Wie Viele Galaxien Gibt Es?

Wie Viele Galaxien Gibt Es
Wie viele Galaxien wie die Milchstraße gibt es im Universum? Die Milchstraße ist eine Spiralgalaxie, in der sich Gaswolken und helle Sterne in mehreren Spiralarmen konzentrieren. Es gibt Galaxien aber auch in anderen Formen – Balkengalaxien, elliptische Galaxien und unregelmäßig geformte Systeme.

Beispiele für solche irregulären Galaxien sind die beiden am Südhimmel sichtbaren Magellanschen Wolken – kleine Begleiter unserer Milchstraße. Auf Grundlage sehr lang belichteter Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble haben Forschende abgeschätzt, dass es im gesamten sichtbaren Universum etwa 200 Milliarden Galaxien gibt.

Ausgehend von unserer kosmischen Nachbarschaft könnten Spiralgalaxien bis zu 70 Prozent davon ausmachen. Allerdings lassen Computersimulationen der kosmischen Entwicklung vermuten, dass es sehr viele kleine, schwach leuchtende Galaxien gibt, die bislang der Entdeckung entgangen sind.

Wie viel Galaxien gibt es in der Milchstraße?

Was ist eine Galaxie und wie viele gibt es? Die Milchstraße, die Galaxie, in er sich unser Sonnensystem befindet, gehört zur Gruppe der Spiralgalaxien. Man vermutet, dass allein unsere Milchstraße etwa 100 Milliarden Sterne enthält. Jannik, 8 Jahre, möchte wissen, was es im noch gibt.

  1. Hier kommt unsere Antwort: Galaxien sind Gebilde, die bis zu mehreren Dutzend Milliarden Sterne enthalten.
  2. Die Galaxie, in der sich unser Sonnensystem befindet, nennen wir Milchstraße.
  3. Sie enthält, neben der Sonne, etwa weitere 200 Milliarden Sterne.
  4. Die Milchstraße ist Teil der sogenannten “lokalen Gruppe”.

Dazu gehören etwa 30 Galaxien mit ihrerseits jeweils über 100 Milliarden Sternen. Eine solche Zusammenballung nennt man auch “galaktischen Haufen”.

Wie viele Galaxien und Planeten gibt es?

Veröffentlicht am 20.02.2011 | Lesedauer: 2 Minuten Allein in unserer Galaxie gibt es nach Erkenntnissen von Astronomen mindestens 50 Milliarden Planeten. Davon liegen viele in einer Zone, in der Leben möglich wäre. U S-Wissenschaftler haben den ersten Zensus im Weltraum erhoben und dabei eine astronomische Zahl ermittelt: Allein in unserer Galaxis könnte es nach Schätzungen der Astronomen mindestens 50 Milliarden Planeten geben.

Von diesen liegen wiederum mindestens 500 Millionen in der bewohnbaren Zone. Dort ist es weder zu heiß noch zu kalt, so dass dort Leben existieren könnte. Das geht aus vorläufigen Daten des NASA-Teleskops „Kepler” hervor. Die Astronomen ermittelten die Zahl der Planeten, die sie im ersten Jahr der Beobachtung eines kleinen Teils des Himmels gefunden hatten, und schätzten dann, wie wahrscheinlich es ist, dass Sonnen von Planeten umkreist werden, wie „Kepler”-Wissenschaftler William Borucki am Samstag auf einer Tagung in Washington erläuterte.

Sie kamen zu dem Ergebnis, dass jede zweite Sonne Planeten um sich hat und dass jeder 200. Stern Planeten in einer Zone hat, die das Entstehen von Leben ermöglichen könnte. Lange Zeit wurde vermutet, dass es in unserer Milchstraße mindestens 100 Milliarden Sonnen gibt.

  • Inzwischen glauben die Forscher, dass es wohl eher 300 Milliarden Sonnen sind – allein in unserer Galaxis.
  • Und die Astronomen schätzen die Zahl der Galaxien im Universum auf 100 Milliarden.
  • Epler” ist ein Teleskop, das speziell für die Suche nach Planeten entwickelt wurde.
  • Es registriert, wenn ein Planet vor seiner Sonne vorbei zieht.

Bislang hat „Kepler” 1.235 mögliche Planeten entdeckt, von denen 54 in einer Zone liegen, in der Leben möglich wäre. Aber das sind vermutlich noch lange nicht alle, erklärte Borucki. Denn wenn „Kepler” 1.000 Lichtjahre entfernt wäre und auf unsere Sonne blicken und dabei die Venus entdecken würde, dann stünden die Chancen eins zu acht, dass er auch die Erde bemerken würde.

Wie viele Galaxien gibt es noch?

100 Milliarden Galaxien – Wir haben also einen gewissen Horizont, der dadurch bedingt ist, dass Licht von den entferntesten Objekten ja höchstens 14 Milliarden Jahre (das ist das Alter des Universums) Zeit hatte, zu uns zu gelangen. Deswegen überblicken wir nur einen gewissen Bereich.

Was ist das größte in der Galaxie?

Eine Galaxie und noch mehr – Um zu bestimmen, welches das größte Objekt im Universum ist, muss man allerdings wissen, wie man den Begriff „Objekt” definieren möchte. Eine Galaxie kann sicherlich in diese Kategorie fallen. Der Durchmesser der galaktischen Scheibe unserer Milchstraße ist schwindelerregend: mehr als 105.000 Lichtjahre.

  1. Aber unsere Galaxie, ihr galaktischer Halo, würde sich in Wirklichkeit über einen Radius von etwa 520.000 Lichtjahren erstrecken.
  2. Das sind 5×1018 Kilometer! Die größte bislang bekannte Galaxie ist eine elliptische Galaxie, die unter dem Namen IC 1101 bekannt ist.
  3. Sie befindet sich etwa 1 Milliarde Lichtjahre von unserer Erde entfernt im Sternbild Schlange.

Ihr Durchmesser beträgt 6 Millionen Lichtjahre. Und wenn wir noch einen Schritt weiter gehen, können wir die Große Herkuleswand-Boreale Krone als das größte Objekt in unserem Universum bezeichnen. Genauer gesagt, die größte Struktur unseres beobachtbaren Universums.

Was ist noch größer als das Universum?

Das Universum Das Universum ist alles, was wir anfassen, fühlen, wahrnehmen, messen oder erkennen können. Dazu gehören Lebewesen, Planeten, Sterne, Galaxien, Staubwolken, Licht und sogar die Zeit. Vor der Geburt des Universums gab es weder Zeit noch Raum oder Materie.

Das Universum umfasst Milliarden von Galaxien, von welchen jede einzelne Millionen oder Milliarden Sterne enthält. Der Raum zwischen den Sternen und Galaxien ist größtenteils leer. Doch selbst an weit von Sternen und Planeten entfernten Orten befinden sich vereinzelte Staubteilchen oder einige wenige Wasserstoffatome pro Kubikzentimeter.

Der Weltraum ist auch von Strahlung (z.B. Licht und Wärme), Magnetfeldern und sehr energiereichen Teilchen (z.B. kosmischen Strahlen) erfüllt. Das Universum ist unvorstellbar groß. Ein modernes Kampfflugzeug bräuchte mehr als eine Million Jahre, um den der Sonne nächsten Stern zu erreichen.

Selbst mit Lichtgeschwindigkeit (300.000 km pro Sekunde) würde es 100.000 Jahre dauern, nur unsere Milchstraßengalaxie zu durchqueren. Niemand kennt die genaue Größe des Universums, da wir den Rand nicht sehen können – wenn es denn überhaupt einen gibt. Wir wissen lediglich, dass das sichtbare Universum mindestens 93 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser groß ist.

(Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegt – das sind etwa neun Billionen Kilometer.) Das Universum hat nicht immer die gleiche Größe gehabt. Die Wissenschaftler glauben, dass es mit dem Urknall begann, der vor fast 14 Milliarden Jahren stattgefunden hat.

Wie heißt unser Universum?

Weltall ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Die Bezeichnung Weltall wird auch mit der Bedeutung von Weltraum verwendet.

Universum
Das Bild Hubble Ultra Deep Field bietet einen sehr tiefen Blick ins Universum. (Das Foto umfasst einen Raumwinkel, der ungefähr dem 150. Teil der durchschnittlichen Mondscheibe entspricht.)
Physikalische Eigenschaften (bezogen auf das beobachtbare Universum )
Radius > 46,50 Mrd. Lj
Masse (sichtbar) ca.10 53 kg
Mittlere Dichte ca.4,7 · 10 −27 kg / m 3
Alter 13,787 ± 0,020 Mrd. Jahre
Anzahl Galaxien ca.2 Bio.
Temperatur Hintergrundstrahlung 2,72548 K

Das Universum (von lateinisch universus ‚gesamt‘ ), auch der Kosmos oder das Weltall genannt, ist die Gesamtheit von Raum, Zeit und aller Materie und Energie darin. Das beobachtbare Universum beschränkt sich hingegen auf die vorgefundene Anordnung aller Materie und Energie, angefangen bei den elementaren Teilchen bis hin zu den großräumigen Strukturen wie Galaxien und Galaxienhaufen,

Die Kosmologie, ein Teilgebiet sowohl der Physik als auch der gegenwärtigen Philosophie der Naturwissenschaften, befasst sich mit dem Studium des Universums und versucht Eigenschaften des Universums wie beispielsweise die Frage nach der Feinabstimmung der Naturkonstanten zu beantworten. Die heute allgemein anerkannte Theorie zur Beschreibung der großräumigen Struktur des Universums ist das Standardmodell der Kosmologie,

Sie beruht auf der allgemeinen Relativitätstheorie in Kombination mit astronomischen Beobachtungen. Auch die Quantenphysik hat wichtige Beiträge zum Verständnis speziell des frühen Universums der Zeit kurz nach dem Urknall geliefert, in dem die Dichte und Temperatur sehr hoch waren.

In welcher Galaxie sind wir?

Edwin Hubble, der 1923 erstmals durch sein großes Spiegelteleskop entdeckte, dass der Andromedanebel ein eigenes Sternensystem ist, erforschte in den folgenden Jahren noch viele fremde Galaxien. Und er legte eine Klassifikation für ihre unterschiedlichen Typen fest, die im Wesentlichen bis heute gültig ist: Spiralgalaxien, Balkenspiralgalaxien, elliptische Galaxien und irreguläre Galaxien.

Was verbirgt sich hinter dem Universum?

Nichts, weil es ein ‘dahinter’ gar nicht gibt. Im Wort ‘Weltall’, wie auch im Wort ‘Universum’, steckt die Bedeutung ‘alles’. Das Weltall umfasst alles.

Wie viele Galaxien gibt es NASA?

Eine Galaxie ist eine durch Gravitation gebundene große Ansammlung von Sternen, Planetensystemen, Gasnebeln, Staubwolken, Dunkler Materie und sonstigen astronomischen Objekten mit einer Gesamtmasse von typischerweise 10 9 bis 10 13 Sonnenmassen (M ☉ ).

Ihr Durchmesser kann mehrere hunderttausend Lichtjahre betragen. Während große Galaxien häufig die Struktur von Spiralen ausbilden, sind Zwerggalaxien zumeist von irregulärem Typ, Daneben existieren weitere Arten und Formen, Die Milchstraße, Heimatgalaxie unseres Sonnensystems, ist eine Balkenspirale von rund 1,5 Billionen M ☉ mit etwa 250 Milliarden Sternen.

Von der Erde aus lassen sich mit aktueller Technik mehr als 50 Milliarden Galaxien beobachten. Seit 2016 geht die Forschung davon aus, dass sich im beobachtbaren Universum ca. eine Billion Galaxien befinden. Die Bezeichnung entstammt dem gleichbedeutenden altgriechischen ὁ γαλαξίας κύκλος ho galaxías kyklos und geht auf eine antike Sage zurück, wonach es sich dabei um die verspritzte Milch ( γάλα gála ) der Göttin Hera handelt, als diese Herakles stillen wollte.

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Wie viele Universum gibt es?

Es existiert in der Annahme nicht nur ein Universum, sondern gleich mehrere oder unendlich viele Universen. Das übersteigt unsere Vorstellungskraft. Ein Paralleluniversum wäre demzufolge ein Universum außerhalb unseres Universums.

Hat jede Galaxie eine Sonne?

Galaxien: Die Milchstraße und ihre Schwestern im Universum einfach erklärt – Eine Galaxie ist eine Ansammlung von unendlich vielen Sternen, Diese Sterne bilden zusammen ein System. Die häufigste Form, in der Galaxien im Universum erscheinen, sind Spiralgalaxien. Hier drehen sich alle Sterne um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Dreidimensionales Rendering der Milchstraße. © imago Dieses Zentrum ist zumeist ein supermassives Schwarzes Loch, das mit seiner enormen Masse eine unvorstellbare Gravitationswirkung auf alle Sterne der Galaxie ausübt und sie somit in stabilen Umlaufbahnen hält.

Was ist die kleinste Galaxie der Welt?

Zum ersten Mal haben Astrophysiker nun ein Schwarzes Loch in einer ultrakompakten Zwerggalaxie entdeckt.21 Millionen Sonnen ist es schwer. Damit ist M60-UCD1 die kleinste bekannte Galaxie, in der ein Schlucker dieser Größe gefunden wurde (Seth et al., 2014).

Was ist die schönste Galaxie?

Was ist die schönste Galaxie im Universum? – M83 ist eine der schönsten Spiralgalaxien. Es wurde 1752 vom Astronomen Nicolas Louis de Lacaille am Kap der Guten Hoffnung (heute Kapstadt) in Südafrika entdeckt. Charles Messier wurde einige Zeit später auf diese Galaxie aufmerksam und nahm sie unter dem Namen M83 in seinen berühmten Katalog auf.

Ist die Galaxie unendlich?

Wie kann man sich das vorstellen – die unendliche Ausdehnung? – Das Weltall ist unendlich. Unendlich ist aber keine große Zahl, keine Quantität, wie man so schön sagt, sondern eine Qualität. Wenn Sie unendlich mit 2 multiplizieren, kommt immer noch unendlich raus.

  1. Und wenn Sie davon 50 abziehen, ist es immer noch unendlich.
  2. Unendlich ist also keine Zahl, die irgendwie festzumachen ist.
  3. Das Universum ist schon unendlich groß und dehnt sich in sich selbst aus.
  4. Das ist tatsächlich unvorstellbar, aber es ist kein Rand nötig, wohin sich das ausdehnt.
  5. Es gibt einfach nur das Universum und das kann sich in sich selbst ausdehnen.

: Dehnt sich das Universum unendlich aus?

Hat das All ein Ende?

Wo endet eigentlich das Universum? Raul Schneeberg aus Pankow möchte wissen, ob das Weltall tatsächlich unendlich ist. Vom Institut für theoretische Physik antwortet Prof. Dr. Robert Schrader. Die moderne Forschung zur Frage nach der Struktur des Universums beginnt 1917 mit Albert Einstein.

Er postulierte, was man heute das kosmologische Prinzip nennt: Im Mittel großer Abstände sieht das Universum überall und in alle Richtungen gleich aus. Gemäß diesem Postulat hat das Universum keinen Rand, sprich kein Ende. Bestätigt wurde diese Annahme der Homogenität im Jahre 1926 vom amerikanischen Astronomen Edwin Hubble.

Bei seinen Beobachtungen darüber, wie sich Galaxien im All verteilen, fand er keinen Hinweis auf einen Rand des Weltalls. Er war es auch, der feststellte, dass sich Galaxien umso schneller entfernen, je weiter sie von uns entfernt sind. Moderne Untersuchungen von Lichtsignalen, die über 13 Milliarden Jahre durch das All gereist sind, haben dieses bekräftigt.

  • Der belgische Priester und Physiker Georges Lemaître, der als Begründer der Urknalltheorie gilt, hat dieses Phänomen 1927 in Anwendung der allgemeinen Relativitätstheorie als eine Expansion eines endlichen Universums gedeutet.
  • Die allgemeine Relativitätstheorie sagt im Großen und Ganzen vorher, dass die im Raum vorhandenen Massen wegen ihrer gegenseitigen Anziehung diesen krümmen.

Die Endlichkeit kann man daher so verstehen, dass die Galaxien das Weltall gewissermaßen so weit nach innen biegen, bis es sich in sich schließt. Anschaulich kann man sich das Universum wie die Oberfläche eines Luftballons vorstellen. Die Expansion interpretieren Astrophysiker als Ergebnis einer explosionsartigen “Geburt” (big bang) des Universums vor 13 Milliarden Jahren und entspricht dabei dem Aufblasen des Luftballons.

  1. Neueste astronomische Messungen deuten darauf hin, dass sich diese Expansion zurzeit sogar noch beschleunigt.
  2. Verursacht wird sie vermutlich durch eine so genannte “dunkle Energie”, die abstoßend wirkt.
  3. Ihre Herkunft und somit weitere physikalische Eigenschaften versteht man derzeit allerdings noch nicht.

Sie konkurriert mit den üblichen Massen als auch mit der ebenfalls anziehenden, nicht sichtbaren aber trotzdem nachgewiesenen “dunklen Materie”. Falls letztere sich durchsetzen, könnte das dazu führen, dass das Universum in einem Punkt kollabiert (“big crunch”).

Wo fängt das All an?

Die Kármán-Linie Auf der einen Seite gibt es da nämlich eine Festlegung. Der internationale Luftsportverband Fédération Aéronautique Internationale (FAI) hat für sich entscheiden: Die Grenze vom Luft- zum Weltraum liegt demnach bei einer Höhe von 100 Kilometern.

Wird das Universum ewig leben?

Physik der Unsterblichkeit, ewige Wiederkehr und eine unendliche Zahl an Doppelgängern von jedem von uns: Kosmologen entwerfen kühne Theorien über fernste Räume und Zeiten. „Man muß sich beeilen, wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet.” Diese Bemerkung des französischen Malers Paul Cezanne stammt zwar aus dem ausgehenden 19.

  • Jahrhundert, hat aber geradezu visionäre Kraft.
  • Denn die neuen Erkenntnisse der Kosmologie deuten darauf hin, daß künftig tatsächlich immer mehr vom Universum aus unserem Blick verschwinden wird – weil es sich auflöst oder hinter den Horizont des Beobachtbaren entweicht.
  • Zugleich nimmt die verfügbare Energie ab, und das bedroht die Existenz aller Lebensformen im All.

Bis dahin werden noch Äonen vergehen. Doch Kosmologen zerbrechen sich bereits heute den Kopf darüber, ob dieses Ende unvermeidlich ist. Die Zukunft des Universums hängt vor allem davon ab, ob – und wie schnell – der Weltraum sich immerfort ausdehnt und ob er unendlich ist.

Beide Fragen lassen sich noch nicht definitiv beantworten. Aber die aktuellen Forschungsergebnisse legen nahe: Wir leben in einem unendlich großen Universum, dessen Expansion niemals aufhören wird. Dafür sprechen die Temperaturmuster in der Kosmischen Hintergrundstrahlung – jener Flut von Photonen, die aus dem Feuerballstadium des frühen Universums übrig geblieben sind und noch heute das All durchfluten – sowie die aktuellen Messungen der Materie und der Energie im Universum (bild der wissenschaft 7/2001, „Die mysteriöse Dunkle Energie”).

Dann ist die Zukunft des Universums wahrlich düster: Die Sterne strahlen nicht ewig, und der Rohstoff für neue Sonnen ist begrenzt. In etwa 100 Billionen Jahren, wenn das Weltall 10000mal älter ist als heute, gehen buchstäblich die Lichter aus. Nur finstere Sternleichen – Schwarze Zwerge, Neutronensterne und Schwarze Löcher – treiben dann durchs All.

  • Selbst wenn unsere fernen Nachkommen – falls es welche geben sollte – das Ende der Sonne in etwa sieben Milliarden Jahren überleben und die Milchstraße besiedeln könnten, ginge ihnen allmählich die Energie aus.
  • Sogar die Materie wird wohl zerfallen und die Schwarzen Löcher verdampfen (bild der wissenschaft 6/1999, „Die sechs Epochen der Ewigkeit”).

Die neuen Erkenntnisse der Kosmologen werfen ein weiteres Problem auf: Viele Beobachtungen deuten darauf hin, daß sich das Weltall nicht nur fortwährend, sondern auch immer schneller ausdehnt. Der Raum zwischen den Galaxienhaufen – die nicht durch die Schwerkraft zusammengehalten werden wie etwa die Galaxien selbst – wächst folglich so rasant, daß sie im Lauf der Zeit jeglichen Kontakt verlieren.

  1. Selbst das Licht ist nicht schnell genug, um die dunklen Abgründe noch zu überwinden.
  2. Deshalb werden alle intelligenten Zivilisationen weder Energie noch Licht oder andere Signale aus dem Weltraum jenseits ihres Galaxienhaufens mehr empfangen können.
  3. Diese kosmische Isolation kommt zwar erst nach dem Tod unserer Sonne, aber viel früher als das Ende aller Sterne: schon dann, wenn unser Universum ungefähr 200mal älter ist als heute.

Künftige Astronomen werden sich also beeilen müssen, um noch Kunde vom fernen Kosmos zu erhaschen, bevor das letzte Licht verschwindet – passend zum Cezanne-Zitat. „Dann sind wir auf einer kleinen kosmischen Insel mit nichts um uns herum als dunkler, leerer Raum – eine trostlose Aussicht”, sagt Freeman J.

Dyson vom Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey – ein Pionier der Erforschung des Kosmos und Lebens in ferner Zukunft. „Zivilisationen, die auf eine so kleine Insel beschränkt sind, können mit begrenzter Energie nicht überleben.” Selbst immer weiter ausgreifende extragalaktische Energiebeschaffungsmaßnahmen nach dem Ende der Sterne wären zum Scheitern verurteilt – die Expansion liefe ihnen davon.

Hinzu kommt, daß ein beschleunigt expandierendes Universum aufgrund seiner Vakuumenergie nicht beliebig kalt werden kann. Die für jeden technischen und jeden Lebensprozeß notwendige Abwärme könnte nicht mehr abfließen – Informationsverarbeitung und Stoffwechsel gleich welcher Form würden dann unmöglich, denn das Energie- und Wärmegefälle, das Motor allen Lebens ist, gliche sich aus.

  1. Die kosmischen Aussichten sind also im unmittelbaren wie im übertragenen Sinn düster.
  2. Der Zerfall und damit die Maximierung der Entropie – das physikalische Maß für die Unordnung eines Systems – erscheinen unaufhaltsam.
  3. Doch jüngst haben Kosmologen einige abenteuerliche Möglichkeiten entdeckt, warum das große Sterben vielleicht trotzdem nicht überall stattfindet.
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Der Schlüssel dazu wäre die Unendlichkeit des Weltraums und eine ihm womöglich innewohnende Verjüngungsfähigkeit. Viele dieser spannenden und mitunter ziemlich paradox anmutenden Spekulationen stammen von Alexander Vilenkin, Professor an der Tufts University in Medford, Massachusetts, und seinen Mitarbeitern.

Kosmische Lotterie_ In einem unendlich großen Universum ist der Kältetod nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Denn die Entropie ist eine statistische Größe: Sie nimmt zwar statistisch gesehen unweigerlich zu, doch sie kann örtlich und zeitlich begrenzt an einzelnen Stellen im Universum zufällig auch einmal abnehmen.

„Wärme strömt von einem heißeren zu einem kälteren Körper, bis die Temperaturen beider Körper schließlich gleich sind. Aus den Temperaturunterschieden läßt sich dann keine Energie mehr gewinnen. Doch manchmal kehrt sich der Wärmefluß um”, erläutert Alexander Vilenkin.

  • Die Wahrscheinlichkeit dafür sei sehr gering, so daß man dies praktisch nie beobachtet.
  • Aber es gebe eine endliche Wahrscheinlichkeit – wenn auch winzig klein –, daß solche Fluktuationen geschehen.
  • Das wird auch in ferner Zukunft so sein, und Kraftwerke mancher künftigen Zivilisationen werden davon profitieren.

Solange dies geschieht, werden sie nicht ohne Energie dastehen. Ich muß aber betonen, daß wir hier über wirklich astronomisch kleine Wahrscheinlichkeiten sprechen – viel kleiner als die Chancen dafür, daß ein Affe durch zufälliges Tippen auf der Schreibmaschine das Drama ‚Hamlet‘ hervorbringt.” Diese winzige Wahrscheinlichkeit ist für einen Visionär vom Schlage Vilenkins freilich kein Gegenargument.

Denn wenn das Universum unendlich groß ist, werden solche Ereignisse zwangsläufig irgendwo ablaufen. Das ist eine der frappierendsten und paradox anmutenden Konsequenzen der Unendlichkeit: Was im Rahmen der Naturgesetze nicht unmöglich ist, so gering die Chancen dafür auch sein mögen, wird geschehen – sogar unendlich oft.

In Anbetracht der Unendlichkeit ist die Winzigkeit der Wahrscheinlichkeit also nicht relevant. Eine plötzlich irgendwo auftretende Entropie-Umkehr wäre eine Art kosmischer Lotteriegewinn, der die Lebensaussichten der Glücklichen, die sie nutzen könnten, beträchtlich erhöhen würde.

Freilich werden unsere fernen Nachkommen höchstwahrscheinlich nicht zu den Glücklichen gehören – die Statistik spricht gegen sie. Aber anderswo ginge es immerhin weiter. „Die Wahrscheinlichkeit ist endlich für jedes endliche Zeitintervall, und deshalb sollte es eine unendliche Zahl von Regionen im Universum geben, wo die Möglichkeit zur Wirklichkeit wird”, sagt Vilenkin.

Eine Überlebensgarantie für alle Ewigkeit sei dies aber nicht: „Für eine unendliche Zeit wird die Wahrscheinlichkeit null, daher läßt sich hier keine Aussage mehr machen.” Das Produkt von Null mal unendlich ist mathematisch nämlich nicht definiert – und auch nicht definierbar, weil es sonst zu Widersprüchen käme.

  • Das Lotterie-Universum als Konsequenz der Unendlichkeit mutet schon einigermaßen bizarr an.
  • Doch aus der Unendlichkeit des Weltraums lassen sich noch wesentlich seltsamere Schlußfolgerungen ziehen – und Vilenkin hat das auf die Spitze getrieben.
  • Doppelgänger-Welten_ Unser heutiges Universum ging aus einem heißen Meer aus Strahlung und Elementarteilchen hervor, die mit dem Urknall entstanden sind.

Ungefähr 300 000 Jahre danach hatte sich das All aufgrund seiner Ausdehnung soweit abgekühlt, daß die Atomkerne die freien Elektronen einfangen konnten und Materie und Strahlung sich entkoppelten – das Universum wurde durchsichtig. Damals war das Weltall noch fast gleichförmig.

Das beweist die außerordentliche Homogenität der Kosmischen Hintergrundstrahlung. Im Lauf der Jahrmilliarden haben sich aus winzigen, zufälligen Verdichtungen in der fast gleichförmig verteilten Materie Sterne und Galaxien zusammengeballt (bild der wissenschaft 5/2001, „Die kannibalische Milchstraße”).

Allmählich wurden schwerere Elemente im Inneren von Sternen erbrütet: Rohstoff für die Entstehung von Planeten und schließlich auch Lebensformen. So entwickelten sich im Lauf der Zeit viele unterschiedliche lokale „Geschichten” – durch Ursache und Wirkung miteinander zusammenhängende physikalische Abläufe.

  1. Die Geschichte unserer Erde einschließlich unserer selbst ist nur ein Beispiel von unzähligen solchen Ereignisfolgen im Universum.
  2. Doch wie viele solcher Geschichten sind möglich? Und wie viele davon ereignen sich wirklich? Beim Nachdenken über diese Fragen im Rahmen von Physik und Kosmologie kam Alexander Vilenkin zu einem erstaunlichen Ergebnis: Auch wenn das Universum unendlich groß ist, so ist die Anzahl der unterschiedlichen Geschichten seit dem Urknall doch endlich.

Und wenn unser Universum unendlich groß ist, wiederholt sich jede einzelne Geschichte unendlich oft. Mehr noch: Auch alle möglichen ähnlichen Geschichten ereignen sich – und zwar ebenfalls unendlich oft. „Wenn man knapp einem Unfall entkommen ist, dann waren die Doppelgänger anderswo mit nahezu derselben Vergangenheit weniger glücklich.

Und es gibt unendlich viele Regionen im Universum, in denen Al Gore der Präsident der USA ist und Elvis Presley noch lebt.” Vilenkin begründet diese verblüffenden Überlegungen folgendermaßen: Ein unendliches Universum besteht aus unendlich vielen O-Regionen. „Der Buchstabe O steht für,observable‘ (beobachtbar).

Jede O-Region ist eine endliche Region in Raum und Zeit, vergleichbar mit dem beobachtbaren Teil des Universums.” Andere Bereiche des Universums, die so weit weg sind, daß die Zeit noch nicht reichte, um mit ihnen in Wechselwirkung zu treten, sind für uns unbeobachtbar (siehe Kasten „Rückblickszeit und getrennte Welten” auf der nächsten Seite).

  1. Önnten die Geschichten sich beliebig fein voneinander unterscheiden, wäre ihre Zahl in einer endlichen O-Region unendlich.
  2. Denn eine Beschreibung physikalischer Abläufe kann im Rahmen der klassischen Physik beliebig detailliert sein.” Doch die Quantenphysik, die für die Vorgänge im atomaren und subatomaren Bereich zuständig ist, setzt hier Grenzen.

Nicht jede beliebige Genauigkeit ist gemäß dieser Gesetze möglich. „Wenn sich zwei Geschichten zu ähnlich sind, können sie aufgrund der Heisenbergschen Unschärferelation prinzipiell nicht unterschieden werden.” Vilenkins Folgerung: „Die Zahl der verschiedenen Geschichten in einer endlichen Region von Raum und Zeit ist endlich.” Das hieße aber, wenn Vilenkin recht hat: Alles, was im Rahmen der Naturgesetze bislang in unserem Universum möglich war, hätte sich auch ereignet – und zwar unendlich oft.

Dieser Artikel, den Sie, lieber Leser, gerade vor Augen haben, wäre dann schon unendlich oft – unabhängig voneinander – geschrieben und gedruckt worden. Es gäbe auch unendlich viele Versionen mit mehr Druckfehlern als in diesem Heft. Und Sie selbst wären nur in unserer begrenzten Region des Universums einmalig.

In unendlich vielen anderen O-Regionen würden Sie jetzt vielleicht ebenfalls ungläubig den Kopf schütteln oder mit Schrecken an die unendlich vielen Steuererklärungen und Verkehrsstaus dort draußen denken. Ob diese Unendlichkeit der Doppelgänger wirklich existiert, ist im Augenblick nicht beweisbar.

  • Trotzdem lassen sich Vilenkins Überlegungen nicht einfach als windige Gedankenspielereien abtun.
  • Wenn seine Prämissen zutreffen – die Unendlichkeit und Homogenität des Universums und die Gültigkeit der Quantentheorie –, drängt sich die Wahrheit der Schlußfolgerungen auf.
  • So verwundert es nicht, daß manche Kosmologen vor den Konsequenzen eines unendlichen Universums zurückzucken.

Wolfgang Priester von der Universität Bonn beispielsweise wird nicht müde zu betonen, daß die bisherigen Beobachtungsdaten nicht genau genug seien und sich auch mit einem zwar unbegrenzten, aber endlichen Kosmos vereinbaren ließen, „mit einer endlichen Anzahl von Sternen und Galaxien”.

Dann gäbe es zwar keine Doppelgängerwelten – aber auch kein ewiges Leben. Doch womöglich vermag das Universum sich selbst zu erneuern? Recycling-Universen_ Nach einer spekulativen, aber von vielen Kosmologen favorisierten Hypothese hat sich das Universum für einige Sekundenbruchteile nach dem Urknall „exponentiell” ausgedehnt – mit vielfacher Überlichtgeschwindigkeit.

Das ist kein Widerspruch zur Relativitätstheorie, da sich dabei nicht Dinge im Raum schneller als das Licht bewegten, sondern der Raum selbst es war, der überlichtschnell expandierte. Diese „Inflations-Ära” (lateinisch „inflare” = aufblähen) kam zu einem jähen Ende – etwa 10-34 Sekunden nach dem Urknall, als die einst vereinheitlichte Naturkraft sich in die heute getrennten vier Wechselwirkungen aufzuspalten begann.

Doch diese zwar kurze, aber heftige Aufblähung des Weltraums hat den Theoretikern zufolge die heute beobachtbare Gleichförmigkeit des frühen Universums erst ermöglicht. Dafür sprechen auch jüngste Vermessungen der Kosmischen Hintergrundstrahlung (bild der wissenschaft 6/2001, „ Die flache Welt”). Alexander Vilenkin hat bewiesen, daß diese Inflation, wenn sie wirklich stattfand, immer nur lokal aufhört: Dort bilden sich riesige Bereiche des uns vertrauten Weltraums aus; Vilenkin nennt sie „thermalisierte Regionen”.

Unser gesamtes beobachtbares Universum ist nur ein winziger Bereich einer einzigen – womöglich unendlich großen – thermalisierten Region. Das „falsche Vakuum” zwischen diesen Bereichen expandiert dagegen weiterhin exponentiell und kann immer neue thermalisierte Regionen hervorbringen.

  1. Vilenkin spricht von „ewiger Inflation”.
  2. Diese endlose Aufblähung mit immer neu sich herauskristallisierenden, womöglich unendlich großen Teiluniversen übersteigt das menschliche Vorstellungsvermögen.
  3. Doch Vilenkin fügt diesen Unermeßlichkeiten noch eine weitere hinzu: In einem Universum, das sich durch die von Albert Einstein eingeführte Kosmologische Konstante beschleunigt ausdehnt (bild der wissenschaft 6/1999, „Neue Beweise für ein explodierendes All” ), gibt es eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, daß sich aufgrund eines Quantentunneleffekts aus der Raumzeit Blasen ausstülpen und abnabeln.
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„Jede dieser exponentiell expandierenden Blasen entwickelt sich zu einem Universum mit seiner eigenen ewigen Inflation. Es bildet unendlich viele thermalisierte Regionen aus, mit unendlich vielen Galaxien. Auch aus diesen Regionen können sich neue inflationäre Blasen abspalten, aus diesen wieder welche und so weiter.” Wie Hefezellen sprießen die Universen aus diesem seltsamen kosmischen Teig.

  1. Vilenkin hat für die Ganzheit dieser endlosen Reproduktionskette den Begriff „Recycling-Universum” geprägt.
  2. Das Recycling-Universum hat ihn und drei seiner Mitarbeiter auf die abenteuerliche Idee gebracht, ob man nicht Botschaften an künftige Zivilisationen in anderen thermalisierten Regionen in den neuen kosmischen Blasen senden könnte.

Zwischen den thermalisierten Regionen innerhalb eines Universums ist dies unmöglich, weil die Inflation des falschen Vakuums dazwischen jeder Botschaft gleichsam davonläuft. Außerdem kann nichts die Raumzeit-Grenzen einer thermalisierten Region erreichen oder gar überwinden, da diese gewissermaßen den Urknall und das Ende der Inflation dieser thermalisierten Region darstellen.

Doch die Teiluniversen, die sich in der Zukunft einer thermalisierten Region befinden, sind theoretisch erreichbar. „Hinreichend stabile Container vorausgesetzt, könnten wir diesen jungen Universen Botschaften schicken, wenn diese zufällig in eine sich neu bildende Blase geraten”, haben Vilenkin und seine Mitarbeiter überlegt.

„Die Adressaten könnten es später genauso machen, und so würde sich ein immer weiter verzweigendes kosmisches Informationsnetz herausbilden. Damit wären unsere Erkenntnisse mit dem Sterben unseres Universums nicht für immer verloren.” Mit Überschlagsrechnungen haben sich die phantasievollen Kosmologen ihre Hoffnung jedoch zunichte gemacht.

Die Abschätzungen zeigen, daß die Aussichten für eine solche transkosmische Einbahnstraßen-Kommunikation nicht gerade vielversprechend sind. Denn die Quanteneffekte gebären nicht nur neue Blasen, sondern auch Schwarze Löcher – und zwar unermeßlich viel mehr als Blasen. „Die Botschaften werden deshalb praktisch sicher von Schwarzen Löchern verschluckt.” Um überhaupt eine Chance zu haben, müßte man weitaus mehr Container abschicken, als es Atome im beobachtbaren Weltraum gibt.

Freilich: Wenn sich die Geschichten im Universum wiederholen, wäre eine kosmische Flaschenpost ohnehin unnötig. „Wenn es die Naturgesetze nicht verbieten, werden in einer O-Region alle möglichen Botschaften ankommen oder zufällig entstehen – auch jeder mögliche Unsinn”, sinniert Vilenkin.

  • Das ist aber nur die eine Konsequenz.
  • Die andere ist viel weitreichender: „Wenn das Szenario vom Recycling-Universum korrekt ist, gibt es tatsächlich ewiges Leben – in dem Sinn, daß Leben niemals überall endet.” Daraus folgt weder die individuelle Unsterblichkeit noch eine lebensfreundliche Fortdauer unserer eigenen O-Region.

Aber womöglich wird es immer irgendwo und irgendwann Doppelgänger von uns geben – exakte Duplikate, die über einen bild der wissenschaft-Artikel namens „Ewiges Leben im Universum?” nachdenken. Angesichts dieser kühnen kosmischen Aussichten, der Überfülle von Welten und endlosen Wiederholungen stellt sich beim Betrachter leicht ein Gefühl des Schwindels und der Absurdität ein.

Selbst Alexander Vilenkin ist davon nicht frei: „Ich muß zugeben, daß mich die ganze Sache etwas deprimiert. Ich würde das Leben unserer Zivilisation gerne als einzigartigen und kreativen Prozeß begreifen, so daß das, was wir tun, wirklich eine Rolle spielt. Das paßt nicht gut zu dem Bild, daß alle möglichen Geschichten ablaufen und sich unsere eigene Geschichte unendlich oft wiederholt.

Doch es ist dumm”, tröstet sich der Kosmologe angesichts seiner irritierenden Überlegungen, „sich über das Universum aufzuregen.” Kompakt Lesen Fred Adams, Greg Laughlin DIE FÜNF ZEITALTER DES UNIVERSUMS Deutsche Verlags-Anstalt, 2000, DM 39,80 Nikos Prantzos OUR COSMIC FUTURE Cambridge University Press, 2000, $ 19,96 J.

Was war vor dem Nichts?

Was wissen wir über den Urknall? – Der Ursprungspunkt ist heute bekannt. Vor etwa 13,8 Milliarden Jahren ist das Universum entstanden. Da zu diesem Zeitpunkt die Materie stark komprimiert war, muss es extrem klein und heiß gewesen sein. Diese komprimierte Energie dehnte sich dann schlagartig mit unvorstellbarer Geschwindigkeit aus.

  • Eine Explosion – wie es der Name vermuten lässt – war es allerdings nicht.
  • Schon eine Sekunde danach war es etwa zehn Billionen Grad heiß und hatte etwa einen Durchmesser von der Erde bis zum Mond.
  • Die Materie zu diesem Zeitpunkt hätte allerdings eher noch in eine Kaffeetasse gepasst.
  • Ab da bildeten sich dann auch die ersten Elementarteilchen.

Seitdem wird das Universum immer größer, kälter und weniger dicht.

Wie groß war das Universum nach 1 Sekunde?

Klar scheint heute: Mit dem Urknall begann eine Kette von Ereignissen, in deren Verlauf die Atome, chemischen Elemente und letztlich alle Materie um uns herum entstand. Bis es aber so war, musste noch einiges geschehen. Welche Prozesse dabei abliefen und wie die ersten Stadien unseres Universums beschaffen waren, ist bis heute noch nicht vollständig aufgeklärt.

Klar scheint: Unmittelbar nach dem Urknall bestand das ganze Universum aus einem winzig kleinen, aber extrem dichten und heißen „Etwas”. Kosmologen vermuten, dass seine Größe nicht mehr als Plancklänge von 10 hoch -35 Meter betrug. Zu dieser Zeit sind alle vier physikalischen Grundkräfte noch in einer einzigen Superkraft vereint.

Dann, etwa zehn hoch -40 Sekunden nach dem Urknall, spaltet sich die Gravitation ab. Damit entsteht die klassische Raumzeit. Der Kosmos ist noch immer unvorstellbar heiß, in welcher Form Energie und Materie vorliegen, ist unbekannt.

Wie kalt ist es im All?

Warum ist das Weltall so kalt? Das Universum wird durch die Ausdehnung kälter. Alle Galaxien streben voneinander weg, und damit dehnt sich das Universum aus. Alle Materie verdünnt sich, und die Wellenlänge der Strahlung, die im Universum vorhanden ist, wird auseinander gedehnt. Strahlung mit einer längeren Wellenlänge hat gewissermaßen Energie verloren.

Man kann dem Universum eine Temperatur zuordnen. Früher war die sehr hoch, Millionen Grad. Sie hat sich jetzt so weit abgekühlt, dass das Universum eine Temperatur von -270°C hat. Sie liegt also 3°C über diesem absoluten physikalischen Nullpunkt. Und das wird immer weniger werden. Wohin diese Energie geht, ist unklar.

Es ist nämlich nicht klar, ob auf den Kosmos bezogen der Energieerhaltungssatz gelten soll. Man weiß nicht, ob man dem Universum überhaupt eine gewisse Energiemenge absolut zuordnen kann. Denn nur unter dieser Bedingung könnte man die Frage formulieren:

Wie viele Galaxien gibt es NASA?

Eine Galaxie ist eine durch Gravitation gebundene große Ansammlung von Sternen, Planetensystemen, Gasnebeln, Staubwolken, Dunkler Materie und sonstigen astronomischen Objekten mit einer Gesamtmasse von typischerweise 10 9 bis 10 13 Sonnenmassen (M ☉ ).

Ihr Durchmesser kann mehrere hunderttausend Lichtjahre betragen. Während große Galaxien häufig die Struktur von Spiralen ausbilden, sind Zwerggalaxien zumeist von irregulärem Typ, Daneben existieren weitere Arten und Formen, Die Milchstraße, Heimatgalaxie unseres Sonnensystems, ist eine Balkenspirale von rund 1,5 Billionen M ☉ mit etwa 250 Milliarden Sternen.

Von der Erde aus lassen sich mit aktueller Technik mehr als 50 Milliarden Galaxien beobachten. Seit 2016 geht die Forschung davon aus, dass sich im beobachtbaren Universum ca. eine Billion Galaxien befinden. Die Bezeichnung entstammt dem gleichbedeutenden altgriechischen ὁ γαλαξίας κύκλος ho galaxías kyklos und geht auf eine antike Sage zurück, wonach es sich dabei um die verspritzte Milch ( γάλα gála ) der Göttin Hera handelt, als diese Herakles stillen wollte.

Welche Galaxien gibt es in der Milchstraße?

Sieht jede Galaxie gleich aus? – Es gibt verschiedene Arten von Galaxien. Der US-amerikanische Astronom Edward Hubble (1889-1953) entdeckte 1923 durch sein Teleskop, dass unser benachbarter Andromedanebel eine eigene Galaxie ist. Hubble erfasste durch Beobachtung zahlreiche weitere Galaxien und legte verschiedene Typen fest. Von der Seite betrachtet, erscheint die Milchstraße als flache Spirale © Alex Mit – Shutterstock Wegen der geraden Form der Sternenansammlung in der Mitte gehört unsere Milchstraße zu den Balkenspiralgalaxien.

Wie viele Planeten gibt es in unserer Milchstraße?

Fazit – Wissenschaftler*innen schätzen, dass es bis zu 50 Milliarden andere Planeten in unserer Milchstraße gibt. Wie viele Planeten es tatsächlich in der Milchstraße gibt, können sie bisher nicht feststellen. Es sind lediglich Schätzungen. Finde aber auch heraus, was ein schwarzes Loch ist,

Wie viel Planeten gibt es in unserer Milchstraße?

50 Milliarden Einzelgänger in der Milchstraße – Was aber bedeutet dies für die Häufigkeit solcher Einzelgänger-Planeten in unserer Galaxie? „Wenn jeder Hauptreihenstern ein Planetensystem hätte, dann könnte es rund 0,72 ungebundene Planeten für jeden dieser Sterne geben”, schätzen van Eltern und sein Team.

Geht man davon aus, dass nur jeder dritte Hauptreihenstern Planeten besitzt, könnte es in der Milchstraße ein Viertel so viele ungebundene Planeten wie Sterne geben. Angesichts der rund 200 Milliarden Sterne in unserer Milchstraße wären das immerhin rund 50 Milliarden Einzelgänger-Planeten in unserer Galaxie.

Nach Ansicht der Forscher könnte auch unser eigenes Sonnensystem in seiner Frühzeit einiges Ungemach erlebt haben. So spricht die Bahn einiger Kometen im Kuipergürtel dafür, dass vor rund 70.000 Jahren ein fremder Stern nahe an unserem System vorüberzog und einige Objekte im Außenbereich aus ihrer Bahn warf,