Warum Gibt Es Zoos?

Warum Gibt Es Zoos
Die vier Aufgaben von Zoos – In Zoos können Besucher Tiere entdecken, die sie ansonsten wahrscheinlich nie sehen würden. Doch das ist nicht der einzige Sinn und Zweck von modernen Zoos – der moderne Zoo erfüllt vier Hauptaufgaben: Artenschutz und Arterhalt, Umweltbildung, Forschung sowie Erholung.

Warum gibt es noch Zoos?

Zoo ist nicht gleich Zoo – Die exakte, deutsche Definition für den Zoo ist eine ” dauerhafte Einrichtung, in der lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden “, Eine Arabische Oryx-Antilope in der freien Natur. Ohne Zoos wüde es auch diese Art bereits nicht mehr geben. eigenes Bild Der internationale Dachverband der wissenschaftlich geführten Zoos ist die WAZA (World Association of Zoos and Aquariums). Zur WAZA gehören 213 Zoos und Aquarien, sowie 22 Zoo- und Aquarienverbände in 46 Ländern.

  1. Zusätzlich gibt es für die europäischen Zoos den Dachverband der EAZA (European Association of Zoos and Aquariums), dem 300 europäische Zoos und Aquarien angehören.
  2. Die Hauptaufgaben eines wissenschaftlich geführten Zoos sind: Bildung, Artenschutz, Naturschutz, Erholung für den Besucher und die Wiederauswilderung von Nachzuchten.

Ohne die wertvollen Arterhaltungsprojekte würde es bereits keine Wisente, Przewalskipferde, Mhorrgazellen, Kalifornische Kondore oder beispielsweise Davidshirsche mehr in freier Wildbahn geben. Wissenschaftlich geführte Zoos betreiben sowohl “ex situ” Artenschutz, sowie “in situ” Artenschutz.

Warum laufen Tiere im Zoo hin und her?

// Tiere im Zoo // Stahlgitter und Eisenkäfige, Betongruben und Kacheln, ohne eine Möglichkeit zum Graben, Laufen, Verstecken, Klettern usw., bilden die trostlose Umgebung der Tiere im Zoo-Knast. Zur Bewegungslosigkeit verdammt vegetieren die Tiere den ganzen Tag hinter ihren Gittern oder Gräbe(r)n.

  • Sie können nicht mehr auf Beutejagd gehen, eine Beschäftigung, die in der Natur einen großen Zeitraum ihres Lebens einnimmt.
  • Sie haben keine Möglichkeit, Kontakt mit anderen Tierarten aufzunehmen oder den Gerüchen ihrer natürlichen Feinde, die im Nachbarkäfig eingesperrt sind, zu entkommen.
  • Die Zootiere sind ihrer elementarsten Bedürfnisse beraubt.

Die Folgen dieser brutalen Tierquälerei sind verhaltensgestörte und in den Wahnsinn getriebene Geschöpfe: Frustration, Apathie, Streß und Lethargie machen sich unter den Tieren breit. In ihren engen Gefängnissen entwickeln die Tiere stereotype Verhaltensmuster.

Sie schaukeln rhythmisch hin und her oder laufen tagein, tagaus die gleiche Strecke in ihrem Käfig ab, oder sie schaukeln mit dem Kopf hin und her; diese abnormen Verhaltensweisen nennt man das sog. Weben. Diese Verhaltensmuster sind besonders bei Raubtieren, Primaten und Elefanten zu beobachten. Der Wahnsinn der Tiere wird auch anders sichtbar: Gorillas, die ihre Exkremente auffressen, ein Löwe, der die Besucher anpinkelt, der Orang Utan, der die gaffenden Menschen vor seinem Käfig anspuckt oder andere Zooinsassen, die ihre Neugeborenen aus Verzweiflung nicht annehmen oder sie töten.

Und gerade bei diesen, psychisch am meisten beeinträchtigten Tieren, bleiben die Menschen stehen. So wie früher zu tausenden die Irrenanstalten und die dort eingesperrten InsassInnen besichtigt wurden. Den Schakal, der seinen Schwanz oder den Makaken, der Hoden und Penis aufgefressen hat, bemerken die Zoo-BesucherInnen nicht.

Auch die weit verbreiteten Formen des Kannibalismus bleiben den Besuchern verborgen. In der EU gibt es mindestens 1000 Zoos und Tierparks (allein in der BRD 300) mit über 1 Million Tiere. Bevor die Tiere eingesperrt werden können, müssen sie an ihren Hauptfeind, den Menschen gewöhnt werden. Mit körperlicher und psychischer Gewalt wird in einer Art „Umerziehungslager” der Wille der Tiere gebrochen, bevor sie an die Zoos geliefert werden.

Bei einem Besuch im Zirkus oder Zoo lernen Kinder, dass es akzeptabel ist, wilde Tiere zu fangen, aus ihren Familien zu reißen und sie ein Leben lang in engen Käfigen einzusperren. Sie wissen nach einem Zoobesuch nichts vom Verhalten wilder Tiere, denn sie sehen nicht mehr als durch Angst und Monotonie verhaltensgestörte Lebewesen; ein trauriger und erbarmungswürdiger Abklatsch ihrer in Freiheit lebenden Artgenossen.

  1. Mit dem Artenschutz, einer modernen Arche Noah, rechtfertigen die Zoodirektoren das Einknasten der Tiere wie bei Schwerstverbrechern.
  2. Eine Täuschung der Öffentlichkeit: Schon den Fang der Tierkinder mit Fallen oder Verfolgungsjagden überlebt nur die Hälfte der Tiere.
  3. Weitere Gefangene kommen auf dem Transport unter schlimmsten Bedingungen (ersticken, erfrieren oder Hitzeschlag) um.

So machen sich die Zoos mit ihrem großen Tierverbrauch an der Ausplünderung der Natur schuldig. Durch den Tierfang für Zoo und Zirkus wurde der Orang Utan nahezu ausgerottete. Nicht viel besser sehen die Bestände des Kappengibbon oder des Bartaffen aus.

Aber auch Mähnenwolf, Gepard, Bengal-Katze und Bergtapir haben die Zoos im Bestand stark bedroht. Auffällig ist, dass sich Zoos bei ihrem Bemühen, „bedrohte Arten zu schützen”, in der Regel auf exotische und niedliche Tiere konzentrieren, die das Interesse der Presse auf sich ziehen, viele Besucher anlocken und so Geld in die Kassen bringen.

Was den „Schutzgedanken” von Zoos ebenfalls Lügen straft, sind folgende Fakten:

Bei den meisten der in Zoos gehaltenen Tiere handelt es sich gar nicht um bedrohte Arten. Um ein junges Tier für den Zoo zu fangen, werden bis zu zehn erwachsene Tiere, oft die ganze Familie eines Tier-Babys getötet. Der Kauf von Wildtieren durch die Zoos fördert die Wilderei und somit das Dezimieren der Wildbestände.

Und selbst der angeblich gezüchtete Nachwuchs in den Zoos kann nicht zur Arterhaltung herhalten. Sie sind in Teilen bereits domestiziert, haben teilweise nur noch das Äußere gemeinsam mit ihren wildlebenden Artgenossen. Aber Tierbabies lassen die Kassen klingeln: Die Babies von Zootieren werden meist nur solange behalten, solange sie sehr klein sind und als Attraktion das Publikum amüsieren.

Danach werden sie weder auf die Auswilderung vorbereitet, noch an andere Zoos verkauft, was beides meist behauptete wird. Die Tierbabies werden geschlachtet und an die Zootiere verfüttert, manchmal sogar ihren eigenen Müttern. So ergeht es auch tausenden von Tieren jedes Jahr aus den sog. Streichelzoos.

Bären werden sogar im Schlachthof ermordet, um ihr Fleisch an Restaurants zu verhökern. Affen werden nicht selten an Versuchslabors verkauft. Und auch der immer wieder gern angeführte Wert der biologischen Forschung an Tieren, die unter ganz unnatürlichen Bedingungen ihr Leben fristen müssen, ist gleich Null.

Was will man auch lernen von Elefanten, die in der freien Wildbahn in einem riesigen Gebiet umherziehen, die im Zoo aber auf engsten Raum zur Bewegungslosigkeit in Ketten verdammt und zusammengepfercht sind? Aber selbst wenn die Zooforschung irgendwelche Ergebnisse erzielen würde: Wir haben nicht das Recht andere Lebewesen zu unserer Belustigung und unserem Zeitvertreib einzukerkern wie Verbrecher und sie vollständig ihrer Würde zu berauben.

Auch nicht um unseren Kindern den letzten Löwen zeigen zu können! Im Zoo kann man nur traurige und verhaltensgestörte Tiere sehen und man kann nichts über ihr natürliches Verhalten lernen. Im Tierfilm aber werden die Tiere von weit weg betrachtet, ohne sie zu stören, sodass man dadurch vieles über die Tiere in freier Wildbahn lernen kann.

Tiere in viel zu kleinen Käfigen, in Ketten gelegte Elefanten, grobe Behandlung und Einzelhaft Zoos und Zirkusse sind keinesfalls Orte der Obhut, in denen die Tiere in Ruhe leben und sich ungestört vermehren können, um dann wieder ausgewildert zu werden und den freilebenden Bestand zu sicher, denn: Kein Zoo oder Zirkus ist in der Lage, den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen; ein Leben im Zoo ist immer ein Leben in Gefangenschaft in unnatürlicher Umgebung.

Der Nachwuchs von Zootieren wird nicht auf ein Leben in Freiheit vorbereitete (was unter den herrschenden Umständen auch nicht möglich wäre), eine Auswilderung wird überhaupt nicht angestrebt! Inzucht ist zu einem großen Problem vielen Zoos geworden, welchem man mit „Partnertausch” beizukommen versucht, was wiederum Leid und Stress für die transportierten Tiere bedeutet.

  1. Überzählige Jungtiere und ältere, nicht mehr „niedliche” Tiere werden getötet oder an kleinere Zoos mit noch schlechterem Standard oder an Tierversuchslabors verkauft.
  2. Mehr als 4000 Wale, Delphine, Orcas und Belugas sind weltweit in kleine Betonbecken gesperrt um als Flipper-Verschnitte die Kassen skrupelloser Geschäftemachern klingeln zu lassen.

Schon beim Fang sterben mindestens 40 % dieser hochintelligenten Meeressäuger. Die Überlebenden werden einer Gehirnwäsche unterzogen, damit sie auf Pfiff gehorchen und lernen, toten Fisch zu essen. Während der Dressur bekommen die Tiere oft tagelang nichts zu fressen.

  1. Völlig ausgehungert beginnen sie schließlich zu springen, wenn ihr „Trainer” einen Fisch weit über der Wasseroberfläche hält.
  2. Während die Delphine im Meer bis zu 300 Kilometer täglich zurücklegen, haben sie im Betonbecken gerade einmal einige 100 m² zur Verfügung.
  3. Tödliche Langeweile herrscht in den sterilen Becken.

Statt Felsen, Seetang, Wellenreiten und Sonnenlicht gibt es nur Kacheln, Chlor und stereotypes Kreisschwimmen bei Neonlicht. Außerdem müssen sie die ZuschauerInnen mit immer gleichen, unwürdigen Mätzchen und Sprüngen belustigen oder Kinder in Booten durch Becken ziehen.

Wer nicht auf das Kommando des Trainers gehorcht, wird mit Futterentzug bestraft. Einige Tiere halten die Gefangenschaft nicht auf und begehen regelrecht Selbstmord: Sie öffnen ihr Luftloch und ertrinken oder schwimmen mit voller Wucht gegen Beckenrand oder Betonwand und rammen sich dabei ihre Schädel ein.

Delphine werden in Freiheit ca.30 Jahre alt; die Tiere in den Delphinarien sterben nach nur wenigen Jahren. Fast alle in Gefangenschaft geborenen Babies sterben in den ersten Stunden oder Monaten. Seit den 70er Jahren starben allein im Allwetterzoo im deutschen Münster 10, bei Hagenbeck in Hamburg 13, in Nürnberg 20 und in Duisburg sogar 45 Delphine.

  1. Das Arbeiten der Filterpumpen, die Rockmusik während der Vorstellung und das Kreischen des Publikums wird von der Stahl- und Betonkonstruktion der Pools so gut geleitet, dass die Meeressäuger ununterbrochen von Lärm terrorisiert werden.
  2. Nachweislich treibt dieser Lärm einige Tiere in den Wahnsinn.
  3. Delphine reagieren auf Lärm sehr empfindlich, da sie ihre Umgebung größtenteils über die Geräusche wahrnehmen.
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Ihr hochempfindliches Ultraschall-Sonar-System können die Tiere im engen Beton-Pool kaum einsetzen, da die Schallwellen von den Beckenwänden reflektiert werden. Jede Unterhaltung mit Artgenossen wird so zur Marter. Hinzu kommen Kommunikationsverlust und durch das Chlor verätzte Augen und Haut.

  • Es ist nicht viel weniger als Folter, Delphine in kleine Bassins zu sperren”, sagt der Delphinforscher Georgio Pilleri (Schweiz).
  • Und Ex-Flipper-Trainer Ric O`Barry (USA) sagt über Delphinarien, dass „die Natur missbraucht” wird.
  • Alle Delphinarien müssen sofort geschlossen werden.
  • In England gibt es schon keine eingekerkerten Flipper mehr.

Die Tiere wurden erfolgreich wieder ausgewildert. Und in South Carolina (USA) dürfen keine Delphine mehr gehalten werden. Australien verbietet immerhin den Bau neuer Delphinarien. In der BRD warten in sechs Delphinarien die Tiere auf ihre Freiheit. Unterstützen Sie keine Tierquälerei: Boykottieren Sie Zoos, Tierschauen und Delphinarien, indem Sie solchen Einrichtungen fernbleiben, denn mit ihrem Eintrittsgeld unterstützen Sie diese schreckliche Tierausbeutung! Wildtierhaltung in Zoos, Zirkussen und Delphinarien ist Tierquälerei, Versklavung von Mitgeschöpfen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

  • Irgendwo finden sie jedes Wochenende statt: Die Kleintier-Ausstellungen von Kaninchen-, Katzen- oder Hundezüchtern, die Treffen der Reptilien-„Freunde” und der Vogel-„Liebhaber”.
  • Der Ablauf ist immer derselbe: Die Tiere sitzen in ihren Gitterkäfigen, werden begafft und bewertet.
  • Hunde und Katzen sind gepudert, geföhnt, mit Schleifchen versehen.

Vermenschlicht und entwürdigt, aus Sucht nach einer Auszeichnung und Siegertrophäe. Die Tiere haben oftmals nichts mehr mit ihren natürlichen Artgenossen zu tun. Sie sind nach den Vorstellungen des Menschen verzüchtet und vermenschlicht worden, leiden ein Leben lang an Zuchterkrankungen und –defekten.

Regeln für die Zusammenfassung: unser Steckbrief ist kurz & knapp, in einer klaren Sprache auf Deutsch geschrieben und nennt die Dinge beim Namen. Sowohl die Bedeutung, als auch die Definition und Herkunft des Begriffs sowie seine Abkürzung wird in einer prägnanten Übersicht, die die wichtigsten Inhalte enthält, verständlich erläutert.

Wenn es der Sachverhalt erlaubt, werden die Daten in einer Tabelle als Liste präsentiert. Schon gewusst, Tiere begegnen uns jeden Tag. Wir haben hier eine Sammlung von interessanten (manchmal auch lustigen bzw. kuriosen) Informationen zusammengestellt.

Zur Übersicht aller interessanten Fakten & wissenswerten Tatsachen zum Thema, Bei Objekten aus der realen Welt werden selbstverständlich auch die Dimensionen wie Höhe, Breite, Tiefe und Länge, Gewicht, bzw. Entfernung, Geschwindigkeit sowie die Zusammensetzung mit in die Analyse einbezogen. Das erklärte Ziel dieser Einträge ist, zur Verbreitung des gesicherten Wissens auf einer soliden Basis beizutragen.

: // Tiere im Zoo //

Was gab es vor dem Zoo?

Prunk mit Pranken – Die Römer brachten von ihren Feldzügen nicht nur Gefangene, sondern auch viele exotische Tiere mit zurück nach Italien. Die Tiere dienten vor allem den Kämpfen in Zirkusmanegen und Arenen. Nicht selten wurden beispielsweise Tiger bei Gladiatorenkämpfen in den großen Arenen bestaunt.

  • Andere Exoten galten als kulinarische Delikatesse oder befriedigten die Prunksucht ihrer Besitzer.
  • Im Mittelalter gelangten exotische Tiere durch die Kreuzzüge und Entdeckungsreisen nach Europa und bildeten die Basis für die “Menagerien” von Kaisern und Königen.
  • Eine der ersten Menagerien befand sich 1235 im Tower of London,

Heinrich III. von England hielt sich dort exotische Tiere, darunter auch Elefanten. Solche Menagerien sind die Vorläufer der heutigen zoologischen Gärten. Sie waren an den Hof des Herrschers angegliedert und symbolisierten Macht und Einfluss. Außerdem boten sie der höfischen Gesellschaft die Möglichkeit, sich zu zerstreuen und Unterhaltungen etwas abseits der Gesellschaft zu führen.

Wer hat den Zoo erfunden?

Denkmalschutz bremst die Neuausrichtung – Ideen, die deutsche Tierparks derzeit kaum umsetzen: Zu etabliert ist das Konzept vom “so viele Tiere wie möglich” Zoo. Und noch etwas bremst Veränderungen: Viele Parks sind nicht nur traditionell ausgerichtet, sondern die Anlagen stehen oft unter Denkmalschutz. Große Umbauten gestalten sich deshalb schwierig, nicht nur in Hamburg. Elefantenbabys und Jungtiere im Tierpark Hagenbeck: Wegen des Denkmalschutzes gestalten sich große Umbauten in deutschen Zoos schwierig. © imago images / McPHOTO Carl Hagenbeck eröffnete 1907 den weltweit ersten Tierpark ohne Gitter. Doch Zoos gibt es sehr viel länger.

Schon im alten Ägypten hielten die Herrscher Raubkatzen in Tiergärten, um ihre Macht zu demonstrieren. Ähnlich bei den Römern: Kaiser Augustus beherbergte in seinem Tiergarten rund 3500 Tiere. Hier wie dort wurden sie zum Vergnügen gejagt und getötet. Das damalige Weltbild besagte: Alle Tiere dienten dem Wohl des Menschen.

Man konnte mit ihnen folglich machen, was man wollte. Im Mittelalter entstanden in den Hofgärten der Adeligen die ersten Menagerien. Auch hier waren die Tiere eine Demonstration von Macht und Einfluss, auch hier gab es Hetzjagden. Mit der Aufklärung setzte sich die Erkenntnis durch, dass sich der Körperbau von Mensch und Säugetier ähnelt.

Wie finanziert sich der Zoo?

Wie sich ein Zoo finanziert, ist von seiner Betriebsstruktur abhängig. Es gibt private Zoos, wie der Tierpark Hagenbeck in Hamburg oder der Opel- Zoo in Kronberg, die sich ausschließlich über ihre Eintrittsgelder finanzieren. Bei den meisten übernimmt die Kommune einen Teil der Kosten.

In welchem Land gibt es die meisten Zoos?

Wie viele Zoos gibt es? Europa beherbergt knapp die Hälfte aller Zoos der Welt. Und Deutschland gehört zu den Ländern mit den meisten Zoologischen Gärten. Es gibt sehr viele unterschiedliche Angaben zu der Anzahl der Zoos – sowohl weltweit und in Deutschland.

  1. Das liegt daran, dass sich nur schwer feststellen lässt, ob es sich um einen Zoo nach EU-Richtlinien, einen Wildpark oder einen kleinen Privatzoo handelt.
  2. Teilweise werden alle Kategorien in einer Datenbank zusammengefasst.
  3. Die Seite listet weltweit 1491 Zoos und Tierparks auf, davon sind 768 Einrichtungen in Europa (302 in Deutschland).

Auf sind über 850 deutsche Einrichtungen verzeichnet. Diese Datenbank kann durch ein Formular von Besuchern ergänzt werden. Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) nennt auf rund 200 Einrichtungen, die in Verbänden, wie der VdZ, die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG) und der Deutsche Wildgehege-Verband (DWV) organisiert sind.

Warum nicht in den Zoo gehen?

Kontra: Kritik an Zoos –

Tierleiden in Gefangenschaft Wildtiere sind in ihrem Körperbau und ihren Verhaltensweisen auf das Leben in Freiheit ausgerichtet. Im Zoo fehlen ihnen natürliche Reize, sich verändernde Landschaften und Beschäftigungsmöglichkeiten und sie fühlen sich von den Besuchermassen gestört. Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass Tiere unter dem Leben in Gefangenschaft leiden: Zoobewohner können sogenannte Stereotypien entwickeln – immer gleiche Bewegungsabläufe – wie etwa das rastlose Hin-und Herlaufen bei einigen Bären und Großkatzen. Einige Tiere sind in ihren Gehegen so unglücklich, dass sie sich selbst verstümmeln oder ihre eigenen Exkremente verzehren, berichtet die Tierrechtsorganisation PETA. Probleme der Wildtierzucht Ein grundlegendes Problem der Wildtierzüchtung in Zoos besteht darin, dass sich die natürliche Selektion nicht kopieren lässt. Zwingendermaßen werden auch Tiere gepflegt, die sich in der Natur nicht fortgepflanzt hätten: So entfernen sich Käfigtiere genetisch von den Populationen in der freien Wildbahn. Oft sind sie in freier Natur nicht überlebensfähig und lassen sich nicht auswildern – weshalb das Argument des Artenschutzes nicht greift. Damit der Genpool der Populationen nicht verarmt, betreiben viele Zoos Fangexpeditionen und entreißen Tiere ihrem natürlichen Ökosystem. Eine einfache und genauso schädliche Alternative ist Inzucht, die regelmäßig Tiere mit schweren genetischen Defekten hervorbringt. Zoos sind gewinnorientierte Unternehmen Letztendlich haben Zoos ein existenzielles Interesse daran, Geld zu verdienen und möglichst viele Besucher anzulocken. Aus diesem Grund züchten sie zum Beispiel Überschusstiere – mehr Tiere, als sie unterbringen können – um Menschen mit süßen Tierbabys zu locken. Wenn die Tiere alt sind, werden sie getötet oder an Tierhändler verkauft. PETA wies nach, dass der Tierpark Berlin zwischen 2007 und 2009 über 1.000 Tiere an den Händler Werner Bode verkaufte, der unter anderen mit Versuchslaboren, Exotenrestaurants und chinesischen Zuchtfarmen kooperiert. Da Zoos immer ein Profitinteresse verfolgen, ist nicht davon auszugehen, dass sie im Sinne der Tiere handeln.

: Leben in Zoos: Artenschutz oder Tierquälerei? | 21 grad

Warum leben die Tiere im Zoo?

Die vier Aufgaben von Zoos – In Zoos können Besucher Tiere entdecken, die sie ansonsten wahrscheinlich nie sehen würden. Doch das ist nicht der einzige Sinn und Zweck von modernen Zoos – der moderne Zoo erfüllt vier Hauptaufgaben: Artenschutz und Arterhalt, Umweltbildung, Forschung sowie Erholung.

Warum werden Tiere im Zoo älter?

Von Art zu Art unterschiedlich – Auffallend ist: Arten mit schnellem Lebensrhythmus – das heißt etwa: frühe Geschlechtsreife, starke Vermehrung und viele Stressfaktoren – werden im Zoo deutlich älter als Wildtiere derselben Art. Dagegen ist bei Tieren, die von Natur aus eine höhere Lebenserwartung haben, sich erst später und weniger stark vermehren sowie eine längere Tragezeit haben, der Unterschied zwischen der Lebenserwartung im Zoo und in Freiheit eher gering. © Foto: Tiergarten Nürnberg Einen Schluss erlaubt die Studie übrigens nicht: dass es Zootieren besser geht als Tieren in freier Natur, wie Helmut Mägdefrau sofort einräumt. “Das Empfinden von Tieren ist nach wie vor für uns Menschen nicht messbar.” Ob Tiere die Zoohaltung als Einschränkung oder gar als Gefangenschaft interpretieren, weiß niemand. Dann gibt es wiederum Tierarten, bei denen das Ergebnis der Studie für Laien erstaunlich, aber für Fachleute durchaus erklärbar ist. Rehe zum Beispiel werden in Zoos nicht alt. “Die sind äußerst schwer zu halten, weil sie eben das Durchstreifen von Waldgebieten brauchen und mal da, mal dort an einem Ast knabbern wollen.

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Wer ist der älteste Zoo der Welt?

Vier Aufgaben eines Zoos – Der Tiergarten Schönbrunn ist heute nicht nur ein beliebter Erholungsraum, sondern auch ein Bildungszentrum, Schauplatz für Forschung und Lehre sowie ein starker Partner für Natur- und Artenschutzprojekte, Er begeistert seine Besucher für die Welt der Tiere und weckt ihr Bewusstsein für deren Schutz.

Wie lange wurden Menschen im Zoo gehalten?

Völkerschau auf der Pariser Kolonialausstellung im Jahr 1931 in Paris Eingeborene aus Feuerland (Argentinisches Patagonien), 1889 vom Maître nach Paris gebracht. Völkerschau (auch Kolonialausstellung oder Kolonialschau und verschiedentlich Menschenzoo genannt) bezeichnet eine Zurschaustellung von Angehörigen als fremd empfundener Ethnien gegen Eintrittsgebühren.

  1. Blütezeit der Völkerschauen in Europa war zwischen 1870 und 1940.
  2. Allein in Deutschland wurden in dieser Zeit über 300 außereuropäische Menschengruppen vorgeführt.
  3. Teilweise wurden in diesen Völkerschauen und Kolonialschauen gleichzeitig über 100 Menschen zur Schau gestellt.
  4. Diese Zurschaustellung waren Massenveranstaltungen, die ein millionenfaches Publikum in Europa und Nordamerika anlockten.

Sie fanden auch abseits der Großstädte in mittelgroßen und kleinen Städten statt. Entdeckungsreisende brachten von ihren Unternehmungen ab dem 15. Jahrhundert Menschen aus fernen Ländern nach Europa, die zunächst Adeligen und reichen Kaufleuten gezeigt wurden.

  1. Die Entdecker wollten ihren Erfolg belegen und die Obrigkeit reklamierte ihre Besitzansprüche und wollte ihre Weltoffenheit und ihren Reichtum demonstrieren. Im 19.
  2. Jahrhundert entstand ein Geschäftszweig, in dem nicht nur einzelne Menschen oder kleine Gruppen aus den entferntesten Gebieten der Erde vorgestellt wurden, sondern diese Veranstaltungen, von denen einzelne bis zu 60.000 Menschen besuchten, erbrachten den Veranstaltern beträchtliche Gewinne.

Der sich in jener Zeit entwickelnde europäische Kolonialismus wollte mit Völkerschauen bzw. Kolonialschauen zeigen, dass Kolonien auch für das Volk von Vorteil sein können. Im Jahr 1940 wurden die Völkerschauen eingestellt und sie in den 1950er Jahren wiederzubeleben, gelang nicht.

Bis wann gab es Menschen im Zoo?

Es ist ein dunkles Kapitel der Geschichte, von dem Sie möglicherweise noch nie gehört haben: Bis zum Jahr 1958 wurden Menschen in sogenannten Menschenzoos ausgestellt. Die oft umzäunten Bereiche waren nicht selten zwischen Tierkäfigen platziert – gelegentlich mit dem Hinweis „Bitte nicht füttern”.

Wie hieß Zoo früher?

Bezeichnungen und Zootypen – Die Bezeichnung Zoo (kurz für zoologischer Garten ) ist gesetzlich definiert, ist auch international verständlich und wird heute meist als Hauptbezeichnung angesehen. Sie wird historisch oft mit dem 1826 eröffneten Londoner Zoo in Verbindung gebracht, der sich aber zunächst als „Gardens and Menagerie of the Zoological Society of London” bezeichnete.

  • Die Abkürzung Zoo ist erstmals um 1847 für den Clifton Zoo belegt.
  • Der Begriff des zoologischen Gartens verwies ursprünglich auf die wissenschaftliche Funktion einer solchen Einrichtung, so diente der Londoner Zoo ursprünglich nur der Forschung und wurde erst 19 Jahre nach seiner Eröffnung allen zahlenden Besuchern zugänglich.

Allgemein sprach man im Deutschen früher eher von einem Tiergarten, weshalb heute noch viele Zoos diesen Namen tragen, darunter der Tiergarten Schönbrunn und der Tiergarten Nürnberg, Noch älter ist der Große Tiergarten in Berlin, der aber ein umzäuntes Jagdrevier und kein Zoo im heutigen Sinne war.

Daneben besteht die nicht klar abgegrenzte Bezeichnung Tierpark ( Tierpark Dählhölzli, Tierpark Sababurg, Tierpark Neumünster ); teils sind Tierparks weitläufiger angelegt und fungieren zugleich als Landschaftsgarten, so etwa der Tierpark Berlin verglichen mit dem Zoologischen Garten Berlin, Klarer davon unterschieden ist der Wildpark ( Wildpark Lüneburger Heide, Wildpark Schwarze Berge, Wildpark Eekholt ), der nur oder überwiegend einheimische Tiere zeigt.

Besonderheiten sind Zoos, die sich auf bestimmte Lebensräume spezialisiert haben wie Aquarien, Delfinarien, Meeres-Themenparks, Schmetterlingszoos, Reptilienzoos, Vogel- und Safariparks, Eine weitere Besonderheit sind Streichelzoos, in denen die Tiere angefasst und meist auch gefüttert werden dürfen.

Warum heißt Zoo?

Begriff Zoo, Tierpark, Tiergarten Erklärung Der Begriff Zoo stammt aus dem Altgriechischen und ist eine Kurzform für zoologischer Garten. Im Allgemeinen bezeichnet das Wort ein großes, oft parkähnlich angelegtes Gelände, in dem eine größere Anzahl von Tieren unterschiedlichster Arten gehalten werden.

Die Einrichtungen sind dabei in der Regel öffentlich zugänglich. Der Begriff Tierpark bezeichnet zumeist besonders großflächig angelegte zoologische Gärten. Die Bezeichnungen Tierpark, Tiergarten und Zoo werden oft synonym verwendet. Aufgaben von Zoos, Tiergärten, Tierparks & Co. Laut dem Verband der Zoologischen Gärten e.V.

ist der Begriff Zoo jedoch weder klar definiert noch geschützt und gibt von daher auch keine Garantie für die Qualität der Tierhaltung. Generell kann sich jeder, der Tiere hält, und sei es zum Verkauf, Zoo nennen. Weltweit wird die Zahl der Einrichtung, die im Sinne der weit gefassten Definition als „Zoo” gelten würden, auf 12.000 bis 15.000 geschätzt.

Wo gab es den ersten Zoo der Welt?

Erst Versailles, dann Schönbrunn – Auch am Schloss von Versailles entstand eine königliche Menagerie. König Ludwig XIV. ließ eine Anlage gestalten, die Vorbild für zahlreiche spätere höfische Tierhaltungen war: In ihrem Zentrum stand ein kleines, barockes Lustschloss, von dem strahlenförmig sieben Tiergehege ausgingen.

  • Die Anlage diente als Vorläufer für den Tiergarten Schönbrunn in Wien, der als ältester heute noch bestehender Zoo der Welt gilt – 1752 eröffnet.
  • Um einen achteckigen Pavillon wurden zunächst zwölf Logen für die Tierhaltung angeordnet.
  • Anfänglich diente die Anlage lediglich dem naturwissenschaftlichen Interesse Kaiser Franz I.

und der Erholung seiner Familie. Bereits 1779 aber wurde sie bei freiem Eintritt für die Wiener Bevölkerung geöffnet. Im 19. Jahrhundert wurden erstmals Zoos gegründet, die sich auch als Stätten der Erholung und der naturkundlichen Volksbildung verstanden. Im Unterschied zu den Menagerien oder fürstlichen Tierparks verfolgten die neu eröffneten Zoos des 19. Jahrhunderts einen Bildungsanspruch. Sie wollten wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Tierhaltung ziehen und diese an die Bevölkerung vermitteln. Zumindest die größeren Zoos waren deshalb auch wissenschaftliche Einrichtungen.

  1. Die Anlagen strebten danach, möglichst vollständig die Artenvielfalt zu präsentieren.
  2. Wachsende Sammlungen an Tieren waren die Folge.
  3. Damit kamen die Zoos zwar ihrem wissenschaftlichen Anspruch nach, gleichzeitig wurden die Käfige aber immer kleiner, in gleichförmigen Reihen aufgestellt und zum Teil sogar übereinandergestapelt – eher im Sinne eines lebenden Museums als eines zoologischen Gartens.

Der Erholungswert für die Bevölkerung, der zu dieser Zeit eigentlich durch die zunehmende Verstädterung immer wichtiger wurde, ging zurück. Das änderte sich mit Beginn des 20. Jahrhunderts. Neue Konzepte der Tiergärtnerei wurden entwickelt und umgesetzt.

Wie viel verdient man im Zoo?

Tierpfleger/in Gehalt — häufigste Fragen –

Was verdient ein Tierpfleger netto? Das durchschnittliche Tierpfleger-Gehalt beträgt etwa 2.500 € brutto. Netto bleibt davon etwas weniger über. Als Faustregel kannst du dir merken, dass du rund 60 bis 70 % deines Einkommens behalten darfst. Das sind als Tierpflegerin im Zoo oder Tierheim circa 1.760 € netto. Wie viel verdient man als Tierpfleger im Zoo? Als Tierpfleger im Zoo liegt das Gehalt zwischen 1.900 € und 3.300 € brutto. Das durchschnittliche Gehalt beträgt etwa 2.540 €. Je nach Größe des Betriebes oder Tarifvertrag können die Beträge allerdings ein wenig abweichen.

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Wie viel ist ein Zoo wert?

Im Schnitt sind die Zoo-Tiere 6,38 Euro wert – B.Z. – Die Stimme Berlins Es ist gar nicht so leicht, den Geldwert der Arten zu bestimmen. Entscheidend ist die zoologische Bedeutung. Wie wertvoll sind eigentlich die Tiere im Zoo? Diese Frage hat sich wohl schon so mancher Besucher bei seinem Rundgang gestellt.

  1. Eine Millionen, zwei Millionen Euro – vielleicht sogar mehr? Die Antwort ist ernüchternd: Statistisch betrachtet hat jedes Zoo-Tier einen finanziellen Wert von mageren 6,38 Euro.
  2. Ann nicht sein! “Rein rechnerisch doch”, sagt Kurator Heiner Klös (54) und verweist auf den Jahresbericht vom Zoo.
  3. Dort ist der Geldwert aller Tiere in der Unternehmens-Bilanz mit 130.000 Euro festgeschrieben.

Teilt man den durch die Anzahl aller Zoo-Bewohner (aktuell 20.365) ergeben sich die mickerigen 6,38 Euro. Damit werden sie aber nicht entwertet. Denn entscheidend ist ihre zoologische Bedeutung (Seltenheit, bedrohte Tierart). Geld spielt ebenfalls keine Rolle, wenn Tiere von einem Zoo in den anderen wechseln: “Dann wird nicht gezahlt, sondern getauscht”, erklärt Heiner Klös.

Paradox: In manchen Fällen sind die einzelnen Teile des Tieres teurer als das Tier selbst. Der Schwarzmarkt-Preis für Elfenbein liegt bei 2200 Dollar pro Kilo. Dagegen wird ein Arbeitselefant in Thailand für rund 6000 Euro gehandelt Könnte der Zoo eigentlich das Elfenbein seiner toten Elefanten verkaufen um sich zu finanzieren?

“Nein, dürfen wir nicht. Ist verboten. Das Elfenbein landet bei uns im Tresor”, sagt Heiner Klös. : Im Schnitt sind die Zoo-Tiere 6,38 Euro wert – B.Z. – Die Stimme Berlins

Wem gehört der Zoo?

Wie Knut die Börse bewegte Er ist einer der berühmtesten Tierparks weltweit: der Zoologische Garten in Berlin. Mehr als drei Millionen Besucher lockt er jedes Jahr an, über 17 000 Tiere gibt es dort zu sehen. Doch wem gehört der Zoo eigentlich? Und welches Unternehmen steckt dahinter? Anders als die meisten anderen deutschen Tierparks gehört der Zoo nicht der Stadt, sondern er ist im Privatbesitz.

Es handelt sich um eine gemeinnützige, also nicht gewinnorientierte Aktiengesellschaft. Und das schon seit seiner Gründung im Jahr 1841. Dem Zoologen Martin Hinrich Lichtenstein war es damals gelungen, den Preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zu überreden, einen Teil des Geländes seiner Fasanerie am Berliner Tiergarten für die Errichtung eines Zoos unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.

Es ist bis heute der Standort des Zoologischen Gartens.

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Was ist der teuerste Zoo in Deutschland?

Klaus-Michael Machens (1994–2011) – Eingangsbereich des Zoos, 2009 Neugestalteter Zooeingang, 2019 Anfang der 1990er Jahre befand sich der Zoo in einer Krise. Die Besucherzahlen sanken, der öffentliche Betriebskostenzuschuss wurde gekürzt. Daraufhin beschloss die Stadt einen Neuanfang. Das städtische Amt Zoo wurde 1994 in eine GmbH umgewandelt und symbolisch für eine Mark an den Kommunalverband Großraum Hannover veräußert.

Der Jurist und stellvertretende Direktor des Kommunalverbandes Großraum Hannover, Klaus-Michael Machens, übernahm die Geschäftsführung.1995 untersuchte ein interdisziplinäres Planungsteam Stärken und Schwächen des Zoos. Es kam zu dem Ergebnis, dass der Zoo sich dem Wettbewerb mit einem neuen Konzept stellen müsse.

Zoofachleute, Architekten und Freizeitforscher entwickelten daraufhin in enger Kooperation das Konzept „Zoo 2000″, mit dem sich der Zoo am Ideenwettbewerb der Weltausstellung Expo 2000 beteiligte. Das Konzept trägt Machens’ Handschrift und wurde nach der Methodik Design Thinking erstellt.1996 wurde der Zoo als „Projekt Expo 2000″ offiziell anerkannt, zunächst aber vor allem in Fachkreisen misstrauisch beäugt.

  • Die Philosophie des neuen Zoos lautet: „Nur was Menschen kennen, werden sie lieben.
  • Nur was Menschen lieben, werden sie schützen.” Die herkömmliche Tierpräsentation in Gehegen wurde weitgehend aufgegeben.
  • Die natürlichen Lebensräume der Tiere wurden vielmehr in Szenarien detailgetreu nachgebildet.
  • Für eine Gesamtinvestition von 54,7 Millionen Euro wurden vier als europaweit einzigartig geltende Erlebniswelten geschaffen: die Afrikalandschaft „Sambesi”, der Gorillaberg, der indische Dschungelpalast und Meyers Hof.

Die Distanzen zwischen Mensch und Tier wurden auf ein Mindestmaß reduziert, erforderliche Sicherheitsbarrieren in die Landschaft eingebaut.2005 wurde der Zoo mit dem deutschen Tourismuspreis geehrt. Seit dem Jahre 2000 besuchten jährlich über eine Million Gäste den Zoo.2005 zur Adventszeit öffnete zum ersten Mal der „Winter-Zoo”, 2007 wurde das Kinderland „Mullewapp” eröffnet, im Frühjahr 2010 das australische „Outback” und im Mai 2010 die siebte Erlebniswelt, das kanadische „Yukon Bay”.

  • Financial Times Deutschland : „Machens hat – in Vollzeit gerechnet – fast 250 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Besucherpreise mehr als verdreifacht. Obwohl Hannovers Zoo mit 23 Euro Eintritt für Erwachsene der teuerste Deutschlands ist, kommen doppelt so viele Gäste wie 1994. Der Tierpark verkauft fast 20-mal mehr Jahreskarten, nämlich mehr als 100.000 Stück, und die Eintrittserlöse stiegen um 555 Prozent.”
  • Bund der Steuerzahler : „Die unbestreitbaren wirtschaftlichen Erfolge gehen zu einem großen Teil auf den langjährigen Geschäftsführer Machens und seine engagierten Mitarbeiter zurück”. Erfolge, „die nicht etwa der Regionspolitik zuzurechnen sind.”

Nach anhaltenden politischen Differenzen des damaligen Regionspräsidenten sowie Zoo-Aufsichtsratsvorsitzenden Hauke Jagau mit dem Zoodirektor Machens stellte Jagau Anfang Februar 2011 zunächst einen zweiten Geschäftsführer an die Seite von Machens, Ende März 2011 wurde Machens vom Aufsichtsrat des Zoos fristlos entlassen.

Nachdem der Aufsichtsrat Verhandlungen ablehnte, erhob Machens Klage gegen seine Entlassung. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Hannover aus strafrechtlicher Sicht „keine Anhaltspunkte für ein pflichtwidriges Verhalten von Klaus-Michael Machens ausmachen können”, eine Einschätzung, die im Juli 2011 letztinstanzlich bestätigt wurde.

Im Februar 2012 entschied das Landgericht Hannover, dass Machens‘ Kündigung rechtswidrig war und sprach ihm eine Abfindung zu.

Was ist der kleinste Zoo in Deutschland?

107 von 113 Wandernden empfehlen das Ort: Bischofswerda, Bautzen, Oberlausitz, Sachsen, Deutschland Tipps

Der Tier- und Kulturpark Bischofswerda ist nur 0,75 Hektar groß und damit der kleinste Zoo Deutschlands. Trotzdem gibt es dort eine Vielzahl von unterschiedlichen Tieren, darunter Nasenbären, Luchse und auch ein Streichelgehege mit Ziegen und Minischweinen. Der Tierpark hat ganzjährig geöffnet: tierpark-bischofswerda.de,

19. Juni 2021

Was gibt es denn entspannteres als Hasen, Rehen, Hühnern, Ziegen, Vögeln zuzuschauen. Einige dürfen sogar im Streichelgehege angefasst werden. Ein kleines Paradies auf Erden.

21. April 2021

Schöner kleiner Streichelzoo auf dem Butterberg.

16. Mai 2021

Gut geeignet für Familien mit kleinen Kindern. Die Anlage macht einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck.

29. August 2021

Kleiner Zoo neben der Gaststätte und dem Turm auf dem Butterberg.

21. April 2022

Toller kleiner Zoo. Für die Kids aber auch für Erwachsene ein kleines Highlight.

10. April 2023

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Wo liegt der größte Zoo in Deutschland?

Mit rund 20.400 Exemplaren in 1.088 Arten belegt der Zoo in Berlin den ersten Platz der größten Zoos und Tierparks in Deutschland nach der Anzahl der Tiere.

Was ist der Unterschied zwischen einem Zoo und einem Tierpark?

Zoo und Tierpark: Was ist der Unterschied? – Sebastian Scholze, Pressesprecher vom Verband der Zoologischen Gärten e.V., kennt sich mit diesem Problem aus. “Es gibt keinen Unterschied”, sagt der Experte t-online.de. Eine klare Abgrenzung gebe es weder bei der Größe der Anlagen noch bei den dort vorhandenen Tierarten.

Ist Zoo artgerecht?

Moderne Zoos: artgerecht oder unvertretbar? – Seitdem hat sich einiges getan. Die meisten deutschen Zoos sind mit den Damaligen nicht mehr zu vergleichen. Aus Beton und Kacheln wurden strukturierte Gehege mit Wasserfällen und üppiger Bepflanzung, einigen Tieren werden auch Rückzugsmöglichkeiten geboten.

  • Tiere eines Lebensraums, beispielsweise Zebras und Antilopen, werden gemeinsam gehalten.
  • Man will nicht mehr vorrangig Gitterstäbe sehen, sondern Landschaften”, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ), dem 70 wissenschaftlich geführte Zoos aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie der Loro Parque auf Teneriffa angehören.

Solche wissenschaftlichen Zoos sind gegen andere Einrichtungen, wie zum Beispiel private Vergnügungsparks, die Wildtiere halten und als Zoo bezeichnet werden können, hinsichtlich Bildung und Artenschutz abzugrenzen. Für den Naturschützer, Naturfilmer und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann hat die optische Veränderung von Zoos dagegen vor allem einen Grund: „Zoos werden so designt, dass sich die Besucher wohlfühlen und alles für schön und artgerecht halten”, findet er.

Lehmann hat selbst mehrere Jahre in Aquarien und einem Tierpark gearbeitet. Heute hält er Zoos für nicht mehr vertretbar. Vor Jahrzehnten seien sie das für die damalige Gesellschaft womöglich gewesen. „Aber das Jahrtausende alte Konzept Zoo, das Tiere zur Schau stellt, ist heute einfach unmodern”. Seiner Meinung nach sollten Zoos ihre Tiere „in Rente schicken”, also in sogenannte „Sanctuaries”, und keine neuen mehr einführen oder nachzüchten.

Volker Homes vom VdZ sieht das anders. Da der Mensch immer weiter in die Natur vordringe und Lebensräume verloren gingen, seien Zoos „notwendiger denn je”.

Kann man Zoo Löwen auswildern?

1. „Zoos betreiben Artenschutz.” – Die meisten Tiere, die in Zoos leben, gehören keiner bedrohten Tierart an. Nur 20 bis 25 Prozent aller weltweit bedrohten Säugetiere werden in Zoos gehalten – bei Reptilien sind es sogar nur 3 Prozent, Viele Tierarten wie Tiger, Bären, Menschenaffen, Löwen, Giraffen oder Eisbären können jedoch niemals ausgewildert werden, wenn sie in Gefangenschaft geboren und aufgewachsen sind. Angeketteter Greifvogel im Wildpark Tambach Selbst bei von den Zoos koordinierten Zuchtprogrammen kommt es schnell zu Inzucht, da es nur vergleichsweise wenige Individuen in Gefangenschaft gibt. Dadurch werden immer wieder Tiere mit schweren genetischen Defekten geboren, die nicht überlebensfähig sind.

So heißt es in einer Antwort des Bayerischen Landtags auf eine Schriftliche Anfrage bezüglich der Haltung von Primaten in Zoos: „In menschlicher Obhut treten bei Tieren ursprünglich wildlebender Arten sehr schnell, teilweise bereits in der ersten Zuchtgeneration, körperliche Veränderungen ein und das Verhalten verändert sich (z.B.

Individual- und Fluchtdistanzen). Die Tiere sind aus Gründen des Tierschutzes nicht zur Auswilderung geeignet.” Eine Tierart lediglich in Gefangenschaft zu erhalten, bringt weder den Tieren noch der Natur etwas, sondern nur den Menschen. Artenschutz bedeutet, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen.

Wie hiessen Zoos früher?

Bezeichnungen und Zootypen – Die Bezeichnung Zoo (kurz für zoologischer Garten ) ist gesetzlich definiert, ist auch international verständlich und wird heute meist als Hauptbezeichnung angesehen. Sie wird historisch oft mit dem 1826 eröffneten Londoner Zoo in Verbindung gebracht, der sich aber zunächst als „Gardens and Menagerie of the Zoological Society of London” bezeichnete.

Die Abkürzung Zoo ist erstmals um 1847 für den Clifton Zoo belegt. Der Begriff des zoologischen Gartens verwies ursprünglich auf die wissenschaftliche Funktion einer solchen Einrichtung, so diente der Londoner Zoo ursprünglich nur der Forschung und wurde erst 19 Jahre nach seiner Eröffnung allen zahlenden Besuchern zugänglich.

Allgemein sprach man im Deutschen früher eher von einem Tiergarten, weshalb heute noch viele Zoos diesen Namen tragen, darunter der Tiergarten Schönbrunn und der Tiergarten Nürnberg, Noch älter ist der Große Tiergarten in Berlin, der aber ein umzäuntes Jagdrevier und kein Zoo im heutigen Sinne war.

  • Daneben besteht die nicht klar abgegrenzte Bezeichnung Tierpark ( Tierpark Dählhölzli, Tierpark Sababurg, Tierpark Neumünster ); teils sind Tierparks weitläufiger angelegt und fungieren zugleich als Landschaftsgarten, so etwa der Tierpark Berlin verglichen mit dem Zoologischen Garten Berlin,
  • Larer davon unterschieden ist der Wildpark ( Wildpark Lüneburger Heide, Wildpark Schwarze Berge, Wildpark Eekholt ), der nur oder überwiegend einheimische Tiere zeigt.

Besonderheiten sind Zoos, die sich auf bestimmte Lebensräume spezialisiert haben wie Aquarien, Delfinarien, Meeres-Themenparks, Schmetterlingszoos, Reptilienzoos, Vogel- und Safariparks, Eine weitere Besonderheit sind Streichelzoos, in denen die Tiere angefasst und meist auch gefüttert werden dürfen.