Wie Viele Herzschläge Pro Minute?

Wie Viele Herzschläge Pro Minute
PD Dr. med. Richard Kobza, Chefarzt Kardiologie, Herzzentrum Unser Herz pumpt Blut durch den Körper und versorgt Organe, Gewebe und Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Ruhepuls gibt an, wie oft das Herz in Ruhe pro Minute schlägt. Bei einem gesunden Herz reguliert der Organismus den Ruhepuls so, dass der Körper in Ruhe ausreichend mit Blut versorgt wird.

  1. Sobald man sich bewegt, steigt auch der Puls, da der Körper dann mehr Blut in die arbeitenden Muskeln pumpen muss.
  2. Durchschnittlich liegt der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen bei 60 bis 90 Schlägen pro Minute, wir sprechen vom normalen Sinusrhythmus.
  3. Bei hochtrainierten Ausdauersportlern ist der Ruhepuls deutlich niedriger.

Bei ihnen schlägt das Herz unter Umständen nur 35- bis 50-mal in der Minute. Grund: Das Herz eines Sportlers ist in der Lage, mit einem Herzschlag mehr Blut durch den Körper zu pumpen als ein wenig trainiertes Herz. Viele verschiedene Faktoren können den Ruhepuls beeinflussen, zum Beispiel Schmerzen, die Hormone, Infektionen, Stress und Genussmittel wie Koffein oder Nikotin.

Auch Schwangere haben einen höheren Puls. Bei ihnen braucht es dies, damit das Baby ausreichend mit Blut zu versorgt werden kann. Tatsächlich besteht bei Säugetieren eine «umgekehrte Beziehung» zwischen Herzfrequenz und Lebenserwartung. Hingegen bleibt die Frage, ob das menschliche Leben durch Herzverlangsamung verlängert werden kann, umstritten.

Mit einem Ruhepuls von 85 bis 90 wie Sie ihn beschreiben, besteht kein erhöhtes Risiko.

Wie viele Herzschläge pro Minute sind zu viel?

Was ist ein hoher Puls? – Ein hoher Puls ist nicht gleichbedeutend mit einer Krankheit. Kurzfristig kann unser Puls durch viele Einflussfaktoren wie z.B. körperliche Anstrengung, Fieber oder Aufregung steigen. Auch Schwangere haben einen höheren Puls, um das Baby im Bauch mit ausreichend Blut zu versorgen.

  1. Ist der Ruhepuls jedoch dauerhaft erhöht, sollte dies ärztlich untersucht werden, um eine ernste Erkrankung auszuschließen.
  2. Bereits ab einem dauerhaften Puls von über 77 Schlägen pro Minute steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
  3. Hat Ihr Ruhepuls mehr als 100 Schläge pro Minute, so spricht man von einer Tachykardie, einem zu schnellen Herzschlag.

Personen mit niedrigem Ruhepuls nehmen einen Pulsanstieg oft stärker wahr. Deshalb ist es ratsam, den Puls in solchen Situationen zu messen, z.B. mit einem Handgelenks-Messgerät wie dem visomat handy soft, Ist die Anzahl Ihrer Pulsschläge tatsächlich dauerhaft erhöht, so sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen. Herzrhythmusstörungen erkennen | © visomat

Sind 100 Herzschläge in der Minute normal?

Tachykardie (schneller Herzschlag) Als Tachykardie bezeichnet man eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute (BPM). Bei den meisten gesunden Menschen führt die Pumpbewegung des Herzens zu einer normalen Herzfrequenz von 60 bis 100 BPM. Unter bestimmten Umständen gilt eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute immer noch als normal.

  1. Wenn Sie beispielsweise Sport treiben, benötigt Ihr Körper mehr Sauerstoff als im Ruhezustand.
  2. Ihr Herz kommt diesem Anspruch nach, indem es die Frequenz erhöht, mit der es sauerstoffgesättigtes Blut durch den Körper pumpt.
  3. In anderen Fällen gilt eine Herzfrequenz von mehr als 100 Schlägen pro Minute als krankhaft und ist die Folge eines Herzproblems oder von unregelmäßigen elektrischen Herzsignalen.

Wenn Sie eine schnelle Herzfrequenz haben, könnte eine Art von Tachykardie die Ursache dafür sein. Es gibt mehrere Arten von Tachykardie. Diese werden nach dem Teil des Herzens klassifiziert, von dem sie ausgehen. Zu den Tachykardien, die vom Herzvorhof (den oberen Herzkammern) ausgehen, gehören:

Vorhofflattern Vorhofflimmern Supraventrikuläre Tachykardie

Zu den Tachykardien, die von den Ventrikeln (den unteren Herzkammern) ausgehen, gehören:

Ventrikuläre Tachykardie Kammerflimmern

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Welcher Puls ist normal in welchem Alter?

Wie hoch darf der Puls sein? – Bei Erwachsenen liegt der Puls in Ruhe bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Er kann je nach Wetter und Tageszeit schwanken und niedriger bzw. höher sein. Sportler zum Beispiel haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, weil ihr Herz so trainiert ist, dass es mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann.

  1. Auch Medikamente und Herzerkrankungen können weitere Ursache für einen niedrigen Ruhepuls sein.
  2. Abhängig davon, welchen Trainingszustand das eigene Herz aufweist und welche Beschwerden bzw.
  3. Herzkrankheiten vorliegen, gilt ein Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig.
  4. Gefährlich wird es für den Körper, wenn zu dem niedrigen Puls noch weitere Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftreten.

Ein hoher Puls, auch Tachykardie genannt, kann durch Koffein, Stress oder verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Beispielsweise erhöht sich der Ruhepuls bei Fieber und bestimmten Schilddrüsenerkrankungen. Da ein hoher Puls auch ein Warnsignal für eine Herzrhythmusstörung sein kann, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung e.V., regelmäßig den Puls zu messen.

Wichtig ist zu klären, ob der Puls dauerhaft zu hoch ist. Ein Ruhepuls von über 100 sollte jedoch immer ärztlich abgeklärt werden”, rät der Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med. Thomas Meinertz. Der Herzschlag pro Minute ist jedoch auch alters- und geschlechtsabhängig. Bei Frauen ist der Puls meist etwas schneller als bei Männern.

Normwerte des Ruhepuls sind:

  • Neugeborene Babys: 120 bis 140
  • Kleinkinder: 100 bis 120
  • Bei älteren Kindern und Jugendlichen beträgt der Ruhepuls etwa 80 bis 100
  • Erwachsenenalter: 60 bis 80 (Bei Senioren kann der Ruhepuls wieder leicht ansteigen)

Wie viele Herzschläge pro Minute bei Herzinfarkt?

Der Herzinfarkt: Entstehung und Symptome Herzerkrankungen sind in den Industrieländern die Todesursache Nummer eins. Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr rund 280.000 Menschen einen Herzinfarkt, etwa 170.000 sterben daran.60 bis 90 Schläge pro Minute Der etwa 300 Gramm schwere Herzmuskel zieht sich rhythmisch zusammen und entspannt sich, um sich dann erneut zusammenzuziehen, ähnlich wie eine Druck- und Ansaugpumpe.

Dabei entsteht ein Herzschlag: Pro Minute schlägt ein Herz etwa 60- bis 90-mal. Ein Herzinfarkt entsteht durch den Verschluss eines Herzkranzgefäßes, das das Herz mit Blut versorgt. Um den Patienten zu retten, muss die verschlossene Arterie im Krankenhaus möglichst schnell wieder geöffnet werden. Wie alles beginnt Der Herzmuskel wird – wie auch alle anderen Organe des Körpers über Arterien mit Blut versorgt.

Diese Arterien heißen Herzkranzarterien (lateinisch: Koronararterien). “Begünstigt durch unsere Lebensweise kann es durch Ablagerung von Cholesterin zur Ausbildung von Fettpolstern in diesen Koronararterien kommen”, erklärt Professor Dr. Helmut Gohlke, Chefarzt Klinische Kardiologie II, vom Herz-Zentrum Bad Krozingen.

  • Diese Fettpolster führen zu einer Einengung des Blutgefäßes.
  • Dadurch wird – zunächst meist nur unter Belastung – der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet.” Es wird immer enger Die verminderte Durchblutung äußert sich in einem druckartigen Engegefühl, meistens in der Mitte des Brustkorbes, das in Arme, Bauch und selbst in den Unterkiefer ausstrahlen kann.

Bei ausgeprägter Einengung kann dieses Gefühl nicht nur bei körperlicher Belastung sondern auch in Ruhephasen auftreten. “Diese Beschwerden”, so Professor Gohlke, “bezeichnet man auch als Angina pectoris, der lateinische Ausdruck für Enge im Brustkorb.” Der Infarkt Später kann es auch zu einem vollständigen Verschluss einer Herzkranzarterie kommen.

  1. Professor Gohlke: “Dann wird das hinter dem Verschluss liegende von dieser Arterie versorgte Herzmuskelgewebe nicht mehr ausreichend mit Blut und Nährstoffen versorgt.
  2. Wenn die Durchblutungsstörung über längere Zeit anhält, stirbt dieser Teil des Herzmuskels ab, der Mensch hat einen Herzinfarkt.” Infarkt erkennen und handeln: Jede Sekunde zählt Die Chancen, einen Herzinfarkt ohne größeren Schaden zu überstehen, sind dann gut, wenn der Patient schnell medizinisch versorgt wird.

Etwa die Hälfte aller Infarktpatienten stirbt, bevor sie ein Krankenhaus erreicht hat.

Anzeichen eines akuten Herzinfarktes sind: – schwere, lang andauernde Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, den Bauch, zwischen die Schulterblätter und in den Unterkiefer ausstrahlen. Oft spüren die Patienten ein Brennen im Brustkorb oder auch Schmerzen im Hals oder Oberbauch- starkes Engegefühl, Brennen oder heftiger Schmerz im Brustkorb- zusätzlich zum Brustschmerz: Übelkeit, Erbrechen, Atemnot und Erschöpfung; bei Frauen sind das häufig sogar die einzigen Symptome- blasse, fahle Gesichtsfarbe und kalter Schweiß- plötzlicher Kreislaufzusammenbruch Deshalb bei Infarktverdacht: Sofort die 112 oder den örtlichen Notruf anrufen.

: Der Herzinfarkt: Entstehung und Symptome

Sind 70 Herzschläge pro Minute normal?

Was ist ein normaler Ruhepuls – und wann ist er zu hoch oder zu niedrig? – Der Ruhepuls hängt vom Alter und Geschlecht ab. Aber auch die Körpergröße, das Gewicht und viele andere Faktoren beeinflussen die Ruheherzfrequenz. Darum sind die hier angegebenen Werte als grobe Orientierungshilfe gedacht. Für den Ruhepuls gelten folgende Faustregeln :

Bei gesunden Erwachsenen liegt der Ruhepuls im Optimalfall zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute, Der Ruhepuls bei Frauen ist mit 70 bis 80 höher als bei Männern, da ihr Herz kleiner ist und schneller schlagen muss, um die Organe mit Blut und Nährstoffen zu versorgen.Schwangere Frauen haben einen noch höheren Puls als nicht schwangere Frauen: Während der Schwangerschaft nimmt die Blutproduktion zu. Das zusätzliche Blut wird überwiegend in die Gebärmutter und die Plazenta (Mutterkuchen) geleitet und versorgt das Baby mit Nährstoffen und Sauerstoff. Wegen des größeren Blutvolumens muss das Herz der werdenden Mutter häufiger schlagen, Dadurch erhöht sich die Herzfrequenz um etwa 10 bis 20 Schläge in der Minute.Das Herz von Kindern schlägt deutlich schneller als das von Erwachsenen. Während Neugeborene eine Herzfrequenz von 120-140 haben, liegt der Puls bei 12-14-Jährigen durchschnittlich bei etwa 85. Der Ruhepuls sinkt also in der Regel bis zum Erwachsenenalter.Bei Seniorinnen und Senioren hingegen kann die Ruheherzfrequenz wieder leicht auf bis zu 90 Schläge in der Minute ansteigen.

Zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegt der Ruhepuls bei einem gesunden Erwachsenen.

Wie viele Herzschläge pro Minute sind zu wenig?

Was ist eine Bradykardie? Definition und Symptome – Das Herz schlägt je nach Anforderung unterschiedlich schnell: Während bei körperlicher Anstrengung oder auch bei Aufregung der Herzschlag zunimmt, vermindert er sich in Ruhephasen. Bei einem gesunden Erwachsenen liegt er normalerweise zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute.

  1. Bei unter 60 Schlägen sprechen Mediziner und Medizinerinnen von einer Bradykardie, also einem verlangsamten Herzschlag 1,
  2. Jedoch muss dieser Zahlenwert flexibel betrachtet werden.
  3. Denn bei Leistungssportlern ist das trainierte Herz in Ruhe oftmals langsamer als bei untrainierten Personen.
  4. Interessant: Das Gegenteil der Bradykardie ist die Tachykardie,
See also:  Wie Viele Übungen Pro Muskelgruppe?

Hierbei schlägt das Herz zu schnell. Betroffene mit einem langsamen Herzschlag spüren von diesem Zustand zu Beginn meistens nichts. Problematisch wird eine Bradykardie, wenn das Herz so langsam arbeitet, dass die Blutverteilung im Körper nicht mehr ausreicht.

Schwindel Übelkeit Konzentrationsschwierigkeiten Kopfschmerzen Bewusstlosigkeit

Zudem ist es möglich, dass das Herz auch bei Belastung nicht die nötige Frequenz erreicht. Das spüren Betroffene dann in Form von Atemnot und Schwindel.

Wie viel Herzschlag ist gefährlich?

Schon ein Ruhepuls von mehr als 70 Schlägen pro Minute geht mit einem 60 Prozent höheren Risiko für einen vorzeitigen Tod einher, auch bei gesunden Menschen. Denn das zu häufige Schlagen ist auf Dauer anstrengend für den Herzmuskel und schwächt ihn. Je niedriger der Puls, desto besser, solange er nicht unter 50 sinkt.

Kann man Herzprobleme am Puls erkennen?

Nicht jeder Stich in der Herzgegend bedeutet eine schwere Herzerkrankung. Treten die Beschwerden plötzlich auf, sind sie in der Regel harmlos und meist die Folge von Muskelverspannungen. Anfallartige Schmerzen, Atemnot und Brustenge bei Stress oder körperlicher Anstrengung können allerdings ein Zeichen für eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels sein.

  • Treten sie häufiger auf, sollte man auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.
  • Wenn die Arterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, verengt sind, kann bei körperlicher oder psychischer Belastung zu wenig Sauerstoff ins Herz gelangen.
  • Hauptauslöser für die Verengung der Arterien sind Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel, Rauchen und Übergewicht.

Auch hinter einem beschleunigten Herzschlag muss nicht immer eine ernsthafte Erkrankung stecken. Von einer Herzrhythmusstörung spricht man, wenn der Puls stark erhöht ist und das Herz mehr als 100 Mal in der Minute schlägt. Und die kann auch bei gesunden Menschen auftreten.

Dennoch sollten Herzrythmusstörungen immer ärztlich abgeklärt werden. Stress, Anstrengung oder auch Verliebtheit können selbst das gesundeste Herz zeitweise aus dem Takt bringen. Treten die Herzschläge außerhalb des normalen Rhythmus nur sporadisch und ohne Begleitsymptome wie Atemnot auf, besteht kein Grund zur Sorge.

Anders ist das, wenn das Herz immer wieder unregelmäßig schlägt. Dann besteht der Verdacht auf ein Vorhofflimmern. Weil sich die Vorhöfe dann nicht mehr richtig zusammenziehen, kann es zu den Störungen des Herzrhythmus kommen. Auslöser für ein Vorhofflimmern ist häufig eine Herzmuskelentzündung.

  • Sie kann beim Ausheilen Narben hinterlassen und dadurch die Steuerung des Herzschlags behindern.
  • Treten die Zusatzschläge häufiger und in Begleitung von Kurzatmigkeit, Schweißausbrüchen oder starker Müdigkeit auf, sollte unbedingt ein Arzt zu Rate gezogen werden.
  • Schmerzen bei körperlicher oder seelischer Belastung, ein Engegefühl in der Brust und Kurzatmigkeit können ein Hinweis auf eine Verengung der Herzkranzgefäße sein.

Kommen Schmerzen im Kiefer oder in den Armen, Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder heftiges Schwitzen dazu, sollte möglichst zeitnah ein Arzt aufgesucht werden. Denn unbehandelt kann die Verengung zu einem Herzinfarkt führen. Halten schwere Schmerzen im Brustkorb länger als fünf Minuten an und strahlen bis in den linken Arm, die Schulter oder bis in Hals oder Kiefer und den Oberbauch aus, kann das bereits ein Herzinfarkt sein.

Bei welchem Puls Notarzt?

Herzrasen: Ursachen herzbedingter Art – Die Gründe für Tachykardie sind vielfältig und können sowohl kardialer (vom Herzen ausgehend) als auch nicht-kardialer Natur sein. Herzerkrankungen begünstigen die bedrohlichere Kammertachykardie (ventrikuläre Tachykardie). Sie können durch Vorschädigungen der Kammermuskulatur entstehen, etwa bei folgenden Vorerkrankungen:

Herzinsuffizienz : Herzrasen tritt oftmals als Symptom einer Herzinsuffizienz, auch als Herzschwäche bekannt, auf. Bei der Herzerkrankung verändert sich die Anatomie des Organs, weshalb unter Umständen auch die Reizweiterleitung nicht mehr einwandfrei abläuft. Koronare Herzkrankheit : Bei dieser Erkrankung gelangt nicht mehr ausreichend Sauerstoff zum Herzmuskel. Das lässt oftmals den Herzschlag schneller, langsamer oder unregelmäßig werden – Herzrasen, Müdigkeit und Schwindel zählen zu den Folgen. Herzmuskel- und Herzklappenentzündung: Liegt eine Entzündung des Herzmuskels oder auch der Herzklappen vor, bringt das neben Symptomen wie Leistungsschwäche und Atemnot meist auch Herzrasen mit sich. Kardiomyopathie: Hierbei kommt es aufgrund einer Erweiterung der Herzkammern zu einer verminderten Leistung des Herzmuskels. Dieser Funktionsverlust kann auch durch starken Stress verursacht werden ( Broken-Heart-Syndrom )

Ventrikuläre Tachykardien können ins Kammerflattern oder im schlimmsten Fall ins Kammerflimmern übergehen. Beim Kammerflattern liegt die Herzfrequenz zwischen 250 und 320 bpm, vom lebensbedrohlichen Kammerflimmern sprechen Ärzte und Ärztinnen ab einer Herzfrequenz von über 320 Schlägen pro Minute.5 Zwar unangenehm, aber in der Regel deutlich weniger bedenklich sind supraventrikuläre Tachykardien,

Sinustachykardie: Der Sinusknoten bildet mehr als 100 Schläge pro Minute und sendet diese durch die Reizleitungsbahnen. Manchmal ist die genaue Ursache hierfür nicht erkennbar (primäre Sinustachykardie). Ist der Grund für die erhöhte Frequenz bekannt, sprechen Mediziner und Medizinerinnen von einer sekundären Sinustachykardie. Sie kann beispielweise bei Blutarmut oder niedrigem Blutdruck vorkommen: Der Körper reagiert auf Sauerstoff- oder Nährstoffmangel mit einem erhöhten Sinusrhythmus. AV-Knoten-Reentry-Tachykardie: Innerhalb des AV-Knotens befindet sich in diesem Fall neben der herkömmlichen Bahn eine weitere Erregungsleitung, die elektrische Impulse sendet und im Normalfall nicht vorhanden ist. Es kann folglich dazu kommen, dass sich die Spannung wie in einem Kreisverkehr bewegt und der Puls plötzlich ansteigt. Wolff-Parkinson-White-Syndrom: Stellt die zusätzliche Erregungsleitung eine Verbindung dar, die nicht nur im AV-Knoten (wie bei der AV-Knoten-Reentry-Tachykardie), sondern im Bereich des AV- und des Sinusknotens liegt, sprechen Mediziner und Medizinerinnen vom Wolff-Parkinson-White-Syndrom – dabei kommt es ebenso zu Herzrasen. Vorhofflattern/-flimmern: Durch fehlerhafte elektrische Reize im Vorhof flattert oder flimmert die Muskulatur der Vorhöfe, was sich teilweise auf die Kammern übertragen kann. Das ist aber weitaus weniger gefährlich als Kammerflattern/-flimmern. Dennoch sollten Betroffene wegen einer erhöhten Neigung zu Blutgerinnseln das Krankheitsgeschehen regelmäßig vom Arzt oder von einer Ärztin überprüfen lassen.

Um die Beschwerden in den Griff zu bekommen, muss zunächst die zugrunde liegende Erkrankung, welche die Tachykardien auslöst, geklärt sein. Nur dann kann eine passende Behandlung erfolgen. AdobeStock_145344339_magicmine

Welche Herzfrequenz ist kritisch?

Wann sollte die Abklärung einer erhöhten Herzfrequenz erfolgen? – Beobachten Sie eine Herzfrequenz > 100 Schläge/min, so sollte dies ärztlich abgeklärt werden. Zudem ist dies aber auch sinnvoll, wenn Sie eine Veränderung ihrer Ruheherzfrequenz mit einer Änderung z.B. um 20 Schläge/min beobachten. Dies bedeutet, dass Sie stets Ruheherzfrequenzen z.B. in einem Bereich um 60 Schläge/min beobachten und in der Folge sich das Herzfrequenzniveau auf z.B.80 Schläge/min anhebt, ohne dass Sie begleitende Veränderungen oder Symptome bemerken.

Ist 94 Puls zu hoch?

Unbemerkt erledigt das Herz seine Aufgabe: Sekunde für Sekunde, Minute für Minute pumpt es ausreichend Blut in den Kreislauf. “Der optimale Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen liegt bei 60 bis 70 Schlägen pro Minute”, sagt Dr. Barbara Richartz, niedergelassene Kardiologin in München.

Deutlich schneller, mit weit über 100 Schlägen, arbeitet es bei Kleinkindern, im Alter dagegen schlägt es meist ein bisschen langsamer. Richartz: “Die Ruheherzfrequenz ist etwas sehr Individuelles. Solange sie aber unter 90 Schlägen pro Minute liegt, ist das in Ordnung.” Per Definition liegt eine Tachykardie – also ein zu schneller Herzschlag – bei einem Erwachsenen ab 100 Schlägen pro Minute vor.

Kontrollieren Sie sich selbst: Ertasten Sie Ihren Puls an einer Seite des Halses, seitlich des Kehlkopfes, oder an der Innenseite des Handgelenks, auf Seite des Daumens, und zählen Sie die Schläge pro Minute. Den persönlichen Ruhepuls zu kennen, hilft bei der Beurteilung eines scheinbar zu schnellen Herzens.

  • Beispielsweise empfinden Menschen mit niedrigem Ruhepuls schnellere Frequenzen früher als störend als jene, deren Herz grundsätzlich etwas schneller schlägt.
  • Beispiel Leistungssportler: “Ein trainiertes Herz schlägt in Ruhe langsam, um die 50 Mal pro Minute”, sagt Professorin Ellen Hoffmann, Chefärztin der Klinik für Kardiologie am Herzzentrum München-Bogenhausen.

“Steigt die Frequenz auf 90, haben manche Sportler das Gefühl, ihr Herz rase, obwohl der Wert noch im Normbereich liegt.” Untrainierte Erwachsene empfinden dagegen oft erst Frequenzen ab 130 Schlägen pro Minute als störend.

Ist ein Puls von 90 okay?

PD Dr. med. Richard Kobza, Chefarzt Kardiologie, Herzzentrum Unser Herz pumpt Blut durch den Körper und versorgt Organe, Gewebe und Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen. Der Ruhepuls gibt an, wie oft das Herz in Ruhe pro Minute schlägt. Bei einem gesunden Herz reguliert der Organismus den Ruhepuls so, dass der Körper in Ruhe ausreichend mit Blut versorgt wird.

Sobald man sich bewegt, steigt auch der Puls, da der Körper dann mehr Blut in die arbeitenden Muskeln pumpen muss. Durchschnittlich liegt der Ruhepuls eines gesunden Erwachsenen bei 60 bis 90 Schlägen pro Minute, wir sprechen vom normalen Sinusrhythmus. Bei hochtrainierten Ausdauersportlern ist der Ruhepuls deutlich niedriger.

Bei ihnen schlägt das Herz unter Umständen nur 35- bis 50-mal in der Minute. Grund: Das Herz eines Sportlers ist in der Lage, mit einem Herzschlag mehr Blut durch den Körper zu pumpen als ein wenig trainiertes Herz. Viele verschiedene Faktoren können den Ruhepuls beeinflussen, zum Beispiel Schmerzen, die Hormone, Infektionen, Stress und Genussmittel wie Koffein oder Nikotin.

  1. Auch Schwangere haben einen höheren Puls.
  2. Bei ihnen braucht es dies, damit das Baby ausreichend mit Blut zu versorgt werden kann.
  3. Tatsächlich besteht bei Säugetieren eine «umgekehrte Beziehung» zwischen Herzfrequenz und Lebenserwartung.
  4. Hingegen bleibt die Frage, ob das menschliche Leben durch Herzverlangsamung verlängert werden kann, umstritten.
See also:  Wie Viele Trauzeugen?

Mit einem Ruhepuls von 85 bis 90 wie Sie ihn beschreiben, besteht kein erhöhtes Risiko.

Was sagt der Puls über den Blutdruck aus?

Hängen Blutdruck und Puls zusammen? – Der Blutdruck und der Puls werden nicht unbedingt abhängig voneinander hoch- oder herunterreguliert. Wenn also einer der beiden Werte ansteigt, muss der andere nicht automatisch ebenso steigen: Blutdruck und Puls sind Regelgrößen, um die Blutversorgung im gesamten Körper zu gewährleisten.

  1. Der Blutdruck steigt, wenn die Blutgefäße enger werden – so gelangt ausreichend Blut durch jedes Gefäß.
  2. Der Druck wird also auch durch den Durchmesser bestimmter Blutgefäße (sogenannter Arteriolen) festgelegt.
  3. Aber es gibt noch andere Mechanismen, die den Blutdruck steuern, wie etwa der Volumenhaushalt des Körpers.

Der Puls wird allein dadurch bestimmt, wie oft sich das Herz pro Minute zusammenzieht (kontrahiert). Werden also die Gefäße enger, steigt der Blutdruck, nicht aber der Puls. Wird jedoch mehr Blut benötigt, muss das Herz öfter schlagen, wodurch der Puls, also die Anzahl der Pulsschläge, steigt.

Je nach Situation, in der wir uns befinden, sieht also die Kombination von Blutdruck und Puls anders aus. Ein gesunder Körper passt die Werte immer möglichst so an den Bedarf an, dass alle Organe ausreichend mit Blut versorgt werden. Die Werte sind also immer im Sinne des gesamten Körpers und seines Bedarfs an Sauerstoff reguliert.

Dabei hängen letztendlich alle Werte zusammen, ein hoher Blutdruck geht jedoch nicht automatisch mit einem hohen Puls einher oder umgekehrt.

Ist ein Puls von 55 gefährlich?

Experten-Antwort: – Sie sind offenbar an einer koronaren Herzkrankheit erkrankt, daher die Bypass-Operation. Im Übrigen sind Sie wohl in recht gutem Allgemeinzustand hinsichtlich Körpergewicht und körperlicher Aktivität. Ihre Pulsfrequenz liegt zwischen 46 und 48 pro Minute.

  1. Zu Ihrer diesbezüglichen Frage: Diese Pulsfrequenz unter 50 pro Minute ist grundsätzlich nicht zu beanstanden und könnte auch bestehen bleiben, solange keine Beschwerden vorliegen.
  2. Erst bei einer Frequenz unter 40 pro Minute müsste eingeschritten werden, gegebenenfalls mit einem Herzschrittmacher.
  3. Es stellt sich zudem die Frage, ob der Puls früher höher war oder ob bei Belastung eine höhere Pulsfrequenz besteht? Es ist auch denkbar, dass die langsame Herzschlagfolge durch Medikamente (mit-) bedingt ist, z.B.

Betablocker oder Calciumantagonisten. In diesem Falle wäre eine Dosisreduktion oder ein Wechsel der Medikamente zu erwägen.

Ist eine Herzfrequenz von 120 gefährlich?

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Herzrasen – Nicht in allen Fällen reichen Medikamente aus, um eine Tachykardie in den Griff zu bekommen. Dann kommen je nach Ursache weitere Therapien infrage.

  • So ist es etwa beim WPW-Syndrom manchmal notwendig, die überzählige Erregungsleitungsbahn zu veröden ( Katheterablation ).
  • Beruht das Herzrasen auf einem lebensbedrohlichen Kammerflimmern, versucht man, es mithilfe von Stromstößen schnellstmöglich zu beenden ( Elektrokardioversion ).
  • Unter Umständen ist in manchen Fällen der operative Einsatz eines automatischen Defibrillators sinnvoll.

Bei gesunden Erwachsenen schlägt das Herz normalerweise in Ruhe zwischen 60 und 80 Mal in der Minute. Bei Herzrasen (Tachykardie) schlägt das Herz bei Erwachsenen mehr als 100 Mal pro Minute – ohne eine körperliche Anstrengung wie Sport oder körperliche Arbeit oder eine emotionale Reaktion wie Freude, Angst oder Aufregung als Auslöser (in diesen Fällen ist ein beschleunigter Puls normal).

Wie fühlt man sich kurz vor einem Herzinfarkt?

Herzinfarkt Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Herzerkrankungen. Die Ursache ist der plötzliche Verschluss einer Herzkranzarterie (Koronararterie). Der Herzmuskel wird über diese Gefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Ein solcher Verschluss entsteht durch jahrelange Einwirkung der ” Risikofaktoren ” wie:

ÜbergewichtBluthochdruckRauchenBewegungsmangelzu hohe Cholesterinwerte usw.

Beim Herzinfarkt handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der es durch den Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien zu einer anhaltenden Minderversorgung des Herzmuskels mit Blut kommt. Ohne rasche und wirksame Hilfe stirbt infolgedessen der nicht mehr durchblutete Teil des Herzmuskels ab.

Je nach Größe der betroffenen Herzkranzarterie ist ein mehr oder weniger großer Teil des Herzmuskels betroffen. Somit sind auch die Auswirkungen unterschiedlich: Ein Herzinfarkt kann, wenn das betroffene Gefäß sehr klein ist, von der betroffenen Person unbemerkt ablaufen. Es kann aber auch zu einem sofortigen Herzstillstand führen, wenn das verschlossene Gefäß sehr groß ist oder ein Herzinfarkt wiederholt auftritt.

Die Medizin hat heute gute Möglichkeiten, diesen betroffenen Personen zu helfen. Voraussetzung ist aber, dass der betroffene Mensch die Klinik lebend erreicht. Hierzu kann eine ersthelfende Person beitragen,

Die betroffene Person hat starke Schmerzen hinter dem Brustbein, oft mit Ausstrahlung in den linken Arm, die Schulter, den Unterkiefer oder den Oberbauch.Die betroffene Person kann sehr unruhig (Todesangst) sein.Das Gesicht ist blass-grau. Die betroffene Person ist geschwächt,Da ein Herzinfarkt unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten kann, sind auch die Anzeichen unterschiedlich intensiv ausgeprägt. Im schlimmsten Fall tritt ein Herz-Kreislauf-Stillstand ein.

Sofort den Rettungsdienst alarmieren (). Überprüfen des, und Lebenszeichen, Bei einem Kreislaufstillstand muss sofort die Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt werden.Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, ist schonend zu lagern, d.h. bequem mit erhöhtem Oberkörper. Dies entlastet das geschwächte Herz. Enge Kleidung bitte öffnen und die betroffene Person gegenüber seiner Umgebung abschirmen, Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind unbedingt zu vermeiden.Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes muss der betroffene Mensch von der ersthelfenden Person ständig betreut und der Kreislauf überwacht werden.

Die genaue Notfall-Unfallmeldung ist für die Rettungskräfte sehr wichtig, da sie sich anhand der Informationen genau auf den Notfall vorbereiten können. Alle Rotkreuz-Angebote in Ihrer Umgebung kostenfrei auf einen Blick – 26.000 mal Lebenshilfe vor Ort.

Wie lange im Voraus kündigt sich ein Herzinfarkt an?

Schätzungen zufolge sterben in Deutschland pro Jahr rund 65.000 Menschen an einem plötzlichen Herzstillstand. Dabei kommt er meist gar nicht so plötzlich, sondern deutet sich manchmal schon Wochen vorher an. Wissenschaftler nennen fünf Warnsignale, die viele Betroffene nicht richtig deuten.

  • Erste Beschwerden treten oft schon vier Wochen vor dem Herzinfarkt auf.
  • Zu den Symptomen gehören Schmerzen in der Brust und Probleme beim Atmen.

Etwa jeder dritte Herzinfarkt in Deutschland endet tödlich. Denn er tritt oft so unerwartet ein, dass jede Hilfe zu spät kommt. Dabei gibt es Warnsignale, die sich Stunden, Tage oder manchmal sogar Wochen vorher zeigen. Davon sind Forscher des American College of Physicians überzeugt.

Wer die Symptome richtig deutet, kann Leben retten. Die Wissenschaftler sammelten Informationen von Menschen, die einen Herzinfarkt überlebt hatten. Sie befragten die Betroffenen, ihre Freunde, Familienmitglieder und Ärzte nach ungewöhnlichen Symptomen, die im Zeitraum von bis zu vier Wochen vor dem Infarkt aufgetreten waren.

Folgende Anzeichen nannten die Befragten besonders häufig:

  1. Schmerzen in der Brust
  2. Atembeschwerden
  3. Herzklopfen
  4. plötzlicher Blutniederdruck und Bewusstlosigkeit
  5. weitere Beschwerden wie Übelkeit, Bauch- oder Rückenschmerzen

Die meisten Symptome machten sich bereits mehrere Wochen vor dem Infarkt bemerkbar und traten 24 Stunden vorher wieder auf. Betroffene sollten derartige Beschwerden also nicht einfach hinnehmen, sondern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Das kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.

Ist ein Puls von 77 okay?

Wie hoch darf der Puls sein? – Bei Erwachsenen liegt der Puls in Ruhe bei etwa 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Er kann je nach Wetter und Tageszeit schwanken und niedriger bzw. höher sein. Sportler zum Beispiel haben häufig einen niedrigeren Ruhepuls, weil ihr Herz so trainiert ist, dass es mit einem Schlag mehr Blut in die Hauptschlagader pumpen kann.

Auch Medikamente und Herzerkrankungen können weitere Ursache für einen niedrigen Ruhepuls sein. Abhängig davon, welchen Trainingszustand das eigene Herz aufweist und welche Beschwerden bzw. Herzkrankheiten vorliegen, gilt ein Ruhepuls von unter 40 als zu niedrig. Gefährlich wird es für den Körper, wenn zu dem niedrigen Puls noch weitere Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder Ohnmacht auftreten.

Ein hoher Puls, auch Tachykardie genannt, kann durch Koffein, Stress oder verschiedene Erkrankungen verursacht werden. Beispielsweise erhöht sich der Ruhepuls bei Fieber und bestimmten Schilddrüsenerkrankungen. Da ein hoher Puls auch ein Warnsignal für eine Herzrhythmusstörung sein kann, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung e.V., regelmäßig den Puls zu messen.

  • Wichtig ist zu klären, ob der Puls dauerhaft zu hoch ist.
  • Ein Ruhepuls von über 100 sollte jedoch immer ärztlich abgeklärt werden”, rät der Herzspezialist der Deutschen Herzstiftung Prof. Dr. med.
  • Thomas Meinertz.
  • Der Herzschlag pro Minute ist jedoch auch alters- und geschlechtsabhängig.
  • Bei Frauen ist der Puls meist etwas schneller als bei Männern.

Normwerte des Ruhepuls sind:

  • Neugeborene Babys: 120 bis 140
  • Kleinkinder: 100 bis 120
  • Bei älteren Kindern und Jugendlichen beträgt der Ruhepuls etwa 80 bis 100
  • Erwachsenenalter: 60 bis 80 (Bei Senioren kann der Ruhepuls wieder leicht ansteigen)

Wie tief darf der Puls im Schlaf sein?

Wie tief darf der Puls nachts sinken? – Der Puls beim Schlafen ist die meiste Zeit niedriger als tagsüber und sogar niedriger als der Ruhepuls. Während der Ruhepuls bei einem Erwachsenen zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute liegen sollte, kann der Puls beim Schlafen auf 45 bis 55 Schläge pro Minute sinken.

Wie hoch darf der Puls maximal sein?

Puls bei Erwachsenen

Erwachsene Senioren Schwangere
70 – 80 pro Minute 70 – 90 pro Minute Erhöhung der Herzfrequenz um ca.10 – 20 pro Minute

Welcher Puls ist zu tief?

Bradycardia (Slow Heart Rate) Information & Risk Factors Ein Bradykardie (brady=langsam) ist ein verlangsamter Herzschlag. Die Herzfrequenz fällt unter 60 Schläge pro Minute ab. Mitunter kann der Herzschlag sogar ganz aussetzen. Normal ist ein langsames Herz zum Beispiel im Schlaf oder bei Leistungssportlern.

  • Tritt ein langsamer Herzschlag im Alltag oder scheinbar ohne Anlass auf, muss er jedoch behandelt werden.
  • Bei einer Bradykardie werden Körper und Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt: Die Folge sind Schwindel, Müdigkeit, Atemnot oder auch Ohnmacht.
  • Die Symptome können schon bei alltäglichen Bewegungen und leichten Anstrengungen auftreten.
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Eine Bradykardie kann durch Störungen der Erregungsbildung und Reizleitung im Herzen verursacht werden. Solche Störungen sind zum Beispiel:

  • Sinusknotensyndrom : Bei einem Sinusknotensyndrom gibt der Sinusknoten, der Taktgeber des Herzens, seltener elektrische Impulse ab. Dadurch sinkt die Herzfrequenz, es kommt zu einem langsamen Herzschlag. Manchmal kann es sogar zu einem Aussetzer des Herzschlags kommen
  • Chronotrope Inkompetenz : Normalerweise steigt die Herzfrequenz bei körperlicher Belastung an. Bei einer chronotropen Inkompetenz gibt der Sinusknoten jedoch nicht häufiger Impulse ab, so dass der Herzschlag nicht ansteigt und zu langsam ist. Der Patient kann sich zum Beispiel beim Sport nicht mehr ausreichend belasten
  • Herzblock oder AV-Block : Bei einer Blockierung des AV-Knotens, dem sogenannten atrioventrikulären Block, kurz AV-Block, ist die Verbindung zwischen Herzvorhof (Atrium) und Herzkammer (Ventrikel) gestört oder unterbrochen. So können die elektrischen Impulse nicht mehr oder nur verzögert vom Vorhof in die Herzkammer gelangen. Der Herzschlag wird entweder zu langsam oder bleibt ganz aus.
  • Karotissinussyndrom : Bei einem Karotissinussyndrom reagiert das Nervengeflecht an der Halsschlagader überempfindlich: Bei Druck oder Bewegung kann es zu einem langsamen Herzschlag kommen, unter Umständen sogar zu einem kurzen Herzstillstand mit Ohnmacht.

Zu den Symptomen einer Bradykardie gehören Schwindel, Atemnot, Ohnmacht, extreme Erschöpfung und Müdigkeit.

  • Sie tragen ein erhöhtes Risiko, einen langsamen Herzschlag zu entwickeln, wenn Sie: bestimmte Herzleiden haben (zum Beispiel Koronare Herzkrankheit, Herzschwäche)
  • bestimmte Medikamente einnehmen
  • 65 Jahre alt oder älter
  • sind sich vor kurzem einer Herzoperation unterzogen haben

Der Arzt kann, um eine Bradykardie zu diagnostizieren, folgende Untersuchungen durchführen:

  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Belastungs-EKG
  • Langzeit-EKG, auch Holter-EKG genannt
  • Kipptischuntersuchung
  • Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
  • Implantierbarer Herzmonitor

Ein implantierbarer Herzschrittmacher ist die gängigste und sicherste Therapie bei einem zu langsamen Herzschlag. Medtronic hat einen modernen Herzschrittmacher entwickelt, der speziell für Ganzkörperuntersuchungen bei einer MRT (Kernspintomographie) geeignet ist: Die Anzahl von MRT-Untersuchungen steigt jedes Jahr stetig an.50 bis 75 Prozent der Herzschrittmacherpatienten werden im Laufe ihres Lebens eine MRT-Untersuchung benötigen.

Roguin A., Europace 2008; 10:336-246.

Die Informationen auf dieser Seite ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt. Sprechen Sie immer auch mit Ihrem Arzt, wenn es um Diagnose und Behandlung geht. : Bradycardia (Slow Heart Rate) Information & Risk Factors

Ist ein Puls von 40 im Schlaf gefährlich?

Herzfrequenz im Schlaf messen: Was ist normal? – Dass die Herzfrequenz im Schlaf gleichbleibend niedrig ist – da wir ja schlafen – ist ein weit verbreiteter Irrglaube, Tatsächlich schnellt die Herzfrequenz bei den allermeisten Menschen in der Nacht – während der verschiedenen Schlafphasen – mehrmals nach oben und fällt dann wieder zügig ab.

Einschlafphase : Ruhepuls zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Leichtschlafphase : Ebenfalls eine Herzfrequenz zwischen 60 bis 80 Schlägen pro Minute. Tiefschlafphase : Ein Puls von 45 bis 55 Schläge pro Minute gilt hier als Normalwert. REM-Phase : Hier kann der Puls sehr unterschiedlich sein. Wilde Ausschläge mit einer Herzfrequenz von bis zu 130 Schlägen pro Minute sind durchaus üblich. Bei Albträumen kann es sogar zu einem Puls von bis zu 200 Schlägen pro Minute kommen. Allerdings sind diese Phasen sehr kurz.

Auf einen Blick

Schlafphase Puls
Einschlafphase 60 – 80 Schläge pro Minute
Leichtschlafphase 60 – 80 Schläge pro Minute
Tiefschlafphase 45 – 55 Schläge pro Minute
REM-Phase 60 – 130 Schläge pro Minute

Problematisch wird es, wenn deine Herzfrequenz im Schlaf selbst in Leichtschlafphasen und Tiefschlafphasen nicht unter 100 sinkt. Betroffene Menschen leiden dann häufig an Beschwerden wie Schwindel, Brustschmerz oder Ohrensausen beim Aufwachen. Kommt dies bei dir vor, solltest du dringend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen und die Ursache für den erhöhten Fluss des Blutes abklären lassen.

Ist ein niedriger Ruhepuls gut?

Fitness rauf, Puls runter Ist der Puls aufgrund des körperlichen Trainings niedriger und liegt bei etwa 50 bis 60 Schlägen in der Minute, kann sich das Herz in der Ruhephase erholen. Im Umkehrschluss belegen Studien, dass sich das Sterberisiko innerhalb der nächsten Jahre verdreifacht, wenn der Ruhepuls über 90 liegt.

Was tun bei Ruhepuls 100?

Mit Sport das Herz schützen – Der Ruhepuls ist ein Maß für den Fitnesszustand: Wer gut trainiert ist, hat einen Ruhepuls von unter 70 oder noch besser unter 60. Das spricht für einen guten Gesundheitszustand. Liegt der Ruhepuls dauerhaft höher, sollte das Anlass sein, einen Arzt aufzusuchen und etwas für seine Fitness und damit für sein Herz zu tun.

  • Entscheidend ist das Ausdauertraining, also Bewegung über mindestens 20 Minuten in gleichmäßiger Intensität.
  • Das senkt den Ruhepuls, stärkt den Herzmuskel und sorgt dafür, dass der Körper gelassener auf Adrenalin reagiert.
  • Ideal sind Ausdauersportarten wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren – am besten drei Mal pro Woche.

Dabei gilt die Faustregel, dass ein halbes Jahr Sport den Ruhepuls um etwa fünf Schläge pro Minute senken kann. Auf lange Sicht kann konsequentes Training den Ruhepuls sogar um bis zu 20 Schläge verringern. Wichtig ist aber, nicht damit aufzuhören, sonst lässt der Effekt schnell wieder nach und nach wenigen Wochen steigt der Ruhepuls wieder.

Warum spüre ich meinen Herzschlag so stark?

Wann spürt man seinen Herzschlag am deutlichsten? –

😨 Der häufigste Grund: Angst oder Stress, Dabei schießt Adrenalin in die Blutbahn und lässt das Herz heftiger schlagen. 😍 Genauso häufig: Wenn du dich verliebst oder richtige Vorfreude spürst. Biochemisch betrachtet handelt es sich dabei aber ebenfalls einfach nur um Angst oder Stress. 🏋️ Wenn du dich nach einer Belastung entspannst, macht das Herz schon mal ein paar zusätzliche Schläge. Der Fachbegriff: Extrasystolen, Meistens bemerkst du die aber gar nicht. 🤯 Migräne kann sich nicht nur durch lähmende Kopfschmerzen ankündigen, sondern auch durch ein unangenehm pochendes Gefühl im Herzen. 👩‍⚕️ Herzklopfen kann auch ein Anzeichen für Erkrankungen am Herzen, Blutarmut oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Wem der eigene Rhythmus des Herzschlags auffällig unangenehm ist, sollte seine Ärztin oder seinen Arzt aufsuchen.

Welcher Mangel löst Herzrasen aus?

19.01.2011 Patienten mit einer Herzrhythmusstörung sollten ihren Kalium – und Magnesiumspiegel regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen, rät die Deutsche Herzstiftung. Herzrhythmusstörungen können vielfache Ursachen haben. Eine Ursache ist die Störung der Zusammensetzung der Blutsalze (Elektrolyte) Kalium und Magnesium,

  • Ein Mangel an beiden Blutsalzen kann sowohl gutartige als auch bedrohliche Herzrhythmusstörungen verstärken oder auslösen.
  • Denn Kalium und Magnesium sind wichtig zur elektrischen Stabilisierung der Herzzellen: Ihre Verteilung ist für die Bildung von elektrischen Impulsen und für deren Weiterleitung von Muskelzelle zu Muskelzelle im Herzen von entscheidender Bedeutung und damit für die rhythmische Aktivierung des Herzens.

„Deswegen sollten Kardiologen unbedingt darauf achten, dass es bei Patienten zu keinem Kalium- oder Magnesiummangel kommt, wie zum Beispiel durch regelmäßigem Gebrauch von Entwässerungsmitteln, den sogenannten Diuretika”, rät Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Aber auch ein zu hoher Kaliumspiegel beeinflusst den Herzrhythmus ungünstig: Dadurch wird die Erregbarkeit der Schrittmacher- und Herzmuskelzellen herabgesetzt, das Herz wird langsamer. Bei extrem hohem Kaliumspiegel kann die Verlangsamung sogar so weit gehen, dass das Herz gar nicht mehr schlägt – es also zum Herzstillstand kommt.

Eine regelmäßige Kontrolle der aktuellen Blutwerte und Blutkonzentrationen ist deshalb wichtig – insbesondere wenn Medikamente für die Behandlung von Bluthochdruck oder Herzschwäche eingenommen werden wie z.B. ACE-Hemmer, Sartane, Aldosteronantagonisten, Diuretika und Digitalispräparate (Digoxin, Digitoxin) oder wenn eine Nierenschwäche vorliegt.

  • Insbesondere bei Patienten mit Herzschwäche ist die Überwachung der Kalium- und Magnesiumwerte sehr wichtig, weil bei ihnen eine Herzrhythmusstörung zu einer gefährlichen Verschlechterung der Herzschwäche, schlimmstenfalls zum Herzversagen führen kann.
  • Stabilisierend für die rhythmische Aktivierung des Herzens wirken Kalium und Magnesium nur, wenn ihre Konzentration im Normbereich liegt – das heißt bei Kalium 3,6-4,8 mmol/l, und bei Magnesium 0,7-1,05 mmol/l (mit geringen Abweichungen je nach Labormethode).

„Kaliummangel kann allerdings nur dann effektiv ausgeglichen werden, wenn die Magnesiumwerte im Normbereich liegen. Ein Magnesiummangel verstärkt die Symptome eines Kaliummangels”, erläutert der Herzspezialist Prof. Dr. med. Andreas Götte vom St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn.

Normalerweise erhält der Körper durch die Ernährung genügend Kalium und Magnesium. Zu erheblichen Verlusten an den Blutsalzen kann es aber u.a. durch eine Nierenfunktionsstörung, Durchfallerkrankungen, übermäßigen Gebrauch von Abführmitteln, Erbrechen, Fieber und starkes Schwitzen kommen. Der Magnesiumspiegel kann durch übermäßigen Alkoholkonsum, Diabetes und Gallenwegserkrankungen absinken.

Ein Ausgleich eines Mangels an den Blutsalzen durch eine kalium- und magnesiumreiche Ernährung und – wenn nötig – durch Kalium- und Magnesiumpräparate sind anzuraten, wenn Laboruntersuchungen einen Mangel belegen. Gute Kaliumlieferanten sind Obst und Gemüse (vor allem Bananen, Trockenobst, Kartoffeln, Fenchel u.a.), während Magnesium in Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen), Getreideprodukten, Nüssen und Trockenobst, aber auch in Früchte- und Kräutertees enthalten ist.

Von Nahrungsergänzungsmitteln raten Experten wie Prof. Götte hingegen ab. Stattdessen sollten – nur unter ärztlicher Anweisung und niemals auf eigene Faust – Medikamente zum Einsatz kommen, wenn Normwerte durch eine Ernährung nicht zu erreichen sind. Prof. Götte empfiehlt Kalium am besten als Kaliumchlorid in einer Dosierung von 40 mmol pro Tag, Magnesium als Magnesiumaspartat oder Magnesiumcitrat in einer Dosierung von 10 mmol pro Tag.

Nicht jeder allerdings verträgt diese Präparate, da sie den Magen reizen. Dann kommen besser verträgliche Kaliumretard-Kapseln in Frage. Da sie aber weniger Kalium enthalten, müssen sie mehrfach täglich eingenommen werden. Eine neue Broschüre Herzrhythmusstörungen heute, die die Deutsche Herzstiftung zu den Herzwochen 2010 veröffentlicht hat, informiert auf 132 Seiten über den aktuellen Stand von Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der verschiedenen Herzrhythmusstörungen.