Warum Gibt Es Dialekte?

Warum Gibt Es Dialekte
Die germanischen Dialekte – Heute stoßen wir bei Reisen in ferne Länder auf unüberwindbare Sprachbarrieren, im eigenen Land hingegen seltener. Den Germanen erging es jedoch bereits in wesentlich kleineren Umkreisen so. Gerieten sie einmal an einen germanischen Stamm, der etwas weiter weg lebte, gab es Verständigungsprobleme.

Wie sind die Dialekte entstanden?

Die deutschen Dialekte oder deutschen Mundarten sind die eigenständig aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen beziehungsweise dem Alt- und Mittelniederdeutschen entwickelten, von der deutschen Schrift- oder Standardsprache genetisch unabhängigen, landschaftlich geprägten Formen der deutschen Sprache,

  1. Diese Mundarten bilden in ihrer Gesamtheit einen Teil des kontinentalgermanischen beziehungsweise westgermanischen Dialektkontinuums,
  2. Im soziolinguistischen Kontext können die deutschen Dialekte weitgehend definiert werden als die westgermanischen Sprachvarietäten, für die Standarddeutsch die Kultursprache und/oder die am engsten verwandte Sprache ist.

Die Dialekte werden traditionell in hochdeutsche und niederdeutsche Mundarten unterteilt, also in die Dialekte der „höheren” und der „niederen” Lande. Die Dialekte der höheren Lande wurden in größerem oder geringerem Ausmaß von der sogenannten hochdeutschen Lautverschiebung betroffen, von der die Mundarten in den niederen Landen unberührt blieben.

Warum gibt es verschiedene Akzente?

Woher weiß ich, ob es sich um einen Dialekt oder Akzent handelt? – Akzente kann man leicht mit Dialekten verwechseln. Wie kannst du also bestimmen, ob ein Dialekt oder Akzent gesprochen wird? Ein Akzent bezieht sich auf die Aussprachegewohnheiten einer Muttersprache in einer anderen Sprache.

Ein Französisch-Muttersprachler, der Deutsch spricht, hat oft einen französischen Akzent. Das bedeutet, dass er deutsche Wörter so ausspricht, als würde er seine Muttersprache sprechen. Da einige Laute, wie das englische, nicht in unserer Sprache vorkommen, tendieren manche Menschen dazu, es wie einen bekannten Laut in ihrer Muttersprache auszusprechen, etwa wie ein oder manchmal wie ein,

Das wäre dann Englisch mit deutschem Akzent.

Was macht einen Dialekt aus?

Standardsprache als Dachsprache – → Hauptartikel : und Eine Standardsprache überdacht (beim Vorhandensein einer ist diese die Überdachung) die Dialekte der Regionen eines Sprach-/Dialektkontinuums und wird daher als Dachsprache bezeichnet. Während sich die Dialekte benachbarter Orte zumeist nur geringfügig unterscheiden und sich deren Sprecher problemlos gegenseitig verstehen, wird die Verständigung schwieriger, je weiter die Dialekte voneinander entfernt sind.

  • Erst die überdachende Standardsprache bzw.
  • Standardvarietät ermöglicht eine gegenseitige Kommunikation auch zwischen Dialektsprechern derselben Sprache bzw.
  • Innerhalb des Sprachsystems, die weit voneinander entfernt wohnen.
  • Ähnlich wie man sich einer wie Englisch bedient, um über unterschiedliche Sprachräume hinweg, oft international, zu kommunizieren, bedient man sich einer Standardsprache zur Kommunikation im eigenen Sprachraum (oft national), also über alle Dialekte einer Sprache hinweg.

So kann ein Dialekt durchaus eine Ausprägung als regionale Standardsprache im überregionalen Sprachraum haben oder sich zu einer solchen entwickeln, wenn er als Dach-, und/oder unterschiedliche Dialektregionen miteinander verbindet. So überdachte z.B.

das Luxemburgische im als Standardvarietät einen kleinen Sprachraum mit regionalen Dialektvarietäten. Die Muttersprachler sprechen hier neben ihren jeweiligen Ortsdialekten eine Varietät einer Standardsprache, die inzwischen dem deutschsprachigen nicht mehr ähnelnde Standardvarietät des, Bei den Mundarten handelt bzw.

handelte es sich um Variationen der, innerhalb der der Sprachgruppe. In diesem speziellen luxemburgischen Fall, der sich im Laufe des 20. und 21. Jahrhundert veränderte, heißt dies in Bezug zur Angehörigkeit zum Standardluxemburgisch und bzw. hieß in der Vergangenheit „Triglossie” zusätzlich zum Standarddeutsch.

Ein Dialekt ist die örtliche regionale Ausprägung einer Sprache, die Standardsprache bzw. Standardvarietät eine überörtliche, überregionale Dachsprache mit einem kleineren oder größeren Einzugsgebiet. „Man kann Dialekte daran erkennen, daß man sie vor allem spricht und selten schreibt.” Standardsprachen bzw.

ihre Standardvarietät(en) sind im Vergleich zur Dauer der bisherigen Geschichte von Sprachen relativ junge Sprachausprägungen. In der historisch und volkskundlich ausgerichteten deutschen seit der war die Unterscheidung von Dialekt und standardisierter Sprache daher relativ unproblematisch.

Was ist ein Dialekt einfach erklärt?

Ein Hinweisschild am Kölner Dom auf „Kölsch”, dem Kölner Dialekt Ein Dialekt ist die Art, wie jemand eine Sprache spricht. Bei uns schreibt man Hochdeutsch oder Standarddeutsch. Gesprochen wird so meist in den Nachrichten und oft zum Beispiel auch in der Politik,

Im Alltag sprechen aber die meisten Leute einen Dialekt. Dialekte gibt es in jeder Sprache. „Dialekt” kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Gespräch” oder „Redeweise”. Ein deutsches Wort dafür ist „Mundart”. Die Menschen reden also, wie ihr Mund es gerade will. Oft sagt man auch: „Er spricht so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.” Gemeint ist die Sprechweise der Menschen, die in einem bestimmten Gebiet leben.

Der Dialekt kann von Dorf zu Dorf schon etwas unterschiedlich sein. Man fasst Dialekte aber auch in große Gruppen zusammen. Ein Dialekt kann dann auch der Dialekt einer großen Gegend sein, wie der Tiroler Dialekt oder der sächsische Dialekt. Manchmal sind die Menschen sich unsicher, was genau eine Sprache und was ein Dialekt ist.

Wie viele Dialekte gibt es auf der Welt?

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Westdeutscher Rundfunk-Logo 18.01.2022 ∙ Planet Wissen ∙ WDR Ab 0 UT Es gibt etwa 7000 unterschiedliche Sprachen auf der Welt und unzählige Dialekte. Sie haben sich über viele Jahrhunderte entwickelt und verändern sich immer wieder aufs Neue. Bild: wdr Sender Westdeutscher Rundfunk-Logo Video verfügbar: bis 13.11.2024 ∙ 13:00 Uhr

Was ist der älteste deutsche Dialekt?

Althochdeutsch
Gesprochen in südlich der sogenannten „ Benrather Linie ”
Sprecher seit ca.1050 keine mehr
Linguistische Klassifikation

Indogermanisch Germanisch Westgermanisch Althochdeutsch

Sprachcodes
ISO 639 -1
ISO 639 -2 goh
ISO 639 -3 goh

Als althochdeutsche Sprache oder Althochdeutsch (abgekürzt Ahd.) bezeichnet man die älteste schriftlich überlieferte Sprachstufe des Deutschen, die etwa zwischen 750 und 1050 gesprochen wurde. Ihr unmittelbarer Vorläufer war das Voralthochdeutsche, das sich vom Althochdeutschen vor allem durch die noch nicht durchgeführte Zweite Lautverschiebung unterscheidet und im 5.

bis 7. Jahrhundert gesprochen wurde. Das Voralthochdeutsche wiederum ist die südliche Teilgruppe des Westgermanischen, zu dem auch die Vorläufer des Altsächsischen, Altfriesischen, Altniederfränkischen und Altenglischen gehören. Wie das Westgermanische insgesamt ist auch das Voralthochdeutsche nur durch wenige Runeninschriften und Eigennamen in lateinischen Texten belegt.

Das Wort „ deutsch ” erscheint zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahre 786 in der mittellateinischen Form theodiscus, In einer Kirchenversammlung in England seien die Beschlüsse „ tam latine quam theodisce ” verlesen worden, also „sowohl lateinisch als auch in der Volkssprache”.

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Mit dieser Volkssprache war freilich das Altenglische gemeint.) Die althochdeutsche Form des Worts ist erst deutlich später belegt: In der Abschrift eines antiken Sprachlehrbuches in lateinischer Sprache, vermutlich im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts angefertigt, fand sich der Eintrag eines Mönches, der offenbar das lateinische Wort galeola (Geschirr in Helmform) nicht verstanden hatte.

Er muss sich bei einem Mitbruder nach der Bedeutung dieses Wortes erkundigt und die Bedeutung in der Sprache des Volkes hinzugefügt haben. Für seine Notiz verwendete er die althochdeutsche Frühform „ diutisce gellit ” („auf Deutsch ‚Schale‘”).

Welche Sprache hat die meisten Akzente?

Deutsch ist bei den unsexy Sprachen ganz vorne mit dabei – In einer zweiten Abstimmung fragte die Sprachlern-App ab, welche Sprache die Teilnehmer als besonders unerotisch einschätzten. Hier ist Deutsch ganz vorne mit im Rennen – und landet mit 21,5 Prozent auf dem zweiten Platz der unsexysten Sprachen der Welt.

Wieso gibt es in Deutschland so viele Dialekte?

Die germanischen Dialekte – Heute stoßen wir bei Reisen in ferne Länder auf unüberwindbare Sprachbarrieren, im eigenen Land hingegen seltener. Den Germanen erging es jedoch bereits in wesentlich kleineren Umkreisen so. Gerieten sie einmal an einen germanischen Stamm, der etwas weiter weg lebte, gab es Verständigungsprobleme.

Ist Sächsisch ein Dialekt?

Viel Verwirrung rund um Sächsisch – Beim Blick auf eine deutsche Dialektkarte wird schnell klar, dass unsere Vorstellung von einem sächsischen Dialekt (wie so oft) nicht deckungsgleich mit der linguistischen Definition ist: In der Sprachwissenschaft werden die niederdeutschen als Niedersächsisch klassifiziert, also die „platten” Dialekte, die im Norden Deutschlands gesprochen werden.

  1. Das hängt nicht etwa mit dem Bundesland Niedersachsen zusammen.
  2. Der Name kommt vom Volksstamm der Sachsen, der im ersten Jahrhundert im Nordwesten des heutigen Deutschlands und im Osten der heutigen Niederlande lebte.
  3. Dass heutzutage ein paar andere Gebiete den Namen Sachsen tragen, obwohl dort nicht vorrangig die Nachfahren dieses Volksstamms leben, ist einer dynastischen Namenswanderung zu verdanken: Der Titel des Herzogs von Sachsen ging 1180 erstmals an einen Fürsten außerhalb des alten Volksgebietes der Sachsen.

Mit späteren Fürsten wanderte dieser Titel geografisch immer weiter. Der Name Sachsen wurde aufgrund der Wichtigkeit des Titels (der mit der Ehre eines Kurfürsten verbunden war) auch auf die fürstlichen Länder und schließlich auf deren Bewohner übertragen.

  • Das Sächsisch, das im Bundesland Sachsen gesprochen wird, wird zur Abgrenzung Obersächsisch genannt.
  • Es gehört zu den ostmitteldeutschen Dialekten,
  • Wenn von Angelsächsisch die Rede ist, wird dagegen auf die Angeln und Sachsen verwiesen, die vor langer Zeit Großbritannien besiedelt haben – es ist also der englische Sprach- und Kulturraum gemeint.

Verwirren dich die vielen verschiedenen sächsischen Dialekten schon jetzt? Dann versuchen wir es noch einmal klarer auszudrücken: Es geht im folgenden Artikel um die Mundarten im heutigen Bundesland Sachsen. Leider hört die Verwirrung damit nicht ganz auf.

Wie viele Dialekte hat das Deutsche?

2. Wie viele Dialekte gibt es in Deutschland? – Aufgrund ihrer Ähnlichkeit haben Sprachwissenschaftler die deutschen Mundarten zu großen Verbänden zusammengefasst. Je nach Einteilung gibt es bis zu 20 solcher großen Dialektgruppen. Rheinhessisch und Pfälzisch gehören demnach zur Gruppe der rheinfränkischen Dialekte.

Was verbindet man mit einem Dialekt?

Was sind Dialekte? – Das Wort “Dialekt” bedeutet in der Sprachwissenschaft 1 eine ortsgebundene Sprachvarietät 2, Hört sich kompliziert an, oder? Mit anderen Worten gesagt, bedeutet “Dialekt” eine sprachliche Variation 3 einer bestimmten Sprache, die in bestimmten Regionen eines Landes verwendet wird.

Dialekt” ist auch als “Mundart” bekannt. Von diesem Wort lässt sich die Bedeutung des Wortes etwas leichter ableiten: Bei einer Mundart (einem Dialekt) geht es um eine Art einer bestimmten Sprache. Wichtig ist dabei, dass es sich bei einem Dialekt hauptsächlich um eine gesprochene, mündliche Alltagssprache in einer bestimmten Region eines Landes handelt.

Stell dir eine Sprache vor, beispielsweise Englisch. Diese Sprache wird in verschiedenen Orten unterschiedlich gesprochen. Diese spezifischen, unterschiedlichen Realisierungen 4 der Sprache in verschiedenen Regionen sind Dialekte, Aber zurück nach Deutschland.

  1. In Deutschland gibt es eine dialektfreie Standardsprache, die Kinder in der Schule lernen oder die wir als Deutschlerner in den Fremdsprachenkursen beigebracht bekommen.
  2. Diese Sprache ist auch als Hochdeutsch bekannt.
  3. Es gibt aber auch Dialekte.
  4. Ein deutscher Dialekt ist eine Redeweise in bestimmten Regionen Deutschlands.

Je nach Region kann ein Wort unterschiedlich ausgesprochen werden oder sogar eine völlig andere Bedeutung haben. Ein Beispiel: Das Wort “Mädchen” in Pluralform ist in Süddeutschland als “Mädel”, “Mad(e)ln”, “Diandl(a)n” oder auch “Gitschn” bekannt. In Nord- und Mitteldeutschland ist es ziemlich langweilig: Hier spricht man meistens von “Mädchen”.

Doch auch im Norden kennt man andere Bezeichnungen, wie zum Beispiel “Deern” oder “Wicht”. Klingt völlig anders, oder? Dialekte unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf die Bedeutung eines Wortes oder seine Aussprache. Man kann Unterschiede zwischen den Dialekten auch in der Grammatik beobachten. Nehmen wir das “allerliebste” Thema aller Deutschlerner – bestimmte Artikel,

Einige Substantive haben je nach Region verschiedene Artikel. In Nord- und Mitteldeutschland fährst du beispielsweise durch DEN Tunnel, in Süddeutschland hingegen durch DAS Tunnel. In Nord- und Mitteldeutschland essen wir DEN Joghurt, in Süddeutschland – DAS Joghurt. Du willst dein Deutsch verbessern? Mit diesen 10 Methoden habe ich damals selbst Deutsch gelernt

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Ist Fränkisch ein Dialekt?

Übersichtskarte der Dialekte in Deutschland. (Entwurf und Ausführung: Alfred Klepsch ) Sprachräume in Franken. (Entwurf und Ausführung: Alfred Klepsch) Alfred Klepsch Unter fränkischen Dialekten versteht die Forschung eine Reihe deutscher Dialekte, die im Main-Rhein-Gebiet beheimatet sind. Sie gehören zum nieder-, mittel- und oberdeutschen Sprachraum.

Die fränkischen Regierungsbezirke umfassen größtenteils das ostfränkische Dialektgebiet, das dem Oberdeutschen zuzurechnen ist. Nur im westlichen Unterfranken (Aschaffenburger Raum) spricht man Rheinfränkisch (mitteldeutsch). Im übrigen Unterfranken dominiert das Unterostfränkische, in Mittel- und Oberfranken das Oberostfränkische.

Gegenüber dem bairischen Sprachraum besteht im Nürnberger Raum eine breite Mischzone.

Wie als Dialekt?

Seit dem folgenden Frühneuhochdeutschen (ca.1350-1650) wird – wie auch noch heute – bei Äquativen wie genutzt, bei Komparativen als. Viele Dialekte und Regiolekte sind nun einen Schritt weitergegangen und ersetzen wieder die Komparativform durch die des Äquativs, so gilt jetzt in beiden Fällen wie.

Was war die erste Sprache auf der Welt?

Die Sprachen der Welt: Aramäisch – 3. September 2019, 15:55 Aramäisch ist die älteste Sprache der Welt, die heute noch gesprochene wird. Es gibt sie schon seit 3000 Jahren und schon Jesus hat Aramäisch gesprochen. Rudi ist ganz aufgeregt: er hat Dominik getroffen, der diese uralte Sprache spricht.

  1. Dominik erzählt, wann und mit wem er sich auf Aramäisch unterhält, zeigt dem Radiohund die aramäischen Schriftzeichen und versucht Rudi einige Worte beizubringen.
  2. Dominik: “Ich habe das aramäische ABC so als solches noch nie gesehen, aber auf YouTube hab ich einmal ein aramäisches Lied gehört und in den Kommentaren geschaut und ich konnte es nicht lesen.

Die Schrift schaut ganz anders aus; ich finde es schaut viel älter aus.” Gestaltung: Lea Heurteur

Welche ist die älteste Sprache der Welt?

Alte Sprachen, die auch heute noch verwendet werden Viele der heute gesprochenen Sprachen, haben zwar alte Vorfahren, sind aber selbst keine sehr alten Sprachen. Nehmen wir beispielsweise die deutsche Sprache. Diese ist aus zahlreichen Vorgängern aus dem Gebiet entstanden, das heute Deutschland ist.

  • Eine davon ist zum Beispiel das Sächsische, das auch ein Vorfahr des Englischen ist.
  • Deutsch selbst ist aber noch keine tausend Jahre alt.
  • Das Gegenteil ist bei den Sprachen auf dieser Liste der Fall.
  • Aramäisch ist die älteste noch gesprochene Sprache auf der Welt.
  • Lateinisch ist ebenfalls einige tausend Jahre alt und wird heute immer noch von Millionen Menschen gelernt.

Ein weiteres uraltes Rätsel ist die baskische Sprache. Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken!

Was ist der schönste deutsche Dialekt?

Die schönsten Dialekte Deutschlands – Auf Platz eins hat es ein Dialekt geschafft, der in ganz Deutschland bekannt ist: bayerisch. Dabei handelt es sich um einen Dialekt, den auch die meisten Menschen sofort zuordnen können. Dabei ist nicht nur der Klang der Sprache, etwa durch das rollende „r”, besonders.

  • Auch viele Redensarten des bayerischen Dialekts wie beispielsweise „Ja, mei!” oder „So a Schmarrn!” haben es zu überregionaler Bekanntheit geschafft.
  • Nicht nur die TRAVELBOOK-Leser haben sich übrigens für den Dialekt ausgesprochen: Auch die UNESCO hat sich 2009 für das Bayerische eingesetzt und die „bairische” Sprache als gefährdet und damit schützenswert eingestuft, wie auf der Seite des „Förderverein Bairische Sprache und Dialekte” zu lesen ist.

Sylvia Freund von Bayern Tourismus freut sich über die Platzierung: „Für uns ist das bayerische Lebensgefühl das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des Reiselandes Bayern. Daher freut es uns sehr, dass die bayerischen Dialekte als ein Ausdruck dieser besonderen Lebensart von so vielen Menschen positiv wahrgenommen werden.” Doch was macht den Dialekt eigentlich so besonders? „Wenn Leute Bairisch hören, kommen bei diesen sofort Bilder wie Berge, Seen, Landschaften, Brauchtum und Leute in Tracht.

Das sind alles positive Bilder, die von vielen Menschen positiv erlebt werden bzw. in Erinnerung sind”, erklärt Siegfried Bradl, Vorsitzender des Fördervereins Bairische Sprache und Dialekte, TRAVELBOOK. „Sprachbezogen kommt hinzu, dass der bairische Dialekt gut ‚ins Ohr geht‘, filigran und feinsinnig in seiner Ausdrucksweise ist und die Emotionalität der Menschen mit einschließt”, sagt Bradl weiter.

Für Bradl gibt es übrigens eine klare Unterscheidung von bayerisch und bairisch. Mit der Schreibung bayerisch beziehe man sich auf das geografische und politische Gebilde des heutigen Freistaats, mit bairisch hingegen auf einen bestimmten Dialekttyp. „Dieser wird außer in Altbayern (Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz) auch in Österreich und darüber hinaus gesprochen”, erklärt Bradl.

Wer spricht das reinste Deutsch?

Umfrage: bestes Hochdeutsch in Hannover – Eines der ersten Teilvorhaben innerhalb des Projekt war eine repräsentative Forsa-Umfrage in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. (GfdS) im Oktober 2020, bei der bundesweit 2004 Menschen unter anderem zum Ort des “besten” Hochdeutsch befragt wurden.

Dabei konnte der Mythos um das “beste” Hochdeutsch in Hannover erstmals deutschlandweit bestätigt werden.24 Prozent der Befragten nennen den Raum oder die Stadt Hannover als Ort, an dem das beste Hochdeutsch gesprochen wird, gefolgt von Niedersachsen allgemein (14 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (6 Prozent).

Die Umfrage ist die erste Erhebung zu diesem sprachlichen Mythos. Alle Ergebnisse der Forsa-Umfrage inklusive Fragen zum Hannover-Mythos sind in der heute erschienenen Broschüre “Hannover – Zentrum des Hochdeutschen, Einschätzung zum ‘besten’ Hochdeutsch in Deutschland” nachzulesen.

Sie ist online abrufbar unter https://www.stadtsprache-hannover.de/publikationen und auch als Print-Exemplar zu bestellen. Als nächster Schritt im Projekt sind nun Sprachaufnahmen von Hannoveranerinnen und Hannoveranern sowie sprachbiografische Interviews geplant. Diese Aufnahmen werden mit aktuellen linguistischen Methoden analysiert und ausgewertet.

Auch einige Bachelor- und Masterarbeiten an der Fakultät beschäftigen sich bereits mit Teilbereichen innerhalb des Projekts.

Warum gehen Dialekte zurück?

V on Alemannisch bis Westfälisch: In Deutschland werden zahllose Dialekte gesprochen – allerdings immer weniger. Denn viele Eltern bringen ihren Kindern Mundart nicht mehr bei. “Dialekt wird nach und nach aufgegeben werden, weil man ihn für die Kommunikation nicht mehr braucht”, sagt Alexander Werth vom Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas der Universität Marburg.

  1. Bundesweit gibt es laut Werth rund 20 Dialekträume, die etwa das Fränkische oder das Sächsische umfassen.
  2. Jede einzelne Mundart könne man in Deutschland nicht zählen.
  3. Aber was ist überhaupt ein Dialekt? “Wir verstehen darunter eine eigene Sprache, die lokal möglichst klein begrenzt ist und eine eigene Grammatik aufweist”, erläutert Werth.
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Während der Dialekt allmählich verschwindet, hält sich der sogenannte Regiolekt, der zwischen Dialekt und Standardsprache liegt. “Das ist eine regional gefärbte Umgangssprache, die Grammatik ist aber trotzdem Hochdeutsch”, sagt Werth. Als Beispiel nennt er den “ich”-Laut, den Menschen etwa in Hessen oder der Pfalz als “isch” aussprechen.

Dennoch: Trotz regionaler Färbung können Regiolekte die über Jahrhunderte gewachsenen Mundarten nicht ersetzen. Viele Dialekte gehen bis auf das Mittelalter zurück. Genauer: auf jene Zeit nach der Völkerwanderung, als die germanischen Stammesverbände sesshaft wurden. Voneinander abgeschnitten entwickelten sie ihre eigenen Formen der westgermanischen Sprachen.

Natürliche Grenzen verstärkten die Isolation – etwa der Fluss Lech: Westlich des Donau-Zuflusses sprechen die Menschen Schwäbisch, auf der östlichen Seite dagegen Bairisch.

Wie kam es zum Sprachwandel?

Sprachwandel oder Sprachdynamik bezeichnet die Veränderung oder Entwicklung einer Sprache und wird in der historischen Linguistik und der Soziolinguistik erforscht. Als wesentliche Triebkräfte des Sprachwandels werden Zweckmäßigkeit, Evolution, aber auch Analogie, Entlehnung und Lautgesetz angesehen.

Wie entstehen Sprachvarietäten?

Sprachvarietäten Definition – Eine Sprachvarietät ist eine Abweichung von der Standardsprache — also dem „Wörterbuchdeutsch” mit korrekter Grammatik und exakter Aussprache. Weil Menschen ihre Sprache an verschiedene Situationen oder Gesprächspartner anpassen, entstehen verschiedene Ausprägungen einer Sprache.

geografisch verankerte Sprachvarietäten → Beispiel Dialekte stilistisch unterschiedliche Sprachvarietäten → Beispiel Fachsprache personenbezogene Sprachvarietäten→ Beispiel Jugendsprache

Übrigens: Varietät stammt vom lateinischen Wort varietas ab, was mit „Vielfältigkeit” übersetzt wird. Welche Sprachvarietät verwendet wird, hängt mit unserer Sprachkompetenz zusammen und ist außerdem abhängig von der jeweiligen Situation.

Wie viele Dialekte hat das Deutsche?

2. Wie viele Dialekte gibt es in Deutschland? – Aufgrund ihrer Ähnlichkeit haben Sprachwissenschaftler die deutschen Mundarten zu großen Verbänden zusammengefasst. Je nach Einteilung gibt es bis zu 20 solcher großen Dialektgruppen. Rheinhessisch und Pfälzisch gehören demnach zur Gruppe der rheinfränkischen Dialekte.

Wie ist Hochdeutsch entstanden?

Auch im Internetzeitalter gilt: Was wir dort lesen oder in den Medien hören oder sehen, heißt „Hochdeutsch”. Doch Deutsch ist viel mehr als nur eine Sprache. Willkommen in der Welt der Dialekte. Für 98 Millionen Menschen ist Deutsch die Muttersprache. Sie leben in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Lichtenstein, Belgien, Luxemburg und Norditalien.

  1. Was sie sprechen und schreiben heißt „Hochdeutsch” oder genauer „Standarddeutsch”.
  2. Was das ist, wie die Grammatik funktioniert, welche Rechtschreibung gilt, welche Wörter dazugehören oder nicht – und natürlich auch, wie man diese Wörter ausspricht, dazu gibt es Regeln, Wörterbücher und amtliche Richtlinien.

Und schon jetzt ist Schluss mit den Gemeinsamkeiten: Denn Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz haben jeweils eigene Standardwörterbücher. Die Unterschiede sind nicht sehr groß, aber erkennbar. Die wirkliche Vielfalt und der wunderbare Variantenreichtum der deutschen Sprache zeigen sich jedoch in ihren Dialekten, den regionalen Abweichungen vom Standarddeutsch. Luthers Bibelübersetzung legte den Grundstein für die hochdeutsche Sprache null picture-alliance/akg-images Seit Mitte des 15. Jahrhunderts konnte man in Deutschland Bücher drucken. Doch das erste wirklich erfolgreiche Buch entstand im Jahr 1522: Martin Luthers Bibelübersetzung bildete die Grundlage für das, was wir heute „Hochdeutsch” nennen.

  • Wenn Luther in Bayern gelebt hätte, sähe die deutsche Standardsprache heute möglicherweise anders aus.
  • Hat er aber nicht.
  • Und so ist eine mitteldeutsche Sprache, die eigentlich nur einer von vielen deutschen Dialekten war, zur allgemein gültigen deutschen Hochsprache geworden.
  • Hochdeutsch und Niederdeutsch Das Wort „Hochdeutsch” ist übrigens irreführend.

Denn es bedeutet nicht, dass diese Art der Sprache höher steht als die anderen Sprachen. Sprachwissenschaftler bezeichnen mit „Hochdeutsch” eine Gruppe von Sprachvarianten, die in den höher gelegenen Teilen Deutschlands, also in der Mitte und im Süden, gesprochen werden. Manche Dialekte – wie Platt – werden an Grundschulen unterrichtet null DW/J. Albreht Im Norden, da wo das Land flach oder „platt” ist, spricht man Niederdeutsch oder kurz „Platt”. Doch weil Hochdeutsch so schön gebildet klingt, nach Büchern, Gelehrten und amtlichen Schreiben, hat sich der Ausdruck „Platt” auch für Dialekte durchgesetzt, die eigentlich geographisch nicht zu Niederdeutschland zählen. Georg Wenkers Sprachatlas war im 19. Jahrhundert bahnbrechend null picture-alliance/dpa Nördlich von dieser Linie, also in den niederdeutschen Dialekten, heißt das hochdeutsche Wort „machen” „maken”, das hochdeutsche „das” „dat” und das hochdeutsche „ich” „ik”.

  1. Er nannte diese Grenze die „Benrather Linie”, weil sie in dieser Stadt südlich von Düsseldorf den Rhein kreuzt.
  2. Die Freuden der Vielfalt Manche Dialekte unterscheiden sich stark vom Hochdeutschen, etwa das Bayrische oder das Badisch-Alemannische.
  3. Andere Dialekte wie Thüringisch oder Anhaltisch sind dem Hochdeutschen sehr ähnlich.

Kein Wunder, denn Martin Luther lebte ja genau in der Mitte Deutschlands. Nicht nur bei Dialekten kann es zu Verständigungsproblemen kommen null picture-alliance/U. Baumgarten Doch auch innerhalb eines Dialekts gibt es Abweichungen in der Klangfarbe, der Satzmelodie oder auch bei einzelnen nur regional benutzten Wörtern. Für einen Bayern mögen Kölner, Dürener oder Aachener gleich sprechen.

  • Diese jedoch können untereinander sehr wohl erkennen, woher sie stammen.
  • Richtig oder falsch gibt’s nicht Dieser Variantenreichtum entsteht natürlich vor allem deswegen, weil es niemanden gibt, der sagt, was richtig oder was falsch ist.
  • Es gibt zwar hier und da Mundartwörterbücher, doch die sind nicht verpflichtend.

Wichtiger ist da schon die Frage, ob man sich versteht oder nicht. Ob ein Norddeutscher nun „schnacken” sagt, ein Hesse „babbele”, ein Rheinländer „kalle” oder ein Schwabe „schwätze”: Gemeint ist nichts weiter als „sprechen”. Und das macht Spaß – vor allem in den verschiedenen deutschen Dialekten.