Wie Viele Dialekte Gibt Es In Deutschland?

Wie Viele Dialekte Gibt Es In Deutschland
So unterschiedlich können Dialekte sein – Wenn man beim Bäcker in Bayern ein Brötchen kaufen möchte, dann bestellt man eine “Semmel”. In Norddeutschland heißt das “Rundstück”, in Berlin “Schrippe” und in Schwaben, also in Südwestdeutschland, sagen die Menschen zum Brötchen “Weckle” oder “Weck”.

  • Den gebratenen Hackfleischklops kennt man im Hochdeutschen unter dem Namen Frikadelle.
  • Im Süden von Deutschland heißt er “Fleischpflanzerl” oder “Fleischküchle”, die Berliner sagen dazu “Bulette” und im Bundesland Sachsen “Beefsteak”.
  • Und so unterschiedlich kann man “Ich liebe dich!” in den Dialekten in ganz Deutschland sagen.

Wir versuchen uns mal an einer Übersetzung: Zu den Dialekten in Deutschland gehören unter anderem Bairisch, Alemannisch, Obersächsisch, Ostfränkisch, Rheinfränkisch, Westfälisch, Ostwestfälisch, Brandenburgisch und Nordniederdeutsch. Von jedem Dialekt gibt es außerdem noch viele Varianten.

Insgesamt kann man Deutschland in ungefähr 16 große Dialektgruppen einteilen. Inzwischen sprechen aber immer weniger Menschen Dialekte. Das liegt auch daran, dass in der Schule und zum Beispiel im Fernsehen in der Standardsprache Hochdeutsch geredet wird. Kinder lernen von ihren Eltern auch eher diese einheitliche Sprache, damit sie später überall gut verstanden werden.

Diesen Text haben Alexander und Katrin H. geschrieben.

Welche Dialekte gibt es in Deutschland?

Deutsche Dialekte – Nachdem wir den Begriff “Dialekt” und seine Merkmale geklärt haben, stellt sich nun folgende Frage: Welche Dialekte gibt es überhaupt in Deutschland? Im deutschen Sprachraum gibt es niederdeutsche, mitteldeutsche und oberdeutsche Dialekte.

  1. Das ist aber eine grobe Einteilung und ist regional bestimmt.
  2. Niederdeutsche Dialekte werden in Norddeutschland gesprochen.
  3. Mitteldeutsche Dialekte spricht man in Mitteldeutschland und oberdeutsche in Süddeutschland.
  4. Diese drei Kategorien haben Sprachräume, in denen bestimmte Mundarten gesprochen werden: Niederdeutsch wird in Ost- und Westniederdeutsch unterteilt.

Westniederdeutsch umfasst unter anderem niederrheinischen, westfälischen, ostfälischen und nordfriesischen Dialekt. Ostniederdeutsch hat mecklenburgisch-vorpommerschen, mittel- und südmärkischen und brandenburgischen Dialekt. Im Mitteldeutschen wird zwischen West- und Ostmitteldeutschen unterschieden.

  1. Westmitteldeutsch beinhaltet unter anderem Mittelfränkisch, Sächsisch, Pfälzisch und Rheinfränkisch.
  2. Ostmitteldeutsch: vor allem Sächsisch und Thüringisch.
  3. Das Oberdeutsche umfasst unter anderem Schwäbisch, Ostfränkisch, Bairisch, Alemannisch.
  4. Diese Aufzählung von Dialekten ist noch längst nicht komplett.

In Deutschland gibt es viel mehr Dialekte! Übrigens, die mitteldeutschen Dialekte haben die Entwicklung der Standardsprache sehr stark beeinflusst. Am stärksten waren daran pfälzischer und sächsischer Dialekt beteiligt.

Was ist der schwerste Dialekt in Deutschland?

Für Norddeutsche gelten vor allem Bayrisch/Österreichisch in den verschiedenen Ausprägungen, Schweizerdeutsch samt alemannischer Dialekte in Baden-Württemberg und Kölsch als besonders schwierig.

Was ist der meist gesprochene Dialekt in Deutschland?

Die beliebtesten Dialekte der Deutschen im Überblick* –

Dialekt Prozent
Bayerisch 26,2
Österreichisch 17,3
Norddeutsch 17,1
Kölsch 15,2
Schweizerisch 14,9
Berliner Schnauze 13,5
Plattdeutsch 12,9
Schwäbisch 12,7
Fränkisch 8,3
Hessisch 6,3
Sächsisch 5,6
Pfälzisch 3,7

Mehrfachnennungen waren möglich Sie wollen nicht nur über Dialekte lesen, sondern auch welche hören? Dann klicken Sie sich doch mal durch unseren Dialektor (interaktive Deutschland-Grafik) und hören Sie, wie unsere Redakteure so sprechen! Übrigens: Der Dialektor hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern präsentiert pro Bundesland einen Dialekt.

Welches ist der älteste deutsche Dialekt?

Die ältesten fassbaren Zustände der deutschen Sprache (Althochdeutsch, Altniederdeutsch) weisen bereits das bis heute existierende Dialektkontinuum Oberdeutsch-Mitteldeutsch-Niederdeutsch auf.

Was ist der schönste deutsche Dialekt?

TRAVELBOOK-Voting: Bayerisch ist der schönste Dialekt Deutschlands 25.05.2021 – 14:45 (ots) Bayerisch ist der schönste Dialekt Deutschlands. Das haben die Leserinnen und Leser von TRAVELBOOK.de, Deutschlands größtem Online-Reisemagazin*, entschieden. In einem Voting stimmten 21 Prozent für den Dialekt, der somit vor Hamburgisch (17 Prozent) und Schwäbisch (13 Prozent) landete.

Insgesamt wurde während des Voting-Zeitraums von vier Wochen 109.806 Mal abgestimmt. Die Teilnahme war pro Endgerät einmal möglich. Sylvia Freund von Bayern Tourismus freut sich über die Platzierung. “Für uns ist das bayerische Lebensgefühl das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Reiselandes Bayern. Daher freut es uns sehr, dass die bayerischen Dialekte als ein Ausdruck dieser besonderen Lebensart von so vielen Menschen positiv wahrgenommen werden”, sagt Freund zu TRAVELBOOK.

Doch was macht gerade den typischen Dialekt so besonders? “Wenn Leute Bairisch hören, kommen bei diesen sofort Bilder wie Berge, Seen, Landschaften, Brauchtum und Leute in Tracht. Das sind alles positive Bilder, die von vielen Menschen positiv erlebt werden bzw.

Hier geht es zum TRAVELBOOK-Artikel: Hinweis: Das Voting ist nicht repräsentativ. TRAVELBOOK ist Deutschlands größtes Online-Reisemagazin Reichweite: 2,67 Mio Unique User im März 2021 (AGOF) und 5,19 Mio Visits im März 2021 (IVW) Pressekontakt:Larissa Königs, Tel.: 030 2591 79975, Original-Content von: TRAVELBOOK, übermittelt durch news aktuell

: TRAVELBOOK-Voting: Bayerisch ist der schönste Dialekt Deutschlands

Welches ist der beliebteste Dialekt?

Berlin – Wer Sächsisch spricht, hat es manchmal schwer: Mal bucht man Bordeaux statt Porto, und im Rest Deutschlands meinen vermeintliche Sprachgenies, schlecht imitiertes Sächsisch sei ein brillanter Partygag. Und nun müssen die Sachsen auch noch eine andere traurige Nachricht hinnehmen: Ihr Dialekt ist der unbeliebteste in Deutschland.

  • Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, für die im September 1048 Bundesbürger befragt wurden.
  • Demnach bezeichnen nur acht Prozent aller Deutschen Sächsisch als ihren Lieblings-Dialekt.
  • Ebenfalls nicht viel besser wurden Berlinerisch (11 Prozent) und Kölsch (13 Prozent) bewertet.

Mit den Dialekten im Norden und Süden können sich die Deutschen dagegen am meisten anfreunden: Bayerisch mögen 27 Prozent der Befragten am liebsten, noch besser gefällt den Deutschen nur noch Norddeutsch. Die Mundart, wie sie zum Beispiel Hamburger sprechen, ist der Liebling von 29 Prozent.

Wie viele Sprachen und Dialekte gibt es?

Planet Wissen,18.01.2022,02:26 Min., UT, Verfügbar bis 13.11.2024, WDR, Von Claudia Bruder, Es gibt etwa 7000 unterschiedliche Sprachen auf der Welt und unzählige Dialekte. Sie haben sich über viele Jahrhunderte entwickelt und verändern sich immer wieder aufs Neue.

Wer spricht das reinste Deutsch?

Der verräterische Käse – Ein Wort, bei dem die Forschenden auf Abweichungen aufmerksam wurden, ist “Käse.” Viele sprächen das Wort wie “Keese” aus, erklärte Doktorandin Hana Ikenaga. Ein weiteres Beispiel: “Werbung”. Sie werde bei vielen zur “Werbunk”.

Das Forschungsteam hatte 2020 eine bundesweite Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Mehr als 2.000 Menschen beantworteten darin die Frage, in welcher Stadt oder Region ihrer Ansicht nach das beste Hochdeutsch gesprochen werde.24 Prozent der Befragten nannten den Raum oder die Stadt Hannover an erster Stelle.

Dahinter lagen Niedersachsen mit 14 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 6 Prozent.

Wo Spricht man das schlechteste Deutsch?

Vermutlich sind die Sachsen gerade ziemlich „dikschn” (eingeschnappt): Auf einem aktuellen Ranking der beliebtesten deutschen Dialekte landeten sie mit Abstand auf dem letzten Platz. Zu Unrecht, findet Beat Siebenhaar, Professor für Germanistik an der Universität Leipzig.

Der Schweizer erforscht die Wahrnehmung der sächsischen Mundart. Die Welt: Kaum einer mag Sächsisch. Überrascht Sie das? Beat Siebenhaar: Nein, negative Bewertungen dieses Dialekts gibt es schon seit dem späten 18. Jahrhundert. Dabei galt das Sächsische einmal als der angesehenste deutsche Dialekt überhaupt.

Luther schrieb nach der sächsischen Kanzleisprache, und Goethe ging nach Leipzig, weil seine Eltern der Meinung waren, dass man dort das beste Hochdeutsch spreche. Erst mit dem Machtverlust Sachsens im Deutschen Reich sank auch das Ansehen des Dialekts.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die norddeutsche Art, Hochdeutsch zu sprechen, zur gesellschaftlichen Norm. Die Welt: Es heißt Sächsisch sei eigentlich dem Französischen ähnlich. Siebenhaar: Da gibt es alle möglichen Vergleiche, ja. Das kommt vielleicht daher, dass das „P” im Sächsischen wie „B” ausgesprochen wird, man sagt zum Beispiel „Baul”, statt „Paul”.

Aber ob das nun ähnlich elegant klingt wie im Französischen? Nasale Laute hat das Sächsische jedenfalls nicht. Insofern sehe ich da keine allzu großen Überschneidungen. Die Welt: Ist Sächsisch denn besonders misstönend, oder warum ist es so unbeliebt ? Siebenhaar: Ich glaube, das hat wenig mit der Sprache an sich, sondern mit sehr hartnäckigen Stereotypen zu tun.

  • Wie etwa, dass Rheinländer gemütlich sind, oder Norddeutsche wortkarg.
  • Sächsisch hat einfach ein schlechtes Image.
  • Die Welt: Bairisch steht hingegen hoch im Kurs.
  • Siebenhaar: Sehen Sie? Die Bayern sagen auch oft genug und vor allem laut, wie schön sie ihren Dialekt finden.
  • Dieses Selbstbewusstsein fehlt den Sachsen leider.

Die Welt: Brechen wir also eine Lanze für das Sächsische. Siebenhaar: Gerne! Ich bin vor vier Jahren nach Leipzig gezogen und muss noch viel lernen. Das Sächsische ist für Anfänger der ideale Dialekt: Wenn jemand richtig Sächsisch spricht, werden Sie ihn immer noch verstehen.

Wenn ich hingegen tiefstes Schweizerisch sprechen würde, bekämen Sie nichts mehr mit. Sächsisch ist der Dialekt, der dem Standarddeutschen am nächsten ist. Die Welt: Wie bitte? Siebenhaar: Abweichungen gibt es nur in wenigen Fällen. Vermutlich sind die Sachsen deshalb diejenigen, die am schlechtesten Hochdeutsch sprechen.

Da der Dialekt so ähnlich ist, fällt es schwer, bewusst zu trennen. Es sind nur wenige Stellen, die sich lautmalerisch vom Standard unterscheiden, aber die fallen dann eben besonders auf – Außenstehenden eventuell auch besonders unangenehm. Die Welt: Zu dem beliebtesten Wort haben die Sachsen in diesem Jahr „ditschen” gewählt, danach „Plämpe” und „Hitsche”.

  • Wie übersetzen Sie das? Siebenhaar: Ich muss zugeben, als Zugezogener stoße ich da immer wieder an meine Grenzen, deswegen habe ich mein Obersächsisch-Wörterbuch immer griffbereit.
  • Aber „ditschen” ist klar: das bedeutet „eintunken”.
  • Die Welt: „Plämpe” steht für schlechtes Getränk, „Hitsche” für Fußbank.

Siebenhaar: Auch schön. Im letzten Jahr, war „gadschn” das Lieblingswort, das heißt soviel wie schmatzend kauen. Ein anderer toller Begriff ist „Motschegiebchen” für Marienkäfer. Die Welt: Ähnlich schlecht wie das Sächsische steht auf der Beliebtheitsskala sonst nur das Berlinerische da,

  • Siebenhaar: Nun, gegen die Hauptstadt hat man doch immer etwas, oder? Zudem wird Mundart in der Stadt selbst oft als fehlendes Vermögen, Hochdeutsch zu sprechen, wahrgenommen.
  • Jemand der Dialekt spricht, wird sozial stigmatisiert.
  • Die Welt: Welche Veränderungen beobachten Sie bei deutschen Dialekten? Siebenhaar: Zum einen gehen viele kleinräumige Formen verloren, also dialektale Besonderheiten, die man bis vor ein paar Jahren noch in vier oder fünf Dörfern gesprochen hat.

Zum anderen nähern sich die Dialekte im allgemeinen immer weiter dem Hochdeutschen oder großregionalen Formen an. Die großen Dialekte bleiben allerdings bestehen. Insgesamt genießen Dialekte mittlerweile auch wieder ein höheres Ansehen, Mundarten werden vermehrt gepflegt.

Wie viel Prozent der Deutschen sprechen Dialekt?

Deutsche Dialekte – Ostdeutsche sprechen sie häufiger, Westdeutsche stärker Ob sächsisch, fränkisch oder schwäbisch – Dialekte sind in Deutschland stark ausgeprägt.65 Prozent der Deutschen geben an, einen Dialekt zu sprechen.35 Prozent der in Ostdeutschland Lebenden sagen, den Dialekt ihres Geburtsortes zu sprechen (vs.30 Prozent der Westdeutschen), 15 Prozent der Ostdeutschen geben an, den Dialekt (eines) ihrer Elternteile zu sprechen (vs.9 Prozent der Westdeutschen) und 30 Prozent sprechen den Dialekt ihres aktuellen Wohnortes (vs.23 Prozent der Westdeutschen).40 Prozent aller Befragten sagen von sich, ausschließlich hochdeutsch zu sprechen.

  • Dies sagen Westdeutsche häufiger als Ostdeutsche (42 Prozent vs.33 Prozent der Ostdeutschen).
  • Ein Viertel (25 Prozent) aller Befragten mit Dialekt würde von sich sagen, dass dieser stark ausgeprägt sei, 74 Prozent jener mit Dialekt sagen von sich, keinen stark ausgeprägten zu haben.
  • Westdeutsche mit Dialekt bekennen sich häufiger als Ostdeutsche zu einem stark ausgeprägten regionalen Dialekt, der für manche schwer zu verstehen ist (26 Prozent vs.22 Prozent der Ostdeutschen).

Aktuell in Westdeutschland Lebende geben an, auf der Arbeit häufiger hochdeutsch zu sprechen als Ostdeutsche (41 vs.29 Prozent der Ostdeutschen). Auch wenn Westdeutsche vermuten, dass ihr Dialekt für ihr Gegenüber nicht gut zu verstehen ist, sprechen sie häufiger hochdeutsch (59 vs.48 Prozent der Ostdeutschen).

Wo sagt man sch statt S?

Dort und in der Pfalz ist alles sch, ein ch-Laut ist gänzlich unbekannt. Geschischte, Pfirsisch. Das ‘isch’ herrscht außer im Südwesten auch in Sachsen, wo Zischlaute nicht selten sind. Im Süden ist das lieblich klingende ‘i’ eine Konstante.

Ist platt ein Dialekt?

Plattdeutsch ist kein Dialekt wie Bayerisch oder Hessisch, sondern eine eigene Sprache. Sie wurde 1999 in die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen aufgenommen. Zur Zeit der Hanse – zwischen Mitte des 12. Jahrhunderts und Mitte des 17.

Welcher Dialekt ist dem Hochdeutschen am nächsten?

Schweizer Mundarten – Welcher Dialekt ist dem Hochdeutschen am ähnlichsten? Inhalt Vieles spricht für Baseldeutsch als hochdeutschnächsten Dialekt. Aber auch Churerdeutsch weist viele Gemeinsamkeiten mit dem Hochdeutschen auf. Eigentlich ist es unmöglich, genau zu bestimmen, wie ähnlich sich gewisse Sprachen oder Dialekte sind.

  • Aber man kann zum Beispiel den Wortschatz zweier Sprachen vergleichen und messen, wie gross oder klein der Anteil der gemeinsam verwendeten Wörter ist.
  • Nur ist bisher kein solcher Wortschatzvergleich für Hochdeutsch und schweizerdeutsche Dialekte gemacht worden.
  • Ausserdem bestehen Sprachen ja nicht nur aus dem Wortschatz, sondern auch aus Lautung, Satzbau oder Wortformen.

Diese Aspekte zu vergleichen, ist deutlich schwieriger als beim Wortschatz.

Ist Sächsisch ein Dialekt oder ein Akzent?

Viel Verwirrung rund um Sächsisch – Beim Blick auf eine deutsche Dialektkarte wird schnell klar, dass unsere Vorstellung von einem sächsischen Dialekt (wie so oft) nicht deckungsgleich mit der linguistischen Definition ist: In der Sprachwissenschaft werden die niederdeutschen Dialekte als Niedersächsisch klassifiziert, also die „platten” Dialekte, die im Norden Deutschlands gesprochen werden.

  1. Das hängt nicht etwa mit dem Bundesland Niedersachsen zusammen.
  2. Der Name kommt vom Volksstamm der Sachsen, der im ersten Jahrhundert im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande lebte.
  3. Dass heutzutage ein paar andere Gebiete den Namen Sachsen tragen, obwohl dort nicht vorrangig die Nachfahren dieses Volksstamms leben, ist einer dynastischen Namenswanderung zu verdanken: Der Titel des Herzogs von Sachsen ging 1180 erstmals an einen Fürsten außerhalb des alten Volksgebietes der Sachsen.

Mit späteren Fürsten wanderte dieser Titel geografisch immer weiter. Der Name Sachsen wurde aufgrund der Wichtigkeit des Titels (der mit der Ehre eines Kurfürsten verbunden war) auch auf die fürstlichen Länder und schließlich auf deren Bewohner übertragen.

  1. Das Sächsisch, das im Bundesland Sachsen gesprochen wird, wird zur Abgrenzung Obersächsisch genannt.
  2. Es gehört zu den ostmitteldeutschen Dialekten,
  3. Wenn von Angelsächsisch die Rede ist, wird dagegen auf die Angeln und Sachsen verwiesen, die vor langer Zeit Großbritannien besiedelt haben – es ist also der englische Sprach- und Kulturraum gemeint.

Verwirren dich die vielen verschiedenen sächsischen Dialekten schon jetzt? Dann versuchen wir es noch einmal klarer auszudrücken: Es geht im folgenden Artikel um die Mundarten im heutigen Bundesland Sachsen. Leider hört die Verwirrung damit nicht ganz auf.

Warum ist Kiezdeutsch kein Dialekt?

Fazit und Ausblick – Zusammenfassend lässt sich festhalten: Kiezdeutsch ist kein “falsches” oder “schlechtes” Deutsch. Kiezdeutsch ist eine sprachliche Varietät, die in sich stimmig ist. Wie jeder Dialekt ist es durch Abweichungen vom Standarddeutschen gekennzeichnet, diese sind aber systematisch und nicht bloße Fehler.

Die Abgrenzung zu Fehlern zeigte sich auch in einer Studie, in der wir Jugendlichen in Berlin-Kreuzberg unterschiedliche Sätze vorspielten, die entweder standarddeutsch waren oder typische Kiezdeutsch-Merkmale zeigten oder aber willkürliche grammatische Fehler enthielten. Kiezdeutsch wurde hier klar als eigene Varietät abgegrenzt: Die Jugendlichen akzeptierten die Standardsätze problemlos, erkannten die Kiezdeutschsätze und beschrieben sie als Teil ihres Sprachgebrauchs mit Freunden (“Ja, so sprechen wir manchmal.”) und lehnten dagegen die Fehlersätze durchgehend als falsch ab (“Nein! Also ganz ehrlich, woher haben Sie das denn?”).

Kiezdeutsch lässt sich somit auch auf der Ebene der Sprecherinnen und Sprecher klar von sprachlichen Fehlern abgrenzen und stellt als eigenständiger Dialekt kein Problem für das Standarddeutsche dar. Ein Problem ist es allerdings für die Jugendlichen, wenn sie neben dieser Jugendsprache nicht auch das Standarddeutsche beherrschen, das für ihre gesellschaftliche Teilhabe und ihr berufliches Fortkommen ja wesentlich ist.

  1. Die Landessprache erwerben Kinder gleich welcher Herkunft normalerweise in den ersten Lebensjahren, also lange vor Eintritt in die Schule; eine wichtige Fördermöglichkeit ist daher die frühkindliche Bildung in Krippen und Kindergärten.
  2. Bei Jugendlichen, die mit Kiezdeutsch vertraut sind, kann sich Sprachförderung, die später an der Schule noch geleistet wird, die grammatische Innovativität dieses Dialekts zu Nutze machen, um über den Vergleich mit Kiezdeutsch Kompetenzen im Standarddeutschen zu fördern.

: Kiezdeutsch – ein neuer Dialekt

Was heißt Dialekt auf Englisch?

Substantive
patois der Dialekt Pl.: die Dialekte
dialect der Dialekt Pl.: die Dialekte
Scouse – accent/dialect spoken in and around Liverpool Liverpooler Dialekt
IFRS dialects Pl. die IFRS- Dialekte Pl.

In welchem Dialekt sagt man wa?

Wa. Bedeutungen: märkisch, berlinisch, umgangssprachlich: verschliffene Floskel für die eingeschobene, rhetorische Frage „Gelt es? ‘, „Gilt es?

Welche sind die attraktivsten Dialekte?

Du möchtest dieses Profil zu deinen Favoriten hinzufügen? – Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde dich an, um neue Inhalte von Profilen und Bezirken zu deinen persönlichen Favoriten hinzufügen zu können.

29. August 2020, 08:00 Uhr

14 Bilder Dialekt sprechen ist stark verbreitet in Österreich. Fast jeder Österreicher beherrscht einen Dialekt, seinen eigenen findet er dabei besonders sexy. Eine Studie im Auftrag der Online-Partneragentur Parship.at findet jeder zweite zwei Dialekte besonders attraktiv.

Wie spricht man Sächsisch?

Wie spricht man Sächsisch? – Viele Sachsen sind “Gonsonandenschinder”. Die wohl wichtigste Ausspracheregel lautet: “De Weeschn besieschn de Hardn.” Heißt: Die weichen Konsonanten besiegen die harten. Aus K wird G, aus P wird B und aus T wird ein weiches D. Und: Vom Sachsen ist selten ein “ch” zu hören. Er sagt meistens “sch”.

Welches ist der beliebteste Dialekt?

Berlin – Wer Sächsisch spricht, hat es manchmal schwer: Mal bucht man Bordeaux statt Porto, und im Rest Deutschlands meinen vermeintliche Sprachgenies, schlecht imitiertes Sächsisch sei ein brillanter Partygag. Und nun müssen die Sachsen auch noch eine andere traurige Nachricht hinnehmen: Ihr Dialekt ist der unbeliebteste in Deutschland.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor, für die im September 1048 Bundesbürger befragt wurden. Demnach bezeichnen nur acht Prozent aller Deutschen Sächsisch als ihren Lieblings-Dialekt. Ebenfalls nicht viel besser wurden Berlinerisch (11 Prozent) und Kölsch (13 Prozent) bewertet.

Mit den Dialekten im Norden und Süden können sich die Deutschen dagegen am meisten anfreunden: Bayerisch mögen 27 Prozent der Befragten am liebsten, noch besser gefällt den Deutschen nur noch Norddeutsch. Die Mundart, wie sie zum Beispiel Hamburger sprechen, ist der Liebling von 29 Prozent.

Welche niederdeutschen Dialekte gibt es?

Sprachgebiet – Das historische Sprachgebiet des Niederdeutschen erstreckte sich von der IJssel bis nach Estland, Wegen Umsiedlung und Vertreibung der deutschen Bevölkerung im und nach dem Zweiten Weltkrieg ist die niederdeutsche Sprache in den heute zu Polen und Russland ( Oblast Kaliningrad ) gehörigen Gebieten sowie in den baltischen Staaten weitgehend ausgestorben. Die dialektale Einteilung der niedersächsischen Mundarten (Niederdeutsch ohne Niederfränkisch) nach 1945 Im Westen wird der niederdeutsche Sprachraum von der Rhein-IJssel-Linie (auch Einheitsplurallinie oder Westfälische Linie) begrenzt, jenseits derer niederfränkische Mundarten wie das Kleverländische, das Limburgische und Südgeldersche gesprochen werden.

  1. Die Rhein-IJssel-Linie beginnt am Veluwemeer, verläuft in den Niederlanden westlich von Apeldoorn und überschreitet die niederländisch-deutsche Grenze östlich von Isselburg,
  2. Nach einem Schwenk nach Nordosten läuft sie an Dorsten vorbei und durchzieht Oberhausen und Essen,
  3. Das im Oberhausener Südosten und Essener Nordwesten gesprochene Borbecksch Platt wird dem westfälischen Niederdeutsch zugerechnet.

Das im benachbarten Mülheim an der Ruhr gesprochene Mölmsch gehört bereits wie das ausgestorbene Duisburger Platt zum Kleverländischen. Im Oberbergischen Kreis stellt sich die Dialektlandschaft besonders vielschichtig dar (siehe Mundarten in Oberberg ).

An der Grenze des Oberbergischen Kreises zum Kreis Olpe kreuzt die Rhein-IJssel-Linie die Benrather Linie und vereinigt sich bei Hilchenbach an der Grenze zwischen dem Landkreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein mit der Benrather und der Bad Honnefer Linie, Etwas weiter östlich verschmilzt sie auch mit der Hunsrücker Schranke,

An diesem Kristallisationspunkt des Rheinischen Fächers scheidet sich das Sauerländer Platt (niederdeutsche Mundart) vom Siegerländer Platt ( Moselfränkisch ) und dem Wittgensteiner Platt ( Rheinfränkisch ). Östlich des Kreises Olpe bildet die Südgrenze des Niederdeutschen eine Isoglosse, in der die Benrather Linie, die Rhein-IJssel-Linie, die Bad Honnefer Linie und die Hunsrücker Schranke im Wesentlichen zusammenfallen.

Einen bemerkenswerten Verlauf nimmt die Benrather Linie in Brandenburg. Sie schwenkt dort nördlich um Berlin und trennt sich von den anderen Isoglossen, mit denen sie sich in Westdeutschland im Sauerland vereinigt hat. (Daher sagt man im Berlinerischen und Südmärkischen beispielsweise ik (niederdeutsch) für ich, jedoch machen (mitteldeutsch) statt maken,) In der Dialektologie ist es üblich, den niederdeutschen Sprachraum in zwei Untergruppen zu teilen, indem man die 1., 2.

und 3. Person Plural Präsens Indikativ der Verben als Indikator heranzieht:

  1. Die niedersächsischen Dialekte verwenden bis zu einer Linie, die von Lübeck über Magdeburg nach Halberstadt verläuft, mit wi mak(e)t, gi mak(e)t, se mak(e)t eine einheitlich auf -(e)t endende Pluralform.
  2. Die als Ostniederdeutsch definierten Dialekte verwenden ebenfalls einen Einheitsplural, der jedoch nicht auf -et, sondern auf -en endet, sodass es dort wi maken, gi maken, se maken heißt.

Die östlich der Rhein-IJssel-Linie liegenden niedersächsischen Mundarten werden von der politischen Grenze Deutschlands und der Niederlande durchschnitten. Die Varietäten im Nordosten der Niederlande gehören historisch gesehen zum Niederdeutschen. Linguisten kategorisieren sie als niedersächsische Varietäten in den Niederlanden und insofern als niederländische Dialekte.

  1. Das Niederländische als Dachsprache hat inzwischen einen erheblichen Einfluss auf die Aussprache dieser Varietäten, genauso wie umgekehrt die hochdeutsche Dachsprache auf die niederdeutschen Varietäten in Norddeutschland.
  2. Die traditionelle deutsche Dialektologie schlug häufig auch die sich westlich der Rhein-IJssel-Linie / Einheitsplurallinie anschließenden Mundarten dem Niederdeutschen zu, die demnach eine weitere, als Niederfränkisch bezeichnete Untergruppe bildeten, die jene Dialekte umfasst, die zum Beispiel für hochdeutsches „wir machen, ihr macht, sie machen” die Formen wej maken, gej maakt, sej maken (ndl.

wij maken, jij maakt, zij maken ) verwenden. Diese Zuordnung gilt heute als sprachwissenschaftlich und politisch überholt, da das Niederländische eine – vom Niederdeutschen unabhängige – Ausbausprache auf Grundlage niederfränkischer Mundarten ist. Zur Problematik der veralteten Zuordnung des Niederländischen und des damit eng verwandten (ebenfalls niederfränkischen) Niederrheinisch siehe auch: Zuordnung des Niederländischen, Zuordnung des Niederrheinischen und die Diskussion um den Begriff des Deutschniederländischen im Artikel Rhein-Maasländisch,

  • Die westfälischen Dialekte erscheinen als ausgesprochenes Beharrungsgebiet, da sie die altsächsischen a -Laute â und ā, die in den anderen niederdeutschen Dialekten sächsischer Herkunft verschwunden sind, bis heute bewahrt haben.
  • Das Ostfälische lässt sich mithilfe der Formenlehre vom eng verwandten Westfälischen und dem angrenzenden Nord- und Ostniederdeutschen abgrenzen: Während Letztere für das Personalpronomen in den Objektkasus mit dativischen Einheitsformen mi, di, u(n)s, ju verwenden, ist der Gebrauch von mik, dik, üsch, jük typisch ostfälisch.

Allgemein gilt, dass alle westniederdeutschen Dialekte, die nicht über west- und ostfälische Kennzeichen verfügen, als Nordniedersächsisch eingeordnet werden. Das westfälische Westmünsterländisch zeigt darüber hinaus zahlreiche Eigenschaften, die es mit dem angrenzenden (niederfränkischen) Niederrheinisch verbinden.