Wie Hoch Werden Die Zinsen Steigen?

Wie Hoch Werden Die Zinsen Steigen
Die Zinsentwicklung wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) und von den Anleihemärkten bestimmt. Der wichtigste Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank liegt seit dem 21. Juni 2023 bei 4,0 Prozent. Mitte Juni 2023 hatte der EZB-Rat beschlossen, alle drei Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen.

Wie stark werden die Zinsen steigen?

Zinsentwicklung: Seit Juli 2022 steigen die Zinsen in Europa, auch 2023 geht es weiter nach oben! – Die Zinsentwicklung ist eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Größen überhaupt, denn aus ihr leitet sich vieles ab. Die Wachstumsperspektiven der realen Wirtschaft, die Wechselkurse zwischen den Währungen, die Aussichten auf den Renten-, Aktien- und Immobilienmärkten: Der Zins scheint einfach alles in der Wirtschaft zu beeinflussen.

  1. Sobald eine Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) oder der amerikanischen Notenbank Federal Reserve (FED) bevorsteht, scheinen alle Akteure des Finanzmarktes unruhig zu werden.
  2. Jeder noch so kleine Hinweis der Zentralbanker wird bewertet.
  3. Schon im Vorfeld veröffentlichen Banken ihre Meinung darüber, wohin der Zins eventuell gehen könnte und was die Notenbanker vielleicht verkünden könnten.

So auch derzeit. Im Juli 2022 begann EZB-Chefin Christine Lagarde erstmals seit 2011, die Zinsen anzuheben. Und seitdem steigen die Zinsen: Seit der jüngsten EZB-Sitzung Mitte Juni 2023 liegen die Leitzinsen bei 4,0 Prozent. Der Einlagenzins liegt bei 3,50 Prozent.

Werden die Bauzinsen 2023 wieder sinken?

Zinsprognose von Dr. Klein: Steigen die Bauzinsen 2023 weiter? – „Ich gehe davon aus, dass die Bauzinsen im 2. Halbjahr 2023 weiter steigen. Doch eine Zinsexplosion wie in 2022 wird es nicht geben”, meint Michael Neumann, Zinsexperte von Dr. Klein. So erwartet er für das 2. Halbjahr 2023, dass sich die Zinsspanne für ein 10-jähriges Immobiliendarlehen zwischen 4 bis 4,5 % bewegt.

„Ich halte es für wahrscheinlich, dass die EZB mehr gegen die Inflation unternehmen muss als momentan erwartet. Das dürfte die Bauzinsen längerfristig unter Druck setzen”, sagt Michael Neumann. Michael Neumann, Zinsexperte von Dr. Klein, ordnet die aktuelle Zinsentwicklung ein, wagt eine Zinsprognose für das 2.

Halbjahr und blickt auch auf die aktuelle Lage am Immobilienmarkt. Zins-Update 2023, © Dr. Klein Privatkunden AG

Wie hoch steigen die Bauzinsen 2023?

Wie sieht die Bauzinsen Prognose für 2023 aus? – Die aktuellen Bauzinsen liegen Anfang 2023 bei etwa 3,5 %. Grundsätzlich befinden sich die Zinsen in einem spannungsgeladenen Umfeld und sehen sich schwierigen Rahmenbedingungen gegenüber. Zwischen der hohen Inflation und der durch den Ukraine-Krieg hervorgerufenen Energiekrise in 2022 ist eine genaue Prognose der Zinsentwicklung kaum möglich. Viele Experten gehen aber dennoch von einem stagnierenden Zinssatz aus. Durch die oben genannten Rahmenbedingungen und weiteren unvorgesehenen Entwicklungen sind größere Ausschläge in beide Richtungen aber nicht auszuschließen. Die EZB hatte erst im Dezember letzten Jahres den Leitzins noch einmal um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 % angehoben. Aufgrund der weiterhin hohen Inflation sind weitere Schritte hier nicht auszuschließen. Weitere Anhebungen beim Leitzins würden sich wahrscheinlich auch in steigenden Bauzinsen widerspiegeln.

Wie werden sich die Zinsen in den nächsten 10 Jahren entwickeln?

Wie sieht die Zinsprognose der EZB aus? – Die Europäische Zentralbank EZB hatte lange gezögert, sich von ihrer Nullzinspolitik zu verabschieden, was grundsätzlich den Rahmen für die weitere Zinsentwicklung setzt. Weil die Inflation aber auf dem höchsten Stand seit fast 50 Jahren liegt, hat sie sich im Juni zu einem weiteren Zinsschritt in Höhe von 0,25 Prozentpunkten entschieden.

Wann werden die Zinsen wieder fallen?

Ab 2024 könnten die Zinsen wieder sinken, sagen Analysten von Goldman Sachs, JP Morgan und der Deutschen Bank in einer Umfrage Die EZB hat im Sommer 2022 die Zinswende eingeläutet – weitere Zinserhöhungen könnten in den kommenden Monaten folgen. picture alliance/dpa | Arne Dedert Finanzanalysten verschiedener Finanzinstitute gehen laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) davon aus, dass die Zinsen im März und Mai weiter angehoben werden.

Bis April 2024 dürften die Zinsen der EZB erstmal konstant bleiben. Dann würden sie nach Einschätzung der Finanzanalysten allerdings schon wieder fallen. Das zeigt die Auswertung der Erhebung durch das Fintech Raisin. Für Sparer seien das trotzdem gute Zeichen, erklärt Raisin-Chefanalyst Matthias Hennig-Frieten.

Im Januar lag die bei 8,7 Prozent. Steigende Preise im Alltag machen den Menschen in Deutschland zu schaffen und lassen deren Erspartes an Wert verlieren. Die Menschen vor eben dieser Teuerung zu schützen, ist die Hauptaufgabe der (EZB). Dabei sind ihr wirksamstes Werkzeug.

  1. Als sich 2022 zeigte, dass die Inflation in die Höhe schoss, reagierte die EZB prompt und erhöhte im Juni die Zinsen ein erstes Mal.
  2. Seitdem folgten immer weitere Zinserhöhungen.
  3. Die Folge: Auch die Banken geben die Zinsen nun vermehrt an ihre Kunden weiter – sowohl mit guten Folgen, via Zinsen für Tages- und Festgeld, als auch mit negativen Folgen, wie hohen Zinsen für Kredite.

Doch wie weit wird die EZB die Zinsen anheben und wann ist Schluss? Unter anderem das hat die Zentralbank verschiedene Finanzhäuser und ihre Analysten gefragt. Darunter JP Morgan, und die, Die EZB will so einen Überblick darüber erhalten, wie die Bankhäuser die geldpolitische und wirtschaftliche Situation einschätzen.

Lest auch Die Ergebnisse hat Matthias Hennig-Frieten, Head of BankAnalytics des Fintechs Raisin, ausgewertet. Dabei zeigt sich: Die Analysten der Finanzinstitute gehen davon aus, dass die EZB im März die Zinsen erneut um 0,5 Prozentpunkte anheben wird. Im Mai könnten weitere 0,25 Prozentpunkte hinzukommen.

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Das Ende der Erhöhungen sähen sie bei 3,75 Prozent für den Zinssatz, zu dem sich die Banken Geld bei der EZB leihen können (derzeit 3,0 Prozent), beziehungsweise 3,25 Prozent für den (derzeit 2,5 Prozent), also der Zinssatz, bei dem die Banken Geld bei der EZB zurücklegen können.

Das seien für erstmal gute Zeichen, meint Hennig-Frieten, die damit zumindest ein bisschen gegen die Inflation vorgehen können. „Die Umfrage bestätigt die guten Aussichten für Sparer und Sparerinnen. Zwei weitere Zinserhöhungen bis Mai bedeuten zunächst steigende Sparzinsen, vor allem bei kurzfristigen Sparprodukten.” Vor allem die Konditionen beim und kurzfristigen dürften sich also verbessern.

Nach den weiteren Zinserhöhungen könnten die Zinsen der Einschätzung der Analysten zufolge dann erstmal konstant bleiben. Doch bereits im zweiten Quartal 2024 wird dann eine erste Senkung erwartet. Das wäre laut Hennig-Frieten trotzdem gut für die Nie habe es so lange stabile Zinssätze gegeben, insbesondere auf solch einem hohen Niveau.

  1. Zum Vergleich: Bei dem letzten Zinserhöhungszyklus 2011 hielt die EZB die nur vier Monate lang stabil, bevor sie sie wieder senkte.
  2. Lest auch „Bleiben die Leitzinsen dann bis zum zweiten Quartal 2024 konstant, bedeutet das für, dass Refinanzierung nicht nur teurer wird, sondern auch teurer bleibt.
  3. Selbst den deutschen Banken wird mittelfristig keine andere Wahl bleiben, als die zu erhöhen.

Wir sehen das zum Teil jetzt schon, doch die Entwicklung ist noch nicht annähernd in der Breite angekommen”, erklärt Hennig-Frieten. Auch zu der allgemeinen wirtschaftlichen Situation wurden die Analysten gefragt. Die erwarten zu Beginn des Jahres einen Rückgang der Wirtschaft von 0,3 Prozent.

Wie hoch Zinsen 2023?

Ist-Zustand: Wo liegen die Baufinanzierungszinsen?

Sollzinsbindung Topzins: 6/ 2023 Topzins: 6/2022
5 Jahre 3,82 % 2,99 %
10 Jahre 3,62 % 3,04 %
15 Jahre 3,62 % 3,2 %
20 Jahre 3,97 % 3,28 %

Wie hoch werden die Bauzinsen 2024 sein?

Wie werden die Zinsen 2024? – Deutsche Bank hebt Zinsprognose an: Noch drei Zinserhöhungen der EZB bis auf 3,75 Prozent und Zinswende erst Mitte 2024 Europäische Zentralbank in Frankfurt. Die Zinsen steigen höher und bleiben länger hoch als bisher vermutet, prognostiziert die Deutsche Bank.

Getty Images Die Zinsen im Euro-Raum werden nach Einschätzung der Deutschen Bank höher steigen und länger hoch bleiben als bisher angenommen. Deutsche Bank Research hat seine Zinsprognose heraufgesetzt. Die Experten rechnen nun mit drei weiteren Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) bis auf 3,75 Prozent.

Die Zinsen würden dann bis Mitte 2024 auf diesem Niveau bleiben. Der Grund für höhere Zinserwartungen auch in den USA sind die zunehmenden Anzeichen für eine anhaltend hohe Inflation auch bei sinkenden Energiepreisen. Die Leitzinsen dürften nach Einschätzung von Banken höher steigen und länger auf einem hohen Niveau bleiben als bisher angenommen – und zwar sowohl in der Euro-Zone als auch in den USA.

  • Zuletzt erhöhte die Deutsche Bank ihre Zinsprognose.
  • DB Research geht jetzt davon aus, dass die die Leitzinsen für die Euro-Zone noch dreimal um insgesamt 1,25 Prozentpunkte anheben wird.
  • Der Einlagenzinssatz, zu dem Banken Geld bei der EZB parken können, würde seinen Höhepunkt dann erst bei 3,75 Prozent erreichen.

Der Refinanzierungssatz, zu dem Banken sich kurzfristig Geld bei der Zentralbank leihen können, stiege in diesem Szenario bis auf 4,25 Prozent. Die EZB hatte die Leitzinsen zuletzt Anfang Februar erhöht und dabei bereits einen erneuten Zinsschritt um 0,50 Prozentpunkte für die nächste EZB-Sitzung Mitte März angekündigt.

  1. DB Research rechnet damit, dass darauf eine weitere Erhöhung um 0,50 Prozentpunkte im Mai und eine abschließende Zinserhöhung um 0,25 Prozentpunkte im Juni folgen.
  2. Die Ökonomen der Deutschen Bank begründen ihre Einschätzung neben dem robusten Arbeitsmarkt in Europa vor allem mit der hartnäckigen Kerninflation.

Diese Messzahl blendet die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel aus und gilt als Maßstab dafür, wie stark sich die Teuerung in der gesamten Wirtschaft festgesetzt hat. Sowohl in den USA als auch in der Euro-Zone und in Deutschland ist die Kerninflation hoch.

Im Januar war sie in Deutschland von 5,2 Prozent auf 5,6 Prozent gestiegen. Ziel der Zentralbanken für Preisstabilität ist eine Kernrate der Inflation von zwei Prozent. Die EZB werde die Leitzinsen erst dann wieder senken, wenn sie überzeugt ist, dass die Inflationserwartungen „mittelfristig wieder nachhaltig bei zwei Prozent verankert sind”, schreibt DB Research.

Die Ökonomen rechnen daher damit, dass die EZB erst ab Juni 2024 mit Zinssenkungenin kleinen Schritten von 0,25 Prozentpunkten pro Quartal beginnen wird. „Je höher die Leitzinsen angehoben werden, desto größer wird die Gefahr, dass die EZB die Zügel zu stark anzieht”, schreibt DB Research.

  • Angesichts des robusten Arbeitsmarktes möge die Gefahr für die Konjunktur nicht übermäßig groß erscheinen.
  • Die Straffung der Geldpolitik wirke aber mit einer langen Verzögerung.
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  • Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B.

Youtube, Twitter, Facebook, Instagram etc.) Zur Anzeige aktiviere bitte die Einstellungen für Soziale Netzwerke und externe Inhalte in den Privatsphäre-Einstellungen. Privatsphäre-Einstellungen ändern In den USA dürfte die Notenbank Fed nach Ansicht des Chefvolkswirts von ihren Leitzins in diesem Jahr noch dreimal anheben, um die Inflation einzudämmen – und das könnte den Druck auf die Aktien erhöhen.

Werden die Bauzinsen wieder runter gehen?

Bauzinsen: Warum steigen die Zinsen für Immobilienkredite? – Bereits 2022 stiegen die Hypothekenzinsen im Herbst auf über vier Prozent. Ende des Jahres waren kurzzeitig wieder günstigere Kredite möglich, doch Anfang 2023 entwickeln sich die Zinsen wieder nach oben,

  1. Schuld am Zinsaufschlag ist die Inflation, da es sich hierbei immer ein Wechselspiel handelt.
  2. Die Mechanismen dahinter sind dabei recht simpel: Sinken die Zinsen, lohnt es sich nicht zu sparen – im Gegenteil, mehr Kredite werden aufgenommen – und mehr Geld wird ausgegeben.
  3. Die Inflation steigt daher.
  4. Umgekehrt sinkt die Inflation, wenn der Zins steigt, da vermehrt das Geld wieder gespart wird – es lohnt sich nun wieder, Geld anzulegen,
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Auch wenn der Begriff „Inflation” eher negative Gefühle hervorruft, ist die Inflation grundlegend nicht negativ. Eine konstante Steigung der Inflation von etwa zwei Prozent ist das Ziel für eine stabile Volkswirtschaft und stabile Verbraucherpreise. Bei Abweichungen davon wird daher auf die Mechanismen zurückgegriffen, um entweder die Entwicklung zu verlangsamen oder aufzuhalten.

  1. Aktuell wirken sich die massiven Steigerungen der Energiepreise und die Folgen der Coronakrise sowie des Ukrainekriegs auf die Verbraucherpreise aus.
  2. Die Jahresinflation 2022 liegt daher bei 7,9% und somit deutlich über den angestrebten zwei Prozent.
  3. Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht deswegen in kleinen Schritten ihren Leitzins.

Dieser ist ausschlaggebend für die Zinsentwicklung in der Europäischen Union und wirkt sich auf die Immobilienkredite und Bauzinsen aus. Die EZB hat bereits im Juli 2022 den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte und im September und Oktober jeweils um weitere 0,75 Prozentpunkte erhöht.

Im Dezember 2022 und Februar 2023 liegt die Erhöhung der EZB bei jeweils 0,5 Prozentpunkten, sodass der aktuelle Leitzins nun bei drei Prozent steht. Banken refinanzieren sich mithilfe von Pfandbriefen bei der EZB, um Hypothekenkredite gewähren zu können. Da die Banken nun ebenfalls höhere Zinsen zahlen müssen, geben sie diese an die Verbraucher weiter.

Somit steigen die Zinssätze für Verbraucherkredite und die Baufinanzierung.

Welche Zinsbindung ist sinnvoll?

15 Jahre Zinsbindung kann weiter sinnvoll sein – Auch wenn die Zinsen steigen, sollten Sie über längere Zinsbindungen als 10 Jahre nachdenken. Der Zins für 15-jährige Zinsbindungen liegt aktuell um ca.0,3 Prozent höher als für 10 Jahre. Die monatliche Belastung ist also höher bzw.

Wie hoch liegen im Moment die Bauzinsen?

So hoch sind die Bauzinsen aktuell Baufinanzierung nach der Niedrigzinsphase Die Bauzinsen stiegen 2022 spürbar an. Wer jetzt bauen oder kaufen möchte, muss daher mit höheren Kosten rechnen. Ob Sie besser abwarten und – oder zum aktuellen Zinssatz finanzieren? Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Die Zeit der niedrigen Bauzinsen ist erst einmal vorbei: Seit Anfang 2022 kletterte der Zinssatz zur Finanzierung von Immobilien im Schnitt um 2,5 Prozentpunkte. Sie betragen aktuell zwischen 4,1 bis 4,5 Prozent effektiv – je nach Höhe des Kreditrahmens und des eingebrachten Eigenkapitals. Durch diese Entwicklung verändern sich auch die Rahmenbedingungen für Sie als angehende Immobilienbesitzerinnen und Häuslebauer.

Die Expertinnen und Experten Ihrer Sparkasse unterstützen Sie dabei, Ihre Finanzierung dennoch wie gewünscht umzusetzen. Das Wichtigste in Kürze:

    Wo liegen jetzt die Bauzinsen aktuell?

    Bauzinsen aktuell Tabelle

    Zinsbindung Hypothekenzins (circa) Bestzins
    5 Jahre 4,3 % 4,1 %
    10 Jahre 4,1 % 3,9 %
    15 Jahre 4,3 % 4,1 %
    20 Jahre 4,4 % 4,1 %

    Wie hoch waren die Zinsen 1995?

    Zinsentwicklung 1990 bis heute – In den Industrieländern kann man seit den 1990er Jahren längerfristige Abwärtstrends bei der Inflation und den nominalen Zinssätzen beobachten. Der erste Rückgang der nominalen Zinssätze wurde durch einen Rückgang der Inflationsraten als Folge der Hochinflationsperiode der 1970er Jahre ausgelöst.

    Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) stiegen die Realzinsen in den späten 1970er und 1980er Jahren während einer Periode rückläufiger Inflationsraten bis auf 6 Prozent. Der zweite Rückgang der nominalen Zinssätze war ab 1990 auf sinkende Realzinsen bei stabiler Inflation zurückzuführen, betonen die IW-Ökonomen.

    Trotz des Anstiegs im Vorfeld der deutschen Wiedervereinigung 1990 und im Sog der Turbulenzen an den internationalen Anleihenmärkten 1994 seien die Kapitalmarktzinsen im Verlauf der 1990er Jahre insgesamt betrachtet eher niedrig gewesen. Das liegt daran, dass die deutsche Geldpolitik frühzeitig aufkeimenden Inflationsgefahren begegnet war und damit Vertrauensverluste vermeiden konnte.

    In diesem Zeitraum sanken die langfristigen Realzinsen von 8 Prozent im Jahr 1992 auf 2 Prozent im Jahr 2016, während die kurzfristigen Realzinsen negativ wurden. Der trendmäßige Rückgang der nominalen Kapitalmarktzinsen war in der ersten Hälfte der 1990er Jahre insbesondere durch die verbesserten Stabilitätsperspektiven untermauert und insofern von den Wirtschaftsakteuren kalkulierbar.

    Infolgedessen verlangsamte sich der Preisanstieg 1995 kontinuierlich auf nur noch 1,7 Prozent. In den ersten zehn Monaten 1996 betrug er (auf ein Jahr hochgerechnet) 1,5 Prozent. Gleichzeitig habe die wirtschaftliche Dynamik nach dem Auslaufen des „Vereinigungsbooms” spürbar nachgelassen.

    • Der starke Rückgang der Zinsen beschleunigte sich weiter durch die globale Finanzkrise im Jahr 2008: Mehrere Zentralbanken senkten die Zinssätze auf 0 Prozent und hielten die Zinsen für mehrere Jahre auf diesem tiefen Niveau.
    • Wenngleich die US-Notenbank Fed bereits mit ihrer Normalisierungspolitik begonnen hat, hätten es die Zentralbanken seitdem schwer, die Zinssätze zu normalisieren, heißt es in einer Studie der Deutschen Bundesbank.

    Im Jahr 2012 kam es in der Eurozone zudem zu einer krisenbedingten Flucht in die Sicherheit: Vor allem in sicheren Ländern wie Deutschland sanken dadurch die Renditen auf sichere Anlagen und die nominalen Renditen von hochliquiden Staatsanleihen rutschten zum ersten Mal in der Geschichte ins Negative.

    • Festzuhalten ist: Seitdem die Zentralbanken der großen Industrieländer im Zuge der Finanzkrise 2008 und der daran anschließenden weltweiten Rezession ihre Leitzinsen drastisch gesenkt hatten, verharrten die kurzfristigen Zinssätze nahe 0 Prozent.
    • Die Langfristzinsen bewegen sich – risikobereinigt – nur wenig darüber.

    Als Folge des Niedrigzinsumfelds und der damit einhergehenden reichlichen Liquidität wurden Vermögensmärkte wie Aktienfonds oder Immobilien beflügelt. Von dieser Entwicklung haben auch Anlageinstrumente wie ETFs profitiert. Nach Erhebungen von Statista hat sich das in ETFs veranlagte Vermögen von 417 Milliarden US-Dollar Anfang 2005 auf ein Volumen von 10,02 Billionen US-Dollar Ende 2021 weltweit erhöht.

    Wie viel Kapital braucht man für ein Haus?

    Immobilienkauf Wenn Sie eine Immobilie finanzieren möchten, brauchen Sie in der Regel Eigenkapital. Wie viel sollte das sein? Was zählt alles als Eigenkapital? Und geht es vielleicht auch ohne? Wir geben Tipps, wie Sie Eigenkapital für den Immobilienkauf bilden können.

    Wie lange sollte man jetzt Festgeld anlegen?

    Leiterstrategie wählen – Wer sein Geld in Festgeld anlegen will, dem empfehlen wir in der Regel die Leiterstrategie – oft auch als Treppenstrategie bezeichnet. Dabei teilt der Sparer sein anzulegendes Geld auf mehrere Laufzeiten auf. Ein Beispiel: Gehen wir von 50.000 Euro Anlagesumme und fünf Jahren Maximallaufzeit aus, teilt der Sparer sein Geld auf fünf Konten mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren auf. Der Anleger verbindet mit dieser Leiterstrategie Flexibilität und Rendite. Er hat einmal pro Jahr einen Teil des angelegten Geldes zur Wiederanlage zur Verfügung und kann die höheren Zinsen für längere Laufzeiten nutzen. Natürlich muss die Strategie nicht stur umgesetzt werden. Der Sparer kann vielmehr nach jedem Jahr entscheiden, ob und wie er das freigewordene Kapital erneut anlegt.

    Werden die Zinsen wieder sinken?

    Ab 2024 könnten die Zinsen wieder sinken, sagen Analysten von Goldman Sachs, JP Morgan und der Deutschen Bank in einer Umfrage Die EZB hat im Sommer 2022 die Zinswende eingeläutet – weitere Zinserhöhungen könnten in den kommenden Monaten folgen. picture alliance/dpa | Arne Dedert Finanzanalysten verschiedener Finanzinstitute gehen laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) davon aus, dass die Zinsen im März und Mai weiter angehoben werden.

    Bis April 2024 dürften die Zinsen der EZB erstmal konstant bleiben. Dann würden sie nach Einschätzung der Finanzanalysten allerdings schon wieder fallen. Das zeigt die Auswertung der Erhebung durch das Fintech Raisin. Für Sparer seien das trotzdem gute Zeichen, erklärt Raisin-Chefanalyst Matthias Hennig-Frieten.

    Im Januar lag die bei 8,7 Prozent. Steigende Preise im Alltag machen den Menschen in Deutschland zu schaffen und lassen deren Erspartes an Wert verlieren. Die Menschen vor eben dieser Teuerung zu schützen, ist die Hauptaufgabe der (EZB). Dabei sind ihr wirksamstes Werkzeug.

    • Als sich 2022 zeigte, dass die Inflation in die Höhe schoss, reagierte die EZB prompt und erhöhte im Juni die Zinsen ein erstes Mal.
    • Seitdem folgten immer weitere Zinserhöhungen.
    • Die Folge: Auch die Banken geben die Zinsen nun vermehrt an ihre Kunden weiter – sowohl mit guten Folgen, via Zinsen für Tages- und Festgeld, als auch mit negativen Folgen, wie hohen Zinsen für Kredite.

    Doch wie weit wird die EZB die Zinsen anheben und wann ist Schluss? Unter anderem das hat die Zentralbank verschiedene Finanzhäuser und ihre Analysten gefragt. Darunter JP Morgan, und die, Die EZB will so einen Überblick darüber erhalten, wie die Bankhäuser die geldpolitische und wirtschaftliche Situation einschätzen.

    Lest auch Die Ergebnisse hat Matthias Hennig-Frieten, Head of BankAnalytics des Fintechs Raisin, ausgewertet. Dabei zeigt sich: Die Analysten der Finanzinstitute gehen davon aus, dass die EZB im März die Zinsen erneut um 0,5 Prozentpunkte anheben wird. Im Mai könnten weitere 0,25 Prozentpunkte hinzukommen.

    Das Ende der Erhöhungen sähen sie bei 3,75 Prozent für den Zinssatz, zu dem sich die Banken Geld bei der EZB leihen können (derzeit 3,0 Prozent), beziehungsweise 3,25 Prozent für den (derzeit 2,5 Prozent), also der Zinssatz, bei dem die Banken Geld bei der EZB zurücklegen können.

    Das seien für erstmal gute Zeichen, meint Hennig-Frieten, die damit zumindest ein bisschen gegen die Inflation vorgehen können. „Die Umfrage bestätigt die guten Aussichten für Sparer und Sparerinnen. Zwei weitere Zinserhöhungen bis Mai bedeuten zunächst steigende Sparzinsen, vor allem bei kurzfristigen Sparprodukten.” Vor allem die Konditionen beim und kurzfristigen dürften sich also verbessern.

    Nach den weiteren Zinserhöhungen könnten die Zinsen der Einschätzung der Analysten zufolge dann erstmal konstant bleiben. Doch bereits im zweiten Quartal 2024 wird dann eine erste Senkung erwartet. Das wäre laut Hennig-Frieten trotzdem gut für die Nie habe es so lange stabile Zinssätze gegeben, insbesondere auf solch einem hohen Niveau.

    Zum Vergleich: Bei dem letzten Zinserhöhungszyklus 2011 hielt die EZB die nur vier Monate lang stabil, bevor sie sie wieder senkte. Lest auch „Bleiben die Leitzinsen dann bis zum zweiten Quartal 2024 konstant, bedeutet das für, dass Refinanzierung nicht nur teurer wird, sondern auch teurer bleibt. Selbst den deutschen Banken wird mittelfristig keine andere Wahl bleiben, als die zu erhöhen.

    Wir sehen das zum Teil jetzt schon, doch die Entwicklung ist noch nicht annähernd in der Breite angekommen”, erklärt Hennig-Frieten. Auch zu der allgemeinen wirtschaftlichen Situation wurden die Analysten gefragt. Die erwarten zu Beginn des Jahres einen Rückgang der Wirtschaft von 0,3 Prozent.