Wie Steckt Man Sich Mit Affenpocken An?

Wie Steckt Man Sich Mit Affenpocken An
Affenpocken © Andrea Männel, Andrea Schnartendorff / RKI Seit Mai 2022 treten in Europa und auch in Deutschland Fälle von Mpox/Affenpocken auf. Die Betroffenen erkranken in der Regel nicht schwer. Aktuelle Informationen über Ansteckung, Symptome, Schutz und Impfung gibt es hier.

  1. Affenpocken (Mpox) sind eine seltene Virusinfektion.
  2. Die Erkrankung wird durch das Mpox-/Affenpockenvirus verursacht, das mit den Menschenpockenviren und den Kuhpockenviren verwandt ist.
  3. In den Ländern, in denen Mpox/Affenpocken verbreitet sind, können sich Menschen durch Kontakt zu Tieren anstecken, die das Virus in sich tragen.

Dazu zählen insbesondere Nagetiere. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt möglich. Besonders ansteckend kann der Bläscheninhalt sein, ebenso der Schorf der Hautveränderungen von infizierten Personen (für weitere Informationen siehe Frage „ “).

Allgemeine Anzeichen einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken können Fieber-, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein. Es entwickeln sich teilweise sehr schmerzhafte Hautveränderungen in Form von Flecken und Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen. Der Ausschlag tritt vor allem an Gesicht, an der Brust, an Handflächen und Fußsohlen sowie im Genital- und Analbereich auf.

Haut- und Schleimhautveränderungen an Mund und Augen sind ebenfalls möglich (für weitere Informationen siehe Frage „ “). Nach Kontakt zu Personen, die mit Mpox/Affenpocken infiziert sind, sollte das kontaktiert werden. Es gibt die Möglichkeit einer Impfung gegen Mpox/Affenpocken (siehe „”).

  • für Personen, die engen Kontakt zu einer infizierten Person oder dem Erreger hatten (Postexpositionsprophylaxe) sowie
  • für Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, sich bei Kontakt zu einer infizierten Person oder zu infektiösen Laborproben anzustecken (Indikationsimpfung).

Einzelheiten finden Sie unter „ “. Rund um das Thema Mpox/Affenpocken gibt es aufgrund der Infektionen in Europa und auch in Deutschland viele Fragen. Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen – allgemeinverständlich, verlässlich und auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes.

  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aktualisiert ständig ihre Informationen zum Thema Mpox/Affenpocken.
  • Eine Einbettung der FAQs auf Ihrer eigenen Seite mittels iFrames ist möglich. Nutzen Sie zur Einbettung der FAQs zur Infektion und Erkrankung mit den Mpox/Affenpocken bitte den Link
  • Zur Einbettung der FAQs zur Schutzimpfung gegen Mpox/Affenpocken nutzen Sie bitte den Link
  • Eine ausführliche Anleitung finden Sie unter,

Seit dem 28.11.2022 empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die englische Bezeichnung „Monkeypox” (Affenpocken) in „Mpox” zu ändern (siehe ). Da die Bezeichnung der Affenpocken als rassistisch oder stigmatisierend wahrgenommen werden kann, hat die WHO gebeten, die Erkrankung umzubenennen.

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) schließen sich der Empfehlung an.
  • Der Verständlichkeit halber werden beide Begriffe (Mpox/Affenpocken) verwendet.
  • Stand: 12.12.2022 (#5488) Affenpocken (Mpox) sind eine Zoonose, das heißt eine von infizierten Tieren auf Menschen übertragbare Infektionskrankheit.

Die Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt ebenfalls möglich. Mpox/Affenpocken werden durch das Mpox-/Affenpockenvirus (Orthopoxvirus simiae) verursacht, das mit den Menschenpockenviren (Variola) und den Kuhpockenviren verwandt ist.

  1. Eine Erkrankung an Mpox/Affenpocken verläuft meist mild und heilt in der Regel von alleine ab.
  2. Es können aber auch schwere Verläufe und selten Todesfälle auftreten, insbesondere bei Kindern oder Personen mit geschwächtem Immunsystem.
  3. Stand: 06.12.2022 (#5386) Mpox-/Affenpockenviren sind in West- und Zentralafrika bei Nagetieren verbreitet.

Auch Affen können das Virus in sich tragen. Durch Tiere, die mit dem Virus infiziert sind, oder durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch kann werden. Mpox/Affenpocken beim Menschen wurden erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo bei einem 9 Monate alten Jungen dokumentiert.

  • Seitdem wurden Fälle von Mpox/Affenpocken beim Menschen vor allem in west- und zentralafrikanischen Ländern gemeldet, darunter in Nigeria, Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo, der Republik Kongo und weiteren Ländern der Region.
  • Außerhalb des afrikanischen Kontinents wurden bis zum Frühjahr 2022 nur einzelne Fälle von Mpox/Affenpocken beim Menschen nachgewiesen.

Angesteckt hatten sich die Personen aber auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere in Nigeria. Seit Mai 2022 wurden erstmals in verschiedenen Ländern außerhalb Afrikas und auch in Deutschland Fälle registriert, bei denen die Ansteckung nicht auf Reisen stattgefunden hat.

Stand: 06.12.2022 (#5387) Seit Mai 2022 werden in zahlreichen Ländern außerhalb Afrikas Fälle von Mpox/Affenpocken registriert, darunter auch in Deutschland. Das Besondere ist, dass die Betroffenen nicht, wie bei Fällen in der Vergangenheit üblich, Rückkehrende aus afrikanischen Ländern sind. Außerdem ist auffällig, dass viele Übertragungen offenbar im Rahmen von sexuellen Aktivitäten erfolgt sind.

Aktuelle Fallzahlen und eine Einschätzung der Situation in Deutschland sind beim abrufbar. Eine Einschätzung der internationalen Situation, Risikobewertungen und internationale Fallzahlen sind auf den Internetseiten der und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control, ) zu finden.

Stand: 12.05.2023 (#5388) Seit Mai 2022 werden auch in Deutschland Fälle von Mpox/Affenpocken entdeckt. Die Übertragungen erfolgen in diesem Ausbruch nach derzeitigen Erkenntnissen in erster Linie im Rahmen von sexuellen Aktivitäten, aktuell insbesondere bei Männern, die sexuelle Kontakte mit anderen Männern (MSM) haben.

Basierend auf der des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (European Centre for Disease Prevention and Control, ECDC) wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Mpox-/Affenpockenvirus weiterverbreitet, bei Personen mit mehreren Sexualpartnern (einschließlich einiger MSM-Gruppen) in Europa als hoch angesehen.

  • Da die Erkrankung in der Regel von allein ausheilt, wird das Gesamtrisiko für Personen mit mehreren Sexualpartnern (einschließlich einiger MSM-Gruppen) als moderat eingeschätzt.
  • Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) nach derzeitigen Erkenntnissen als sehr gering ein.

Das RKI beobachtet die Situation weiter sehr genau und passt seine Einschätzung dem aktuellen Kenntnisstand an. Weitere Informationen, aktuelle Fallzahlen und eine sind beim Robert-Koch-Institut (RKI) abrufbar. Unter sind alle Informationen und Empfehlungen des RKI zu finden, unter anderem zum Krankheitsbild und zur Übertragung, zur Impfung, zu Hygienemaßnahmen, zum Kontaktpersonenmanagement und zur Isolation von Erkrankten.

Stand: 12.05.2023 (#5403) Im aktuellen Ausbruch wird die Übertragung der Mpox/Affenpocken von Mensch zu Mensch vor allem bei engen Kontakten beobachtet, insbesondere im Rahmen sexueller Aktivitäten. Die Übertragung erfolgt durch den direkten Kontakt von Haut oder Schleimhaut mit Körperflüssigkeiten oder den typischen Hautveränderungen (Pocken).

Im Bläscheninhalt der Pocken finden sich besonders hohe Viruskonzentrationen. Aber auch der Schorf der Pocken ist infektiös. Veränderungen im Mund und auf Schleimhäuten und in der Folge auch der Speichel enthalten ebenfalls infektiöses Virus. Dabei ist zu beachten, dass Schleimhautveränderungen von außen meist nicht sichtbar sind.

Mpox/Affenpocken können ab Beginn der Symptome übertragen werden. Erkrankte sind ansteckend, bis die Haut- und Schleimhautveränderungen vollständig abgeheilt sind. Dies erfolgt in der Regel nach zwei bis vier Wochen. Die Eintrittspforte für das Mpox-/Affenpockenvirus sind häufig kleine Hautverletzungen sowie die Schleimhäute von Auge, Mund, Nase, Genitalien und Anus.

Möglicherweise kann das Virus auch über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper eindringen. Eine Übertragung über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder über Oberflächen, die mit dem Virus verunreinigt wurden, ist bisher vor allem in Gebieten beschrieben worden, in denen die Mpox/Affenpocken verbreitet sind (Endemiegebiete).

Bisher liegen keine Hinweise vor, dass dieser Übertragungsweg im aktuellen Ausbruch eine größere Bedeutung hätte. Auch eine Übertragung durch Tröpfchen mit Atemwegssekreten ist in Gesprächssituationen denkbar. Dies könnte unter Umständen auch schon beim Auftreten unspezifischer Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und noch vor Entwicklung der Hautveränderungen möglich sein.

Zweifelsfrei belegt sind solche Tröpfcheninfektionen bislang nicht. Eine Übertragung über ausgeatmete Aerosole über größere Entfernungen erscheint unwahrscheinlich, bisher finden sich dafür keine Hinweise. Ob Mpox-/Affenpockenviren auch durch Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret übertragen werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Ausschläge, wie sie bei einer Mpox-/Affenpockenerkrankung auftreten können, können einigen sexuell übertragbaren Krankheiten ähneln, wie zum Beispiel Herpes und Syphilis.

In Endemiegebieten, in denen das Mpox-/Affenpockenvirus verbreitet ist, kann es auch zur Übertragung vom Tier auf den Menschen kommen, vermutlich insbesondere durch Nagetiere. Die Übertragung kann beispielsweise durch Bisse, Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen der Tiere oder bei der Handhabung von Fleisch infizierter Tiere erfolgen.

In diesen Gebieten sind auch Übertragungen bei infizierten Schwangeren auf das ungeborene Kind beschrieben worden. Stand: 06.12.2022 (#5389) Mpox/Affenpocken können durch engen körperlichen Kontakt von einer Person zur anderen übertragen werden. Dazu können auch sexuelle Kontakte gehören. Unter anderem kann direkter Kontakt mit den Pockenbläschen während sexueller Aktivitäten zu einer Ansteckung führen.

Der durch Mpox/Affenpocken ausgelöste Ausschlag kann auch an den Genitalien, im After und im Mund auftreten. Das trägt wahrscheinlich zum Ansteckungsrisiko bei sexuellem Kontakt bei. Auch Mund-zu-Haut-Kontakt kann zu einer Übertragung führen. Ob Mpox/Affenpocken durch Samenflüssigkeit oder Vaginalsekret verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Ausschläge, wie sie bei einer Mpox-/Affenpockenerkrankung auftreten können, können einigen sexuell übertragbaren Krankheiten ähneln, wie zum Beispiel Herpes und Syphilis.

Das Risiko, sich mit Mpox/Affenpocken anzustecken, ist jedoch nicht auf sexuell aktive Menschen beschränkt. Jeder Mensch, der engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, kann sich infizieren. Deshalb sollte man bei Anzeichen, die auf Mpox/Affenpocken hindeuten, enge körperliche Kontakte vermeiden und sich sofort von medizinischem Fachpersonal beraten lassen.

  1. Stand: 06.12.2022 (#5398) Kondome können das Risiko einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken verringern, indem sie den direkten Kontakt mit Schleimhautveränderungen im After oder in der Scheide verhindern.
  2. Es gibt zudem Hinweise, dass auch in der Samenflüssigkeit vermehrungsfähiges Virus vorkommen kann.

Daher sollten Personen, die an Mpox/Affenpocken erkrankt sind, auch nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen acht Wochen lang beim Sex ein Kondom verwenden. Allerdings kann jede Berührung des Mpox-/Affenpockenausschlags zu einer Übertragung führen, unabhängig davon, an welcher Stelle des Körpers sich dieser befindet.

  • Insofern können Kondome das Risiko einer Ansteckung zwar verringern, aber nicht ausschließen.
  • Stand: 14.02.2023 (#5431) Im aktuellen Ausbruch sind Mpox-/Affenpockeninfektionen weit überwiegend bei Männern aufgetreten, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte (MSM) mit häufig wechselnden Partnern hatten.

Da Mpox/Affenpocken durch engen Körperkontakt übertragen werden, ist das Risiko nicht auf Personen beschränkt, die sexuell aktiv sind oder auf Männer, die Sex mit Männern haben (MSM). Wer engen körperlichen Kontakt mit einer infektiösen Person hat, kann sich anstecken.

  • Bei Krankheitszeichen, die auf Mpox/Affenpocken hinweisen, sollten enge körperliche Kontakte vermieden und ein Arzt oder eine Ärztin kontaktiert werden.
  • Vor dem Hintergrund gesunkener Fallzahlen schätzt das (European Centre for Disease Prevention and Control, ECDC) das Gesamtrisiko für Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit Männern haben (MSM), als moderat und für die breite Bevölkerung als gering ein.

Stand: 14.02.2023 (#5399) Vor dem Hintergrund des aktuellen Mpox-/Affenpocken-Ausbruchs gibt das Robert Koch-Institut (RKI) für den Öffentlichen Gesundheitsdienst und Organisierende von Veranstaltungen. In einem haben Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die wichtigsten Botschaften zum Thema Mpox/Affenpocken und Hinweise zur Vorbeugung für die Allgemeinbevölkerung zusammengestellt (auch auf verfügbar).

  1. Stand: 06.12.2022 (#5428) In der Literatur wird als Inkubationszeit (Dauer von der Ansteckung bis zum Auftreten von Krankheitszeichen) der Mpox/Affenpocken ein Zeitraum von 4 Tagen bis maximal 21 Tage angegeben.
  2. Im aktuellen Ausbruch wurden jedoch auch kürzere Inkubationszeiten von 1 bis 3 Tagen beobachtet, der Median lag bei 7 Tagen (der Median ist der Wert, der in der Mitte der Datenreihe liegt, also gleich viele Werte sind größer und kleiner).

Stand: 14.02.2023 (#5390) Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken (Variola) verlaufen Mpox/Affenpocken in der Regel deutlich milder. Allerdings können bei einigen Betroffenen auch schwere Verläufe auftreten. Die Erkrankung beginnt häufig mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollenen Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit.

Solche Beschwerden können auch den weiteren Verlauf der Erkrankung begleiten. Einige Menschen entwickeln jedoch keine allgemeinen Krankheitssymptome. Charakteristisch sind die teilweise sehr schmerzhaften Hautveränderungen. Diese durchlaufen mehrere Stadien von Flecken über Knötchen und Bläschen bis zu Pusteln, die letztlich verkrusten und abfallen (siehe ).

Der Ausschlag kann im Genital- oder Analbereich, aber auch anderen Stellen wie an den Händen, Füßen, der Brust oder dem Gesicht auftreten. Haut- und Schleimhautveränderungen im Mund und an den Augen sind ebenfalls möglich. Die Hautveränderungen halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und heilen ohne Behandlung von selbst ab.

Dabei kann es jedoch zu Narben kommen. Komplikationen durch zusätzliche bakterielle Infektionen der Hautveränderungen sind möglich. Aufkratzen oder Aufstechen der Pocken sollte vermieden werden, da dies das Risiko von bakteriellen Infektionen sowie einer Ansteckung anderer erhöhen kann. In Ländern, in denen die Mpox/Affenpocken verbreitet (endemisch) sind, gehören auch Hirnentzündung, bakterielle Hautinfektionen, Flüssigkeitsverlust, Bindehaut-, Hornhaut- und Lungenentzündung zu den Komplikationen.

Schwere Krankheitsfolgen können entstellende Narben und bleibende Hornhautschäden bis hin zum Sehverlust und Tod sein. Im aktuellen Ausbruch sind weltweit nur sehr wenige Todesfälle (unter 0,1 % der Fälle) verzeichnet worden (siehe ). Stand: 14.02.2023 (#5391) Bei sexuellen Kontakten ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Mpox/Affenpocken deutlich erhöht.

Personen können ihr Risiko einer Ansteckung mit Mpox/Affenpocken senken, wenn sie die Zahl der Sexpartner und/oder Sexpartnerinnen reduzieren. Hautausschläge oder Wunden sollten nicht berührt werden. Orte, an denen wenig oder gar keine Kleidung getragen wird und Körperkontakte stattfinden wie Darkrooms, Saunen oder Sex-Clubs bergen ebenfalls ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Kondome können das Infektionsrisiko verringern, indem sie den direkten Kontakt mit Schleimhautveränderungen, insbesondere im Anus oder in der Vagina, verhindern. Personen, die sich mit dem Mpox-/Affenpockenvirus infiziert haben, sollten auf jeglichen Sex (oral, anal, vaginal) verzichten, solange ein Übertragungsrisiko besteht.

  1. Darüber hinaus sollten nach Abheilen aller Haut- und Schleimhautveränderungen für acht Wochen Kondome beim Sex benutzt werden, da das Virus noch eine Zeitlang in der Samenflüssigkeit vorhanden sein könnte.
  2. Stand: 06.12.2022 (#5441) Das höchste Risiko der Übertragung von Mpox/Affenpocken geht von Haut- und Schleimhautveränderungen aus.

Betroffene, die sich mit Mpox/Affenpocken angesteckt haben, sollten die Hautveränderungen deshalb so weit wie möglich mit Kleidung oder Verbänden abdecken. Falls dies nicht möglich ist (zum Beispiel bei Hautveränderungen im Gesicht oder an den Händen) und solange allgemeine Krankheitssymptome bestehen, kann das örtliche Gesundheitsamt eine häusliche Isolierung anordnen.

  • Weitere Hinweise finden Sie in der Frage „ “) und im (auch auf verfügbar) des Robert Koch-Instituts (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox-/Affenpocken-Infektion.
  • Enger Körperkontakt mit anderen Menschen sollte vermieden werden, bis der Ausschlag und allgemeine Krankheitssymptome abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist.

Das kann bis zu vier Wochen dauern. Auch auf geschützte sexuelle Kontakte sollte während dieser Zeit verzichtet werden. Nach Abheilen aller Hautveränderungen sollte acht Wochen lang beim Sex ein Kondom benutzt werden, da das Virus auch noch eine Zeit lang in der Samenflüssigkeit vorhanden sein könnte.

  • Wer mit anderen Personen zusammenlebt, sollte sich, solange der Ausschlag anhält und sich nicht mit Kleidung oder Verbänden abdecken lässt, möglichst in einem separaten Zimmer aufhalten.
  • Bettzeug und Haushaltsgegenstände sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden, da das Mpox-/Affenpockenvirus über lange Zeiträume (Tage bis Monate) auf Oberflächen oder Stoffen überleben kann.

Stand: 14.02.2023 (#5392) Für Personen, die nachweislich einet Mpox-/Affenpocken-Erkrankung nachgewiesen worden ist und bei denen Hautveränderungen nicht abgedeckt werden können (zum Beispiel bei Hautveränderungen im Gesicht oder an den Händen) oder allgemeine Krankheitssymptome bestehen, kann das örtliche Gesundheitsamt eine häusliche Isolierung anordnen.

Die Isolation endet sobald der Ausschlag im Alltag mit Kleidung oder Verband abgedeckt werden kann oder der Ausschlag vollständig abgeheilt ist und alle Krusten abgefallen sind. Es dürfen auch keine neuen Hautveränderungen auftreten und keine Allgemeinsymptome mehr bestehen. Stand: 13.02.2023 (#5433) Wer engen Kontakt mit einer Person hatte, die sich mit Mpox/Affenpocken angesteckt hat, sollte sich an das wenden und sich für 21 Tage beobachten.

In dieser Zeit sollten Kontakte gemieden werden. Es sollte auch zeitnah die Möglichkeit einer Impfung (siehe „”) überdacht werden. Hierzu kann das örtliche Gesundheitsamt beraten. Entwickeln sich – auch unspezifische Symptome – sollte der Kontakt zu anderen Menschen vermieden, auf sexuelle Kontakte verzichtet und eine Arztpraxis kontaktiert werden.

Vor dem Aufsuchen der Arztpraxis sollte das Praxisteam vorab telefonisch oder, falls dies nicht möglich ist, sofort bei Eintreffen über den Verdacht auf Mpox/Affenpocken informiert werden. einer an Mpox/Affenpocken erkrankten Person sind auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts (RKI) zusammengestellt.

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in einem von Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Mpox/Affenpocken (auch auf verfügbar) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox-/Affenpocken-Infektion.

  1. Stand: 14.02.2023 (#5393) Ja.
  2. In der Europäischen Union (EU) ist seit 2013 ein Pocken-Impfstoff zugelassen (Imvanex), der besser verträglich ist als ältere Pockenimpfstoffe.
  3. Der Impfstoff ist seit Juli 2022 für Personen ab 18 Jahren auch zum Schutz vor Mpox/Affenpocken zugelassen.
  4. In den USA ist der identische Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Mpox/Affenpocken zugelassen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) bei erhöhtem Ansteckungsrisiko bis zu 14 Tage nach Kontakt zu infizierten Personen sowie für Personen, die ein erhöhtes Risiko haben, in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld in Kontakt mit dem Erreger zu kommen. Eine generelle Impfung wird nicht empfohlen.

  • Weitere Informationen zur Impfung finden Sie in unseren,
  • Stand: 06.12.2022 (#5394) Die Ärztin oder der Arzt weist eine Infektion mit dem Mpox-/Affenpockenvirus über einen Abstrich nach, zum Beispiel von nässenden Hautveränderungen.
  • Eine entsprechende Probe wird im Labor untersucht.
  • Die Bestimmung von Antikörpern gegen das Mpox-/Affenpockenvirus ist nur unter bestimmten Umständen sinnvoll und wird nicht routinemäßig durchgeführt.

Denn nachgewiesene Antikörper könnten von einer vorausgegangenen Infektion auch mit anderen Pockenviren oder von einer Impfung stammen, selbst wenn diese bereits lange zurückliegen. Stand: 06.12.2022 (#5396) Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen von selbst von einer Infektion.

Mit der Behandlung werden bei schweren Verläufen die Beschwerden gelindert. Außerdem soll verhindert werden, dass es neben der Virusinfektion zusätzlich zu einer schweren, bakteriellen Infektion kommt. Zur Behandlung der Mpox/Affenpocken ist das Medikament Tecovirimat zugelassen. Die Ärztin oder der Arzt wird im Einzelfall entscheiden, welche Behandlung sinnvoll ist.

und für Ärztinnen und Ärzte zur Therapie von Mpox/Affenpocken bietet der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Stand: 06.12.2022 (#5395) Das Mpox-/Affenpockenvirus kann viele verschiedene Wirtstiere befallen.

In Afrika vermehrt sich das Virus vor allem in Nagetieren und Spitzmäusen, ohne dass sie Anzeichen einer Erkrankung zeigen. Sie gelten somit als Reservoir des Mpox-/Affenpockenvirus. Affen sind – wie der Mensch – Fehlwirte. Das bedeutet, dass sie zwar nicht das eigentliche Reservoir sind, aber befallen werden können.

Belastbare Daten zur Empfänglichkeit von Haustieren wie Hunden oder Katzen für das Mpox-/Affenpockenvirus fehlen bisher. Übertragungen auf Haustiere sind insbesondere denkbar, wenn es zu einem sehr engen Kontakt zu erkrankten Menschen beziehungsweise zu stark virushaltigem Krustenmaterial kommt.

Um Mensch-zu-Tier-Übertragungen zu vermeiden, sollten an Mpox/Affenpocken erkrankte Personen auf den direkten Kontakt mit Haustieren verzichten. Außerdem sollten Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen sowie die Reinigung und/oder Desinfektion von Oberflächen beachtet werden. Bislang gibt es keine Hinweise, dass sich landwirtschaftliche Nutztiere wie Schweine oder Rinder mit Mpox/Affenpocken anstecken können.

Auch aus Zentral- oder Westafrika, wo Mpox/Affenpocken verbreitet sind, ist dies nicht bekannt. Das Risiko, dass sich das Mpox-/Affenpockenvirus in einer Tierpopulation in Europa etabliert, ist nach derzeitigem Kenntnisstand als sehr gering zu beurteilen.

  1. Weitere Informationen zu Mpox/Affenpocken und anderen Pockenarten bei Tieren, auch bei heimischen Haus- und Nutztieren, finden Sie auf der Website des,
  2. Stand: 14.02.2023 (#5404) Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Affenpocken aktuell nur bestimmten Personengruppen.
  3. Eine Impfung anderer Personen wird nicht empfohlen.

Die STIKO empfiehlt den Pockenimpfstoff Imvanex/Jynneos (Modified Vaccinia Ankara, Bavaria-Nordic ). a) nach Kontakt zu einer infizierten Person oder dem Erreger ( Postexpositionsprophylaxe ) für Personen (ohne Krankheitszeichen) ab einem Alter von 18 Jahren.

  • enge körperliche Kontakte über nicht intakte Haut oder über Schleimhäute (beispielsweise sexuelle Kontakte) mit einer an Affenpocken erkrankten Person oder längerer ungeschützter Kontakt zu einem Gegenüber beispielsweise in Gesprächssituationen in einem Abstand von weniger als einem Meter (zum Beispiel Haushaltskontakte),
  • enger Kontakt ohne ausreichende persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, FFP2-Maske / medizinischer Mund-Nasenschutz und Schutzkittel) zu einer an Affenpocken erkrankten Person, ihren Körperflüssigkeiten oder zu kontaminiertem, möglicherweise infektiösem Material (zum Beispiel Kleidung oder Bettwäsche von Erkrankten) in der medizinischen Versorgung,
  • zufälliger ungeschützter Kontakt von Personal in Laboratorien zu Laborproben, die nichtinaktiviertes Affenpockenmaterial enthalten; insbesondere, wenn Virusanreicherungen in Zellkulturen vorgenommen werden.

Die erste Impfung sollte frühestmöglich in einem Zeitraum bis zu 14 Tagen nach Kontakt erfolgen, aber nur solange die Person noch keine Krankheitszeichen aufweist. b) als sogenannte Indikationsimpfung von Personen mit einem erhöhten Kontakt- und Ansteckungsrisiko (Expositions- und Infektionsrisiko), zum Beispiel während eines Affenpockenvirus-Ausbruchs. Hierzu zählen

  • derzeit Männer ab 18 Jahren, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte (MSM, Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben) mit wechselnden Partnern haben,
  • Personal in Speziallaboren, das mit infektiösen Laborproben Kontakt hat, und wenn es nach individueller Risikobewertung durch den Sicherheitsbeauftragten als infektionsgefährdet eingestuft wird.

Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Impfstoffdosen in einem Abstand von mindestens 28 Tagen. Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht jedoch nicht aus, um allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten. Daher rät die STIKO dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

  1. Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden, ist eine Impfstoffdosis ausreichend.
  2. Die Impfung soll auch bei Personen mit Immunschwäche (Immundefizienz) erfolgen; sie sollen jedoch zwei Auffrischimpfungen erhalten, auch wenn sie früher bereits gegen Pocken geimpft wurden.
  3. Mehr dazu lesen Sie im sowie unter,

Stand: 27.07.2022 (#5415) Der Impfstoff Imvanex ist seit 2013 zum Schutz vor Pocken und seit Juli 2022 in der Europäischen Union (EU) und damit auch in Deutschland zudem für den Schutz vor Affenpocken zugelassen. In den USA ist der Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Affenpocken zugelassen.

  • Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff mit Viren, die im Menschen nicht vermehrungsfähig sind.
  • Der Impfstoff beruht auf einem abgeschwächten Kuhpockenvirus (modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara, MVA-Impfstoff).
  • Derzeit steht in Deutschland der Impfstoff Jynneos zur Verfügung.
  • Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht nicht aus, um allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten.

Daher rät die STIKO dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung der Grundimmunisierung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis der Grundimmunisierung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bereits die erste Impfstoffdosis bietet einen guten Basisschutz gegenüber Affenpocken.

Die zweite Impfstoffdosis dient hauptsächlich dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. So zeigen Studien, dass der durch die erste Impfung vermittelte Immunschutz nach zwei Jahren nachlässt und dann eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist. Daher kann die zweite Impfung auf einen Zeitpunkt verschoben werden, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Stand: 16.08.2022 (#5416) Der Impfstoff ist ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen. Die Grundimmunisierung besteht für Personen, die in der Vergangenheit keine Pockenimpfung erhalten haben, aus zwei Impfstoffdosen Imvanex/Jynneos (MVA-BN) im Abstand von mindestens 28 Tagen.

  1. Auch wenn der Impfabstand von 28 Tagen überschritten wurde, muss die Impfserie nicht neu begonnen werden.
  2. Der derzeit verfügbare Impfstoff reicht nicht aus, um aktuell allen Personen, für die eine Impfempfehlung vorliegt, die Impfung anzubieten.
  3. Um die Ausbreitung der Affenpocken zu verlangsamen beziehungsweise den Ausbruch zu beenden, ist eine hohe Impfquote bei diesen Personengruppen erforderlich.

Daher rät die Ständige Impfkommission (STIKO) dringend, alle verfügbaren Impfstoffdosen für die erste Impfung einzusetzen und die Gabe der zweiten Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

Dies ist insofern unproblematisch, als bereits die erste Impfdosis einen Basisschutz gegenüber Affenpocken bietet. Die zweite Impfung dient dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Studiendaten haben gezeigt, dass nach zwei Jahren der Immunschutz nachlässt und dann eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist.

Die zweite Impfung kann daher auch etwas später erfolgen. Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft worden sind, reicht eine Impfstoffdosis aus. Die Impfung soll auch bei Personen mit Immundefizienz (Immunschwäche) erfolgen. Immungeschwächte Personen, die zuvor bereits gegen Pocken geimpft wurden, sollen zwei Auffrischimpfungen erhalten.

Die zweite Auffrischungsimpfung darf frühestens 28 Tage nach der ersten Impfstoffdosis erfolgen. Die Impfung erfolgt in das Unterhautgewebe (subkutan). Stand: 27.07.2022 (#5417) Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen eine nachträgliche Impfung (postexpositionelle Prophylaxe) mit dem Impfstoff Imvanex/Jynneos möglichst frühzeitig in einem Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach Kontakt.

Die Impfung sollte jedoch nicht mehr erfolgen, wenn bereits Krankheitszeichen aufgetreten sind. Bis zu 4 Tage nach Kontakt kann durch die Impfung wahrscheinlich eine Infektion verhindert werden. Wird die erste Impfstoffdosis erst im Zeitraum von mehr als 4 bis 14 Tagen nach Kontakt verabreicht, kann die Infektion zwar nicht verhindert, aber die Schwere der Erkrankung reduziert werden.

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Sind bis 14 Tage nach Kontakt keine Symptome aufgetreten (Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Hautveränderungen), die auf eine Affenpockeninfektion hinweisen, ist davon auszugehen, dass es nicht zu einer Ansteckung gekommen ist. Es ist zu diesem Zeitpunkt gegebenenfalls sinnvoll, mit Imvanex/Jynneos gegen Affenpocken zu impfen, wenn die Person zu einer der Gruppen gehört, für die eine Impfung empfohlen wird.

Stand: 27.07.2022 (#5418) Treten bei einer Person im Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach Kontakt mit einer erkrankten Person Krankheitszeichen auf, die auf eine Affenpockeninfektion hinweisen, sollte keine nachträgliche Impfung mit Imvanex/Jynneos durchgeführt werden.

  • Generell sollten Impfungen bei akuten behandlungsbedürftigen Erkrankungen unterbleiben.
  • Die Impfung mit Imvanex/Jynneos hat keinen therapeutischen Effekt und ist daher in diesen Fällen nicht sinnvoll.
  • Treten Krankheitszeichen unmittelbar oder innerhalb weniger Tage nach der Impfung auf, so hat die Impfung keinen Nutzen, aber auch keinen Schaden.

Stand: 27.07.2022 (#5419) Das Risiko für Kinder, sich mit dem Affenpockenvirus zu infizieren, ist in Deutschland sehr gering. Bislang (Stand 23. September 2022) wurden in Deutschland im Rahmen des aktuellen Ausbruchsgeschehens drei Fälle bei männlichen Jugendlichen und zwei Fälle bei Kindern unter 14 Jahren registriert.

  • Erfahrungen aus Ländern, in denen die Affenpocken heimisch (endemisch) sind, zeigen, dass Säuglinge, Kinder unter acht Jahren, Kinder mit Immunschwäche sowie Kinder mit Hauterkrankungen besonders gefährdet sind, nach einer Infektion mit dem Affenpockenvirus schwer zu erkranken.
  • Die Krankheitszeichen sind ähnlich wie bei Erwachsenen (siehe auch „ “).

Gehirnentzündung, Lungenentzündung, Blutvergiftung (Septikämie), Blutungen und zusätzliche bakterielle Infektionen können den Krankheitsverlauf von Affenpocken komplizieren (siehe auch „ “). Der von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlene MVA-BN (Modified Vaccinia Ankara- Bavaria Nordic)-Impfstoff Imvanex zur Impfung gegen Affenpocken ist in Europa ab dem Alter von 18 Jahren zugelassen.

In den USA ist der Impfstoff unter dem Namen Jynneos ab 18 Jahren zugelassen. Bisher gibt es keine Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs Imvanex bei Kindern. In begründeten Ausnahmefällen ist es jedoch möglich, diesen Impfstoff zur Postexpositionsprophylaxe, das heißt nach Kontakt mit dem Affenpockenvirus, außerhalb der Zulassung (im Off-label-Gebrauch) auch bei Kindern einzusetzen.

Es wurden mehrere Studien bei Kindern zu Tuberkulose- und Malaria-Impfstoffen durchgeführt, bei denen MVA als Vektor eingesetzt wurde. Trotz einer teilweise höheren Dosierung als im Falle des Imvanex-Impfstoffs wurden die Impfstoffe gut vertragen. Nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ist zu erwarten, dass das Nebenwirkungsprofil von MVA-BN mit dem Nebenwirkungsprofil der Tuberkulose- und Malaria-Impfstoffkandidaten vergleichbar ist, der Impfstoff also gut vertragen wird.

Laut EMA soll bei der Anwendung von MVA-BN im Kindesalter das gleiche Impfschema und die identische Dosierung wie bei Erwachsenen verwendet werden (siehe „ “). Bei der Entscheidung, ob MVA-BN zur Postexpositionsprophylaxe für Kinder angeboten werden sollte, sind das individuelle Expositionsrisiko, das heißt die Art des Kontakts, und das Risiko für eine schwere Erkrankung zu berücksichtigen.

Ebenso sind eine vorherige umfassende Aufklärung und Beratung über Nutzen und Risiken der Impfung und deren Off-label-Einsatz unabdingbar. Dies muss in der Krankenakte umfassend dokumentiert werden. Bei schweren Erkrankungen infolge einer Infektion mit dem Affenpockenvirus oder wenn ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten ist, kann eine Behandlung mit Tecovirimat (zugelassen ab dem Körpergewicht von 13 kg) erwogen werden.

Und für Ärztinnen und Ärzte zur Therapie von Affenpocken bietet der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) am Robert Koch-Institut (RKI). Weiterführende Informationen (in englischer Sprache) finden Sie bei der, bei den, bei der und bei der,

Stand: 23.09.2022 (#5435) Da der Impfstoff bislang nur eingeschränkt verfügbar ist, werden die Impfstoffdosen von den Bundesländern verteilt. Die Verteilung ist je nach Bundesland unterschiedlich. Weitere Informationen können die Gesundheitsämter in den jeweiligen Bundesländern geben.

Die Deutsche Aidshilfe hat die öffentlich verfügbaren Informationen zusammengestellt und aktualisiert sie fortlaufend. Die Informationen finden Sie in einer, Stand: 16.08.2022 (#5429) Derzeit ist noch nicht eindeutig geklärt, ob nach einer Infektion mit dem Affenpockenvirus eine lebenslange Immunität besteht.

Dies ist jedoch zu vermuten, da auch eine Erkrankung an den heute ausgerotteten Pocken, die mit den Affenpocken verwandt sind, zu einer lebenslangen Immunität führte. Auch nach einer durchgemachten Erkrankung ist eine Impfung sicher und wird in der Regel gut vertragen.

Für Personen, die im aktuellen Affenpockenausbruch erkranken, ist bis auf weiteres keine Impfung notwendig. Denn der Immunschutz, der durch die Erkrankung vermittelt wird, bleibt für mehrere Jahre bestehen. Stand: 29.06.2022 (#5430) Es ist generell davon auszugehen, dass ein guter Basisschutz bereits ab 14 Tagen nach Verabreichung der ersten Impfstoffdosis besteht.

Die zweite Impfstoffdosis dient insbesondere dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern. Immunologische Studien haben gezeigt, dass der durch die erste Impfung vermittelte Immunschutz nach zwei Jahren nachlässt und eine zweite Impfstoffdosis für einen dauerhaften Impfschutz erforderlich ist.

  • Die zweite Impfstoffdosis sollte nachgeholt werden, sobald ausreichend Impfstoff verfügbar ist.
  • Neue Impfstofflieferungen sind für das 3.
  • Quartal 2022 angekündigt.
  • Wichtig ist aber zu beachten, dass eine Impfung keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Erkrankung bieten kann.
  • Stand: 27.07.2022 (#5420) Man geht davon aus, dass Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, aufgrund einer sogenannten Kreuzimmunität auch einen Schutz gegen Affenpocken aufweisen.

Trotz der mit der Zeit nachlassenden Wirkung der Pockenimpfung schätzt man auf der Basis von Studienergebnissen, dass eine vorangegangene Pockenimpfung einen Schutz von 85 Prozent gegenüber Affenpocken vermittelt. Vor schweren Krankheitsverläufen ist der Schutz noch höher.

  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt daher für Personen, die bereits gegen Pocken geimpft sind, in der Regel nur eine einmalige Impfung mit Imvanex/Jynneos.
  • Diese Impfung boostert den Impfschutz.
  • Stand: 27.07.2022 (#5421) Die Pockenimpfung war bis in die 1970/1980er-Jahre eine Pflichtimpfung in Deutschland.

In der Regel wurde im frühen Kindesalter unter 2 Jahren und im späten Kindesalter über 12 Jahren gegen Pocken geimpft. Nachdem Ende der 1970er-Jahre der letzte Pockenfall bei einem Menschen in Afrika aufgetreten war, wurde die routinemäßige Pockenimpfung eingestellt.

  • In den westlichen Bundesländern wurde die Impfung 1976 und in den östlichen Bundesländern 1982 eingestellt.
  • Das bedeutet, dass die Mehrheit der Bevölkerung unter 50 Jahren nicht mehr gegen Pocken geimpft wurde.
  • Wer sich nicht sicher ist, ob eine Impfung in der Kindheit stattfand, kann prüfen, ob eine Pockennarbe am Oberarm besteht, die eine erfolgreiche Pockenimpfung nachweist.

Bei Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken geimpft wurden, reicht in der Regel eine einmalige Impfung mit Imvanex/Jynneos zum Schutz vor Affenpocken aus. Stand: 27.07.2022 (#5422) Diese Informationen für Bürgerinnen und Bürger werden in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V.

  • Robert Koch-Institut (RKI)
  • Unter sind alle Informationen und Empfehlungen des RKI zu finden, unter anderem zu Krankheitsbild und Übertragung, Hygienemaßnahmen, Kontaktpersonenmanagement und Isolation von Erkrankten sowie zu Prävention, Diagnostik und Therapie.
  • Das RKI gibt auch eine,

Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie in einem von Robert Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema Mpox/Affenpocken (auch auf verfügbar) sowie in einem des RKI zur häuslichen Isolierung bei bestätigter Mpox/Affenpocken-Infektion.

  1. Einzelheiten zur Schutzimpfung sind im sowie in den nachzulesen.
  2. Wichtige Informationen zur Schutzimpfung, wie sie durchgeführt wird und welche Nebenwirkungen auftreten können, sind im zusammengestellt.
  3. Deutsche Aidshilfe

Unter finden Sie weitere Informationen zu Mpox/Affenpocken (auch in englischer Sprache). Die Deutsche Aidshilfe bietet auch Informationen zur an und gibt Hinweise, wo man sich impfen lassen kann.

  • Friedrich-Loeffler-Institut (FLI)
  • Informationen zu Mpox/Affenpocken und anderen Pockenarten bei Tieren, auch bei heimischen Haus- und Nutztieren finden sich auf der,
  • PoxApp der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die ist eine kostenlose Web-App, über die anonym personalisierte Handlungsempfehlungen zum Mpox-/Affenpockenvirus abgerufen werden können. Dazu sollen in der Web-App unter anderem Symptome und möglichen Risikokontakte eingetragen werden. Die PoxApp ist in Zusammenarbeit von ärztlichen Kolleginnen und Kollegen der Charité und mit Unterstützung des Robert Koch-Instituts (RKI), der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entwickelt worden.

Wie kann man sich mit Affenpocken anstecken?

Bei Affenpocken handelt es sich um eine seltene Viruserkrankung, die durch das Affenpockenvirus verursacht wird. Affenpockenviren sind mit den klassischen Menschenpockenviren und den Kuhpockenviren verwandt. Bisher waren die Affenpocken in West- und Zentralafrika verbreitet. Von Tier zu Mensch In Gebieten, in denen Affenpocken verbreitet (endemisch) sind, erfolgt die Übertragung auf den Menschen vor allem durch Kontakt zu infizierten Tieren beziehungsweise deren Ausscheidungen und durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch infizierter Tiere. Von Mensch zu Mensch Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und erfolgt in der Regel nur bei engem Kontakt (z.B. auch im Rahmen von Sexualkontakten). In den Pocken (typische Hautbläschen und Pusteln) befinden sich besonders hohe Virusmengen. Insbesondere bei Kontakt (z.B.

  • Von nicht intakter Haut oder Schleimhäuten) mit dem Bläscheninhalt der Pocken oder dem Schorf (Krusten) auf der Haut ist eine Ansteckung möglich.
  • Bei Geschwüren oder Wunden im Mund kann das Virus außer durch direkten Kontakt auch über den Speichel der Betroffenen übertragen werden.
  • Ob Affenpocken durch Sperma oder Vaginalsekret verbreitet werden können, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt, scheint aber möglich.

Bereits beim Auftreten der ersten unspezifischen Krankheitszeichen, können sich Personen bei sehr nahem Kontakt auch durch Tröpfchen in der Atemluft oder Speicheltröpfchen anstecken. Über Kleidung oder Gegenstände Eine Übertragung des Virus kann zudem über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr und Smartphones erfolgen, die in Kontakt mit einer infizierten Person waren. Zu einer Ansteckung kommt es, wenn das Virus an die Schleimhäute von Auge, Mund, Nase, Genitalien oder Anus gelangt.

Möglicherweise sind auch die Atemwege eine Eintrittspforte. Zudem kann das Virus über kleinste Hautverletzungen in den Körper eindringen. Bei Schwangeren kann das Virus über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. Infizierte Eltern können das Kind während oder nach der Geburt durch Hautkontakt anstecken.

Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verlaufen Affenpocken mit ähnlichen Krankheitszeichen in der Regel deutlich milder. Schwere und auch tödliche Verläufe sind aber möglich. Allgemeine Krankheitszeichen können vorwiegend Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten sein.

  1. Charakteristisch ist ein Hautausschlag in Form von Flecken bis Pusteln, die mit der Zeit verkrusten und abfallen.
  2. Der Ausschlag tritt in der Regel vor allem im Gesicht, auf Handflächen und Fußsohlen auf.
  3. Die Haut- und Schleimhautveränderungen können aber auch an und im Mund, Genitalien, Anus und Augen gefunden werden.

Bei den aktuell auftretenden Fällen wird häufig ein Ausschlag an den Genitalien und Anus beobachtet. Die Krankheitszeichen halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und verschwinden in den meisten Fällen ohne Behandlung von selbst. Die ersten Krankheitszeichen treten etwa 5 bis 21 Tage nach Ansteckung auf. Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit Immunschwäche sind besonders gefährdet, schwer an den Affenpocken zu erkranken. Für Personen mit einer nachgewiesenen Affenpocken-Infektion wird in der Regel eine Isolierung angeordnet. Bitte beachten Sie die Vorgaben des Gesundheitsamtes. Während einer häuslichen Isolierung sollten Sie unter anderem folgende Maßnahmen beachten:

Sie sollten jede Art von engem Kontakt – besonders Sexualkontakt – mit anderen Menschen vermeiden, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist. Dies kann bis zu vier Wochen dauern.Insbesondere Personen mit Risikofaktoren sollten nach Möglichkeit nicht mit Ihnen im gleichen Haushalt untergebracht sein. Dazu gehören Personen mit geschwächtem Immunsystem, Schwangere, Kinder unter 12 Jahren und alte Menschen.Wenn Sie mit anderen Personen zusammenleben, sollten Sie, solange Sie den Ausschlag haben, möglichst in einem separaten Zimmer bleiben, idealerweise mit Zugang zu einem eigenen Badezimmer.Bettzeug, Handtücher und andere Dinge wie Geschirr sollten Sie nach Möglichkeit nicht mit anderen Personen teilen. Bettwäsche sollte nicht aufgeschüttelt werden, um die Freisetzung von Virusteilchen in die Luft zu vermeiden. Die Wäsche sollte bei mindestens 60°C und mit Vollwaschmittel gewaschen werden.Achten Sie auf eine gute Händehygiene. Waschen Sie sich Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.Häufig berührte Oberflächen wie Nachttische, Smartphones oder Tablets sollten sorgfältig und mindestens einmal täglich gereinigt werden.Bad- und Toilettenoberflächen sollten nach jeder Benutzung gereinigt werden.Vermeiden Sie direkten Kontakt zu Haustieren, um eine Übertragung von Mensch zu Tier zu vermeiden.Informieren Sie bei einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands umgehend den behandelnden Arzt oder die behandelnde Ärztin, damit gegebenenfalls eine unterstützende Therapie eingeleitet wird. Zur gezielten Behandlung der Affenpocken ist das Medikament Tecovirimat zugelassen.

Da eine Ansteckung mit Affenpocken nur bei engem Kontakt zu Infizierten sowie über gemeinsam genutzte Gegenstände und Oberflächen möglich ist, sollte der Kontakt zu Erkrankten oder zu Kontaktpersonen vermieden werden. Wenn ein enger Kontakt mit einer infizierten Person stattgefunden hat, sollte das lokale Gesundheitsamt kontaktiert werden ( https://tools.rki.de/plztool/ ).

Impfung Impfstoffe, die zum Schutz vor Menschenpocken entwickelt wurden, schützen auch vor Affenpocken. In der EU und damit auch in Deutschland ist seit 2013 ein Pocken-Impfstoff zugelassen, der besser verträglich ist als ältere Pockenimpfstoffe. Dieser kann bei Personen ab 18 Jahren eingesetzt werden.

Eine Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) vor allem für Menschen empfohlen, die engen Kontakt zu einer erkrankten Person oder den entsprechenden Laborproben hatten (Postexpositionsprophylaxe). Die Impfung sollte so früh wie möglich nach erfolgtem Kontakt, spätestens nach 14 Tagen, erfolgen. Antworten auf häufig gestellte Fragen – allgemeinverständlich, verlässlich und auf Basis des aktuellen Kenntnisstandes – finden Sie auf der Seite https://bzga-k.de/affenpocken, Für Information und Beratung steht Ihnen das örtliche Gesundheitsamt zur Verfügung.

Wer infiziert sich mit Affenpocken?

Was ist der Unterschied zwischen klassischen Pocken, Mpox, Kuhpocken und Windpocken? – Die klassischen (Menschen-)Pocken wurden durch das Variola Virus ausgelöst, das ebenfalls zu den Orthopocken-Viren gehört. Die klassischen Pocken waren eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die ausschließlich Menschen betraf.

  • Die Erkrankung wurde nach erfolgreichen Impfkampagnen von der WHO im Jahre 1980 als ausgerottet erklärt.
  • Seit dieser Zeit wurde die Impfung nur in sehr seltenen Sonderfällen angewendet.
  • Das Mpox-Virus gehört ebenfalls zu den Orthopocken-Viren.
  • Der Verlauf von Mpox beim Menschen ist meist deutlich milder als die schwere Form der klassischen Pocken.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist bei engem Kontakt möglich. Aufgrund des hohen Verwandtschaftsgrades der Viren bietet der klassische Pockenimpfstoff auch einen Schutz gegen Mpox. Das Kuhpockenvirus ( Cowpox Virus, CPXV) ist ein seit Langem bekannter weiterer Vertreter der Orthopocken-Viren.

  • Mpox und Kuhpocken können vom Tier auf den Menschen übertragen werden und gehören damit zu den Zoonosen.
  • Uhpocken kommen bei einer Reihe von Wirtstieren vor, wobei kleine Nagetiere das natürliche Erregerreservoir bilden.
  • In den letzten Jahren wurden vereinzelte Fälle von Kuhpocken auch bei Menschen in Deutschland registriert, insbesondere durch den Kontakt mit Schmuseratten.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bei Kuhpocken bislang noch nicht beobachtet. Der Erreger der Windpocken (Varizellen) gehört hingegen zu den Herpesviren und ist nicht mit klassischen (Menschen-)Pocken, Mpox oder Kuhpocken (Orthopocken-Viren) verwandt.

Windpocken sind eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, an der vornehmlich Kinder erkranken. Daher werden Kinder häufig prophylaktisch gegen Windpocken geimpft. Die Hautbläschen von Windpocken und den Orthopockeninfektionen können nicht immer sicher voneinander unterschieden werden; mit labordiagnostischen Methoden ist eine eindeutige Abgrenzung aber möglich.

Stand: 31.05.2023

Wie kann ich mich vor Affenpocken schützen?

Welcher Impfstoff kann zum Schutz vor Mpox/Affenpocken angewendet werden? – Der Impfstoff Imvanex ist zum Schutz vor Pocken seit 2013 in Deutschland und seit Juli 2022 auch für den Schutz vor Mpox/Affenpocken zugelassen. In den USA ist der identische Impfstoff unter dem Namen Jynneos und in Kanada unter dem Namen Imvamune bereits seit mehreren Jahren gegen Mpox/Affenpocken zugelassen.

Wie erkenne ich ob ich Affenpocken habe?

Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus ausgelöst, das mit dem Pockenvirus verwandt ist und eine ähnliche, aber in der Regel mildere Erkrankung hervorruft.

Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus ausgelöst, das mit dem Pockenvirus verwandt ist. Das auffälligste Symptom ist ein Ausschlag. Die Diagnose von Affenpocken wird in der Regel mithilfe einer Probe von einer Hautläsion und durch eine Untersuchung auf das genetische Material (DNS) des Virus gestellt. Es gibt eine Schutzimpfung für Affenpocken. Die Behandlung von Affenpocken zielt hauptsächlich auf die Linderung der Symptome ab, und antivirale Medikamente können hilfreich sein.

Affenpocken und Pocken sind Teil einer Gruppe von Viren, die Orthopockenviren genannt werden. Sie sind nicht mit den Windpocken verwandt, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht werden, das einer anderen Gruppe von Viren angehört. Trotz seines Namens steckt man sich mit dem Affenpockenvirus nicht bei Affen an.

  1. Obwohl das Reservoir (ein Tier, das die Infektionsquelle ist) unbekannt ist, sind die wahrscheinlichsten tierischen Infektionsquellen kleine Nagetiere (z.B.
  2. Eichhörnchen), die in den Regenwäldern Afrikas, hauptsächlich in West- und Zentralafrika, leben.
  3. Im November 2022 führte die Weltgesundheitsorganisation den Namen „Mpox”, der die Bezeichnung „Affenpocken” ablösen soll (siehe WHO empfiehlt einen neuen Namen für die Affenpockenkrankheit ).

Im Jahr 2022 wurden Fälle von Affenpocken in etwa 70 Ländern gemeldet, in denen es normalerweise keine Affenpocken-Infektionen gibt, darunter in mehreren europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten. Dies stellt eine neue Situation dar, da die fortwährende Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch vorher hauptsächlich in Afrika stattgefunden hat.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ausbruch der Affenpocken im Jahr 2022 zu einer gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite erklärt (siehe WHO: Affenpocken-Ausbruch 2022 ). Medizinische Organisationen untersuchen derzeit, wie die Menschen während des Ausbruchs 2022 mit dem Virus in Kontakt gekommen sind und wie sich die Infektion ausbreitet.

Viele Fälle sind bei Männern aufgetreten, die Sex mit Männern haben, aber es ist nicht bekannt, ob sich dieses Muster fortsetzen wird und ob die Infektion sexuell übertragen wird. Geschichtlich gesehen wurde eine Infektion des Menschen mit Affenpocken hauptsächlich bei vereinzelt auftretenden Fällen in Afrika und bei gelegentlichen Epidemien beobachtet.

Gegenden, in denen tierische Träger des Virus leben, werden durch Menschen besiedelt.

Vor 2022 wurden Fälle außerhalb Afrikas direkt mit Reisen nach West- und Zentralafrika in Verbindung gebracht, oder mit Tieren, die aus dieser Region importiert wurden. In den USA kam es 2003 zu einem Ausbruch von Affenpocken, als infizierte Nagetiere als Haustiere aus Afrika importiert wurden.

Direkter Kontakt mit dem infektiösen Ausschlag, dem Wundschorf oder mit Körperflüssigkeiten Atemwegssekrete, bei längerem, engen persönlichen Kontakt oder bei intimem körperlichen Kontakt, wie Küssen, Kuscheln oder Geschlechtsverkehr Berührung von Gegenständen (wie Kleidung oder Bettwäsche), die zuvor mit dem infektiösen Ausschlag oder mit infektiösen Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen sind Über die Plazenta (von der Schwangeren auf den Fötus)

Affenpocken können sich ausbreiten, wenn Menschen mit infizierten Tieren in Kontakt kommen, wahrscheinlich durch Bisse oder Kratzer dieser Tiere, oder durch die Zubereitung und den Verzehr von infiziertem Tierfleisch. Affenpocken verursachen Symptome, die an Pocken Pocken Pocken bezeichnet eine hoch ansteckende, tödliche Krankheit, die vom Pockenvirus verursacht wird. erinnern. Wie bei Pocken nimmt der durch Affenpocken hervorgerufene Ausschlag seinen Anfang auch als flache rote Flecken. Die Flecken verwandeln sich dann in Blasen, die mit Eiter gefüllt sind (es bilden sich Pusteln). Nach mehreren Tagen bilden die Pusteln eine Kruste.

Vor dem Ausbruch 2022 begann der Ausschlag oftmals im Gesicht und breitete sich auf andere Körperteile aus, einschließlich der Handflächen und der Fußsohlen. Im Verlauf des weltweiten Ausbruchs 2022 begann der Ausschlag jedoch oft an den Genitalien oder im Mund, war oft schmerzhaft und breitete sich nicht aus oder durchlief nicht die typischen weiteren Krankheitsstadien.

Die Erkrankung beginnt mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, extremer Erschöpfung und, im Gegensatz zu den Pocken, deutlich erkennbaren geschwollenen Lymphknoten. Diese Symptome können vor, während oder nach dem Auftreten des Ausschlags auftreten.

Von Affenpocken Betroffene erwerben mit erhöhter Wahrscheinlichkeit weitere Infektionen. Bei manchen Patienten mit Affenpocken kommt es zu bakteriellen Infektionen von Haut und Lunge. Die Krankheit nimmt in der Regel einen milderen Verlauf als Pocken, kann aber auch zum Tod führen. Während des Ausbruchs im Jahr 2003 in den USA waren keine Todesfälle zu verzeichnen.

Bei dem Ausbruch im Jahr 2022 gab es unter Tausenden von Krankheitsfällen einige Todesfälle. Die Symptome können 1 bis 2 Wochen nach der Infektion einsetzen, aber es kann auch bis zu 3 Wochen dauern, bis die Symptome auftreten. Die Betroffenen sind von dem Zeitpunkt an infektiös (d.h., sie können das Virus auf eine andere Person übertragen), an dem die Symptome einsetzen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle Läsionen verkrustet und die Wundschorfe abgefallen sind, sodass gesunde Haut zum Vorschein kommt.

  • Dies dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen.
  • Ärzte ziehen die Affenpocken bei jeder Person als mögliche Ursache in Betracht, die einen Ausschlag zeigt, der wie die typischen Hautläsionen bei Affenpocken aussieht.
  • Die Diagnose von Affenpocken wird in der Regel mithilfe einer Probe von einer Hautläsion und durch eine Untersuchung auf das genetische Material (DNS) des Virus gestellt.

Bei anderen Tests, die zur Feststellung der Affenpocken bei möglicherweise Betroffenen dienen, werden Proben des infizierten Gewebes an ein Labor geschickt, um das Virus dort zu züchten (zu kultivieren) und zu analysieren. Blutproben werden auf Antikörper gegen das Affenpockenvirus getestet und eine Probe des infizierten Gewebes wird unter dem Mikroskop untersucht.

JYNNEOS ist ein abgeschwächtes (attenuiertes) Lebendimpfstoffvirus, das sich in der Person, die es erhält, nicht vermehrt. Es wird zur Vorbeugung von Affenpocken (und Pocken) bei Erwachsenen ab 18 Jahren verwendet, die ein hohes Risiko für Affenpocken (oder Pocken) aufweisen. JYNNEOS kann auch Menschen verabreicht werden, die ein hohes Risiko haben, sich während lokalen Ausbrüchen bei anderen Personen mit dem Affenpockenvirus anzustecken (siehe CDC: Grundlagen der Affenpockenimpfung; Wer sollte geimpft werden? ).

Der Impfstoff ACAM2000 enthält Lebendviren, die mit dem Pockenvirus verwandt sind und eine Kreuzimmunität gegenüber das Affenpocken- und das Pockenvirus aufbauen. Es wird Menschen verabreicht, die ein hohes Risiko haben, sich mit Affenpocken (oder Pocken) anzustecken.

Geschwächtes Immunsystem (z.B. Personen, die AIDS haben oder Immunsuppressiva einnehmen) Hauterkrankungen (insbesondere atopische Dermatitis ) Augenentzündung Herzerkrankung Kinder unter 1 Jahr Schwangerschaft

Menschen mit Affenpocken, die nicht ins Krankenhaus eingewiesen werden, sollten sich wie folgt verhalten:

Bleiben Sie zu Hause in Isolation, bis die Läsionen abgeklungen sind und der Wundschorf abgefallen ist und sich eine frische Schicht intakter Haut gebildet hat. Direkten körperlichen Kontakt mit anderen Menschen und mit Tieren vermeiden Benutzen Sie potenziell kontaminierte Gegenstände wie Bettwäsche, Handtücher, Kleidung, Trinkgläser oder Essbesteck nicht gemeinsam mit anderen Personen. Reinigen und desinfizieren Sie Oberflächen und Gegenstände, die häufig berührt werden. Tragen Sie eine Maske, wenn zu Hause ein enger Kontakt mit anderen Personen notwendig ist.

Die Behandlung von Affenpocken zielt hauptsächlich auf eine Linderung der Symptome ab. Es gibt keine bewährte, sichere Behandlung bei einer Infektion mit dem Affenpockenvirus. Die Virostatika Tecovirimat, Cidofovir oder Brincidofovir könnten nützlich sein, sind aber als Behandlungsmethode von Affenpocken noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.

Wie kann es zu einer Ansteckung kommen?

Ansteckung und Übertragung Das Coronavirus SARS-CoV-2 wird hauptsächlich über virushaltige Partikel übertragen, die von infizierten Personen vor allem beim Husten und Niesen sowie beim Atmen, Sprechen und Singen freigesetzt werden. Je nach Partikelgröße und Eigenschaften wird zwischen Tröpfchen und Aerosolen (feinsten luftgetragenen Flüssigkeitspartikel, die längere Zeit in der Luft schweben können) unterschieden.

  1. Der Übergang zwischen beiden Formen ist fließend.
  2. Eine Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole ist in bestimmten Situationen über größere Abstände möglich, z.B.
  3. Wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und sich verstärkt Aerosole ansammeln können (siehe auch Frage „”).

Übertragungen von SARS-CoV-2 im Freien über Distanzen von mehr als 1,5 m und außerhalb von größeren Menschenansammlungen sind bisher nicht beschrieben. Eine Ansteckung kann erfolgen, wenn solche virushaltigen Flüssigkeitspartikel an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf.

der Augen einer anderen Person gelangen. Auch eine Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, kann nicht ausgeschlossen werden. Informationen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 finden Sie unter „ “.

Stand: 04.04.2023 : Ansteckung und Übertragung

Wie lange ist man mit Affenpocken ansteckend?

Informationen zum Mpox-Virus/Affenpockenvirus Seit Mai 2022 werden Fälle von Mpox in Deutschland und weiteren Ländern außerhalb Afrikas berichtet. Anders als in der Vergangenheit sind die aktuell Betroffenen zuvor nicht in west- und zentralafrikanische Länder gereist, in denen das Virus verbreitet ist.

Die meisten Erkrankungen verlaufen relativ mild und eine Gefahr für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt. Mpox ist eine seltene Viruserkrankung, die durch das Virus Orthopoxvirus simiae (auch Monkeypox virus, MPXV) ausgelöst wird.

Der Erreger wurde zuerst bei Affen nachgewiesen, hat seinen Ursprung aber wahrscheinlich bei Hörnchen und Nagetieren. Mpox tritt in der Regel örtlich begrenzt auf, vor allem in Teilen von Afrika. Laut den „Afrikanischen Zentren für Krankheitsbekämpfung und Schutzmaßnahmen” wurden zuletzt Ausbrüche in der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik registriert, welche erfolgreich eingedämmt wurden.

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Es sind zwei Typen des Virus bekannt: der westafrikanische Typ und der Typ des Kongobeckens („zentralafrikanische Clade”). Die in Europa bekannt gewordenen Fälle gehen nach bisherigen Erkenntnissen auf den weniger gefährlichen westafrikanischen Virustyp zurück. Mpox gilt nicht als sehr ansteckend, Zu den Gruppen, die ein erhöhtes Risiko haben sich zu infizieren, gehören z.B.

Angehörige des Gesundheitswesens, Haushaltsmitglieder einer infizierten Person und Menschen mit häufig wechselnden Sexualpartnern, z.B. Männer, die häufig wechselnden Geschlechtsverkehr mit anderen Männern haben. Zu den Komplikationen schwerer Fälle zählen schwere Hautinfektionen mit Geschwürbildung, Lungenentzündung, Entzündungen des Gehirns und Augeninfektionen, die zu Sehverlust führen können.

Sehr selten können Erkrankte versterben. Die meisten Menschen erholen sich aber innerhalb von wenigen Wochen, Neugeborene, Kinder, Schwangere, alte Menschen und Menschen mit Immunschwächen haben jedoch ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Eine Übertragung vom Tier auf den Menschen ist in Verbreitungsgebieten des Virus durch Kontakt zu oder den Verzehr von infizierten Tieren möglich.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und nur bei engem Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder über den Kontakt mit den typischen Hautveränderungen (z.B. Bläscheninhalt, Schorf) der Mpox-Infizierten möglich. Die Viren gelangen häufig über kleinste Hautverletzungen sowie alle Schleimhäute und möglicherweise auch die Atemwege in den Körper.

  1. Auch Tröpfcheninfektionen können bei engem Kontakt vorkommen.
  2. Infizierte sind ansteckend, solange sie Symptome haben, d.h.
  3. In der Regel zwei bis vier Wochen lang.
  4. Menschen, die in engem Kontakt mit einer ansteckenden Person stehen, wie z.B.
  5. Sexualpartner und Haushaltsmitglieder, sind daher einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt.

Trotz eingeschränkter Übertragbarkeit kann es daher zu einer begrenzten Ausbreitung kommen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen Infektion und ersten Symptomen, beträgt etwa 4-21 Tage, im aktuellen Ausbruch wurden jedoch auch Inkubationszeiten von 1-3 Tagen berichtet.

  • Jede Person, die engen körperlichen Kontakt mit einer ansteckenden Person hat, insbesondere mit Ausschlag, Wunden oder Schorf der erkrankten Person, kann sich infizieren.
  • Gesundheitspersonal ist daher einem höheren Risiko ausgesetzt, weil es im Verlauf der Behandlung mit den infizierten Stellen in Kontakt kommen kann.

Eine Übertragung ist bereits möglich, wenn noch unspezifische Symptome (wie z.B. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) vorliegen. Noch vor dem Auftreten der Hautveränderungen kann man sich durch ausgeschiedene Atemwegssekrete infizieren, Auch über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr, die mit dem Virus verunreinigt wurden, kann man sich infizieren.

  1. Erste Symptome sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten,
  2. Einige Tage nach dem Auftreten von Fieber entwickeln sich Hautveränderungen, welche die Stadien vom Fleck bis zur Pustel durchlaufen und letztlich verkrusten und abfallen.
  3. Der Ausschlag konzentriert sich in der Regel auf Gesicht, Handflächen und Fußsohlen,

Die Haut- und Schleimhautveränderungen können auch auf dem Mund, den Genitalien und den Augen gefunden werden. Bei einigen im derzeitigen Ausbruch gemeldeten Fällen wurde auch von zuerst im Genital- und Anal-Bereich auftretenden Hautveränderungen berichtet.

Auch Erkrankung en an M pox mit Hautveränderungen ohne vorherige allgemeine Krankheitssymptome, wie beispielsweise Fieber, sind berichtet worden. Die Symptome dauern in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und verschwinden meist auch ohne Behandlung von selbst, Infizierte sollten jede Art von engem Kontakt, auch geschützten sexuellen Kontakt, mit anderen Menschen vermeiden, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen ist.

Dieser Prozess kann bis zu vier Wochen dauern. Auf eine strikte häusliche Isolation kann verzichtet werden, wenn Läsionen nur an Körperstellen vorhanden sind, die abgedeckt werden können, und keine Allgemeinsymptome (z.B. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen) bzw.

  1. Keine Symptome einer Atemwegserkrankung (Husten, Halsschmerzen) bestehen.
  2. Ontakt mit Personen, die im Falle einer Infektion mit Mpox ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben ( Schwangere, Kinder, immungeschwächte und alte Menschen) ist jedoch in jedem Fall zu vermeiden, solange Hautläsionen, auch abdeckbare, vorhanden sind.

Bei Läsionen in der Mundhöhle ist das konsequente Tragen einer FFP2-Maske oder eines medizinischen Mundschutzes außerhalb des eigenen Haushaltes und bei engem Kontakt ( Bettzeug und Haushaltsgegenstände sollten nicht mit anderen Personen geteilt werden.

Das Mpox-Virus ist in der Lage, über lange Zeiträume (Tage bis Monate) auf Oberflächen oder Stoffen zu überleben. Wenn innerhalb der Inkubationszeit enger Kontakt mit Infizierten stattfand, sollte das lokale Gesundheitsamt kontaktiert werden (). Bei Symptomentwicklung sollte der Kontakt zu anderen Menschen direkt vermieden und der Hausarzt – vorab telefonisch – unter Angabe des Verdachtes auf Kontakt zu Mpox kontaktiert werden.

Solange noch keine Symptome vorliegen, können enge Kontaktpersonen eine Impfung erhalten. Infizierte Personen sollten den direkten Kontakt mit ihren Haustieren vermeiden und besonders auf Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen und die Reinigung/Desinfektion von Oberflächen achten.

Für Infizierte wird seitens des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Isolierung empfohlen, wenn Hautläsionen nicht abdeckbar sind oder zusätzlich Allgemeinsymptome (z.B. Fieber, Husten, Halsschmerzen) bestehen. Die Isolierung kann beendet werden, wenn nicht-abdeckbare Läsionen verheilt und keine Allgemeinsymptome (mehr) bestehen ( ).

Eine Quarantäne von Kontaktpersonen ist, solange keine Symptome einer Mpox-Infektion bestehen, nicht erforderlich ( ). Die Therapie der Infektion ist in erster Linie unterstützend und behandelt die Symptome (z.B. Fieber und Schmerzen). Bei Vorliegen einer relevanten Immundefizienz kann die Gabe spezifischer Arzneimittel erwogen werden.

Jede Person, die Symptome hat, die auf Mpox hindeuten, sollte enge körperliche Kontakte vermeiden, auf Hygiene achten und sich sofort von medizinischem Fachpersonal beraten lassen. Personen, die mit der infizierten Person im gleichen Haushalt leben, sollten besonders gut auf Hygiene achten und nicht das gleiche Geschirr benutzen sowie den Kontakt mit Bettwäsche, Kleidung und Handtüchern der infizierten Person vermeiden.

Ebenfalls kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) oder einer FFP2-Maske die Aufnahme des Virus durch Mund und Nase verhindern. Türklinken und Toilettensitze sollten regelmäßig desinfiziert werden. Für bestimmte Personengruppen hat die Ständige Impfkommission (STIKO) außerdem eine Impfung gegen Mpox empfohlen (siehe unten).

Aufklärungsblatt zur Schutzimpfung gegen Mpox Anamnesebogen zur Impfeinwilligung Zum Schutz vor Mpox empfiehlt die STIKO die Impfung mit IMVANEX® bzw. JYNNEOS®. Dieser Impfstoff wurde ursprünglich zur Anwendung gegen die klassischen Pocken entwickelt. Die Grundimmunisierung erfolgt bei Personen ab 18 Jahren ohne Pockenimpfung in der Vorgeschichte mit zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens 28 Tagen.

Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden, reicht eine einmalige Impfstoffdosis aus. Die STIKO empfiehlt die Impfung für folgende Personengruppen (ab dem 18. Lebensjahr): 1.) Personen ohne Symptome im Zeitraum von bis zu 14 Tagen nach einer möglicherweise erfolgten Ansteckung ( Postexpositionsprophylaxe; PEP )

nach engem körperlichen Kontakt mit einer an Mpox erkrankten Person (z.B. sexueller Kontakt) oder nach längerem ungeschützten Kontakt von Gesicht zu Gesicht in einem Abstand von weniger als einem Meter (z.B. Haushaltskontakte) nach engem Kontakt ohne ausreichende persönliche Schutzausrüstung zu einer Person mit einer bestätigten Mpox-Erkrankung, ihren Körperflüssigkeiten oder zu kontaminiertem potenziell infektiösen Material (z.B. Kleidung oder Bettwäsche von Erkrankten) in der medizinischen Versorgung Personal in Laboratorien, das ungeschützten Kontakt zu infektiösen Laborproben hatte sowie

2.) Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko ( Indikationsimpfung )

Männer, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln Personal in Speziallaboratorien mit gezielten Tätigkeiten mit infektiösen Laborproben (mit Orthopockenmaterial), nach individueller Risikobewertung durch Sicherheitsbeauftragte

Enge Kontaktpersonen, die sich möglicherweise angesteckt haben können, und Personen mit eingeschränkter Immunfunktion, die einer der beiden Gruppen unter 1.) und 2.) angehören, sollen bei eingeschränkter Impfstoffverfügbarkeit priorisiert geimpft werden.

Kann man Affenpocken bekommen wenn man gegen Pocken geimpft ist?

Trotz der mit der Zeit nachlassenden Wirkung der Pockenimpfung schätzt man auf der Basis von Studienergebnissen, dass eine vorangegangene Pockenimpfung einen Schutz von 85 Prozent gegenüber Affenpocken vermittelt. Vor schweren Krankheitsverläufen ist der Schutz noch höher.

Hat man bei Affenpocken Juckreiz?

Affenpocken oder Windpocken? – Ansteckung: Das Varizella-Zoster-Virus verursacht Windpocken. Sie sind sehr ansteckend. Die Ansteckung passiert durch eine Tröpfcheninfektion – selbst dann, wenn Personen weiter voneinander entfernt stehen. Auch die Flüssigkeit in den Windpocken­bläschen ist sehr ansteckend. Ein Mann hat Windpocken. © Quelle: Hannofichtner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons Aussehen der Haut: Der Windpocken­ausschlag breitet sich von Kopf und Rumpf über den ganzen Körper aus. Er besteht aus mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen, die später zu Krusten vertrocknen.

Ist man nach Affenpocken immun?

6. Nach der Impfung: Ab wann wirkt der Impfschutz? – Schon 14 Tage nach der ersten Impfung besteht ein guter Basisschutz gegen Affenpocken, schreibt das RKI. Nur eine einzige Impfdosis wird auf Dauer jedoch nicht reichen, da die Schutzwirkung nach zwei Jahren nachlässt. Um einen länger anhaltenden Schutz aufzubauen, braucht es eine zweite Dosis.

Welche Medikamente helfen bei Affenpocken?

Tecovirimat – ein Arzneimittel gegen Affenpocken Im Idealfall breiten sich Infektionskrankheiten wie die Affenpocken gar nicht erst aus, Impfungen helfen dabei. Doch was, wenn man doch erkrankt und im schlimmsten Fall ein Hochrisikopatient ist? Auch dann gibt es in der EU gegen Affenpocken ein zugelassenes Virostatikum – Wissenswertes dazu lesen Sie hier. Übrigens können zumindest symptomatisch auch Zink-Schüttelmixturen aus der Apotheke die Haut-Läsionen lindern. Affenpocken gelten mittlerweile als internationale gesundheitliche, Während bereits breit bekannt ist, dass vor allem Risikogruppen sich mit dagegen impfen lassen können und sollten, gibt es seit Jahresbeginn auch ein, das gegen Affenpocken zugelassen ist: Tecovirimat. Dieses könnte – ähnlich Paxlovid bei COVID-19 – noch wichtig werden. Immerhin sind mittlerweile auch mit dem Affenpocken-Virus infiziert und es wurde beispielsweise aus Spanien über erste berichtet. In der hat Apothekerin und DAZ-Autorin Dr. Daniela Leopoldt den Wirkstoff Tecovirimat bereits vorgestellt, auch wenn er in der Lauer-Taxe bislang nur für die Niederlande gelistet wird. Denn das Virostatikum Tecovirimat ist erst im Januar dieses Jahres als erstes Medikament gegen Pocken in der EU zugelassen worden (in den USA bereits 2018): „Tecovirimat ist für Erwachsene und Kinder (Körpergewicht mindestens 13 kg) zur Behandlung von Pocken, Affenpocken oder Kuhpocken zugelassen sowie zur Behandlung von Komplikationen im Zusammenhang mit der Replikation des Vaccinia-Virus nach einer Pocken-Lebendimpfung. Der antivirale Wirkstoff wurde in den USA im Hinblick auf mögliche bioterroristische Angriffe bzw. kriegerische Bedrohungen unter Regierungsbeteiligung entwickelt und ist dort bereits seit 2018 unter dem Warennamen Tpoxx ® zugelassen. In Europa wird es unter dem Namen Tecovirimat Siga verfügbar sein. Siga steht dabei für die Firma Siga Technologies, die das Arzneimittel in Form von Kapseln (200 mg) produziert und vertreibt. Die Kapseln sollen 14 Tage lang zweimal täglich (je 600 mg) mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Die angepasste Dosis für Kinder beträgt in Abhängigkeit vom Körpergewicht 200 mg (< 25 kg) oder 400 mg (25 bis 40 kg). Anwendung von Tecovirimat während Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen. Die Wirksamkeit des Arzneimittels wurde in Tierstudien nachgewiesen, die Sicherheit und Verträglichkeit an gesunden Menschen. Häufigste Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Tecovirimat hemmt die Aktivität des VP37-Proteins, einem peripheren Membranprotein, von Orthopoxviren und verhindert die Interaktion von VP37 mit zellulärer Rab9-GTPase und TIP47. Dadurch wird die Bildung einer Virushülle und Virusfreisetzung aus der Wirtszelle verhindert, So kann die Ausbreitung des Virus im Organismus von Zelle zu Zelle verhindert werden." Quelle: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) auf seinem informiert, ist Tecovirimat in Deutschland bereits in begrenzter Menge verfügbar. Der „Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger" () hat Hinweise zur Therapie von Affenpocken veröffentlicht. Laut STIKO steht er für Beratungen zum klinischen Management und zur Therapie zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme werde insbesondere bei hoher Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf angeraten, heißt es. Die wurden am 29. Juli veröffentlicht. Darin heißt es, dass die Indikation für Tecovirimat streng gestellt werden sollte, da es Hinweise auf eine mögliche rasche Resistenzentwicklung gibt. Das Präparat sollte also primär Personen mit der Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs angeboten werden. „Zur Wirksamkeit in Bezug z.B. auf Narbenbildung oder Symptomdauer gibt es bisher keine Daten, weitere Untersuchungen im Rahmen von Studien sind wünschenswert", ist dort außerdem zu lesen. Bei Kontraindikationen für Tecovirimat sowie fulminantem Verlauf könne zudem die Anwendung humaner Vaccinia-Immunglobuline erwogen werden. Vaccinia Immunglobulin (VIGIV, Emergent Biosolution) sei zur Behandlung von Komplikationen der klassischen Pockenimpfung zugelassen. Daten zur Behandlung oder Prophylaxe von Affenpocken sollen jedoch nicht vorliegen. Bei Patienten mit schweren T-Zell-Defekten, bei denen eine Impfung kontraindiziert ist, empfehle jedoch die US-amerikanische, dass eine Behandlung und auch eine prophylaktische Gabe mit dem Vaccinia Immunglobulin erwogen wird. Als weitere Substanz, heißt es in den Empfehlungen der STAKOB, hat Brincidofovir, ein Lipidkonjugat von Cidofovir, in den USA eine Zulassung für die Therapie der Pocken. Auch hier sollen zum Einsatz bei Affenpocken keine Daten vorliegen. „Aufgrund der erhöhten Toxizität (insbesondere Hepatotoxizität) sollte die Indikation streng gestellt werden, z.B. bei fulminanten Verläufen und fehlender Verfügbarkeit von Tecovirimat", heißt es. Brincidofovir sei in Deutschland derzeit nicht frei verfügbar. Aktuell ist Tecovirimat für die Therapie einer Affenpocken-Infektion in Deutschland in begrenzter Menge verfügbar. Sollte es aktuell zu einer Affenpocken-Erkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf kommen, wird dringend geraten, mit dem regional zuständigen STAKOB-Behandlungszentrum () Kontakt zur Beratung bezüglich einer möglichen Gabe von Tecovirimat aufzunehmen." STAKOB: Hinweise zur Therapie von Affenpocken (29. Juli 2022) Damit sind vor Ort nicht gerade die erste Anlaufstelle wenn es um die Prävention und Behandlung von Affenpocken geht. Sollten Patient:innen in der Apotheke dennoch fragen, was sie präventiv für eine eventuelle Erkrankung besorgen könnten, so kann die Apotheke laut STAKOB zumindest die topische Anwendung von Zink-Schüttelmixturen empfehlen – zur symptomatischen Linderung der Hautläsionen. : Tecovirimat – ein Arzneimittel gegen Affenpocken

Wer ist noch gegen Pocken geimpft?

In der Regel wurde im frühen Kindesalter unter 2 Jahren und im späten Kindesalter über 12 Jahren gegen Pocken geimpft. Nachdem Ende der 1970er-Jahre der letzte Pockenfall bei einem Menschen in Afrika aufgetreten war, wurde die routinemäßige Pockenimpfung eingestellt.

Können Kinder Affenpocken bekommen?

In Deutschland ist ein erster Affenpocken-Fall bei einem Kleinkind bestätigt worden. »Anfang September wurde eine Affenpocken-Infektion bei einem Kind bekannt, die sich derzeit weiter in Abklärung befindet«, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seiner Lageeinschätzung,

Wie aus einer RKI-Datenbank hervorgeht, ist in der Gruppe der Kinder unter einem Jahr bundesweit ein Fall gemeldet: Es scheint sich demnach um einen weiblichen Säugling aus Niedersachsen zu handeln. Wie eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presseagentur erklärte, habe man am Freitag vergangener Woche erstmals auf der Website darüber informiert.

Die Infektion mit dem Affenpockenvirus sei bei dem Kind nach einem Kinderarztbesuch bestätigt worden, sagte ein Sprecher des Landkreises Verden am Dienstag. Der Kreis hatte erste Angaben ebenfalls am Freitag publik gemacht. Das genaue Alter des Kindes wurde aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht genannt – es sei aber jünger als drei.

Kann man Affenpocken heilen?

Affenpocken: Symptome und Behandlung Was verbirgt sich hinter den Affenpocken? Haut & Allergie Veröffentlicht am: 07.10.2022 5 Minuten Lesedauer In Deutschland kommt es seit Mai 2022 zu Affenpocken-Fällen: Eine Übersicht über Herkunft, Symptome und Behandlung der Viruskrankheit und welche Präventionsmaßnahmen empfohlen werden. © iStock / MarioGuti Affenpocken werden durch das seltene Affenpocken-Virus ausgelöst. Die Erkrankung wurde erstmalig 1958 bei Affen beobachtet, vermutlich wird das Virus aber von Nagetieren auf den Menschen übertragen, weshalb Affen als Fehlwirte interpretiert werden.

Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist ebenfalls durch engen Kontakt möglich. Der Erreger ist mit den als ausgerottet geltenden echten Pocken (Variola major) verwandt. In Deutschland wurde das Affenpockenvirus erstmals im Mai 2022 nachgewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Affenpocken am 23.

Juli 2022 zur internationalen Notlage erklärt. Damit sollen die Mitgliedstaaten dazu bewegt werden, Maßnahmen zur Eindämmung des Krankheitsausbruchs zu ergreifen. Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert bei Affenpocken üblicherweise zwischen 5 und 21 Tage.

  • Eine Ansteckung mit Affenpocken erfolgt nach derzeitigem Wissensstand in der Regel über längeren und engen Haut- oder Schleimhaut-Kontakt: Das geschieht vor allem über Körperflüssigkeiten oder über infizierte Hautpartikel wie Schorf.
  • Dort sind besonders viele vorhanden.
  • Auch Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Geschirr, die durch eine infizierte Person mit dem Virus kontaminiert wurden, sind mögliche Überträger.

Wunden im Mund können ebenfalls ansteckend sein, weil das Virus dann über den Speichel weitergereicht wird. Auch die sogenannte „Face-to-Face-Ansteckung”, also eine Tröpfcheninfektion von Angesicht zu Angesicht, ist möglich. Eine Übertragung über Aerosole ist nach aktuellem Kenntnisstand unwahrscheinlich.

in einem separaten Zimmer bleiben wenn möglich ein eigenes Badezimmer, unbedingt aber eigene Handtücher benutzen Oberflächen im Badezimmer nach jeder Benutzung desinfizieren Geschirr, Tabletts und andere Gegenstände des Alltags nicht teilen und einmal täglich desinfizieren besonders gute Handhygiene ausüben mit viel Wasser und Seife Kontakt zu eventuellen Haustieren vermeiden, um die Affenpocken nicht auf sie zu übertragen

Haushaltsmitglieder und Sexualpartner können sich in der Isolationszeit folgendermaßen schützen:

Es sollte stets ein Mindestabstand von 1,5 Metern zur infizierten Person bestehen. Zudem ist das Tragen einer FFP2-Maske ratsam. Betroffene Hautstellen (Hautläsionen) sollten stets durch Kleidung oder Verbände abgedeckt sein. Körperkontakt wie Sex, Umarmungen oder sogar Händeschütteln sollten im akuten Stadium unterbleiben.

Wer auf Sex mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern nicht verzichten möchte, kann das Risiko einer Ansteckung mit Affenpocken trotzdem reduzieren. Den besten Schutz vor der Infektion ist der Verzicht auf Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern.

  1. In Sex-Clubs, auf Sex-Partys oder auch in Gay-Saunen, wo es zu anonymem Sex mit mehreren Beteiligten kommen kann, ist ein Aufkommen von Affenpocken wahrscheinlicher.
  2. Diese Orte sollten aus infektiologischer Sicht gemieden werden.
  3. Die Viren verbreiten sich durch die Aufnahme von Körperflüssigkeiten (Sperma, Speichel) und engen Hautkontakt zu betroffenen Hautstellen.

Das Risiko einer Infektion kann durch Nutzung von Kondomen und Bedeckung der Haut etwas gesenkt werden. Auch Lederhandschuhe oder Latexanzüge können zum Schutz vor direktem Hautkontakt beitragen. Ungenügend gereinigte Sexspielzeuge hingegen können eine Quelle für Ansteckungen sein. Die Beschwerden können zunächst denen anderer Viruskrankheiten ähneln. Zu den typischen Symptomen einer Infektion mit Affenpocken zählen:

pockenartige Hautveränderungen: Flecken, Knötchen, Bläschen, Pusteln bis zu 40 Grad und Schüttelfrost geschwollene Lymphknoten Kopf-, Rücken- und Muskelschmerzen Entzündungen in der Genital- und Analregion Erschöpfung

Einige dieser allgemeinen Krankheitssymptome treten jedoch nicht bei allen Betroffenen auf. Charakteristisch für Affenpocken sind aber immer die Hautveränderungen, die verschiedene Stadien durchlaufen – von Flecken bis Pusteln. Sie verkrusten schließlich und fallen ab.

Dieser Hautausschlag tritt normalerweise im Gesicht, auf den Handflächen und an den Fußsohlen auf. Aber auch am und im Mund und den Augen können sich Pusteln bilden. Bei vielen Erkrankten ist außerdem Hautausschlag an den Genitalien und am Anus ein Symptom der Krankheit. Üblicherweise heilt die Erkrankung zusammen mit den typischen Hautveränderungen nach zwei bis vier Wochen.

Affenpocken heilen in der Regel von selbst innerhalb weniger Wochen ab. Doch es gibt Ausnahmen: Vor allem Schwangere, Neugeborene, Kinder, alte Menschen und solche mit schwachem sind gefährdet, schwer an Affenpocken zu erkranken. Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder Infektionen der Augen sind zu befürchten.

  • Im Extremfall kann die Krankheit tödlich verlaufen.
  • Bei akut an Affenpocken Erkrankten behandelt man vor allem die Symptome, etwa mit Mitteln gegen Schmerzen und Fieber,
  • Wichtig ist, bei geschwächtem Immunsystem eine sogenannte bakterielle Superinfektion zu vermeiden – also dass es bei den Hautveränderungen zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommt.

Außerdem steht ein von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassenes Virustatikum (Tecovirimat) gegen echte Pocken, Kuhpocken und Affenpocken zur Verfügung, das bei Bedarf eingesetzt werden kann. © iStock / Drazen Zigic Eine Impfung gegen das Pockenvirus schützt teilweise auch vor der Affenpocken. Die Impfung gegen das echte Pockenvirus schützt auch teilweise vor Affenpocken – ein Blick in den Impfpass bringt Sicherheit, ob man selbst geimpft wurde.

Allerdings wurde die Impfpflicht 1982 eingestellt, da das Pockenvirus und die Krankheit seit 1980 als ausgerottet gelten. Menschen ab 18 Jahren können die Impfung mit einem modernen Pocken-Impfstoff nachholen. Empfehlenswert ist dies, wenn sie besonders gefährdet sind oder Kontakt zu Infizierten hatten,

Das gilt beispielsweise für Menschen, die engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten, Mitarbeitende in Speziallaboren oder für Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit häufig wechselnden Partnern haben. Nach einem Kontakt mit Erkrankten sollte die Impfung so schnell wie möglich, aber spätestens nach 14 Tagen erfolgen.

  • Für die Allgemeinbevölkerung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Pocken-Impfung nicht.
  • Dem Virus ist die sexuelle Orientierung egal.
  • Affenpocken werden durch engen Körperkontakt wie Sex oder intensives Kuscheln von Mensch zu Mensch übertragen.
  • Aktuell sind von dem Anstieg der Erkrankungsfälle im Wesentlichen Männer betroffen, die mit wechselnden Männern Geschlechtsverkehr hatten.

Grundsätzlich können sich Frauen und heterosexuelle Männer genauso über intensiven Körperkontakt anstecken und sollten sich ebenso bei Erkrankungsverdacht ärztlich vorstellen. Waren diese Informationen hilfreich für Sie?

Hat man bei Affenpocken immer Fieber?

Fragen und Antworten zu Affenpocken | Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Seit Mitte Mai 2022 werden vermehrt Fälle von Affenpocken in verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland beobachtet, ohne dass dabei ein direkter Zusammenhang zu Reisen in zentral- oder westafrikanischen Ländern bestand.

  1. Hier finden Sie Fragen und Antworten zu diesem Thema.
  2. Was ist der Unterschied zwischen Affenpocken und Menschenpocken? Das Affenpockenvirus ist nicht mit dem humanen Pockenvirus (Variola-Virus) zu verwechseln.
  3. Dieses wurde durch Impfungen zurückgedrängt.1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pocken offiziell für ausgerottet.

Das humane Pockenvirus wurde im Gegensatz zum Affenpockenvirus sehr viel leichter von Mensch zu Mensch übertragen, weshalb es immer wieder zu regionalen Erkrankungsausbrüchen kam. Humane Pockenviren konnten, je nach Stamm, in bis zu 30 Prozent der Fälle tödlich verlaufen.

  • Da die humanen Pockenviren ausgerottet werden konnten, wird die Pockenimpfung seit 1983 nicht mehr routinemäßig eingesetzt.
  • Was sind Affenpocken? Affenpocken lösen eine den Menschenpocken ähnliche Erkrankung aus.
  • Sie geht einher mit einem Hautausschlag, der lokal begrenzt bleiben kann oder sich über den Körper ausdehnt und zum Teil an Windpocken erinnert.

Es können Lymphdrüsenschwellungen und Fieber auftreten. Man unterscheidet zentralafrikanische Virusvarianten, die stärker krankmachend sind, von den milderen westafrikanischen Virusvarianten. Bei dem aktuellen Ausbruchgeschehen wurde bislang in allen Fällen die mildere westafrikanische Virusvariante nachgewiesen.

Wie häufig sind Affenpocken? Affenpocken treten in Deutschland normalerweise nicht auf. Sie kommen häufiger in Zentral- und Westafrika vor, sind aber durch den Import infizierter Tiere auch zuvor schon in den USA und Europa aufgetreten. Seit Mitte Mai 2022 werden vermehrt Fälle in verschiedenen europäischen Ländern, darunter auch Deutschland beobachtet, ohne dass dabei ein direkter Zusammenhang zu Reisen in zentral- oder westafrikanischen Ländern bestand.

Die aktuell bekannt gewordenen Fälle sind überwiegend bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) hatten, aufgetreten. Wie werden Affenpocken übertragen? Affenpocken sind eine Zoonose, d.h. eine Erkrankung, die zwischen Menschen und Tieren übertragen werden kann.

  1. Das Hauptreservoir für Affenpockenviren sind keine Affen, wie ursprünglich angenommen, sondern vermutlich Nagetiere wie Riesenhamsterratten oder Flughörnchen.
  2. Aber auch Affen und weitere Säugetiere können das Virus übertragen.
  3. Menschen können sich beim engen Kontakt mit infizierten Tieren anstecken.
  4. Ein klassischer Infektionsweg in Afrika ist das Verspeisen von “bushmeat”, d.h.

selbst erlegten Tieren aus dem tropischen Regenwald. In dem gegenwärtigen Affenpockenausbruch erfolgt eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch, insbesondere über einen sehr engen bzw. auch sexuellen Kontakt (z.B. zu den Hautveränderungen von Erkrankten oder durch Schmierinfektion über verunreinigte Gegenstände).

  • Eine Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen, Spucken) ist bei engen Kontakten auch möglich.
  • Auch eine Mutter-Kind-Übertragung bei der Geburt ist möglich.
  • Eine Ansteckungsgefahr besteht während des gesamten Krankheitsverlaufs.
  • Wer ist besonders gefährdet? Im aktuellen Ausbruchsgeschehen wird das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering angesehen.

Derzeit werden Erkrankungsfälle insbesondere (aber nicht ausschließlich) bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), diagnostiziert. Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko? Diese Frage kann nicht mit letzter Sicherheit beantwortet werden. Allerdings ist das Affenpockenvirus ist nicht so leicht übertragbar wie beispielsweise die Windpocken oder auch Influenza.

Durch die Verwandtschaft zu anderen Pockenviren (Orthopoxviren) besteht mit diesen eine Kreuzimmunität. Das bedeutet, dass die körpereigene Abwehr gegen einen dieser Krankheitserreger auch zu einer Immunität gegen die anderen Erreger führt. Vermutlich sind Menschen, die gegen Pocken geimpft wurden, vor der Erkrankung geschützt oder erkranken nicht so schwer.

Wie verläuft die Krankheit? Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zu den ersten Erkrankungszeichen, wird mit etwa 12 Tagen angegeben, sie kann aber auch bis zu 21 Tage betragen. Als erstes Symptom tritt meistens Fieber auf, das am zweiten Tag 38.5 – 40.5°C betragen kann.

Dazu kommen Allgemeinbeschwerden wie starke Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Unwohlsein und manchmal Durchfall. Häufig treten Lymphknotenschwellungen am Hals, in der Achsel oder in der Leiste auf. Es können kleine Läsionen an den Schleimhäuten entstehen. In Folge kommt es zu den für Affenpocken typischen Hautveränderungen, die sich von fleckigen Rötungen zu Knötchen, Bläschen und Krusten entwickeln.

Die Hautveränderungen können auch in verschiedenen Entwicklungsstadien auftreten. Die Ansteckungsfähigkeit endet erst, wenn sämtliche Hauterscheinungen abgeheilt sind. Achtung: Auch die Krusten (Schorf) des Hautausschlages sind ansteckend! Wie gefährlich ist die Krankheit? In den meisten Fällen werden die Erkrankten wieder vollständig gesund.

  1. Soweit bekannt, ist es im aktuellen Affenpockenausbruch bisher nicht zu schweren Krankheitsverläufen gekommen.
  2. Schwere Verläufe können insbesondere bei immunsupprimierten Personen oder bei Personen mit anderen Grunderkrankungen auftreten.
  3. In Westafrika unter endemischer Situation werden auch schwere Erkrankungsverläufe beobachtet, und in 2 bis 10% der Fälle endet die Krankheit tödlich.
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In seltenen Fällen kann es zu einer Erblindung kommen. Nicht selten bleiben Narben an den Stellen der Hautveränderungen zurück. Wie wird die Krankheit diagnostiziert? Ein Verdacht auf Affenpocken besteht bei Auftreten von Fieber und Lymphknotenschwellungen im Zusammenhang mit Hinweisen auf eine mögliche Exposition ergeben (z.B.

  1. Reisen in Risikogebiete, Kontakt zu Erkrankten).
  2. Typisch ist weiterhin der charakteristische Hautauschlag in Risikogruppen.
  3. Der Virusnachweis erfolgt in der Regel aus Bläschenflüssigkeit, Pustelinhalt, Krusten oder auch Tupfern von Hautläsionen.
  4. Als Untersuchungsmethoden kommen u.a.
  5. Die PCR (Polymerasekettenreaktion) und die Elektronenmikroskopie zum Einsatz.

Im Einzelfall kann ggf. auch eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Der Verdachtsfall wird dem zuständigen Gesundheitsamt und dem Robert Koch-Institut gemeldet. Wie wird die Krankheit behandelt? Die Behandlung beschränkt sich vor allem auf die Linderung der Symptome (Beschwerden) und auf die Vermeidung von zusätzlichen bakteriellen Entzündungen.

Anfang 2022 wurde in der EU auch ein neu entwickeltes Arzneimittel (Tecovirimat) zur Behandlung der Affenpocken zugelassen, das aber zurzeit nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung steht. Kann man sich zum Schutz gegen Affenpocken impfen lassen? In der EU ist seit Anfang 2022 ein Impfstoff zugelassen, der modifiziertes Vacciniavirus Ankara (MVA) beinhaltet.

Es soll sowohl vor Affenpocken also auch vor humanen Pockenviren schützen Auf diesen Impfstoff bezieht sich die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO). Die Impfung soll einen Schutz von bis zu 85 Prozent vor Affenpocken bieten.

Der Einsatz eines Impfstoffes der gegen die Menschenpocken entwickelt wurde, muss sehr genau überlegt werden, da es bei der Impfung auch zu Komplikationen kommen kann. Ein spezieller, nur gegen Affenpocken gerichteter Impfstoff steht derzeit nicht zur Verfügung. Wer sollte sich zum Schutz gegen Affenpocken impfen lassen? Die Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut empfiehlt eine Impfung zum Schutz vor Affenpocken mit Imvanex (MVA-Impfstoff) für Menschen, die engen körperlichen Kontakt mit Infizierten hatten und sich über verletzte Haut oder über Schleimhäute angesteckt haben könnten.

Außerdem gilt die Empfehlung für medizinisches Personal nach ungeschütztem Kontakt zu Infizierten, bzw. infektiösem Material sowie Laborpersonal mit ungeschütztem Kontakt zu nichtinaktiviertem Affenpockenmaterial. Weiterhin gilt die Impfempfehlung präventiv für Risikogruppen im aktuellen Ausbruchsgeschehen.

  • Dazu zählen derzeit erwachsene Männer, die Sex mit Männern haben und häufig die Partner wechseln, sowie Mitarbeitende in Speziallaboratorien, die mit infektiösen Laborproben arbeiten, nach einer individuellen Risikobewertung.
  • Zunächst steht der Impfstoff nur begrenzt zur Verfügung.
  • Gegebenenfalls werden vordringliche Impfkriterien definiert.

Eine Impfung anderer Bevölkerungsgruppen wird von der STIKO derzeit als nicht notwendig eingeschätzt und nicht empfohlen. Eine Impfung muss grundsätzlich individuell abgewogen werden. Hier spielen die Kontaktart zum Infizierten und der eigene Gesundheitszustand sowie die individuellen Risiken für mögliche Impfnebenwirkungen eine Rolle.

Kann man sich gegen Affenpocken schützen? Medikamente, die man vorsorglich einnehmen könnte, um sich vor einer Infektion zu schützen, gibt es derzeit nicht. Wie bei vielen anderen Infektionskrankheiten tragen die folgenden Basismaßnahmen auch zu einem Schutz vor einer Ansteckung mit Affenpocken bei: Abstand halten, strikte Händehygiene und bei einem wissentlich engen Kontakt zu einer erkrankten Person (face-to-face) das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (wenn möglich FFP2-Maske für den Eigenschutz).

Die erkrankte Person sollte, wenn möglich, auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn andere Personen in der Nähe sind. Die Pusteln sollten soweit möglich abgedeckt werden, um Schmierinfektionen zu verhindern. Was wird derzeit unternommen? An Affenpocken erkrankte Personen werden auf speziellen Infektionsstationen behandelt.

Bei leichterem Krankheitsverlauf kann kommt auch eine Absonderung zu Hause in Frage. Bei Personen, bei denen der Verdacht auf eine Ansteckung besteht (Kontaktpersonen), kann das lokal zuständige Gesundheitsamt eine vorübergehende Absonderung (Quarantäne) anordnen. Derzeit werden die Fachöffentlichkeit und die Bürgerinnen und Bürger für das Thema Affenpocken in den Medien und Fachkreisen sensibilisiert, so dass neue Erkrankungen möglichst schnell entdeckt und untersucht werden können, um weitere Übertragungen schnellstmöglich zu unterbrechen.

Was muss ich tun, wenn ich vermute, Kontakt zu einer an Affenpocken erkrankten Person gehabt zu haben? Sollten Sie mit einer an Affenpocken erkrankten Person in den letzten 3 Wochen engen Kontakt gehabt haben, gehen Sie bitte nicht mehr aus dem Haus und melden Sie sich bitte umgehend bei Ihrem,

  1. Vorsorglich sollten Sie sich in den 3 Wochen nach dem letzten Kontakt zu der erkrankten Person genau beobachten, messen Sie täglich Fieber und seien Sie achtsam bei neu auftretenden Hautveränderungen.
  2. Die Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamtes werden gemeinsam mit Ihnen klären, ob tatsächlich eine Ansteckungsgefahr bestanden hat und wie Sie sich weiterhin zu verhalten haben.

: Fragen und Antworten zu Affenpocken | Niedersächsisches Landesgesundheitsamt

Wo sind die Affenpocken ausgebrochen?

Das Affenpocken-Virus ist nicht neu, die vermehrte Zahl der Fälle außerhalb Zentral- und Westafrikas aber ungewöhnlich. Die Karte zeigt, wo das Virus seit Anfang Mai gemeldet wurde – und wie viele Fälle in den Ländern aktuell bestätigt sind oder unter Verdacht stehen. –

Fälle bestätigt Westafrikanische Variante endemisch Zentralafrikanische Variante endemisch Keine Daten

Anzahl der bestätigten Fälle und Verdachtsfälle, Quelle:, Zuletzt aktualisiert: 22.09.2022 Hinweis: Karte und Tabelle basieren auf der Datensammlung von Global Health, einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern. Die Daten zeigen Fälle des aktuellen Ausbruchs, die seit Anfang Mai außerhalb Afrikas bekannt geworden sind.

Seit Anfang Mai haben immer mehr Länder außerhalb Afrikas Infektionen mit dem Affenpocken-Virus gemeldet. Die Krankheit kam bisher vor allem in Zentralafrika und in Westafrika vor. Doch offenbar hat sich der Erreger bereits längere Zeit unbemerkt in anderen Ländern ausgebreitet. Mittlerweile wurden in mehr als 100 Ländern weltweit Fälle von Affenpocken bestätigt.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte deshalb im Juli einen weltweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Der erste deutsche Fall ist am 19. Mai in München nachgewiesen worden, weitere Nachweise folgten nur kurze Zeit später. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass der Ausbruch begrenzt bleibt.

„Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland wird nach derzeitigen Erkenntnissen als gering eingeschätzt”, teilte das RKI mit. Die Behörde wies aber zugleich darauf hin, dass das RKI die Situation weiter sehr genau beobachte und ihre Bewertung dem jeweils aktuellen Kenntnisstand anpasse.

Das Virus ist nicht neu. Der Erreger wurde erstmals 1958 in einem dänischen Labor bei Affen nachgewiesen – daher der Name Affenpocken. Fachleute vermuten allerdings, dass der Erreger eigentlich in Hörnchen und Nagetieren zirkuliert, Affen gelten als sogenannte Fehlwirte.

Das Affenpockenvirus ist auch auf den Menschen übertragbar. Die Zahl der Nachweise in westlichen Ländern ist aber zurzeit ungewöhnlich hoch. Frühere Infektionen waren nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO in der Regel auf Reisen in Gebiete in West- und Zentralafrika zurückzuführen, in denen das Virus bekannt ist.

Die Viren wurden laut WHO vereinzelt durch Reisende exportiert unter anderem in die USA, nach Israel und auch schon 2018 nach Großbritannien. Der erste Fall in diesem Jahr wurde am 7. Mai bei einem britischen Reiserückkehrer aus Nigeria festgestellt. Nach den nun vermehrten Fällen weltweit rief die WHO zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte der Betroffenen.

Wie verhindert man Ansteckung?

Größtes Risiko in Innenräumen – Ein Ansteckungsrisiko besteht vor allem bei direktem Kontakt zu einer infizierten Person im Umkreis von ein bis zwei Metern. Bei längerem Aufenthalt insbesondere in kleinen, schlecht belüfteten Innenräumen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit durch Aerosole in der Luft auch über eine größere Distanz als zwei Meter hinweg.

Zusätzlich zur Übertragung über Tröpfchen und Aerosole ist auch eine indirekte Ansteckung über Gegenstände in Form von Schmierinfektionen nicht ausgeschlossen. Eine Übertragung von Coronaviren nur durch das Berühren von Oberflächen wie Türklinken oder Displays ist nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung dagegen,

Folgende Maßnahmen helfen, eine Infektion zu vermeiden:

Impfen lassen: Seit dem 7. Juni dürfen sich in Deutschland alle Menschen ab 12 Jahren kostenlos impfen lassen. Kontakte einschränken: Bei jeder Begegnung mit anderen besteht die Gefahr, sich anzustecken oder das Virus weiter zu verbreiten. Abstand halten: Anderen Menschen wenn möglich nicht näher kommen als zwei Meter – vor allem in Innenräumen, beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. FFP2-Maske tragen : In öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Einkaufen, bei Veranstaltungen sowie an Schulen herrscht generell die Pflicht zum Tragen einer oder OP-Maske. Generell empfiehlt sich bei längeren Aufenthalten mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen das Tragen einer FFP2-Maske. Andere nicht direkt ansprechen: Auch wenn es unhöflich scheinen mag, den Kopf etwas vom Gesprächspartner abwenden. Nies- und Husten-Etikette einhalten : Hände weg von Mund und Nase. Niesen und Husten nur in die Ellenbeuge oder in Einmaltaschentücher. Anschließend Hände waschen. Keine Hände schütteln: Unbedingt darauf verzichten, Hände zu schütteln. Ein freundlicher Gruß genügt. Hände regelmäßig waschen: Am besten nach dem Nachhausekommen, vor dem Kontakt mit Nahrungsmitteln, vor dem Essen und nach dem Gang zur Toilette. Eine gründliche Reinigung dauert etwa 30 Sekunden. Hände unter fließendem, lauwarmem Wasser anfeuchten. verwenden und die Hände damit gründlich einseifen – auch zwischen den Fingern und auf der Oberfläche. Etwa 20 Sekunden reiben. Seife gründlich abspülen und Hände abtrocknen. Nach Möglichkeit flüssige Seife (Detergentien) und Einmal-Handtücher verwenden. Im häuslichen Bereich kann alternativ auch ein Seifenstück verwendet werden. Seife und Detergentien beschädigen die Virushülle, der Erreger wird inaktiviert, auch wenn nur kaltes Wasser zur Verfügung steht. Sehr heißes Wasser bietet keinen Vorteil und schadet der Haut. Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen: Mund, Nase und Augen nicht mit ungewaschenen Händen berühren. Nicht mit den Fingern essen: Unterwegs keine Nahrung mit den Fingern in den Mund stecken – kein Bonbon, kein Kuchenstück, keine Bratwurst. Besser Besteck oder Serviette verwenden. Einkaufswagen, Türklinken und Geländer nicht berühren: Auch wenn bislang laut keine Corona-Übertragung auf diesem Weg bekannt ist: Um eine Schmierinfektion zu vermeiden, Kontakt mit Gegenständen vermeiden, die viele andere Menschen berührt haben, alternativ vor Benutzung desinfizieren. Reisen einschränken: Insbesondere Urlaubsreisen in sogenannte bergen eine hohe Ansteckungsgefahr.

Weitere Informationen Auf Flügen und in Zügen gilt in Deutschland weiterhin eine Maskenpflicht. Der 3G-Nachweis bei der Einreise ist ausgesetzt. Masken schützen vor der Verbreitung von Coronaviren, aber nicht alle wirken gleich gut. Unterschiede und Tipps zur Aufbereitung. Dieses Thema im Programm:

Wie wahrscheinlich ist es dass man sich ansteckt?

Verschiedenen Szenarien wählbar: Klassenraum, Büro, Feier oder Chorprobe – Die Berechnung des Ansteckungsrisikos über Aerosole ist über eine möglich. Darin kann man verschiedene Parameter wie Raumgröße, Personenzahl und Dauer des Aufenthaltes eintragen.

Mit der Annahme, dass eine Person in dem Raum hochinfektiös ist, errechnet der Algorithmus automatisch die Übertragungswahrscheinlichkeit für die vom Nutzer eingestellten Szenarien. Und zwar sowohl die individuelle Ansteckungsgefahr, als auch diejenige für irgendeine Person im Raum. Zudem kann man zwischen verschiedenen Szenarien wählen: einem Klassenraum, einem Büro, einer Feier und einer Chorprobe.

Für Experten stehen zudem Felder zur Verfügung, in denen man Angaben wie die Infektionsdosis, die Viruskonzentration des Infizierten und Überlebenszeit des Virus in der Luft variieren kann. Auch die Filtereffizienz von Gesichtsmasken oder die Luftwechselrate sind flexibel einzustellen.

„Wir möchten einen Beitrag leisten, damit zum Beispiel eine Schule oder ein Geschäft selbst ausrechnen kann, wie hoch das Infektionsrisiko in den Räumen ist und wie effektiv welche Sicherheitsmaßnahme ist,” sagt Jos Lelieveld, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie und Erstautor der in der Fachzeitschrift International Journal of Environmental Research and Public Health veröffentlichten Studie.

Darin stellen die Mainzer Wissenschaftler die Berechnungsgrundlage und die Annahmen vor, die der Rechnung zugrunde liegen. So atmet ein Erwachsener durchschnittlich etwa 10 Liter Luft pro Minute ein und wieder aus. Zudem nehmen sie an, dass die infektiöse Dosis, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren, größenordnungsmäßig bei etwa 300 Viren bzw.

  • RNA-Kopien pro Person liegt.
  • Verdeutlicht wird die Berechnung anhand einer Schulklasse, in der keine Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden: Ein 60 Quadratmeter großer und drei Meter hoher Klassenraum mit 25 Schülern älter als zehn Jahre und sechs Stunden Unterricht, in dem ein Schüler zwei Tage lang hoch-infektiös ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine bestimmte Person unter diesen Umständen infiziert, liegt laut Rechnung bei knapp 10 Prozent, die, dass sich eine beliebige Person ansteckt, jedoch bei über 90 Prozent. Eine Ansteckung ist also nahezu unvermeidbar.

Ist man direkt nach der Ansteckung ansteckend?

Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend? Die «Inkubationszeit» des Coronavirus, das heisst die Zeitspanne zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome, beträgt durchschnittlich 3-4 Tage, Sie kann jedoch bis zu 14 Tage dauern. Wer am Coronavirus erkrankt, ist während einer langen Zeit ansteckend:

Beginn des ansteckenden Zeitraums: 2 Tage bevor Symptome auftreten. Das heisst, man kann andere Personen bereits anstecken bevor man überhaupt bemerkt, dass man krank ist. Während man Krankheitssymptome hat: Dann ist man am ansteckendsten. Ende des ansteckenden Zeitraums: Bei milden Verläufen geht die «Ansteckungsfähigkeit» ab dem 5. Tag bis zum 10. Tag zurück und ist insbesondere gering ausgeprägt, wenn man keine Symptome mehr hat. Daher gilt als Faustregel: Der ansteckende Zeitraum endet zwischen 5 und 10 Tagen nach Symptombeginn. Bei schweren Krankheitsverläufen gibt es jedoch Hinweise, dass die erkrankte Person länger ansteckend sein kann.

: Wie lange dauert es zwischen Ansteckung und Erkrankung? Und ab wann ist eine Person ansteckend?

Wie lange bin ich noch ansteckend?

Untersuchungen zur Virusausscheidung bei Personen, die mit der Omikron-Variante infiziert sind, wurden überwiegend bei Geimpften durchgeführt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass vermehrungsfähige Viren bis neun Tage nach Symptombeginn ausgeschieden werden können.

Kann man Affenpocken bekommen wenn man gegen Pocken geimpft ist?

Trotz der mit der Zeit nachlassenden Wirkung der Pockenimpfung schätzt man auf der Basis von Studienergebnissen, dass eine vorangegangene Pockenimpfung einen Schutz von 85 Prozent gegenüber Affenpocken vermittelt. Vor schweren Krankheitsverläufen ist der Schutz noch höher.

Kann man Affenpocken heilen?

Affenpocken: Symptome und Behandlung Was verbirgt sich hinter den Affenpocken? Haut & Allergie Veröffentlicht am: 07.10.2022 5 Minuten Lesedauer In Deutschland kommt es seit Mai 2022 zu Affenpocken-Fällen: Eine Übersicht über Herkunft, Symptome und Behandlung der Viruskrankheit und welche Präventionsmaßnahmen empfohlen werden. © iStock / MarioGuti Affenpocken werden durch das seltene Affenpocken-Virus ausgelöst. Die Erkrankung wurde erstmalig 1958 bei Affen beobachtet, vermutlich wird das Virus aber von Nagetieren auf den Menschen übertragen, weshalb Affen als Fehlwirte interpretiert werden.

  • Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist ebenfalls durch engen Kontakt möglich.
  • Der Erreger ist mit den als ausgerottet geltenden echten Pocken (Variola major) verwandt.
  • In Deutschland wurde das Affenpockenvirus erstmals im Mai 2022 nachgewiesen.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Affenpocken am 23.

Juli 2022 zur internationalen Notlage erklärt. Damit sollen die Mitgliedstaaten dazu bewegt werden, Maßnahmen zur Eindämmung des Krankheitsausbruchs zu ergreifen. Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit dauert bei Affenpocken üblicherweise zwischen 5 und 21 Tage.

Eine Ansteckung mit Affenpocken erfolgt nach derzeitigem Wissensstand in der Regel über längeren und engen Haut- oder Schleimhaut-Kontakt: Das geschieht vor allem über Körperflüssigkeiten oder über infizierte Hautpartikel wie Schorf. Dort sind besonders viele vorhanden. Auch Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Geschirr, die durch eine infizierte Person mit dem Virus kontaminiert wurden, sind mögliche Überträger.

Wunden im Mund können ebenfalls ansteckend sein, weil das Virus dann über den Speichel weitergereicht wird. Auch die sogenannte „Face-to-Face-Ansteckung”, also eine Tröpfcheninfektion von Angesicht zu Angesicht, ist möglich. Eine Übertragung über Aerosole ist nach aktuellem Kenntnisstand unwahrscheinlich.

in einem separaten Zimmer bleiben wenn möglich ein eigenes Badezimmer, unbedingt aber eigene Handtücher benutzen Oberflächen im Badezimmer nach jeder Benutzung desinfizieren Geschirr, Tabletts und andere Gegenstände des Alltags nicht teilen und einmal täglich desinfizieren besonders gute Handhygiene ausüben mit viel Wasser und Seife Kontakt zu eventuellen Haustieren vermeiden, um die Affenpocken nicht auf sie zu übertragen

Haushaltsmitglieder und Sexualpartner können sich in der Isolationszeit folgendermaßen schützen:

Es sollte stets ein Mindestabstand von 1,5 Metern zur infizierten Person bestehen. Zudem ist das Tragen einer FFP2-Maske ratsam. Betroffene Hautstellen (Hautläsionen) sollten stets durch Kleidung oder Verbände abgedeckt sein. Körperkontakt wie Sex, Umarmungen oder sogar Händeschütteln sollten im akuten Stadium unterbleiben.

Wer auf Sex mit wechselnden Partnerinnen oder Partnern nicht verzichten möchte, kann das Risiko einer Ansteckung mit Affenpocken trotzdem reduzieren. Den besten Schutz vor der Infektion ist der Verzicht auf Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern.

In Sex-Clubs, auf Sex-Partys oder auch in Gay-Saunen, wo es zu anonymem Sex mit mehreren Beteiligten kommen kann, ist ein Aufkommen von Affenpocken wahrscheinlicher. Diese Orte sollten aus infektiologischer Sicht gemieden werden. Die Viren verbreiten sich durch die Aufnahme von Körperflüssigkeiten (Sperma, Speichel) und engen Hautkontakt zu betroffenen Hautstellen.

Das Risiko einer Infektion kann durch Nutzung von Kondomen und Bedeckung der Haut etwas gesenkt werden. Auch Lederhandschuhe oder Latexanzüge können zum Schutz vor direktem Hautkontakt beitragen. Ungenügend gereinigte Sexspielzeuge hingegen können eine Quelle für Ansteckungen sein. Die Beschwerden können zunächst denen anderer Viruskrankheiten ähneln. Zu den typischen Symptomen einer Infektion mit Affenpocken zählen:

pockenartige Hautveränderungen: Flecken, Knötchen, Bläschen, Pusteln bis zu 40 Grad und Schüttelfrost geschwollene Lymphknoten Kopf-, Rücken- und Muskelschmerzen Entzündungen in der Genital- und Analregion Erschöpfung

Einige dieser allgemeinen Krankheitssymptome treten jedoch nicht bei allen Betroffenen auf. Charakteristisch für Affenpocken sind aber immer die Hautveränderungen, die verschiedene Stadien durchlaufen – von Flecken bis Pusteln. Sie verkrusten schließlich und fallen ab.

Dieser Hautausschlag tritt normalerweise im Gesicht, auf den Handflächen und an den Fußsohlen auf. Aber auch am und im Mund und den Augen können sich Pusteln bilden. Bei vielen Erkrankten ist außerdem Hautausschlag an den Genitalien und am Anus ein Symptom der Krankheit. Üblicherweise heilt die Erkrankung zusammen mit den typischen Hautveränderungen nach zwei bis vier Wochen.

Affenpocken heilen in der Regel von selbst innerhalb weniger Wochen ab. Doch es gibt Ausnahmen: Vor allem Schwangere, Neugeborene, Kinder, alte Menschen und solche mit schwachem sind gefährdet, schwer an Affenpocken zu erkranken. Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder Infektionen der Augen sind zu befürchten.

Im Extremfall kann die Krankheit tödlich verlaufen. Bei akut an Affenpocken Erkrankten behandelt man vor allem die Symptome, etwa mit Mitteln gegen Schmerzen und Fieber, Wichtig ist, bei geschwächtem Immunsystem eine sogenannte bakterielle Superinfektion zu vermeiden – also dass es bei den Hautveränderungen zusätzlich zu einer bakteriellen Infektion kommt.

Außerdem steht ein von der Europäischen Arzneimittelbehörde zugelassenes Virustatikum (Tecovirimat) gegen echte Pocken, Kuhpocken und Affenpocken zur Verfügung, das bei Bedarf eingesetzt werden kann. © iStock / Drazen Zigic Eine Impfung gegen das Pockenvirus schützt teilweise auch vor der Affenpocken. Die Impfung gegen das echte Pockenvirus schützt auch teilweise vor Affenpocken – ein Blick in den Impfpass bringt Sicherheit, ob man selbst geimpft wurde.

Allerdings wurde die Impfpflicht 1982 eingestellt, da das Pockenvirus und die Krankheit seit 1980 als ausgerottet gelten. Menschen ab 18 Jahren können die Impfung mit einem modernen Pocken-Impfstoff nachholen. Empfehlenswert ist dies, wenn sie besonders gefährdet sind oder Kontakt zu Infizierten hatten,

Das gilt beispielsweise für Menschen, die engen Kontakt mit einer infizierten Person hatten, Mitarbeitende in Speziallaboren oder für Männer, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit häufig wechselnden Partnern haben. Nach einem Kontakt mit Erkrankten sollte die Impfung so schnell wie möglich, aber spätestens nach 14 Tagen erfolgen.

Für die Allgemeinbevölkerung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Pocken-Impfung nicht. Dem Virus ist die sexuelle Orientierung egal. Affenpocken werden durch engen Körperkontakt wie Sex oder intensives Kuscheln von Mensch zu Mensch übertragen. Aktuell sind von dem Anstieg der Erkrankungsfälle im Wesentlichen Männer betroffen, die mit wechselnden Männern Geschlechtsverkehr hatten.

Grundsätzlich können sich Frauen und heterosexuelle Männer genauso über intensiven Körperkontakt anstecken und sollten sich ebenso bei Erkrankungsverdacht ärztlich vorstellen. Waren diese Informationen hilfreich für Sie?

Hat man bei Affenpocken Juckreiz?

Was sind Affenpocken? – Wer Affenpocken hat, hat sich mit dem Virus Monkeypox virus (Mpox) angesteckt. Die eher seltene aber seit gut 60 Jahren bekannte Erkrankung trat zunächst nur in Afrika auf.2003 gelangte das Virus in die USA, vermutlich über den Import von Nagetieren.

In Deutschland trat der erste Fall von Affenpocken im Mai 2022 in München auf. Weitere Fälle wurden in Großbritannien, Spanien, Portugal, Schweden und den USA bekannt. Nach der Ansteckung dauert es in der Regel fünf Tage bis drei Wochen bis die ersten Symptome auftreten. Die Patienten leiden unter Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen.

Die Lymphknoten sind geschwollen und die Patienten sind erschöpft. Einige Tage nachdem das Fieber ausbricht, entstehen Pocken auf der Haut, die im weiteren Verlauf ein Sekret bilden, verkrusten und dann abfallen. Bei den meisten Patienten bilden sich die Pocken besonders im Gesicht, auf den Handflächen und Fußsohlen aus.

Wie infiziert man sich mit Adenoviren?

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Adenoviren sind eine Erregergruppe, die eine Vielzahl von Erkrankungen auslöst, u.a. der Atemwege, des Magen-Darm-Traktes oder der Augenbindehaut und Hornhaut. Die Viren sind hoch ansteckend und widerstandsfähig. Da besonders Infektionen am Auge häufig übertragen werden, beziehen sich die Informationen in diesem Merkblatt ausschließlich darauf. Von Mensch zu Mensch Die Viren werden meist über Hände verbreitet, an denen die Erreger haften. Zu einer Ansteckung kann es zum Beispiel kommen, wenn Erkrankte erst ihre entzündeten Augen berühren und danach anderen Menschen die Hand geben. Werden anschließend mit dieser Hand die Augen berührt, können die Viren so weitergereicht werden und zu einer Ansteckung führen. Über verunreinigte Gegenstände Berühren Erkrankte erst das mit Adenoviren besiedelte Auge und anschließend Gegenstände oder Oberflächen wie Türgriffe, Handläufe oder Armaturen, können die Erreger daran haften bleiben. Andere Menschen können sich dann über die Berührung dieser Gegenstände oder Oberflächen anstecken.

  • Adenoviren werden auch über gemeinsam benutzte Waschlappen oder Handtücher weitergegeben sowie über gemeinsam benutzte Augentropfen, Augensalben oder Tropfpipetten.
  • Das gleiche gilt für Gegenstände, die mit dem entzündeten Auge in Berührung kommen, wie zum Beispiel Fotoapparate, optische Spielzeuge wie Kaleidoskope oder Messgeräte in der Augenheilkunde, sogenannte Tonometer.

Bei Zimmertemperatur haften die Erreger unter Umständen einige Wochen auf Oberflächen und bleiben dort ansteckend. Ansteckende Augenbindehaut- und Augenhornhautentzündung (Keratokonjunktivitis epidemica) Zu Beginn zeigt sich auf einem oder beiden Augen eine Rötung, gefolgt von einer Schwellung der Augenbindehaut.

Betroffene haben ein Fremdkörpergefühl im Auge. Das Auge juckt, tränt und reagiert empfindlich auf Licht. Häufig entwickeln sich auch eine Augenlidschwellung und eine Vergrößerung der Lymphknoten vor dem Ohr. In einigen Fällen kann nach etwa einer Woche die Entzündung auf die Hornhaut des Auges übergreifen.

Nach 2 bis 4 Wochen klingt die Bindehautentzündung meistens von selbst wieder ab, während leichte Trübungen der Hornhaut unter Umständen noch einige Zeit bestehen bleiben. In der Regel heilt die ansteckende Augenbindehaut- und Hornhautentzündung vollständig und folgenlos aus. Die Augenbindehautentzündung tritt in allen Alterstufen auf.

  • Es gibt keine ursächliche Behandlung gegen das Virus. Nur die Beschwerden können gelindert werden.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Augen mit den Händen zu berühren, da ansonsten die Erreger über die Hände weiter gereicht werden können.
  • Waschen Sie sich sofort gründlich die Hände mit Wasser und Seife, wenn Sie entzündete Augen berührt haben.
  • Wer erkrankt ist, sollte zuhause bleiben und auf strenge Hygiene achten, um das Virus nicht weiter zu verbreiten.
  • Verwenden Sie Handtücher und andere Hygieneartikel wie Waschlappen, Cremes, Puder, usw. nur für sich selbst.
  • Die Arbeit in oder der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kindergärten sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Im Einzelfall kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes vor einer Wiederzulassung in eine Gemeinschaftseinrichtung notwendig sein.
  • Gehen Sie nicht in öffentliche Badeanstalten und Saunen für die Dauer der Erkrankung.
  • Wichtig vor einem Augenarztbesuch: Informieren Sie die Praxis, wenn Sie den Verdacht haben an einer infektiösen Bindehautentzündung erkrankt zu sein. Das Praxisteam kann so Schutzmaßnahmen ergreifen.

Hygiene schützt! Achten Sie auf folgende Vorsichtsmaßnahmen, wenn in Ihrem nahen Umfeld Erkrankungsfälle auftreten:

  • Besonders wichtig: Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife!
  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt mit Erkrankten.
  • Reinigen Sie Flächen im Umfeld von Erkrankten am besten mit Einmaltüchern und entsorgen Sie diese anschließend in den Hausmüll. Dabei kann das Tragen von Einmalhandschuhen einen zusätzlichen Schutz vor einer Ansteckung bieten.
  • Der Einsatz von Desinfektionsmitteln kann erforderlich sein, sofern dies vom Gesundheitsamt oder von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt empfohlen wurde.
  • Teilen Sie möglichst keine Gegenstände, die nah an das Auge gehalten werden, wie etwa Fotoapparate, Kameras, Ferngläser oder Kaleidoskope mit anderen Menschen.
  • Benutzen Sie ausschließlich Ihre eigenen Schminkutensilien und Kosmetikprodukte wie Cremes, Puder oder Schminkstifte.
  • Verwenden Sie nur Ihre eigenen Augentropfen.

Das örtliche Gesundheitsamt steht Ihnen für weitere Beratung zur Verfügung. Da Nachweise von Adenoviren im Bindehautabstrich gemeldet werden müssen, liegen dort Informationen zur aktuellen Situation und große Erfahrung im Umgang mit der Erkrankung vor.