Wie Viele Christen Gibt Es Weltweit?

Wie Viele Christen Gibt Es Weltweit
2,28 Milliarden Menschen Christen.

Wie viele Christen leben auf der Erde?

2,2 Milliarden Anhängern, vor dem Islam, die größte Religionsgruppe der Welt. Unter den 232 Ländern und Territorien, die in der Studie des Pew Research Center untersucht wurden, wiesen 176 eine christliche Bevölkerungsmehrheit auf.

Wie viele Christen gibt es auf der Welt 2023?

Wie viele Christen gibt es aktuell auf der Welt? – 2,28 Milliarden Menschen Christen.

Was ist die meiste Religion auf der Welt?

Das Christentum ist die größte Weltreligion. Auf der Welt gibt es mehr als zwei Milliarden Anhänger.

Wie viele Christen gibt es heute?

Christentum (2,1 Milliarden Anhänger) Mit geschätzten 2,1 Milliarden Anhängern ist das Christentum die größte Religion weltweit.

Wie viele Christen gibt es in China?

Zahl der Christen – Nachdem die europäischen Missionare in den 1950er Jahren des Landes verwiesen wurden und nachdem während der Kulturrevolution das religiöse Leben streng verboten war, hat das Christentum in den letzten dreißig Jahren ohne wesentliche ausländische Unterstützung einen massiven Aufschwung genommen.

  • Inzwischen hat China eine der größten christlichen Gemeinden mit weiterem stabilem Wachstum.
  • Bisher hat die übrige Christenheit von dieser äußerst lebendigen chinesischen Variante des Christentums noch nicht viel Notiz genommen.
  • Dies hängt auch damit zusammen, dass die Entwicklung von der Zentralregierung weitgehend geleugnet wird.1997 gab es in der Volksrepublik China nach offiziellen Angaben etwa 19 Millionen Christen, das wären 1,4 % der Bevölkerung; 2018 wurde diese Zahl, die nur „registrierte” Christen umfasst, in einem Dokument der Regierung auf 36 Millionen erhöht.

Auch die Schätzungen über die Gesamtzahl der Christen (inklusive „nicht registrierter” Christen) belegen ein starkes Wachstum.2009 rangierten sie von rund 30 Millionen bis zu 80 Millionen, das wären 2,2 % bis 5,9 % der Bevölkerung. Die evangelikal-christliche Missionsorganisation Asian Harvest behauptete sogar, dass 7,63 % der Bevölkerung auf dem chinesischen Festland Christen seien; das wäre ein höherer Anteil als in Taiwan, wo 6,57 % der Bevölkerung Christen sind.

Welches Land ist am Religiösesten?

München – Die Rumänen sind laut einer Umfrage das religiöseste Volk Europas. Einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK für “The Wall Street Journal Europe” zufolge gehören 97 Prozent der Rumänen einer Religion an. Es folgen die Türken und Griechen.

  • Dagegen bekennen sich nur 37 Prozent der Tschechen zu einer Glaubensgemeinschaft.
  • Deutschland liegt mit rund 60 Prozent im Mittelfeld.
  • Die meisten Deutschen und Westeuropäer sagen aber, sie praktizierten ihre Religion nicht sehr aktiv.
  • Nur ein Viertel der Gläubigen besucht mindestens einmal pro Woche eine religiöse Veranstaltung.

Die Hälfte tut dies höchstens vier Mal im Jahr. Viel häufiger gehen die Osteuropäer in die Kirche. In Polen etwa besuchen 60 Prozent der Gläubigen mindestens einmal in der Woche den Gottesdienst. Die GfK hatte 21.102 Menschen in 21 Ländern befragt.

In welchem Land werden die meisten Christen verfolgt?

“Open Doors”: 360 Millionen Christen weltweit verfolgt Weltweit sind zuletzt so viele Christen verfolgt worden wie noch nie. Mehr als 5.600 wurden ermordet, ein Höchststand, so das Hilfswerk “Open Doors”. Angehörige trauern um Opfer der Anschläge auf koptische Christen am Palmsonntag 2017 (Archivfoto) Quelle: Open Doors/Open Doors Deutschland e.V./obs Das Ausmaß der Gewalt gegen Christen weltweit hat nach einer Studie einen neuen Höchststand erreicht.360 Millionen Christen in mehr als 70 Ländern würden von Regierungen oder bestimmten gesellschaftlichen Gruppen bedroht, verfolgt und diskriminiert, berichtet das Hilfswerk Open Doors in seinem in Kelkheim veröffentlichten 30.

Weltverfolgungs-Index. Zwischen Oktober 2021 und September 2022 seien mindestens 5.621 Christen wegen ihres Glaubens ermordet worden, davon 5.014 allein in Nigeria (Rang 6), heißt es. Im Vorjahr waren 5.898 Fälle dokumentiert worden. Besonders in Ländern Subsahara-Afrikas habe die Gewalt gegen Christen erheblich zugenommen, so die Rangliste.

Von den 50 Ländern des Weltverfolgungs-Index befinden sich 13 in Subsahara-Afrika. Nirgendwo werden Christen “Open Doors” zufolge so unerbittlich verfolgt wie in (Rang 1). Seit Einführung des neuen “Gesetzes gegen reaktionäres Gedankengut” seien mehr Hauskirchen entdeckt und mehr Christen verhaftet worden.

  1. Auf der ganzen Welt wurde Papst Benedikts Tod von Anteilnahme und Trauer begleitet.
  2. Vor allem in seiner Heimat Bayern.
  3. Aber auch dort gibt es kritische Stimmen.
  4. Im vergangenen Jahr auf Platz eins, weil die Taliban zahlreiche Christen ermordet und Tausende in die Flucht getrieben hatten – findet sich diesmal auf Rang neun.

Die Situation dort bleibe für Christen “extrem gefährlich”, heißt es im Bericht. Zuletzt sei jedoch meist nicht erkennbar gewesen, ob eine Verfolgung aus religiösen oder anderen Gründen stattgefunden habe. Auf den Rängen 2 bis 10 im Index folgen Somalia,, Eritrea, Libyen, Nigeria, Pakistan, Iran, und der Sudan.

Einen wachsenden Druck auf Christen sieht das Hilfswerk auch unter autokratischen Regierungen wie China und Indien: (Rang 16) war erneut das Land, in dem die meisten Kirchen und kirchlichen Einrichtungen zerstört oder geschlossen wurden. Das Regime in Peking setze auf völlige Kontrolle allen kirchlichen Lebens, mittlerweile auch online.

In Wittenberg hatte Martin Luther vor über 500 Jahren seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche geschlagen – gegen den Ablasshandel. Als Folge entstand die evangelische Kirche. In Indien (Rang 11) sind Christen laut Open Doors durch Anti-Bekehrungs-Gesetze in mittlerweile elf Bundesstaaten willkürlichen Verhaftungen ausgesetzt.

Im Berichtszeitraum seien mehr als 1.700 Christen ohne Gerichtsverfahren inhaftiert worden, oft nach Angriffen nationalistischer Hindus. Auch im (Rang 8) würden die politischen Institutionen zunehmend von religiösen Hardlinern beherrscht, heißt es. Die staatliche Überwachung nimmt zu, und die Behörden greifen immer stärker in das tägliche Leben und die Aktivitäten der Christen ein.

Die Zahl dokumentierter gewaltsamer Übergriffe und Entführungen sei gestiegen. Die Hilfsorganisation beklagt zunehmenden Autoritarismus von Regierungen in einigen lateinamerikanischen Ländern – zusammen mit einer immer feindseligeren Haltung gegenüber Kirchen und dem christlichen Glauben.

  1. Erstmals steht Nicaragua (Rang 50) auf dem Weltverfolgungsindex.
  2. Auch in Kolumbien (Rang 22), Mexiko (Rang 38) und Kuba (Rang 27) habe sich die Situation für Christen deutlich verschlechtert.
  3. Irchenleiter würden unter Druck gesetzt und verhaftet, die Überwachung verstärkt, Registrierungen und Genehmigungen verweigert, Gebäude beschlagnahmt.

Auch im Nahen Osten setzt sich der Exodus der Christen laut Open Doors fort.

, erscheint dieses Jahr zum 30. Mal. Wie das christliche Hilfswerk mit Sitz im hessischen Kelkheim erklärt, dokumentiert der Index seit 1993 die Verfolgung und Diskriminierung von Christen in 50 Ländern. Die Negativ-Rangfolge soll aufzeigen, wo es für Christen am gefährlichsten ist, ihren Glauben zu bekennen, wo sie getötet oder inhaftiert, von Behörden schikaniert, misshandelt oder dazu gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen. Der Weltverfolgungsindex basiert den Angaben zufolge auf der Erhebung von dokumentierten Übergriffen auf Christen und Gemeinden.Zusätzlich werden laut “Open Doors” ortsansässige Forscher und Länderexperten befragt. Der Index soll Verfolgung sichtbar machen und verfolgten Christen eine Stimme geben.Es existiere jedoch keine allgemein anerkannte rechtliche Definition des Begriffes Verfolgung, räumt “Open Doors” ein.Bestimmte Situationen könnten als Verfolgung eingeordnet werden, wenn etwa Personen das Menschenrecht auf Religionsfreiheit verwehrt werde.Die Methodik des Weltverfolgungsindex folge “eher einer theologischen als einer soziologischen oder juristischen Definition”. Nach diesem Ansatz sei Verfolgung definiert als “jegliche Art von erlebter Anfeindung aufgrund der Identifikation einer Person mit Christus”. Diese weit gefasste Definition beinhalte unter anderem Diskriminierung, Einschüchterung, Ächtung, sexuellen Missbrauch und Gewalt, bis hin zur ethnischen Säuberung und Völkermord. Quelle: epd

: “Open Doors”: 360 Millionen Christen weltweit verfolgt

Wie viele Christen gab es früher?

Im Jahr 1900 gab es weltweit 558 Millionen Christen. Dies entsprach einem Anteil von 36,6 Prozent. Im Jahr 2010 waren 33 Prozent der Weltbevölkerung bzw.2,28 Milliarden Menschen Christen.

Wie viele Christen gab es 1950?

1950 bis 1989

Übersicht: größte Religionsgemeinschaften in Westdeutschland einschließlich Westberlin
Jahr Gesamt- bevölkerung Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
1950 49.843.000 25.220.000
1961 56.175.000 28.705.000
1970 60.651.000 29.696.000

Was ist die 2 größte Religion?

Verbreitung

2015 2005
Christentum 2,3 2,1
Islam 1,8 1,3
Hinduismus 1,2 0,85
Buddhismus 0,5 0,375

Wie alt ist die älteste Religion?

Dogmen und heilige Schriften –

ab 2500 v. Chr. Die über 1.000 babylonischen Götter werden beschrieben und klassifiziert
ab 1200 v. Chr. Kanonisierung der Veden der ältesten Religion Indiens
ab 1000 v. Chr. Zarathustrische Religion mit dem heiligen Buch Avesta
ab 800 v. Chr. Wiedergeburtslehren Indiens
um 700 v. Chr. Genaue Festschreibung von Gestalt, Wesen und Zuständigkeiten der olympischen Götter durch Homer und Hesiod
ab 600 v. Chr. Karmalehren, Chinesischer Universismus
ab 440 v. Chr. Verschriftlichung der jüdischen Tora
ab ca.40 Frühes Christentum
ab 650 Islam

Die zunehmende kulturelle Differenzierung der urbanen Gesellschaften im Altertum führte bei deren Religionen zur Kanonisierung, das heißt: Die Vielfalt der variierenden Überlieferungen wurde vereinheitlicht und nach Bedeutung sortiert, um die Gläubigen nicht mehr durch abweichende Aussagen zu verunsichern und damit glaubwürdig zu bleiben.

  1. Die Erfindung der Schrift förderte diesen Prozess erheblich.
  2. Etwa ab 1000 v. Chr.
  3. Wurden die ersten heiligen Texte niedergeschrieben und in den standardisierten Bedeutungsrahmen heiliger Schriften integriert.
  4. In den monotheistischen Religionen galt oft Gott selbst als Autor, so dass keine Veränderungen durch Menschen stattfinden durften.

Dies verlangsamte den Wandel dieser Religionen deutlich. Abweichungen und Unsicherheiten sowie umgehende Anpassungen an neue Lebensumstände – die in den Religionen der Ur- und Frühgeschichte eher die Regel waren – konnten nun anhand der Schriften belegt und eliminiert werden.

  1. In einigen Glaubenssystemen kam es zur Formulierung religiöser Dogmen : die heiligen Texte wurden zur einzigen Wahrheit erhoben und jegliche Skepsis tabuisiert.
  2. Darin offenbarten sich zunehmend Widersprüche zu anderen philosophischen oder wissenschaftlichen Lehren, die damit automatisch als unwahr galten.

Die Religion verlor ihr weltanschauliches Alleinstellungsmerkmal. Diese „Gefahr” wurde jedoch in der Regel dadurch gebannt, dass die regionalen Herrscher nur „ihre” Religion als Wahrheit anerkannten. Eine Differenzierung der Religion von den anderen Lebensbereichen setzte ein und die Gläubigen wurden durch strenge ideologische Regeln und vermehrte Zugehörigkeitsrituale mehr und mehr Teil einer „Subgemeinschaft mit eigener Identität”.

  1. In seiner geschichtsphilosophischen Betrachtung machte Karl Jaspers eine von ihm sogenannte Achsenzeit zwischen 800 und 200 v. Chr.
  2. Aus, in der wesentliche geistesgeschichtliche Innovationen die Philosophie- und Religionsgeschichte Chinas, Indiens, Irans und Griechenlands prägten.
  3. Jaspers deutete diese als eine umfassende Epoche der „Vergeistigung” des Menschen, die sich in Philosophie und Religion, sekundär auch in Recht und Technologie ausgewirkt habe.

Mit dieser pluralistischen Interpretation wandte Jaspers sich vor allem gegen eine christlich motivierte Konzeption einer Universalgeschichte, Im Gegensatz zu den Offenbarungsreligionen, die er ablehnte, konzipierte er in seinem religionsphilosophischen Werk Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung eine philosophische Annäherung an eine Transzendenz angesichts menschlicher Allmachtsvorstellungen.

Bei den schriftlich fixierten Religionen entstand im Laufe der Zeit das Problem, dass der Sinn der sprachlich „konservierten” heiligen Schriften durch die steten Veränderungen der „fortschrittsgetriebenen Kulturen” von den Menschen nicht mehr wie zuvor verstanden wurden (Dieses Problem existiert bei den christlichen Kirchen heute noch, da die Anpassung der Lehre an die sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen aufgrund der christlichen Dogmatik nicht Schritt halten kann).

Eine weitere Folge war das Empfinden einer zunehmenden zeitlichen Distanz, denn durch die Niederschriften entstand automatisch eine Chronologie, die die heiligen Schriften zu etwas machten, dass in der Vergangenheit lag. Dadurch fühlten sich die Gläubigen immer weiter vom seligmachenden Urgeschehen entfernt: die Wirkung der heiligen Kräfte verblasste und es keimte der zunehmende Wunsch nach Erlösung,

Was ist die am schnellsten wachsende Religion?

Zahl der Muslime wächst am schnellsten – In vielen afrikanischen Ländern zum Beispiel hat Religion eine große Bedeutung, die Bevölkerung hat ein junges Durchschnittsalter, das Bevölkerungswachstum ist in diesen Ländern am Höchsten. Weltweit wächst die Zahl der Muslime am schnellsten,

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Auch das Christentum wächst, aber langsamer. Im Jahr 2060, so prognostiziert das Pew Research Center, werde es weltweit fast so viele Muslime wie Christen geben. So stellten laut dem Forschungsinstitut Christen im Jahr 2015 31,2 Prozent der Weltbevölkerung, Muslime 24,1 Prozent. Für 2060 rechnet es mit 31,1 Prozent Muslime und 31,8 Prozent Christen.

Die größten Religionen nach der Zahl der Anhänger sind das Christentum und der Islam, Weit dahinter kommt der Hinduismus, direkt gefolgt von der Gruppe der Konfessionslosen. Das Christentum ist überwiegend in Nord-und Südamerika, Europa und Südafrika, der Islam ist besonders stark im westlichen Teil Asiens und Nordafrika vertreten.

Was sind die 7 Weltreligionen?

Buddhismus, Christentum, Taoismus, Hinduismus, Judentum, Atheismus und Islam : Entdecke mit uns, was die großen Weltreligionen ausmacht, wie sie die Menschheitsgeschichte geprägt haben und ob sie vielleicht mehr Gemeinsamkeiten besitzen, als wir denken.

In welchem Land ist das Christentum entstanden?

Christlicher Glaube – Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen. Man kann sie in unterschiedlichen Ausgaben lesen. (© dpa) Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen. Man kann sie in unterschiedlichen Ausgaben lesen. (© dpa) Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen.

Man kann sie in unterschiedlichen Ausgaben lesen. (© dpa) Das Christentum geht zurück auf Jesus von Nazareth, genannt Christus (das heißt „der Gesalbte”). Er hat vor rund 2000 Jahren in Palästina gelebt und wurde dort zum Tode verurteilt und ans Kreuz geschlagen. Die Christen glauben, dass Jesus vom Tod auferstanden und der Sohn Gottes ist.

Durch seinen Tod, so steht es in der Bibel, habe er die Menschen von ihrer Schuld im Leben erlöst. Die Bibel ist die Heilige Schrift der Christen. Sie enthält das Alte und das Neue Testament. Seither gilt das Kreuz als das Symbol des Christentums. Wesentlich im Christentum ist der Glaube an einen Gott, das Bekenntnis zu Jesus Christus, die Gemeinschaft der Gläubigen in der Kirche und der Glaube an das ewige Leben.

Wie viel Prozent der Deutschen glauben an Gott?

58 Prozent der Befragten in Deutschland glaubten an Gott.

Wie viele Christen gibt es in Japan?

Heute sind rund ein Prozent der Japaner Christen – Die Lage verschärfte sich unter Tokugawa Ieyasu und seinem Sohn Hidetada, den Nachfolgern von Toyotomi Hideyoshi. Schon ab 1614 hatte die eigentliche Verfolgung der Christen begonnen, deren Zahl auf rund 500 000 gestiegen war.

Kirchen wurden zerstört, Hinrichtungen vollzogen.1638 wurde ein Aufstand der Christengemeinde auf Kyushu blutig niedergeschlagen.1640 wurden sämtliche Untertanen in Japan gezwungen, einer buddhistischen Tempelgemeinde beizutreten. Bei den jährlichen Versammlungen in den Tempeln mussten alle auf Relieftafeln mit christlichen Symbolen treten – wer sich weigerte, war als Christ überführt und wurde getötet.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Christengemeinde in Japan wieder an. Gegenwärtig bekennen sich etwa eine Million Menschen in Japan zum Christentum, was rund einem Prozent der Bevölkerung entspricht. Wolfgang Mayer Der Artikel erschien erstmals in G/Geschichte 01/2005 „Shogun und Samurai: Das alte Japan” Zuletzt geändert: 29.08.2016 : Christenverfolgung in Japan

Wie viele Christen gibt es in Deutschland?

Insgesamt lebten im Jahr 2021 rund 45,42 Millionen Christen in Deutschland.

Wie viele Christen gibt es in Korea?

Christen in Nord- und Südkorea – Nein und Amen Archiv In Südkorea blühen die Kirchen auf, in Nordkorea herrscht offiziell Religionsfreiheit, doch die Religionsgemeinschaften stehen ständig unter Beobachtung. Bunte Bänder mit Gebeten werden von südkoreanischer Seite an den Grenz-Zaun geheftet. Die Wünsche: Wiedervereinigung und Abrüstung. Von Corinna Mühlstedt | 26.12.2018

Für Hirn, Herz und Ohr – die Reportagen und Feature dieser Sendereihe wollen unterhalten und informieren. Vertiefen. Mal aktuell, mal hintergründig, aber immer relevant – egal ob es um Ernst Blocks Religionsphilosophie geht oder um die Angst islamischer Extremisten vor Homosexualität.

Ein Schild an der innerkoreanischen Grenze zeigt die Entfernung zu den beiden Hauptstädten Seoul und Pjöngjang. (PA/dpa/Daniel Kalker) “Wir Christen sehnen uns in Nord- und Südkorea nach Frieden und Einheit. Wir bitten die Kirchen in aller Welt um Unterstützung, damit wir die Ketten des Kalten Kriegs abschütteln können, die uns bisher noch gefangen halten.” (Lee Hong Jung) “Der Dialog auf Augenhöhe, der politische, scheint mir die einzige Möglichkeit, zu einem Frieden zu gelangen.

  1. Das habe ich in Nordkorea selber erfahren: Als mir die Partner gegenüber saßen, sind die Türen aufgegangen.” (Notker Wolf) Das Wichtigste für Korea ist jetzt, die Chance zum Frieden zu nutzen und Feindbilder abzubauen – auf beide Seiten.
  2. Wenn wir einander begegnen, werden wir feststellen: die jeweils anderen sind auch Menschen und oft sogar Christen.

(Peter Prove) Erfahrungen von drei Korea-Experten: dem Vertreter des koreanischen Kirchenrats, Lee Hong Jung, dem Benediktiner-Abt, Notker Wolf, und dem Direktor für internationale Fragen des Weltkirchenrats, Peter Prove. Vor mehr als einem halben Jahrhundert endete der Koreakrieg mit einem Waffenstillstand ohne Friedensvertrag. Atomtestgelände Punggye-ri im Nordosten Nordkoreas (Uncredited/APTN/AP/dpa) Als im Sommer 2017 die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA eskalieren, droht der Alptraum eines Atomkriegs wahr zu werden. Im August meldet der Nachrichtensender N-TV: “Das US-amerikanische Verteidigungsministerium und Präsident Trump warnen Nordkorea nachdrücklich vor allen Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen könnten” Südkoreas Politiker stehen zu diesem Zeitpunkt zwischen allen Stühlen.

  • Doch die Kirchen im Land appellieren an die rund 15 Millionen Christen Koreas und rufen die Regierung zur Verantwortung: Bei Lichter-Demonstrationen und ökumenischen Gebetswachen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul erklingt eines der beliebtesten koreanischen Volkslieder: “Arirang”.
  • Es formuliert die Sehnsucht des Volkes nach Versöhnung und Einheit.

Auf Flugblättern steht: “Die Welt muss auf das koreanische Volk hören: Wir sind entschieden gegen einen neuen Krieg auf unserer Halbinsel.” “Als koreanische Christen fühlen wir eine historische Verantwortung, die Spaltung unseres Landes zu überwinden und eine Atomwaffen-freie Zone zu schaffen.

  1. Mögen die Kirchen in aller Welt uns helfen, der Stimme des Friedens Gehör zu verschaffen!” In Südkorea bekennt sich rund ein Drittel der Bevölkerung zu einer christlichen Kirche, knapp 20 Prozent sind Buddhisten.
  2. Daneben gibt es zahllose kleinere Religionsgemeinschaften.
  3. Die Mehrzahl der Koreaner folgt der Philosophie des Konfuzianismus.

Bei ihren Anti-Kriegs-Protesten erhalten Koreas Christen umgehend Unterstützung aus anderen Glaubensgemeinschaften und – nicht zuletzt – von internationalen kirchlichen Einrichtungen: Von Rom aus versichert Papst Franziskus bei einem interreligiösen Dialogtreffen mit dem “Korean Council of Religious Leaders” im September die Koreaner seiner Solidarität.

  • Ich bete beständig, das Gott Korea Frieden und Versöhnung schenke.
  • Möge das Bewusstsein unserer Freundschaft uns stärken, gemeinsam vorwärts zu gehen.” Und der Generalsekretär des Weltkirchenrats in Genf, Olav Fykse Tveith erklärt in einem offenen Brief: “Angesichts der gefährlichen Situation auf der koreanischen Halbinsel ermahnen wir die internationale Gemeinschaft nachdrücklich, friedliche Lösungen zu suchen.

Und wir setzen auf die Kraft der Kirchen, den Dialog zu fördern.” Im April 2018 geschieht, was zuvor unmöglich schien: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In treffen sich an der innerkoreanischen Grenze, in Panmunjom, und unterzeichnen eine historische Erklärung: “Wir verkünden vor 80 Millionen Koreanern und der ganzen Welt, dass es auf der koreanischen Halbinsel keinen Krieg mehr geben wird und eine neue Ära des Friedens beginnt. Der südkoreanische Präsiden Moon Jae In (r.) begrüßt am 27.4.2018 den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an der Grenze im Ort Panmunjeom zu einem Treffen. (MAXPPP / Kyodo / dpa) Zwei Monate später kommt es in Singapur zu der ersten spektakulären Begegnung zwischen Kim Jong Un und dem US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Auch sie verläuft positiv. Peter Prove resümiert seitens des Weltkirchenrats: “Diese politischen Gipfeltreffen von Panmunjom und Singapur haben wir wie Wunder erlebt. Die Erklärungen, die dabei verabschiedet wurden, spiegeln viele Schritte, zu denen die Kirchen die Politik seit Jahrzenten ermutigt haben.

Endlich hat man erkannt, dass Dialoge weiter führen als Konflikte.” Ein Blick auf die Geschichte Koreas zeigt, welche Bedeutung das Christentum in dem konfuzianisch geprägten “Land der Morgenstille” hat: Die katholische Kirche erreichte Korea bereits im 18.

  • Jahrhundert von China aus. Im 19.
  • Jahrhundert ließen sich evangelische Missionare aus den USA dort nieder.
  • Bald darauf gründeten deutsche Missionsbenediktiner aus Sankt Ottilien in Korea Klöster.
  • Abt Notker Wolf erinnert sich: “1909 sind schon die ersten von uns Ottilianern nach Seoul gefahren, das erste Priester-Seminar in Seoul wurde von uns errichtet, auch eine Handwerkerschule wurde begonnen.

Aber dann kam die große Überraschung: die Japaner haben Korea 1910 besetzt und haben verboten, dass wir weiter Schulen führen” Notker Wolf beim Kongress filmtonart Tag der Filmmusik zum Auftakt des 32 Filmfests München beim (imago / D. Bedrosian) Angesichts der Bedrohung durch das japanische Militär zogen sich die Missionare in den abgelegenen Norden des Landes zurück – das heutige Nordkorea – und bauten hier neue Gemeinden auf.

Doch der Einmarsch sowjetischer Truppen und der Ausbruch des Korea-Krieg setzten ihrer Arbeit schließlich auch dort ein jähes Ende, weiß der heutige Präses der Missionsbenediktiner, Jeremias Schröder: “Von 1949 bis 1952 wurden durch die neuen kommunistischen Machthaber unsere Mitbrüder und auch die Schwestern, die mit uns gearbeitet haben, brutal verfolgt.

Es sind 38 zu Tode gekommen dabei, zum Teil durch Entbehrungen im Gefängnis, zum Teil durch Hinrichtungen, zum Teil in einem eigenen Konzentrationslager.” Das Schicksal der Benediktiner entspricht dem der meisten Christen Nordkoreas: Viele wurden getötet, andere sind verschollen, manchen gelang die Flucht in den Süden.

Der Koreakrieg war nicht zuletzt eine ideologische Auseinandersetzung zwischen den kommunistischen Regimen Asiens und den USA. Er forderte landesweit etwa 4 Millionen Opfer.1953 endete er mit einem Waffenstillstand und der Teilung Koreas entlang des 38sten Breitengrades. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht.

Der Wiederaufbau in dem verwüsteten Land dauerte lange: Bis in die 1980er Jahre rang Südkorea mit Diktaturen. Dann fasste die junge Demokratie Fuß und erlebte ein Wirtschaftswunder. Wolkenkratzer mit bunten Leuchtreklamen schossen wie Pilze aus dem Erdboden, ebenso Kirchen aller Konfessionen.

  • Notker Wolf resümiert: “Die Kirche Südkoreas ist sehr rasch aufgeblüht und sehr stark geworden, vor allem deshalb weil sie in der Zeit der Diktatur sehr auf Seiten der Verfolgten stand und immer wieder auf die Menschenrechte hingewiesen hat.
  • Die Kirche hat in Südkorea eine enorme Glaubwürdigkeit und das macht sie auch anziehend.” Das gilt für evangelische und katholische Gemeinden gleichermaßen.

Ein Drittel der rund 50 Millionen Südkoreaner sind heute Christen. Die Skandale der katholischen Kirche, etwa sexueller Missbrauch von Kindern und die Vertuschung durch Geistliche, sind in Korea kein Thema. Manche Klöster der Benediktiner zählen Hunderte von Ordensleuten, berichtet Jeremias Schröder: “Wenn man Korea heute bereist, dann findet man ein wirklich blühendes Christentum vor, was mit großer Inbrunst gelebt wird, in einer sehr überzeugenden Form.

Und da ist sehr stark auch das Bewusstsein für die eigene Missionsgeschichte: Das Christentum ist ein Geschenk, und es ist auch ein Auftrag.” Im Gegensatz zu Südkorea schirmt sich das nur etwa 20 Millionen Einwohner zählende Nordkorea seit Jahrzehnten hermetisch gegenüber der Außenwelt ab. Das Land gilt als letzte Bastion eines radikalen Kommunismus.

Von Südkorea aus besuchen regelmäßig Pilgergruppen die Demilitarisierungszone, die sie bis heute vom kommunistischen Norden trennt. Bunte Bänder mit Gebeten werden an den Grenz-Zaun geheftet. Sie drücken die Hoffnung der Koreaner auf eine Wiedervereinigung aus.

Der Generalsekretär des südkoreanischen Christenrates, Pfarrer Kim Young Ju, erinnert sich: “Nach dem Koreakrieg war jede Begegnungen zwischen Nord- und Südkoreanern strikt verboten. Erst ab den 80er Jahren wurde das Eis zwischen unseren beiden Staaten nach und nach gebrochen. Das verdanken wir nicht zuletzt dem internationalen Engagement des Weltkirchenrats in Genf.

Er ermöglichte 1986 erstmals ein Treffen zwischen Christen aus Nord- und Südkorea in der Schweiz. Damals haben wir endlich wieder begonnen, miteinander zu reden und zu beten. Das war für uns alle eine unglaubliche Erfahrung und weckte die Sehnsucht nach einer Wiedervereinigung.” In Nordkorea herrscht offiziell Religionsfreiheit, doch religiöse Gemeinschaften dürfen nur unter strengster staatlicher Kontrolle agieren.

  1. Peter Prove hat das Land im Auftrag des Weltkirchenrats mehrfach mit Delegationen bereist und ein differenziertes Bild gewonnen: “In Nordkorea gibt es eine sog.
  2. Christen-Vereinigung”, zu der wir regelmäßig Kontakt haben.
  3. Sie ist klein und umfasst etwa 12-15000 Christen unterschiedlicher konfessioneller Herkunft.
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Diese Christen-Vereinigung wurde in den 1980er Jahren von der Familie der Mutter des Diktators Kim Il Sung aufgebaut – einer tief gläubigen Frau. Die Verantwortlichen der Vereinigung können bis heute auf die Unterstützung eines Teils dieser Familie setzen.

  • Dadurch haben sie Rückhalt und sogar politische Bedeutung.” Der 1994 verstorbene Diktator Kim Il Sung gab Nordkorea seine jetzige Identität und wird im ganzen Land zutiefst verehrt.
  • Der aktuelle Machthaber, Kim Jong Un, ist sein Enkel.
  • Die Lage der Christen in Nordkorea sei vor diesem Hintergrund keineswegs hoffnungslos, erklärt Peter Prove: “Ich wurde schon öfter mit der Behauptung konfrontiert, dass in Nordkorea bis heute alle Christen verfolgt seien.

Das stimmt eindeutig nicht. Probleme mit dem Regime gibt es nach unserer Beobachtung für Christen nur dann, wenn sie außerhalb der kontrollierten Bereiche missionarisch aktiv werden.” Nicht zuletzt, erzählt Peter Prove, habe er in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang ein kleines protestantisches Seminar besucht und festgestellt, dass es eine einfache, aber solide theologische Ausbildung vermittle.

Die katholische Kirche habe im ganzen Land allerdings keine Ausbildungseinrichtung und sei damit in einer viel schwierigeren Situation: “Wir haben in Nordkorea auch Kontakt zu einer offiziellen “Vereinigung katholischer Christen”, aber sie ist winzig und hat nur einige Hundert Mitglieder. Außerdem gibt es landesweit offenbar keinen ordinierten Priester.

Doch die Lage ist auch hier nicht hoffnungslos. Wir sind als Weltkirchenrat mit katholischen Gesprächspartnern rund um den Globus im Austausch und helfen so gut es geht.” In Nordkorea leidet das Volk seit Jahren unter einer Hungersnot. Sie ist die Folge der Misswirtschaft des kommunistischen Regimes sowie der Wirtschaftsembargos, mit denen westliche Länder den nordkoreanischen Staat am Ausbau seines Atomprogramms hindern wollen.

Hilfe für die leidende Bevölkerung kommt oft von internationalen kirchlichen Einrichtungen wie der Caritas oder der Diakonie. Eine Gruppe der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé hat vor einiger Zeit humanitäre Projekte in Nordkorea besucht. “Es war eindrucksvoll, zu sehen, wie isoliert das Land ist, wie isoliert die Menschen sind und wie dankbar sie für Kontakte sind”, berichtet Bruder Alois.

Die Lage, so der Prior von Taizé, habe ihn erschüttert. Es gehe heute vor allem darum, dass der internationalen Gemeinschaft “ein stärkeres Bewusstsein vermittelt wird für diese schwierige und schlimme Situation der Trennung, dass es immer noch keinen Friedensvertrag gibt, dass Menschen auf beiden Seiten – auch Nordkoreaner sagten uns das ganz deutlich – auf eine Wiedervereinigung hoffen und dass das nicht voran kommt.” Die internationale Konföderation der Benediktiner errichtete vor einigen Jahren unter der Federführung von Notker Wolf in einer nordkoreanischen Freihandelszone ein 100-Betten-Krankenhaus.

  1. Die südkoreanischen Benediktiner fördern die Klinik bis heute, erzählt Jeremias Schröder: “Wir besuchen dieses Krankenhaus relativ regelmäßig, liefern Medikamente dorthin und unterstützen den Aufbau und die Entwicklung.
  2. Wir sehen das als eine Brücke.
  3. Wir schließen nicht aus, dass es auch katholische Christen an einzelnen abgelegenen Orten im Untergrund noch geben könnte, aber zu denen haben wir zunächst keinen Kontakt.” Unterwartete Geste eines Bürgermeisters Immerhin konnte sich Notker Wolf bei seinem letzten Besuchs in Nordkorea über die unerwartete Geste eines Politikers freuen: “Der Bürgermeister hat uns ein Abendessen gegeben.

Zunächst sagte er bei Tisch: “Vergesst bitte das Beten nicht.” – Wir haben dann auch gebetet. Und dann erzählte er uns, dass er mal in Rom war. Und dieser Herr sagte uns: Sie glauben gar nicht, wie sehr wir es zu schätzen wissen, dass Sie gerade zum jetzigen Zeitpunkt kommen, da alle Welt gegen uns ist.

Und Sie von der katholischen Kirche, Sie kommen jetzt zu uns und helfen uns.” Drastische Wirtschafts-Boykotte gegen Nordkorea hält Notker Wolf für verfehlt: Politische Fehden dürften nicht auf dem Rücken des Volkes ausgetragen werden, vor allem aber müsse man die Angst jedes Landes um seine Identität respektieren: “Nordkorea möchte selbstständig sein, möchte voll anerkannt sein, wie jede Nation.

Und sie meinen, sie können das nur dadurch, dass sie Atomwaffen erzeugen. Mir wurde 2006 von Leuten der Regierung gesagt: “Hätte Saddam Hussein wirklich die Atombombe gehabt, wäre er nicht von den Amerikanern angegriffen worden.” – Sie haben eine fast paranoide Angst vor den Amerikanern, vor einem Angriff.

Wenn wir ihnen Identität geben und schenken, ich bin überzeugt, dass wir dann einen friedlicheren Weg finden.” Interessen Russland, Chinas und der USA Südkoreas Christen sind überzeugt, dass der Frieden zwischen beiden Landesteilen bisher nicht nur an der Haltung kommunistischer Ideologen scheiterte.

Ihm standen und stehen auch massive politische Interessen Russlands, Chinas und der USA im Weg, meint der südkoreanische Christenrat in einer Veröffentlichung: “Die Angriffe der USA 2001 auf Afghanistan und 2003 auf den Irak verstand man in Nordkorea als Warnungen, dass dem eigenen Land Ähnliches widerfahren könnte.

Viele Koreaner sind seither sehr besorgt, dass die Zivilisation Koreas durch einen neuen Krieg bedroht oder sogar ausgelöscht werden könnte.” Denn sie wissen: An der atomaren Aufrüstung der Koreanischen Halbinsel verdient die internationale Waffenindustrie Unsummen. Der Generalsekretär des südkoreanischen Christenrates Kim Young Ju betont daher: “Wir Christen sind uns in Nord- und Südkorea heute einig: Wir wollen der Herrschaft von Gewalt und Waffen auf unserer Halbinsel ein Ende setzen und Wege ausbauen, auf denen wir friedlich zueinander finden.” Eine Ikone für den Diktator Die politischen Gipfeltreffen in Panmunjom bzw.

Singapur öffneten 2018 Türen zu solchen Wegen, meint Peter Prove: “Diese Treffen haben eine völlig neue Atmosphäre geschaffen. Sie sprechen viele der Forderungen aus, für die wir Christen uns schon seit Jahren einsetzen, die aber lange utopisch schienen: Dazu gehört der Wunsch, möglichst rasch einen Friedensvertrag zwischen beiden Teilen Koreas zu unterzeichnen, um den seit 1950 bestehenden Kriegszustand zu beenden.

Ein solcher Vertrag würde Vertrauen schaffen und eine Basis, um weitere Probleme zu lösen.” Zudem gelte es, die Sanktionen gegen Nordkorea zu mildern und die Atomwaffen-Arsenale nicht nur dort abzubauen, sondern auch in Südkorea, ja weltweit, erklärt Peter Prove. Denn wer für sich selbst Sicherheit fordere, müsse sie auch anderen gewähren.

“Wir haben mit einer ökumenischen Delegation des Weltkirchenrats im Frühsommer 2018 nochmals beide Teile Koreas besucht. In Südkorea haben uns Vertreter der Regierung gedankt und gesagt, dass Präsident Moon Jae In sich vom Engagement der Kirchen stark ermutigt fühle.

Mit unseren Gesprächspartnern in Nordkorea hatten wir wenig später eine ähnliche Unterhaltung, bei der die Politiker unser Engagement für den Frieden ausdrücklich würdigten.” Zu diesem Anlass habe man – wie in Asien üblich – Geschenke mit den Gesprächspartnern ausgetauscht, erzählt Peter Prove, und eine ebenso überraschende wie symbolhafte Geste erlebt: “Wir haben dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un eine orthodoxe Ikone mitgebracht, die Christus als “Friedensfürst” zeigt.

Wir mussten erklären, dass es sich um eine spirituelle Darstellung handelt, die uns als Christen motiviert, für den Frieden in der Welt zu arbeiten. Und diese Ikone wurde zu unserer Freude als Geschenk für Kim Jong Un akzeptiert.” Im Juni 2018 konnte eine gemischte Delegation nord- und südkoreanischer Christen zum Weltkirchrats nach Genf reisen, um mit Gästen aus aller Welt dessen 70jähriges Bestehen zu feiern.

  • Der Leiter der nordkoreanischen Delegierten Myong Chol Kang bedankte sich aus diesem Anlass nochmals bei der ökumenischen Bewegung: “Ihr habt viel dazu beigetragen, dass auf der koreanischen Halbinsel jetzt endlich Frieden Fuß fasst.
  • Die ganze Welt begrüßt diese neue Ära angesichts der immensen Gefahren, die uns noch vor wenigen Monaten bedroht haben.

Nun hängt alles davon ab, wie wir die Erklärungen von Panmunjom und Singapur umsetzen. Wir bitten Euch dabei weiterhin um Eure Unterstützung!” Jugendliche Teilnehmer des asiatischen Jugendtags in Südkorea machen ein “Selfie” mit dem Papst. (AFP/ Osservatore Romano) Papst Franziskus besuchte zur gleichen Zeit den Weltkirchenrat und kam mit den Gästen aus Korea ins Gespräch. Vier Monate später reiste Südkoreas Präsident Moon Jae In nach Rom und überbrachte dem Papst eine Botschaft aus Nordkorea.

  1. Ardinalstaatssekretär Pietro Parolin erklärte kurz darauf im Radio Vatikan: “Der Präsident Südkoreas hat dem Papst das Interesse des nordkoreanischen Staatsoberhauptes Kim Yong Ju bekundet, ihn in Pjöngjang zu empfangen.
  2. Und Papst Franziskus hat seine Bereitschaft zu einem solchen Besuch bestätigt.
  3. Nun müssen wir abwarten, wie sich das Ganze formal gestalten lässt.

Denn eine Reise dieser Art bedarf einer äußerst gründlichen Planung.” Erzabt Jeremias hat unlängst mit Vertretern der katholischen Kirche in Korea über das Thema gesprochen. “Unsere koreanischen Mitbrüder sind stark eingebunden in die Bemühungen der Bischofskonferenz dort, eine Aussöhnung mit dem Norden zu erreichen.

  • Und von daher gibt es jetzt große Freude, dass so viel Bewegung in das Thema gekommen ist.
  • Im Land gibt es große Euphorie.
  • Innerhalb der Kirche Südkoreas ist aber auch klar, dass ein solcher Besuch, sehr ernsthaft vorbereitet werden muss.” Reist Franziskus nach Nordkorea? Es gelte Sicherheitsfragen und politische Bedenken aller Art abzuwägen, so der Benediktiner.

Doch eines stehe fest: Der Wunsch eines kommunistischen Diktators, dessen Regime einst Tausende von Christen ermordet habe, den Papst zu empfangen, sei eine kleine Sensation und eine Chance für den Frieden. “Wenn es gelingen sollte, dass Papst Franziskus nach Nordkorea reisen kann, dann macht das natürlich Türen auf.

Wo wächst das Christentum am schnellsten?

Seit Luther lieben die Deutschen Musik – Was bleibt? Das Vermächtnis Luthers lässt sich vor allem mentalitätsspezifisch verorten – in der Liebe der Deutschen zum Singen und zur Musik, rund 130 Orchester werden bundesweit aus Steuermitteln finanziert; im florierenden Buchmarkt, der nach den USA der größte ist; in einem manchmal etwas rigiden Moralismus, unter dessen finanzpolitischer Ausprägung Europas katholische Südländer leiden; in demonstrativer Schlicht- und Bescheidenheit, wie sie perfekt von Angela Merkel repräsentiert wird.

Ist die christliche Religion dabei, sich in solch kulturelle Restbestände aufzulösen? Auf Europa, Deutschland und Berlin mag die Diagnose zutreffen. Doch entwickelt sich diese Region atypisch. Schleichend, aber schnell hat im 20. Jahrhundert in der christlichen Welt ein dramatischer Wandel stattgefunden, der sich mit einem epochalen Ereignis wie der Reformation durchaus vergleichen lässt.

Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist das Christentum eine universale, sehr rasch wachsende Religion geworden. Dieser Christianisierungsschub umfasst sowohl die evangelische als auch die katholische Glaubensrichtung. Es dominiert der globale Süden, die abendländische europäische Kernregion verliert stetig an Einfluss und Bedeutung.

Die nackten Zahlen verdeutlichen den Trend: Vor hundert Jahren lebten mehr als 80 Prozent aller Christen in Europa und Nordamerika, heute wohnen von 2,2 Milliarden Christen zwei Drittel in Asien, Afrika und Lateinamerika. Laut Statistik der „World Christian Encyclopedia” wird das Christentum im globalen Süden im Jahr 2025 auf 1,7 Milliarden Menschen anwachsen, während es in Nordamerika bei rund 270 Millionen stagniert und in Europa auf 514 Millionen schrumpft.

Die stärkste Wachstumsdynamik gibt es wegen der hohen Geburtsraten in Afrika. Hält der religionsdemografische Trend an, könnte das afrikanische Christentum bald den größten Block innerhalb des weltweiten Christentums bilden.

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Welche Länder sind nicht religiös?

Fakten – In der Swiss Metadatabase of Religious Affiliation in Europe (SMRE) finden sich Daten zur Religionszugehörigkeit der Bevölkerung für 50 europäische Staaten (siehe Tabelle unten). Die Angaben beruhen dabei nicht auf der subjektiven, gefühlten Religionszugehörigkeit, sondern auf der formalen, institutionellen Religionszugehörigkeit.

  • Die Datenbank stützt sich auf verschiedene Quellen (darunter Volkszählungen, Umfragen, wissenschaftliche Schätzungen) und bezieht sich auf den Zeitraum 2006 bis 2015.
  • Bezogen auf die Gesamtbevölkerung der 50 betrachteten Staaten lag der Anteil der Christen bei 60,1 Prozent (28,3 Prozent Katholiken, 22,1 Prozent orthodoxe Christen, 8,2 Prozent Protestanten und 1,5 Prozent andere Christen).

Knapp ein Viertel der Bevölkerung hatte keine formale Religionszugehörigkeit (23,9 Prozent). Darauf folgten die Muslime mit einem Anteil von 13,5 Prozent. Die Juden hatten einen Anteil von 0,2 Prozent, 1,8 Prozent gehörten einer anderen Religionsgemeinschaft an.

Werden nur die 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) betrachtet, fällt auf, dass der Anteil der Christen vergleichsweise höher ist (66,1 gegenüber 60,1 Prozent). Dasselbe gilt für den Anteil der Personen ohne Religionszugehörigkeit (28,9 gegenüber 23,9 Prozent). Hingegen fällt der Anteil der Muslime deutlich niedriger aus (3,0 gegenüber 13,5 Prozent).

In 11 der 50 hier betrachteten Staaten lag der Anteil der Christen bei mehr als 90 Prozent. An der Spitze standen Vatikanstadt, Malta, Rumänien und Polen mit Werten zwischen 98,6 und 96,7 Prozent. In zwölf weiteren Staaten Europas lag der Anteil der Christen an der Bevölkerung zwischen 80 und 90 Prozent.

  • In insgesamt 40 der 50 hier betrachteten Staaten gehörte mehr als die Hälfte der Bevölkerung zu einer christlichen Religionsgemeinschaft.
  • Auch in Deutschland stellen die Christen mehr als die Hälfte der Bevölkerung: 30,2 Katholiken, 29,2 Prozent Protestanten, 1,6 Prozent orthodoxe Christen und 0,4 Prozent andere Christen – insgesamt gehörten also 61,4 Prozent der Bevölkerung zu einer christlichen Religionsgemeinschaft.

Dabei bestehen jedoch erhebliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. In Westdeutschland lag der Anteil der Christen bei 81,0 Prozent, in Ostdeutschland bei 30,2 Prozent. Auf der anderen Seite gehörten in Westdeutschland lediglich 14,0 Prozent formal keiner Religionsgemeinschaft an, in Ostdeutschland waren es 68,1 Prozent.

  • In elf Staaten Europas waren mehr als vier Fünftel der Bevölkerung katholisch: Vatikanstadt, Polen, Malta, Andorra, San Marino, Kroatien, Italien, Irland, Portugal, Monaco und Litauen.
  • Der Anteil der Protestanten war in Island (79,6 Prozent), Finnland und Norwegen (74,8 Prozent) sowie in Dänemark (74,3 Prozent) mit Abstand am höchsten.

Darauf folgten Schweden (57,5 Prozent), Deutschland (29,2 Prozent) und die Schweiz (27,1 Prozent). In Armenien (92,9 Prozent), Griechenland (91,3 Prozent), der Republik Moldau (88,2 Prozent), Georgien (86,3 Prozent), Rumänien (85,3 Prozent) und Serbien (85,1 Prozent) waren formal mehr als 85 Prozent der Bevölkerung orthodoxe Christen.

  • In 5 der 50 hier betrachteten Staaten stellten die Muslime mehr als die Hälfte der Bevölkerung.
  • Dabei lag der Anteil der Muslime in der Türkei (97,8 Prozent), Aserbaidschan (95,6 Prozent) und Kosovo (88,8 Prozent) weit über dem Anteil der Muslime in Albanien (52,5 Prozent) bzw.
  • In Bosnien und Herzegowina (50,7 Prozent).

In Zypern gibt es die Besonderheit, dass in Nordzypern der Anteil der Muslime zum Zeitpunkt der Betrachtung bei 96,0 Prozent lag, hingegen waren in Südzypern 97,3 Prozent Christen. In 39 der 50 hier betrachteten Staaten lag der Anteil der Muslime an der Bevölkerung bei weniger als 5,5 Prozent, darunter in 24 Staaten bei weniger als 2,0 Prozent.

  1. Ausgehend vom Bevölkerungsstand des Jahres 2017 lebten nach Daten der SMRE in den 50 hier betrachteten Staaten 113 Millionen Muslime (davon 78 Mio.
  2. In der Türkei).
  3. In der EU-28 waren es gut 15 Millionen.
  4. In 4 der 50 hier betrachteten Staaten gehörte mehr als die Hälfte der Bevölkerung formal keiner Religionsgemeinschaft an: Tschechien (71,0 Prozent), Estland (68,8 Prozent), Vereinigtes Königreich (50,6 Prozent) sowie Frankreich (50,5 Prozent).

Darauf folgten die Niederlande (46,0 Prozent), Ungarn (45,3 Prozent), Belgien (41,8 Prozent), Lettland (39,4 Prozent), Schweden (33,6 Prozent) und Deutschland (33,1 Prozent). Wiederum bezogen auf den Bevölkerungsstand des Jahres 2017 lebten nach Daten der SMRE in den 50 hier betrachteten Staaten 200 Millionen Menschen ohne formale Religionszugehörigkeit (davon 38 Mio.

In Russland). In der EU-28 waren es 148 Millionen – die meisten davon in Frankreich (34 Mio.), dem Vereinigten Königreich (33 Mio.) und in Deutschland (27 Mio.). Bei den Angaben zur Religionszugehörigkeit ist zu bedenken, dass die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft für die einzelnen Menschen eine sehr unterschiedliche Bedeutung haben kann.

Im Extremfall ist für die einen die Zugehörigkeit lebensbestimmend, andere sind Mitglied einer Kirche ohne überhaupt an einen Gott oder eine spirituelle Kraft zu glauben. Im Jahr 2010 glaubten laut einer Eurobarometer-Umfrage 51 Prozent der Bürger der EU-27 an einen Gott.26 Prozent glaubten an eine andere spirituelle Kraft, 20 Prozent glaubten weder an einen Gott noch an eine andere spirituelle Kraft, 3 Prozent machten keine Angaben.

Weiter sind für viele EU-Bürger andere Werte wichtiger als Religion: Bei einer Eurobarometer-Umfrage vom Frühjahr 2018 bei der die Befragten drei von zwölf Werten auswählen sollten, die für sie persönlich am wichtigsten sind bzw. die am besten die Europäische Union repräsentieren, entschieden sich nur 5 bzw.3 Prozent der Befragten für ‘Religion’.

Am häufigsten wurden bei beiden Fragestellungen ‘Frieden’ und ‘Menschenrechte’ genannt.

Was ist das Atheistischste Land?

10.10.2012 – Text: Friedrich Goedeking Text: Friedrich Goedeking; Foto: Karlsuniversität Prag, Kunstarchiv Wie unpopulär die Pläne eines staatlichen Ausgleichs mit den Kirchen in Tschechien sind, zeigt eine Umfrage vom Dezember vergangenen Jahres. Dabei sprachen sich 69 Prozent der Tschechen dagegen aus, der Kirche ihr Eigentum zurückzuerstatten.

Nur 8 Prozent stimmten solchen Plänen voll zu. Ein tiefes Misstrauen gegenüber Religion und Kirche prägt die tschechische Gesellschaft.70 Prozent der tschechischen Bevölkerung bekennen sich zu keiner Religionsgemeinschaft. Damit ist Tschechien das Land in Europa, in dem die Säkularisierung am weitesten fortgeschritten ist.

Mit der antireligiösen Propaganda aus der Zeit des Kommunismus kann man diese Einstellung allein nicht erklären. Dagegen spricht schon der Vergleich mit anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks. Vielmehr konnten die Kommunisten an eine bereits vorhandene antiklerikale Einstellung der Tschechen anknüpfen, weshalb Moskau auch die Tschechoslowakei als das Land auswählte, in dem die intensivste antireligiöse Propaganda entfaltet werden sollte, um hier die Idee von einer völlig religionslosen Gesellschaft zu realisieren.

Historiker und Soziologen weisen darauf hin, dass die Wurzeln der Ablehnung gegenüber den Kirchen tief in die Geschichte zurückreichen. Schon die gewaltsam durchgeführte Gegenreformation in Böhmen und Mähren nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 richtete sich gegen eine Bevölkerung, die sich überwiegend zum Protestantismus bekannte.

Im Bewusstsein vieler Tschechen beginnt mit der Niederlage der protestantischen Stände zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges und der Hinrichtung von 28 protestantischen Heerführern und Adeligen auf dem Altstädter Ring sowie der Emigration vieler Protestanten, unter ihnen Jan Amos Komenský, und den Bücherverbrennungen die „Zeit der Finsternis”, die für sie bis zum Ende des katholisch-habsburgischen Regimes 1918 andauerte.

  1. Der zu Beginn des 19.
  2. Jahrhunderts erwachende tschechische Nationalismus hat das Bild einer habsburgisch-katholischen Fremdherrschaft über Böhmen und Mähren wesentlich mitbestimmt.
  3. Mit wenigen Ausnahmen waren die Führer des tschechischen Nationalismus von einer antikatholischen Parteinahme geprägt.
  4. In der katholischen Kirche sahen sie nur den verlängerten Arm der Habsburger Fremdherrschaft.

Böhmens bedeutendster Historiker František Palacký hat nachhaltig das Bewusstsein der Tschechen mit seinem Geschichtsbild beeinflusst, in dem er die Epoche der Hussiten zur Blütezeit der tschechischen Geschichte erhob. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Reformator Jan Hus zu einem Nationalhelden der tschechischen Nation erklärt wurde.

  • Der Versuch der katholischen Kirche, den Märtyrer Johannes Nepomuk zum Nationalheiligen zu küren, war nur teilweise erfolgreich.1922 wurde der 6.
  • Juli, der Tag der Verbrennung des Jan Hus in Konstanz, zum Nationalfeiertag erklärt.
  • Der Vatikan reagierte darauf mit einer dreijährigen Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen zum tschechoslowakischen Staat.

Der erste Präsident der Tschechoslowakischen Republik Tomáš G. Masaryk verkörperte die Abneigung der tschechischen Intellektuellen gegenüber der katholischen Kirche. Er konvertierte als junger Mann von der katholischen Kirche zur protestantischen Brüdergemeinde.

In seinen Augen war die katholische Kirche eine rückwärtsgewandte und gegen den Fortschritt eingestellte Institution. Er berief sich auf die hussitischen Traditionen, als er als Präsident verkündigte: „Tábor ist unser Programm.” Auf ihn geht die Aufnahme des hussitischen Spruches „Pravda vítězí” („Die Wahrheit wird siegen”) in das Staatswappen und die Präsidentenfahne zurück.

Nach dem Wendejahr 1989 galt die Kirche in Tschechien im öffentlichen Bewusstsein als einer der wichtigsten Akteure in der oppositionellen Bewegung, die zur Novemberrevolution geführt hatte. Es kam zu einem kurzen Aufschwung, was die Bedeutung der Religion und der Kirchen betrifft.

  1. Doch die großen Erwartungen an die Kirchen, die viele Menschen im Blick auf eine Neugestaltung der Gesellschaft hegten, konnten nicht eingelöst werden.
  2. Schon bald setzten sich im öffentlichen Diskurs wieder die traditionellen antikirchlichen Vorurteile durch.
  3. Die gegenwärtige Debatte um die Restitution zeigt, dass antikirchliche Einstellungen wieder die tschechische Gesellschaft und Kultur prägen.

Siehe auch die Beiträge: Frühe Wiedergutmachung Endloses Ringen zwischen Staat und Kirche

Wie viel Prozent der Bevölkerung sind Christen?

Zahl der Muslime wächst am schnellsten – In vielen afrikanischen Ländern zum Beispiel hat Religion eine große Bedeutung, die Bevölkerung hat ein junges Durchschnittsalter, das Bevölkerungswachstum ist in diesen Ländern am Höchsten. Weltweit wächst die Zahl der Muslime am schnellsten,

  • Auch das Christentum wächst, aber langsamer.
  • Im Jahr 2060, so prognostiziert das Pew Research Center, werde es weltweit fast so viele Muslime wie Christen geben.
  • So stellten laut dem Forschungsinstitut Christen im Jahr 2015 31,2 Prozent der Weltbevölkerung, Muslime 24,1 Prozent.
  • Für 2060 rechnet es mit 31,1 Prozent Muslime und 31,8 Prozent Christen.

Die größten Religionen nach der Zahl der Anhänger sind das Christentum und der Islam, Weit dahinter kommt der Hinduismus, direkt gefolgt von der Gruppe der Konfessionslosen. Das Christentum ist überwiegend in Nord-und Südamerika, Europa und Südafrika, der Islam ist besonders stark im westlichen Teil Asiens und Nordafrika vertreten.

Welche Religion war die erste auf der Welt?

Die Schwierigkeiten fangen schon bei den Ursprüngen an: Wann ist der Hinduismus entstanden? Niemand kann das genau sagen. Ein Gründungsereignis oder ein Stifter wie Christus, Abraham, Mohammed oder Buddha fehlen. Fest steht lediglich, dass irgendwann vor rund 4.000 Jahren im Indus-Tal – im Gebiet des heutigen Indien und Pakistan – eine Zivilisation blühte, deren Religion ein Vorläufer des heutigen Hinduismus war.

In welchem Land leben die meisten Christen?

In welchem Land gibt es die meisten Christen? – Weltregionen mit christlicher Bevölkerungsmehrheit sind Europa, Nordamerika, Südamerika, Australasien sowie die Südhälfte Afrikas. Dazu gibt es bedeutende christliche Minderheiten in nahezu jeder weiteren Weltregion.

Wie viele Katholiken gibt es auf der ganzen Welt?

Die römisch-katholische Kirche ist die größte religiöse Institution der Erde und hatte Ende 2020 laut Quelle insgesamt rund 1,36 Milliarden Mitglieder.