Wieviel Witwenrente Bekommt Man?

Wieviel Witwenrente Bekommt Man
Ab welchem Zeitpunkt besteht Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente? – Erhielt Ihr verstorbener Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin bereits eine eigene Rente, zum Beispiel eine Altersrente, beginnt die Witwen- oder Witwerrente frühestens mit dem auf den Sterbemonat folgenden Monat.

Wie hoch darf meine eigene Rente sein um Witwenrente zu bekommen?

Wie hoch darf die eigene Rente sein um Witwenrente zu erhalten? – Verrechnung der Witwenrente mit der eigenen Rente – Um die Witwenrente mit der eigenen Rente und anderen Einkünften zu verrechnen, muss die Rentenversicherung zuerst das Nettoeinkommen des Hinterbliebenen ermitteln.

  1. Sofern der Hinterbliebene eine eigene Rente bezieht, zieht die Rentenversicherung pauschal 14 Prozent davon ab.
  2. Daraufhin zieht die Rentenversicherung vom berechneten Nettoeinkommen den Freibetrag ab.
  3. Dieser liegt je nach Bundesland bei 903 Euro oder bei 877 Euro.
  4. Stand 2021) Die Rentenversicherung unterscheidet hier jeweils zwischen den alten und den neuen Bundesländern.

Der Freibetrag ist grundsätzlich mit dem derzeitigen Rentenwert verknüpft und erhöht sich immer dann, wenn die Renten erhöht werden. Für Hinterbliebenen mit Kindern, die eine Waisenrente beanspruchen können, erhöht sich der Freibetrag nochmals. Im letzten Schritt zur Verrechnung der Witwenrente mit der eigenen Rente rechnet die Rentenversicherung von der verbliebenenen Summe 40 Prozent auf die Witwenrente an.

Wann gibt es die große und wann die kleine Witwenrente?

Witwenrenten-Rechner – Berechnen Sie mit dem Witwenrenten-Rechner Ihren Anspruch auf Witwenrente. Sofern der verstorbene Ehepartner gesetzlich rentenversichert war, besteht grundsätzlich Anspruch auf die kleine oder große Witwenrente. Während die kleine Witwenrente 25 Prozent vom Rentenanspruch des Verstorbenen beträgt und nach neuem Recht zeitlich auf 24 Monate begrenzt ist, beträgt die große Witwenrente 55 Prozent (60 Prozent nach altem Recht ) und wird zeitlich unbegrenzt geleistet.

Wann bekommt eine Frau keine Witwenrente?

Meldungen | Witwenrente: So lange muss man verheiratet gewesen sein Bei Eheschließungen ab dem 1. Januar 2002 wird eine Witwen- oder Witwerrente nur noch gezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat. Ist das nicht der Fall, muss der Rentenversicherungsträger laut Gesetz zunächst davon ausgehen, dass eine sogenannte Versorgungsehe vorliegt.

  1. Damit ist gemeint, dass das Paar die Ehe angesichts des erkennbar kurz bevorstehenden Todes nur einging, um nach dem Tode dem überlebenden Ehegatten die Möglichkeit zu geben, eine Hinterbliebenenrente zu beziehen.
  2. Zwar wird das Vorliegen einer Versorgungsehe bei solchen Fallgestaltungen zunächst unterstellt.

Dieses kann im Einzelfall vom Hinterbliebenen aber widerlegt werden. Gründe, die gegen das Vorliegen eine Versorgungsehe sprechen, können zum Beispiel der Tod des Ehepartners durch einen Unfall oder ein gemeinsames Kind sein. Die kostenfreien Broschüren „Hinterbliebenenrente: Hilfe in schweren Zeiten” und „Hinterbliebener: So viel können Sie hinzuverdienen” fassen die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammen.

Sie stehen online unter diesem Artikel zum Download bereit. Sie haben ein Anliegen und möchten mit der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung treten? Dann nutzen Sie online unser – schnell und unkompliziert. Gerne unterstützen Sie die Beraterinnen und Berater der Deutschen Rentenversicherung auch am kostenfreien Service-Telefon unter der Rufnummer 0800 1000 4800.

: Meldungen | Witwenrente: So lange muss man verheiratet gewesen sein

Was bleibt von der Witwenrente übrig?

Elterngeld (Pauschalabzug 300 €) – Falls Sie als Witwe bzw. Witwer Elterngeld erhalten, geben Sie bitte hier dessen Höhe an. Bei Elterngeld wird der Sockelbetrag von 300 € nicht negativ auf die Witwenrente angerechnet. Der Sockelbetrag wird also somit durch den Rechner vom eingegebenen Elterngeld abgezogen, bevor vom verbleibenden Betrag schließlich 40 Prozent auf die Witwenrente angerechnet werden.

Rechner ↑ Inhalt ↑ Herr Schwarz verstirbt 2023. Seine hinterbliebene Ehefrau möchte nun die ihr zustehende Witwenrente berechnen

Herr und Frau Schwarz wurden beide 1983 geboren und leben in Hamburg. Sie haben 2007 geheiratet und zwei Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren. Dem Verstorbenen Hern Schwarz hätte zum Zeitpunkt des Todes eine volle Erwerbsminderungsrente in Höhe von 1 500 Euro zugestanden. Frau Schwarz verfügt über ein monatliches Bruttogehalt in Höhe von 2 000 Euro. Sie erhält jährliche Zinszahlungen in Höhe von 2 200 Euro (nach Abzug des Sparerfreibetrags von 1 000 Euro bleiben demnach 100 Euro monatliche Kapitaleinkünfte). Zudem verfügt sie über monatliche Mieteinnahmen von 500 Euro nach Abzug der Kosten.

Rechner ↑ Inhalt ↑ Im Jahr 2002 gab es bei der Hinterbliebenenrente eine Gesetzesänderung, die dazu führte dass gegenwärtig beide Renten parallel existieren. Mehr dazu können Sie auch im Vergleich der Witwenrente nach altem und neuem Recht nachlesen.

Gilt Altes Recht oder Neues Recht?
Aus Gründen des Bestands- und Vertrauensschutzes gilt noch das vorteilhaftere alte Witwenrecht, falls

die Heirat vor 2002 stattfand und einer der Ehepartner vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde.

Weder das eine noch das andere Kriterium gelten für Frau Schwarz. Für sie gilt demnach die neue Witwenrente, denn die Bedingungen für die alte Witwenrente treffen nicht zu.

Unterschiede zwischen Rente nach neuem und nach altem Recht

Bei neuem Recht muss die die Ehe im Gegensatz zum alten Recht mindestens ein Jahr bestanden haben. Bei neuem Recht ist die kleine Witwenrente auf zwei Jahre befristet, beim alten Recht nicht. Bei neuem Recht beträgt die große Witwenrente nur noch 55 Prozent der Rentenansprüche des Verstorbenen, nach altem Recht gelten 60 Prozent. Bei neuem Recht werden nahezu alle Einkünfte des Hinterbliebenen negativ auf die Höhe der Witwenrente angerechnet. Nach altem Recht werden u.a. Einkünfte aus Vermögenseinkommen, aus privaten Lebensversicherungen sowie Betriebsrenten und Zusatzversorgungen nicht angerechnet. Einziger Vorteil beim neuen Recht ist, dass ein Zuschlag wegen Kindererziehung geleistet wird.

Da die Ehe länger als ein Jahr bestanden hat, steht Frau Schwarz demnach eine Witwenrente zu. Die anderen Besonderheiten bei dem für sie geltendem neuen Recht werden im Folgenden berücksichtigt. Rechner ↑ Inhalt ↑ Für die große Witwenrente gilt zunächst, – wie für die kleine Rente auch – dass der verstorbene Ehepartner die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben muss und im Falle der Rente nach neuem Recht die Ehe mindestens ein Jahr lang bestanden hat.

Als Hinterbliebener müssen Sie z.B.2023 mindestens 46 Jahre und 0 Monate alt sein oder im Haushalt lebt ein minderjähriges oder behindertes Kind (leiblich oder adoptiert) oder auch ein Kind des Verstorbenen aus dessen früherer Ehe oder es liegt eine teilweise bzw. vollständige Erwerbsminderung bei Ihnen vor.

Die genannte Altersgrenze liegt also 2023 bei 46 Jahren und 0 Monaten und wird jedes Jahr um einen weiteren Monat angehoben. Das heißt, ab dem Jahr 2029 können Hinterbliebene erst ab dem 47. Lebensjahr die große Witwenrente erhalten, sofern nicht eine der anderen beiden Voraussetzungen erfüllt ist.

Große Witwenrente für Frau Schwarz
Da Frau Schwarz aktuell zwei minderjährige Kinder hat, erfüllt sie mindestens eine der obigen drei Bedingungen und hat somit Anspruch auf die große Witwenrente,

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Dauerhaft große Witwenrente für Frau Schwarz Die Auszahlung der großen Witwenrente ist im Gegensatz zur 24monatigen kleinen Witwenrente zeitlich nicht befristet, solange eine der drei obigen Bedingungen erfüllt ist. Dies gilt unabhängig davon, ob altes oder neues Recht gilt. Grundsätzlich erlischt das Anrecht auf die große Witwenrente, sobald keines der drei Kriterien mehr zutrifft. Dies könnte 2037 geschehen, sobald das jüngere der beiden Kinder von Frau Schwarz volljährig wird. Jedoch ist Frau Schwarz dann bereits 54 Jahre alt und erfüllt damit die Altersgrenze für die große Witwenrente.

Rechner ↑ Inhalt ↑ Nach neuem Recht beträgt der Anspruch auf grosse Witwenrente 55 Prozent der Rentenansprüche des Verstorbenen. Nach altem Recht sind es 60 Prozent seiner Rentenansprüche.

Rentenanspruch vor Einkommensanrechnung für Frau Schwarz
Frau Schwarz hat einen Rentenanspruch vor Anrechnung ihres Einkommens über 55 Prozent von 1 500 Euro, also 825,00 Euro,

Rechner ↑ Inhalt ↑ Frau Schwarz hat ihre beiden Kinder in den ersten drei Lebensjahren überwiegend selbst erzogen. Daher erhöht sich die Witwenrente ab dem vierten Monat um einen Kinderzuschlag.

Kinderzuschlag für Frau Schwarz
Der Kinderzuschlag zur grossen Witwenrente für das erste Kind beträgt für Frau Schwarz monatlich 55 Prozent von 3,636 × 36,02 € = 72,03 €. Der Kinderzuschlag für jedes weitere Kind beträgt die Hälfte davon, also 36,02 €. Somit steht Frau Schwarz ein Kinderzuschlag zur großen Witwenrente von insgesamt 108,05 Euro zu.

Der Kinderzuschlag wird nur beim Bezug von Witwenrente nach neuem Recht gewährt. Für die kleine Witwenrente wird er analog berechnet: Statt 55 Prozent werden hier 25 Prozent für die Berechnung des Kinderzuschlags verwendet.

Wer bekommt die große Witwenrente nach neuem Recht?

Die große Witwenrente – Die große Witwenrente macht 55 Prozent der Rente aus, die der Verstorbene zum Todeszeitpunkt erhalten hat oder hätte. Aber: Wurde die Ehe vor 2002 geschlossen und ist einer der Ehegatten vor dem 2. Januar 1962 geboren, gilt altes Recht.

die Witwe mindestens 47 Jahre alt ist oder seit 31. Dezember 2000 ununterbrochen berufs-, erwerbsunfähig oder erwerbsgemindert ist oder die Witwe ein eigenes minderjähriges Kind oder das minderjährige Kind des Verstorbe-nen erzieht oder ein behindertes Kind be-treut, das Alter des Kindes spielt dabei keine Rolle.

„Unter den Begriff Kind fallen neben leiblichen Kindern auch die Kinder des verstorbenen Partners sowie, unter bestimmten Bedingungen, Stief- und Pflegekinder, Enkel und Geschwister”, ergänzt Experte Beuttler-Bohn. Die große Witwenrente können jüngere Witwen erhalten, wenn sie ein entsprechendes Alter erreicht haben.

Warum bekomme ich keine Witwenrente?

Wann habe ich Anspruch auf die Witwenrente? – Grundsätzlich gilt: Wenn ein Ehepartner stirbt, hat der Verbliebene Anspruch auf die Witwen- oder Witwerrente. Jedoch muss das Paar nach neuem Recht dafür mindestens ein Jahr verheiratet gewesen sein, nach altem Recht gilt eine solche Mindestzeit nicht.

  1. Bei einer kürzeren Ehedauer geht die Rentenversicherung von einer ” Versorgungsehe ” aus und nimmt an, dass die Ehe geschlossen wurde, um dem überlebenden Ehegatten den Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente zu geben.
  2. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente.
  3. Ausnahmen sind aber möglich: Stirbt der Ehepartner zum Beispiel bei einem Unfall, durch eine plötzliche Erkrankung oder gibt es ein gemeinsames minderjähriges Kind, so besteht auch bei kürzerer Ehedauer ein Rentenanspruch.

Neben der Ehedauer prüft die Rentenversicherung, ob der oder die Verstorbene vor dem Tod schon die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt oder bereits eine Rente bezogen hat. Ist dies der Fall und hat der oder die Hinterbliebene nicht wieder geheiratet, so besteht ein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente.

Hat Ehefrau Anspruch auf Rente des Mannes?

Habe ich Anspruch auf die Rente meines Ex-Ehemannes? – Aktualisiert: 30.09.2017, 12:00 | Lesedauer: 4 Minuten Anwalt Dr. Max Braeuer Foto: Amin Akhtar Dr. Max Braeuer ist Rechtsanwalt und Notar bei Raue LLP und Experte für Familien- und Erbrecht. An dieser Stelle beantwortet er Leserfragen Leserfrage: Ich bin Philippinin und war mit einem deutschen Mann verheiratet.

  • Wir haben uns 2015 nach 30 Jahren Ehe scheiden lassen.
  • Wir haben drei erwachsene Kinder.
  • Mein Ex-Mann hat schon eine neue Freundin auf den Philippinen.
  • Sie leben dort zusammen und haben ein gemeinsames Kind, sind aber nicht verheiratet.
  • Ich arbeite seit zwölf Jahren Teilzeit in einem Seniorenheim und habe nicht mehr geheiratet.

Wenn mein Ex-Mann verstirbt: Habe ich Anrecht auf seine Rente? Weitere Frage: Eine Bekannte bezieht Rente von ihrem verstorbenen Ex-Ehemann. Nach meiner Scheidung 1987 ist mein Ex-Ehemann nun verstorben. Bestehen für mich Rentenansprüche? Dr. Max Braeuer: In beiden Fällen können die Frauen nicht mehr mit Rentenzahlungen rechnen.

  1. Das ist die Folge des Versorgungsausgleiches, der bei den Scheidungen durchgeführt worden ist.
  2. Der Versorgungsausgleich ist eine der Errungenschaften der Familienrechtsreform von 1977.
  3. Vor dieser Reform musste noch festgestellt werden, welcher der Eheleute an der Scheidung schuldig ist.
  4. Damals gab es auch noch Witwenrentenansprüche für geschiedene Frauen.

Aufgrund der Reform ist die Selbständigkeit beider Eheleute nach der Scheidung gestärkt worden. Hierzu gehört insbesondere der damals neugeschaffene Versorgungsausgleich. Eine Ehepartner, meistens die Frau, bekommt schon bei der Scheidung eigene Rentenansprüche von dem anderen.

Damit sind beide aber auch auseinander, und Witwenrenten gibt es nicht mehr. Für den Versorgungsausgleich werden alle Rentenansprüche zusammengerechnet, die die Eheleute während der Ehezeit angesammelt haben. Diese Versorgungsanrechte werden dann gleichmäßig zwischen beiden verteilt. In vielen Fällen, in denen der Ehemann während der Ehe ein höheres Einkommen hatte, bekommt die Frau schon zu Lebzeiten des Mannes von diesem ein Teil seiner Rentenansprüche.

Das wird auf ihrem Rentenkonto gutgeschrieben. Sie hat dann einen eigenen Rentenanspruch aus der Ehezeit, der genauso hoch ist wie der des Ehemannes. Trotz des Ausgleichs ist die Rente des geschiedenen Mannes häufig höher als die der geschiedenen Frau.

  • Das liegt daran, dass auch vor und nach der Ehezeit Rentenansprüche gesammelt werden.
  • Wenn der Mann nach der Scheidung ein besseres Einkommen hat als seine geschiedene Frau, dann steigt sein Rentenanspruch stärker als der ihre.
  • Um das auszugleichen, gibt es den Anspruch auf Vorsorgeunterhalt.
  • Viele Frauen haben nach der Scheidung gegenüber ihrem geschiedenen Mann noch einen Unterhaltsanspruch.

Dieser hat nicht nur den Zweck, den Lebensbedarf der Frau zu decken. Als Teil des Unterhalts gibt es auch den Anspruch auf Vorsorgeunterhalt. Dieser ist dafür bestimmt, dass die Frau Beträge in ihre Altersversorgung einzahlt und so höhere Rentenansprüche erwirbt.

  • Diese neuen Rentenanrechte der Frau gehen dann nicht mehr zu Lasten der Anrechte ihres geschiedenen Mannes, sondern werden aus den aktuellen Unterhaltszahlungen gebildet.
  • Diese durchaus etwas komplizierten Regelungen führen dazu, dass die geschiedene Ehefrau im Normalfall nicht darauf angewiesen ist, nach dem Tode ihres geschiedenen Mannes noch etwas von seiner Rente zu bekommen.

Das gilt allerdings nur für geschiedene Frauen. Wenn die Eheleute getrennt gelebt haben, ohne sich scheiden zu lassen, dann steht der Frau beim Tod des Mannes unverändert eine Witwenrente zu. Diese Witwenrente kann auch deutlich höher sein als die Rente, die bei einer Scheidung durch den Versorgungsausgleich übertragen worden wäre.

  • Wenn eine Ehe auseinandergeht, deren Partner schon älter sind, sollten sich die Eheleute fragen, ob die Ehe auch wirklich geschieden werden muss.
  • Gerade wegen der Witwenrente verzichten manche Eheleute darauf, ihre gescheiterte Ehe formell scheiden zu lassen.
  • Sie bleiben verheiratet, auch wenn sie dauerhaft getrennt leben.

Das ist keine besondere Belastung, wenn keiner von beiden einen anderen Partner heiraten möchte. Es bleibt aber die Aussicht auf die Witwenversorgung, die zumeist sehr viel besser ist als der Versorgungsaugleich im Falle einer Scheidung. Wenn Sie auch eine Frage haben, schreiben Sie an [email protected].

Was wird alles auf die Witwenrente angerechnet?

Homepage | Einkommensanrechnung Eine Einkommensanrechnung erfolgt bei Hinterbliebenenrenten, wenn weiteres Einkommen bezogen wird. Anzurechnen sind 40 Prozent des den Freibetrag übersteigenden pauschalisierten Nettoeinkommens. Für die Umrechnung vom Brutto ins Netto gelten pauschale Prozentsätze.

Beispiel zur Einkommensanrechnung für eine Witwenrente für die alten Bundesländer für die Zeit ab 1.7.2022: Petra T. erhält eine monatliche Witwenrente von 400 Euro. Sie verdient monatlich brutto 1.700 Euro. Die Rentenversicherung zieht von den 1.700 Euro pauschal 40 Prozent, also 680 Euro, ab. Das ergibt einen rechnerischen Nettoverdienst von 1.020 Euro.

Nach Abzug des Freibetrags in Höhe von 950,93 Euro verbleiben 69,07 Euro. Von diesem Übersteigungsbetrag sind wiederum 40 Prozent, also 27,63 Euro, von den 400 Euro Witwenrente abzuziehen. Es verbleiben Petra T. also brutto 372,37 Euro an monatlicher Witwenrente.

Wird die Witwenrente auf meine Rente angerechnet?

Nein! Die Witwenrente oder die Witwerrente, die eine Witwe oder der Witwer neben der eigenen Altersrente erhält, sind kein Hinzuverdienst der auf die Altersrente anzurechnen wäre. Anders herum kann eine Altersrente auf die Witwen-oder Witwerrente angerechnet werden.

Wer bekommt lebenslang Witwenrente?

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um eine Witwenrente zu bekommen? – Neben diesen Kriterien müssen Witwen weitere Bedingungen erfüllen, die davon abhängen, ob man unter das alte oder das neue Hinterbliebenenrecht fällt. Die kleine Witwenrente nach altem Recht entspricht 25 Prozent der Rente, die dem verstorbenen Partner zustand oder gestanden hätte.

Man muss mit dem Partner zu dessen Todeszeitpunkt verheiratet gewesen sein.Man darf nicht erneut geheiratet haben.Der verstorbene Partner muss die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Mit der großen Witwenrente nach alter Rechtslage erhalten Hinterbliebene 60 Prozent der Rente des verstorbenen Partners. Dieser muss auch die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren, also die Mindestversicherungszeit, erfüllt oder vorzeitig erfüllt haben oder Rentner gewesen sein.

Die Ehe muss mindestens ein Jahr bestanden haben. Eine Ausnahme von dieser Regel kann gelten, wenn der Partner unvorhergesehen, etwa bei einem Unfall, gestorben ist. Das Paar darf kein Rentensplitting vereinbart haben (siehe weiter unten)

Nach neuem Recht erhalten Hinterbliebene mit der großen Witwenrente statt 60 Prozent nur noch 55 Prozent der Rente des Verstorbenen. Zudem ist der Bezug der kleinen Witwenrente auf 24 Monate begrenzt. Auch bezieht die Rentenversicherung mehr Einkommensarten bei der Berechnung der Höhe der Witwenrente ein.

Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?

Gegenseitige Fürsorge – Daneben kann auch mit Blick auf Krankheit und Pflege eine Eheschließung im fortgeschrittenen Alter von Vorteil sein. „Mit einer Heirat verpflichten sich beide Seiten beispielsweise gegenseitig zu Beistand”, sagt der Berliner Rechtsanwalt Dietmar Kurze.

  1. Der eine kümmert sich um den anderen.
  2. Allerdings: Bislang hat ein Ehegatte nicht das Recht, im Notfall für den anderen medizinische Entscheidungen zu treffen.
  3. Das ändert sich erst ab 1.
  4. Januar 2023, wenn das „Notvertretungsrecht” unter Ehegatten in Kraft tritt.
  5. Darin ist festgelegt, dass wenn infolge von Krankheit oder Unfall ein Ehegatte handlungs- oder entscheidungsunfähig ist, der andere für ihn Entscheidungen der Gesundheitsvorsorge treffen kann.

„Dies ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft”, sagt Kurze. Hat der Ehegatte etwa in einer Vorsorgevollmacht einen entgegenstehenden Willen geäußert, darf es keine sogenannte Ehegattenvertretung geben. Weiterlesen nach der Anzeige Weiterlesen nach der Anzeige

Warum kleine Witwenrente nur 24 Monate?

Die kleine Witwenrente ist nicht deshalb klein, weil sie nur wenig Rente an den Hinterbliebenen auszahlt, sondern weil diese zeitlich begrenzt ist. Die kleine Witwenrente wird nach dem Gesetz für maximal 24 Kalendermonate ausgezahlt. So steht es in § 46 Absatz 1 Sozialgesetzbuch Nr.6 geschrieben.

Wer bekommt die große Witwenrente nach neuem Recht?

Die große Witwenrente – Die große Witwenrente macht 55 Prozent der Rente aus, die der Verstorbene zum Todeszeitpunkt erhalten hat oder hätte. Aber: Wurde die Ehe vor 2002 geschlossen und ist einer der Ehegatten vor dem 2. Januar 1962 geboren, gilt altes Recht.

die Witwe mindestens 47 Jahre alt ist oder seit 31. Dezember 2000 ununterbrochen berufs-, erwerbsunfähig oder erwerbsgemindert ist oder die Witwe ein eigenes minderjähriges Kind oder das minderjährige Kind des Verstorbe-nen erzieht oder ein behindertes Kind be-treut, das Alter des Kindes spielt dabei keine Rolle.

„Unter den Begriff Kind fallen neben leiblichen Kindern auch die Kinder des verstorbenen Partners sowie, unter bestimmten Bedingungen, Stief- und Pflegekinder, Enkel und Geschwister”, ergänzt Experte Beuttler-Bohn. Die große Witwenrente können jüngere Witwen erhalten, wenn sie ein entsprechendes Alter erreicht haben.