden, wiesen 176 eine christliche Bevölkerungsmehrheit auf. Die Länder mit der größten christlichen Bevölkerung waren die Vereinigten Staaten (247 Mio.), Brasilien (176 Mio.), Mexiko (108 Mio.), Russland (105 Mio.)

Werden in der Türkei Christen verfolgt?

Verfolgte Christen – Keine Heimat mehr im Orient Archiv Nicht nur im Irak, in Syrien und in der Türkei sehen sich Christen zunehmend Ressentiments und Angriffen ausgesetzt. In vielen orientalischen Ländern lösen sich christliche Gemeinden auf. Die Gläubigen wollen flüchten, aber auch im Westen sind sie nicht willkommen. Von Ulrich Pick | 03.03.2014

Gründlich recherchierte und sorgfältig aufbereitete Analysen: Im “Hintergrund” werden die wichtigsten Themen aus dem In- und Ausland behandelt. Dazu gehören auch besonders relevante wirtschaftliche und soziale Entwicklungen oder prägende gesellschafts- und kulturpolitische Debatten. Die Sendung vermittelt Vorgeschichte und Zusammenhänge, liefert Einblicke und Ausblicke – ein wichtiger Wegweiser in einer immer komplexeren Welt.

Glockengeläut wie hier im Istanbuler Stadtteil Arnavutköy ist in der Türkei eher die Ausnahme. Denn die Zahl der Christen am Bosporus wird immer kleiner. Lebten vor 90 Jahren, als der Staat gegründet wurde, noch allein in Istanbul rund 120.000 Christen, sind es heute landesweit nicht einmal mehr 100.000.

Ausschreitungen gegen sie wie in den 50er und 60er Jahren, gibt es inzwischen nicht mehr, dennoch fühlen sich Christen auch heute oft noch als Personen zweiter Klasse, denn sie sehen sich immer wieder gewissen Diskriminierungen ausgesetzt, sagt Ulla August, die Pfarrerin der deutschen evangelischen Gemeinde in Istanbul: “Zum Beispiel, wenn es immer noch ein Kriterium ist, dass im Personalausweis die Religionszugehörigkeit angegeben ist, ist das für mich eine Form der Benachteiligung.

Wir sind eine Minderheit: 1923 waren es über 20 Prozent, zum Beispiel alleine hier in Istanbul – jetzt sind wir insgesamt als Gesamtchristenheit in der Türkei nur 0,15 Prozent.” Die christlichen Kirchen in der Türkei werden gleich mehrfach benachteiligt.

So dürfen sie weder Grundstücke erwerben noch bei einer Bank ein Konto für die Gemeinde eröffnen. Sie verfügen über keinen Körperschaftsstatus. Und bis heute hat keine der drei einheimischen Kirchen – das sind die griechisch-orthodoxe, die armenisch-apostolische und die syrisch-orthodoxe – die Möglichkeit, im Land theologischen Nachwuchs auszubilden.

Zudem sind während der vergangenen Jahre in Einzelfällen auch engagierte Christen umgebracht worden, sodass immer wieder das Wort von der “Christenverfolgung” zu hören war – eine Beschreibung, die nach Ansicht von Pfarrerin Ulla August ergänzt werden muss: “Ich würde sagen, es gibt Verfolgung wenn man es an Leib und Leben sehen kann in Einzelfällen auf jeden Fall.

  1. Wir haben die Ermordung in Malatya.
  2. Wir haben die Ermordung des Bischofs Pavese.
  3. Wir haben Angriffe auch auf freie evangelische Gemeinden, von denen Pfarrer unter Personenschutz gestellt sind, ja, aber in der Mitte der Gesellschaft empfinde ich eher, dass die Christen anerkannt sind.” Ulla August geht davon aus, dass sich die Situation der Christen am Bosporus auf absehbare Zeit nicht grundlegend ändern wird.

Dennoch hofft sie, dass Christen auch in Zukunft in Anatolien leben werden. Schließlich hätten sich doch hier wichtige Kapitel des frühen Christentums abgespielt. So stamme der Heilige Paulus aus Tarsus nahe der Millionenstadt Adana. Und die Orte der ersten vier großen christlichen Konzilen – Nizäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalcedon – lägen allesamt auf dem Gebiet der heutigen Türkei.

Ich glaube, dass wir eine kleine Zahl erst einmal bleiben werden. Ich wünsche mir, dass wir einen Rechtsstatus bekommen, dass das Christentum als fester Bestandteil dieser Gesellschaft ernst- und wahrgenommen wird – und als mitgestaltende gesellschaftliche Kraft.” Streit um den Begriff der Christenverfolgung Einer, der die Situation der Christen in der Türkei bereits längere Zeit beobachtet, ist Volker Kauder.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion macht regelmäßig darauf aufmerksam, dass viele Christen im islamischen Kulturkreis einen schweren Stand haben: “Die Situation der Christen in der Türkei ist bei Weitem nicht zu vergleichen mit der Situation der Christen beispielsweise in Nigeria, und trotzdem ist in der Türkei die Religionsfreiheit nicht hergestellt.” Immer wieder sei zu beobachten, sagt Kauder, dass christliche Minderheiten im Orient nicht die gleichen Rechte hätten wie die islamische Mehrheitsgesellschaft.

Die Folge seien soziale Benachteiligung, ein wachsender Exodus und damit eine weitere Schwächung derjenigen Christen, die im Land blieben. “Die Verfolgung von Christen, die Unterdrückung von Christen, ist eine Situation, die es schon seit vielen Jahren gibt. Lange Zeit haben auch die Kirchen darüber geschwiegen.

Jetzt wird Gott sei Dank darüber mehr berichtet, auch differenziert berichtet – ich halte den Begriff Christenverfolgung, den man dann differenzieren kann, für richtig und auch zutreffend.” Doch kann man wirklich bei den meisten orientalischen Ländern – wie Volker Kauder es macht – pauschal von einer Christenverfolgung sprechen? Müssen alle Christen im Nahen Osten um Leib und Leben fürchten? Hierüber gehen die Meinungen auseinander.

Der Uno-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Heiner Bielefeldt, mahnt beispielsweise, den Begriff “Christenverfolgung” nur mit großer Vorsicht zu verwenden. Besser sei es, sagt der Erlanger Universitätsprofessor, wenn erst genau hingeschaut und dann gewisse Fragen gestellt würden: “Was sind das denn für Verfolgungen, für Bedrängnisse? Gehen die vom Staat aus, gehen die von der Gesellschaft aus? Ist es Mob-Gewalt oder ist es strukturelle Gewalt? Hat es gesetzliche Grundlage oder herrscht da schiere Anarchie? Geht’s von konkurrierenden Gruppen aus? Also wenn man sich das Bild anschaut, wie bei allen wichtigen Themen, dann merkt man viele Schattierungen.

Ich würde ab und zu durchaus von Christenverfolgung sprechen, genauso wie ich es auch für angemessen halte, in Myanmar wo gerade Muslime zu Zigtausenden vertrieben werden, dann auch von Verfolgung zu reden – also in diesem Fall von Verfolgung von Muslimen oder in Iran Bahai in einer Weise unter Druck geraten, dass auch der Verfolgungsbegriff angemessen ist.” Dass eine pauschale Verwendung des Begriffs “Verfolgung” problematisch ist, sagt auch der Gründer des Forschungs- und Dokumentationszentrums für arabisches Christentum in Beirut, der Jesuitenpater Samir Khalil Samir.

  1. Er mahnt zu einem vorsichtigen Gebrauch des Wortes.
  2. Gleichwohl spricht er von einer latenten Benachteiligung der Christen im Orient: “Ich glaube, es war sehr selten, dass sie waren verfolgt.
  3. Es gibt aber eine unbewusste Diskriminierung.
  4. Bei der Arbeit, sie werden nie sagen: ‘wir diskriminieren’ – sie fragen: ‘ja, wie heißen Sie?’ – durch meinen Namen erkennen sie, dass ich bin Christ – und sagen ‘Ja, leider momentan haben wir keinen Platz, aber kommen Sie wieder nächsten Monat’ oder ‘wir werden sehen’ – diese Diskriminierung existiert immer.” Dass sich diese latente Diskriminierung auch eruptiv entladen kann, zeigte sich vergangenen Sommer in Ägypten.

Als nämlich das Militär den gewählten islamistischen Präsidenten Mohammad Mursi aus dem Amt putschte, sahen sich die christlichen Kopten einer Art Rachefeldzug radikaler Muslime ausgesetzt. Binnen weniger Tage wurden in ganz Ägypten über 60 Kirchen zerstört.

Hunderte christlicher Geschäfte, Schulen und Wohnungen wurden geplündert oder gingen in Flammen auf, sagt Joachim Schroedel, der Pfarrer der deutschen katholischen Gemeinde in Kairo. “Die Kirche in Ägypten nennt sich die Kirche des Kreuzes und definiert sich als Märtyrerkirche. Die Christen wissen, dass sie als Minderheit auch verfolgt oder unterdrückt werden – insofern ist es nichts Neues.

Aber es hat eine in dieser modernen Zeit neue Qualität. In einer wirtschaftlich angespannten Situation sucht man immer eine Art Sündenbock.” Diese Rolle wurde und wird nach Schroedels Auffassung den Christen zugespielt. Denn in Ägypten entstünden leicht Verschwörungstheorien, in denen die Schwierigkeiten des Landes nicht beleuchtet und diskutiert, sondern lieber als Ränkespiel feindlicher Kräfte aus dem Ausland gedeutet würden.

“Und dann betrachtet man die Christen mit ihrer doch interessanten weltweiten Vernetzung als die entsprechenden Schuldigen, die es auszumachen und dann unter Umständen auch auszulöschen gilt.” Schwierige Situation für Christen im Irak Mittlerweile scheint sich die Lage in Ägypten wieder beruhigt zu haben.

Wie viele Christen infolge der jüngsten Repressionen das Land verlassen haben, ist nicht bekannt. Anders ist es im Irak. Hier gibt es einen seit Jahren anhaltenden Exodus der Christen, der sich nach dem Abzug der amerikanischen Besatzungstruppen noch einmal vergrößerte.

Mittlerweile haben so viele Christen das Zweistromland verlassen, dass ein reibungsloses kirchliches Leben vielerorts kaum noch aufrechterhalten werden kann, sagt Pater Max Cappabianca, der im Vatikan für kirchliche Hilfswerke im Nahen Osten zuständig ist: “Wenn man die Lage im Irak sieht, dann ist dies tatsächlich besorgniserregend, also in den letzten zehn Jahren sind, man weiß es nicht genau, wahrscheinlich zwei Drittel der Christen dort gegangen – und das bringt die Gemeinden da so langsam tatsächlich an den Rand des Zusammenbruchs, und das ist schon eine Sorge, die wir haben.” So lebten beim Einmarsch der US-amerikanischen Truppen im Jahr 2003 noch rund 1,5 Millionen Christen an Euphrat und Tigris.

Heute gibt es nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen weniger als 500.000 Christen im Land – mit weiter abnehmender Tendenz. Die meisten von ihnen wohnen im mehrheitlich kurdischen Norden, der als einigermaßen sicher gilt. In der Mitte des Landes sowie im Süden sind Christen inzwischen kaum noch anzutreffen, sagt Heiner Bielefeldt, der Uno-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

“Was Irak angeht, haben wir eine Situation, natürlich extremer politischer Instabilität, Gewalt – da kämpfen Gruppen miteinander, ja, im übrigen nicht in erster Linie Muslime gegen Christen, sondern in erster Linie Muslime gegen Muslime – und Minderheiten geraten dann sozusagen zwischen die Mühlsteine der großen Blöcke.

Das betrifft auch Jesiden, Mandäer, auch gemäßigte Muslime übrigens, die dieses Spiel nicht mitmachen wollen – und dahinter stehen manchmal auch ganz, ganz schlichte Motive von Geldgier, Erpressung, Machtpolitik, wo man eben das Erbe des Irakkriegs, George Bushs Kreuzzug, nun meint noch irgendwie an den Christen abreagieren zu müssen, die ja gar nichts dafür können.” Seit Jahren berichten irakische Christen von Übergriffen.

  1. Immer wieder werden Geistliche entführt und teilweise umgebracht, gehen Kirchen in Flammen auf und werden Gläubige attackiert und als “Ausländer” oder “Handlanger des Westens” beschimpft, obgleich sie bereits länger im Zweistromland leben als die Muslime.
  2. Wer von ihnen über genügend Geld und Kontakte ins Ausland verfügt, hat inzwischen die Koffer gepackt – so auch die 70-jährige Warina Nona aus Bagdad.

“Diejenigen Christen, die noch immer im Irak sind, die sind arm und haben kein Geld und keine Möglichkeiten in andere Länder zu gehen. Wer Verwandte in Europa oder in Amerika hat, der bekommt von denen meist Geld geschickt, damit wird dann die Ausreise finanziert.

Wer keine Verwandten im Ausland hat, muss im Irak bleiben und wird dort immer wieder Schwierigkeiten bekommen. Zwei Drittel der irakischen Christen verließen ihre Heimat Warina Nona lebt inzwischen bei Verwandten in Bad Kreuznach. Zurück in den Irak, sagt sie, wolle sie unter keinen Umständen. Noch immer wird sie unruhig, wenn sie von den Ereignissen erzählt, die sie in ihrer Heimat erlebt hat.

Selbst während der Gottesdienste gab es immer wieder Anschläge, sodass die Kirchen regelmäßig von Sicherheitskräften geschützt werden mussten – sagt ihr Sohn Raad Sana. “Wenn wir zur Kirche gehen, steht die Polizei draußen. Wie kann ich beten, wenn ich weiß, dass die Polizei draußen steht und ich Angst habe, dass jede Sekunde, jede Minute vielleicht eine Bombe platzt? Deswegen gehen viele Leute nicht mehr in die Kirche.” Der Weggang von weit über Zwei Drittel der irakischen Christen aus ihrer Heimat hat schwerwiegende Folgen.

Zum einen werden durch den Exodus der Einfluss und die gesellschaftliche Position derjenigen Christen, die bislang noch geblieben sind, immer weiter geschwächt. Zum anderen laufen Jahrhunderte alte Gebräuche und Sprachen der orientalischen Christen Gefahr, verloren zu gehen. Denn, selbst wenn die christlichen Flüchtlinge Sicherheit und eine neue Bleibe in Europa oder Nordamerika finden, ihre Traditionen werden sie dort nur noch bedingt aufrechterhalten können.

Dies zeigt sich auch an Warina Nona und ihrem Sohn Raad Sana. Beide sind Mitglieder der chaldäischen-katholischen Kirche und sprechen untereinander das alte Aramäisch, die Sprache, die Jesus selbst gesprochen haben soll. Für Sanas Kinder, die in jetzt Deutschland aufwachsen, so sagt ihr Vater, wird das nicht mehr selbstverständlich sein: “Meine Kinder, sie reden noch meine Muttersprache.

Aber meine Kinder zusammen, sie reden Deutsch. Und nachher, nach zehn Jahren, zwanzig Jahren kriegen sie auch Kinder, aber sie reden nur Deutsch. Und unsere Sprache geht langsam, langsam weg.” Christen als Zielscheibe anti-westlicher Stimmung in Syrien Dass in altem christlichem Siedlungsgebiet heute kaum noch Christen anzutreffen sind, ist im Irak mittlerweile eine bittere Tatsache geworden.

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Dies könnte bald für Syrien ebenfalls zutreffen. Auch hier ist das Christentum bereits seit seinen frühesten Tagen zu Hause, und es verfügt über eine Vielfalt wie in keinem anderen Land des Orients: Die syrisch-jakobitische Tradition ist ebenso anzutreffen wie die byzantinische, die armenische, die assyrisch-chaldäische und die lateinische.

Bis vor drei Jahren, als der Bürgerkrieg begann, machten die Christen knapp zehn Prozent der 22 Millionen Einwohner zählenden Bevölkerung aus. Da Syrien ein weitgehend säkularer Staat war, verfügten die Christen über einen gewissen Spielraum, der es ihnen ermöglichte, ihre Religion freier auszuüben als in anderen orientalischen Ländern.

Mittlerweile hat sich ihre Lage aber erheblich verschlechtert, sagt Heiner Bielefeldt, der Uno-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit: “Die Christen hatten ja im Assad-Regime keine Religionsfreiheit gefunden. Religionsfreiheit gibt es in einer Diktatur gar nicht.

  • Aber das Assad-Regime hat sozusagen ein natürliches Interesse gehabt, Ruhe zu wahren in Religionsangelegenheit.
  • Da haben sich Christen sozusagen einigermaßen arrangiert, wie Minderheiten sich irgendwo mit den Verhältnissen eben arrangieren müssen.
  • Jetzt stehen sie in der Gefahr, doch auch Projektionsfläche zu werden für allerlei Abrechnungen.

Das ist eine ganz, ganz gefährliche Situation.” Mit dem Bürgerkrieg haben die syrischen Christen ihren begrenzten Schutz und ihr Zuhause verloren. Für die Anhänger von Präsident Assad stehen sie immer öfter im Verdacht, der verlängerte Arm des Westens zu sein, speziell der USA, die dem Land wegen seiner Chemiewaffen noch vor wenigen Monaten mit einem Militärschlag drohten.

  1. Für die bewaffnete Opposition, die zunehmend von islamischen Fundamentalisten und Dschihadisten dominiert ist, gelten sie als Ungläubige und Parteigänger Assads, weil dieser ihnen über Jahre hinweg kleine Freiheiten gewährt hatte.
  2. Und so sind die Christen in Syrien weitgehend schutzlos – ähnlich wie ihre Glaubensgeschwister im Nachbarland, sagt Isaak Barakat, der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche von Antiochien.

Ende November kam er von Damaskus nach Köln: “Wir können nach Irak sehen: Irak vor zehn Jahren und Irak heute. Es gab mehrere Kirchen dort im Irak. In Bagdad, in Basra. Und jetzt haben wir keine Kirchen dort. Die ganzen Leute sind weg. Wir haben sicher Angst.

  • Das kann auch in Syrien sein.
  • Zum Beispiel die Leute in Homs.
  • In einer Woche acht Kirchen sind kaputt gemacht worden.” Welch großer Gefahr die syrischen Christen zurzeit ausgesetzt sind, belegen auch zwei bislang ungeklärte Geiselnahmen: Ende April vergangenen Jahres wurden im nordsyrischen Aleppo der griechisch-orthodoxe Metropolit Mar Gregorios Yohanna sowie der syrisch-orthodoxe Erzbischof Boulos Yazigi von Bewaffneten aus ihrem Auto heraus verschleppt.

Ihr Fahrer wurde erschossen. Zudem wurden im September zwölf Nonnen und drei weitere christliche Frauen aus dem griechisch-orthodoxen Kloster der Heiligen Thekla in Maalula, 60 Kilometer nordöstlich von Damaskus, entführt. Während über das Schicksal der beiden Bischöfe bislang immer noch Unklarheit herrscht, sendete der Fernsehsender Al Jazeera ein Video von den Nonnen.

  1. Radikale Salafisten, so hieß es dort, hätten sie in ihrer Gewalt: “Sie haben einige Personen im Irak und einige Personen in Syrien und einige Personen im Libanon im Gefängnis.
  2. Und sie wollen die Nonnen mit diesen Leuten tauschen.” In syrischen Maalula stehen zwei der ältesten Klöster der Christenheit, und die christlichen Bewohner sprechen noch immer Aramäisch.

Seit dem Herbst vergangenen Jahres aber ist Maalula großenteils in den Händen von islamistischen Kämpfern der Jabhat an-Nusra, dem Arm von Al Kaida in Syrien und Libanon. Ob und wie viele Christen dort momentan noch leben, ist nicht bekannt. Unklar ist auch, wie viele Christen Syrien bereits insgesamt verlassen haben.

Nach Angaben von Selvanos Boutros Alnemeh, dem syrisch-orthodoxen Erzbischof von Homs und Hama, ist es mindestens jeder Vierte. “Insgesamt leben etwa zwei Millionen Christen in Syrien. Davon haben annähernd eine halbe Million bereits das Land verlassen. Wenn europäische Länder wie Deutschland die Einreisebedingungen erleichtern, könnten es auch noch mehr werden.

Angesichts der aktuellen Lage in Syrien scheint die Aufnahme weiterer christlicher Flüchtlinge in Deutschland und Mitteleuropa wohl dringend geboten. Gleichwohl hat diese Maßnahme auch eine problematische Seite. Denn mit jedem orientalischen Christen, der hierzulande Schutz findet, wird das Christentum im Nahen Osten weiter geschwächt.

  1. Gerade deshalb betont Metropolit Isaak: “Unser Patriarch hat gesagt sehr klar: ‘Wir wollen, dass die Christen dort bleiben’.” Glaubt man der katholischen Hilfsorganisation “Kirche in Not”, so lag vor rund einhundert Jahren der Anteil der Christen im Orient bei rund zwanzig Prozent.
  2. Heute, so heißt es, seien es vielleicht fünf Prozent oder sogar noch weniger.

Von den weltweit 35 Millionen Christen, deren Muttersprache Arabisch ist, leben nach Angaben von “Kirche in Not” 20 Millionen im Exil und nur noch 15 Millionen im Orient selbst – und ihre Zahl wird voraussichtlich weiter abnehmen. Die Schwierigkeiten der orientalischen Christen dürften somit anhalten – genauso wie ihr Gefühl der Heimatlosigkeit: “Im Nahen Osten sagen sie: “Sie sind Ausländer, sie sind Christen!” Und wenn wir nach Europa kommen, sagen sie: “Sie kommen aus dem Nahen Osten.

Was für eine Religion haben die Chinesen?

Religionspolitik, rechtlicher Rahmen und Betätigungsmöglichkeiten von Religionen – Laut gültiger Verfassung von 1982 “genießen die Bürger der Volksrepublik China Glaubensfreiheit” (§ 36). Nach der radikalen Verfolgung jeglicher Religion während der Kulturrevolution (1966 bis 1976) wurden Religionsvereinigungen im Zuge der Reform- und Öffnungspolitik (ab 1978) zwar wieder zugelassen.

  1. Von einer “ungestörten Religionsausübung”, wie sie das deutsche Grundgesetz (§ 4 (2)) vorsieht, ist jedoch nicht zu sprechen.
  2. Insgesamt lässt sich die religiöse Lage in drei Hinsichten beschreiben: 1) mit einem Blick auf die offiziellen Rahmensetzungen der kommunistischen Führung und ihre ideologischen Hintergründe, 2) deren Umsetzung in der Realität und 3) die sich ergebenden Möglichkeiten von offiziell anerkannten und inoffiziell operierenden Religionsgruppen im gesellschaftlichen Leben.

China ist trotz einer immer stärker marktwirtschaftlichen Orientierung offiziell auch heute eine “sozialistische Volksrepublik”. Die um Maoismus und neuere Ergänzungen erweiterte kommunistische Ideologie und damit legitimierte Führungsrolle der Kommunistischen Partei (KP) Chinas sind in der Präambel der Verfassung festgeschrieben.

  • Bis zum Erreichen des Kommunismus sind nun auch Religionen wieder zugelassen.
  • Im Sinne einer Einheitsfront sollen sie Teile der Massen gewinnen, die der kommunistischen Ideologie fern stehen.
  • Schon in der zitierten Verfassung werden die Möglichkeiten der religiösen Betätigung allerdings wieder eingeschränkt.

Nur “normale religiöse Tätigkeiten” werden vom Staat geschützt. Explizit ausgenommen sind außerdem “Aktivitäten, die die öffentliche Ordnung stören, der körperlichen Gesundheit von Bürgern schaden oder das Erziehungssystem des Staates beeinträchtigen”.

  • Außerdem dürfen “die religiösen Organisationen und Angelegenheiten von keiner ausländischen Kraft beherrscht werden”.
  • Schon die sehr offene Formulierung “normale religiöse Tätigkeiten” lässt dem Staat und seinen Organen einen großen Ermessensspielraum, der typisch ist für viele gesetzliche Regeln in der VR und je nach religionspolitischer Lage der religiösen Gruppe oder der lokalen Situation sehr unterschiedlich genutzt wird.

Die Zahl der landesweit zugelassenen Religionen ist zunächst auf nur fünf begrenzt: Buddhismus, Daoismus, Islam sowie die protestantische und katholische Kirche. Nur deren “patriotische” Religionsvereinigungen dürfen nach den detaillierten Verwaltungsvorschriften innerhalb ihrer Tempel, Kirchen, Moscheen und registrierten Versammlungsorte legal aktiv werden.

Sie werden vom Staat gefördert, altes Eigentum wurde zum Teil erstattet. Dafür müssen sie sich an den sozialistischen Staat anpassen. Gleichzeitig gibt es aber religiöse Gruppen, deren Gläubige einer Kontrolle unter anderem aus biografischen Erfahrungen während der Kulturrevolution kritisch gegenüber stehen oder Einschränkungen in ihrer Karriere fürchten.

Eine Mitgliedschaft in der KP China und damit Teilhabe an der politischen Entscheidungsfindung ist zudem für Gläubige prinzipiell ausgeschlossen. Aus diesem Grund gibt es neben den offiziellen Vereinigungen auch sogenannte Untergrundkirchen, die oft toleriert werden, aber in einer prekären Grauzone leben.

Andere Gruppen wie Falun Gong werden dagegen sogar als “evil cults” (chines.: xiejiao) verfolgt und ihre aktiven Anhänger in Umerziehungslager gebracht. Der Religionssoziologe Yang Fenggang spricht in diesem Zusammenhang von einem tolerierten “grauen” gegenüber einem staatlich privilegierten “roten” und einem verbotenen “schwarzen Markt”.

Die Möglichkeiten offizieller wie inoffizieller Religionsgruppen sind somit begrenzt. Insbesondere der wichtige Bereich der Erziehung und der öffentlichen Meinungsbildung durch Medien und Propaganda bleiben dem Staat und der kommunistischen Führung vorbehalten.

Was ist die friedlichste Religion?

Buddhismus – “Frieden bedeutet, dass Völker in Würde und Gerechtigkeit leben können” Archiv Wie friedlich ist der Buddhismus wirklich, wenn doch auch ein überwiegend buddhistisches Land wie Japan im Zweiten Weltkrieg schreckliche Grausamkeiten begehen konnte? Auch mit dieser Frage befassen sich viele Japanern beim Gedenken an die Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki vom August 1945. Der buddhistische Zenkoji-Tempel in der japanischen Stadt Nagano. (AFP) “In Japan haben wir 1987 am Mount Hiei zum ersten Mal ein Friedensgebet mit Vertretern aller Weltreligionen organisiert. Diese Tradition führen wir seither Jahr für Jahr fort. Religiöse Menschen müssen sich heute auf ihre Quellen besinnen und in der Sache des Friedens zusammenarbeiten.

  1. Der Ausgangspunkt ist dabei für alle derselbe: Er heißt Meditation und Gebet”, erläutert Gijun Sugitaní.
  2. Er ist einer der führenden Tendai-Buddhisten Japans.
  3. Der Buddhismus gilt weithin als die friedlichste Religion.
  4. Schon wenige Monate nach Buddhas Tod im 5.
  5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung begannen indische Mönche die Ordensregeln und Lehrreden des Erleuchteten zu sammeln.400 Jahre später wurden die Überlieferungen im sogenannten Pali-Kanon schriftlich festgehalten.

Darin heißt es unmissverständlich: “Alle Wesen zittern vor der Gewalt. Alle Wesen lieben das Leben. Sieh Dich selbst in anderen, und töte nicht, verletze nicht!” Trotzdem war die Haltung des Buddhismus zur Gewalt in früheren Jahrhunderten keineswegs eindeutig.

In fast allen Ländern Asiens hätten Buddhisten Kriege geführt und den Einsatz von Waffen gesegnet, erklärt der Münchner Religionswissenschaftler Michael von Brück: “Wir haben zwei Grundströmungen im Buddhismus: den Theravada-Buddhismus und den Mahayana, und hier sind die Dinge etwas verschieden. Der Theravada hat sich strikte Regeln gegeben, den sogenannten Vinaya.

Wie viele wiedergeborene / evangelikale / bibeltreue Christen gibt es weltweit und in Deutschland?

Dort ist eindeutig, dass jede Form von Gewalt gegenüber Lebewesen, also nicht nur gegenüber Menschen, sondern natürlich auch Tieren strikt und kompromisslos abzulehnen ist.” “Wir Buddhisten haben gelernt umzudenken” Von Brück erläutert weiter: “Der Mahayana-Buddhismus vertritt im Wesentlichen das, was wir eine Gesinnungsethik nennen würden, das heißt, es kommt nicht auf die einzelne Tat an, sondern auf die Gesinnung, mit der eine Tat getan wird.

  1. Wenn also jetzt zum Beispiel ein Mensch einen anderen tötet, um größeres Unheil zu verhindern, Stichwort Tyrannenmord, dann kann das im Mahayana Buddhismus gerechtfertigt werden.
  2. Das hat dann in der Geschichte des Buddhismus zu entsprechenden Debatten geführt, in denen Präventivkriege zum Beispiel gerechtfertigt wurden, Verteidigungskriege ohnehin.” Das gilt auch für Japan: Der Mahayana-Buddhismus ist hier seit eineinhalb Jahrtausenden prägend, doch die japanische Politik war stets von Gewalt durchdrungen.

Im 20. Jahrhundert annektierte Japan nicht nur Korea, sondern auch Teile Chinas und trat schließlich sogar an der Seite Hitlers in den Zweiten Weltkrieg ein. Rückblickend ist Gijun Sugitaní überzeugt: “Was in unserer Geschichte geschehen ist, war entsetzlich.

  1. Ich muss leider zugeben, dass viele unserer buddhistischen Geistlichen die Beteiligung Japans am Zweiten Weltkrieg gut geheißen und unterstützt haben.
  2. Aber wir wissen heute, dass das ein Fehler war.
  3. Wir Buddhisten haben in Japan aufgrund der schmerzhaften Vergangenheit gelernt umzudenken.” Nicht die Religionen haben sich am Frieden vergangen Die Atombombenabwürfe der USA über Hiroshima und Nagasaki besiegelten 1945 die japanische Kapitulation.

Schrittweise, so Michael von Brück, begann man daraufhin, die traumatischen Ereignisse aufzuarbeiten: “Was ich in Japan bemerke, ist, dass ein Entsetzen über die Folgen des pazifischen Krieges eingesetzt hat, dass also eine Friedensbewegung in den japanischen Religionen, besonders im Buddhismus selbst entstanden ist aufgrund der Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit.

Interessant ist, dass Buddhisten in Japan sagten: Wir sind nicht völlig verstrickt mit diesem japanischen Kolonialismus und Imperialismus gewesen, sondern haben eine eigene Identität, die jetzt unter den Bedingungen eines befreiten Japan ins Spiel gebracht werden kann.” 1970 wurde dank des Engagements japanischer Buddhisten in Kyoto die “Weltkonferenz der Religionen für den Frieden” ins Leben gerufen.

Bei der Gründungsfeier der Organisation hieß es: “Nicht die Religionen haben sich gegen die Sache des Friedens vergangen, sondern ihre Anhänger. Dieser Verrat kann und muss korrigiert werden!” Gijun Sugitaní war viele Jahre Generalsekretär der Weltkonferenz und ist überzeugt: “Frieden bedeutet, dass Völker in Würde und Gerechtigkeit leben können, dass sie einander achten und respektieren.

Welche Religion ist die Ware?

Sure 3 Verse 19-20 – “Siehe, die Religion bei Gott ist der Islam” Archiv Nur Muslime kommen in den Himmel. Nur Christen. Nur Juden. Dieser Exklusivitätsanspruch hat Leid über Menschen gebracht. Denn er ist ein Schlüssel zur Macht für die jeweiligen Repräsentanten im Diesseits.

  1. Aber wie steht Gott dazu? Im Koran steht zwar, die Religion bei Gott sei “der Islam”.
  2. Aber was heißt “Islam” eigentlich? Die komplette Vorstellung, die wir heute von dieser Religion haben, könne urprünglich kaum gemeint gewesein sein, erläutert der Frankfurter Professor für Koranexegese, Ömer Özsoy, im DLF.

Von Prof. Dr. Ömer Özsoy, Universität Frankfurt am Main | 19.06.2015 “Siehe, die Religion bei Gott ist der Islam. Und die, denen die Schrift gegeben ward, waren nicht eher uneins, als nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Neid auf einander.(.) Und so sie mit dir streiten, so sprich: ‘Ich habe mein Angesicht ergeben in Gott, und so, wer mir nachfolgt.'” Die Verbreitung des Glaubens gehört zweifellos zum Recht auf Meinungsäußerung.

  1. Religionen und auch nichtreligiöse Weltanschauungen haben das Recht, ihre Überzeugungen zu verbreiten.
  2. Damit ist eine moralische Pflicht verbunden, sich für dieses Recht als einen wesentlichen Aspekt der Meinungsfreiheit einzusetzen, und zwar nicht nur für den eigenen Glauben.
  3. Die vorherrschende Religionsauffassung der Muslime weist auf den ersten Blick einen exklusiven Charakter auf.

Demzufolge sind die früheren Religionen durch die koranische Offenbarung aufgehoben und für ungültig erklärt worden. Das Heil ist folglich nur durch die Annahme des Korans und den Übertritt zum Islam zu erreichen. Viele Muslime sehen daher in der Verbreitung ihres Glaubens eine religiöse und moralische Pflicht gegenüber Gott und ihren Mitmenschen. Ömer Özsoy vom Institut für Islamwissenschaft der Universität Frankfurt. (Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lhe) Eine unkritische Lektüre übersieht jedoch die Entwicklung von Wortbedeutungen. So hat das Wort “islâm” eine lange Entwicklungsgeschichte im Sprachgebrauch des Korans.

  • Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes islâm ist „Hingabe”.
  • Diese Bedeutung ist selbst in späteren Versen, in denen das Wort islâm bereits als Eigenname der muslimischen Gemeinde verwendet wird, mit enthalten.
  • Islâm als Hingabe ist also kein Monopol der Muslime.
  • Im arabischen Originaltext des Korans werden auch viele frühere Propheten wie Abraham und Jesus als „muslim” im Sinne von “Gott ergeben” bezeichnet.
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Das gilt ebenso für deren Anhänger. Auch die Jünger Jesu beispielsweise werden im Koran muslim genannt. In den Versen 111 und 112 der Sure 2 lehnt der Koran selbst jeden Monopolanspruch am Beispiel von Juden und Christen vehement ab: “Und sie sprechen: ‘Nimmer geht ein ins Paradies ein anderer außer Juden oder Christen.’ Solches sind ihre Wünsche.(.) Nein; Wer sein Angesicht Gott hingibt und Gutes tut, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn.” In Übereinstimmung mit dieser koranischen Grundlage ist die religiöse Tradition eines jeden Gläubigen als sein Zuhause zu betrachten.

Niemand könnte es ethisch legitimieren, das Kind einer Nachbarsfamilie, das zu Hause glücklich ist, zu entführen und ins eigene Heim zu locken. Der Koran bietet hier eine Perspektive, indem er die Muslime nicht nur als Mitglieder der islamischen Familie anspricht, sondern auch als Bewohner eines Viertels, einer Nachbarschaft.

Gott ist nicht nur an der muslimischen Familie interessiert, sondern er gibt sich als Beschützer der gesamten Nachbarschaft zu erkennen. : Sure 3 Verse 19-20 – “Siehe, die Religion bei Gott ist der Islam”

Wer ist der wahre Gott?

JHWH ( hebräisch יהוה ) ist der unvokalisierte Eigenname des Gottes Israels im Tanach, Zu Beginn der Zehn Gebote stellt dieser Gott sich seinem Volk wie folgt vor:

אָנֹכִי יהוה אֱלֹהֶיךָ אֲשֶׁר הֹוצֵאתִיךָ מֵאֶרֶץ מִצְרַיִם מִבֵּית עֲבָדִים לֹא יִהְיֶה־לְךָ אֱלֹהִים אֲחֵרִים עַל־פָּנָי
– Ex 20,2–3 BHS

ʾānōḵî jhwh ʾᵆlōhæḵā ʾᵃšær hōṣēʾtîḵā mēʾæræṣ miṣrajim mibêt ʿᵃḇādîm lōʾ jihjæ-ləḵā ʾᵆlōhîm ʾᵃḥērîm ʿal-pānāj „Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. Du sollst keine andern Götter haben neben mir.” – Ex 20,2–3 ELB In der Bibel ist JHWH der gnädige Befreier und gerechte Bundespartner des erwählten Volkes Israel und zugleich der Schöpfer, Bewahrer, Richter und Erlöser der ganzen Welt.

Er wird dort auch mit Titeln wie Elohim („Götter”, Pluralis Majestatis für Gott) oder El („Gott”, oft mit Personennamen oder Eigenschaften verbunden) bezeichnet. Um die Aussprache des Eigennamens JHWH zu vermeiden, verwendet das Judentum für dieses Tetragramm die Ersatzlesungen Adonai („meine Herren”) oder HaSchem („der Name”).

Die ursprüngliche Aussprache des Namens ist unbekannt.

Wer ist der einzige Gott?

Rolle im Islam – Allah ist gemäß Sure 112 der Schöpfer des Universums, der weder gezeugt noch erschaffen wurde und dessen Existenz durch die Großartigkeit und Gesetzmäßigkeit des Universums belegt wird. Die Einzigartigkeit und Einheit ( tauhid ) Allahs bildet die Grundlage des islamischen Glaubens und wird auch im Bekenntnis ( Schahada ) betont.

  • Allah wird im Koran 2699 mal genannt.
  • Seit Mohammed entwickelten sich unterschiedliche Vorstellungen und Auslegungen um die Eigenschaften Allahs.
  • Dabei reicht die Vorstellung von Allah als auf einem Thron sitzenden Herrscher mit anthropomorphen Eigenschaften bis hin zu panentheistischen Auslegungen, die vor allem in der islamischen Mystik vorzufinden ist.

In Teilen der ismailitischen und alawitischen Gruppen, finden sich zudem teilweise gnostische Gottesvorstellungen.

Was bin ich ohne Religion?

Agnostiker – und andere Auffassungen zu Gott und Glaube Ein Christ ist ein Anhänger des Christentums. Er bekennt sich zu Jesus von Nazareth und dessen Lehren, die im Neuen Testament der Bibel überliefert sind. Zum christlichen Glauben gehört, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, dass Jesus am Kreuz Schuld und Sünden der Menschheit auf sich genommen hat und diese den Gläubigen durch seinen Tod vergeben werden.

  1. Weiter glauben Christen an die Auferstehung der Toten.
  2. Ein Atheist ist der Überzeugung, dass es einen Gott oder Götter nicht gibt.
  3. Ein Agnostiker geht davon aus, dass die Existenz eines übernatürlichen Wesens, eines Gottes oder von Göttern zwar angenommen werden kann, aber grundsätzlich nicht rational zu klären oder zu erkennen ist.

Auf die Frage, ob es Gott gibt, antwortet ein Agnostiker mit “Ich weiß nicht”, “Das ist nicht geklärt” oder “Das ist nicht zu beantworten”. Ein Atheist würde diese Frage verneinen und könnte deshalb auch nicht gläubig sein. Für den Agnostiker dagegen schließt das Nichtwissenkönnen den Glauben an einen Gott oder Götter nicht aus.

Neben Christ, Atheist und Agnostiker gibt es auch den Begriff des Heiden. So wurden und werden oft Menschen bezeichnet, die entweder keiner oder einer anderen Religion angehören. Nicht selten dient die Bezeichnung auch dazu, Angehörige anderer Religionen als Ungläubige abzuwerten. Ein Heide ist also keineswegs ein nichtgläubiger Mensch.

Auch wer an mehrere Götter glaubt oder Anhänger einer Naturreligion ist, zählt zu den Heiden, nennt sich manchmal sogar selbst so. Allerdings werden Vertreter dieser Religionen inzwischen zum Beispiel als Polytheisten, Neupaganisten oder Animisten bezeichnet.

  • Wer innerhalb einer Glaubensgemeinschaft einen abweichenden Standpunkt zur Lehre oder herrschenden Meinung vertritt, gilt als Häretiker.
  • Wer Glaubensinhalte einer Religion öffentlich verleugnet, verhöhnt oder verflucht, betreibt Blasphemie.
  • Während in den westlichen Ländern viele Äußerungen zu Glauben, Religion und Gott unter die Religions-, Meinungs- und Redefreiheit fallen, gilt Gotteslästerung in anderen Staaten als Straftat.

In Saudi-Arabien, Pakistan oder Iran steht darauf die Todesstrafe. : Agnostiker – und andere Auffassungen zu Gott und Glaube

Auf was verzichten Christen?

Orthodoxe Kirche – Die orthodoxe Kirche verlangt ihren Gläubigen ein strengeres Fasten ab. Vier mehrwöchige Fastenzeiten gibt es im Kirchenjahr: sieben Wochen in der Passionszeit, das Apostel-Fasten eine Woche nach Pfingsten, das Koimesis-Fasten im August und das Advent-Fasten von Mitte November bis zum 24.

Was ist das höchste Ziel der Christen?

Selbstverständnis – Der Kern der christlichen Religion rührt nach ihrem Selbstverständnis aus der bedingungslosen Liebe gegenüber den Menschen und der gesamten, In dieser Liebe, in der sich Gott in der Gestalt des Menschen Jesus von Nazaret offenbart und selbst erschließt, wird die Beziehung Mensch-Welt-Gott geklärt.

Sie betrifft alle Daseinsbereiche des Menschen und alle Dimensionen des Menschseins. Die Heilszusage gilt den Menschen aller Nationen, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung (vgl.3,28 ). Das Christentum versteht sich somit als universale Religion und gleichzeitig als der unüberbietbare Ort, an dem sich Gott den Menschen in der Geschichte zugewandt hat und erfahrbar ist.

Diesem Verständnis bzw. dem Sendungsauftrag Christi ( 28, 19–20 ) entspricht der Charakter des Christentums.

Wo Leben die meisten Christen in Europa?

Fakten – In der Swiss Metadatabase of Religious Affiliation in Europe (SMRE) finden sich Daten zur Religionszugehörigkeit der Bevölkerung für 50 europäische Staaten (siehe Tabelle unten). Die Angaben beruhen dabei nicht auf der subjektiven, gefühlten Religionszugehörigkeit, sondern auf der formalen, institutionellen Religionszugehörigkeit.

  1. Die Datenbank stützt sich auf verschiedene Quellen (darunter Volkszählungen, Umfragen, wissenschaftliche Schätzungen) und bezieht sich auf den Zeitraum 2006 bis 2015.
  2. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung der 50 betrachteten Staaten lag der Anteil der Christen bei 60,1 Prozent (28,3 Prozent Katholiken, 22,1 Prozent orthodoxe Christen, 8,2 Prozent Protestanten und 1,5 Prozent andere Christen).

Knapp ein Viertel der Bevölkerung hatte keine formale Religionszugehörigkeit (23,9 Prozent). Darauf folgten die Muslime mit einem Anteil von 13,5 Prozent. Die Juden hatten einen Anteil von 0,2 Prozent, 1,8 Prozent gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an.

  1. Werden nur die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) betrachtet, fällt auf, dass der Anteil der Christen vergleichsweise höher ist (66,1 gegenüber 60,1 Prozent).
  2. Dasselbe gilt für den Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit (28,9 gegenüber 23,9 Prozent).
  3. Hingegen fällt der Anteil der Muslime deutlich niedriger aus (3,0 gegenüber 13,5 Prozent).

In 11 der 50 hier betrachteten Staaten lag der Anteil der Christen bei mehr als 90 Prozent. An der Spitze standen Vatikanstadt, Malta, Rumänien und Polen mit Werten zwischen 98,6 und 96,7 Prozent. In zwölf weiteren Staaten Europas lag der Anteil der Christen an der Bevölkerung zwischen 80 und 90 Prozent.

  1. In insgesamt 40 der 50 hier betrachteten Staaten gehörte mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu einer christlichen Religionsgemeinschaft.
  2. Auch in Deutschland stellen die Christen mehr als die Hälfte der Bevölkerung: 30,2 Katholiken, 29,2 Prozent Protestanten, 1,6 Prozent orthodoxe Christen und 0,4 Prozent andere Christen – insgesamt gehörten also 61,4 Prozent der Bevölkerung zu einer christlichen Religionsgemeinschaft.

Dabei bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In Westdeutschland lag der Anteil der Christen bei 81,0 Prozent, in Ostdeutschland bei 30,2 Prozent. Auf der anderen Seite gehörten in Westdeutschland lediglich 14,0 Prozent formal keiner Religionsgemeinschaft an, in Ostdeutschland waren es 68,1 Prozent.

In elf Staaten Europas waren mehr als vier Fünftel der Bevölkerung katholisch: Vatikanstadt, Polen, Malta, Andorra, San Marino, Kroatien, Italien, Irland, Portugal, Monaco und Litauen. Der Anteil der Protestanten war in Island (79,6 Prozent), Finnland und Norwegen (74,8 Prozent) sowie in Dänemark (74,3 Prozent) mit Abstand am höchsten.

Darauf folgten Schweden (57,5 Prozent), Deutschland (29,2 Prozent) und die Schweiz (27,1 Prozent). In Armenien (92,9 Prozent), Griechenland (91,3 Prozent), der Republik Moldau (88,2 Prozent), Georgien (86,3 Prozent), Rumänien (85,3 Prozent) und Serbien (85,1 Prozent) waren formal mehr als 85 Prozent der Bevölkerung orthodoxe Christen.

  • In 5 der 50 hier betrachteten Staaten stellten die Muslime mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
  • Dabei lag der Anteil der Muslime in der Türkei (97,8 Prozent), Aserbaidschan (95,6 Prozent) und Kosovo (88,8 Prozent) weit über dem Anteil der Muslime in Albanien (52,5 Prozent) bzw.
  • In Bosnien und Herzegowina (50,7 Prozent).

In Zypern gibt es die Besonderheit, dass in Nordzypern der Anteil der Muslime zum Zeitpunkt der Betrachtung bei 96,0 Prozent lag, hingegen waren in Südzypern 97,3 Prozent Christen. In 39 der 50 hier betrachteten Staaten lag der Anteil der Muslime an der Bevölkerung bei weniger als 5,5 Prozent, darunter in 24 Staaten bei weniger als 2,0 Prozent.

  • Ausgehend vom Bevölkerungsstand des Jahres 2017 lebten nach Daten der SMRE in den 50 hier betrachteten Staaten 113 Millionen Muslime (davon 78 Mio.
  • In der Türkei).
  • In der EU-28 waren es gut 15 Millionen.
  • In 4 der 50 hier betrachteten Staaten gehörte mehr als die Hälfte der Bevölkerung formal keiner Religionsgemeinschaft an: Tschechien (71,0 Prozent), Estland (68,8 Prozent), Vereinigtes Königreich (50,6 Prozent) sowie Frankreich (50,5 Prozent).

Darauf folgten die Niederlande (46,0 Prozent), Ungarn (45,3 Prozent), Belgien (41,8 Prozent), Lettland (39,4 Prozent), Schweden (33,6 Prozent) und Deutschland (33,1 Prozent). Wiederum bezogen auf den Bevölkerungsstand des Jahres 2017 lebten nach Daten der SMRE in den 50 hier betrachteten Staaten 200 Millionen Menschen ohne formale Religionszugehörigkeit (davon 38 Mio.

  • In Russland).
  • In der EU-28 waren es 148 Millionen – die meisten davon in Frankreich (34 Mio.), dem Vereinigten Königreich (33 Mio.) und in Deutschland (27 Mio.).
  • Bei den Angaben zur Religionszugehörigkeit ist zu bedenken, dass die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft für die einzelnen Menschen eine sehr unterschiedliche Bedeutung haben kann.

Im Extremfall ist für die einen die Zugehörigkeit lebensbestimmend, andere sind Mitglied einer Kirche ohne überhaupt an einen Gott oder eine spirituelle Kraft zu glauben. Im Jahr 2010 glaubten laut einer Eurobarometer-Umfrage 51 Prozent der Bürger der EU-27 an einen Gott.26 Prozent glaubten an eine andere spirituelle Kraft, 20 Prozent glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 3 Prozent machten keine Angaben.

Weiter sind für viele EU-Bürger andere Werte wichtiger als Religion: Bei einer Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2018 bei der die Befragten drei von zwölf Werten auswählen sollten, die für sie persönlich am wichtigsten sind bzw. die am besten die Europäische Union repräsentieren, entschieden sich nur 5 bzw.3 Prozent der Befragten für ‘Religion’.

Am häufigsten wurden bei beiden Fragestellungen ‘Frieden’ und ‘Menschenrechte’ genannt.

Wie viel Prozent sind noch in der Kirche?

Die Zahl der Christen in Deutschland sinkt weiter. Das geht aus der am Mittwoch vorgelegten neuen Statistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz hervor. Im Corona-Jahr 2020 traten demnach 220.000 Menschen aus der evangelischen Kirche aus, 221.390 Personen verließen die katholische Kirche.

Wie viele Menschen auf der Welt glauben an einen Gott?

Was Deutschland glaubt Deutschland. Circa 60 Prozent der Deutschen glauben an Gott. Dennoch haben die beiden großen christlichen Kirchen in den letzten Jahrzehnten immer mehr Mitglieder verloren. Knapp 30 Millionen Deutsche, also 37 Prozent der Gesamtbevölkerung sind konfessionslos und gehören keiner Religion an.

Wie viele Katholiken gibt es auf der ganzen Welt?

Die römisch-katholische Kirche ist die größte religiöse Institution der Erde und hatte Ende 2020 laut Quelle insgesamt rund 1,36 Milliarden Mitglieder.

Wer ist der wahre Religion?

Einzelnachweise –

↑ Julia Ebner : Wut. Was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen. Aus dem Englischen von Thomas Bertram. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-8062-3701-6, S.183 ↑ Sasan Abdi-Herrle, Saskia Nothofer, Benjamin Breitegger: Fanatiker in Deutschlands Fußgängerzonen, In: Die Zeit, 15. November 2016. ↑ Bekanntmachung eines Vereinsverbots gegen die Vereinigung „Die wahre Religion” (DWR) alias „LIES! Stiftung”/„Stiftung LIES” vom 25. Oktober 2016 ( BAnz AT 15.11.2016 B1 ) ↑ Bundesweite Razzia: Innenminister verbietet Salafisten-Verein. In: Spiegel Online, Abgerufen am 15. November 2016, ↑ Pressemitteilung zum Vereinsverbot der Vereinigung „Die wahre Religion (DWR)” alias „Stiftung LIES”, Bundesministerium des Innern, 15. November 2016, abgerufen am 15. November 2016.