Warum Gibt Es In Deutschland Kein Tempolimit?

Warum Gibt Es In Deutschland Kein Tempolimit
Koalition aus Klimaschützern und Umweltbundesamt – Umso erstaunlicher, dass die Ampel-Parteien, als sie ihre „Fortschrittskoalition” schmiedeten, diesen Schritt nicht gegangen sind. „Ein generelles Tempolimit wird es nicht geben”, heißt es im Koalitionsvertrag unter dem Zwischentitel Verkehrsordnung.

  • Gleichzeitig wollen SPD, Grüne und FDP das Straßenverkehrsgesetz und die Straßenverkehrsordnung so anpassen, dass auch „die Ziele des Klima- und Umweltschutzes” berücksichtigt werden.
  • Limaschützer – im Verbund mit dem Umweltbundesamt – könnten an dieser Stelle einwenden, dass ein Tempolimit dann doch eine ganz gute, nicht allzu kostspielige Idee wäre.

Aber zu einer Ampel-Koalition gehört nun einmal die FDP. Und die will ihre Wählerschaft nicht auch noch mit Geschwindigkeitsbegrenzungen vergrätzen. Doch auch die andere Seite lässt nicht locker. Erst vor wenigen Tagen hat das Umweltbundesamt (UBA), dem eine gewisse Nähe zu grüner Politik nachgesagt wird, eine neue Studie vorgestellt, die besagt, dass durch Tempolimits noch viel mehr Treibhausgase eingespart werden könnten, als bislang angenommen.

Was spricht gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Contra Tempolimits – Einen Angriff auf die Freiheit – so bezeichnen viele Gegner von Tempolimits den Vorstoß für generelle Höchstgeschwindigkeiten in Deutschland. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer sieht dies als Einschränkung und stellt den vermeintlich hohen Beitrag zum Klimaschutz durch Tempolimits in Frage: „Die Zukunft der Mobilität liegt nicht in Einschränkungen – und ein generelles Tempolimit ist eine Einschränkung.

  • Auch zum Klimaschutz würde Tempo 130 auf Autobahnen nur geringfügig beitragen.” ( Verkehrsminister Andreas Scheuer im Interview mit dem Hamburger Abendblatt ) Bestes Beispiel für eine Einschränkung stellen derzeit die Diesel-Fahrverbote dar.
  • Auch sie sollen in Großstädten zu CO2-Einsparungen beitragen.

Dafür werden etliche Dieselfahrer aus den Innenstädten verbannt. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung spricht sich mittlerweile gegen Diesel-Fahrverbote aus. Möglicherweise auch, weil die freien Bürger nicht mehr mit solchen Einschränkungen leben wollen.

Zwar kann ein Tempolimit auf Autobahnen die Zahl der Unfälle senken, jedoch passiert der Großteil der tödlichen Unfälle auf Landstraßen, die bereits mit einer Begrenzung ausgestattet sind. Zudem lässt sich laut ADAC „keine höhere Unfallschwere” im Vergleich zu anderen Ländern, wie Österreich, Belgien oder den USA, feststellen, in denen bereits Tempolimits existieren.

Nicht ohne Grund gelten deutsche Straßen also als verhältnismäßig sicher und Autobahnen wiederum zu den sichersten Straßen in Deutschland. Auch die Einsparung von CO2-Emissionen relativiert der ADAC. Die zwei Millionen Tonnen pro Jahr, die das Handbuch für Emissionsfaktoren als Einsparungspotenzial sieht, machen nur rund zwei Prozent der CO2-Emissionen des Pkw-Verkehrs aus.

Ein weiteres, häufig angeführtes Argument gegen generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen ist, dass die Geschwindigkeit auf dem Großteil der Straßen in Deutschland bereits limitiert ist. Betrachtet man nur das Autobahnnetz, stimmt diese Aussage nicht. Dort sind rund 70% der gesamten Autobahnstrecke unlimitiert.

Bezogen auf das ganze Straßennetz in Deutschland hingegen machen diese unlimitierten Abschnitte allerdings gerade einmal knapp drei Prozent aus. Auch die Verringerung der Lärmbelästigung wird von den Gegnern des Tempolimits schnell entkräftet, da der meiste Lärm von Lkw ausgeht, die auf Autobahnen bereits einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h unterliegen.

Auch ob Geschwindigkeitsbegrenzungen tatsächlich einen positiven Effekt auf den Verkehrsfluss haben, ist fraglich. Innerorts gibt es zulässige Höchstgeschwindigkeiten und dennoch kommt es fast täglich zu langen Staus und Unfällen. Ein Tempolimit auf Autobahnen kann zudem auch psychologische Auswirkungen haben.

Wenn etwas verboten ist, ist der Reiz umso größer, dies auszuprobieren. Um Rasern folglich den Zahn zu ziehen, müssten noch mehr Verkehrskontrollen durchgeführt und die Strafen, so wie in den Nachbarländern, deutlich angehoben werden.

Wie wahrscheinlich ist ein Tempolimit in Deutschland?

Tempolimit: Studien zu Auswirkungen auf die Umwelt – Laut dem Bundesverkehrsministerium wurden 2020 3,82 Milliarden Liter Benzin und 18,3 Milliarden Liter Diesel von Autos verbraucht. Eingespart werden können mit einem Tempolimit von 130 km/h einem Bericht der “tz” unter Berufung auf aktuelle Berechnungen zufolge 600 Millionen Liter Sprit, was 1,5 Millionen Tonnen CO2 entspricht.

Auch Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) zufolge würde der Ausstoß von Treibhausgasen durch eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung deutlich gemindert.1,9 Millionen bis 5,4 Millionen Tonnen CO2 könnten je nach Ausgestaltung pro Jahr eingespart werden, wie die Behörde am 28. Februar 2020 mitteilte.

Bei erlaubten 120 km/h würden demnach 2,6 Millionen Tonnen CO2 vermieden, ein Tempolimit von 130 km/h noch 1,9 Millionen Tonnen – “und zwar sofort und ohne Mehrkosten”, wie UBA-Präsident Dirk Messner sagte. Und wenn höchstens Tempo 100 erlaubt wäre, ließen sich sogar 5,4 Millionen Tonnen CO2 sparen.

  1. Für die Berechnungen, die dem UBA zufolge auf aktuellen Verbrauchsdaten von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen basieren, seien Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen zu Geschwindigkeiten auf der Autobahn herangezogen worden.
  2. Demnach hatten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf deutschen Autobahnen in 2018 Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 39,1 Millionen Tonnen CO2 verursacht, teilte das UBA mit.

Bei einem Autobahn-Tempolimit von 120 km/h gebe es in Deutschland damit eine Einsparung von 6,6 Prozent in diesem Bereich. Allerdings muss jedoch beachtet werden, dass die Verkehrsdichte auf unseren Autobahnen mittlerweile so hoch ist, dass ohnehin im Durchschnitt kaum mehr als Richtgeschwindigkeit gefahren werden kann.

Apropos Ersparnis: Von 2012 bis 2016 ging der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen auf allen Straßen um 10,2 Prozent zurück. Wegen der Abkehr vom Diesel steigt er seitdem wieder. Bei Stickoxiden würde ein Tempolimit auf Autobahnen nicht zu einer messbaren Reduktion führen: Durch die starke Verwirbelung bei hohem Tempo wandelt sich das reaktionswillige NOX sowieso viel schneller in ungefährlichen Stickstoff um.

Befürworter:innen eines Tempolimits versprechen sich, dass dann kleinere und schwächer motorisierte Neuwagen gekauft würden. Dem stehen die Erfahrungen aus Österreich und der Schweiz entgegen, wo seit Jahren streng überwachte Tempolimits gelten – trotzdem werden dort häufiger leistungsstarke Modelle gekauft. Einfädelungsstreifen: Vorfahrt/Geschwindigkeit Beschleunigungsspur richtig nutzen

Warum kein Tempo 130?

Auswirkungen auf Stau und Verkehrsfluss – Die Kapazität einer Autobahn ist bei Tempo 80 am höchsten. Deshalb hätte ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf allen Autobahnen wohl keinen nennenswerten Effekt auf deren Leistungsfähigkeit oder den Verkehrsfluss.

Wo gibt es in Deutschland keine Geschwindigkeitsbegrenzung?

Deutschland ist das einzige Industrieland, das kein generelles Tempolimit auf Autobahnen hat. Auf 70 Prozent der deutschen Autobahnkilometer darf unbegrenzt gerast werden.

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Was spricht gegen Tempo 30?

Auf Hauptverkehrsstraßen ist Tempo 30 in der Regel nicht sinnvoll. Durch Tempo 30 auf den Hauptverkehrsadern des innerstädtischen Straßennetzes erhöhen sich die Reisezeiten erheblich, insbesondere zu verkehrsarmen Zeiten, wie sonn-, feiertags und auch nachts. Dadurch verlieren sie ihre Attraktivität.

Warum kein Tempolimit 160?

Unfallprovozierendes Fahren ist Rasen und im Zickzack zwischen den Fahrbahnen durch. Mit 160 rase ich noch nicht, die Akzeptanz in der (fahrenden) Bevölkerung wäre wesentlich höher. Dagegen werden Ausbremser und Zickzackfahrer praktisch gar nicht kontrolliert und auch hier nicht erwähnt.

Warum darf man in Deutschland so schnell fahren wie man will?

Unsere Antwort – Von Thomas Harloff, Mitarbeiter im Auto-Ressort von Süddeutsche.de Es stimmt, dass auf deutschen Autobahnen kein generelles Tempolimit gilt. Deutschland und die Isle of Man, wo die meisten Straßen unbeschränkt sind, verzichten als letzte Orte in Europa darauf.

Gleiches gilt für einige Staaten in Afrika und vor allem Asien, darunter Afghanistan, Burundi, Nepal, Nordkorea und Somalia. Allerdings ist in den meisten dieser Länder die Infrastruktur unzureichend ausgebaut. Wo befestigte Straßen existieren, ist deren Zustand oft so schlecht, dass hohe Geschwindigkeiten ohnehin nicht möglich sind.

Allerdings existiert hierzulande eine Empfehlung – die Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde. Tatsächlich liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen nur geringfügig höher. Zum einen, weil nur die wenigsten Autofahrer schneller als 130 km/h fahren, zum anderen, weil dennoch weite Teile der Autobahnen tempolimitiert sind.

  • Auf etwa einem Drittel gelten dauerhafte Höchstgeschwindigkeiten, zum Beispiel an besonders gefährlichen und unübersichtlichen Stellen.
  • Hinzu kommen zehn bis 15 mit zeitweise beschränkten Abschnitten, etwa durch Baustellen, bei Regen oder Nebel.
  • De facto herrscht also auf 40 bis 45 Prozent aller deutschen Autobahnkilometer ein Tempolimit.

Dass Deutschland Europas letzte Bastion gegen ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ist, hat natürlich in erster Linie mit der starken Autolobby zu tun. Der ADAC als Autofahrerclub, in dem etwa 19 Millionen Mitglieder organisiert sind, und der Verband der Automobilindustrie VDA, die Interessenvertretung der deutschen Automobilhersteller, kämpfen weiterhin vehement gegen dessen Einführung.

  • Beide Institutionen stehen sich sehr nahe und gerade die deutschen Hersteller, in deren Modellpaletten sich zahlreiche PS-starke und entsprechend schnelle Fahrzeuge befinden, sind daran interessiert, damit die vermeintliche Daseinsberechtigung ihrer Autos zu sichern.
  • Verschiedene Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bundesbürger für ein generelles Tempolimit votiert.

Die Befürworter führen immer wieder Sicherheits-, Natur- und Lärmschutzgründe für ihre Forderungen an. Laut Umweltbundesamt könnte ein Tempolimit von 120 km/h den CO2-Ausstoß um neun Prozent verringern. Doch profitiert auch die Sicherheit? Es ist fast unmöglich, aktuelle Zahlen hierzu zu finden.

Die letzte detaillierte Auswertung des Statistischen Bundesamtes stammt von 2006, Demnach sind 42 Prozent der tödlichen Unfälle auf Autobahnen sogenannte “Geschwindigkeitsunfälle”, und 70 Prozent aller tödlichen Unfälle ereignen sich auf Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung. Einige Unfallstatistiken sprechen aber gegen ein generelles Tempolimit.

So kommen nur zwölf Prozent aller Verkehrsopfer auf Autobahnen ums Leben, obwohl dort etwa ein Drittel des gesamtdeutschen Verkehrsaufkommens rollt.60 Prozent aller tödlichen Unfälle passieren auf Landstraßen. Diese bewältigen 40 Prozent des Verkehrsaufkommens und dort sind höchstens 100 km/h erlaubt.

In Österreich und den USA, wo jeweils strenge Geschwindigkeitsbeschränkungen herrschen, geht es auf Autobahnen unsicherer zu als hierzulande. In Italien und Österreich gab es deshalb Überlegungen, das Tempolimit aufzuweichen. In Österreich haben sogar schon Testphasen mit Autobahnabschnitten, auf denen 160 km/h erlaubt waren, stattgefunden.

Bislang hat sich unser Nachbarland aber nicht dazu durchringen können, das Tempolimit anzuheben. Auch wenn es also kein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen gibt – grenzenlos rasen kann man auf ihnen nicht. Sollte man auch nicht, allein der Sicherheit wegen.

Was bringt Tempo 100 wirklich?

Pro: Was bringt Tempo 100 auf der Autobahn? – Eine Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 100 ist die effizienteste Maßnahme zur Reduktion verkehrsbedingter Treibhausgasemissionen, Außerdem eine wirkungsvollste Maßnahme zur Sicherheit im Straßenverkehr, also zur Reduktion der Zahl der Verletzten und Getöteten und eine Maßnahme zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen,

Zu diesem Urteil gelangten österreichische Expertinnen und Experten auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien Anfang Februar 2023 und teilten dies in einem Offenen Brief, in dem sie eben eine Temporeduktion auf Österreichs Straßen forderten (nicht nur Tempo-100 sondern auch Tempo 80 für Landstraßen und Tempo 30 für das Ortsgebiet).

Ein weiterer Vorteil von Tempo 100 auf Österreichs Autobahnen wäre, dass damit bis zu 19 Prozent weniger Fahrbahnfläche benötigt werden würde. Ebenso spricht für Tempo-100 die signifikante Lärmreduktion, weniger Feinstaub und auch die Kostenersparnis für jede und jeden einzelnen.

Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen Sicherheit auf der Straße weniger Abhängigkeit von fossilen Treibstoffimporteuren Lärmreduktion weniger Feinstaub durch Reifen- und Bremsabrieb weniger Spritverbrauch also Kostenersparnis für jede autofahrende Person

Was ist das höchste Tempolimit in Deutschland?

3. Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen – Die Richtgeschwindigkeit unterscheidet sich von einem Tempolimit. Auf deutschen Autobahnen gilt eine Richtgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer. Wie der Name andeutet, handelt es sich um eine Empfehlung, an die sich Autofahrer halten können, sie müssen es aber nicht.

  • Das Unter- oder Überschreiten der Richtgeschwindigkeit ist kein Regelverstoß.
  • Ein deutliches Überschreiten dieser Richtgeschwindigkeit bei einem Unfall kann jedoch eine Mitschuld begründen.
  • Die Einhaltung der Geschwindigkeitsregelungen ist wesentlich für die allgemeine Verkehrssicherheit und die persönliche Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.

Wer sich stets regelkonform verhält, reduziert das Risiko von Unfällen und Schäden. Mit unserem Kfz-Schutzbrief erhältst du im In- und Ausland schnell technische und medizinische Hilfe. Du hast eine Panne, wirst unterwegs krank oder brauchst im Ausland ein Ersatzteil für dein Auto? Dank umfangreicher Leistungen ist der Schutzbrief dein Retter in der Not. Höchstens 50 km/h innerorts, 100 km/h außerorts und 130 km/h „unverbindliche” Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen gelten für:

MotorräderPkwandere Fahrzeuge mit maximal 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht

Höchstens 80 km/h außerhalb einer geschlossenen Ortschaft und auf Autobahnen gilt für:

Lkw über 3,5 TonnenBusseFahrzeuge mit Anhänger

Ausnahme: Erfüllt das Fahrzeug mit Gespann die Bedingungen der „Tempo 100 Regelung”, sind bis zu 100 km/h erlaubt. Ob diese Bedingungen erfüllt sind, verraten ein Blick auf den Fahrzeugschein sowie ein Aufkleber am Fahrzeug. Höchstens 60 km/h dürfen außerhalb einer geschlossenen Ortschaft folgende Fahrzeuge fahren:

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Lkw über 7,5 TonnenMotorräder mit AnhängerWohnmobile über 7,5 Tonnen

Hinweis zur : Ist ein Auto mit Schneeketten ausgerüstet, ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Die genannten Geschwindigkeiten sind jeweils zulässige Tempolimits. Manchmal solltest du trotzdem langsamer fahren. Paragraf 3 StVO legt fest, dass die Geschwindigkeit stets so zu begrenzen ist, „dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird”.

Fahrer müssen die Geschwindigkeit „den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung” anpassen. Bei Nebel, engen Straßen, starkem Regen oder winterlichen Straßenverhältnissen heißt es deshalb: Fuß vom Gas! Wer dann unangemessen schnell fährt, muss zwar nicht mit Bußgeldern wegen Geschwindigkeitsüberschreitung rechnen.

Kommt es zu einem Unfall, wird bei unangepasster Fahrweise jedoch häufig eine Mitschuld angenommen. Wer gegen eine zulässige Höchstgeschwindigkeit oder ein Tempolimit verstößt, muss mit Bußgeldern oder Strafen rechnen. Wie hoch diese Strafen ausfallen, richtet sich nach dem Ausmaß der Überschreitung und ob die Überschreitung innerorts oder außerorts stattgefunden hat.

  • Der neue Bußgeldkatalog sieht Strafen von 20 Euro bis hin zu einer Kombination aus 600 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot für Geschwindigkeitsüberschreitungen außerhalb geschlossener Ortschaften vor.
  • Die genannten Werte gelten für Autos bis 3,5 Tonnen ohne Anhänger.
  • Bemerkenswert ist, dass die deutschen Bußgelder für das Überschreiten eines Tempolimits wesentlich geringer ausfallen als in anderen Ländern in Europa.

In Schweden beispielsweise kann eine Geschwindigkeitsüberschreitung von nur 10 Kilometern pro Stunde mindestens 150 Euro kosten. Informiere dich über die neuen Bußgelder für Verstöße gegen Tempolimits. In vielen Ländern Europas gelten für abweichende Geschwindigkeitsobergrenzen.

  1. So sind auf italienischen Schnellstraßen generell 110 km/h erlaubt – aber maximal 90 km/h für Fahrer, die ihren Führerschein seit weniger als drei Jahren besitzen.
  2. Auf Autobahnen gilt ein Tempolimit von 100 statt 130 km/h.
  3. Auch in Frankreich müssen Fahranfänger in den ersten drei Jahren nach Erwerb ihrer Fahrerlaubnis langsamer fahren als andere Verkehrsteilnehmer.

Außerorts gilt ein Tempolimit von 80 km/h, auf Autobahnen 110 km/h. Fragen oder Wünsche? Sprich mit einem Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). AUS VERSICHERUNG WIRD VERBESSERUNG : Tempolimits in Deutschland und Europa

Wie schnell fährt man in USA?

#2 Die Höchstgeschwindigkeiten

Innerorts: zwischen 25-35 mph zwischen 40-55 hm/h
Interstate Highways zwischen 65 – 75 mph zwischen 105-129 km/h
Vor Schulen: 15 mph zwischen 24-30 km/h

Was bringt Tempo 100 auf Autobahnen?

Welche Vorteile haben Tempolimits in Gemeinden und Städten? – Weniger Schadstoffe, deutlich weniger Lärm und mehr Sicherheit: Gleichmäßige, störungsfreie Verkehrsflüsse führen zu geringeren Emissionen, Störungen und daraus resultierende Abbrems- und Beschleunigungsvorgänge erhöhen Emissionen und Verbrauch.

Wann darf man in Holland 130 fahren?

Pkw.2 · Tagsüber von 6-19 Uhr 100 km/h, 19 bis 6 Uhr 130 bzw.120 km/h gemäß Beschilderung. Gilt für Pkw, Motorrad und Wohnmobile bis 3,5 t.

Wie viele Straßen in Deutschland haben kein Tempolimit?

Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union (EU) in dem es keine generelle Geschwindig-keitsbegrenzung gibt. Im Jahr 2019 waren rund 57 Prozent der Autobahnen ohne Begrenzung. Dazu kommen weitere 13 Prozent, die nur vorübergehend wegen Bauarbeiten einer Begrenzung unterlagen.

Wie viele Tempolimit gibt es in Deutschland?

Welche Tempolimits gibt es in Deutschland?

Tempolimit Pkw Motorrad
innerorts 50 50
außerorts 100 100
Autobahnen 130 130

Wie schnell darf man im Ausland fahren?

Tempolimit Europa Diese Höchstgeschwindigkeiten gelten in Europa

Land Autobahn Außerorts
Frankreich** 130 km/h 80 km/h
Großbritannien 112 km/h 96 km/h
Italien** 130 km/h 90 km/h
Irland 120 km/h 80 km/h

Ist 30 Leiser als 50?

Verkehrslärm und Gesundheit Tempo 30 innerorts senkt den Verkehrslärm um 3 bis 4 Dezibel (dbA) gegenüber Tempo 50. Das entspricht einer Halbierung des wahrgenommenen Lärms – eine deutliche Erleichterung. Das ist nicht nur nett für besonders empfindliche Leute, sondern eine Notwendigkeit für die Gesundheit aller.

Denn laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehen aufgrund von Verkehrslärm europaweit jedes Jahr über eine Millionen gesunde Lebensjahre verloren. Außerdem erkranken in Europa durch Verkehrslärm jährlich durchschnittlich 245.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 50.000 Menschen sterben Dabei ist es unerheblich, ob man den Lärm bewusst wahrnimmt oder nicht.

Der Körper reagiert immer. Lärmschutz ist Gesundheitsschutz. Und wenn es gelingt, mit einem 30 km/h-Limit die Halbierung des Verkehrslärms zu erreichen – und zwar überall dort wo Menschen leben, – dann ist das ein wichtiger Beitrag zum Gesundbleiben. WHO, Pressemitteilung vom 30.3.2012 : Verkehrslärm und Gesundheit

Wie wird Tempo 30 aufgehoben?

Forderung des ADAC zur Wiederholung von Verkehrszeichen – Aus Gründen der Verkehrssicherheit fordert der ADAC die Wiederholung von Verkehrszeichen nach Einmündungen und Kreuzungen dort, wo erfahrungsgemäß viele ortsfremde Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.

Was bringt Tempo 40?

Tempolimits von 30 oder 40 km/h verbessern nicht zwangsläufig die Luftqualität – LUBW Tempolimits von 30 oder 40 km/h verbessern nicht zwangsläufig die Luftqualität 09.10.2012 „Tempo 30 oder 40 auf Hauptverkehrsstraßen führt nicht zwangsläufig zu einer Verminderung der Fahrzeugemissionen und damit zu einer Verbesserung der Luftqualität. Dies ist das Ergebnis von zwei Untersuchungen, die die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg in Auftrag gegeben hat”, so Präsidentin Margareta Barth.

  1. Ob ein Tempolimit von 30 oder 40 km/h auf Hauptverkehrsstraßen im Vergleich zu Tempo 50 zu einer Verringerung der Luftschadstoffbelastung führt, hängt von verschiedenen Randbedingungen ab.
  2. Eine Verstetigung des Verkehrsflusses führt in der Regel zur Reduzierung der Luftschadstoffemissionen.
  3. Bei den Stickstoffoxid-Emissionen führt gleichmäßige Geschwindigkeit zu niedrigeren Emissionswerten, während ein unruhiger Geschwindigkeitsverlauf (Wechsel zwischen Beschleunigung und Abbremsen, Stop-and-Go) höhere Emissionen zur Folge hat.

Auf weitgehend ebener Strecke und bisher schon gutem Verkehrsfluss (hoher Konstantfahrtanteil) bewirkt ein Tempolimit tendenziell höhere Stickstoffoxid-Emissionen im Vergleich zu Tempo 50. So führten Testfahrten mit Tempo 30 und 40 unter realen Verkehrsbedingungen auf ebenen Hauptverkehrsstraßen in Stuttgart nicht zu einer Minderung der motorbedingten Emissionen im Vergleich zu Tempo 50.

  • Andererseits kann Tempo 30 oder Tempo 40 insbesondere an Steigungen, aber auch auf ebenen Strecken bei bisher gestörtem Verkehrsfluss (niedriger Konstantfahrtanteil) zu einem gleichmäßigeren Geschwindigkeitsverlauf und damit zu geringeren Stickstoffoxid-Emissionen im Vergleich zu Tempo 50 führen.
  • Die motorbedingten Emissionen von Feinstaub PM10 nehmen bei Tempo 30 fast an allen untersuchten Streckenabschnitten zu.
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Allerdings kann eine Geschwindigkeitsbeschränkung – trotz Zunahme der motorbedingten Emissionen – die Emissionen durch Aufwirbelung von Straßenstaub sowie von Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb vermindern und damit insgesamt die Belastung der Luft mit Feinstaub PM10 verringern.

  • Die Abschlussberichte der beiden Untersuchungen stehen im Publikationsdienst der LUBW zum Download zur Verfügung: • Vermessung des Abgasemissionsverhaltens von zwei Pkw und einem Fahrzeug der Transporterklasse im realen Straßenbetrieb in Stuttgart mittels PEMS-Technologie.
  • Ersteinschätzung der Wirkung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen auf die NOx- und PM10-Emissionen.

Ergänzende Informationen: Maßnahmen zur Senkung der Luftschadstoffbelastung an verkehrsreichen Straßen wie etwa die Einführung von Umweltzonen oder Lkw-Durchfahrtsverbote reichen nicht immer aus, um die Einhaltung geltender Grenzwerte für die Immissionsbelastung von Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 zu gewährleisten.

In diesem Zusammenhang wird vermehrt eine Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h auf Hauptverkehrsstraßen als weitere Maßnahme diskutiert. Während sich Tempo 30 auf Nebenstraßen als Maßnahme zur Verkehrsberuhigung und zur Lärmminderung bewährt hat, ist bislang unklar, inwieweit durch Tempo 30 oder Tempo 40 auf Hauptverkehrsstraßen eine Reduzierung der Luftschadstoffemissionen im Vergleich zu Tempo 50 erreicht werden kann.

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg hat zu dieser Thematik zwei Untersuchungen in Auftrag gegeben: • Vom TÜV Nord wurde das Emissionsverhalten von drei Fahrzeugen unter realen Verkehrsbedingungen auf unterschiedlichen Strecken in Stuttgart mit mobiler Analytik gemessen und zusätzlich mit einem Modell berechnet.

Es wurden Fahrten mit 30, 40 oder 50 km/h Höchstgeschwindigkeit durchgeführt. • Von der AVISO GmbH wurden in einer zusammenfassenden Auswertung die Ergebnisse eigener Tempo 50/Tempo 30-Messfahrten in insgesamt elf Städten in Baden-Württemberg sowie die Ergebnisse aus dem TÜV Nord-Projekt daraufhin analysiert, inwieweit sich allgemein gültige Aussagen zur Wirkung von Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen ableiten lassen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der LUBW. Telefon: +49(0)721/5600-1387 E-Mail: [email protected] : Tempolimits von 30 oder 40 km/h verbessern nicht zwangsläufig die Luftqualität – LUBW

Wer entscheidet über das Tempolimit?

Städte und Gemeinden können Tempolimits in bestimmten Fällen anordnen. Belange der Verkehrssicherheit und des Lärmschutzes sind dafür entscheidend.

Welche Nachteile hat ein Tempolimit?

Die Nachteile des Tempolimits – Gegner des Tempolimits sehen insbesondere eine Einschränkung in ihrer persönlichen Freiheit. Es wird außerdem darauf verwiesen, dass die meisten Autobahnen ohne über keine Geschwindigkeitsbegrenzungen verfügen.

Gegner des Tempolimits führen häufig eine Einschränkung der freiheitlichen Werte als Grund für die Ablehnung auf. Die Einführung des Tempolimits wäre eine Einschränkung und in einer westlichen Kultur, in der der Wert der Freiheit eine besondere Bedeutung und Relevanz innehat, sollte gut durchdacht werden, wo der Staat in die Freiheit des Einzelnen eingreift. Allerding sind insbesondere im Straßenverkehr eine Reihe von Regeln notwendig, um ein geordnetes Miteinander zu gewährleisten. In Situationen, in die viele Menschen involviert sind, sollte stets der Grundsatz „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt” gelten. Darüber hinaus wird häufig angegeben, dass ein Großteil der Autobahnen ohnehin über eine Geschwindigkeitsbegrenzung verfügt. Bei einem Blick auf die reinen Zahlen, verliert dieses Argument schnell an Bedeutung: Laut der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sind rund 75% der deutschen Autobahnen mit einer unbeschränkten Geschwindigkeit zu befahren. Diskutiert wird auch darüber, dass ein Tempolimit eine verzögerte Ankunftszeit mit sich bringen würde. Für Strecken mit einem sehr geringen Verkehrsaufkommen ist dieser Punkt wohl richtig. Wer eine Stunde lang kontinuierlich 170km/h zurücklegt ist schneller am Ziel als jemand, der sich eine Stunde lang mit 130km/h fortbewegt. Aber auch dieses Argument hat eine Kehrseite: Es gilt eben nur dann, wenn die Strecke frei von Hindernissen bzw. einem erhöhten Verkehrsaufkommen ist. Bei stark befahrenen Strecken gilt, dass der Verkehrsfluss eine weitaus höhere Bedeutung für ein zügiges Ankommen hat als eine unbeschränkte Geschwindigkeitsregelung

Wie viel Prozent der deutschen Autobahn sind unbegrenzt?

Verteilung der Autobahnabschnitte mit und ohne Tempolimit in Deutschland 2019. Zum Zeitpunkt Januar 2019 galt auf rund 57 Prozent der Autobahnkilometer kein Tempolimit. Auf weiteren rund 13 Prozent galt ein vorübergehendes Tempolimit aufgrund von Bauarbeiten.

Wie viel Prozent der deutschen Autobahn ohne Tempolimit?

Zum Zeitpunkt Januar 2019 galt auf rund 57 Prozent der Autobahnkilometer kein Tempolimit. Auf weiteren rund 13 Prozent galt ein vorübergehendes Tempolimit aufgrund von Bauarbeiten. Streckenabschnitte mit einem Tempolimit machten rund 30 Prozent der Autobahnkilometer in Deutschland aus.

Warum Tempo 120?

Tempolimit CO2 Einsparung Studie – In einer neueren Studie für das Jahr 2018 des Umweltbundesamtes in Berlin (UBA) wäre ein Tempolimit ein wesentlich wichtigerer Baustein für die Einhaltung der Klimaschutzziele im Verkehr, als bisher gedacht. Das gehe zudem, erklärte der Präsident des Umweltbundesamts Dirk Messner, “schnell und praktisch ohne Mehrkosten”.

Warum sollten sie auf der Autobahn die Richtgeschwindigkeit von 130 km h einhalten?

Je höher die Geschwindigkeit ist, desto länger werden auch Reaktionsweg, Bremsweg usw. Durch langsameres Fahren können Unfälle vermieden werden.

Was ist das Besondere an deutschen Autobahnen?

Übersichtskarte der Autobahnen in Deutschland A 20 bei Langsdorf A 11 Uckermark, Brandenburg Die Autobahnen in Deutschland sind allein den Kraftwagen vorbehaltene Fernstraßen, die frei von Anbauten und plangleichen Kreuzungen sind, getrennte Fahrbahnen für den Richtungsverkehr mit jeweils mehreren Fahrstreifen haben und mit besonderen Anschlussstellen für die Zu- und Ausfahrt ausgestattet sind.

Das Autobahnnetz Deutschlands ist mit über 13.192 Kilometern (Stand 2021) das viertlängste Autobahn -Straßennetz der Welt, nach dem National Trunk Highway System (160.980 km) der Volksrepublik China, dem Interstate Highway System (über 78.465 km) in den USA sowie dem Autobahnensystem in Spanien (17.377 km).

Neben den Bundesautobahnen (Abkürzung: BAB ) nach dem Bundesfernstraßengesetz (FStrG) können auch andere Straßen mit geeignetem Ausbauzustand als Autobahnen beschildert werden. Umgekehrt sind aber nicht alle Bundesautobahnen als Autobahn beschildert, ) gekennzeichnet. Sie dürfen nur von Kraftfahrzeugen befahren werden, deren bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h überschreitet ( § 18 Abs.1 Satz 1 StVO ). Die Autobahnen wurden bis zum 31. Dezember 2020 von den Ländern im Auftrag des Bundes verwaltet.