Wie Viele Überstunden Sind Erlaubt?

Wie Viele Überstunden Sind Erlaubt
Grenzen für Überstunden – Bei erhöhtem Arbeitsbedarf sind 20 Überstunden wöchentlich zulässig. Die täg­liche Arbeitszeit darf 12 Stunden, die wöchentliche 60 Stunden nicht über­schreiten, jeweils inkl. Überstunden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf allerdings im Durchschnitt von 17 Wochen 48 Stunden nicht überschreiten.

Wie viele Überstunden darf man maximal haben?

Überstunden vs. Mehrarbeit – Laut Arbeitszeitgesetz (ArbZG) liegt die maximale Arbeitszeit bei acht Stunden pro Werktag. Alles, was darüber hinausgeht, wird als Mehrarbeit bezeichnet. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn du statt 40 Wochenstunden 45 arbeitest.

Bei Teilzeitbeschäftigten kann dies jedoch anders aussehen. Wer in seinem Arbeitsvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit von 30 Stunden vereinbart hat, der macht schon mit 33 Stunden Überstunden, bleibt jedoch trotzdem unter der vom ArbZG vorgegeben maximalen Arbeitszeit, weshalb es sich nicht um Mehrarbeit handelt.

Mehrarbeit ist also eine Überschreitung der gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen. Das Arbeitsschutzgesetz möchte den Arbeitnehmer schützen, weshalb Überstunden geregelt und maximal zehn Stunden am Tag, bzw.48 Stunden pro Woche erlaubt werden. Demnach darf man als Vollzeitbeschäftigter mit einer 40-Stunden-Woche acht Überstunden pro Woche machen. Bildquelle: www.istockphoto.com / bee32 Rechtlich gesehen müssen Arbeitnehmer nur dann Überstunden leisten, wenn sich eine entsprechende Regelung in ihrem Arbeits- oder Tarifvertrag findet oder es eine Betriebsvereinbarung dazu gibt. Falls ein Unternehmen einen Betriebsrat besitzt, muss dieser den Überstunden zunächst zustimmen, da die Weisung sonst unzulässig ist.

  • Damit dieses Verfahren erleichtert wird, gibt es in vielen Unternehmen Rahmenvereinbarungen, die mit den Betriebsräten getroffen wurden.
  • Allerdings gibt es hier eine Ausnahme.
  • Sollte ein Ausnahmezustand, etwa ein dringender Notfall oder eine Katastrophe vorliegen, darf ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter auch dann zu Überstunden verpflichten, wenn es keine derartigen Regelungen gibt.

In Berufen, in denen im Normalfall nur werktags gearbeitet wird, darf vom Gesetz aus an Sonn- und Feiertagen nur in absoluten Ausnahmefällen gearbeitet werden. Hinweis: Auch Samstage zählen zu den Werktagen. Daher kann es sein, dass du eventuell auch an diesen Tagen arbeiten musst, sofern dies in deinem Arbeitsvertrag vermerkt ist.

Wie viele Überstunden pro Monat sind erlaubt?

Wie viele Überstunden darf man machen? – Eine konkrete Regelung, wie viele Überstunden höchstens erlaubt sind, existiert im deutschen Arbeitsrecht nicht. Allerdings regelt das Arbeitszeitgesetz, wie viele Arbeitsstunden pro Tag bzw. pro Woche zulässig sind.

Sind dauerhafte Überstunden erlaubt?

Rechtliche Regelungen zur Arbeitszeit – Niemand muss auf Dauer Überstunden oder Mehrarbeit leisten. Wer fortwährend Überstunden macht, macht zwar womöglich den Chef glücklich, ihm fehlt jedoch der Freizeitausgleich. Stress oder gar ein Burnout können die Folge sein.

Rechtlich ist der Umfang der Arbeitszeit strikt geregelt. Üblicherweise dürfen (Vollzeit-)Angestellte höchstens acht Stunden pro Tag arbeiten. In Ausnahmefällen sind auch zehn Arbeitsstunden am Tag zulässig. Bezogen auf ein halbes Jahr dürfen Arbeitnehmer pro Woche im Schnitt höchstens 48 Stunden arbeiten.

Zudem müssen Pausenzeiten eingehalten werden. Ab sechs Stunden Arbeitszeit muss die Pause 15 Minuten betragen. Bei bis zu neun Stunden sind es 30 Minuten, bei bis zu zehn Stunden sogar 45 Minuten. Zwischen zwei Arbeitstagen müssen mindestens elf Stunden Ruhezeit liegen.

Wann sind es zu viele Überstunden?

Überstunden: Was Chef und Arbeitnehmer beachten müssen Mehr­arbeit. Vorgesetzte dürfen Über­stunden anordnen – aber nur in einem bestimmten Rahmen. © Thinkstock Hier lesen Sie, wann und wie viele Über­stunden der Chef anordnen kann, welche Regeln Beschäftigte beachten müssen und wann es tatsäch­lich kein Geld für Mehr­arbeit gibt.

  • Zu viele Über­stunden darf eine Firma von ihren Beschäftigten nicht verlangen.
  • Mehr als insgesamt 60 Stunden pro Woche muss niemand arbeiten.
  • So ist es im Arbeits­zeitgesetz fest­gelegt.
  • Zusätzlich darf eine bestimmte maximale Arbeits­zeit inner­halb von sechs Monaten nicht über­schritten werden.
  • Arbeitnehme­rinnen und Arbeitnehmer sollten darauf achten, dass ihre Über­stunden gut dokumentiert sind.

Damit können sie am besten verhindern, umsonst gearbeitet zu haben, falls es Streit über die Abgeltung der zusätzlichen Arbeits­zeit gibt. Alle Fragen im Überblick Worauf muss ich als Arbeitnehmer in Sachen Über­stunden unbe­dingt achten? Wenn Sie Über­stunden leisten, dann lassen Sie sie sich zeit­nah vom Chef abzeichnen.

  1. So haben Sie einen Nach­weis.
  2. Achten Sie anschließend darauf, dass Ihre geleisteten Über­stunden nicht verfallen.
  3. Schauen Sie, ob in Ihrem Arbeits­vertrag Fristen stehen.
  4. Die Recht­sprechung bezüglich der Verfalls­fristen ist im Fluss.
  5. Das Bundes­arbeits­gericht hat zum Beispiel Ausschluss­fristen für nichtig erklärt, die sich auf eine Vorsatz­haftung des Schädigers beziehen.

Wenden Sie sich im Zweifels­fall an einen Rechts­anwalt. Muss ich Über­stunden machen, wenn der Chef sie anordnet? Das hängt vom Arbeits­vertrag ab. Oft steht dort, dass die Firma Über­stunden anordnen darf. Solche Klauseln sind nur gültig, wenn sie eine maximale Stundenzahl nennen.

  • Wer einen Vertrag unter­schreibt, muss absehen können, wie viel Arbeit ihm bevor­steht, meint das Bundes­arbeits­gericht (BAG, Az.5 AZR 406/10).
  • Auch eine Betriebs­ver­einbarung kann Über­stunden vorsehen, ebenso ein Tarif­vertrag.
  • Fehlt es an alledem, sind Über­stunden nur mit Zustimmung des Mitarbeiters möglich.

Die kann mündlich oder still­schweigend erfolgen, etwa wenn er klaglos die Zusatz­arbeit erledigt. Gibt es einen Betriebsrat, muss dieser zustimmen. Nur in echten Notfällen darf der Chef ohne diese Vorgaben Über­stunden anordnen, etwa bei einem außergewöhnlichen, unvor­hersehbaren Ereignis wie einer durch Stau verspäteten Lkw-Lieferung.

Ein über­raschender Neuauftrag, ein kranker Kollege oder ein Kapazitäts­engpass reichen nicht. Für Schwangere und stillende Mütter darf der Chef laut Mutter­schutz­gesetz keine Über­stunden anordnen. Bei Arbeitnehmern unter 18 Jahren legt das Jugend­arbeits­schutz­gesetz fest, dass sie nicht mehr als acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten dürfen.

Schwerbehinderte sind auf Wunsch von Über­stunden frei­zustellen. Wie viele Über­stunden darf der Arbeit­geber verlangen? Die Grenze für die tägliche Arbeits­zeit beträgt zehn Stunden. Verlangt der Chef mehr, ist das ordnungs­widrig. Da der Samstag als Werk­tag mitzählt, sind pro Woche 60 Stunden möglich.

Dauer­haft muss aber niemand so viel arbeiten, sagt der Arbeits­rechtler Professor Peter Wedde aus Eppstein: „Inner­halb von sechs Monaten darf die tägliche Arbeits­zeit im Schnitt nicht über acht Stunden liegen.” Ausnahmen gelten für Berufe wie Kraft­fahrer, Klinik­personal, Bereit­schafts­dienste.

Muss ich auch am Samstag arbeiten? Ja, wenn im Arbeits­vertrag nicht etwas anderes steht, zum Beispiel, dass man nur von Montag bis Freitag arbeiten muss. Ansonsten gilt, dass das Arbeits­zeitgesetz von einer Sechs-Tage-Woche ausgeht. Der Samstag zählt als Werk­tag.

  • So darf etwa eine Firma beschließen, dass das Kundenbüro auch am Samstag von 9 bis 12 Uhr geöffnet sein soll und die Kollegen künftig auch dann kommen müssen und dafür am Mitt­woch­nach­mittag frei bekommen.
  • In diesem Fall geht es nicht um Über­stunden, sondern um die Verteilung der Arbeits­zeit auf die Woche.

Ich habe immer Über­stunden gemacht und das Geld einge­plant. Darf der Chef die Über­stunden einfach abschaffen? Ja, es gibt kein Recht darauf, auch kein Gewohn­heits­recht. Selbst wenn Kollegen sich an das Gehalts­plus gewöhnt haben, kann die Firma auf die Über­stunden verzichten und einen neuen Mitarbeiter einstellen.

  • Ich arbeite immer freiwil­lig länger, ohne den Chef zu informieren.
  • Habe ich dann auch Rechte? Das sind streng genommen keine Über­stunden.
  • Sie liegen nur vor, wenn der Chef sie ange­ordnet hat oder von ihnen wusste und sie still­schweigend geduldet hat.
  • Das ist auch der Fall, wenn er dem Mitarbeiter so viel Arbeit hinlegt, dass es nur mit Über­stunden geht (BAG, Az.5 AZR 122/12).
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Wer Über­stunden macht, sollte daher recht­zeitig den Vorgesetzten informieren und sich sein Einverständnis holen. Das geht auch per E-Mail. Reicht es, wenn ich die Über­stunden auf einem Zettel notiere? Im Zweifel nicht. Klagen vor Gericht scheitern häufig daran, dass Arbeitnehmer geleistete Über­stunden nicht nach­weisen können.

  • Wenn es kein Zeit­erfassungs­system gibt, sollten Sie die Zeiten genau aufschreiben, ebenso welche zusätzlichen Aufgaben Sie erledigt haben.
  • Sie müssen im Streitfall darlegen, an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit und warum Über­stunden anfielen (BAG, Az.5 AZR 347/11).
  • Bestreitet der Chef die Angaben, reicht mitunter nicht einmal das.

Am besten lassen Sie Ihre Stunden möglichst zeit­nah abzeichnen. Ich habe gehört, dass Arbeit­geber verpflichtet sind, die Arbeits­zeit zu erfassen. Stimmt das? Ja, das ist richtig. Eine Grund­satz­entscheidung des Europäischen Gerichts­hofs (EuGH) vom 14.

Mai 2019 verpflichtet Arbeit­geber dazu, verläss­liche Systeme einzurichten, mit denen die tägliche Arbeits­zeit ihrer Mitarbeiter erfasst wird (Az. C-55/18). Anlass war die Klage einer spanischen Gewerk­schaft vor dem Nationalen Gerichts­hof in Spanien gegen die Deutsche Bank SAE (Teil der Deutsche Bank AG).

Das Urteil zielt darauf ab, bestehende Arbeits­schutz­gesetze besser umzu­setzen. „Objektiv, verläss­lich und zugäng­lich” soll die Zeit­erfassung sein. Wie die Arbeits­stunden erhoben werden müssen, ist nicht vorgeschrieben. Ein aktuelles Urteil des Landes­arbeits­gerichts (LAG) Hamm zeigt, dass ein Betriebsrat auch die Einführung eines elektronischen Zeit­erfassungs­systems am Arbeits­platz verlangen darf (Az.7 TaBV 79/20).

In dem Fall waren die Verhand­lungen über eine Betriebs­ver­einbarung zur Zeit­erfassung gescheitert. Der Arbeit­geber hatte das sogenannte Initiativrecht des ­Betriebs­rats verneint, durch das ein Zeit­erfassungs­system einge­führt werden kann. Der Betriebsrat klagte auf die Fest­stellung, dass ihm ein Initiativrecht zustehe und setzte sich durch.

Auch andere Gerichte wie das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg haben bereits Betriebs­räten ein Initiativrecht für die Einführung von Zeit­erfassungs­systemen zugesprochen (Az.10 TaBV 1812/14 und 10 TaBV 2124/14). Unabhängig. Objektiv. Unbestechlich.

  • Habe ich einen Rechts­anspruch auf Bezahlung der Über­stunden? In der Regel schon.
  • Gibt es keine klare Regelung, gilt die Bezahlung meist als still­schweigend vereinbart.
  • Das Bundes­arbeits­gericht meint, dass Arbeitnehmer eine angemessene Vergütung dafür verlangen können (Az.5 AZR 1047/79).
  • Soweit nicht anders vereinbart, sind die Stunden so zu bezahlen wie normale Arbeit.

Für Azubis sieht das Berufs­bildungs­gesetz Bezahlung oder Frei­zeit­ausgleich vor, wobei der Azubi die Wahl hat. Im Arbeits­vertrag steht, Über­stunden seien pauschal mit dem Gehalt abge­golten. Bekomme ich sie dann gar nicht bezahlt? Das hängt vom Wort­laut ab.

Häufig lauten die Formulierungen: „Erforderliche Über­stunden sind mit dem Monats­gehalt abge­golten” oder „100 Euro des Gehalts sind Abgeltung für alle Über­stunden”. Solche Klauseln sind häufig unwirk­sam, weil sie nicht fest­legen, wie viele Über­stunden es maximal sein können (BAG, Az.5 AZR 765/10).

Dasselbe gilt für Klauseln wie „übliche Über­stunden”, „Über­stunden in gering­fügigem Umfang” oder „in angemessenem Rahmen”. Ausreichend klar ist hingegen eine Regelung wie „10 Über­stunden pro Monat sind mit dem Gehalt abge­golten” (Landes­arbeits­gericht Hamm, Az.19 Sa 1720/11).

Doch selbst dann gilt: Wenn es einen Tarif­vertrag gibt, haben dessen Rege­lungen Vorrang. Anders ist das bei Gutverdienern. Da sind Über­stunden meist mit dem höheren Gehalt abge­golten. Das ist in der Regel so, wenn das Gehalt über der Beitrags­bemessungs­grenze der gesetzlichen Renten­versicherung liegt, meint das Bundes­arbeits­gericht (Az.5 AZR 765/10).

Im Jahr 2020 sind das 82 800 Euro jähr­lich, in den neuen Ländern 77 400 Euro. In meiner Firma machen alle Führungs­kräfte unbe­zahlte Über­stunden, obwohl im Arbeits­vertrag etwas anderes steht. Kann ich trotzdem darauf bestehen, dass meine Über­stunden bezahlt werden? Über­stunden muss der Chef nur bezahlen, wenn er sie ange­ordnet hat oder von ihnen weiß.

  • Behauptet er, dass alle Führungs­kräfte unbe­zahlt Über­stunden machen, bedeutet das: Er duldet sie.
  • Dann muss er sie auch bezahlen, wenn der Arbeits­vertrag das vorsieht.
  • Dass alle Kollegen unentgeltlich mehr arbeiten und damit einen rechts­widrigen Zustand akzeptieren, hat keine Auswirkung auf die Rechts­position eines einzelnen Arbeitnehmers (Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg, Az.15 Sa 66/17).

Verfallen Über­stunden, wenn sie nicht ausgezahlt werden? Das hängt vom Vertrag ab. Häufig werden Fristen genannt, nach deren Ablauf der Arbeit­geber die Über­stunden nicht mehr bezahlen muss. Solche Rege­lungen sind nur wirk­sam, wenn die Frist mindestens drei Monate beträgt.

  1. Auch Tarif­verträge enthalten häufig Verfalls­fristen.
  2. Fehlen solche Rege­lungen, gilt die allgemeine gesetzliche Verjährungs­frist von drei Jahren.
  3. Sie beginnt jeweils Ende des Jahres.
  4. Das heißt konkret: Bis Ende 2020 können Sie Über­stunden aus den Jahren 2019, 2018 und 2017 jetzt noch geltend machen.

Wichtig: Befürchten Sie, dass Ihre Firma insolvent gehen könnte, fordern Sie die rasch ein. Habe ich einen Anspruch auf Über­stunden­zuschläge? Darauf gibt es keinen grund­sätzlichen Anspruch. Doch viele Tarif­verträge sehen Zuschläge vor, ebenso Betriebs­ver­einbarungen oder individuelle Arbeits­verträge.

Häufig sind es 10 bis 25 Prozent der üblichen Vergütung. Fehlen solche Rege­lungen, können Zuschläge möglich sein, wenn sie branchen­üblich sind. Bei Nacht­arbeit schreibt das Arbeits­zeitgesetz einen angemessenen Zuschlag vor. Zwischen 23 und 6 Uhr findet das Bundes­arbeits­gericht 25 Prozent in Ordnung, bei Dauer­nacht­arbeit 30 Prozent (Az.10 AZR 423/14).

Was ist bei Teil­zeit: Stehen mir dann Zuschläge zu? Arbeiten Teil­zeit­beschäftigte länger als ihr Soll, erhalten sie oft keine Über­stunden­zuschläge, solange sie die übliche Arbeits­zeit eines Voll­beschäftigten nicht über­schreiten. Das sind in der Regel 39 Stunden.

Vorm Landes­arbeits­gericht Nürn­berg bekam eine Pfle­gekraft eine Absage, die 24 Stunden pro Woche in einer Klinik arbeitete und mehr­fach über diesen Zeit­rahmen hinaus einspringen musste. Sie leistete keine Wechsel­schicht- oder Schicht­arbeit. Der Tarif­vertrag für den öffent­lichen Dienst (TVöD) legt in Paragraf 7 fest, dass Arbeits­zeit nur dann als Über­stunde gilt, wenn sie die regel­mäßige wöchentliche Arbeits­zeit von Voll­beschäftigten über­schreitet, und wenn sie und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche ausgeglichen wird.

Bleibt die Arbeits­zeit darunter, handelt es sich nicht um Über­stunden, sondern um Mehr­arbeit (Az.3 Sa 348/18). Zählen Über­stunden bei der Lohn­fortzahlung im Krank­heits­fall mit? Oder beim Eltern­geld oder der Berechnung von Arbeits­losengeld? Das kommt darauf an.

  1. Bei Urlaub und Krankheit gilt das Lohn­ausfall­prinzip.
  2. Demnach ist der Arbeitnehmer so zu stellen, als würde er weiter seiner Arbeit nachgehen.
  3. Daher können Über­stunden bei der Berechnung der Entgelt­fortzahlung im Krank­heits­fall mitzählen, wenn sie regel­mäßig über einen längeren Zeitraum anfielen, also über mehrere Monate – sonst in der Regel nicht.
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Beim zählen Über­stunden mit, denn da geht es um die maßgebende regel­mäßige Arbeits­zeit, die über die vergangenen zwölf Monate berechnet wird. Anders ist das beim, sagt das Bundes­arbeits­gericht. Dort gilt nach dem Arbeits­förderungs­gesetz nur die tarifliche Arbeits­zeit (Az.

13.02.2019 – Wie bei jedem Vertrag gilt auch für den Arbeits­vertrag: Erst prüfen, dann unter­schreiben. Die Rechts­experten der Stiftung Warentest erklären, worauf es ankommt. 10.05.2021 – Streit zwischen Beschäftigten und Arbeit­gebern beruht oft auf falschen Vorstel­lungen von Rechten und Pflichten. test.de klärt über häufige Irrtümer auf. 25.01.2021 – Um Arbeitnehmer im Home­office zu kontrollieren, greifen einige Arbeit­geber zu Über­wachungs­software – nicht immer legal. Wir sagen, was verboten und was hinzunehmen ist.

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Sind zu viele Überstunden strafbar?

Könnte die Arbeitszeitrichtlinie reformiert werden? Das ist umstritten – Manche Arbeitnehmer nehmen an den Ruhezeiten Anstoß, die sie bald nachweisen sollen. Von acht bis zwölf arbeiten, dann Kinder betreuen, um sich von 18 bis 22 Uhr wieder an den Schreibtisch zu setzen – das geht der EU-Arbeitszeitrichtlinie nach nicht.

  1. Zwischen zwei Arbeitsintervallen müssen mindestens elf Stunden liegen (schon der zweigeteilte Arbeitstag ist bei strenger Auslegung der Richtlinie wohl nicht zulässig).
  2. Ob die Regel reformiert werden könnte, ist unter Juristen höchst umstritten.
  3. Die Begrenzung der Arbeitszeit gilt als eine der größten Errungenschaften der modernen Arbeitswelt – und muss in anderen Ländern längst dokumentiert werden.

Die Schweiz, Österreich und Italien etwa haben bereits die umfängliche Zeiterfassung, in Frankreich müssen Arbeitsbeginn und -ende sowie Ruhepausen aufgezeichnet werden, wenn Arbeitnehmer individuelle Verträge haben. Ausnahmen sind für leitende Angestellte vorgesehen, in Österreich für Mitarbeiter in Homeoffice und Außendienst.

  1. Ontrollieren müssen das die Arbeitsinspektionen, Behörden und Personalvertreter, stichprobenartig und bei Beschwerden.
  2. Bei Verstößen drohen drei bis vierstellige Bußgelder pro Fall.
  3. Eine Studie der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften stellt fest, dass die Dokumentation vereinzelt als “mühsam” wahrgenommen werde und Probleme bei der technischen Umsetzung bestehen.

Das einzige Problem aus Sicht des Schweizer Arbeitsrechtsanwalts Raphael Ciapparelli: “Die Arbeitsinspektoren müssten viel mehr kontrollieren.” Missachten deutsche Arbeitgeber Höchstarbeitszeiten, drohen Geldbußen bis zu 15 000 Euro pro Verstoß und Arbeitnehmer.

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Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Mehrarbeit?

1. Definition von Mehrarbeit und Überstunden – Von Mehrarbeit (im arbeitsrechtlichen Sinn) spricht man, wenn die gesetzliche oder tarifliche Höchstarbeitszeit überschritten wird. Überstunden hingegen sind die Überschreitung der für den Arbeitnehmer (aufgrund Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag) geltenden regelmäßigen Arbeitszeit.

Wie oft darf der Arbeitgeber Überstunden anordnen?

Bei einer 40-Stunden-Woche wird derzeit in Fachkreisen und Rechtsprechung diskutiert, ob ein Zeitrahmen von zwei bis acht unbezahlter Überstunden pro Arbeitswoche noch angemessen ist. Arbeitnehmern mit überdurchschnittlichem Gehalt werden tendenziell auch mehr Überstunden ohne extra Vergütung zugemutet.

Wie viele Überstunden sind unbezahlt erlaubt?

Sind unbezahlte Überstunden erlaubt? – Auch diese Frage lässt sich leider nicht allgemeingültig beantworten. Für den Fall, dass sich im Arbeitsvertrag keine entsprechende Regelung zur Abgeltung von Überstunden findet, sind grundsätzlich unbezahlte Überstunden nicht zulässig.

Dieser Fall sollte jedoch sehr selten sein, da wenn der Arbeitsvertrag die Ableistung von Überstunden vorsieht, sich meist auch eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag zur etwaigen Abgeltung der Überstunden finden wird. Üblicher sind Klauseln im Arbeitsvertrag, die erklären, dass „Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind”.

Die Regelung kann das Ableisten von unbezahlten Überstunden ermöglichen. Allerdings sind diese Klauseln mitunter unwirksam. Fehlt es beispielsweise an einer konkreten Nennung der Anzahl von unbezahlten Überstunden, ist die Klausel nichtig. Der Arbeitnehmer muss im Vorfeld wissen, welche Anzahl er im Zweifelsfall zu leisten hat.

  • Auch eine Klausel, die eine unangemessen hohe Anzahl von unbezahlten Überstunden anordnet, verstößt gegen das Gesetz und ist unwirksam.
  • Eine genaue rechtliche Anzahl, ab wann die erträgliche Anzahl von unbezahlten Überstunden erreicht ist, fehlt aufgrund der nicht vorhandenen gesetzlichen Überstundenregelung.

Allerdings halten die meisten Gerichte, welche in solchen Fällen bisher geurteilt haben, eine Abgeltungsklausel von 10 % der vertraglichen monatlichen Arbeitszeit für angemessen. Anders sieht es jedoch bei sogenannten Diensten „höhere Art” aus; also bei gehobener Tätigkeit in einem Unternehmen, hierbei hält das BAG (Bundesarbeitsgericht) eine zusätzliche Vergütung von Überstunden für unüblich, da zwischen solchen Angestellten und dem Arbeitnehmer ein bestimmtes Vertrauensverhältnis existiert.

Wann kann ich Überstunden verweigern?

Kann man Überstunden ablehnen und einfach nach Hause gehen? – Wenn der Arbeitsvertrag keine Regelungen zu Überstunden enthält und auch sonst keine besondere Notsituation vorliegt, kann der Arbeitnehmer grundsätzlich die Ableistung der Überstunden verweigern.

  1. Es ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Arbeitnehmer trägt hier ein Risiko: Ordnet der Arbeitgeber zulässigerweise Überstunden an und lehnt der Arbeitnehmer dies ab, so kann das nach vorheriger Abmahnung eine ordentliche Kündigung rechtfertigen.
  2. Der Arbeitnehmer sollte daher überlegen, ob er nicht erst einmal die Überstunden ableistet und die Anweisung im Anschluss gerichtlich überprüfen lässt.

Auf diese Weise muss er sich keine Arbeitsverweigerung vorwerfen lassen.

Was darf der Chef nicht zu mir sagen?

2. Private Informationen – Generell darf der Chef nicht über private Angelegenheiten eines Mitarbeiters sprechen, z.B. dessen private Situation, Krankheit, Probleme, u.ä. Auch nicht, wenn er von anderen Mitarbeitern explizit darauf angesprochen wird, weil es die Zusammenarbeit belastet, z.B. bei häufigen Fehlzeiten oder Alkohohlmissbrauch.

Was passiert wenn man mehr als 10 Stunden arbeitet?

Das Thema – Die tägliche Höchstarbeitszeit bietet in der betrieblichen Praxis immer wieder Anlass für Probleme. Dies beginnt bei der arbeitsvertraglichen Gestaltung und mündet nicht selten in der Geltendmachung von Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) durch Arbeitnehmer, Betriebsräte, Gewerkschaften und/oder die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Was muss zuerst abgebaut werden Urlaub oder Überstunden?

Der Freizeitausgleich hat zudem nichts mit dem gesetzlichen Urlaubsanspruch zu tun. Wer Überstunden abbummeln will, tut daher gut daran, erst dann den Urlaub zu buchen, wenn der Abbau vom Vorgesetzten abgesegnet ist.

Kann ich entlassen werden wenn ich kein Überstunde machen will?

Überstunden vertraglich im Arbeitsvertrag ausschließen – Ist bereits zu Beginn des Arbeitsverhältnisses klar, dass keine Überstunden geleistet werden können (beispielsweise aus familiären oder gesundheitlichen Gründen), so kann die Mehrarbeit bereits im Arbeitsvertrag ausgeschlossen werden. Allerdings weigern sich Arbeitgeber häufig eine solche Klausel in den Arbeitsvertrag aufzunehmen. unsplash.com/ Marten bjork Wer sich weigert Überstunden zu leisten, ohne dass diese vertraglich ausgeschlossen wurden, riskiert eine Abmahnung und im schlimmsten Fall sogar eine Kündigung, Allerdings dürfen auch die Überstunden die gesetzlich vorgeschrieben maximale Arbeitszeit nicht überschreiten.

  1. Arbeitnehmer dürfen laut Arbeitszeitgesetz in Deutschland nicht mehr als 48h (bei einer 6-Tage Woche) pro Woche arbeiten.
  2. In seltenen Ausnahmefällen darf die Arbeitszeit auf bis zu 10 Stunden (also 60 Stunden pro Woche) erhöht werden, allerdings muss der Arbeitgeber dafür im Folgenden einen (Freizeit-)Ausgleich schaffen.
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Generell kann der Ausgleich für die Überstunden bereits in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen festgelegt sein. Als Ausgleich kommt prinzipiell ein Freizeitausgleich oder eine entsprechende Vergütung in Frage. unsplash.com/Hutomo Abrianto Wichtig zudem: wer Überstunden macht, hat unter Umständen auch ein Recht auf längere Ruhezeiten. Denn grundsätzlich müssen zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn elf Stunden liegen. Wer länger arbeitet, darf dementsprechend auch später zur Arbeit erscheinen.

  • Auch die Pausenzeiten verlängern sich dementsprechend.
  • Wer länger als sechs Stunden arbeitet, hat einen Anspruch auf mindestens 30 Minuten Pause.
  • Wer neun Stunden oder mehr arbeitet, hat einen Anspruch auf mindestens 45 Minuten Pause.
  • Generell ist der Arbeitgeber verpflichtet die Überstunden seiner Mitarbeiter zu dokumentieren und für mindestens zwei Jahre aufzubewahren.

Mitarbeiter sollten ihre Überstunden allerdings auch selbst notieren, damit sie im Streitfall einen eigenen Nachweis über die Überstunden erbringen können. Mehr zum Thema Arbeitsrecht : Luftfahrt Arbeitsrecht – Arbeitsrecht Altenpflege – Arbeitsrecht in der Pharmaindustrie – Arbeitsrecht in der Gastronomie – Arbeitnehmerhaftung – Abbummeln von Überstunden

Wer entscheidet was mit Überstunden passiert?

In aller Kürze – Das hängt davon ab, welche Regelungen hierzu im Einzelnen im Arbeits- oder Tarifvertrag festgehalten sind. Grundsätzlich kommen beide Varianten in Betracht. Nein. Der Arbeitgeber entscheidet im Rahmen seines Weisungsrechts aus § 106 GewO darüber, wann Überstunden abzufeiern sind.

  1. Aber: es schadet natürlich nicht, diese Zeitspannen gemeinschaftlich mit dem Arbeitgeber zu planen und Absprachen zu treffen.
  2. Grundsätzlich lebt ein Arbeitsverhältnis vor allem vom partnerschaftlichen Miteinander von Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
  3. Das Drohen mit juristischen Schritten oder einem Anwalt führt häufig dazu, dass dieses partnerschaftliche Verhältnis gestört wird.

Rechtlichen Rat sollten Sie aber unbedingt dann in Betracht ziehen, wenn gemeinsame Absprachen nicht mehr möglich sind, sie nach mehreren Nachfragen immer noch keine Einigung erzielen konnten oder wenn sich der Arbeitgeber schlichtweg weigert, Überstunden auszugleichen.

Kann man zu Überstunden nein sagen?

Dürfen Arbeitnehmer Überstunden ablehnen? – Aber dürfen Sie das überhaupt? Ja, prinzipiell haben Sie tatsächlich das Recht, „Nein” zu Überstunden zu sagen. Das Direktionsrecht, auch Weisungsrecht genannt, des Arbeitgebers gibt ihm nicht die Macht, einseitig die Vertragsbedingungen zu ändern.

Sie schulden ihm also prinzipiell nur die vertraglich vereinbarte Arbeitsleistung sowie Arbeitszeit. Die einzige Ausnahme bildet eine Notsituation. Sollte es also für das Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht notwendig sein, dass die Arbeitnehmer für einen überschaubaren Zeitraum flächendeckend Überstunden leisten müssen, kann der Arbeitgeber diese obligatorisch anordnen, um die Existenz des Unternehmens zu sichern.

Was viele Arbeitnehmer allerdings nicht wissen: Eine solche Notsituation ist nicht der große Haufen unerledigter Arbeit oder die näher rückende Deadline für ein Projekt. Hierzu gehören lediglich unvorhersehbare Ereignisse, die außerhalb der Macht des Arbeitgebers stehen – eine Naturkatastrophe mit entsprechenden Sturm- oder Wasserschäden beispielsweise.

Was passiert mit nicht angeordneten Überstunden?

Weitere Voraussetzung für den Ausgleich von Überstunden – Weitere Voraussetzung für den Ausgleich für Überstunden ist, dass diese

entweder angeordnet, geduldet oder gebilligt oder objektiv zur Erledigung der anfallenden Aufgaben erforderlich gewesen sind.

Allein dass der Arbeitnehmer Überstunden erbracht hat genügt folglich nicht. Der Arbeitgeber muss also nur die Überstunden bezahlen, die er angeordnet, gebilligt oder geduldet hat. Dies ist vom Arbeitnehmer nachzuweisen. An dieser Beweislast scheitern die meisten Prozesse der Arbeitnehmer.

Tipp! Sofern der Arbeitnehmer die geleisteten Überstunden mit der Überschrift „Angeordnete und erbrachte Überstunden:” zeitnah quittieren lässt, hat er keine Probleme die erbrachten Überstunden auch durchzusetzen.

Sofern es an einer ausdrücklichen Anordnung von Überstunden fehlt, muss der Arbeitgeber die Überstunden dennoch bezahlen, sofern er merkt, dass nicht angeordnete Überstunden geleistet werden und dagegen nicht einschreitet, sondern die Überstunden hinnimmt.

  • Allerdings ist auch dies vom Arbeitnehmer nachzuweisen.
  • Einen Anspruch auf Ausgleich der Überstunden hat der Arbeitnehmer im Übrigen immer dann, sofern die erbrachten Überstunden zur Erledigung der ihm aufgetragenen Arbeit objektiv erforderlich waren.
  • Selbstverständlich hat der Arbeitnehmer keinen Anspruch darauf, Überstunden zu leisten.

Dies gilt auch für den Fall, dass in der Vergangenheit regelmäßig Überstunden erbracht wurden. Der Arbeitgeber muss sich keine Arbeitsleistungen aufdrängen lassen.

Wie lange darf man seine Überstunden sammeln?

Kurz & knapp: Verfall von Überstunden – Wann verfallen Überstunden normalerweise? Befindet sich eine Ausschlussfrist im Arbeitsvertrag, verfallen Überstunden sobald diese abgelaufen ist. Sie muss jedoch mindestens drei Monate betragen. Was, wenn die Frist zu kurz angesetzt ist? Ist die Frist im Arbeitsvertrag zu kurz angesetzt oder nicht existent, kommt es gemäß § 195 BGB nach drei Jahren zum Verfall von Überstunden (gesetzliche Verjährungsfrist).

  1. Önnen Überstunden auch bei Krankheit verfallen? Überstunden verfallen bei Krankheit, wenn diese durch einen Freizeitausgleich kompensiert werden sollen und der Arbeitnehmer in diesem Zeitraum erkrankt.
  2. Im Ratgeber erklären wir, wann Überstunden verfallen und welche Faktoren den Verfall von mehrgeleisteten Stunden beeinflussen können.

Weiterhin finden Sie hier Informationen dazu, ob Überstunden bei Krankheit verfallen oder dem betroffenen Mitarbeiter gutgeschrieben werden, wenn sie durch Freizeit ausgeglichen werden sollen und er innerhalb dieses Zeitraums erkrankt,

Wie viele Überstunden sind unbezahlt erlaubt?

Sind unbezahlte Überstunden erlaubt? – Auch diese Frage lässt sich leider nicht allgemeingültig beantworten. Für den Fall, dass sich im Arbeitsvertrag keine entsprechende Regelung zur Abgeltung von Überstunden findet, sind grundsätzlich unbezahlte Überstunden nicht zulässig.

  1. Dieser Fall sollte jedoch sehr selten sein, da wenn der Arbeitsvertrag die Ableistung von Überstunden vorsieht, sich meist auch eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag zur etwaigen Abgeltung der Überstunden finden wird.
  2. Üblicher sind Klauseln im Arbeitsvertrag, die erklären, dass „Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind”.

Die Regelung kann das Ableisten von unbezahlten Überstunden ermöglichen. Allerdings sind diese Klauseln mitunter unwirksam. Fehlt es beispielsweise an einer konkreten Nennung der Anzahl von unbezahlten Überstunden, ist die Klausel nichtig. Der Arbeitnehmer muss im Vorfeld wissen, welche Anzahl er im Zweifelsfall zu leisten hat.

Auch eine Klausel, die eine unangemessen hohe Anzahl von unbezahlten Überstunden anordnet, verstößt gegen das Gesetz und ist unwirksam. Eine genaue rechtliche Anzahl, ab wann die erträgliche Anzahl von unbezahlten Überstunden erreicht ist, fehlt aufgrund der nicht vorhandenen gesetzlichen Überstundenregelung.

Allerdings halten die meisten Gerichte, welche in solchen Fällen bisher geurteilt haben, eine Abgeltungsklausel von 10 % der vertraglichen monatlichen Arbeitszeit für angemessen. Anders sieht es jedoch bei sogenannten Diensten „höhere Art” aus; also bei gehobener Tätigkeit in einem Unternehmen, hierbei hält das BAG (Bundesarbeitsgericht) eine zusätzliche Vergütung von Überstunden für unüblich, da zwischen solchen Angestellten und dem Arbeitnehmer ein bestimmtes Vertrauensverhältnis existiert.